Umfrage ergibt: USA gefährlicher als Iran

28. März 2007

Eine Mehrheit der Deutschen hält die verbündeten USA für gefährlicher als den von islamischen Mullahs beherrschten Iran. Dies ergab eine vom Magazin stern in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage des Berliner Forsa-Instituts. Danach sind 48 Prozent der Bundesbürger der Auffassung, von den USA gehe eine “größere Bedrohung für den Weltfrieden“ aus als vom Iran. Den islamischen Staat halten dagegen nur 31 Prozent für bedrohlicher als die Vereinigten Staaten. Weitere 15 Prozent sind der Überzeugung, dass von beiden die gleiche Gefahr für den Weltfrieden ausgeht.

Mittelbayerische Zeitung vom 28.03.2007 

Kein Kommentar.


Gadget für Umweltbewusste – Das Elektro-Auto Venturi Eclectic

27. März 2007

Die französische Firma „Venturi“ stellt ab Juni 2007 das erste vollkommen von der Steckdose autarke Elektro-Mobil auf die Strasse. Das Fahrzeug nennt sich „Eclectic“. Die auf dem Dach montierten 2,5 Quadratmeter Solarzellen laden zusammen mit einem optional erhältlichem Kleinstwindkraftwerk die NiMH-Batterien wieder auf. Mit einer Ladung erreicht der „Eclectic“ einen Aktionsradius von 50 Kilometer und ist somit für die Kurzstrecke konzipiert. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 50 km/h, was eine Fahrt auf der Autobahn somit hinfällig macht. Eine Steckdose benötigt man trotzdem, falls die Sonne mal nachlässt. Eine Vollladung dauert dann 5 Stunden (bei 16A und 230V).

 Das Elektro-Mobil „Eclectic“ wird ab Juni 2007 in einer limitierten Version von 200 Stück zu einem Preis von 24 000 Euro (excl. Steuern) erhältlich sein.


Stromfresser Internet – 3 Atomkraftwerke bis 2010

26. März 2007

Heute erhielt ich einen Newsletter von www.sonnenseiten.com . Darin wird auf einen Artikel verwiesen mit dem Titel: Die Top 10 der vernachlässigten Themen 2006.

Die Initiative Nachrichtenaufklärung (INA) stellte soeben in Bonn die Top 10 der vernachlässigten Themen des Jahres 2006 vor und forderte Journalisten auf, die vergessenen und verdrängten Themen bekannt zu machen.

Auf Platz 3 steht das Thema „Stromfresser Internet„:

In Deutschland könnten im Jahr 2010 drei Atomkraftwerke allein für den Betrieb des Internets laufen, errechnete das Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie im Jahr 2003. Das entspräche einem Anteil von sechs Prozent am deutschen Gesamtstromverbrauch, in absoluten Zahlen rund 31 Terawattstunden im Jahr (TWh/J; ein Terawatt sind eine Billion Watt). Doch auch die Zahlen, die das Institut für das Jahr 2001 retrospektiv errechnet hatte, waren beeindruckend: Innerhalb eines Jahres sei der Stromverbrauch für das Internet um 36 Prozent angestiegen, schrieben die Autoren, nämlich auf 6,8 TWh/J. Die Server hatten einen Anteil von 1,9 TWh/J daran. Wenige Jahre zuvor hatten die Forscher des Wuppertal-Institutes den Stromverbrauch des Internets noch mit 4,2 TWh/Jahr angegeben – die Server hatten daran einen Anteil von 0,3 TWh/Jahr. Ihr absoluter Verbrauch hat sich also diesen Zahlen zufolge mehr als versechsfacht.

Am Ende des Artikels schreibt die Autorin Sönke Klug:

Offenbar berichteten Massenmedien aber kaum über den größeren Kontext des Themas: die ökologischen Implikationen, den politischen Rahmen oder den Stromverbrauch des Internets allgemein. Aus den Fachbeiträgen über Energieeffizienz bei Servern wird einem Fachpublikum deutlich, wo derzeit das zentrale Problem bei diesen Geräten liegt. Eine breite Öffentlichkeit bleibt jedoch uninformiert über die – ungeregelten, unbeachteten – Ausmaße des Stromfraßes der Rechenzentren.

Ich erlaube mir an dieser Stelle zu ergänzen, dass es beim Stromverbrauch der Serverfarmen nicht nur um den Energiebedarf der Server selbst geht. Hinzu kommt noch, dass die Serverräume auf eine bestimmte Temperatur gehalten werden müssen, um einen einwandfreien Betrieb zu gewährleisten. Um die Temperatur gleichmässig tief zu halten, werden entsprechende Klimaanlagen errichtet, deren Kapazität auch dann ausreichen muss, wenn es zu einem dermassen heissen Sommer, wie im Jahre 2003, kommt. Ergo: Die Energie, welche die Serverfarmen „verbraten“, muss auch wieder aus den Serverräumen raus. Ich habe irgendwie die Faustformel im Hinterkopf: „Für 1 Watt abgeführte Leistung benötigt die Klimaanlage 2 Watt“. Kann mich aber auch irren, odrrr?

PS: Wie hoch ist der Anteil am Gesamtenergieverbrauch der Glühbirnen in privaten Haushalten nochmal?


Klimaschutz mit dem Einkaufszettel – Am besten hinsetzen und die Luft anhalten

26. März 2007

Via Sonnenseiten.com  wurde ich auf einen Artikel der Hamburger Verbraucherzentrale aufmerksam. Kurz und bündig zusammengefasst könnte dieser auch lauten „Setz Dich in die Ecke und halte die Luft an“; denn nur so erzeugst Du kein zusätzliches CO2.

