03.04.2008 Party „More than Mode“ im Xtra

4. April 2008

Am Mittwoch Abend trafen Mike und ich uns mit Anne und P@ im Club Xtra. Der Titel der Party „More than Mode“ lockte uns in diese Location zusammen mit der Ankündigung „30 Years of Wave“.

080403 More than Mode

Allerdings enttäuschte das aufgelegte Musikportfolio vollständig und hatte überhaupt nichts mit „Wave“ zu tun. So blieb es bei zwei Bier und wir kamen an diesem Tag pünktlich ins Bett.


22.03.2008 Ostern in Regensburg – Einkaufen am Samstag, Abends zum Klassentreffen, in der Nacht ins QU und dann zurück nach Zürich

24. März 2008

Nach einer kurzen Nacht fuhren Mike und ich in die Regensburger Innenstadt. Eine blöde Idee am Ostersonntag in die Innenstadt zu fahren, wenn der ganze Landkreis meint, dass es kein Morgen mehr gibt und einkauft, dass die Tüten platzen. Zuerst ging es zum Einkaufszentrum „Arcaden“. Dort erledigten wir unsere eigenen Einkäufe und waren froh möglichst schnell wieder draussen zu sein.

Gegen Mittag versuchte ich in das Bismarckplatz-Parkhaus einzufahren. Logischerweise zeigte die Tafel an, dass kein Parkplatz mehr frei war. Wir stellten uns mit dem Auto brav in die Reihe und warteten etwa 10 Minuten; denn ständig fuhr irgend jemand auf der anderen Seite des Parkhauses wieder heraus.

Dann wanderten wir die Ludwigsstrasse entlang zum Haidplatz. Dort stand ein schöner alter Mercedes 220 in schwarz. Wir nahmen an, dass den jemand für eine Osterhochzeit gemietet hatte. Wir hielten uns aber nicht lange auf und schlenderten mit den Laptops unter den Armen zur „Boston Coffee Factory“ beim Rathaus; denn dort gibt es nicht nur guten Kaffee, sondern auch noch WLAN.

Wir suchten uns einen Platz im 1. Stock, besorgten uns je einen Kaffee und suchten uns einen gemütlichen Platz aus. Mike spielte natürlich wieder mit seinem iPhone, während ich die Bilder von gestern nachbearbeitet und ein wenig bloggte 🙂 Dann besuchte uns Astrid und wir plauderten über den Urlaub. Gegen 17 Uhr brachen wir auf und fuhren zum MediaMarkt. Ich sah mich nach einer neuen DigiCam um. Preise-Vergleichen ist ja wichtig. Wir fuhren dann beim „Local Porsche-Händler“ vorbei und trafen Christian. Er legte damals im „Factory“ auf und wir ratschten über Autos und tauschten Telefonnummern. Man hatte sich lange nicht mehr gesehen.

Gegen 18 Uhr fuhren wir in den „Auer-Bräu“ hinüber. Dort traf sich die ehemalige „10a“ von Mike der Judenstein Realschule für ein Klassentreffen. Es kamen Kollegen von Mike und mir aus vergangenen Tagen. Auch hier hatte man sich viel zu erzählen und es war einen lustige Runde. Gegen Mitternacht meldete sich ein ehemaliger Arbeitskollege von Mike. Er sei mit Alex in der Discothek „QU“.

Mike und ich fuhren hin und blieben dort bis 4 Uhr morgens. Gegen Ende traf ich noch Harry und nahm mit ihm einen Kaffee. Er versprach uns im Sommer in Zürich zu besuchen. Dann entschlossen wir nach Zürich zurück zu fahren.

Um diese Zeit kann man den Osterverkehr hervorragend umgehen. Wir kamen gut voran und standen gegen 7 Uhr an der Grenze. Vorher wurden wir sogar noch in Deutschland von der Polizei kontrolliert. Es lag aber natürlich nichts vor 🙂



Wir entschieden uns über das Rheintal nach Zürich zu fahren. Nach wenigen Kilometern erreichten wir die schneebedeckten Berge.



Wir hielten kurz beim Wahlensee auf ein Fotoshooting und setzten unsere Fahrt fort.

Bei der Raststätte Herrlisberg entschieden wir uns einen Kaffee und „Gipfli“ zu besorgen. Das Restaurant „Cindy“ ist richtig schön im 50er-Jahre-Stil eingerichtet.


Gegen 9 Uhr trafen wir in Zürich ein und fielen müde ins Bett. Ostern kann anstrengend sein 😉


Urlaub Koh Samui 15.03.2008 – Urlaubsnachverarbeitung in Regensburg oder „Buchen wir gleich für Oktober?“

16. März 2008

Die Frage: „Buchen wir gleich für Oktober?“ lässt sich einfach beantworten: Ja! Eh klar! Sowieso! Des mach ma gleich klar! Aber langsam von vorne. Wir haben ja noch Urlaub. Ergo, geht es an die Nachbearbeitung und Verarbeitung. Ein Resümee mit Tipps zu Stränden und interessanten Locations kommt noch extra. Während ich jetzt die Bilder der letzten beiden Tage auf den Server lade, fange ich langsam an die letzten Tage nachzuschreiben. Ab dem 09.03. ging es ziemlich ereignisreich und turbulent los und dann hatte ich keine Zeit und Lust mehr die Tage sofort in der Nacht zu schreiben. Mir also die Nächte um die Ohren zu schlagen. Das Thema „Mädchen“ behandle ich auch noch. Da soll es ja den ein oder anderen geben, den das speziell interessiert. Aber bei uns war das natürlich wieder ganz anders, als etwa der geistige Kleingärtner erwarten würde. Die dürfen dann trotzdem lesen. Kommen aber nicht auf ihre Kosten; denn von „käuflicher Liebe“ steht bei uns nix drin – verständlicher Weise. Wir haben leider „normale Mädels“ kennen gelernt.

Nachdem wir gestern mit leichter Verspätung gegen 19:40 Uhr landeten im schönen, aber vollkommen verregneten Münchner Airport und uns freundlicherweise Uschi vom Flughafen abholte, fuhren wir etwas leicht ermüdet nach Regensburg. Vorher stoppten wir noch bei Pfaffenhofen; denn die Tochter von Uschi gelüstete es nach „McDonald“-Food. Nein, danke. Ich benötigte nur einen Kaffee und bezog bei der Theke einen Fruchtsalat. Dafür rauchten wir noch eine draussen vor der Tür. Saukalt und Regen. Die Zigi drückte ich halb geraucht aus. In Regensburg angekommen, stand sofort Mam auf dem Programm, die uns in 10 Minuten die letzten wichtigen Ereignisse der vergangenen 3 Wochen auf die Ohren drückte.

Nur, irgendwie hatten sich zumindest bei mir die Prioritäten leicht verschoben. Was ist wichtig im Leben? Ob nun ein Kran gegen eine Brücke in Regensburg gefahren ist und dadurch die Gasleitung Feuer fing? Pfeiff‘ drauf! Wen interessiert das. Bürgermeister-Wahlen in Regensburg? Scheidinger oder Wollbergs? Mir vollkommen egal! Was kommt im Fernsehen? Total nebensächlich! Mittelbayerische Zeitung lesen? Wen interessiert denn der Kram! Komisch, irgendetwas hatte sich in meinem Hinterkopf geändert.

Ich rolle jetzt auf jeden Fall mal das Tagebuch von hinten auf, bis sich die fehlenden Stücke der Reisegeschichte füllen. Ich bitte lächelnd um wohlwollendes Verständnis der Leserschaft.

Zur Story: Gegen Mittag wurde ich durch Stimmen im Flur wach. Ich rappelte meine müden Glieder hoch. Sah an mir herunter und entdeckte mit halb geöffneten übermüdeten Augen viele kleine weisse Katzenhaare auf meinem schwarzen T-Shirt. „Sehr schön“ dachte ich „da hat sich wohl der liebe dämliche Kater Felix gestern Nacht noch schön auf meiner Bettdecke breit gemacht“. Ich stand auf und öffnete die Tür. Willy stand mit Mam diskutierend im Flur. Er hätte seine Tochter im Auto und könnte nicht lange bleiben. Man hielt dafür ein Spielzeugpferd in der Hand und Willy holte dann doch sein Töchterchen. Während ich ins Bad stolperte und mich duschte, plauderten die zwei im Flur bzw. im Wohnzimmer weiter. Da schlief Mike auf dem Sofa. Nein, er war durch die Plauderei bereits wach geworden.

Ich holte mir neue Katzenhaare-freie Klamotten aus dem Koffer und zog mich an. Willy blieb wirklich nur wenige Minuten. Dann fuhr Mam das Frühstück auf. Allerdings setzte sie sich nicht zu uns, sondern wetzte pausenlos zwischen Schlafzimmer, Küche und Bad hin und her. „Das ist viel zu hektisch“ dachte ich. Aber was will man machen. Mir fiel der Song „Numb“ von „Linking Park“ ein und ich summte diesen leise. Mam drängte uns schnell zu frühstücken; denn sie hätte einen Termin um 13 Uhr zwecks dem Verkauf ihres Gartens und wir sollten dabei sein. Na gut, dann fahren wir mit.

Nachdem die Fahrzeug-Frage geklärt war, fuhren wir in den Regensburger Stadtteil „Margartenau“. Dort hatte ich vor meinem Umzug nach Zürich jahrelang gewohnt. Dort befinden sich zwei Kleingartenanlagen. Erwähnte ich, dass ich eine natürliche Abneigung gegen alles, was mit Kleingärten zu tun hat, besitze? Nur, wenn ich diese Anlagen sehe, bekomme ich eine natürliche körperliche Abwehrreaktion. Nein, ich liebe Pflanzen und Tiere, solange beide sich rein vegetarisch ernähren, aber diese Mischung aus gutdeutschem, kleinbürgerlichem und neidgeprägten Revierdenken und der Bastion der letzten Kaiser über die Gartenzwerg-Parzellen hinter einem Verein mit dem sinnigen Namen z.B. „Grüne Laubenfreunde“ zu verbergen, lässt in mir die Gedärme verbiegen.

Aber es stellte sich heraus, dass sich der Verkauf von Mam’s „altem“ Kleingarten recht einfach abwickeln liess. Der neue Pächter besorgte sich Mam’s süssen Kleingarten. Was soll’s. Die Formalitäten waren in Minuten abgewickelt und der Ablösepreis in Sekunden ausgehandelt. Ich verabschiedete mich schnell; denn ich wollte den restlichen Tag fernab jeglicher Zwänge in der Regensburger Altstadt geniessen.

So zog ich zu Fuss über die Prüfeninger Strasse Richtung Innenstadt. Vor dem Jahnstadion drängten sich die ersten Massen; denn der einzige einigermassen erfolgreiche Fussball-Club „Jahn Regensburg“ schien sich dort mit irgendeinem Provinzgegner zu messen. Nein, ich wollte kein Fussballspiel – ich wollte Ruhe! Der Weg führte mich durch das Jakobstor über den Bismarckplatz am Theater vorbei zur Ludwigsstrasse. Die Sonne kam doch das eine oder andere Mal durch die Wolken und vor dem „Goldenen Kreuz“ sassen in Jacken und Anoraks gepackt die ersten Frischluftfanatiker in der Sonne. Es wird echt Zeit, dass der Frühling kommt. Dann lief ich am Alten Rathaus vorbei, in dem dereinst Karl V. residierte und die ersten deutschen Gesetze über das Fenster des Reichssaals ausrief, weiter zur Goliathstrasse und ging hinunter zur Steinernen Brücke.



 

Viele Touristen tummelten sich in der Stadt. Es fingen ja an diesem Wochenende die Osterferien an und die Freie Reichsstadt Regensburg ist seit der Ernennung zum „UNESCO Weltkulturerbe“ als Reiseziel noch beliebter. Ich schlenderte über die Steinerne Brücke und entdeckte, dass der Biergarten des „Spitalgartens“ bereits geöffnet war. An einigen Tischen sassen Gäste und ich schlenderte hinüber.




Die Donau führte leichtes Hochwasser; denn auf den angrenzenden Auen stand das Wasser. Zuerst schoss ich ein paar Bilder. Der Stammleser und sicherlich meine Freunde und Kollegen wissen es: Ich stecke meine Digicam immer ein. Egal wohin ich gehe. Nur in der Wohnung liegt die Digicam zusammen mit Geldbeutel, Zigaretten, Feuerzeug und Autoschlüssel auf der Ablage. Sobald ich das Haus verlasse, nehme ich die Digicam zusammen mit den anderen Sachen mit und stecke diese in die linke vordere Hosentasche. Mit einem Handgriff ist die „CANON IXUS 750“ betriebsbereit und mit einem Finger der linken Hand sofort so eingestellt, dass ich entweder mit Blitz (Auto) oder ohne Blitz (Manuell) abdrücken kann. Meine bevorzugte Einstellung ist allerdings „Serienschuss“. Dafür braucht es lediglich zwei Handgriffe „Manuell“ und einmal auf den Menüring und zwar „unten“ gedrückt. Fertig! Wer übrigens Tipps zum Digital Kamera Kauf benötigt, der lese die Seite des Pro’s Ken Rockwell nach.

Dann setzte ich mich an einen der freien Tische in der ersten Reihe und genoss die Sonne in meinem Gesicht. Ich bestellte mir einen Kaffee und sass einfach nur da. Dann „pingte“ mein Handy  und ich zog es heraus. Nanee hatte mir eine Nachricht geschickt, welche ich umgehend beantwortete. Und es sollte nicht die letzte sein für heute.

Dort sass ich etwa 20 Minuten. Ich bezahlte die Rechnung für ein „Haferl Kaffee“ und verliess den „Spitalgarten“, um wieder zurück in die Regensburger Altstadt zu gehen. Als ich bei der Goliathstrasse am „Reisebüro Venus“, in dem Chris ab Montag wieder arbeitet, vorbei ging, nahm ich das Mobile Phone aus der Tasche und rief ihn an. Er teilte mir mit, dass er etwas geschlafen hatte und gegen 15:30 Uhr im „Boston Coffee“ auf mich warten würde. Wir vereinbarten uns dort zu treffen.

Ich ging vorher noch beim „Foto Zacharias“ vorbei. Irgendwann sollte ich mir doch einmal eine neue Digicam kaufen. Und zwar gleich was richtiges. Ich sah mir die Auslagen an und entdeckte ein Angebot. Allerdings sollte so eine Entscheidung wohl überlegt sein. Und ich benötige den Rat von sachkundiger Seite. Ich kenne zwei Foto-Profis in meinem Umfeld. Wolfgang – den Rennsportfotografen – und Detlef zusammen mit Jolanda, die beide fotoverrückt sind und ihr Hobby zum Beruf machen könnten. Beide rief ich an und erkundigte mich nach deren Rat. Ergebnis: Beide stehen eher auf die Marke „Nikon“ und die angebotene „Pentax“ stand nicht so hoch im Kurs. Na gut, dann wird diese Anschaffung eben verschoben. Es soll eine neue Nikon werden, laut Empfehlung beider Profis.

Dann ging ich zum Alten Rathaus zurück und betrat das „Boston Coffee“. Ich stieg die wenigen Treppen hinauf zum Tresen und bestellte bei einer der Damen einen Kaffee. Irgendwie vermisste ich das Lächeln der Serviertochter. Das war mir sonst nie aufgefallen. Dann nahm ich die Treppe zum ersten Stock und setzte mich auf die Terrasse; denn nur dort darf man mittlerweile noch Rauchen. Nach wenigen Minuten entdeckte ich Chris auf dem Platz vor mir, welcher mir zuwinkte.

Wenig später öffnete sich die Tür zur Terrasse hinter mir und Chris kam grinsend an den Tisch. Er hätte soeben einen Kaffee bestellt und mit einem Euroschein bezahlt. Als Wechselgeld bekam er unter den anderen Münzen eine 10 Baht-Münze als 2 Euro Münze in die Hand. Dies hätte er sofort bemerkt und der Dame mitgeteilt. Mit der Vermutung, dass diese Thai-Münze von mir kommen würde. Klar! Ich musste diese beim Aussortieren des Geldbeutels übersehen haben. Natürlich ging ich sofort zur Theke hinunter und klärte das Versehen auf. Ich nahm die 10 Baht Münze und gab der Dame 2 Euro.

