22.02.2010 – München: Abmahnanwalt Günther Freiherr von Gravenreuth richtet sich selbst

23. Februar 2010

Gerade bekam ich per Comment eine Nachricht – und kann es immer noch nicht glauben. Ist dies (wieder) eine Finte des wohl berüchtigtsten Abmahners der neuen Medien? Werde auch ich eine Abmahnung erhalten, wenn ich darüber berichte? Aber nachdem tagesschau.de, heise.de, chip.de, stern.de, welt.de und viele weitere etablierte Nachrichtenmagazine gleichlautend darüber berichten, steht einem Beitrag wohl nichts im Wege.

Günther Freiherr von Gravenreuth nahm sich in der Nacht auf heute im Alter von 61 Jahren selbst das Leben – mit einer Schusswaffe. Aber nicht ohne sich per E-Mail an seine „Fans“ zu verabschieden. Als Auslöser wird die Verurteilung in einem zweifelhaften und unglaublichen Fall der Internetabmahnerei vermutet. Günther Freiherr von Gravenreuth abonnierte den Newsletter der taz.de und erhielt (wie sonst üblich) eine Bestätigungsmail. Diese ordnete er als Spam ein und mahnte die „taz“ ab. Diese zahlte den Abmahnbetrag nachweislich.

Bei Günther Freiherr von Gravenreuth sei aber der Betrag nie eingegangen, worauf dieser die Domain taz.de pfänden liess. Doch eine Hausdurchsuchung der Anwaltskanzlei von Gravenreuths bewies, dass das Geld eingegangen war. Betrugsversuch, sagte das Berliner Landgericht und verurteilte den bereits wegen ähnlicher Delikte vorbestraften Anwalt zu einer 14-monatigen Haftstrafe wegen vollendeten Betruges. Seit dem Schuldspruch versuchte von Gravenreuth mit allerlei juristischen Winkelzügen, dem Gefängnis zu entgehen.

Gleichzeitig jagte er wie besessen weiter: Vor zwei Wochen zeigte der 61-Jährige die Steuerfahnder in Wuppertal an, die für den Ankauf der Steuer-CD verantwortlich sind. Begründung: Die Daten der Steuersünder seien urheberrechtlich geschützt, die CD eine Raubkopie. Doch die Zeit lief dem Freiherrn davon, sein Haftantritt rückte immer näher. Die Gefängnisstrafe bedeutete auch, dass er seine Zulassung verlor. Seine Zeit als Anwalt war vorbei.

Zuletzt sei ihm ein Aufschub genehmigt worden, um seine Anwaltskanzlei abzuwickeln, sagte ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft zu stern.de. Vor einigen Tagen sei diese Frist abgelaufen. Da von Gravenreuth jedoch nicht zum Haftantritt erschienen war, sei ein Vollstreckungshaftbefehl gegen ihn ergangen. Wäre Günther Freiherr von Gravenreuth damit vor Gericht durchgekommen, so wären die Markenrechte der TAZ verloren gegangen. Nun entzog er sich seiner dem Gefängnis durch einen Schuss aus der Pistole.

Die Polizisten fanden Günter von Gravenreuth im Haus der Studentenverbindung Rhaetia in der Luisenstraße nahe des Königsplatzes. Der Anwalt war seit seiner Studienzeit in der – nicht schlagenden – katholischen Studentenverbindung. Ihr Wahlspruch lautet: „Cum fide virtus“, die lateinische Umformung des Wittelsbacher Hausspruchs „In Treue fest“. Doch diese lebenslange Freundschaft und Zugehörigkeit sollte für Gravenreuth nicht mehr gelten. Nach AZ-Informationen sollte der Anwalt wegen schädigenden Verhaltens ausgeschlossen werden. Von Gravenreuth erschoss sich im Gemeinschaftsraum der Verbindung, als die Polizisten in das Gebäude eindrangen. Der Notarzt konnte nichts mehr für ihn tun.