Weniger Fleisch – regional – bio – frisch, Lebensmitteleinkauf kann den Treibhauseffekt verstärken. Denn Landwirtschaft und Ernährung sind in Deutschland zu etwa einem Fünftel am Ausstoß klimaschädlicher Gase beteiligt.

„Weniger Fleisch„; denn darüber freut sich der „regionale“ Bauer, dessen Einkommen in den letzten 40 Jahren eh schon massiv zusammengebrochen ist. Die wenigsten Bauern in Deutschland (und der Schweiz) wären ohne Länder- und EU-Subventionen lebensfähig und schon heute betreibt die überwiegende Mehrzahl der Bauern die Landwirtschaft als Nebenerwerb. In der Schweiz hilft den Bauern auch nur noch die Abschottung durch Zollvorschriften zusätzlich.

Ich liebe „kann-Sätze„, daher liebe ich diesen Satzteil „Lebensmitteleinkauf kann den Treibhauseffekt verstärken“ – muss aber nicht. „Denn Landwirtschaft und Ernährung sind in Deutschland zu etwa einem Fünftel am Ausstoss klimaschädlicher Gase beteiligt.“ Ja, wo kommen denn diese Zahlen her? CO2 scheinen „Landwirtschaft und Ernährung“ auf jeden Fall mal nicht auszustossen. Mir ist bekannt, dass Rindviecher Methan rektal ausstossen und diese Menge in CO2 umgerechnet wird. Aber wie fliesst die „Ernährung“ in die Kalkulation ein? Ich bitte um Fundamentalisierung der getroffenen Aussage.

Und nun folgenden die Tipps der Hamburger Verbraucherzentrale für „klimaschonendes Essen„:

  1. Mehr pflanzliche Lebensmittel essen: Weniger Fleisch ist besser – für die Gesundheit und das Klima.
    Die Produktion von Fleisch ist besonders energieintensiv und klimabelastend, da im Mittel sieben pflanzliche Kalorien notwendig sind, um eine tierische Kalorie zu erzeugen. Bei der Produktion von einem Kilo Rindfleisch werden 6,5 kg CO2 freigesetzt. Ein Kilo Obst verursacht dagegen nur ½ kg CO2, Gemüse sogar nur 150 g CO2.
  2. Regionales und saisonales Obst und Gemüse aus dem Freiland bevorzugen. Das vermeidet Transporte und erhält Arbeitsplätze, Wirtschaftskraft und Landschaft vor der Haustür.
    Vieles wird über Tausende von Kilometern geflogen, beispielsweise Äpfel aus Argentinien (11.000 km), Erdbeeren aus Südafrika (9.000 km) oder Kiwis aus Neuseeland (18.000 km). Der Transport per Flugzeug verursacht etwa 1.000 g CO2 je t und km, per Lkw etwa 200 g CO2 je t und km und per Bahn etwa 80 g CO2 je t und km. Flugtransporte schaden dem Klima 80mal mehr als Schifftransporte und 300mal mehr als heimische Erzeugnisse.
  3. Öko-Landbau kommt mit weniger Energie aus und bindet mehr Kohlenstoff in Böden und Biomasse – Bio-Lebensmittel schonen die Umwelt und das Klima und sind zugleich weniger mit Rückständen belastet.
    Die Bio-Landwirtschaft braucht im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft nur ein Drittel der fossilen Energie, vor allem weil auf energieintensive chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel verzichtet wird.
  4. Frisches und wenig verarbeitetes Obst und Gemüse enthält am meisten gesunde Pflanzenstoffe. Tiefkühl-Lebensmittel sind ernährungspyhsiologisch zwar vergleichbar, belasten aber das Klima. Von der Verarbeitung über Transport, Handel und im Haushalt muss die Kühlkette gewährleistet werden – das kostet viel Energie und 6 kg CO2 pro kg Essen. Überdies laufen zuhause die Kühlgeräte 24 Stunden täglich.
  5. Importiertes Mineralwasser stellt eine unnötige Umweltbelastung dar.
    Wasser gleicher Qualität gibt es auch aus der Region. Der Abfüller steht auf dem Etikett.

Also, somit ist es ab sofort vorbei mit dem Fleischkonsum. Ich darf nun nur noch regionales Obst und Gemüse essen – möglichst aus dem Freiland. Unter Punkt 3.) steht wieder ein netter Satz: „Öko-Landbau kommt mit weniger Energie aus und bindet mehr Kohlenstoff in Böden und Biomasse„. Ja, wie funktioniert das denn bitte?

„Bio-Lebensmittel schonen die Umwelt und das Klima und sind zugleich weniger mit Rückständen belastet“ – ausserdem schlagen diese voll auf den Geldbeutel durch. „Rückstände„? Die meinen sicher Pestizide, Herbizide und Fungizide und dergleichen – fein!

Nach Punkt 4.) ist es auch ab sofort vorbei mit Tiefkühlkost. Dazu gehört auch Speiseeis. Langnese wird sich freuen – und ich erst! Ich liebe Vanilleeis mit heissen Himbeeren!