Mike traf kurz darauf ein und wir plauderten über den gestrigen Abend. Wir waren mit Mam und ihren Freundinnen zuerst in der „Partymaus“ im Gewerbepark. Aber nach wenigen Minuten wieder draussen. Die Musik und das Ambiente samt Aussehen der Gäste liess vermuten, dass ich unwissender Weise auf dem „Ball der Gremlins“ anwesend war. Auch die nächste Location – „PfunnPfark“ – konnte meine Stimmung nicht heben. Gut, es war glaub ich das 3. Mal, dass ich überhaupt in dem Schuppen drin war – und es gibt sicher kein 4. Mal. Beweis: Nach 5 Gin-Tonic sahen die Gäste immer noch komisch aus. Aber lag sicher an den Nachwirkungen des langen Fluges.

Während Mike versuchte mit seinem iPhone die Webcam von Lamai zu erreichen, erzählte Chris, dass er eine ganze Flasche thailändischen Wiskey (eine kleine mit 0,3 Liter) zusammen mit einem Liter Cola am gestrigen Abend vernichtet hätte, nur um einschlafen zu können. Anfänglich hätte er noch die an seiner Wohnung mit etwas Distanz vorbei fahrenden Güterzüge gehört. Aber je weniger der Wiskey in der Flasche wurde, desto ruhiger wurde es auch. Schliesslich sei er direkt auf dem Sofa im Wohnzimmer eingeschlafen und hätte sich nicht mehr ins Schlafzimmer schleppen wollen.

Vorher telefonierte er noch kurz mit Beat. Beat wäre nach unserer Mail aus Koh Samui so deprimiert gewesen, dass er nicht antworten konnte und sofort ein Weissbier trinken musste. Auch Chris’s Bruder Mario hätte es schwer erwischt. Am Sonntag nach unserer Abreise, wäre er beim Fussballspielen gewesen. Aber als er den ersten Ball trat, riss ein Sehnenband im linken Unterschenkel. Schon war für ihn nicht nur das Fussballspielen, sondern auch der Sonntag vorbei. Geradeaus könnte er laufen – mit Krücken. Aber er wohnt im 3. Stock. Deshalb verlässt er nur noch die Wohnung, wenn es unbedingt sein muss. Sein Nachbar trägt die Einkäufe für ihn nach oben – und den Müll nach unten. Der Arzt verordnete ihm eine Abmagerungskur – nicht dem Ball, sondern Mario. Gute Besserung an beide 🙂 (Beat und Mario – nicht dem Ball)

Als Hauptdiskussionsthema kristallisierte sich allerdings bei uns die nächste Reiseplanung heraus. Der Start-Termin ist schon fix (03./04. Oktober). Aber ob wir es überhaupt so lange hier aushalten ist eine andere Frage. Die Urlaubsdauer steht auch schon fest (3 Wochen). Wohin? Na, das dürfte wohl klar sein. Sofort am Montag schaut Chris im Reisebüro nach günstigen Flügen. Und die Unterkunft wird später geregelt. Es stehen zwei/drei Locations zur Auswahl – Ort: Bo Phut. Da hatte es uns am besten gefallen.

Plötzlich klingelte mein Mobile Phone. Keine Nummer im Display, das kann nur Mam sein. Doch zu meiner Freude und Verwunderung hatte ich Nanee am Draht. Ich stand auf uns suchte mir ein ruhigeres Plätzchen innerhalb des Restaurants, da die Verbindung recht schlecht zu sein schien. Sie erzählte, dass sie im Büro oberhalb ihres Restaurants sitzen würde und den Laden gleich schliesst. Seit gestern sei das Wetter wieder schön auf Koh Samui – ich meinte „Klar, jetzt sind die Regenmacher aus Regensburg, ja auch wieder abgereist“. Wir telefonierten nur wenige Minuten, aber meine Stimmung verbesserte sich um das 10-fache – ihre offenbar auch.

Gegen 17 Uhr brachen wir vom „Boston Coffee“ auf. Mike wollte sich nach einem „Thai Dictionary“ umsehen. Wir strebten somit Richtung Pustet-Passage – eben zum „Bücher Pustet“. In den Regalen fanden wir zwar alles über Thailand, aber kein Wörterbuch. Dafür aber die oft in oder vor Restaurants genutzten „Mosquito-Räucher-Spiralen“. Komisch, was treibt einen Buchladen dazu diese Räucherringerl zu verkaufen?

Da Mike das gesuchte Thai Wörterbuch nicht fand, entschlossen wir uns gemeinsam, aber mit getrennten Autos beim „Hugendubel“ im DEZ zu fahren. Nach wenigen Minuten parkte Mike den alten Omega in der Tiefgarage beim „Saturn“. Dort stiegen wir die Treppe hinauf standen – nein, nicht vor dem „Hugendubel“, sondern vor einem anderen Bücher-Grossmarkt „Sapia“ oder „Tapia“ oder so ähnlich. Hoffentlich meinte Chris nicht den Büchermarkt im „Arcaden“. Mike zog sein nagelneues iPhone heraus und wählte die Nummer von Chris. Doch der stand plötzlich vor uns. Also waren wir doch richtig.

Wir betraten den Büchermarkt und sahen uns den Wegweiser an der Rolltreppe an. Reiselektüre 1. Stock. Alles klar. Rauf ging es. Nach etwas Suchen in den Regalen fand Mike die gewünschte Lektüre. Wir fuhren wieder hinunter und Mike bezahlte. Chris schlug vor den Urlaub beim „Thailänder“ mit einem Essen zu beschliessen. Na klar! Ergo vereinbarten wir uns bei einem Thailändischen Restaurant namens „BaanThai“ in der Dechbettenerstrasse 6 in der Nähe des „Rosariums“ zu treffen.


Wir fuhren wieder mit getrennten Autos zum gleichen Ziel: „BaanThai“ und parkten die Autos in einer Nebenstrasse. Draussen im Vorgarten stand unter einem Verschlag auf einem Tischchen eine leere Flasche „Singha Beer“ und wir fühlten uns schon zu Hause. Wir betraten lächelnd das Restaurant. Auf den meisten Tischen standen „Reserviert-Kärtchen“, aber im hinteren linken Eck war noch ein grösserer Tisch frei. Wir setzten uns zur Wand, damit keiner von uns die Wand anschauen musste.


Einer der Servierer kam an unseren Tisch und brachte die in einen hölzernen verzierten Umschlag gehüllten Speisekarten. Wir bestellten gleich frech „Mango-Shake“, in der Annahme, dass es keinen hätte. Doch der Ober meinte, dass es entweder Mango mit Jogurt gemixt oder einen Cocktail mit Alkohol gäbe. Chris und Mike bestellten ersteres, ich letzteres. So kann jeder vom anderen probieren. Als der Ober die Getränke brachte, bestellten wir die uns bekannten Speisen. Mike nahm eine flambierte Entenbrust, ich „Massaman-Curry“ und Chris „Chicken-Curry“.

Nach nur einer Zigarette im Vorgarten brachte der Ober mit Verstärkung die Schüssel mit Reis und unsere bestellten Speisen, welche wir genussvoll vertilgten. Währenddessen füllte sich das Restaurant zusehends fast bis auf den letzten Platz. Wir beobachteten das Treiben und grinsten uns reihenweise „einen ab“. Es schmeckte zwar nicht ganz so gut, wie bei Nanee oder Sa, aber als Urlaubsabschluss passte das Essen allemal. Auch die „Schärfe“ fehlte durchwegs. Zum Abschluss genehmigten wir uns als „Verdünner“ je einen Thai-Whiskey und verliessen den gemütliche Ort, als es drinnen immer lauter durch die Gespräche der Gäste wurde. Wir verabschiedeten uns von Chris, der versprach sofort in den nächsten Tagen nach den Flügen nach Samui zu schauen. Na das ist doch schon ein kleines Licht am Ende des Tunnels (Urlaubs).

Gegen 23 Uhr trafen wir wieder bei Mam in der Wohnung ein. Nun hatte ich auch die Ruhe um das Abschiedsgeschenk von Nanee auszupacken. Ich löste die Klebebänder auf der einen Seite der Plastikrolle und zog die zusammengerollte Leinwand heraus. Sie hatte mir tatsächlich ein Bild geschenkt. Ich rollte es auseinander und da lag sie: Die Blume, welche beim „Butterfly Garden“, als wir zum Auto gingen, direkt vor uns auf den Boden fiel. Welche Nanee aufhob, mir dann vorsichtig in die Hand gab mit der Bitte diese zu behalten.

Bei der Blume handelt es sich übrigens um eine „Plumeria Obtusa“ aus der Gattung „Frangipani“, soweit ich das nun via Internet Suche heraus gefunden habe.

Frangipani (Plumeria), auch Frangipandi, Wachsblume, Flor de Cebo oder Tempelbaum
http://de.wikipedia.org/wiki/Frangipani 
http://en.wikipedia.org/wiki/Plumeria_obtusa
Ausführlicher sehr inoformativer Artikel
http://en.wikipedia.org/wiki/Frangipani
Und hier noch ein viel schönerer und noch informativer Blogbeitrag
http://lakecounty.typepad.com/../frangipani_plum.html

PeterPan’s Tipp Webcam Koh Samui:

Webcam Koh Samui in Lamai
http://www.samuicam.com

PeterPan’s Restaurant-Tipp (Regensburg):

BaanThai – Thailändische Spezialitäten
Dechbettenerstr. 6
Regensburg
Telefon 0941/21877

PeterPan’s Reisefotos von Koh Samui:

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Urlaub Koh Samui 10.03.2008 – Strandtag am Chaweng Noi und „Wie das Leben so spielt“

11. März 2008

Zum Thema „Frauen“ auf Koh Samui. Ich überlegte mir lange, ob ich überhaupt irgendwas über unsere Bekanntschaften des anderen Geschlechts schreibe. Aber dann diskutierte ich mit Chris und Mike und wir entschieden, dass die Freundschaften, die wir hier schlossen, nicht anders Zustande gekommen sind, als in jedem anderen Urlaubsland oder zu Hause, wie bisher auch. Ich muss die Leserschaft leider enttäuschen; denn um bezahlte Sexbekanntschaften geht es uns bei unseren Urlauben nicht. Nicht mal in Thailand. Somit kann derjenige, der über eine Suchmaschine mit den Begriffen „Thailand“ und „Sex“ hier gelandet ist es sich ersparen erwartungsfroh den langen Text nach prickelnden Bettgeschichten zu überfliegen und nach Nacktbildern aus irgendwelchen Animierschuppen zu suchen. Hamma nich!

Nein, wir unterschlugen bisher das Thema nicht, wie ein Kommentator vorher vermutete. Chris ist seit 4 Jahren ein absoluter Thailand-Fan. Er liebt das Land, Kultur, Umgangsformen, Essen und Leute in Thailand. Landsleuten aus dem alemannischen Sprachraum, die sich ihren Schulabschluss aus der Bildzeitung oder von TV-Reportagen einfältiger werbefinanzierter Fernsehsender angeeignet und deren Allgemeinwissen auf 6 DinA3 Seiten mit grossen Bildern bedruckt locker Platz findet – ganzseitige Werbung vom Elektromarkt nebenan mit eingerechnet – können mit Land, Kultur, Umgangsformen, Essen und Leuten in Thailand weniger anfangen. Ganz einfach: Die waren nie dort. Und wenn dann doch, dann trauen sie sich mit ihren weissen Tennis-Socken, Sandalen, überdimensionalen Fussballhose und ärmellosen Ripp-Shirt nur dann von der ganzwöchig mit Handtuch reservierten Strandliege weg aus der Hotelanlage, wenn sie sich ein „Singha-Beer“-Shirt anstatt des „Beck’s“-Shirts vom Laden nebenan als Trophäe besorgen. Das ist kein Gag, haben wir live erlebt, beobachtet und nun schriftlich niedergelegt.

Was die Herrschaften dann aber bei der im Hotel gebuchten zu „Tourist Attractions“ geführten Inselrundfahrt verpassen bzw. niemals kennen lernen, wir aber eben auf eigene Faust erkunden, ist der Blick hinter die touristischen Kulissen. Und dabei lernt man eben die Einheimischen so kennen, wie sie sind. Fernab der Dollarzeichen geprägten Augen der Verkäufer entlang der Haupteinkaufsstrassen mit der immer gleichen wiederkehrenden Produktauswahl. Wobei selbst das in Koh Samui schlicht nicht zu erkennen war – wahrscheinlich gibt es dafür auch ein spezielles Lächeln. Das gleiche gilt übrigens auch für Eltern, die ihre Kinder am Strand mit Gameboys und iPods ruhig stellen, anstatt sie im Sand spielen zu lassen. Aber ich kann da ja nicht mitreden, ich hab ja bisher keinen mir bekannten Nachwuchs.

Wer nun aber als in den letzten Zügen des Fortpflanzungsstadiums stehender Homo Sapiens mit bläulichen Tabletten in der Hosentasche auf die Idee kommt seinen Urlaub am Abend auf dem „roten Platz“ zu verbringen, in der Annahme, dass die Mädels jeden genetischen Schrott bereitwillig gegen Bezahlung beglücken, der kann sich die Buchung bei Neckermann und die für den Flug nebst Unterkunft in einem Minus-Dreisternigen Resort sparen. Die hier auftretenden Mädels sind nämlich nicht zu schade aus dem Genpool den Ausschuss auszusortieren und mit Missachtung zu strafen. Ob sie dazu gehören, erkennen sie dann daran, dass sich die Seite der Theke schlagartig just in dem Moment von Mädels leert, als sie versuchen sich ein Bier zu bestellen. Zufällig haben dann die Mädels nämlich Hunger oder müssen etwas zum Essen besorgen. Aber immer mit einem Lächeln auf den Lippen. Konnten wir auch beobachten. Nein, nicht bei uns. 🙂

Also, nochmals: Es gibt schlicht auf diesen Seiten keine Geschichten über bezahlte Liebe. Goto einschlägig bekannten Sexwebsites und halten sie die Kreditkarte bereit. Für alle anderen, und das dürfte die Minderheit der Leser sein, gilt: Bitte weiter lesen.

Heute Nacht schrieb ich bis gegen 4 Uhr morgens an den Tagesberichten. Gegen 3 Uhr klopfte es an der Tür. Mike stand davor, verschwand aber nach kurzer Diskussion und einer Zigarette gleich wieder. Er hätte im „Seed“ eine Lady aus Bangkok kennen gelernt, die ebenso wie wir auf Urlaub auf Koh Samui (Lamai) unterwegs wäre. Die Unterhaltung gestaltete sich aber extrem schwierig, da die Lady – sie heisst Moe – kein Wort englisch könne. Im „Seed“ sei eine thailändische Pop-Musik-Truppe aufgetreten. Die Werbung dazu hätte es nirgends in „Farang“-Sprache gegeben. Somit waren Mike und Chris neben drei weiteren westlich aussehenden Personen die einzigen Nicht-Thailänder unter etwa 400 Thais in der Discothek, die sonst als „Tabledance-Lokal“ genutzt wird.

Die Thai-Band hätte tolle Musik mit anscheinend ansprechenden und unter Thailändern bekannten Texten gespielt, denn es wurde lauthals mitgesungen. Nur Mike und Chris verstanden kein Wort – die Band sang eben in Thai. Die weiblichen Gäste flippten regelmässig bei irgendwelchen Textstellen aus und Mike musste sich die Ohren zuhalten, um vom schrillen Geschrei keinen Gehörsturz zu erleiden.

Mike und Chris hätten sich einen vom Gedränge sicheren Platz im hinteren Bereich an einem Tisch gesucht. Die Massagemädels, die ihnen bei der alltäglichen „Massass“ den Tipp mit der Veranstaltung gegeben hatten, konnten sie beide nicht entdecken. Ob die schlicht nicht gekommen oder andererseits in der Menschenmenge untergegangen waren, konnte später nicht eindeutig geklärt werden. Am Nebentisch im „Seed“ hätten die Mädels zum Kichern und Tuscheln angefangen und schliesslich sei eine der Ladies auf ihn zugekommen. Sie hätte versucht sich mit ihm auf Thai zu unterhalten. Er hätte aber logischerweise kein Wort verstanden.

Michael Wong2 Michael

Ausser irgendwas mit „Michel Wong“. Nachdem er die Lady aufgeklärt hätte, dass er kein Thai könnte, wäre das Gespräch auf bruchstückhaftem Englisch weiter geführt worden. Die Lady erklärte, dass sie Mike für den „famous Actor Michael Wong“ gehalten hätte, wegen der Ähnlichkeit. Ich hab mir auch grad erst das Bild von Michael Wong aus dem Web besorgt und eine gewisse Ähnlichkeit besteht tatsächlich. Nur die Augen sind bei Mike einfach blau-grün, was in der Dunkelheit des Clubs sicher nicht sofort aufgefallen ist.