Inzwischen steht auf www.gravenreuth.de nur noch eine Todesanzeige.

Wikipedia-Eintrag zu Günther Freiherr von Gravenreuth


13.07.2009 – Blog of the Day durch „Katze auf Staubsauger“

14. Juli 2009

Das Netzfundstück „Katze auf Staubsauger“ scheint der Brüller des Jahres zu werden. Gestern schon staunte ich, als ich die Statistik ansah; denn über 1100 Klicks schlugen beim Video auf. Heute stiegen nicht nur die Besucherzahlen (1752) erneut, sondern es wurde auch der Allzeit-Besucher-Rekord (2738 am 10.09.2007) seit Bestehen des Blogs geknackt – nein nicht ganz (2511).

Zudem landete ich heute unter den deutschsprachigen WordPress-Blogs auf Platz 1. Alles nur wegen einer Katze 🙂 Jaja.. der „Jööööö-so-hääärzig-Effekt“.


07.03.2009 – Blogempfehlung: „Paradies Express“ oder „Anders Pflanzen“

8. März 2009

Ab und zu schaue ich bei einem ganz speziellen Blog vorbei „Paradis Express„. Das Thema des Blogs: Garten-Design und -Fotographie. Und da finde ich immer ganz tolle Anregungen und Fotos.

Das Bild oben hat nun nur im weitesten Sinne etwas mit „Garten“ zu tun. Aber ich liste es hier, weil es eine wirklich absolut aussergewöhnliche Idee ist Wandleuchten an Bäume zu befestigen. Gut, das ist nicht unbedingt der „Hammer“. Aber entweder entstand das Bild aus einer Fotomontage, was ich nicht glaube, oder der norwegische Fotokünstler Rune Guneriussen montierte die Leuchten am Tag bevor es zu schneien begann; denn weder die Verkabelung ist zu sehen, noch Fussstapfen im Schnee und auf den Lampenschirmen befindet sich frischer Schnee.

Die Gärten und deren Ideen und Anregungen sind reich bebildert – wirklich sehenswert.


20.12.2008 – „Cook’n’Date“ bei Chnübli in Basel

21. Dezember 2008

Okok. Eigentlich wollte ich warten, bis Chnübli ihren Artikel veröffentlicht hat. Aber gut, nachdem ich nun laufend gefragt werde, wie es denn war, schreibe ich halt eine Zusammenfassung. Noch dazu, weil die nächsten Tage turbulent werden und ich sicher nicht mehr dazu kommen werde. Am Dienstag muss ich packen für Mallorca und Thailand. Und ausserdem steht Morgen noch abends eine Weihnachtsfeier an. Am Mittwoch geht’s los nach Regensburg. Ja, Weihnachten steht vor der Tür. Mam kocht für „ihre Buam“ auf und wenn die Geschenke ausgepackt sind, geht es später noch traditionell ins „Zap“.

Also zum „Cook’n’Date„: Am Samstag startete ich gegen 16 Uhr. Vorher kaufte ich noch Geschenke für Chnübli ein. Ausserdem nahm ich noch eine gute Flasche Rotwein mit. Gegen 18 Uhr stattete ich Werner und Kirsten einen Besuch ab. Kirsten liess an meinem Geburtstag ihre Sonnenbrille liegen. Wir plauderten über das bevorstehende „Cook’n’Date“, über den Weihnachtsbaum und das Schmücken, und über den Hauptgewinn von Kirsten: Eine Wellness-Reise nach Thailand. Ein nettes Weihnachtsgeschenk, wie ich meine.

Kurz nach 19 Uhr fuhr ich dann nach Basel, parkte mein Auto in einer nahen Tiefgarage und wanderte den kurzen Weg zu Chnübli’s Wohnung. Nette Gegend mit Bar’s welche sich „Rote Katze“ oder „Moulin Rouge“ nennen. Direkte Lage am Rhein. Ich klingelte und mir wart geöffnet. „Ganz oben“ rief mir eine Stimmte aus dem Digitalen Türgrammophon entgegen. Ich wusste warum ich nur noch in Wohnungen im Erdgeschoss zog. Treppen sind gut für die Fitness – was soll’s.