„Mineralwasser“ gibt es bei mir eh selten. Eher Tee und Kaffee. Aber ohje! Tee kommt aus China, Indien und Sri Lanka und Kaffee aus Brasilien, Vietnam und Indonesien! Da schlägt ja der Transport wieder voll CO2-mässig zu und wieviel Energie erst beim Rösten verbraten wird! Somit ist es auch mit dem gesunden Tee vorbei. Und auf meine 3 bis 5 Tassen Kaffee pro Tag auch. Auch Schokolade wird sofort verboten! Denn die Kakaobohnen werden in Indonesien, Ghana und Nigeria produziert – anschliessend ebenfalls energieintensiv geröstet und weiterverarbeitet. Jetzt hatte ich schon mit dem Wein und dem Bier abgeschlossen – Sie erinnern sich: Bei der Gärung wird CO2 freigesetzt.

Ich setze mich jetzt in die Ecke, entfache eine Kerze und halte die Luft an.  😦


Klimaerwärmung – Ein Versuch der Wahrheitsfindung

24. März 2007

Fakten sind das einzige was für mich zählt. Deshalb sammle ich Fakten zur aktuellen „Klimaerwärmungs-Hysterie“. „Die Medien“ zitieren dabei oftmals wissenschaftliche Untersuchungen und biegen sich die Aussagen zurecht. Wenn man sich überlegt, was Medien interessiert – zusammengefasst „Sex, Drugs and Rock’n’Roll“ – Verkaufszahlen nach oben zu treiben, dann sollte man soviel Abstand wie möglich zu den Aussagen halten. Deshalb orientiere ich mich bei meiner Stoffsammlung an tatsächlichen wissenschaftlichen Aussagen. Und diese sollten unabhängig von Politik und Wirtschaft sein, da hier das „Lobbying“ sonst wieder verfälschend greift.

Machen Sie sich selbst ein Bild und lesen Sie zum Beispiel:

Die Diskussion wird dann speziell interessant, wenn sogar die „Medien“ darüber nachdenken – öffentlich – dass der „Klimawandel durch Menschenhand“ ein Schwindel sein könnte.

Nun also die Gegenposition: Kohlendioxid ist kein wichtiges Treibhausgas. Nur in Spuren kommt es in der Erdatmosphäre vor, und es hat seine Kapazität, Wärmestrahlen einzufangen, bald ausgeschöpft. Aus natürlichen Quellen strömt Jahr um Jahr ein Vielfaches jener Kohlendioxidmenge heraus, die den Apparaten der Zivilisation entstammt. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass Kohlendioxid jemals in der Erdgeschichte für wärmere Temperaturen gesorgt hat. Vielmehr war es umgekehrt, höhere Temperaturen haben zur vermehrten Freisetzung von Kohlendioxid geführt.

„Der große Schwindel um die globale Erwärmung“
Ein englischer Fernsehfilm zeigt die andere Sicht in der Klimadebatte. Es ist eine kritische Auseinandersetzung mit den Aussagen des Weltklimarates. Dutzend namhafte Wissenschaftler erzählen über ihre Sicht der Dinge. Im Internet kann ihn jetzt jeder sehen.
Das Video im Internet: http://video.google.com/videoplay?docid=-4520665474899458831

Weitere Links zum Thema „Klimawandel“:

Klimanotizen mit der Frage: Ist politisierte Klimaforschung noch ergebnisoffen? Die Website eines kritischen Beobachters (kein Klimatologe), mit vielen Fakten und Zitaten, u.a.: Die Verfechter der Sonnentheorie beklagen Denkverbote durch die tonangebende CO2-Fraktion. „Der Einfluss der Sonne ist ein Tabuthema“, kritisiert die Stratosphären-Expertin Karin Labitzke von der Freien Universität Berlin. „Wenn wir davon reden, wird uns sogleich vorgeworfen, wir seien auch gegen das Energiesparen.“ (Spiegel 23/2001: „Klima. Die Launen der Sonne“).

Der Treibhaus-Schwindel – Die Medien vermitteln den Eindruck, dass die Theorie vom globalen Treibhauseffekt wissenschaftlicher Konsens sei. Der Eindruck entsteht umso mehr, als man Kritiker davon leicht als Lobbyisten der Kohle- und Ölindustrie brandmarken kann. Doch nur weil diese Industrien ein wirtschaftliches Interesse an der Ablehnung dieser Theorie haben, heißt das nicht, dass ihre Einwände falsch sein müssen. Vielmehr erweist sich die Treibhaus-Theorie bei genauerer Betrachtung nicht nur ihrerseits als interessengesteuert, sondern nachweislich auch als physikalische Unmöglichkeit, weshalb sie in Wahrheit von der Mehrheit der Klimatologen abgelehnt wird.


Globale Klimaerwärmung als Ersatzreligion?

21. März 2007

Warum fällt mir gerade die Filmszene ein: Monty Python’s „Leben des Brain“ mit der Szene in der Arena „Spalter!“

 Snoop schreibt über „Die unheilige Allianz von Geld und Ökologie gegen den Klimawandel“ – ich zitiere:

Dazu wird forciert durch ‚Umweltabgaben‚ und künstliche ‚Resourcenverknappung‚ der Bürger ’sanft‘ dazu aufgefordert, sein Verhalten durch den Kauf folgender Produkte zu ändern:

  • Energiesparbirnen
  • Hybridfahrzeuge, Wasserstofffahrzeuge, oder noch besser gleich gar kein eigenes motorgetriebenes Fahrzeug
  • Kauf von CO2-Zertifikaten
  • Kauf von ‚Saisongemüse‘
  • Beschaffung einer Holzschnitzelheizung oder Solaranlagen
  • usw

Neben mir (Snoop) haben schon andere Leute festgestellt, dass grosse Teile des aktuellen Klimabooms den Charakter einer Ersatzreligion haben und viele der vorgeschlagegenen Massnahmen an den Ablasshandel erinnern, wie das Beispiel von Al Gore exemplarisch zeigt.