Nach dem Ende des Konzerts legte ein DJ Tanzmusik auf und die Lady, die sich als Moe vorstellte, versuchte sich mit ihrem bruchstückhaften Englisch mit Mike zu unterhalten – und umgekehrt. Sie wehrte sich aber standhaft sich irgendeinen Drink ausgeben zu lassen. Stattdessen holte sie sich an der Theke Mineralwasser. Auch rauchte sie nicht, da das nach eigener Aussage schlecht für die Haut wäre. Mike blieb a) bei Singha-Beer b) rauchte und c) verliessen beide gemeinsam gegen 3 Uhr so ziemlich als letzte das „Seed“. Da in Lamai sämtliche Lokale unseres Vertrauens bereits geschlossen hatten, dachte Mike kurzfristig daran die Dame zu fragen, ob sie auf ein Wasser ins Hotel mitkommen wolle. Das lehnte sie rigoros ab, sie wollte sich keinesfalls mit einem Farang in einem Hotel sehen lassen, das gehöre sich nicht. Deshalb fuhr sie Mike mit der Honda Shadow dann schweren Herzens zu ihrer Urlaubsunterkunft, wo sie mit zwei weiteren Freundinnen aus Bangkok die Ferien verbrachte.

Als ich am Morgen gegen 9:30 Uhr zum Frühstücken ins Strandrestaurant ging, sah ich Chris und Mike vor dem Bungalow auf der Terrasse sitzen. Ich besorgte mir einen Teller mit allerlei Frühstücksutensilien und schnappte mir einen Kaffee. Dann setzte ich mich hinüber zu den zwei und Mike erzählte die oben genannte Geschichte immer noch fassungslos. Fassungslos deshalb, weil er sich schlicht nicht mehr dran erinnern konnte, wo er Lady Moe am Ende abgesetzt hatte. Nicht mal nach der Telefonnummer fragte er sie am Abend zuvor.

Und einen Treffpunkt oder etwas ähnliches hatte er vor lauter „Seidenblick“ auch nicht vereinbart. Er war vollkommen am Boden zerstört. Da lernt er das einzige (Sorry, „“nächste“, da Nanee, Sa, und die Mädels vom Massass-Salon auch vollkommen normal sind) normale Mädel in Lamai zufällig kennen und er hat gar nix von ihr, um ein Date auszumachen. Mike war vollkommen fertig. Dafür nahmen wir ihn gerne das ein oder andere Mal tröstend auf den Arm, was seine Stimmung nur noch verschlechterte. Am liebsten hätte er in das hölzerne Geländer der Veranda gebissen.

Chris konnte es auch nicht fassen. Er war schon eher vom „Seed“ nach Hause gefahren, direkt nach dem Konzert, da er merkte, dass sich die Lady in Mike verguckt hatte. Die beiden Freundinnen von Moe waren eher nicht nach Chris’s Geschmack. Daher zog er es vor die beiden allein zu lassen – die Vier versteht sich. Als ich das Frühstück beendete, verliessen wir den rauen Strand mit den „Strandliegen-Mietern“ und setzten uns auf unsere Chopper. Ich ging vorher noch im Hotel nebenan vorbei und hinterliess für ein Schweizer Pärchen, welches heute in Lamai ankommt eine kurze Nachricht mit meiner Telefonnummer.

Das erste Ziel steuerten wir den Motorradverleiher „Easy Rider“ an. Mike stellte des nächtens fest, dass das Abblendlicht defekt sein musste und nur das Aufblendlicht funktionierte. Jonathan schob die Mühle in den Verkaufsraum und wechselte mit handwerklich geschickten Händen und professionellem Werkzeug die Glühbirne in Rekordzeit aus.

Anschliessend starteten wir die röhrenden Chopper und donnerten die Strasse Richtung Chaweng Noi. Überraschenderweise klärte sich nämlich zusehends der wolkige Himmel auf und die Sonne brach immer mehr hindurch. Aus der Wetterrichtung erkannte man immer grossflächigere blaue Abschnitte, was uns nach einem Strandtag verlangen liess.

Wir parkten unsere Gefährte am Strassenrand und suchen uns sofort am ersten Restaurant die passenden Liegestühle aus. Wir hofften endlich etwas „Bräune“ auf die Haut zu bekommen.

Die Wellen brandeten an den flach auslaufenden Strand. Aber mit deutlich geringerer Höhe, als am Strand von Lamai. Auch die Wasserqualität schien wesentlich besser zu sein. Zuerst bestellten wir aber die Getränke, die sich aus fruchtigen Bestandteilen zusammen setzten. Mango-, Pineapple-Shake und für Chis Cola. Gut, letzteres wird aus immer noch streng geheimen eventuell pflanzlichen Bestandteilen gemixt. Im Gegensatz zu Fruchtshakes, deren Inhalt so frisch vom Baum fällt, wie nirgends sonst. Nach einem kühlen Schluck aus dem Glas rückte ich mir den Liegestuhl Richtung Sonne, setzte eine Baseball-Cap auf, die ich sonst hasse, und liess mich von der Vorderseite rösten, bis die Haut langsam zu qualmen begann. Wenn schon Mal die Sonne scheint, so muss das ausgenutzt werden. Akklimatisiert und angebräunt waren wir ja bereits. So schloss sich die Gefahr eines Sonnenbrandes nahezu aus. Und ich bekam auch keinen.

Chris und Mike testeten währenddessen das lauwarme Meer und planschten in den leichten Wellen. Als meine Körpertemperatur bedrohlich nahe an die 45 Grad-Grenze kam, verlangte meine Haut nach Abkühlung. Es zischte leicht, als ich meine Zehen in das kühle 25 Grad warme Meer tauchte. Chris holte einen kleinen blauen Ball aus dem Rucksack und wir warfen uns diesen spasseshalber gegenseitig zu. Als der Strandrestaurant-Betreiber das sah, winkte er und zeigte auf einen Volleyball. Mike holte diesen und wir spielten zuerst im bauchtiefen Wasser. Das Hechten fiel uns allerding etwas schwer. Somit verlagerten wir das Spielgeschehen in den feinen Sandstrandbereich. Das Spiel entwickelte sich zu einer Mischung aus diversesten Ballsportarten ohne jegliche Regeln und Spielfeldmarkierungen. Wir und der Restauranthund hatten auf jeden Fall unseren Spass.

Dann bemerkte Mike, dass ein dunkler Honda am Strassenrand stand und jemand uns zuwinkte. Ich sah genauer hin und entdeckte, dass es sich um Nanee handelte. Wir unterhielten uns kurz, aber ich konnte sie nicht zu einem Fruchtshake überreden. Sie wäre auf dem Weg zum Restaurant und müsse gleich weiter, wollte aber kurz „Hello“ sagen.

Nach dem Ganzkörper-Ballspiel nahmen wir ein kurzes Erfrischungsbad und Mike und Chris sanken sofort vollkommen erschöpft aber glücklich in die Liegestühle. Chris grinste über beide Ohren, da endlich fast durchgängig die Sonne schien. So hätte es schon länger sein sollen.

Der Strand „Chaweng Noi“ ist wirklich empfehlenswert. Er zieht sich feinsandig sichelförmig und lang gestreckt Palmengesäumt dahin. Kinder können unbedenklich hier spielen; denn das Strand verläuft sehr flach ins Meer hinein und die Liegen sind zahlreich vorhanden. Es wäre falsch sich lediglich vor dem Resort aufzuhalten. Getränke und gutes Essen gibt es an jedem Strandabschnitt und die Leute sind ausnahmslos freundlich. Auch Abends ist der Strand „Chaweng Noi“ empfehlenswert, da er nicht so überlaufen ist, wie in Chaweng selbst. In Lamai selbst ist der Strand breiter und die Möglichkeiten dort etwas brauchbares für ein gemütliches Dinner zu finden eher gering.

Ich schnappte mir meine Digicam und wanderte am Strand entlang. Immer auf der Suche nach einem Motiv. Und davon gab es reichlich.

Als ich zurück kam, lag Mike neben der Strandliege auf einem Handtuch auf dem Bauch. Er sah plötzlich, wie aus einem winzigen Loch neben ihm eine noch winzigere Krabbe kurz heraus schaute und dann wieder verschwand, als sich Mike bewegte. Ich gab ihm meine Digicam und er legte sich auf die Lauer.

Schliesslich zeigte sich die Minikrabbe erneut und Mike drückte auf den Auslöser. Gotcha!

Eine anderes Beispiel aus der Reihe „Expedition ins Tierreich“ entdeckte ich auf dem Weg ins Meerwasser. Eine Welle umspülte den Sand vor mir und ich dachte zuerst, dass ein Stein im Sand verschwindet. Dann überlegte ich kurz und grub den kleinen Kiesel aus. Ich hielt allerdings eine etwa Fingernagel grosse Muschel in der Hand. Die hatte sich selbst eingegraben? Das musste ich noch einmal sehen. Ich legte die Muschel flach auf den Sand im dem Bereich des Strandes, in dem die Wellen grade noch hinkommen und flach auslaufen.

Als die nächste Welle die Muschel umspülte, grub sich diese wieder senkrecht in den Sand ein und verschwand. Nur nicht für lange; denn das wollte ich fotografisch festhalten. Muschel ausgegraben, im Meerwasser in der Hand vom Sand befreit, Digitalcamera auf Serienschuss eingestellt, Muschel in den Sand legen und Warten. Es dauerte nicht lang und die nächste Welle kam, und die Muschel grub sich erneut ohne zur Hilfenahme von nicht vorhandenen Händen in den Sand ein.

Als die Sonne gegen 18 Uhr langsam hinter den Bergen im Westen verschwand, wachten die Restauranthunde langsam auf und nahmen ein Bad im Meer. Wir packten unsere Sachen zusammen und sattelten die Chopper.

Wir fuhren wieder einmal zum „TESCO“ nach Chaweng. Dort kaufte Chris noch ein paar Klamotten. Mike fragte bei seinem „local Mobile Phone Dealer“ nach, ob nun endlich das iPhone angekommen sei. Leider erhielt er erneut eine Absage „Come tomorrow“. Etwas grantig zog er von dannen. Wir verluden unsere Einkäufe in die Taschen und Rücksäcke und tuckerten durch den relativ dichten Abendverkehr zurück nach Lamai; denn wir hatten noch ein „Date“ mit zwei Schweizern am Abend abgemacht.

Als wir die Wäsche in der Lamai Beach Road bei unserem bevorzugten Waschhaus abholten, winkten uns die Mädels von der „Massass“. Wir begrüssten diese und verneinten allerdings diesmal ihre Knetkünste in Anspruch zu nehmen. Dafür pflegte „Oh“ mit dem Saft eines frischen Stückes Aloe Vera die Brandwunde von Mikes rechten Unterschenkel. Er bekam noch ein weiteres Stück von „Oh“ mit, damit er es am Abend vor dem Zubettgehen selbst auftragen kann. Nach einer Tasse Kaffee bei den Mädels gingen wir zurück zum Hotel. Schnell duschen; denn um 20 Uhr stand das „schwiizer Date“ an.

Gegen 20 Uhr trafen wir uns in der Hotellobby und gingen gemeinsam zum „Samui Boutique Resort“ hinüber. Dort trafen wir uns mit Kirsten und Werner aus Basel im Restaurant „Patio“.

Kirsten und Werner kamen am Vormittag in Samui an. Wie wir uns kennen lernten? Über das Samui-Tagebuch in diesem Blog. Kirsten suchte im Internet nach „Wetter Koh Samui“ und als eines der Suchergebnisse fand sie die „PeterPan“ Seite. Sie klickte darauf und las einen der Beiträge. Dann sah sie sich die Bilder an und informierte Werner darüber. Zusammen verbrachten Sie etliche Stunden beim Lesen des Reisetagebuches. Dann motivierte Kirsten ihren Werner doch einen Kommentar zu schreiben. Darin stand, dass sie ab Montag den 10.03.2008 ebenfalls in Lamai im „Samui Boutique Resort“ residieren würden – in einem Hotel im Norden der Lamai Beach.

Das konnte nicht so weit weg von unserem Resort sein, dachte ich. Und durchsuchte das Web nach dem Internetauftritt des „Samui Boutique Resort“. Und: Das Resort liegt direkt neben unserem! Von unserem Balkon sehen wir direkt auf die Anlage. Nur wusste ich das nicht! Am Eingang des Hotels steht „Patio“ und in Thai-Schrift irgendetwas darunter. Das hiess offensichtlich „Samui Boutique Resort“.

Wir trafen die beiden im Restaurant „Patio“ und begrüssten uns. Dann erzahlten beide, dass die Reise sehr angenehm gewesen sei. Nur das Wetter sei nicht so, wie vom Prospekt versprochen. Der Bungalow sei grosszügig, hätte einen eigenen kleinen Spa, es fehle jedoch ein Schrank für die Bekleidung. Kirsten hätte zwar versucht sich an meinen Tipp im Beitrag zu halten, möglichst wenig mitzunehmen. Jedoch hätte der grosse Koffer gerade ausgereicht.

Beide luden uns auf den von uns so geschätzten Mango-Shake ein und wir plauderten ausgiebig. Werner hätte sich meinen gesamten bisher geschriebenen Reisebericht ausgedruckt. Ursprünglich wollte er die Texte kopieren, aber das Blogscript liesse das nicht zu. Nun hätte er über 50 Seiten Informationsmaterial bei der Hand und beide würden die Texte mit Begeisterung lesen. Das freute mich ungemein. Und noch mehr: Dass man auf diesem Wege so nette Leut kennenlernt.

Interessehalber fragten wir beide, ob wir ihren Bungalow mal ansehen dürften und Werner zeigte uns diesen. Chris meinte, dass diese Art von Hotel aber hier in Lamai am falschen Platz sei. Es fehle einfach der ruhige gemütliche Strand. Aber dafür gäbe es einen grossen Pool. Nur wir vermuteten, dass auch hier allmorgendlich der Kampf um die Liegen ausbricht. Wir gaben beiden den Tipp sich in ein Sammeltaxi zu setzen und den ein oder anderen Strand in der Umgebung anzusehen. Dort gäbe es bessere Wasserqualität, ruhigere Strände und genug Liegen, sowie ausreichend gutes Essen inklusive nettester Bedienung. Siehe „Chaweng Noi“ oder „Mae Nam“.

Da Chris, Mike und ich noch nichts gegessen hatten und wir den beiden Schweizern gleich mal etwas anderes als das Hotel zeigen wollten, beschlossen wir in das Restaurant von „Sa“ zu gehen. Auf dem Weg dorthin zeigten wir den beiden unsere „local Laundry“, stellten ihnen die Mädels von der „Massass“ vor, ebenso den „personal Schneider“ und natürlich Sa vom „Sri Nuan“, die uns gleich einen Tisch auf dem Gesteig gab; denn nur hier Draussen darf man bei „Sri Nuan“ rauchen.

Wir bestellten, „red“- und „yellow“-Curry und Mike nahm eine gekochte Gemüseplatte. Kirsten liess ich die heissen Bananen in Cocos-Sauce probieren. Und es schmeckte nicht nur ihr gut. Auch die Speisen durften probiert reihum probiert werden.

Plötzlich kam aus dem Nichts ein grosser Reisebus die Lamai Beach Road entlang. Mike meinte „Das sind bestimmt Chinesen!“; denn das Reiseverhalten kannten wir bereits aus der Schweiz. Und es schauten uns tatsächlich verschlafene Chinesengesichter aus den Busfenstern in die Teller. Tja, vorgestern Rom, gestern noch in Paris und Luzern, Abends dann auf’s Matterhorn und über Nacht im Flugzeug nach Koh Samui. Das ist Urlaub 🙂

Gegen 23 Uhr verabschiedeten wir uns von Kirsten und Werner; denn die beiden hatten noch etwas Schlaf von der Anreise nachzuholen und wir wollten noch dringend in das Nachtleben in Chaweng eintauchen. Somit bestiegen wir die Böcke und brausten durch Lamai über den Pass nach Chaweng. Dort stellten wir die Kisten direkt vor der „Solo Bar“ an der gegenüberliegenden Seite in freie Parkplätze und betraten die unüberhörbare Bar.