Oben empfing mich Chnübli und nahm meine Geschenke in Empfang. Sie hatte zwar einen harten Tag hinter sich und war schon um 5 Uhr aufgestanden, lächelte mich aber erfrischend an. Sie geleitete mich in die kleine Küche in der trendy eingerichteten Wohnung. Die Vorspeise führte uns zu einer Käsereise durch die Schweiz begleitet vom Rotwein aus Australien. Dann packte Chnübli den Mac und kochte „etwas, was sie noch nie selbst gekocht hatte und schon lange nicht mehr gegessen hatte“: Hauptgang „Zürcher Geschnetzeltes mit Röschti“.

Was für mich absolut ungewohnt war: Ich durfte überhaupt nicht dabei helfen. Und: Ich durfte nicht fotografieren, obwohl es viele stilistische und kochtechnische Feinheiten zum Ablichten gegeben hätte. Zum Beispiel das „Betti Bossi“-Werkzeug zum Zwiebeln zerhacken. Oder die stehende Reibe, die beim Reiben der Kartoffeln zusammenklappt. Oder der Mixer inklusive Rührtopf zum Brühwürfel mit Wasser vermixen. Oder der Dr. Oetker Messbecher. Oder die Tauben, die auf dem Klappfensterladen gegenüber schliefen und die ich so gerne mit der auf dem Balkontisch liegenden Wasserpistole geweckt hätte. Oder Chnübli, wie sie zwischen Mac-Book (Kochrezept) und Küchenzeile hin und her huschte. Oder…. Aber nein. Das Fotografieren übernahm Chnübli für den Artikel. 🙂

Zum Hauptgang wechselten wir dann ins Wohnzimmer. Während wir das wirklich vorzügliche Zürcher Gschnetzelte verspeisten versuchten wir die Sortierung der Bücher in der Bücherwand zu ergründen. Chnübli ist nämlich Nebenmieterin oder Übergangsmieterin bei einer Freundin und die Bücherordnung nicht ihr Werk Wir liessen es uns schmecken und plauderten viel. Dann ging es an die Zubereitung der Nachspeise, bei der ich dann doch ein klein wenig mithelfen durfte. Ich schälte Äpfel aus „eigener Zucht“ der Eltern. Diese bereitete Chnübli zu einem süssen Nachtisch mit Vanilleeis.

Zwar konnte ich gerade noch „Papp“ sagen, aber die leckere Süssspeise passte gerade noch in den Magen. Nach einem Kaffee liessen wir den Abend mit einem Match „UNO“ ausklingen, bis der lange Tag dann doch seinen Tribut bei Chnübli forderte. Zum Abschluss ging es an die Bewertung des „Cook’n’Date“-Gelages, welche durchgängig im obersten Bereich angesiedelt werden musste – in der A- und in der B-Note. Gegen Mitternacht verabschiedete ich mich und war glücklich, dass die Treppen hinunterführten. Ein wunderbarer Abend mit einem wundervollem Menü und einer ganz tollen Gastgeberin ging zu Ende.

Und HIER der Bericht von Chnübli vom Cook’n’Date mit Bildern.


