Eine der am meisten gestellten Fragen ist: „Wie erstellst Du die Gruppenadressenstruktur in der ETS“? Bei Wohnbauprojekten und auch bei den meisten Zweckbauprojekten sieht diese folgendermassen aus:
Hauptgruppe steht für Etage von unten nach oben
Mittelgruppe dient dem Gewerk (Zentral, Licht, Jalousie, Heizung, etc.)
Untergruppe bildet die Einzelfunktion
„Sonnerie“ ist Schweizerdeutsch für „Klingel“ oder „Türkommunikation“.
In den Mittelgruppen, welche jeweils die Gewerke definieren, werden die Untergruppen nach Einzelfunktion systematisch gebildet. Hierbei werden für alle im Projekt benötigten Objektfunktionen der einzelnen Kanäle eine Gruppenadresse erstellt. Diese Systematik wird dann pro Aktorkanal wiederholt.
WICHTIG: Ich arbeite immer mit eigenen Gruppenadressen für den STATUS!
Natürlich ist das lediglich ein Vorschlag. Jeder kann die Struktur so anlegen, wie er möchte. Nur sollte man bedenken, dass man sich auch noch Jahre später ohne grosse Einarbeitung auskennen sollte. Daher verwende ich auch (fast) immer die Gruppenadressstruktur nach Etage/Gewerk/Einzelfunktion – zumindest bei Einfamilienhäusern und Villen.
So behält man die Übersicht, wenn man die Gruppenadressstruktur in allen Projekten gleichermassen erstellt – auch nach Jahren noch.
Manche Geräte sind in Gebäudeautomationsprojekten öfter vorhanden. Zum Beispiel 4fach Storenaktoren oder Bedienoberflächen (Taster). Das Einstellen der Parameter einzeln ist dann recht mühsam und zeitaufwändig. Bei Storenaktoren zum Beispiel die Einstellung der Beschattungsautomatik oder der Storenlaufzeiten. Hier gibt es in der ETS Funktionalitäten, die einem das Leben einfacher machen.
A) Parameter über mehrere Kanäle eines Gerätes übernehmen:
Hat man bei „Mehrfachaktoren“ immer die gleichen Einstellungen vorzunehmen, zum Beispiel bei 12-20fach-Schaltaktoren oder 4-8-fach Storenaktoren, so muss man sich nicht durch all die Parameter einzeln klicken und die Parameter manuell eintragen:
Gerät anwählen
Parameter öffnen
Gewünschten Parameter Kanal 1 anklicken
CTRL-Taste gedrückt halten
gewünschte Parameter Kanal 2, 3,4, bis X anklicken
Parameter ändern.
Die Parameter werden auf alle Kanäle übernommen und die Kommunikationsobjekte ggf. automatisch erzeugt oder angepasst.
B) Parametereinstellungen für mehrere Geräte gleichzeitig vornehmen:
Wenn man immer die gleiche Grundfunktionalität in den Parametern von gleichen Produkten hat: Entweder
Vorlagengerät in Raum „Vorlagen“ anlegen und dann bei Bedarf in die entsprechenden Räume kopieren (Gerät markieren, Ctrl-Taste gedrückt halten, mit Maus in Raum schieben). oder
Funktion „Parameter und Flags übernehmen“: Zwei oder mehrere gleiche Geräte markieren, rechter Mausklick, Parameter und Flags übernehmen auswählen, Vorlage auswählen. Die Parameter werden vom Vorlagengerät auf das/die neu eingefügten Geräte übernommen. oder
Zwei oder mehr neu eingefügte Geräte mit selektivem Mausklick auswählen, Parameterlasche öffnen, gewünschte Parameter einstellen, diese werden auf alle ausgewählten Geräte automatisch übernommen.
Das alles funktioniert natürlich auch mit der neuen ETS5 🙂
Seit ich die KNX-Kalkulationshilfe in 2014 auf den Server geladen haben, wurde diese Datei über 8000 mal aufgerufen. Nun habe ich die KNX-Kalkulationshilfe mit neuen Preislisten versorgt. Die MDT-Preisliste 2017 wurde aktualisiert. Zusätzlich habe ich die ABB-Schweiz Preisliste 2017 eingefügt.
Hierbei muss ich sagen, dass ich eben nur Preislisten einfügen kann, die im XLS-Format vorliegen. Alles andere ist mühsam und übersteigt den Kosten-/Nutzenaufwand.
Also wer die aktuelle KNX-Kostenschätzung nutzen möchte: Hier geht’s lang.