Wir bestellten uns je ein Singha-Bier, lauschten der guten House-Music und beobachteten lächelnd und scherzend das rege Treiben um uns herum. Dann bemerkte ich, dass auf meinem Natel eine SMS-Nachricht angekommen war. Nanee sei auch in Chaweng. Ich fragte, ob sie auch in die „Solo Bar“ käme, aber sie meinte „Eher nicht“. Ob es mir möglich wäre zum Club „Sweet Soul“ gegenüber des „Green Mango“ zu kommen. Etwas verwundet aber freudig überrascht informierte ich Chris und Mike. Ich vereinbarte mit ihnen hinüber zu gehen und sie gegebenenfalls abzuholen. Ich wusste nicht, ob das nun Absicht oder so Sitte war. Es ist doch so manches „anders“ in den Umgangsformen in Thailand – positiv gesehen.

Also machte ich mich auf den Weg die wenigen Querstrassen durch die belebte Chaweng Beach Road zum „Club Sweet Soul“. Ich wehrte die freundlichen Versuche ab, mir irgendwelche Flyer von anderen Clubs auf dem Weg dorthin in die Hand zu drücken und erreichte den Club nach wenigen Minuten zu Fuss. Der Club war gut, aber dennoch locker gefüllt. Nur Nanee konnte ich nicht entdecken. Dann entdeckte ich Nanee auf der linken Seite stehend mir zuwinken. Ich betrat den Club und ging ihr nach in den hinteren Bereich an eine der Theken.

Dort sass sie dann mit einem „Baileys on the Rocks“ und grinste mich an. Warum sie nicht in die „Solo Bar“ gekommen sei, fragte ich. Sie meinte, dass sie dorthin nicht allein gehen wolle. Und ausserdem hätte sie nicht viel Zeit und müsse am nächsten Tag wieder früh aufstehen, um für das Restaurant einzukaufen. Ich informierte Chris und Mike und wir plauderten ein wenig, was die Lautstärke nur bedingt zuliess und verliessen den „Club Sweet Soul“ nach etwa einer Stunde gegen 1 Uhr.

Ich begleitete Sie noch zum Auto, welches direkt hinter dem „Club Green Mango“ auf einem Parkplatz stand. Dabei stellte ich fest, dass eben das „Green Mango“ heute vollkommen gut gefüllt war. Im Gegensatz zu den letzten Besuchen, bei denen sich nur wenige Gäste auf den beiden grossen Dance-Areas verliefen. Das musste ich mir näher ansehen. Und ich war begeistert. Wir bahnten uns den Weg durch die wabernden Menschenmassen und ich schoss noch das ein oder andere Beweisfoto.

Wir kamen auf der anderen Seite des „Club Green Mango“ wieder heraus und gingen das kurze Stück gemeinsam zum Auto. Dort fragte mich Nanee, wo ich mein Motorrad geparkt hätte und ob sie mich dorthin fahren könnte. Ich schaute etwas verwundert, denn a) ist es für sie ein Umweg nochmals in die Chaweng Beach Road zu fahren und b) müsste ich nur den gleichen kurzen Weg zurück gehen. Allerdings gefiel mir die Idee bei Nanee im klimatisierten Auto zu sitzen auf Anhieb besser.

Scheinbar wollte sie wirklich nicht, dass ich nochmals ins „Green Mango“ gehe (Ich könnte ja auf „Abwege“ kommen.); denn sie fragte mich, ob ich dann ins Hotel fahren würde. Ich antwortete, dass ich das noch nicht wisse, denn Chris und Mike hätten sich noch nicht gemeldet. Vor meinem Chopper fuhr Nanee an den Strassenrand und wir verabschiedeten uns. Nicht ohne vorher zu vereinbaren, dass ich am nächsten Tag auf einen Kaffee bei ihr im Restaurant vorbei schauen würde.

Ich stieg aus und winkte ihr beim Abfahren nach. Dann drehte ich mich um, und stellte fest, dass eine Lady auf meinem Motorrad sass und sich meinen linken Rückspiegel beim Lippenstift-Nachziehen zu Hilfe nahm. „Gut!“ dachte ich „dann rauche ich halt erst einmal eine!“, zückte meine Zigarettenschachtel aus der hinteren Hosentasche der Jeans, fummelte nach dem Feuerzeug, zündete mir eine an und ging auf die gegenüberliegende Strassenseite. Dort lehnte ich mich an die Hausmauer und zog das Mobile Phone aus der Tasche. Wo sind nur Mike und Chris abgeblieben. Keine Nachricht, kein Anruf. Nichts!

Als die junge Thai nach der Korrektur der Lippenfarbe immer noch auf dem Sitz meines Töffs lümmelte, beschloss ich die wenigen Meter zur „Solo Bar“ zu gehen, um nachzusehen, ob Chris und Mike sich noch darin aufhielten. Dies war nicht der Fall und ich konnte das auch einfach erkennen. Die „Solo Bar“ war nämlich mittlerweile fast menschenleer. Kein Wunder; denn um 2 Uhr macht der Schuppen, wie alle anderen auch, nämlich dicht. Ergo, waren beide einfach abgehauen, ohne mir etwas mitzuteilen. Feine Brüder die Brüder.

Somit verliess ich den traurigen Ort und wanderte zurück zum Motorrad, welches mittlerweile „Lady-Frei“ war. Das Mädel hatte sich mittlerweile getrollt, dachte ich. Als ich mich auf den Sitz schwang, seitlich den Schlüssel steckte und umdrehte, erblickte ich links von mir zwei lange Beine, die in silberfarbenen hochhackigen Pumps steckten.

Ich hörte eine laszive aber für eine Lady zu dunkle und aufgesetzte Stimme sagen „Nice Bike! May i drive with you?“ Moment mal, lange Beine, Pumps, Minirock und dunkle Stimme? Ich sah an der Lady hoch und erkannte ein etwas kantigeres aber nettes Gesicht. „Ein hübsches Mädel der Bua!“ dachte ich und verneinte lächelnd die Frage. „I have to go home now“, drückte auf den Anlasser und schob die Mühle in Rekordzeit aus der Parklücke. Dann trat ich den ersten Gang krachend ins Getriebe und liess den Hinterreifen rauchen. Nix wie weg hier!

Unterwegs stellte ich mir vor, sie äh er hätte den Mund nicht aufgemacht und ich hätte sie äh ihn jetzt auf der Sissibar. Na, Mahlzeit. Als Techniker überlegte ich mir auf der Fahrt zurück nach Lamai, wie man einen Schleudersitz für diese Gelegenheiten in einen Chopper konstruieren und montieren könnte. Mit einem roten Auslöseknopf mit durchsichtigem Klapp-Deckel am Lenker als Zusatzausstattung, wie in den guten alten James-Bond-Filmen. Ich grinste, als ich mir wie in einem Comic vorstellte, wie sie/er dann zuerst vom Töff nach hinten weggeschleudert und dann schimpfend und mit zerzausten Haaren auf dem Asphalt sitzen mir nachschimpfte. Beinhart! Das lass ich mir zum Patent anmelden – auf Lebenszeit.

Eine Wonne mit etwa 60 bis 70 Stundenkilometern im höchsten Gang den Motor tieftourig knatternd wie in einer lauen Sommernacht bei Temperaturen um die 25 Grad mit einem Chopper ohne Helm alleine über menschenleere Strassen zu cruisen. Ich hätte ewig so weiter fahren können. Und es wäre überhaupt kein Problem gewesen; denn ich befinde mich auf einer Rundstrasse um die Insel mit einer Länge von etwa 50 Kilometern. Nach einer Stunde wäre ich wieder hier gewesen. Man hätte die Rundenzeiten stoppen können. Diese wären aber extrem unregelmässig und langsam. Es geht ja diesmal wirklich nicht ums Rennenfahren, sondern ums gemütliche Cruisen.

Ich bog aber dann trotzdem in Lamai beim gut sichtbaren „McDonald“-Warnschild links ab und rollte beim Hotel aus. Das Töff von Chris stand neben mir, nur die Kiste von Mike fehlte. „Wo der sich wieder rumtreibt!“ dachte ich und ging in die Hotellobby. Keine Menschenseele hinter dem Tresen. Ich blickte ins Büro und sah den Nachtportier gemütlich auf zwei zusammen geschobenen Sesseln vor sich hin Ratzen. Pfeiffen und vorsichtiges Rufen half ihn nicht zu wecken. Schliesslich wollte ich ja auch nicht, dass er vor Schreck von den Sesseln auf den harten Steinboden fiel und dann noch sein Gesicht verliert.

Also schwang ich mich leise über den Tresen und suchte meinen Schlüssel aus der bereits geöffneten Schublade. Mike war tatsächlich noch nicht da. Ich nahm den Schlüssel und schwang mich zurück. Dann schlenderte ich immer noch grinsend über den „Lady“-Vorfall in Chaweng am Pool entlang und erklomm die Treppen zu unserer Etage. Dann sperrte ich auf und liess mich ins Bett fallen, zog mich aus und schnappte mir den Laptop. Schliesslich wollte ich noch schnell die Bilder ins Web laden. Am Text schreiben wollte ich heute bitte nicht mehr.

Als die Bilder fast online auf dem Server lagen, klopfte es gegen 3 Uhr an meiner Tür. „Das wird Mike sein“ dachte ich und legte den Laptop zur Seite, stand vom Bett auf. Ich sperrte die Tür au, drehte mich um und meinte „Hi Mike, wo warst denn so lang“. Und bekam eine Antwort von Chris: „Der hat mich jetzt doch glatt aus meinem Bungalow geworfen!“.

Verwundert drehte ich mich um und Chris stapfte mit müden Augen ins Schlafzimmer, setzte sich auf den Sessel im Eck und zündete sich eine Zigarette an. Dann fing er an die Ereignisse der letzen Minuten zusammen zu fassen. Es hätte gegen 2:45 Uhr bei ihm geklopft. Er hätte die Tür geöffnet und Mike sei mit „seidigem Gesicht“ vor ihm gestanden, hinter dem sprachlosen Mike hätte sich Moe versteckt. Ich fragte, wo er sie denn nun getroffen hätte. Chris erzählte, sie seien von der „Solo Bar“ direkt nach Lamai gefahren. Dann in Lamai am Hotel vorbei in die Lamai Beach Road hinein. In der Nähe des Restaurants von Nanee wären dann vier Mädels auf dem Gehsteig gelaufen, von denen eine nach Mike gerufen hätte, der sofort angehalten hätte.

Die Rufende sei Moe vom Vorabend im „Seed“ gewesen und wäre nach kurzer Begrüssung auf den Sozius gestiegen, hätte die anderen drei Mädels – ihre Freundinnen – einfach stehen gelassen. Mike hätte ihm dann angedeutet, dass er noch eine Runde fährt. Worauf Chris ins Hotel und dann in seinen Bungalow zum Schlafen gegangen wäre. Gerade als er so schön eingeschlafen war, klopfte es eben an der Tür und Mike stand mit Moe da. Daraufhin hätte sich Chris etwas übergezogen und sei zu mir herauf gekommen.

Zuerst grinste ich mir einen und dann lachte ich zusammen mit Chris. „Des gibts ja ned!“ war unser häufigster Satz. Dann schnappten wir uns eine Dose Bier aus dem Kühlschrank und ratschten über die letzten Vorkommnisse. Chris kugelte sich vor Lachen über die Geschichte mit der Lippenschminkerin (der Lippenschminker) in Chaweng. Als wir das Bier ausgetrunken und noch die ein oder andere Zigarette vernichtet hatten, knallten wir uns auf die Betten und schliefen ein. Das kann ja morgen noch heiter werden. „Wie kum jetz i zu meim Zeich!“ war der letzte Satz von Chris in dieser Nacht. Dann wurde es ruhig. Nur die Klimaanlagengeneratoren der Nachbaranlage waren noch zu hören.

PeterPan’s Restaurant-Tipp für Lamai:

Live Oyster & Seafood
Strand „Chaweng Noi“
Das erste Strandrestaurant auf der Seeseite, wenn man von Lamai kommend über den Pass „The Cliff“ fährt.

Sri Nuan – Thai Food & Sea Food
Lamai Beach Road 139/40
Lamai

PeterPan’s Ausgangs-Tipp für Chaweng:

Sweet Soul Café
gegenüber vom „Green Mango“
Chaweng

Green Mango Club
9/34 Chaweng Beach Rd.,
Bo-phut, Koh Samui,
Suratthani 84320 THAILAND.
Tel. 66(0)-77-422661 Fax. 66(0)77-422662
http://www.greenmangogroup.com/1club.htm

Solo Bar
nicht zu überhören direkt an der Chaweng Beach Road
Wo? In Chaweng!

PeterPan’s Reisefotos von Koh Samui:

<— Zurück zu „Urlaub auf Koh Samui 09.03.2008 – Easy Riders driving to Mae nam – Go to the Beach?“

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Urlaub Koh Samui 07.03.2008 – Zum Essen in der Shark Bar mit Nanee und Ausgang in Chaweng’s Vergnügungsmeile

7. März 2008

Heute machte das Aufstehen überhaupt keinen Spass: Ursache ganz einfach erklärt: Seit der Nacht regnete es wie aus Eimern. Nur kurz auf dem Weg zum Frühstücken und wieder zurück, hatte der Wettergott ein kurzes Einsehen. Es hörte auf etwas weniger stark zu regnen. Ergo blieben wir recht lange im Strandrestaurant sitzen und harrten der Dinge. Sämtliche Planungen betreffend Strand und Sonnen fielen flach.

Gegen 14 Uhr machte ich mich Ausgangsfertig. Schliesslich vereinbarte ich gestern mit Nanee, dass ich Sie als kleines Dankeschön gegen 14:30 Uhr zum Essen ausführen würde. Ich verabschiedete mich von Chris und Mike in der Hotellobby. Die beiden planten zum „TESCO“ nach Chaweng zu fahren, ums sich etwas im Einkaufszentrum umzusehen. Was wäre eine bessere Idee, als in einem überdachten Einkaufszentrum das Sauwetter zu vergessen.

Das eigentliche Ziel – ein Restaurant beim Cliff mit schöner Aussicht über das Meer (bei schönem Wetter) – fällt somit erst einmal aus. Ich lieh mir von Christian einen Regenschirm, der in seinem Bungalow für die Fälle aller Fälle bereit stand. Dann ging ich durch den in einen Wasserfall ausartenden Monsunregen die Lamai Beach Road entlang zum Restaurant von Nanee. Sie selbst war noch nicht anwesend. Offensichtlich hielt sie die Verkehrsbehinderungen durch den starken Regenfall auf der Fahrt von Bo Phut nach Lamai etwas auf.

Ich bestellte mir einen Kaffee und wartete. Nach wenigen Minuten fuhr Nanee vor das Restaurant und ihre Mitarbeiter luden den Einkauf aus dem Kofferaum des Honda. Dann winkte sie mir und ich in den gut klimatisierten Wagen stieg ein. Sie fragte, wohin es gehen sollte und ich antwortete, dass mein eigentliches Ziel wohl heute nicht ganz so attraktiv sei. Es würde uns wahrscheinlich aus dem Restaurant wehen bzw. schwemmen – je nachdem. Sie lachte und schlug ihrerseits ein Restaurant vor. Dann ging es im strömenden Regen zuerst durch die Lamai Beach Road und anschliessend weiter zur Hauptstrasse.

Bei einem Teilstück des Weges zum Restaurant überzog eine grosse Pfütze die Strasse. Eigentlich sah es eher aus, wie ein See. Das Wasser floss vom Hang her über die Strasse und sammelte sich dort. Die durchfahrenden Autos und Transporter produzierten grosse braune Fontänen und es spritzte nur so. Schliesslich kamen wir beim Restaurant „Shark Bar“ im „Fisherman’s Village“ an. Es gehört zu einer Bungalow-Anlage und sieht für mich aus, als ob es im „englischen Stil“ erbaut wurde mit viel Holz und Stein. Zwischen den beiden Haupthäusern befindet sich ein grosser Pool, der zum Meer hin mit Palmen eingerahmt ist. Der Blick über das Meer wäre herrlich – bei Sonnenschein. Endlich klarte der Himmel auf und es nieselte nur noch leicht. Gemeinsam gingen wir unter meinem Regenschirm das kurze Stück zum Restaurant.