03.12.2008 – Tipps für die Personalabteilung: Das optimale Assessment Center

3. Dezember 2008

Assessment Center – Falls bei Bewerbern mal nicht so richtig klar ist in welcher Abteilung sie am besten aufgehoben sind, hier eine kleine Anleitung:

  1. 400 Ziegelsteine in einen sonst leeren Raum bringen
  2. Alle Bewerber in diesen Raum führen und Tür schließen
  3. Bewerber alleine lassen und nach 6 Stunden wiederkommen

Analyse der Situation:

  1. Wenn sie die Steine gezählt haben > Buchhaltung
  2. Wenn sie die Steine mehrfach gezählt haben > Revision
  3. Wenn die Steine wild im ganzen Raum verteilt sind > Forschung & Entwicklung
  4. Wenn die Steine in einem undurchschaubaren System angeordnet sind > Planung
  5. Wenn sie sich mit den Steinen bewerfen > Betriebsleitung
  6. Wenn sie mit verschränkten Armen um den Steinhaufen stehen > Werkschutz
  7. Wenn sie die Steine in kleine Stücke zerbrochen haben > IT
  8. Wenn sie nur so herumsitzen > Personalabteilung
  9. Wenn sie bereits nach Hause gegangen sind > Marketing
  10. Wenn sie nur aus dem Fenster schauen > Strategische Planung
  11. Wenn sie sich die Steine ohne ersichtlichen Grund gegenseitige zuwerfen > Mittleres Management
  12. Wenn sie aufgeregt miteinander reden und kein einziger Stein bewegt worden ist > Topmanagement (Gratulation !)

Danke Klaus!


11.08.2008 – Beitrag mit Bildern von der Streetparade 2008 ist No. 1 Top Post bei WordPress

11. August 2008

Mein Bericht über die Streetparade 2008 in Zürich mit meinen Bildern steht am 11.08.2008 auf Platz 1 bei den deutschsprachigen Beiträgen beim WordPress-Ranking. Und das vor Revolutionären und Porno-Videos!

080811_Wordpress_No.1

Im weltweiten internationalen Post Ranking bei WordPress steckt der Beitrag aktuell als einzig deutschsprachiger Beitrag auf Platz 33:

080811_Wordpress_No.33

Bei den deutschsprachigen Blogs erreiche ich heute bisher Platz 12. Ranking ist nicht alles, aber das freut doch! 🙂


20.06.2008 – EM08: 2. Viertelfinale oder „Der Ball ist rund….“

20. Juni 2008

Das schrieb ich während des Spiels „Türkei – Kroatien“ in einem Forum.

Der Ball ist rund….

… und ein Spiel dauert so lange, bis der Schiri abpfeifft. Wie war das? 93. Minute – Tor – Schweiz ausgeschieden.

Wer schon mal Fussball im Verein gespielt hat, der kennt „flach spielen und hoch gewinnen“. Es ist nicht wichtig, schön zu sein auf dem Spielfeld und es ist nicht wichtig, wer besser spielt oder mehr im Ballbesitz ist. Tore zählen. Darum geht es in diesem Sport.

„Jogi Löw“ ist Trainer und er hat die Aufgabe seine Crew erfolgreich über die Europameisterschaft zu bringen. Jetzt überlegen wir mal gemeinsam, wie wir das taktisch an seiner Stelle angehen würden:

Dabei steht jeden 3. Tag ein Spiel an. Das erfodert extreme Kondition und Belastbarkeit. Wir haben nur eine begrenzte Zahl an Spielern dabei. Jede Position muss mindestens gleichwertig mit einer zweiten Spielerpersönlichkeit ausgestattet werden.

Somit braucht es a) eine perfekte Auswahl der Spieler aus den beiden Bundesligen b) die Auswahl muss fit sein (Gesundheit und Kondition) c) den richtigen Riecher d) den Mut Spielerpersönlichkeiten an einem „schlechten Tag“ auszuwechseln und gleichwertig zu ersetzen e) Motivationsfähigkeit.

Ergo: Durch die häufigen Spiele gegen Top-Manschaften (naja in der Vorrunde eher bisher weniger), planen wir „personalsparend“ (möglichst ohne Verletzungen, gelbe/rote Karten etc.) und erfolgsorientiert auf Platz 1 oder Platz 2 zu kommen.