Doch wie früher an der Religion verdienen auch heute Leute wieder an der neuen Religion, und können sie keine neuen Kathedralen bauen (huch, wieviel CO2 fabriziert eine energetisch ineffiziente Kathedrale? Man müsste sie doch alle abreissen!), dann werden halt virtuelle Ablassbriefe verkauft, in der Form des Versprechens, dass etwas gegen die ‚Klimaerwärmung‘ gemacht wird und eine Kathedrale gegen den neuen Teufel gebaut wird. Im Moment ist der Kauf dieser Ablassbriefe für das Individuum noch nicht verpflichtend, was aber nicht mehr allzulange der Fall sein könnte, wenn man sich das Geschäftsmodell der ‚South Pole Carbon Asset Management AG‘ und ihre Auswirkungen anschaut.

Unter „schon andere Leute“ linkt Snoop auf einen Artikel der Weltwoche mit dem Titel: „Erdbeere des Unheils“, in welchem genau das Thema „Klimaerwärumung und Ersatzreligion“ angesprochen wird.

Hohepriester, Häretiker und Sündenböcke: Die Klimadebatte ist eine Art Feldgottesdienst der Ungläubigen, die sich im Glauben an das Ende der Welt zusammengefunden haben.

Zitat:

Es ist noch nicht lange her, da die berufsmässigen Verkünder der Apokalypse uns den Anbruch einer neuen Eiszeit androhten, einer Kältewelle, die alles Leben auf der Erde vernichten sollte; jetzt drohen sie uns mit dem Gegenteil, einer globalen Erwärmung, die schon kurzfristig dazu führen soll, dass der Meeresspiegel steigt und Palmen entlang der Elbe wachsen. Nun kann sich in dreissig, vierzig Jahren ändern, was lange unvorstellbar schien. Die Mauer fällt, das Internet wird erfunden, die DM verschwindet, und die Swissair macht Pleite. Nur dass das Klima in einer so kurzen Zeit von einem Extrem ins andere kippt, ist und bleibt ausgeschlossen, weil dreissig bis vierzig Jahre weniger als ein Wimpernschlag in der Geschichte des Planeten sind. Börsenkurse können von heute auf morgen abstürzen, das Klima kann es nicht.Die wissenschaftlichen Belege, die für die bevorstehende globale Katastrophe angeboten werden, sind so stichhaltig wie jede Statistik, die mit Durchschnittswerten arbeitet. Im Durchschnitt hat jeder Deutsche, je nach Bundesland, zwischen neun und viertausend Euro auf der hohen Kante, die Sozialhilfeempfänger eingeschlossen. Genauso verhält es sich mit der Durchschnittstemperatur. Wenn die Winterwerte in Sibirien von minus 40 auf minus 30 Grad steigen, dann holen sich die Sibiriaken noch immer Frostbeulen, wenn sie barfuss herumlaufen, aber die globale Durchschnittstemperatur nimmt bedrohlich zu.So ähnlich ist es auch mit dem CO2-Ausstoss, der als eine der Ursachen der globalen Erwärmung gilt. Man weiss, dass auch auf dem Mars die Eiskappen dünner werden, obwohl der CO2-Ausstoss auf unserem Nachbarplaneten eher gering ist, weil die Marsianer umweltbewusste Wesen sind, die keine schweren Geländewagen fahren, sondern lieber mit solar angetriebenen Dreirädern unterwegs sind.Und am Ende des Artikels: 

«Wenn Menschen aufhören, an Gott zu glauben, dann glauben sie nicht an nichts, sondern an alles Mögliche.» Auch an das Ende der Welt durch masslosen Konsum von Erdbeeren zur Winterzeit.

Ich frage mich gerade, was passieren würde, wenn dieses Jahr 2007 der kälteste Sommer werden würde seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen.

„Always look on the bright side of life“ *pfeiff*


CO2 in der Getränkeindustrie – Schluss mit Coca-Cola, Mineralwasser, Wein, Bier und Co.

19. März 2007

Es ist wirklich tragisch. Nachdem die Pflanzenwelt zurückschlägt und sich entschlossen hat dem Hauptverursacher der CO2-Emission auf den Pelz zu rücken, müssen wir uns ernsthaft Gedanken machen den CO2-Verbrauch zu minimieren.

Die Getränkeindustrie verwendet Kohlendioxid in verschiedenen Formen in den verschiedensten Anwendungen. Mit der Ausrede „CO2 gibt Getränken einen erfrischenden Geschmack und schützt vor Bakterien- und Pilzwachstum“ brauchen die jetzt auch nicht mehr kommen. Es muss endlich CO2 eingespart werden! Mit Trockeneis wird auch nicht mehr gekühlt. Nein, keine elektrisch betriebenen Kühlhäuser mehr! Back to the Roots – Der tiefe Klosterkeller muss wieder her!

Brauereien, einschließlich deren Kunden wie Restaurants, Gaststätten etc. sind große CO2- Konsumenten und nutzen CO2 als Treibmittel. Da diese Verbraucher kleinere Mengen Kohlendioxid verwenden, wird das CO2 in Gasflaschen und Minitanks angeliefert.