Das Lokal war fast leer. An einem Billardtisch spielten zwei Engländer mittleren Alters und vertrieben sich so die Zeit. Eine Bedienung fragte Nanee etwas auf Thai und führte uns zu einem Tisch mit Meerblick. Als der Wind nachliess und es gänzlich zu regnen aufhörte, öffnete die Bedienung die Klappladenelemente. Ein schönes Plätzchen. Wir plauderten etwas und bekamen die Speisekarten gereicht. Nanee ist reine Vegetarierin und da ich auch etwas an meinem „Speckgürtel“ arbeiten möchte, bestellten wir gekochtes Gemüse schön scharf gewürzt. Dazu gab es „steamed Rice“. Da ich eine Fischsuppe in der Karte entdeckte, nahm ich diese als Vorspeise.

Ich erfuhr von Nanee, dass sie vor genau 10 Jahren aus Nordthailand hierher gezogen war, um ihr Glück zu machen. Sie erzählte, dass sie aus einem kleinen Dorf in den Bergen käme. Dort gäbe es heute noch kein elektrisches Licht, Strassen ebenso wenig, man lebe vom Reisanbau, Ackerbau und Viehzucht. Sie fahre aber oft und gerne dorthin, um wieder Abstand zu gewinnen vom verrückten Leben hier auf Koh Samui. Als sie vor 10 Jahren hier ankam, gab es überall nur Palmen und keine Strassen in dieser Gegend. Alles hätte sich stark verändert und würde dies sicherlich weiter tun. Sie hätte zuerst in einem Restaurant zu arbeiten angefangen. Langsam hätte sie englisch gelernt und sich hoch gearbeitet. Nun besässe sie ein eigenes Restaurant seit zwei Jahren und ein Häuschen mit zwei Hunden in Bo Phut etwas abseits vom Trouble. Dort findet Sie die Ruhe von der alltäglichen Arbeit im Restaurant.


Die eigentlich als Vorspeise vorgesehene Fischsuppe entpuppte sich als anständiger Hauptgang und wurde auf einem Stövchen in einer Pfanne serviert inklusive Suppenlöffel. Gleichzeitig brachte die Bedienung das gekochte Gemüse und den Reis. Ich fragte, ob man als Vegetarier Fisch essen dürfte, sie verneinte und widmete sich ihrem Essen. Dabei plauderten wir lebhaft über die letzten Reisen von Chris, Mike und mir. Auch von Regensburg und Zürich redeten wir. Ob es da „Sommer“ gäbe. Sie würde hier schon frieren, wenn es mal weniger wie 25 Grad hätte. Es war ein gemütliches Essen mit einer ganz netten Lady.

In einem kleinen Hafen dümpelten einige der typischen bunten Langboote. Da wir noch etwas Zeit hatten, gingen wir hinunter und ich schoss ein paar Bilder vom Szenario. Die Sonne ging langsam unter und so fuhren wir zurück nach Lamai zum Restaurant. Wir verabredeten uns für 23 Uhr, um mit Chris und Mike gemeinsam nach Chaweng zu fahren.

Mike und Chris traf ich dann im Strandrestaurant wieder. Mike hatte sich ein paar T-Shirts gekauft. Nachdem die WLAN-Verbindung wieder funktionierte, konnte ich die ganzen Mails vom Server holen und beantworten. Mike holte ebenso seinen Laptop und setzte sich zu mir. Chris kam dann von seinem Bungalow herüber und Mike ging mit ihm zur „Massaaaaa“ (Massage auf Thai). Ich tippelte die letzten beiden Tage und stellte diese online.

Gegen 22 Uhr duschten wir und machten uns Ausgangsfertig. Chris trafen wir in der Hotellobby. Dann wanderten wir bei lauen Temperaturen die Lamai Beach Road hinauf zum Restaurant von Nanee, die gerade dabei war den Laden zu schliessen. Wir stiegen in ihr Auto und sie fuhr uns nach Chaweng. Ich meinte, dass ich eigentlich auf der richtigen Seite sitzen würde, nur das Lenkrad würde fehlen. Nanee kannte die Strecke, wie ihre eigene Westentasche und parkte das Auto an einem Parkplatz, den wir nie gefunden hätten. Beschilderungen fehlen nämlich gänzlich.

Wir kamen am „Green Mango“ vorbei. Wir kannten den Club nicht. Nur der Sound wummerte auf die Strasse. Eher R&B-mässig. Wir folgten Nanee und erreichten den Eingang. Kein Eintrittsgeld nötig. Wir durchschritten die beiden aufgeteilten Bereiche und fühlten uns ziemlich alleine in dem Laden. So verliessen wir den nach fast allen Seiten offenen Club zur Strasse hin. Ich fragte Nanee, wo denn die Leute am Freitag Abend hingehen würden, wenn nicht hier. Und sie zeigte auf einen Club genau gegenüber. Dort war auch deutlich mehr los. Nur leider wieder R&B-Music. Egal, wir betraten den Schuppen und gingen durch die Tanzenden zur Theke. Dort fragte ich, was sie gerne trinken möchte. Sie zeigte auf die Karte und ich lass „Baileys“. Na gut, dann nahm ich einen Campari auf Eis. Mike und Chris gönnten sich ein „Singha Beer“ und wippten mit der Musik. Chris grinste über beide Ohren. Ihm schien die Aussicht zu gefallen.

Nach je einem weiteren Singha Beer (bis auf Nanee, sie bestellte sich einen Bacardi Breezer und bestand darauf selbst zu zahlen) zogen wir eine Station weiter. Doch Nanee verabschiedete sich, weil sie noch fahren müsste und morgen wieder einkaufen gehen für das Restaurant. So gingen Mike, Chris und ich dann alleine in die „Solo Bar“. Dort gab es zumindest anständige House-Music. Nur die Bar war recht locker gefüllt. Trotzdem blieben wir bis Badeschluss, gegen 2 Uhr morgens.


Wir enterten ein Sammeltaxi und wurden zurück nach Lamai geschunkelt. Der Fahrer schien es recht eilig zu haben und so gingen wir ziemlich an der Deckenstange während der Fahrt. In Rekordzeit erreichten wir Lamai und das Hotel. Mike und ich besorgte noch einen Schlummertrunk im „Seven-Eleven“ und trafen auf Chris, der es sich bereits am Pool auf einer Liege gemütlich gemacht hatte.

Ich öffnete die Flaschen mit dem „17er-Schlüssel“ und wir genossen den Abend am Pool ausklingen lassen zu können. Nur ein laues Lüftchen regte sich. Die Wolken waren verschwunden und gaben den Blick auf die Sterne frei. Ob das ein gutes Zeichen ist? Eventuell klappt es ja doch noch mit dem Badetag morgen. Wir lassen uns immer gerne positiv überraschen. So wie mit Nanee.

PeterPan’s Reisefotos von Koh Samui:

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Vor nach –> „Urlaub auf Koh Samui 08.03.2008 – „Samui Monkey Theater“ oder „Aprilwetter im März„


Urlaub Koh Samui 05.03.2008 – Urlaubseinpacktipp, ein Waran, zwei Strände, vom Shopping, der Cross Champion, Aloe Vera Massage und Abrocken im Sham Rock

5. März 2008

Das WLAN des Hotels funktionierte 2 volle Tage nicht. Nun wechselte der Techniker den Server und die Bits und Bytes fliessen sogar erheblich schneller über die unsichtbare Welle zu unseren Laptops. Wir sitzen bei Kerzenschein an einem Tisch im Strandrestaurant. Eigentlich ganz gemütlich. Sogar die Mücken belästigen uns noch nicht. Gefühlte Temperatur 26 Grad. Die Wellen kommen hörbar heftiger. Es regnete heute (07.03.2008) heftig und fast durchgängig. Aber das Wetter hier ist immer noch um Längen besser, also in Regensburg. Dort steht das Thermometer aktuell bei 1,6 Grad – Vorhersage -1 bis 9 Grad. Für Zürich sind in der nach sogar -6 Grad und am Tag höchstens 6 Grad prognostiziert. Wir schicken auf diesem Weg ein paar Grade hinüber. Nun also zum Bericht von vorgestern:

Tag 11: Die grosse Frage, die man sich vor Antritt der Urlaubsreise immer stellt, ist folgende: „Was zum Teufel soll man einpacken?“ Diese Frage lässt sich zumindest für Koh Samui einfach beantworten: „Gar nichts!!!“ Ganz im Gegenteil: „Räumen Sie vor der Abreise Ihren Kleiderschrank aus und werfen Sie alles weg, was Sie nicht mehr sehen können!!“ Nein, Peterle dreht jetzt nicht komplett durch. Natürlich sollte man nicht nackt zum Flughafen fahren. Erstens kommt man vielleicht dann nicht an und verbringt seine Ferien oder länger in Einzelhaft und zweitens wäre das nun auch wieder zu extrem, aber mein Tipp: „Nehmen Sie einen leeren Koffer mit!“ Und selbst den braucht es nicht, ausser den Reisedokumenten und die Kleidung, welche Sie anhaben. Zumindest auf dem Hinflug. Wie ich darauf komme? Erklärung folgt sofort:

Rechnen Sie im folgenden grob um: 50 Baht = 1 Euro, 500 Baht = 10 Euro usw. Also „Baht“ multipliziert mit 2 und ergibt Euro-Cent (geteilt durch 100 ergibt glatte Euro).

Wir fuhren heute zum Einkaufen. In eines der grossen Shoppingcenter in Chaweng direkt an der Hauptstrasse. Der gigantische Supermarkt heisst „TESCO Lotus“ und liegt direkt von der Hauptdurchgangsstrasse nach Bo Phut bzw. Richtung Flughafen auf der linken Seite. Das „TESCO Lotus“ ist ein Wholeseller, also ein Allesverkäufer. Von der Digitalkamera bis zur Socke und über Früchte bis zum White Snapper gibt es dort ALLES! Auch Koffer! Zuerst sahen wir uns natürlich in der Elektro- und in der Unterhaltungselektronik-Abteilung um.

Wer also einen Speicherchip für Seine Kamera von 2 GB Grösse braucht, bekommt diese Karte für sage und schreibe 549 Baht, was in etwa 11 Euro entspricht. Wer seine Digitalkamera vergessen hat, kauft diese und den Speicherchip für zwischen 6.000  (120 Euro für Kompakt-Digital Olympus mit 7,2 M-Pixel) und 25.900 Baht (510 Euro Spiegelreflex Canon EOS 400D mit Objektiv). Das sind noch relativ „normale“ Preise. Aber jetzt geht’s los:

Weitere Beispiele: Waschzeug – Zahnpasta grosse Packung hält mindestens 2 Jahre lang 49 Baht, Zahnbürste Dr. Best 59 Baht, Palmolive „Aroma Therapy“ Showergel 250 mL 50 Baht, Head&Shoulders Haarshampoo „Ocean Fresh“ 400 mL 151 Baht.

Badehose 190 Baht, Handtuch gross 175 Baht, T-Shirt 1-farbig 69 Baht, T-Shirt gemustert oder bedruckt 99 bis 199 Baht, Hemd einfach Kurzarm bedruckt oder benäht 199 Baht, Hemd Business Kurzarm 299 Baht. Jeanshose kurz 350 Baht. Socken 19 bis 32 Baht. Strandschuhe mit Klettriemen 380 Baht, Turnschuhe Marke Adidas 2.190 Baht. Wer möchte, kann sich noch Krawatten kaufen: 160 Baht (was 3,20 Euro entspricht)

Es gibt alles vom Shivas Regal 12 Jahre alt für 895 Baht bis zur Bärenmarke Kondensmilch (Bear Mark). Von Toblerone Schokolade bis Ricola liegt was das Herz begehrt in den Regalen. Mike hätte zum Beispiel auch den löslichen Kaffee von Nescafe nicht mitnehmen brauchen (175 Baht). Also warum dann irgendetwas einpacken, was es hier auch und zwar viel günstiger gibt? Lassen Sie Ihren Koffer zu Hause. Den gibt es hier in Hartschale in allen Farben und allen nur denkbaren Grössen und Formen für die Rückreise.

Der Vorteil des Einkaufs im Urlaubsland – hier in Koh Samui – ist, dass sie dann erstens von der Warterei auf den Koffer am Flughafen vollkommen befreit sind, Sie schleppen keine grossen Koffer durch die Gegend und am Ende der Reise nehmen Sie nagelneue Kleidungsstücke mit, die sicher kein anderer in Ihrem Heimatstädtchen hat, weil es diese nicht im H&M oder C&A oder sonst wo zu kaufen gibt. Nicht mal bei Hugo Boss oder einem anderen Edelladen bekommen Sie eine exklusivere Ware; denn einmal fertigen die Firmen eh in Asien und zweitens ist die Kollektion eigentlich für das Zielpublikum des Reiselandes konzipiert und entworfen.

Allerdings folgt für grosse Menschen in Asien ein Konfektionsgrössen-Problem. XL ist nicht nach europäischen Grössen geschneidert 🙂 Probieren hilft! Und die Ladies unter unserem Publikum müssen leider einsehen, dass Grösse 36 auf thailändisch etwas kleiner ist 🙂 Aber der Hauptvorteil der ganzen Massnahme: Es kostet erheblich weniger sich hier neu einzukleiden! Und: Sie dürfen Klamotten bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 20 Kilogramm einkaufen. Falls Sie den Kofferkauf nicht am Ende vergessen.

Aber nun zum heutigen Tagesablauf: Chris weckte uns gegen 9 Uhr. Nach dem Duschen liefen wir zum Frühstücken. In der Nacht hatte es noch geregnet, nun schaute die Sonne ab und zu durch die Wolken. Tagesplanung: Wir sahen auf dem Rückweg von Nathon vor ein paar Tagen am Strassenrand mehrere Läden, die Rattan- und Dedon-Faser-Möbel auf der Strasse oder im Geschäft selbst ausstellten. Da ich von einer Reportage her wusste, dass Dedon die Möbel in Asien selbst herstellen lässt, könnte man ja beim Erzeuger selbst einmal die Preise abfragen. Speziell interessierten mich die geflochtenen Terrassen-Liegen (Beach Bed). Aber auch die grossen Holzschnitzereien und Möbel, die wir im Mr. Samui vor Tagen sahen, wären interessant.

Daher trafen wir uns nach dem Frühstück gegen 11 Uhr in der Hotelhalle. Auf dem Weg dorthin sah ich ein aus Österreich stammendes Paar, das vom Pool aus auf die Lagune blickte und rege diskutierte. Die beiden hatten einen Leguan oder Waran entdeckt, der in der Lagune schwamm. Dann starteten wir unsere Fahrt mit den Motorrädern Richtung Nathon. Immer Ausschau haltend nach einem speziellen „Beach Bed“, dass ich auf der letzten Rückfahrt am Strassenrand sah. Der Verkehr lief locker dahin und so landeten wir nach etwa 40 Minuten hinter Mae Nam. Aber so weit konnte der Laden nicht hinter Chaweng gewesen sein. Ich erinnerte mich, dass er zwischen Bo Phut und Chaweng sein musste. Somit hielten wir an der nächsten Rastmöglichkeit mit der Option etwas zu trinken am Strassenrand an. Wir stellten die Motorräder ab und setzten uns vor das thailändische Restaurant. Es handelte sich dabei um ein sehr einfaches Lokal. Eine Dame kochte direkt im Wirtsraum und die Bestuhlung bestand aus Plastikstühlen. Hier verpflegten sich die Koh Samuianer – von Touristen keine Spur. Sehr gut!

Wir bestellten drei Mal Cola und die Köchin brachte die Flaschen mit Strohhalm an unseren Tisch. Wir plauderten über die Fahrt und die vorbeifahrenden teils kuriosen Vehikel. Mike besuchte die einfache Toilette und kam grinsend und darüber berichtend zurück. Im Gebäude nebenan schraubten zwei Thai an einem Roller herum. Auf diesem Landstrich schlug man sich noch nicht gross mit dem Massentourismus herum. Zumindest spürten wir davon nichts. Mike bezahlte die Drinks (90 Baht) und wir wendeten die Motorräder und fuhren die Strecke gemütlich zurück. Wir mussten den Laden übersehen haben.

Bei Bo Phut bogen wir links ab, weil Chris sich den Strand dort ansehen wollte. Wir fuhren in eine Sackgasse hinein, die direkt am Strand mit einem Holzpavillon endete. Dort stellten wir die Motorräder ab und gingen zwischen einem Restaurant und dem Pavillon hinunter zum Strand. „Schöner feiner Sand“ meinte ich und das Meer überzogen nur wenige flache Wellen. Ich schoss ein paar Fotos und Chris meinte „Gesehen! Fahren wir wieder!“. So setzen wir gleich wieder unsere Suche nach dem Laden mit der geflochtenen Strandliege fort.