Das erste Spiel muss gewonnen werden; denn dann kann man das zweite verlieren und im Dritten reicht ein Unentschieden, wenn man im ersten Spiel genug Treffer erzielt hat. (Letzteres Regel der UEFA und nicht etwa der FIFA, wie oben erwähnt).

Wie lief das bisher? Erstes Spiel gewonnen (erledigt), zweites Spiel verloren (macht nix), drittes Spiel gewonnen (Cordoba ist 30 Jahre her, ich war dabei am Fernseher, die Österreicher hätten sich niemals qualifiziert, wenn nicht selbst Gastgeber). Somit Ziel erreicht.

Jetzt zum den Viertelfinalspiel gegen Portugal:
– Taktik (wie schon bei der WM vor zwei Jahren): Forechecking, aggressives Spiel, Ball laufen lassen, über die Flügel spielen, und ganz wichtig: Frühes Tor erzielen!
Siebte Minute: Schweinsteiger (Bayern) wieder mit dabei und ohne Kompromisse erzielt er das 1:0.
– Portugal ist verunsichert und wir setzen nach! Portugal muss nun noch mehr attakieren. Unsere Taktik: Wenn Portugal früh angreift, dann ist das Mittelfeld offen und wir können bei Ballverlust kontern!
Ergebnis: Klose erzielt nach Konter das 2:0 in der 27. Minuten.

Jetzt – nach 30 Minuten können wir herunterschalten. Denn jetzt muss Portugal „laufen“. Wir müssen nur noch ab Mittellinie die Räume dicht machen und (ganz wichtig) Ronaldo ausschalten; denn das ist der einzige Spieler der Portugiesen, der wirklich gefährlich sein kann, wenn man ihn länger ungestört am Ball rumspielen lässt. Aber wir haben ja Philip Lahm einen der wirklich guten Abwehrspieler. Er hat die Aufgabe Ronaldo „auszuschalten“. Ronaldo ist so gezwungen sich den Ball in der eigenen Hälfte zu holen, je länger der Weg, umso schwieriger wird der Weg durch die gestaffelte Abwehrreihen.

41. Minute Portugal (Nuno Gomez) erzielt das Anschlusstor. Einmal entwischte Ronaldo doch links aussen. Eigentlich schlecht so kurz vor dem Pausentee ein Tor einzufangen.

Aber a) Wir haben noch niemanden eingewechselt. Braucht es auch nicht, da wir noch ein Tor vorne sind. b) Wir warten ab, wie der Portugiesische Trainer reagiert und eventuell mit einem Stürmer mehr auf den Platz geht nach der Pause. c) Wir führen noch mit einem Tor Vorsprung. Ergo: Portugal’s Scolari wird sicher seine Mannen nach Vorne jagen d) Wir haben schnelle Stürmer (Klose links aussen, Podolski in der Mitte, Schweinsteiger rechts aussen). e) Wir warten ab und „lassen sie kommen“. Und schonen unsere Kräfte! Falls nötig schalten wir einen Gang rauf.

60. Minute Pepe fault Klose und sieht nicht nur Gelb, sonder Schweinsteiger flankt über die Abwehr auf den frei stehenden Ballack. Er köpft zum 3:1 ein. Wer sich nun (wie viele Medienvertreter) darüber aufregt, dass Ballack „den Weg frei macht“, der hat sich noch nie wirklich ein Kopfballduell und deren „Vorspiele“ im Strafraum angesehen. Fussball ist ein „Kampfspiel“ und hier fasst man sich nicht mit Samthandschuhen an.

ABER: Weder der Linienrichter noch der gut postierte Schiedsrichter (es war ein Freistoss, da steht er erst recht in der Nähe) haben den Rempler als Foul gesehen. Ergebnis: Tor! Ein Foul ist dann ein Foul, wenn der Schiri pfeifft. Es geht auch anders herum! War da nicht ein Elfmeter, der eigentlich gar keiner war im letzten Spiel der Vorrunde? Egal: Keine Diskussionen darum. Der Schiri hat immer recht, wer es nicht glaubt, der bekommt die gelbe Karte (oder mehr).

