Blasen- und Posthornschnecken, sowie Antennenwelse lieben Brennnessel Blätter.
Brennnessel: Bakterienhemmer und Nährstoffbombe
Die Brennnessel enthält in ihren Blättern einen Wirkstoff, der Bakterien in ihrem Wachstum hemmt. Früher gab man daher in frisch gemolkene Milch eine Handvoll Brennnesselblätter, um sie länger haltbar zu machen. Auch manche Lebensmittel wie Frischfleisch oder Fisch wurden früher in die Blätter von Brennnesseln eingewickelt aufbewahrt, um ihre Haltbarkeit zu verlängern.
Das Gartenunkraut enthält mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte und ist zudem reich an Mineralien wie Eisen, Kalium und Magnesium und sekundären Pflanzenstoffen wie den Flavonoiden. Die Flavonoide sorgen zusammen mit dem Kalium für die entwässernde Wirkung der Blätter. Überraschenderweise sind Brennnesseln auch eiweißreich, sodass die Blätter durchaus Mehrwert haben und es sich lohnt, sie im Aquarium auszuprobieren.
Rezept:
1. Zwei Brennnesselstengel schneiden
2. Mit einer Schere den Stengel zwischen einem Blätterpaar mittig zuschneiden.
3. Wasser kochen
4. Topf vom Herd nehmen
5. Die Blätter mit Stengel in den Topf geben
6. Zehn Minuten ziehen lassen
7. Blätter mit Stengel entnehmen
8. Zwei oder Drei davon ins Aquarium geben (250 Liter)
9. Die restlichen Stengel/Blätterpaare in eine Plastikdose geben.
10. Brennnessel Tee durch einen Kaffeefilter filtern und geniessen
11. Den Schnecken und Antennenwelsen beim Essen zusehen.
Brennnesseltee kann auch bei Muskelschmerzen und Gelenkerkrankungen wie Rheuma, Arthrose oder Arthritis helfen. Die Wirkung: Beschwerden und Schmerzen können dadurch gelindert und verbessert werden. Auch bei hartnäckigen Hauterkrankungen wie Akne, Ekzeme oder Unreinheiten kann der Tee helfen.
Hier ein Auszug aus dem Büchlein „Über die Ernährung von Wasserpflanzen“ von Peter Schneider – über 40 Jahre lang Züchter von Wasserpflanzen in der Schweiz. Seine Frau züchtete Aquarienfische. Daraus entstanden wesentliche Erkenntnisse, welche mir vor 10 Jahren bei meinem Restart Aquaristik sehr halfen meine (fast) techniklosen Aquarien erfolgreich zu betreiben. Eines – das „Whitesands“– habe ich heute noch. Und ich betreibe es nach den Prinzipien von Peter Schneider. Ich lege jedem Einsteiger in die Aquaristik die Büchlein von Peter Schneider nahe. So vermeidet man viele Anfängerfehler und wird zudem nicht zum Opfer der Aquaristikindustrie, die für jede Situation ein entsprechendes Wundermittelchen oder die entsprechende Technik bereithält. Die Büchlein sind einzeln (je 5 CHF) oder besser zusammen beim Aquarium-Perle Verlag für 25 CHF online zu beziehen.
In diesem Auszug aus dem Beitrag „Über die Ernährung von Wasserpflanzen“ geht es um das Thema „Wasserwechsel“. Auch nach meiner Erfahrung mit meinen Becken reicht ein Wasserwechselrhythmus von 4-8 Wochen vollkommen aus – im Gesellschaftsbecken. Wenn es genug Pflanzen und genug Schnecken im Aquarium hat. Bei mir ist auch kein grosser Aussenfilter im 250 Liter „Whitesands“ Becken installiert. Ein kleiner Innenfilter von AquaEl sorgt für eine leichte Wasserbewegung und filtert mir Schwebstoffe aus. Dieser kleine Innenfilter wird gereinigt, wenn nur noch wenig Durchfluss sichtbar ist. Sonst hat das Technik (ausser einer Beleuchtung mit 840er Neonröhre) keine weitere Technik. Bei Barschbecken sieht es ggf. anders aus. Wenn ich wöchentliche Teilwasserwechsel machen müsste, hätte ich gar nicht wieder mit der Aquaristik angefangen. Also lassen Sie sich nichts einreden.