Es kommt der Winter.. es wird kalt!! Die werten Damen in den Niedertemperatur-Wärmepumpen-Wohnungen und -Häusern haben zunehmend kalte Füsse!!
Und wie jedes Jahr kommen nun die Anfragen, warum das so ist und ob man „da nicht was machen könnte“.
Denn „früher“ war es an den Füssen viel wärmer!! In den alten Häusern mit Gas- und Öl-Heizung und ohne die neumodischen Niedertemperatur-Wärmepumpen. Und überhaupt mit KNX und all dem Zeugs… und der teueren KNX-Einzeltemperaturregelung. Da kann man am Rädchen drehen und den Wunschwert von 24 Grad und mehr einstellen und angezeigen lassen und das (extrem teuere und hochgenaue) Conrad-/Tschibo-Digital-Thermometer mit Wetterstation und Digitaluhr zeigt nicht mehr als 22.6 Grad an!! Schon seit Tagen *heul* *zeter* *jammer*
Hinzu kommt noch ein rein genetischer Unterschied: Das unterschiedliche Temperaturempfinden zwischen dem X- und dem Y-Chromosom! Schon in der Steinzeit wärmte sich die bessere Hälfte in der gut temperierten Höhle, während der Ehegatte mit seinen Kumpanen draussen in der Kälte für Protein-Nachschub sorgte.
Nun schwärmen sie wieder aus – die mit Temperaturmesspistole bewaffneten KNX-Integratoren – und werden zusammen mit den Heizungsfachleuten genötigt nachzuweisen, dass die Raumtemperaturregler auch das messen, was sie anzeigen, um zu beweisen, dass der „kalte Fussboden“ zurecht „kalt“ bleibt. Eben dann, wenn der Sollwert erreicht ist oder schlicht die korrekt ausgelegte Vorlauftemperaturkalkulation nicht mehr zulässt als „alle Ventile offen“. Und trotzdem die Fussbodenoberfläche bei 22 Grad verbleibt!
Auch wenn man den Damen das Merkblatt zum Thema Fussbodenheizung (Anhang) hinlegt, so werden physikalische Grundgesetze nahtlos und gnadenlos ignoriert. Wenn es den Damen zu kalt an den Füssen ist, so liegt das sicherlich nicht am fehlenden Beinkleid, sondern an der schnöden modernen Technik, die klar nicht für wohlige Wärme sorgt! Zudem ist „frierenden“ Ladies mit logischen Erklärungen zu irgendeinem Thema prinzipiell nicht beizukommen. (Schon mal mit einer Lady am Christkindlsmarkt gewesen und auf die Pumps und leichten Söckchen geschaut? Da friert es einem beim hinschauen schon!)
Nun kommen findige KNX-Integratoren auf den Dreh: Man könnte ja den minimalen Stellwert begrenzen auf z.B. 25% (MDT Heizungsaktoren)
–> Somit bleibt das Ventil immer offen, auch wenn der Reglerstellwert kleiner als 25% sein sollte.
Das Ziel dieser Aktion ist: Immer schön warmes Wasser durch die Fussbodenheizung laufen lassen.
Der Nachteil dieser Aktion ist allerdings: Geregelt wird da nix mehr! Gespart wird da auch nix mehr! Und „besser warm“ wird es damit auch nicht! Und wenn, dann nur in der kurzen Übergangszeit – unmerklich.
Pech nur, dass der Heizungsaktor (MDT) bei 0% Reglerwert auch mit minimaler Stellwertbegrenzung auf 25% auf den Stellwert NULL geht und das doch tatsächlich thermoelektrische genannte Element dazu bewegt das Heizventil gänzlich zu schliessen!! Welche Frechheit!
Die Frage, welche eben so ein findiger KNX-Integrator nun an meinen Kollegen gegeben hat:
–> Kann man diese „NULL bei NULL“ irgendwie umgehen?
Ich denke nicht; denn es macht ja klar Sinn, dass bei z.B. 23 Grad Raumtemperatur die Fussbodenheizung abstellt, wenn 22.5 Grad eingestellt wurde am Regler.
Was die Damen eben nicht glauben wollen ist, dass die normale gesunde Körpertemperatur eines femininen Homo Sapiens bei etwa 36,8 Grad liegt.
Somit entsteht eine real existierende Temperaturdifferenz zwischen nackter weiblicher Fusssohle und einwandfrei geregelter Fussbodenoberfläche von 13,8 Grad! *brrr* *kalt* *Socken*
Andererseits würde keine der Damen in ein Badewasser steigen, welches 23 Grad „warm“ wäre! Denn alles was kälter, als die eigene Körpertemperatur von etwa 36.8 Grad ist, wird von der Haut als „kalt“ empfunden.