Nun haben wir wieder 2 Tore Vorsprung. Noch 30 Minuten (plus Nachspielzeit!) sind zu spielen. Ein Angriff dauert im Schnitt 3-5 Minuten. Also kommen bei hoher Ballverlustrate 10 Angriffe und bei niedriger 6 Angriffe auf unseren Strafraum zu. Wenn wir den Ball in unseren Linien halten, stehen die Chancen höher kein weiteres Tor mehr zu fangen. Ausserdem müssen dann die nun unter Druck stehenden Portugiesen mehr laufen, um eventuell den Ball zu erkämpfen. (Kondition).

Wir entscheiden uns einen Stürmer (Klose) und später den zweiten (Schweinsteiger) herauszunehmen. Wir schonen ihn für das nächste Spiel. Scolari muss einen Stürmer bringen. Somit brauchen wir eh echte Abwehrspezialisten.

Wir halten durch bis zur 87. Minute. Dann erzielt Postiga ein „glückliches“ Tor. Die Abwehr hat kurz gepatzt. Keine Aufregung. Es sind nur noch maximal 6 oder 7 Minuten. Höchstens noch 2 Angriffe bis zum Spielende.

Portugal versucht es seit Mitte der 2. Halbzeit mit Weitschüssen und gibt das von ihr beherrschte Kurzpass-Spiel auf. Eine ganz schlechte Taktik gegen die hochgewachsenen Abwehrspieler (bis auf Lahm, aber der ist wendig und flink) und es begann zu regnen. Das ist für Portugal im Juni eher ungewöhnlich, somit ungewohnt und ungeliebt.

Die Deutsche Mannschaft hat in diesem Spiel ihre beste Leistung erbracht? (Wie in den Medien danach oft zu lesen). Ich sage, dass es bisher das zum Weiterkommen Erforderliche taktisch und spielerisch klug umgesetzt hat.

Ich sehe mir gerade das zweite Viertelfinalspiel „Türkei gegen Kroatien“ an. Nach 88 Minuten steht es immer noch 0:0. Von beiden Mannschaften spielen fast durchgängig „durch die Mitte“. Über die Flügel kommen nur ganz selten Angriffe. Diese nutzt man, um den Raum zu öffen. Es wird auch nicht geordnet „verschoben“ (Taktisches Mittel, um in der Defensive den Raum eng zu machen und in der Offensive eine freie Anspielstation zu haben).

Beobachtet die „Gruppenbildung“ um den ballführenden Spieler (schlecht, weil es keinen Raum zum Anspielen und Freilaufen gibt). Der Ballführende schaut oft nicht einmal vom Ball auf, um einen seiner Mitspieler zu sehen. Es gibt selten Flankenwechsel, um den Raum zu öffnen und das Spiel zu verlagern. Konter sind Einzelleistungen in diesem Spiel, die sich festlaufen, da nicht auf die Mitspieler gewartet wird bzw. keine mitlaufen („verschieben“). Positionen werden nicht gehalten. Somit fehlen schon hier die Anspielstationen an den sonst erwarteten Positionen.

Also für uns (wir sind ja gemeinsam die Trainer), dürfte die nächste Aufgabe gegen die ein oder andere Mannschaft durchaus lösbar sein. Ich schlage uns die Taktik des letzten Spiels gegen Portugal vor. Nur bisher fehlt mir eine Leitpersönlichkeit wie Ronaldo in der Türkischen und in der Kroatischen Mannschaft. Aber das kann sich ja noch ändern.