 Somit ist es ab sofort vorbei auch mit Coca-Cola, Fanta, Sprite und sonstigen sprudelnden Getränken – Das Sprudeln wir mit CO2 erzeugt! Mineralwasser wird sofort „sin gas“ bestellt! Schluss mit Sekt, Champagner und Prosecco! Auch Schluss mit dem Weinkonsum! Bei der Produktion von Wein wird Kohlendioxid erzeugt:

Die Herstellung des Weines
Wein (von althochdeutsch-mittelhochdeutsch wìn, synonym zu lateinisch vinum), aus dem Saft (Most) der Weinbeeren durch alkoholische Gärung gewonnenes Getränk. Qualität und Geschmack eines Weines sind von der Bodenbeschaffenheit, dem Klima, der Rebsorte und der Keltermethode abhängig
Das Herstellungsprinzip von Wein ist einfach: Frisch geerntete (gelesene, geherbstete) Trauben werden gepresst. Der gewonnene Saft (Most) enthält vergärbaren Zucker und natürliche Hefe. Mit ihrer Hilfe oder durch zugesetzte Hefekulturen kommt die Gärung in Gang. Die Hauptprodukte der Gärung sind Ethylalkohol und Kohlendioxid.

Aber das Schlimmste kommt noch: In Bier ist auch Kohlendioxid drin!

Bei der Gärung wird der in der Bierwürze enthaltene Malzzucker in Alkohol und Kohlendioxid umgewandelt. Das Kohlendioxid, auch Kohlensäure genannt, gibt unserem Bier seine besondere Frische. 

Also ab sofort kein Bier mehr – weder Helles noch Weizen (Weissbier). Das wird bitter! Aber da müssen wir durch!


18.03.2007 – CO2 und kein Ende – Hauptverursacher, Statistiken und Empfehlungen zum Thema Reduktion der Treibhausgase

18. März 2007

Interessant: Auf der Website des Umweltbundesamtes (Deutschland) wird das selbe unterbewusst beeinflussende Bild verwendet, wie auf der Website des Schweizer Department für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation.

Dabei sieht die tatsächliche Verteilung der CO2-Emissionen ganz anders aus. Das Bild stammt zwar aus der Zeitschrift ADAC März 2007 Seite 38, aber die Daten kommen vom Institut für Wirtschaftsforschung und stimmen mit den Daten des Umweltbundesamtes fast gänzlich überein. Vergleiche hierzu eben das oben im Bild erwähnte PDF-Dokument (Umweltbundesamt Website „Klimaschutz“) oder Grafik unten.

Ergo: Es ist nicht der Pkw-Verkehr mit 11,9 Prozent von insgesamt 19 Prozent für „Verkehr“, wie das Foto gerne glauben machen möchte, der Hauptverursacher der CO2-Gase in Deutschland, sondern die Kraft- und Fernheizwerke mit 43,2 Prozent! Dann folgen Industrie, Gewerbe und Handel mit gesamt 24,8 Prozent, sowie Privathaushalte (Heizungsanlagen) mit 13 Prozent. Anders als in der Schweiz mit 21,46 Prozent entfällt in Deutschland ein Anteil von 11,9 % auf den Bereich „PKW“.

Zitierte Texte aus „Die Zukunft in unseren Händen – 21 Thesen zur Klimaschutzpolitik des 21. Jahrhundert und ihre Begründungen“ vom Umweltbundesamt für Mensch und Umwelt. vom Oktober 2005

Der jährliche Primärenergieverbrauch in Deutschland ist seit 1990 etwa gleich bleibend hoch und betrug im Jahr 2001 knapp 14.600 Petajoule. Die einzelnen Sektoren hatten daran folgenden Anteil:

  • private Haushalte: 19,5 %
  • Verkehrssektor: 18,6 %
  • Industrie: 16,4 %
  • Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (GHD): 10,5 %
  • Energieumwandlungssektor: 35,0 % (Kraftwerke)

Bereich Heizungen und private Haushalte:

Allein im Altbaubereich ist durch Effizienzsteigerungen und Energieeinsparungen für das Beheizen von Gebäuden und das Bereitstellen des Warmwassers sowie durch Verbessern des Wärmedämmstandards ein CO2-Emissionsminderungspotenzial von 50 bis 70 Mio. Tonnen pro Jahr realisierbar.

Nahezu 75 % der in Deutschland vorhandenen Gebäude sind vor 1985 gebaut worden. Bezogen auf die im Jahr 2002 vorhandenen ca. 4 Mrd. m² Gebäudefläche, wobei hiervon ca. 3 Mrd. m² auf die insgesamt 39 Mio. Wohnungen entfallen, ist durch Effizienzsteigerungen und Energieeinsparungen für die Beheizung von Gebäuden und die Bereitstellung von Warmwasser sowie die Verbesserung des Wärmedämmstandards von einem realistischen CO2-Einsparpotenzial im Altbaubereich von 50 bis 70 Mio. Tonnen CO2 auszugehen.

Bereich Kraftfahrzeugverkehr:

Mit einer kraftstoffsparende Fahrweise lässt sich der Kraftstoffverbrauch um bis zu 25 % reduzieren. Seit 1999 ist ihre Vermittlung für die Fahrausbildung und Führerscheinprüfung verbindlich vorgeschrieben. Zusammen mit einer standardmäßigen Ausstattung der Fahrzeuge mit Verbrauchs- und Schaltanzeigen ließen sich 2020 etwa 6,5 Mio. Tonnen CO2 einsparen.