Es gibt viele Methoden, die verschiedenen Bedürfnisse von Pflanzen zu erforschen. Die einfachste und sicherste ist die Praxis – nicht das Experiment. Denn in der Isolation des Labors fehlen so manche Umweltfaktoren, dass die Resultate nicht oder nur sehr bedingt mit der Praxis übereinstimmen. Das ist in ganz besonderem Masse bei einem Aquarium der Fall, weil dort alle Faktoren isoliert von der grossen und ausgleichenden Natur zustande kommen und es ausser einem Wasserwechsel keine Unterstützung aus dem grossen Reservebereich der Natur gibt. Aber eine aufmerksame Beobachtung des Geschehens bei der Pflanzenzucht vermittelt ein abgerundetes Bild über die Notwendigkeiten und Voraussetzungen für ein gedeihliches Pflanzenleben im Aquarium. Dass meine in 40 Jahren erworbenen Erkenntnisse den heute gängigen Ansichten widersprechen, beruht lediglich auf der Tatsache, dass ich nicht an der Herstellung und dem Verkauf überflüssiger und die Umwelt belastender so genannten Pflegemittel ein Interesse habe, sondern an der einfachsten und preisgünstigsten Methode, Wasserpflanzen gesund und schnell vermehren zu können – und das unter Wasser, weil nur derart gezogene Wasserpflanzen beim Kunden zügig an- und weiterwachsen.
Wir können nach dem grundsätzlich Beschriebenen nun noch auf einige Details der Praxis eingehen: Es lässt sich nicht vermeiden, dass durch den Fischkot mit der Zeit trotz aller Vorsicht nicht doch ein Ungleichgewicht der Stoffe zustande kommt, das sich in wenig ausgeprägter Form lediglich durch einen Rückgang der Wachstumsgeschwindigkeit bemerkbar macht. Darum ist ein Wasserwechsel alle 8 Wochen ein gutes Mittel, rechtzeitig gegen ein mögliches Ungleichgewicht der Stoffe vorzugehen, noch ehe es Wirkung zeigt. Dazu rate ich, obwohl wir in Versuchen Aquarien mit über einem Jahr alten Wasser noch durchaus gesund erhalten konnten. Bedingungen dazu waren: eher weniger Fische und rechtzeitiges Auslichten resp. Zurückschneiden der Pflanzen, sodass pro Eingriff das Pflanzenvolumen nie mehr als maximal um 10% vermindert wird – und das, bevor ein Dickicht entstanden ist, welches die unteren Pflanzenteile bereits zum Absterben gebracht hat. Wer aber auf Nummer sicher gehen will, wechsle alle acht Wochen vier Fünftel des gesamten Wasservolumens, senke also mit andern Worten den Wasserspiegel so tief ab, dass die Fische gerade noch über dem Boden stehen können, bevor er das neue Wasser einlaufen lässt. Hat jemand zu viele Fische, so kann ein solcher Wechsel auch alle 6 oder gar alle 5 Wochen stattfinden. Bei reinen Salmlergesellschaften reicht allerdings auch ein regelmässiger dreimonatlicher Wasserwechsel aus.
Der heute überall empfohlene kleine Wasserwechsel alle 2 Wochen oder gar jede Woche bringt da nichts – ausser den Anbietern von Wasseraufbereitungsmitteln mehr Umsatz und Gewinn. Ich rate aber dringend von der Verwendung solcher Mittel ab, weil sie die Pflanzen immer leicht schädigen und die Fische in gesunden Aquarien nicht darauf angewiesen sind. Frage: Wem soll man bei zwei sich widersprechenden Ansichten eher glauben? Antwort: Keinem! Man probiere selber beides aus. Wer sich jedoch aus Bequemlichkeit solche Umtriebe ersparen will, der achte eher auf seine Gefühle und beurteile dann erst mit dem Verstande die Antwort seines Gefühles. Suchen wir uns also einmal eine ähnliche Situation, wo wir gefühlsmässig beurteilen können, ob hohe Konstanz oder eher Abwechslung gesundes Leben fördert. Eine reizlose Arbeit beispielsweise – wie das Autofahren auf einer Autobahn – ermüdet viel schneller als eine reizvolle Fahrt über eine hügelige Landschaft. Die Reize sind es also, die das Leben wecken und fördern. Wer in einem eher kühlen Raum kalt hat, bekommt schneller warm, wenn er in frischer – wenn auch noch kälterer Luft – einige tüchtige Bewegungen macht, als wenn er die Temperatur des Raumes nur ganz leicht (und damit zu wenig) erhöht. Auch die Kneipp’schen Wasserkuren mit kaltem Wasser verändern eine Krankheitssituation oft schneller und nachhaltiger als eine sonst gut gewählte Medizin, weil sie durch ihren umfassenden Reiz den ganzen Menschen beeinflussen, und nicht nur auf den kranken Punkt hinwirken. Auch hat ein kontinuierlich belüfteter Raum weniger „Atmosphäre“ als ein geschlossener Raum, der hin und wieder recht durchlüftet wird. Das alles erkennen wir auch bei einem Wasserwechsel in der Grössenordnung von vier Fünfteln des Volumens: Die Pflanzen beginnen schneller zu wachsen, die Fische sind lebhafter, geweckter, während des Wechsels sogar übermütig.