Chris fuhr voraus; denn er konnte sich ebenso an das Geschäft erinnern. Nach wenigen Kilometern sahen wir vor einem neuen Geschäftshauskomplex zwei Liegen stehen. Wir parkten die Motorräder und ich betrat das Geschäft „Beautiful World – Furnitures and Interiors“. Eine blonde junge Nordmännin sass hinter einem Computer. Im Geschäft selbst standen ein typisches Holzbett, eine schöne tiefe Sitzgarnitur und weitere thailändische Möbel. Die ungefähr 25-jährige Blondine stellte sich als „Silka“ (aus Schweden stammend) vor und fragte freundlich nach, was ich suchen würde. Ich antwortete, dass ich vor zwei Tagen auf dieser Strasse unterwegs war und ein Beach Bett in Form eines Blattes (Leaf) gesehen hätte. Ob ich hier richtig wäre. Sie meinte, ob es sich um das Bett draussen handeln würde. Leider nein; denn das aus meiner Erinnerung wäre aus brauner Faser geflochten. Sie bat mich meine Kontaktdaten aufzuschreiben, dann würde sie mir die Kollektion per Mail zusenden. Ausserdem bestände die Möglichkeit ein Angebot zu erstellen inklusive „Shipping“ in das Herkunftsland. Ich schrieb meine E-Mailadresse auf ein Blatt Papier und bedankte mich für die Hilfe.

Mike und Chris rauchten draussen und sahen sich die Liegen an. Ausserdem lachten sie über ein Elektrogeschäft auf der anderen Seite, das den unmöglichen Namen „Wattanaporn Electric“ in grossen goldenen Lettern über dem Eingangsportal trug. Dann bestiegen wir erneut die Motorräder und setzten unsere Fahrt Richtung Chaweng fort. Chris hielt dann bei einem Geschäft, vor dem er das „Beach Bed Leaf“ in braun entdeckte. Es hiess „Seaside Decor“ und führte Möbel aus synthetischem Rattangeflecht. Die Faser selbst stammt von der Firma Rehau, wie wir auf original Plakaten lesen konnten. Wir stellten die Motorräder ab und gingen hinein. Wir wurden von einer netten Thailänderin empfangen, die uns sofort die Liege zeigte. Aus dem Katalog entnahm sie den Preis (24.000 Baht entspricht 480 Euro). Ich bat um ein Angebot inkl. Shipping und übergab meine E-Mail-Adresse. Dann sahen wir uns im Katalog noch die weitere Kollektion 2008 an. Vor der Pharmacia gegenüber stand ein schöner alter VW-Käfer mit Weisswandreifen, der sofort abgelichtet werden musste.

Anschliessend fuhren wir zu oben bereits ausführlich beschriebenen Supermarkt „TESCO Lotus“ und während Chris in einem Lokal wartete, kauften Mike und ich Bekleidung, Säfte und Duschgel ein. Wir verluden die Einkäufe in die Taschen und in das Staufach des Rollers und fuhren zurück nach Lamai. Als wir vor dem Hotel parkten, kam uns der Cross-Champion nach. Wegen Motorräder-Check sollten wir die Fahrzeuge zu ihm bringen, was wir natürlich sofort taten. Vor seinem Geschäft angekommen setzten wir uns und er erzählte, dass er zwar die örtliche Polizei in Lamai „belohnt“ hätte, er aber gehört hätte, dass in Chaweng in den nächsten Tagen eine Verkehrskontrolle durchgeführt werde. Wir wunderten uns eh schon, dass wir ohne Fahrzeugkennzeichen fahren durften. Er meinte zwar, dass dies in Ordnung ginge und er monatlich zahlt, aber wir glaubten nicht, dass das Geld an die Versicherung ginge.

Er gab uns das Kompliment, dass er selten so gute Kunden hätte, die so auf die Motorräder aufpassen würden. Andere Kunden würden mit Wheelies durch die Strassen fahren und die Cross-Motorräder aufs Äusserste belasten. Er hätte uns immer sehr gemütlich am Laden vorbei fahren gesehen und das spreche für einen gelassenen Fahrstil. Wir bezahlten die restlichen Tage des Verleihs (500 Baht pro Tag und Töff) und er bot uns an, in den nächsten Tagen die Motorräder wieder abzuholen. Wir bedankten uns und ich schoss noch ein Foto von „Wat“, wie er sich nannte vor seinen vielen Pokalen.

Wir liefen das kurze Stück zurück zum Hotel und kamen dabei an unserem Stamm-Massagesalon vorbei. Den Ladies versprachen wir, dass wir nach dem Strandbesuch noch zum Kneten vorbeikommen. Im Hotel angekommen, schnappten wir uns das vom Hotel immer bereitgelegte blaue Handtuch und schlenderten hinunter zum Strand. Chris kam uns nach und wir suchten uns drei Liegen aus, die noch von der hinter dem Berg verschwindenden Sonne beschienen wurden.

Während Chris langsam die Müdigkeit überkam und Mike mit seinem I-Pod im Ohr beschallt wurde, zog ich mich aus und sprang kurz ins Meer. Anschliessend entspannte legte ich mich zu den anderen beiden zum Entspannen.

Nachdem die Sonne gänzlich gegen 18 Uhr verschwand, beschlossen wir uns auf das Zimmer zurück zu ziehen. Mike liess sich aufs Bett fallen und schlief sofort ein. Ich duschte zuerst und schaltete den Laptop ein, um die Bilder auf den Server zu laden. Die Verbindung zum WLAN-Netz gestaltete sich schwierig, was den Upload deutlich verzögerte. Dann schlief auch ich ein. Bis um 20 Uhr Chris an der Tür klopfte. Mike erwachte und öffnete verschlafen die Tür. Er duschte und zog sich an.

Wir gingen im Anschluss zum Massagesalon und liessen uns von den Mädels bei einer einstündigen Aloe Vera Behandlung verwöhnen (400 Baht). Danach bekamen wir einen Kaffee spendiert und setzten uns vor den Salon. Eine der Masseurinnen naschte die typischen Leckereien. Irgendwelche frittierte Käfer und genauso zubereitete Heuschrecken. Lecker!

Nachdem wir ein wenig mit den Damen geplaudert und gelacht hatten, verabschiedeten wir uns und schlenderten zum Restaurant „Sri Nuan“. Doch die Bedienung teilte uns mit, dass sie gerade schliessen möchten. Es war ja schliesslich schon 22:30 Uhr. Aber das machte uns nichts aus „See you tomorrow“ Und wir kehrten um.

Die Vorstellung im McDonald essen zu müssen, liess uns erschaudern. Irgendein Restaurant muss doch in Lamai noch geöffnet haben. So zogen wir gemütlichen Schrittes die Lamai Beach Road entlang und landeten schliesslich bei einem noch geöffneten Restaurant. Das Restaurant heisst „J. Jing Jai“ und bietet hauptsächlich vegetarische Speisen an. Aber auch typisch thailändische Gerichte. Wir durften uns den Tisch aussuchen und erhielten die Speisekarten. Chris nahm ein Wasser und Red Chicken Curry. Mike und ich je einen Mango-Saft (was sonst) und frittierte Chickenstücke und Gemüse – dazu Reis. Eine Thai, die sich später als Geschäftsführerin mit dem Namen „Nana“ vorstellte, brachte die Speisen nach kurzer Zeit. Wir liessen es uns schmecken und nahmen im Anschluss noch einen Kaffee zur Zigarette. Dabei plauderten wir mit Nana über den heutigen Ausflug und thailändische Möbel. Sie erzählte uns, dass sie schon seit 10 Jahren Ich fragte, woher die Schnitzereien und Möbel im Restaurant stammen würden und sie bot uns an, uns an einem der nächsten Tage nach Bo Phut zu ihrem Hauslieferanten zu fahren. Wir nahmen das Angebot gerne an und bezahlten kurz darauf die Rechnung; denn wir waren mittlerweile die letzten Gäste. Nana hatte sich ebenso zurecht gemacht, um das Restaurant zu schliessen und wir verabschiedeten uns.

Chris und Mike liessen sich gestern Abend ja ohne mich massieren und besuchten im Anschluss daran eine Lokal, in dem bis um 1 Uhr eine Rockband spielte. Dorthin wollten wir noch gehen. So passierten wir den „roten Platz“ mit den vielen Animierpavillons und hörten nach wenigen Metern die Rockmusik. Die Rock-Kneipe „Samui Sham Rock“ befindet sich noch vor dem „Bauhaus“ auf der rechten Seite. Wir betraten den offenen Sitzplatzbereich, stellten uns dann aber in geeigneter Entfernung an die Bartheke. Mike bestellte ein „Erdinger“ – Chris und ich ein Singha-Beer. Die Live-Band bestand aus 5 Musikern. Drei davon waren Mädels. Eine spielte Leadgitarre, die andere Bassgitarre und die dritte liess Schlaginstrumente erklingen. Ab und zu gingen Gastmusiker auf die Bühne. Der eine setzte sich bei einem von Judas Priest (Breakin‘ the Law) ans Schlagzeug. Ein anderer übernahm die Leadgitarre bei einem Stück von Jimmy Hendrix und AC/DC (TNT). Von Tina Turner bis Bon Jovi reichte das Repertoire der Band und die thailändische Rockband heizte den Gästen gehörig ein.

Als die Band gegen 1 Uhr zu spielen aufhörte, verliessen wir das „Samui Sham Rock“ und schlenderten durch fast leere Strassen zurück zum Hotel. Unterwegs trafen wir eine der Masseurinnen aus unserem Stamm-Salon, die ebenfalls auf dem nach Hause Weg war. Wir begleiteten Sie bis zu unserem Hotel und verabschiedeten uns dann. Morgen möchten wir einen Sonnentag einlegen, falls das Wetter es zulässt. Falls nicht, dann fahren wir mit „Nana“ vom „J. Jing Jai“ zu ihrem thailändischen Hoflieferanten nach Bo Phut. Langweilig wird es uns auf jeden Fall nicht.

PeterPan’s Shopping-Tipp:

TESCO Lotus
Samui Ring Road, Chaweng North
1/7, Moo 6, Tambon Bo Phut
84320 Koh Samui, Suratthani, Thailand
Tel: 0 7724 5400-24
Fax: 0 7724 5426
Website: http://www.tescolotus.com

PeterPan’s Restaurant-Tipp für Lamai:

J. Jing Jai – Sharaira Restaurant
Lamai Beach Road
Tel: +66 77 233271 or +66 8 1719 4939
P.O.Box, 101 Chaweng, Koh Samu, Suratthani, Thailand 84320

The Samui Sham Rock Irish Pub & Restaurant
124 / 144 Lamai Beach Road, Tambon Maret,
Koh Samui, 84310, Thailand
Tel: +66 (0)81597 8572
Email: info@thesamuishamrock.com
web: http://www.thesamuishamrock.com

PeterPan’s Reisefotos von Koh Samui:

<— Zurück zu „Urlaub Koh Samui 04.03.2008 – Am Tag als der grosse Monsunregen kam“

Vor nach —> „Urlaub auf Koh Samui 06.03.2008 – „Immer nur lächelnd im Land des Lächelns“ und „Ertappt! Die früh-morgendliche Liegenschlacht live aus Koh Samui!“„


Urlaub Koh Samui 27.02.2008 – Arche Noah, Strand, schönes Haar, Massage und Krabben in Bambus

27. Februar 2008

Es ist 2:30 Uhr bei uns in Koh Samui. Also bei Euch 20:30 Uhr. Während Mike bereits genüsslich im Bett liegt und vor sich hin rüsselt, nehme ich mir die Zeit den heutigen Tag zusammen zu fassen. Morgens und 8 Uhr wachte ich durch ein Rauschen auf. Ich stand schlaftrunken und leicht genervt auf und wollte die Klimaanlage ausschalten. Der Schalter stand aber bereits auf „Aus“! Was rauscht dann bitte so laut?

Ich ging zur Balkontür und schob den Vorhang zur Seite. Es schüttete wie aus Eimern! Während ich mir die Kamera schnappte und die Balkontür zur Seite schob, erwachte Mike und fragte mich verschlafen, was denn los sei. Ich meinte nur „Ich glaub wir sollten aus den vorhandenen Holzteilen der Möbel im Zimmer eine Arche bauen!“ Mike sah sich den Wasserfall vor unserem Fenster an und entgegnete: „Wahrscheinlich hat es Chris mit seinem Bungalow ins Meer getrieben.“ Ich fantasierte weiter: „Der hat sich aus dem Bettlaken McGyver-mässig ein Segel gebaut und ist sicher auf dem Weg nach Bali!“

Da ich schon mal wach war, entschloss ich mich gleich unter die Dusche zu gehen. Kurzzeitig überlegte ich, ob ich mich nicht gleich neben den Pool stelle und einseife – sozusagen als „klimaverträgliche und Grundwasser sparende Alternative“. Doch nach kurzer Zeit hörte es auf zu regnen und die Sonne lugte zwischen den Wolken hervor. Nur der Wind blieb.

Wir zogen uns an und watschelten durch den frisch gegossenen Tropengarten zum Strandrestaurant. Der Bungalow von Chris stand noch da. Im Restaurant sass Chris bereits an einem Zweiertisch – sichtlich etwas genervt. Als er uns sah, deutete er auf einen gedeckten 3er-Tisch und wir setzten uns. Die Bedienung brachte Kaffee, Mike und ich besorgten uns vom Buffet je ein frisches Spiegelei, das uns eine Koh-Samui-anerin auf der Pfanne speziell anrichtete. Dann erzählte uns Chris, was seine Stimmung schon früh morgens verhagelt hatte.

Er kam ins Restaurant, sass noch gar nicht richtig, da kam einer der Österreicher und nahm sich von seinem Tisch das zweite Gedeck. Ohne zu fragen oder nur mit der Wimper zu zucken. Er bat den Haberer dann in feinster oberpfälzer Freundlichkeit das doch bitte zu unterlassen, schliesslich gäbe es ja dafür die netten und zuvorkommenden Bedienungen, um neu aufzudecken. Na, und das mit dem Wetter kam noch dazu.

Der Wind bliess ordentlich und die herab gelassenen seitlichen Markisen konnten den Wind nur mit Mühe von der Restaurant-Terrasse abhalten. Dann das nächste Schauspiel: Kaum konnte man in der Ferne die ersten Wolkenaufhellungen erkennen, sprangen die Touris von der Terrasse und reservierten mit ihren Handtüchern und Strandtäschchen die Holzliegen. Wir schüttelten nur noch den Kopf. Besonders, weil der Wind teils die Handtücher davon fliegen liess. Und zwar in den frischen feuchten Sand. *chichiiii*

„Egaal, mir ham koan Stress – weil, mir san im Ualaub!“ Wir bestellten erst einmal Kaffeenachschub und diskutierten die Lage. Mike und Chris planten „Einkaufen“ zu gehen. Mike braucht neue Badeschlappen; denn seine nagelneuen 70 Euro teuren Markenschlappen von GEOX „Respira“ hinterlassen zwischen der grossen und der nächsten Zehe nicht nur schmerzende Druck-, sondern auch noch offene Scheuerspuren. Also müssen neue besser passende, wenn auch gefakte, her. Chris stellte fest, dass offensichtlich nicht nur das Hautpflegeöl ausgelaufen war und einen Teil seiner Wäsche infiltrierte, sondern zusätzlich seine elektrische Zahnbürste im Koffer während des Fluges eingeschaltet war. Die letzten Tage putzte er aus Mangel an Batterieladung mit der elektrischen auf die alte manuelle Art. Ergo: Batterien kaufen!

Und ich plante mein wenig wind- und wetterangepasstes Haar kürzen zu lassen. Den Frisör entdeckte Chris schon zwei Tage zuvor in der Nähe. Wir beendeten das Morgenmahl und wanderten durch die Hotelanlage, dann rechts über die Brücke, gleich wieder links abgebogen und kamen nach nur 100 Metern beim Frisör an. Die Lady meinte im typisch schwer verständlichen Thai-Englisch, dass die Friseuse erst gegen 14 Uhr wieder eintreffen würde. Na gut, dann tippe ich den gestrigen Tag im Hotelzimmer – Mike und Chris gehen derweil Einkaufen. Die Wolken liessen nun doch die Sonne durch und es wurde sofort merklich schwüler.