Zur Situation der Schweizer Nati: Hitzfeld ist zu wünschen, dass er die Kondition und die Spielkultur der Nationalmannschaft auf Vordermann bringt. Ich würde mich nicht wundern, wenn er die aktuelle Mannschaft nahezu vollständig verjüngt und mit neuen Spielertalenten „heranzieht“. Bis diese neue Mannschaft dann „gereift“ ist, dauert es locker 2 Jahre. Hoffentlich lassen die Medien dies zu; denn es wird anfänglich sicherlich noch zu einem Erfahrungsprozess bei den Spielern kommen. Die Qualifikation zur nächsten WM beginnt bald. Warten wir also ab, auf das was da kommen möge.

Gruss und nix für ungut.
Peter

Ergänzung: So ein Gurkenspiel….
… 118. Minute: Was macht der Torwart der Türken da draussen? Der Ball ist an der Grundlinie! Es sind genug „Bewacher“ vor im Strafraum. Der Kroate muss blind flanken aus der Drehung heraus. Er MUSS auf der Grundlinie beim Pfosten bleiben und auf die Flanke warten. Aber niemals rauslaufen, feststellen, dass er nicht an den Ball kommt, blind zurücklaufen und ein Tor kassiere. Totaler Aussetzer und krasser Torwartfehler.

119. Minute. Nun könnten die Kroaten gelassen die letzte Minute abwarten und „dicht machen“. Aber: Gleich zwei Türken stehen auf der „Abseitslinie“. Eine weite Flanke über 35 Meter folgt. Das Kopfball-Duell wird verloren. Aus der Drehung erzielt der Türke das glückliche Tor – den Ausgleich in der 120. Minute! Als ob man nicht gewusst hätte, dass die Türken schon zwei Mal auf den letzten Zinken den Ausgleich geschafft hätten.

Und nun läuft das Elfmeterschiessen. Die Kroaten waren bereits 1 Minute im Halbfinale. Mit mehr als einem Fuss in der Tür. Nun läuft aber etwas psychologisches ab: Die Kroatischen Schützen tragen doppelte Last. Sie denken nach. Es sind Menschen. „Wir hätten nur eine Minute durchhalten müssen. Wenn ich jetzt verschiesse…..“. Bei den Türken läuft genau gegenteiliges ab: „Wir waren schon draussen! Und jetzt zeigen wir es Euch“.

Türkei kommt weiter. Jede Wette!

Gruss
Peter

Die Türken stehen im Halbfinal!
… und so kommt es: Gleich 3 Kroatische Spieler versagen beim Elfmeterschiessen.

Wie im Erstlingspost einleitend erwähnt: „Der Ball ist rund… ……. und ein Spiel dauert so lange, bis der Schiri abpfeifft.“

Gratulation an die Türkische Nationalmannschaft. Die von den Medien favourisierten Kroaten sind draussen. Wegen EINER Minute!

Gruss
Peter

Edit: Nein, falsch. Nicht „wegen EINER Minute“. Die Kroaten hatten 90 plus 30 Minuten Zeit „alles klar zu machen“.


28.05.2008 – Serie „Wir wandern aus“: Steffi, Christoph und Adrian

29. Mai 2008

Aus dem Hohen Norden in die Schweiz. Seit Monaten habe ich Kontakt zu Steffi per Mail und Kommentare. Anfang Jahr entschlossen sich Steffi und Christoph in die Schweiz auszuwandern. Christoph bekam eine Stelle bei der VBZ als Busfahrer angeboten. Und erhielt den Zuschlag. Nächste Woche ist es soweit. Am Montag wird der Umzugswagen beladen und die drei starten in Geesthacht mit dem Ziel Zürich.

 Familie Behling wandert aus

Letzte Woche klopfte die BILD-Zeitung bei Familie Behling an und bat um ein Interview. Die Zeitung plant eine Artikel-Serie über „Deutschlands Auswanderer“. Neben dem Interview kamen auch Fotografen zum Zuge – besser „zum Bus“. Der Artikel in der BILD-Zeitung erschien heute.