Zu Fuß gehen und Rad fahren sind die mit Abstand umweltverträglichsten Formen des Verkehrs und dazu CO2-frei. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse verschiedener Studien und internationaler Vergleichswerte erscheint es möglich, bis 2020 den Anteil des Fahrradverkehrs am gesamten Personenverkehrsaufwand von derzeit etwa 2,4 % auf ca. 7 % zu erhöhen. Würden allein in Ballungsgebieten 30 % der Pkw-Fahrten unter 6 km mit dem Rad durchgeführt, ließen sich dadurch etwa 5,8 Mio. Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr mindern. Diese CO2-Emissionsminderungen ließen sich auf nahezu 10,5 Mio. Tonnen pro Jahr erhöhen, falls 30 % der Pkw-Fahrten unter 10 km durch Radfahrten ersetzt werden würden, was ein ehrgeiziges, gleichwohl auf lange Sicht durchaus erreichbares Ziel darstellt.

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) verursacht pro Personenkilometer und bei einem durchschnittlichen Auslastungsgrad von 20-25 % im Durchschnitt nur rund ein Drittel der CO2-Emissionen eines Pkw.

Personenverkehr mit der Bahn verursacht im Mittel pro Personenkilometer weniger als halb so viele CO2-Emissionen wie bei Pkw-Verkehr oder Flugverkehr anfallen. Effizientere Bahnen sowie höhere Auslastungen (die Auslastung liegt im Fernverkehr zwischen 37 und 45 %) erhöhen die Umweltvorteile der Bahn.

Bereich Stromverbrauch:

Der Stromverbrauch der Privathaushalte lässt sich deutlich vermindern. Ein wichtiges Instrument dafür ist die Einführung einer Verordnung, die für Neugeräte diejenigen Geräteeigenschaften reguliert, die den Energieverbrauch bestimmen (Leistungsaufnahme, Schaltzeiten, Steuerungsprogramme usw.). Die Anforderungen wären regelmäßig an die Entwicklung der Technik anzupassen. Diese Verordnung müsste deutlich weitergehen als zum Beispiel das in Japan zur Festlegung von Verbrauchshöchstwerten gewählte Verfahren (dort Top-Runner-Programm genannt), das nur einen Teil der Einflüsse auf den Energieverbrauch berücksichtigt. Analoge Anforderungen sind auch an Bürogeräte zu stellen.

Womit müssen wir bereits heute anfangen?

Wie beschrieben, lässt sich im Gebäudebestand ein sehr großes Energieeinsparpotenzial erschließen. Maßnahmen zur Verbesserung des Wärmeschutzes sind dabei besonders wirksam. Aus wirtschaftlichen Gründen ist der Sanierungszyklus der Gebäude zu berücksichtigen. Das bedeutet, dass Maßnahmen zur energetischen Verbesserung der Gebäudehülle, die im Rahmen ohnehin anstehender Sanierungsmaßnahmen nicht ergriffen werden, wegen der Langlebigkeit vieler Bauteile in der Regel für mehrere Jahrzehnte nicht mehr durchgeführt werden dürften. Deshalb sind die einer energetischen Sanierung des Gebäudebestands entgegenstehenden Hemmnisse möglichst schnell durch geeignete Instrumente abzubauen.

Und: Woher kommt das Kohlendioxid?

Was sind die wichtigsten Quellen des Klimagases Kohlendioxid? Wie hat sich der CO2-Ausstoß der Haushalte, des Verkehrs und der Energiewirtschaft über die Jahre entwickelt? Und bei welchem Verkehrsmittel ist der CO2-Ausstoß am geringsten? Antworten auf diese und andere Fragen geben die folgenden Tabellen.

http://www.umweltbundesamt.de/klimaschutz/

Die Frage ist nur: Wie sehen die Tipps und Massnahmen zur Reduktion des Treibhausgases CO2 im Sektor Energieerzeugung aus, damit das grosse Tortenstück mit 43,2 Prozent „Kraft- und Fernheizkraftwerke“ deutlich reduziert werden kann.


18.03.2007 – Alles CO2 oder was – Wasserdampf ist Treibhausgas Nummer 1

18. März 2007

Eigentlich war ich auf der Suche nach dem Hauptverursacher der CO2-Emmisionen und recherchierte in verschiedenen Suchmaschinen zu diesem Thema. Parallel dazu öffnete ich gerade die Post und fand die ADAC-Zeitschrift März 2007 darin. Auf der Titelseite prangte gross das Thema CO2. Auf Seite 38 fand ich dann eine Grafik zu den CO2-Emmissionen in Prozent. Als ich die Ergebnisse der Suchmaschinen parallel begutachtete fand ich dann diesen Link mit einer Pressemitteilung aus dem Jahre 2001:

Wasserdampf ist Treibhausgas Nr. 1 – Studie unter Jülicher Leitung
Nicht Kohlendioxid ist – entgegen der weit verbreiteten Meinung – das Treibhausgas Nummer eins in unserer Atmosphäre, sondern Wasserdampf. Um mehr als 75 Prozent ist die Konzentration dieser Substanz in den oberen Luftschichten in den letzten 45 Jahren angestiegen. Das fanden Wissenschaftler im Rahmen einer Studie des Weltklimaforschungsprogramms (WCRP) heraus, die unter der Leitung von Prof. Dieter Kley vom Forschungszentrum Jülich und Dr. James Russell von der Hampton-Universität der USA stand.