Um 11 Uhr klopfte es an meiner Zimmertür. Mike und Chris waren nach nur 45 Minuten wieder eingetroffen. Ich lud den gestrigen Urlaubsbericht samt Bilder ins Netz. Dann schnappten wir uns die Badesachen und gingen wieder hinunter am Strandrestaurant vorbei und ich blickte auf’s Meer. Als ich mich umdrehte, waren Chris und Mike verschwunden. Beide diskutierten mit den Masseurinnen und grinsten über beide Backen. Chris deutete mir an, dass er und Mike sich einer Ölmassage unterziehen. Ok, dann suche ich mir eine Liege im Schatten aus und ruhe etwas aus. Nur von was ist die Frage 🙂

Die „Schlacht um die Sonnenliegen“ mit dem typisch eigentlich deutschen Handtuchwurf ausgeführt von Österreichern schien umsonst gewesen zu sein; denn nur wenige Liegen waren tatsächlich von sich sonnenden Personen belegt. Ganz in der Nähe der Massageeinrichtung – einer grossen flachen überdachten und vom Wind geschützten Massage-Holzliege – konnte ich mich im Schatten niederlassen. Schatten finde ich in den ersten Tagen besser; denn die feine ganzjährige Büroblässe muss sich erst wieder langsam an die hier fast senkrechte Sonneneinstrahlung gewöhnen.

Grinsend verfolgte ich, wie zwei der Masseurinnen Mike und Chris so richtig durchwalkten und verbogen. Tja, das muss einfach gesund sein. Eine Stunde kostet übrigens im Schnitt 300 Baht (etwa 6 Euro). Zur Info für alle Wellnessfans. Ich schnappte mir die Kamera und schoss ein paar Bilder von der Behandlung.

Während die beiden Companieros im sanft-harten Griff der Thailänderinnen lagen, wanderte ich den Strand entlang. Offensichtlich tobte weit draussen ein heftiger Sturm; denn das Meer schäumte und die etwa zwei Meter hohen Wellen schwemmten allerhand Material an den Strand. Tags zuvor las ich in einer örtlichen Zeitung von der Initiative „Haltet den Strand sauber“. Tja, wenn das Meer halt nicht so hinterhältig wäre und den ganzen zuvor eingesammelten Plunder wieder unversehens zurück ans Land spucken würde. Aber die Natur holt sich auch vieles wieder zurück. So finden Muscheln es scheinbar witzig sich an Plastikflaschen zu kleben.

Etwas weiter fand ich ein etwa 3 Meter langes Bambusrohr mit etwa 10 Zentimeter Durchmesser. Meertang hing an der Aussenseite. Ich dachte noch „das wäre doch ein hervorragender Unterschlupf für Krebse und/oder Krabben“, bückte mich und sah in das eine offene Ende. Ha! Tatsächlich, zwei kleine Krabben lugten ängstlich hervor. Digicam eingeschaltet und mehrfach abgelichtet. Ich fotografierte auch ein grösseres Treibholzstück mit unzähligen Muscheln darauf. Nach etwa einer halben Stunde drehte ich um und latsche dort im Sand entlang, wo das Meer schäumend auf das Land trifft.

Auch Chris und Mike kam von der Massage herüber. Beide grinsten immer noch über beide Ohren und benötigten zur Beruhigung einen Kaffee samt Zigarette. Wir entschlossen uns dann die Stellung zu wechseln und bis in den späten Nachmittag unter einem grossen Baum zwischen Restaurant und Strandbar etwas zu Relaxen. Ich ging sogar kurz ins schäumende Meer! Aber ich kam mir vor, wie in der Waschmaschine: Unten kommt die Strömung von der zurück fliessenden Welle, während oben die nächste dicke Welle anrollt. Man hüpft und taucht und rudert ohne Ende. Gut, dass es so flach ist. So hat man fast immer festen Boden unter den Füssen. Übrigens: Rettungsschwimmer hat es keine. Zumindest nicht in unserem Strandabschnitt. Chris meinte auch, dass es die sonst auch nicht braucht. Das Meer wäre um diese Jahreszeit sonst „brett’l-eben“, blau und klar.

Kurz nach 14 Uhr entfernte ich mich vom Strand, um den Friseurladen „um’s Eck“ aufzusuchen. Die junge Lady liess mich auf dem Stuhl Platz nehmen, wickelte den Umhang über meine Schulter, wusch mein Haar (samt Kopfhautmassage) und ich versuchte zuerst auf Englisch, dann mit den Fingern die gewünschte Haarkürzung zu erklären. Die Konversation gestaltete sich interessant; denn ich verstand das wenigste Thai-Englisch. War da nicht etwas mit dem „r“? Deshalb machte ich mir den Spass den Spiess umzudrehen. Ich fragte, die Friseuse antwortete. So erfuhr ich, dass sie seit 5 Jahren auf Koh Samui lebte und eigentlich vom Festland an der Grenze zu Malaysia käme, ihr der Job einigermassen Spass macht und hinten im Nebenraum betreibt sie mit einer Kollegin eine Wäscherei. Dabei deutete Sie durch die Tür zur Waschmaschine, davor sass die Kollegin und sortierte einen Haufen mit Klamotten. (1 kg Wäsche für 30 Baht inkl. Bügeln). Der Haarschnitt passte, gefiel und war mit 150 Baht plus Trinkgeld nach 30 Minuten erledigt.

Frisch und schön schlenderte ich zurück zum Strand und besorgte mir als erstes einen Kaffee im Restaurant. Dann legte ich mich zu Chris und Mike in den Halbschatten des grossen Baumes. Als die Sonne langsam hinter den landeinwärts sich auftürmenden Wolken verschwand, packten wir unsere Sachen und zogen uns auf die Zimmer resp. in den Bungalow zurück. Apropos „Bungalow“: Bei der Gelegenheit sei der elektrische „Hausanschlusskasten“ und der „Hauptsicherungsautomat“ erwähnt. Den Anschlusskasten hat sich auch die Natur zurück geholt. Es wächst irgendwas blumiges heraus. Und dem Hauptschalter schalten nur Wagemutige.

Wir trafen uns gegen 20 Uhr in unserem Zimmer. Frisch geduscht und zum Abendessen hergerichtet. Diesmal planten wir eine lokale Lokalität aufzusuchen – in Lamai. Dort hatten wir uns vorgestern untergestellt, als es zu regnen begann. Also wanderten wir die wenigen Meter zu diesem Lokal (Name folgt noch) und platzierten uns an einem Tisch zur Strasse hin. Eine Bedienung brachte die Speisekarte und nahm während wir diese studierten die Getränke auf. Mike nahm einen Kokos-, ich einen Mangosaft und Chris wie üblich ein Cola.

Da es sich um ein original thailändisches Lokal handelte und wir in Thailand Urlaub machen, wäre es Blödsinn gewesen italienische Nudeln oder Pizza zu bestellen (welche es auch auf der Karte hatte). Wir wählten natürlich etwas gutes Thailändisches – logisch „spicy!“. Und uns wurde wirklich warm beim Essen. Da half kein kühlender Windhauch, der ab und zu durch das Lokal wehte und kein Lutschen irgendeines Eiswürfels. Durchhalten Männer! Rechnung für drei Personen mit jeweils einer Vor- und Hauptspeise samt Getränken etwa 700 Baht (zum Selbstumrechnen).

PeterPan mit Thaifood abgefüttert und wer erkennt es? Mit kürzeren Haaren! (genau hinsehen! oben!)

Nach dem schon wieder üppigen Mahl – mir hätten eigentlich die 4 grossen Frühlingsrollen gereicht – schrie der Körper förmlich nach Bewegung. Aber ganz langsam und gemütlich. Wegen der schwülen Luft (und gefüllten Bäuchen) gingen wir nur sehr langsam die Hauptstrasse in Lamai entlang. Als wir noch im Restaurant sassen, fuhr mehrmals ein Werbeträgerkleintransporter vorbei. Auf dem Plakat stand, dass es im „Club Bauhaus“ Cocktails für 99 Baht geben würde. Na gut. Überredet! Das Ziel wäre ausgemacht.

Das Gesamtszenario in Lamai ist allerdings deutlich ruhiger und wesentlich überschaubarer, als in Chaweng. Weniger Touri-Krimskramsläden mit dem sich wiederkehrenden Warenangebot, weniger Massagesalons, weniger pakistanische Massschneider, überhaupt ist alles sehr gemütlich für einen Urlaubsort. Wenn da nicht der groteske Platz mit den Mädchenbars wäre, könnte man sich fast dran gewöhnen. Aber „Sex sells“ und wo ein Markt ist, braucht man auf das Angebot nicht zu warten.

Wie alt ist die Parodiestory von Gerhard Polt? „Mai Ling“ (zum Video 1979)? Über 15 Jahre? Ja habe die Ehre! Und es ist grösstenteils wirklich hammermässig hinter welchen Gestalten die teils wirklich ansehnlichen Mädels da wenig motiviert dreinlaufen. Aber auf der anderen Seite gibt es auch positive Beispiele. Ich will da gar nix abstreiten. Kenne da selbst ein Pärchen in Regensburg, welches mittlerweile über 20 Jahre zusammen lebt und geschäftlich soweit ich weiss auch ein kleines Thai-Imperium aufgebaut haben. Aber die beiden haben sich sicher nicht hier kennen gelernt. Und wenn ich da an Silla aus Bodrum denke.. Aber das ist auch mehr als 20 Jahre her, waren komplett andere Randbedingungen und das gehört nicht hierher, odrrr? 😉

Backflash: Von der „Cocktailparty“ ist im Club „Bauhaus“ selbst nicht viel zu spüren. Verschiedenste Touristen und einheimische Gäste unterschiedlichstem Alter und verschiedenster Nationalitäten sitzen vor den Bartheken. Unser Platz vom letzten Mal an der Theke mit Aussicht ist frei und wir entschliessen uns dort Platz zu nehmen. Mike bestellt seinen obligatorischen „Singapore Sling“, ich den „kann ich mir schon wieder nicht merken, ich sag immer Batida de Coco, ist es aber nicht“ und Chris ein „Singa-Bier“. Wir hören der heute etwas gemischteren Musik zu und beobachten das Szenario. Eigentlich ein guter Platz mit Aussicht; denn irgendwie habe ich das Gefühl, dass jeder irgendwann mal in den „Seven Eleven Laden“ gegenüber zum Einkaufen geht/fährt. Und wir erkennen auch den ein oder anderen wieder vom letzten Mal, als es so schwer regnete. Aber irgendwie will heute keine Stimmung aufkommen.

Dann bringt ein Werbungsverteiler einen Flyer vorbei und legt diesen vor uns auf die Theke. Morgen Donnerstag findet die „Escape“-Party an der Lagune in Chaweng statt. Chris kennt die Freiluftveranstaltung von vor zwei Jahren und erzählt darüber. Das schauen wir uns morgen auf jeden Fall an. Und am Freitag ist „Halbmondparty“. Naja, die Abende scheinen gerettet zu sein. Wir zahlen und verlassen das „Bauhaus“. Chris meint, er hätte in einem Reiseführer von einem Club in Lamai gelesen „Super Sub“ oder so ähnlich. Wir fragen an einem Taxistand zwei Fahrer. Beide verstehen zuerst uns nicht und als diese uns verstehen, verstehen wir sie fast nicht. Aber soweit wir die Worte interpretieren können, schein der Club gegenüber dem grotesken Mädels-Bar-Platz zu sein. Gut, machen wir uns auf die Suche.

Auf der Suche nach dem Club „Super Sub“: Wir kommen an besagter Stelle an. Zwei schillernd verkleidete Transen stehen am Eck und drücken uns einen weiteren Flyer in die Hand. Gleich in der Bar, dort wo wir das „Super Sub“ vermuten, wäre eine Cabaret-Veranstaltung. Na, das brauchen wir jetzt wirklich nicht. Aber wir müssen da vorbei. Egal, beim Passieren des Lokals sehen wir ganze Touri-Familien samt Kind und Kegel (um kurz vor Mitternacht?) an den Tischen sitzen. (???). Dann müssten wir eigentlich den Ort erreicht haben. Vom „Super Sub“ aber keine Spur. Kein „Sie haben die Zielstrasse erreicht“ ist zu hören. Vor uns ein anderer Club namens „Seed“ (spannender Name).

Davor auf einem Barhocker eine junge Thailänderin. Ich geht zu ihr und frage nach dem „Club Super Sub“. Sie deutet mir an, dass sie kein Englisch versteht. In diesem Moment kommt ein junger Thailänder mit einer Art Uniform die Treppe herauf. Ich frage, ob er Englisch versteht. Er verneint. Ich denke „Tolle Einstellungsvoraussetzungen“. Dann ruft mich Chris und winkt. Direkt neben dem „Seed“ hinter Gebüsch eine Reklametafel – unbeleuchtet. Darauf steht „Super Sub“. Nicht nur das Schild sieht etwas mitgenommen aus, auch der gesamte Vorhof (ehem. Parkplatz) ist mit mobilen Absperrung begrenzt. Da lebt nichts mehr. Der junge Thailänder mit der Uniform kommt zu uns und zeigt auf das Gelände „Super Sub closed“. Dafür drückt er uns Gutscheine des „Seed“ in die Hand. Beim „Seed“ scheint es sich um eine Tabledance-Bar zu handeln. Wir bedanken uns freundlich und lehnen ab.

Jetzt ist aber „Ende Patente!“. Wir gehen zum Hotel zurück. Auf dem Weg dorthin besorgen Mike und ich noch den gestern angesprochenen „Notfall-Pack“ (3 Singa-Bier) in einem der „Seven Eleven Läden“. Wir lassen den Abend an der hoteleigenen um diese Zeit nicht mehr geöffneten Strandbar mit Blick auf das rauschende Meer ausklingen. Teils sitzen wir nur das Ambiente geniessend da, teils lassen wir das heute Geschehene Revue passieren und teils befassen wir uns mit dem, was morgen eventuell ansteht. Denn das Wetter soll so wechselhaft bleiben und in der ferne blitzt es bereits. Aber das macht nix; denn wir sind spontan, odrrr?

PeterPan’s Reisefotos von Koh Samui:

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Vor nach „Urlaub Koh Samui 28.02.2008 – Frühstücken um 15 Uhr und aktuelle Wetterlage“ —>


Urlaub Koh Samui 26.02.2008 – Besser Dinieren in Chaweng – oder „Wer suchet der geniesst“

26. Februar 2008

Heute schliefen wir wirklich lang. Wenn ich dann einmal erwachte, sah ich aus der gläsernen Terrassentür, erblickte blauen Himmel und den Sonnenschein auf dem Dach des Hotels „Patio“ gegenüber, merkte, dass Mike auch noch schlief, sah auf die Uhr, egal, und nickte erneut ein. Mike muss zwischendurch auch immer wieder erwacht sein; denn er erzählte hinterher, dass er das „Do not disturb“-Schild an die Tür gehängt hatte. So blieben wir verschont von der „Putze“. Chris meldete sich gegen Mittag. Er sei am Strand – die Sonne scheint. Seit gestern vermutet er kleine Haustiere im Bungalow zu haben und die Glühbirne im Bad hätte sich laut krachend beim Einschalten verabschiedet.

Mike und ich schliefen weiter. Erst gegen halb zwei rappelten wir uns die Augen reibend hoch. Zuerst ging ich duschen, Mike machte Kaffee und dann wechselten wir uns ab. Vor der Abreise packte Mike geistesgegenwärtig den löslichen Kaffee ein. Die Milch dazu kauften wir in einem Laden in Lamai schon gestern. Ohne Kaffee geht gar nix am Morgen – äh – nach Mittag.

Wir packten unsere Badesachen zusammen und verliessen das Hotelzimmer, schlenderten den Weg zum Strand durch die Bungalows entlang. Unten angekommen, blickten wir zuerst über das Meer hinaus. Mike meinte nur „Is des scheee!“. Wir wandten uns dem Strandrestaurant zu „Erst mal einen Kaffee“ und setzten uns in die erste Reihe an den schweren Holztisch und ich legte die Füsse auf den Stuhl neben mir. Die hölzernen Sonnenliegen im Schatten vor dem Strandrestaurant waren vollständig bis auf wenige gefüllt mit sich sonnenden mehr oder weniger ansehnlichen Personen. Einige davon schienen schon länger hier zu sein – eher braun – und einige erst vor Kurzem angereist – blass oder mittlerweile leicht rötlich. Auf jeden Fall durchgängig europäisch.