Wie soll nun eine Niedertemperatur-Wärmepumpe den Fussboden auf mehr als 36.8 Grad bringen in der kalten Jahreszeit? Ohne den Bodenbelag zu zerstören?
Denn nach SIA-Norm ist die mittlere Raumtemperatur in Wohnräumen auf 20 Grad bei -8 Grad Aussentemperatur (Zürich) begrenzt!!
In Bädern liegt diese bei 24 Grad bei -8 Grad Aussentemperatur! So wird die Heizleistung bemessen und daraus resultiert die Anschlussleistung der Wärmepumpe!!
Nun könnten „schlaue Köpfe“ ja meinen, dass mit der Aussentemperatur auch die mögliche Raumtemperatur linear ansteigt und rechnen dann mal kurz in der rechten Gehirnhälfte:
Bei -8 Grad Aussentemperatur ergibt sich eine Raumtemperatur von 20 Grad
–> Bei 2 Grad müssten ja dann 30 Grad möglich sein!!! Leider hat sich auch hier das allseits bekannte Milchmädchen verrechnet.
Tja, da setzt es halt dann aus und die Synapsen greifen ins Leere; denn die Vorlauftemperatur der Fussbodenheizung wird in der Therme eben möglichst energiesparend berechnet. Steigt die Aussentemperatur -> Weniger Gesamtenergiebedarf (zum Halten der 20 Grad) erforderlich!! Das ist extrem sinnvoll, um einfach Energie zu sparen!! Denn warum soll die Wärmepumpe mehr Wärmeenergie vorhalten, als die zu erwartende Wärmemenge für den nächsten Tag?
(Das wäre so, als würde man an der Ampel die ganze Zeit das Gaspedal durchdrücken, den Motor in Höchstdrehzahlen laufen lassen, gleichzeit voll auf der Bremse stehen und bei Grün die Bremse langsam locker lassen ohne das Gaspedal loszulassen, um langsam Geschwindigkeit aufzunehmen. Aktuell schalten moderne Autos den Motor ganz ab, wenn man länger hält. Warum wohl?)
Man erinnere sich dunkel: Die Wärmeerzeugung ist das grösste Kuchenstück am Gesamtenergieverbrauch im schnöden Wohnhaus.
Somit ändert sich die Heizkurve mit nichten linear, sondern passt sich dynamisch anhand der Aussentemperatur an die berechnete benötigte Wärmemenge an, um eben die 20 Grad gemittelte Raumtemperatur zu erreichen!
Somit verbleibt die Fussbodenoberflächentemperatur im Mittel bei etwa 22 Grad Celsius unabhängig davon, ob gerade -8 Grad im Aussenbereich herrschen oder die Aussentemperatur sich im leichten Plusbereich befindet.
Dies heisst aber auch leider im Umkehrschluss, dass die 20 Grad gemittelte Raumtemperatur nicht mehr erreicht werden kann, wenn die Aussentemperatur unter -8 Grad fällt!
Weil dann die Heizkurve am unteren Limit anschlägt (eigentlich am oberen Limit der maximal möglichen Wärmeleistung).
Das Gute an modernen Heizsystemen und der Niedrigenergie-/Minergie-Bauweise ist aber: Die Wärme bleibt im Haus (wegen der massiven Dämmung). Somit ist ALLES 20 Grad warm im Innenraum! Wirklich alles! Der Boden, die Wände, die Möbel, die Küchenplatte aus Granit! Alles!
(Für die Quäker: Ja, oben an der Decke etwas wärmer als unten *blabla*)
Weil es immer wieder Diskussionen um dieses Thema gibt, übersende ich Euch hiermit das Merkblatt der Suissetec zum Thema Fussbodenheizung.
Das Merkblatt enthält auf Seite 2 auch Informationen zum Thema „Systeme ohne Einzelraumtemperaturregelung“ bei Systemen mit Vorlauftemperaturen unter 30 Grad.
–> Hier ist eine individuelle Einstellung der Raumtemperatur durch den Nutzer „schwierig“
Elegant und stilvoll – EVE umfasst das iPad und verwandelt es in einen erstaunlichen Wand Touch-Screen. EVE ergänzt das iPad in Bezug auf seine reine Konstruktion ohne es zu verbergen. EVE, die ultimative iPad Rahmen.
EVE wird einfach an der Wand montiert. Die komplette Produktlinie ist nur 3mm (0,12 „) grösser als das iPad selber. Es ermöglicht eine permanente Befestigung des iPad an der Wand.