Wie bitte möchte man die „Wasserdampf-Emission“ einschränken? Und wie bringt man das nun wieder den Bürgern bei? Ich sehe schon die Schlagzeile: „Kochen gefährdet die Umwelt!“

Aber nun zurück zum Thema CO2 und zur Recherche der „Hauptverursacher“:

Wie geschickt die Bildsprache zum Thema ist, erkennt man auf den offiziellen Seiten der Schweizer Eidgenossenschaft, Department für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation:

Hauptverursacher der CO2 Emission Statistiken Daten Fakten

Aus der Statistik des BUWAL – Schweizer Bundesam für Umwelt, Wald und Landschaft entnehme ich:

Hauptverursacher der CO2 Emission Statistiken Daten Fakten

Hauptverursacher der CO2 Emission Statistiken Daten Fakten

Wasserdampf ist übrigens kein „Gas betreffend Kyoto-Protokoll“ und fehlt somit in der Statistik.

Kenngrössen zur Entwicklung der Treibhausgasemissionen in der Schweiz (1990-2002)

2002 ist der Haupterzeuger sämtlicher Treibhausgase – wen wundert es – die Industrie. An zweiter Stelle steht erst der „Verkehr“. Und Verkehr ist wie schon bei der Feinstaub-Diskussion der gesamte Verkehr inkl. Luftfahrt, Busse, Transport und Kraftfahrzeuge.

Hauptverursacher der CO2 Emission Statistiken Daten Fakten

In dieser Statistik 2004 ist der Haupterzeuger der Treibhausgase der „Verkehr“ gefolgt von „Haushalte“ und „Industrie“. Auch hier ist „Verkehr“ nicht aufgeschlüsselt respektive „private Kraftfahrzeuge“ genauer genannt.

Emissionsübersicht (pdf, 86 KB) – Emissionen nach CO2-Gesetz und Kyoto-Protokoll (Stand November 2006)

Hauptverursacher der CO2 Emission Statistiken Daten Fakten

Kenngrössen zur Entwicklung der Treibhausgasemissionen in der Schweiz (1990-2002) (pdf, 145 KB)

Sektor Haushalte:

Entwicklung der Treibhausgasemissionen des Sektors Haushalte seit 1990. Die kurzfristige Entwicklung der Haushaltsemissionen ist geprägt durch Witterungseinflüsse – kalte Winter führen zu mehr Emissionen. Die mit Hilfe von Temperaturstatistiken berechneten „Heizgradtage“ sind ein guter Indikator für den Einfluss der Aussentemperaturen auf die Emissionen. Sieht man vom Einfluss der Witterung ab, weist der Sektor Haushalte keine klar zu- oder abnehmende Tendenz auf. Die Zunahme der Gebäudezahl (und damit der beheizten Fläche) wird durch den besseren Isolationsstandard neuer sowie die energetische Sanierung alter Häuser ausgeglichen.

Ergo schlägt beim Sektor Haushalte die CO2-Emission durch Heizungen durch. Aber wo bitte sind die Heizungen der Bürogebäude und Industrieanlagen aufgeschlüsselt resp. erwähnt?

Sektor Verkehr:

  • exklusive internationaler Flugverkehr
  • inklusive nationaler Flugverkehr (1,5%)
  • inklusive Motorfahrzeuge aus Personen- und Güterverkehr;
  • exkl. Motorfahrräder (Moped), Militärfahrzeuge, Landwirtschafts- und Industriefahrzeuge, öffentlicher Busverkehr und Autocars

Interessant dabei ist, dass Landwirtschafts- und Industriefahrzeuge, sowie öffentlicher Busverkehr und Autocars (Busse) ausgenommen werden.

Hauptverursacher der CO2 Emission

Inventar der Treibhausgase (pdf, 523 KB) – Glaubwürdige Länderstatistiken der Treibhausgase bilden eine wichtige Basis im Kampf gegen die Klimaerwärmung. Die UNO wacht darüber, dass diese Inventare möglichst lückenlos dokumentiert sind.

Die Bildunterschrift lautet hier:

Zwei Beispiele für die Ermittlung der schweizerischen Treibhausgas-Emissionen im Jahr 2002. Umgerechnet in Kohlendioxid betrug der jährliche Gesamtausstoss 52,2 Millionen Tonnen CO2. Ein Grossteil der nicht aufgeschlüsselten Restemissionen entfällt auf den Brennstoffverbrauch.

Aha! Somit sind 62,9% der CO2-Emissionen in der Schweiz auf den Brennstoffverbrauch zurückzuführen!
Von insgesamt 52,2 Mio. Tonnen CO2 bringt

  • der private Strassenverkehr (PKW) 11,2 Mio. Tonnen oder 21,46 Prozent.
  • 62,9 Prozent entfallen aber auf den Brennstoffverbrauch von Heizanlagen im privaten und gewerblichen Sektor.
  • Genau das wollte ich wissen.

17.03.2007 – Was wäre, wenn alle Autos in der Schweiz ab 2010 mit Strom laufen würden?

17. März 2007

In der aktuellen CO2-Diskussion fallen immer häufiger die Begriffe „Hybrid- und Elektro-Antrieb“. Zur Reduktion des klimaschädlichen Gases CO2 sind bereits in Australien zweifelhafte Gesetze erlassen worden. Darüber berichtete ich bereits. In meiner fingierten Pressemitteilung „EU und die Schweiz verbieten Motorfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren ab 2010“ stellte ich die möglichen Auswirkungen fantasievoll dar.