Nebenbei erwähnt: Der Sender VOX begleitet die Behlings während der Umzugsaktivitäten im Rahmen ihrer Auswanderer-Serie.

Links zum Thema:


19.05.2008 – Nützliche kostenlose Bildbearbeitungs-Software

20. Mai 2008

Lange ärgerte ich mich darüber, dass ich keine Bild-Browsersoftware mehr besitze. Der Explorer ist dafür nur absolut ungenügend geeignet. Der Microsoft Picture Viewer ist schon mal nicht schlecht. Nur komprimiert er die Bilder beim Verkleinern auf Webgrösse von der Dateigrösse nicht optimal und man muss die Bildnamen immer manuell Stück für Stück umbenennen. In der Arbeit ist „Snag-It“ installiert. Das Programm besitzt die Möglichkeit nicht nur die Bildgrösse zu ändern, sondern auch gleich die Dateinamen umzubenennen (Batch). Schon mal nicht schlecht, aber ich habe das Programm zu Hause nicht.

Via Leu fand ich nun zwei nette Programme eben für den Zweck „Imagebrowser“ und „Batchkonvertierung“. Beide von der gleichen Firma und beide kostenlos!

FSViewerScreenShot

Beide Programme sehen gut aus und ich musste diese sofort ausprobieren. Ergebnis: Begeisterung!

FSResizerScreenShot

Der Imagebrower heisst „FastStone Image Viewer 3.2″ und der Batch-Konverter“ nennt sich „FastStone Photo Resizer 2.5„. Beim „FastStone Image Viewer“ ist z.B. Der „Flickr Uploader“ ist direkt als externes Programm einbindbar; d.h: Bei einem Rechts-Klick auf ein Bild öffnet sich ein Content-Fenster und dort können Programme aufgerufen werden. „Flickr Uploader“ einbinden und es öffnet sich sofort das gewünschte Programm.

Nun muss ich nur noch checken, ob die beiden Programme auch für den Mac verfügbar sind. Eigentlich müsste es so sein, denn Leu nutzt eigentlich nur Mac, odrrr?

Nööö.. 😦 Die Programme gibt es keine MAC-Version.


07.05.2008 – Koh Samui und Lamai auf Japanisch? Der Blog von Soma-Samui

7. Mai 2008

Gestern Abend probierte ich PicLens aus. Das ist ein Bildersuchprogramm für den Internet-Explorer. (Und für den Mac, wenn man eine alte Version von Safari hat. Hab ich aber nicht.) Man gibt ein Suchwort ein und schon erscheinen Suchergebnisse als 3D-Wand. Das Programm filtert z.B. Flickr oder Google. Sieht toll aus so 3D-mässig durch Bilder zu surfen.

Koh Samui - Lamai Beach Road
von soma-samui

Natürlich gab ich mal spasshalber „Lamai“ ein. Und: Ich fand ein Bild von der „Lamai Beach Road“. Etwa 100 Meter davon entfernt steht unser Hotel. Durch das Fundstück neugierig geworden, sah ich auf der „Profil-Seite“ von Soma-Samui nach, wer da denn das Bild vom 18.03.2008 reingestellt hat.

Nach etwas Lesen und „Rumsurfen“ stellt sich heraus, dass der Fotograf weiblich ist, schon seit 6 Jahren auf Koh Samui lebt, einen Blog besitzt (der sehr aktuell gehalten wird) und ausserdem einen YouTube-Account betreibt – und offensichtlich aus Japan kommt? Sie scheint gerne auf dem Chawang Noi Strand zu sein; denn viele der Videos stammen von dort. Ausserdem arbeitet sie als Tour-Guide. Sie ist verheiratet und hat zwei kleine Jungs.

Das Video z.B. zeigt die Lamai Beach Road komplett. Es beginnt in etwa dort, wo unser Hotel steht und sie fahrt dann bis zum Ende durch die Strasse. Scheinbar früh am Morgen; denn noch ist nicht viel los dort.