Mike winkte dem Ober und bestellte zwei Kaffee. Ich klappte meinen Laptop auf und versuchte mich ins WLAN einzuwählen, was auch sofort funktionierte. Das gesamte Areal des Hotelkomplexes schien komplett WLAN-vernetzt zu sein. Während ich begann die Bilder von gestern von der Speicherkarte auf den Laptop zu speichern, servierte der Ober den Kaffee. Langsam gewöhnt man sich an dessen Stärke. Mit viel Milch und Zucker steht man davor ihn zu lieben. Besonders am Morgen. Sorry, es war etwa halb drei Uhr nachmittags.

Von Chris fanden wir keine Spur. Er war sicher auf die andere Seite der Lagune gewandert. Dort ist die bessere Musik und eventuell nicht so viel los. Ich tippte den Reisebericht von gestern schnell in den Laptop und kopierte das Ganze ins Web. Mike genoss derweil das Ambiente bei der ein oder anderen Zigarette. Zwischendurch genehmigten wir uns für den Flüssigkeitshaushalt und die Vitamine einen Mangojuice – frisch gekühlt. Über der Meerseite der Insel scheinte die Sonne mit blauem Himmel. Doch auf der Landseite hingen Wolken. Die Sonne verschwand dann irgendwann gegen 16 Uhr dahinter. Es kühlte aber trotzdem nicht ab. Jedoch lichteten sich die Reihen der Sonnenanbeter auf den Holzliegen.

Chris kam tatsächlich von der anderen Strandseite herüber. Er wollte sich auf’s Ohr hauen, denn er hatte sich das „komplette Programm“ gegeben. Zuerst Wasser testen, dann Ganzkörper-Ölmassage, und dann Sonne tanken. Wir verabredeten uns für später und der verschwand in seinem Bungalow neben dem Restaurant. Als ich den gestrigen Bericht im Web abspeicherte, entschlossen wir uns selbst das Meer anzutesten. Wir packten unsere Taschen auf je eine der frei gewordenen Liegen und sprangen in die leichten Wellen. Das Wasser ist gut gesalzen und „woacherl-warm“ (bayerisch). Die Uferzone verläuft flach ins Wasser. In gut 50 Metern steht man immer noch auf dem Sandgrund. Wir liessen uns treiben und genossen. Im weiten Umkreis waren wir fast die einzigen im Meer.

Nach etwa 30 Minuten Treibenlassen „flaggten“ (bayerisch für „liegen“) wir uns auf die Liegen und liessen uns vom warmen leichten Wind trocknen. Anschliessend packten wir wieder unsere Sachen und zogen uns auf das Zimmer zurück. Duschen und Herrichten war die Devise; denn gegen 19 Uhr kam Chris bei uns vorbei. Seine Planung: Auf nach Chaweng mit dem Sammeltaxi. Somit schlossen wir das Zimmer ab und kletterten die Treppe zur Eingangshalle hinab. Ein angenehmer warmer Wind kam vom Meer her. Es roch nach Salzwasser. Der Pool leuchtete blau. Vor dem Hotel winkten wir einem Sammeltaxi. Chris machte den Preis klar für die Fahrt nach Chaweng (300 Baht).

„Sammeltaxis“ sind halboffene bunt beleuchtete Kleintransporter. Die Dinger halten nach einem Winken an jeder Ecke und fahren die Gäste nach Wunsch. Hinten auf der Ladefläche befinden sich zwei Sitzbänke quer zur Fahrtrichtung. Das Heck ist offen und dient als Ein- oder Ausstieg. Seitenfenster gibt es nicht. Aber ein Dach in dessen Mitte zwei Relings zum Festhalten eingebaut sind. Der Federungskomfort ist erträglich, man sollte sich aber gut festhalten.

Zuerst führte uns die Fahrt weiter nach Lamai hinein. Nach dem „Club Bauhaus“ bog das Taxi rechts ab und fuhr durch eine Strasse, welche uns Tags zuvor wärmstens empfohlen wurde. Die Strasse säumen unzählige offene Animierschuppen. Na toll. Gute Empfehlung. Mit schneller Fahrt ging es weiter hinaus aus dem Ort auf die Umgehungsstrasse, welche sich dann irgendwann am Meer entlang den Hang hinaufschlängelt. Chris erzählte, dass die ganzen neuen Häuser am „Cliff“ vor zwei Jahren da noch nicht standen. Es wären aber schöne Plätze, um auf das Meer hinaus zu schauen und gemütlich etwas zu essen.

Wir schaukelten weiter und erreichten irgendwann Chaweng – den grössten Ort auf Koh Samui. Das Taxi fuhr langsamer durch die Beach Road. Einen Strand sieht man aber von der Strasse aus nicht. Chris meinte, der wäre gleich hinter der Häuserzeile. Wir stiegen irgendwo in der Mitte der Beach Road aus und schlenderten auf ihr entlang. Chaweng kann man sich vorstellen, wie jeden anderen durch Tourismus entstandenen und gewachsenen Ort. Alles künstlich. Man könnte hier alles kaufen, von Bekleidung bis zu DVDs, Handtaschen für die Dame und natürlich Schuhe. Unzählige Läden und Basare säumen die Strasse auf beiden Seiten. Leuchtreklame, Strassenbeleuchtung, und lärmende Bars. Zusammen mit den Rollern, den hupenden Taxis und den Touristen eine faszinierende Mischung.

Nach etwa 30 Minuten Herumwandern entdeckte Chris ein interessantes Lokal. In den offenen Fenstern rieselte Wasser auf halber Höhe aus langen Blumengefässen heraus, welche mit einer Art Gras bewachsen waren. Aus dem inneren erklang gemütliche Jazzmusik von einer Livekombo. Wir entschlossen uns das Restaurant näher anzusehen. Und es gefiel. Gediegene Einrichtung. Ein gläserner „Weinkeller“ in der Mitte des Lokals. Eine Dame führte uns zu einem Tisch mit Ausblick auf die Strasse. Die Karte versprach ein feines Essen. Es handelt sich um das „Red Snapper Bar & Restaurant„.

Es schien wie eine Ruheoase inmitten des Troubles zu sein. Wir lehnten uns zurück und lasen die Speisekarte durch. Die Entscheidung gestaltete sich schwierig. Lauter leckere Sachen. Mike bestellte sich einen Cesar-Salad, Chris Chickensticks in the Box und ich eine Mushroom-Suppe mit Garlic. Anschliessend nahm Mike ein Stroganow auf Kartoffel, Chris hatte Red Snapper und ich bestellte mir „White Prawn on Whitewine and Rice“. Alles nach Erinnerung. Die genauen Beschreibungen sind seitenlang.

Und: Das Essen schmeckte vorzüglich, delikat, grandios, extrem lecker! Die Bedienungen waren perfekt, freundlich, zuvorkommen. Und das Lokal verdient 5 PeterPan-Sterne in Gold. Nur den Sänger würde ich auswechseln. Die Sängerin war erstklassig. Eigentlich wäre eine Zigarre das Richtige für „Danach“ gewesen. Aber Chris drängte uns zum Aufbruch. Vor zwei Jahren fand er sich immer nach der Disco in einem Lokal direkt an der Beach Road – es nennt sich „Solo Bar“.

Die „Solo Bar“ ist eigentlich nicht zu übersehen – besser „zu überhören“. Der Techno-/House-Sound ist von guter Distanz zu hören. Die JBL-Boxen geben dem hohen offenen Raum eine extrem gleichmässige Beschallung. An einer Abzweigung gelegen, öffnet sich die im hinteren Teil 2-etagige Bar eben nach zwei Seiten – ohne Fenster oder ähnlichem. Unten stehen flache Sitzmöbel und im hinteren Teil der prophylaktische Billardtisch. Dazwischen nimmt der DJ seine Fläche in Beschlag. An der Decke hängen ein paar Gobo-Scanner. Vor der Bar nehmen wir Platz (zur guten Aussicht). Das Publikum ist durchwachsen – jedes Alter und unterschiedlichste Alkohol-/Blutkonzentrationen. Vor uns nehmen zwei stark durchtrainierte und schwerstens tätowierte den Drink gleich in Eimern mit. Neben Chris an der Ecke der Bar lassen sich drei Ladyboys wild kichernd, hampelnd und kreischend nieder. Wir bleiben beim Bier aus Flaschen.

Die Musik ist extrem gut. Vor dem Eingang jongliert eine Bedienung mit allem was man so zum Servieren eines Drinks braucht – Flaschen, Gläser, Mixer, sogar Flambieren kann er im Flug. Von unserer Position lässt sich das Lokal gut überblicken. Aber die Aussicht ist durchwachsen.

Nach je zwei Bier verlassen wir die „Solo Bar“ wieder und schnappen uns gegen 1 Uhr ein Sammeltaxi, das uns zurück zum Hotel bringt. Ich schlage vor noch an den Strand hinunter zu gehen. Die beiden Jungs nicken und gehen leise diskutierend den Weg zwischen den Bungalows hinunter. Wir lassen uns auf der Liegefläche der Massagedamen nieder, welche nun ganz verlassen ist. Wir schauen auf’s leicht wellenschlagende Meer. Vom Mond scheint die untere Hälfte abgeschnitten worden zu sein. Die Strandbar hat leider geschlossen, sonst hätten wir uns einen Absacker besorgt – nur der Nachtwächter sitzt noch dort. Wir sollten uns einen kleinen Vorrat für den Notfall anschaffen. Man weiss ja nie.

PeterPan’s Restaurant-Tipp:

Red Snapper at Chaweng Regent
Chaweng Beach Road, Chaweng Center
155/4, Moo 2, Tambon Bo Phut
84320 Koh Samui, Suratthani, Thailand
Tel: 0 7742 2008-10, 0 7742 2389-90, 0 7723 0391-400 Ext.557
Fax: 0 7742 2222, 0 7723 1013
E-mail: admn@chawengregent.com 
Website: http://www.chawengregent.com

PeterPan’s Link-Tipp:

PeterPan’s Reisefotos von Koh Samui:

<— Zurück zu „Urlaub Koh Samui 25.02.2008 – Am Abend thailändisch Essen und Tanzen im Patio und der grosse Regen in der Trockenzeit“

Vor nach „Urlaub Koh Samui 27.02.2008 – Arche Noah, Strand, schönes Haar, Massage und Krabben in Bambus“ —>


POD – Picture of the Day „Ausserirdische Katze entdeckt“

19. Februar 2008

Am letzten Freitag fuhren wir (Astrid, Mike und ich) ins „Rhiiital“. Lippi feierte Geburtstag – seinen 33. Eine Schnapszahl! Dabei entstanden viele Fotos und sogar ein Video. Zwei Exemplare der „Picture of the Day (POD)“ möchte ich Euch nicht vorenthalten.

Ausserirdische Katze

Und zwar ist nun der Nachweis erbracht: Es leben Ausserirdische unter uns! Einen davon konnte ich fotografieren – in Gestalt einer lieben süssen langhaarigen Katze! Gerade als das ausserirdische Wesen Manu mit den Augen via „rot/grünem Farbspiel“ hypnotisierte, konnte ich den Auslöser drücken. Die Hypnose wirkte bei Manu sofort und führte zu Übelkeit und dem Drang sofort ins Bett zu gehen.

Lippi Highlander

Wenig später erwischte es auch das Geburtstagskind Lippi. Es erklangen sphärische Klänge, die an wilde Gitarrenriffs erinnerten. Und plötzlich zogen aus unterschielichen Richtungen Rauchschwaden durch den Raum, welche sich schliesslich über Lippi’s Kopf konzentrierten. Das ganze erinnerte etwas an die Szene aus dem legendären Film „Highlander“ – nur die Blitze fehlten.

Leider verschwand die Katze wenig später auf geheimnisvolle Weise und entzog sich so einer wissenschaftlichen Untersuchung. Auch ist vollkommen unklar von welchem fernen Sonnensystem die ET-CAT stammt. Also Vorsicht! ET-CAT ist unter Euch! Kommt ihr nicht zu nahe! Streicheln kann schwere gesundheitliche Folgen verursachen!


Events in Zürich – 16.02.2008 „Herbstzeitlosen“ im Provitreff

12. Februar 2008

Hallo Partygänger: Diese Party würde ich emotional der „WildThing“ in der Labor-Bar vorziehen. Die Location ist gemütlicher (klar getrennte Nutzungsbereich und dadurch deutlich weniger Lauferei) und der Sound bekannt.

Musik aus den 80ies und 90ies, Wave, NewAge, Deutschrock. Angemessene Getränke- und Eintrittspreise.

Playlist der Plattenleger diesmal: CB, Raimondo P. und JHG Shark.
A Flock of Seagulls, Abwärts, Air, Alphaville, Alpinestars, And Also the Trees, Andreas Dorau,
Angels & Agony, Anne Clark, Apoptygma Berzerk, Arcadia, ASCII.Disco, Assemblage 23, B-Movie, Beauty of Gemina, Big Country, Bloc Party, Blur, David Bowie, Boytronic, Bravery, Bronski Beat, Camouflage, Cassandra Complex, Chameleons, Charlatans, Chemical Brothers, Clan of Xymox, Coldplay, Cooper Temple Clause, Covenant, Cult, Cure, Curve, D.A.F., Damned, Dead or Alive, Decoded Feedback, Deine Lakeien, Depeche Mode, Deus, De/Vision, Diary of Dreams, Diorama, Diva Destruction, Dope Stars Inc., Dorsetshire, Doves, Dreadful Shadows, Dream Theater, Duran Duran, Echo & the Bunnymen, Editors, Electric Soft Parade, Eskobar, Faith and the Muse, Faithless, Fatboy Slim, Felt, Fiat Lux, Fields of the Nephilim, Fixx, Flash and the Pan, Frankie goes to Hollywood, Front 242, Frontline Assembly, Garbage, Gary Numan, Gene, Girls under Glass, Green Day, Gossamer, Grauzone, Haujobb, PJ Harvey, HIM, House of Love, Hocico, Hubert Kah, I am X, I Like Trains, I Love You But I’ve Chosen Darkness, Icehouse, Icicleworks, Ideal, Iggy Pop, In Strict Confidence, In the Nursery, Infekktion, Informatik, Interpol, Invincible Spirit, Joachim Witt, Joy Disaster, Joy Division, Kent, Killers, Killing Joke, Kirlian Camera, Kim Wilde, KIZZ, Kosheen, Leatherstrip, Linoleum, Kraftwerk, London after Midnight, Lords of the New Church, Love Crave, Love like Blood, Lucie Cries, Madrugada, Magenta, Manic Street Preachers, Massive Attack, Maximo Park, Mesh, Misery Loves Co., Mission, Moby, Modern English, Morrissey, Muse, My Vitriol, Nada Surf, Nena, Neuroactive, New Model Army, New Order, NFD, NIN, Nitzer Ebb, Oasis, OMD, Opposition, Orgy, Perfidious Words, Peter Schilling, Pixies, Placebo, Polarkreis 18, Prodigy, Profil, Project Pitchfork, Propaganda, Psyche, Pulcher Femina, Pulp, Punto Omega, Puressence, Radiohead, Real Life, Red Hot Chili Peppers, REM, Remy Zero, Rheingold, Ride, Robert Palmer, Romantics, Rosetta Stone, Rotersand, Sad Lovers and Giants, Saybia, Shadows in the Dark, She Wants Revenge, Shiny Toy Guns, Shock Therapy, Silencers, Simple Minds, Siouxsie and the Banshees, Sisters of Mercy, Skinny Puppy, Smashing Pumpkins, Smiths, S.P.O.C.K., Stephan Eicher, Stills, Strokes, Suicide Commando, Sunless, Talk Talk, Travis, Tears for Fears, Theatre of Tragedy, Thinkman, Tuxedomoon, U2, Ultravox, Underworld, Unkle, Verve, Visage, VNV Nation, Vive la fête, Virgin Prunes, Vyllies, White Rose Movement, Wolfsheim, Wumpscut:……and many more.

Ort: Provitreff Zürich, Sihlquai 240

Termin: Samstag 16.02.2008
Start: 22 Uhr

Link: www.herbstzeitlosen.ch

Bericht und Bilder vom letzten Event im Provitreff „Herbstparty“