Nun betrachte ich statistisch die Auswirkungen, wenn tatsächlich ab 2010 die EU und die Schweiz den Beschluss fassen würden sämtliche Verbrennungsmotoren von den Strassen zu verbannen. Da Hybridfahrzeuge nur im Stadtverkehr Sinn machen, betrachte ich „Komplett-Elektro-Fahrzeuge“. Kurz: Wir stellen uns vor, dass ab 2010 nur noch Elektrofahrzeuge auf den Strassen unterwegs sein dürfen. Und zwar definiere ich als Land „Die Schweiz“ mit den zur Verfügung stehenden aktuellen statistischen Zahlen.

Das Schweizer Bundesamt für Statistik (BFS) stellte 2005 fest:

Am 30. September 2005 waren in der Schweiz rund 5 Millionen Motorfahrzeuge und gut 300’000 Anhänger immatrikuliert. Bei drei von vier Motorfahrzeugen handelt es sich um Personenwagen; ihr Bestand umfasst insgesamt 3’865’000 Fahrzeuge. Den zweitgrössten Fahrzeugbestand bilden die Motorräder mit 592’000 Einheiten. Seit 1990 nehmen die Bestände der einzelnen Fahrzeugkategorien regelmässig um ein bis zwei Prozent jährlich zu. Der Personenwagenbestand ist in 15 Jahren um 29,5 Prozent gewachsen, was eine mittlere jährliche Wachstumsrate von 1,7 Prozent ergibt. Eine klare Ausnahme bilden die Motorräder: Heute ist ihr Bestand zweimal so gross wie 1990, was einer mittleren jährlichen Steigerung von 4,7% entspricht. Das Bundesamt für Statistik (BFS) erstellt die diesen Ergebnissen zugrunde liegende Jahresstatistik auf der Basis der Datenbank MOFIS des Bundesamtes für Strassen (ASTRA).

BFS – Bestand private Motorfahrzeuge (Website)

Nun berechnen wir den täglichen Energieaufwand an elektrischen Strom unter den folgenden Annahmen:

  • Die Anzahl Personenwagen der jährlichen Wachstumsrate von 1,7 % eine Anzahl von 4 Millionen Personenwagen für 2010 (siehe Quelle oben)
  • Die tägliche durchschnittliche Nutzungsdauer eines privaten Kraftfahrzeuges wird mit „Einer Stunde“ angenommen (Quelle Biologie.de)
  • Durchschnittliche Leistung pro Fahrzeug 80 PS – entspricht etwa 60 kW (Annahme ohne Quelle)

Daraus ergibt sich die täglicher zusätzliche elektrische Energie von:

  • 4 Millionen multipliziert mit 60 kW = 240 000 000 kW.
  • Durchschnittliche Nutzungsdauer 1 Stunde ergibt = 240 000 000 kWh
  • Dies entspricht einem täglichen Bedarf von 240 GWh

Der Verband Schweizer Elektrizitätsunternehmen (VSE) veröffentlichte in seinem Zahlenspiegel 2005:

Die Schweiz hatte 2005 einen Rekordverbrauch an Elektrizität bei verminderter Produktion zu verzeichnen: Der Elektrizitätsverbrauch der Schweiz ist um 2,1 % gestiegen und erreichte mit 57,3 Milliarden Kilowattstunden (kWh) einen neuen Höchstwert. Die einheimischen Kraftwerke erzeugten 57,9 Mrd. Kilowattstunden (kWh) und damit deutlich weniger Strom als im Vorjahr.

Zum aktuellen Vergleich rechnen wir um:

  • 57,9 Mrd. kWh = 57 900 GWh pro Jahr
  • Geteilt durch 365 Tage = 158,6 GWh (Durch Schweizer Kraftwerke zur Verfügung stehende elektrische Energie)
  • Somit stehen pro Tag 158,6 GWh elektrische Energie zur Verfügung.

Anbei eine Grafik zum Pro-Kopf-Stromverbrauch. 

Die folgende Grafik zeigt die „Monatlichen Erzeugungsanteile“ der verschiedenen Kraftwerkstypen in der Schweiz:

Und diese Grafik zeigt den Vergleich der Kraftwerkstypen zur Stromerzeugung einiger Europäischer Länder.

In der Schweiz liegt der Anteil „Wasserkraftwerk“ bei 56,6 % und „Kernkraftwerk“ bei 38 %. Den Rest übernehmen „konventionelle thermische Kraftwerke“.

Somit errechnet sich eine durch Wasserkraftwerke erzeugte Energie von 89,6 GWh pro Tag im Jahre 2005.

Resümee: Wenn alle Autos in der Schweiz im Jahre 2010 mit Elektromotoren laufen würden, so müsste täglich 240 GWh elektrische Energie zusätzlich zur Verfügung gestellt werden. Aktuell erzeugen sämtliche Kraftwerke in der Schweiz 158,6 GWh. Der Wasserkraftanteil liegt hier bei 56,6 % (89,6 GWh). Zieht man in Betracht, dass weder zusätzlicher Atomstrom aus den Nachbarländern noch zusätzliche Atomkraftwerke in der Schweiz gebaut werden, so müsste sich der Anteil „Wasserkraft“ bis 2010 verdreifachen, um den Schweizer Bürgern die gleiche individuelle Mobilität bieten zu können.