EVE kann in Kombination mit dem Apple iPad Ladegerät oder dem Basalte „Puck“ USB-Ladegerät 12-24V verwendet werden (separat erhältlich). Keine unansehnlichen Kabel oder Anschlüsse sind sichtbar.
EVE kann im Hoch-oder Querformat installiert werden.
Wie bekommt man die KNX-Buskabel in der Elektroverkabelung verklemmt? Aktuell gibt es zwei Alternativen – je eine von den beiden Marktführern WAGO und PHOENIX.
Bei WAGO heisst dies KNX Klemmen-Lösung „TopJob Serie 200“:
Heute fertiggestellt: SISKA Festsaal Winterthur mit KNX von Hager, DALI für die LED-Spots, Kronleuchter und RGBW, Gatway zu AMX, DMX, Lüftung, Eisbär Visu, 3 fest eingebaute Android Panels, Mobile Visu für iPhones usw.
Hiermit stelle ich ein weiteres SmartHome mit KNX kurz vor. Es handelt sich dabei um eine Musterwohnung für den Verkauf von Eigentumswohnungen in zwei neuen Wohntürmen in Zug direkt am See in bester Lage, welches im Oktober 2015 von uns in Betrieb genommen wurde.
In diesem Projekt ist die Beleuchtung mit KNX ausgestattet. Die Beleuchtung umfasst moderne LED-Spots (DALI), sowie dimmbare Hauptbeleuchtungen (Universaldimmer) und schaltbare Beleuchtung. Auch sind in allen Räumen schaltbare Steckdosen via KNX-Taster ansteuerbar.
Das KNX-Schalterprogramm ist von ABB und nennt sich SIDUS. Zusätzlich ist ein ABB Touchpanel im Raum „Essen/Küche“ für die komfortable Bedienung angebracht. Neben dem Überblick über den aktuellen Status sind auch Szenen und Zeitschaltuhren vom Bediener auf diesem Touchpanel bedien- und abspeicherbar.
Die B&O Multiroom-Musikanlage ist ebenso in die KNX-Steuerung implementiert. Kommt der Bewohner nach Hause und betätigt den Taster „Welcome“, so schaltet sich die vorher definierte Beleuchtung zusammen mit der definierten Musik-Playlist ein. Umgekehrt schaltet sich die gesamte Beleuchtung und die Soundanlage auch wieder aus, wenn der Bewohner das Haus verlassen möchte und den Taster „Good Bye“ betätigt.
Die Beschattung läuft über eine spezielle WAGO-Steuerung mittels abnehmbare Funk-Bedienmodule. Die Raumtemperaturregelung (leider) über konventionelle Technik. Es wäre sicherlich sinnvoller gewesen diese Funktionen ebenso in die KNX-Technik zu integrieren. Schon wegen der Anzahl an verschiedenen Bedienelementen pro Zimmer und deren unterschiedlichen Design. Leider sah die Planung dies nicht vor.
Da gab es vor kurzem eine Diskussion, ob SmartHome mit KNX im Wohnungsbau praktikabel wäre. Natürlich auch speziell von der Kostenseite her. Meiner Meinung nach passt es preislich auch im Mehrfamilienhaus – funktionell sowieso.
Mein täglich Brot besteht darin, KNX in Wohnbauten zu implementieren. Als „kleines“ Beispiel hier ein Projekt, welches ich gerade heute in Betrieb genommen habe.
15 Wohnungen auf 4 Etagen, 2 1/2-Wohnungen und 3 1/2-Zimmer-Wohnungen in Kloten bei Zürich.
Funktionsumfang: Beschattung und Einzelraumtemperaturregelung pro Wohneinheit. etwa 100 KNX-Geräte, eine Linie mit einem Linienverstärker, zentrale Wetterstation für Markisen und Stoffbeschattung (horizontal an den Fenstern aussen). Pro Wohnung fassadenweise die Beschattungssteuerung aktivierbar. Bei zu hoher Windgeschwindigkeit fahren die Stoffrollo in die Sicherheitsposition. Regnet es oder weht der Wind zu heftig für die Markise, so fährt diese auch „nach Hause“ und bleibt dort, bis es wieder schöner ist.
Warum man die (LED)-Beleuchtung nicht auch noch mit in den „KNX“ genommen hat? Kann ich leider nicht sagen. Mein/Unser Auftrag lautete hier rein „Inbetriebnahme“. Aber es wäre sicherlich nicht darauf angekommen vom Preis her.
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