Wenn nach zwei bis drei Jahren ein solch umfassender Wasserwechsel nicht mehr denselben Erfolg wie frühere bringt, dann liegt das am Überschuss der Nährstoffe, die in Bodennähe ein förmliches Depot gebildet haben – etwa vergleichbar dem zuviel eingerührten Zucker in einer Tasse Tee. Dann müssen wir – wie eingangs schon einmal erwähnt – drei Mal im Abstand von je sieben Tagen einen Wasserwechsel von vier Fünfteln vornehmen, um mit dem zweiten und dritten Wechsel jeweils jene Menge Nährstoffe auszuschwemmen, die der vorherige Wechsel durch das frische Wasser von diesem Depot am Boden wieder neu gelöst hat. Alsdann genügen wieder die üblichen zweimonatlichen Wasserwechsel. Es ist ja klar, dass wir bei jedem Wasserwechsel den eventuell über dem Boden sich befindenden Mulm mit dem Wasser zusammen absaugen. Wenn wir dabei sehen, dass auch die oberste Bodenschicht schon ziemlich mit Mulm durchsetzt ist, so verwenden wir zum Absaugen eine Absaugglocke in der Art, wie weiter oben beschrieben wurde.
Auszug aus dem Artikel „Für einmal andere als ausgetretene Pfade“ von Peter Schneider.
Bei einem solchen Titel stellt sich zuerst die Frage: Was sind denn ausgetretene Pfade? Ausgetretene Pfade sind nicht geteerte Wege in der (oder in die) Natur. Denn geteerte Wege können nicht ausgetreten werden, wohl aber Wege auf natürlichem Boden. Sie haben dann die Eigenschaft, dass sie immer breiter werden und dass sich auf ihrem Boden immer weniger vegetative Natur ausbreiten kann. Auch ist entlang ihrer Ränder nicht etwa die Natur, die sich ausbreitet, sondern eher die Zivilisation. So sind weisse und auch farbige Punkte an den Rändern ausgetretener Wege niemals Blumen, sondern immer Papier und Plastik von Verpackungen sog. zivilisatorischer Produkte.
Überall hat es improvisierte Feuerstellen voll Asche, umgeben von geschwärzten Steinen, die uns zeigen, wie viele da schon ihr eigenes Süppchen gekocht haben. Ganz anders wenig begangene Wege! Sie sind nicht in aller Leute Munde und werden daher nur selten begangen, sind deshalb aber voller Überraschungen und voller Schönheiten. Und beides: Schönheiten und Überraschungen sind aus der Natur – und nicht aus der Zivilisation. Dort blühen manchmal mitten auf dem Wege die seltensten Pflanzen, die bei ausgetretenen Pfaden nicht einmal an ihren Rändern aufkommen können.
Wollen wir einmal auf dem Gebiet der Aquaristik einen Vergleich zwischen diesen beiden verschieden gestalteten Pfaden anstellen. Begehen wir dabei zuerst einmal die verschiedenen Pfade zur Erkenntnis der Wirkungen verschiedener Lichtarten. Entlang des einen, des ausgetretenen, zieht sich vor allem die Theorie aus einem Versuch von 1882, in welchem ein gewisser Engelmann anhand der Sauerstoffproduktion erkennen wollte, welche spektralen Segmente des Tageslichtes die Fotosynthese, und damit das Wachstum der Pflanzen am meisten fördern. Dazu belichtete er einen Grünalgenfaden (Oedogonium) mit normalem, durch ein Lichtmikroskop spektral aufgefächertem Tageslicht. Dem Wasser beigefügte, Sauerstoff liebende Bakterien sollten ihm durch ihre Konzentration in den verschiedenen Lichtsegmenten anzeigen, in welchen am meisten Sauerstoff produziert werde. Das geschah vorzüglich in den Zonen roten und blauen Lichtes.
Also – so schloss man daraus – brauchen Pflanzen vor allem blaues und rotes Licht zu ihrem Wachstum (denn eben beim Wachstum produzieren sie aus Kohlendioxyd durch seine Spaltung Sauerstoff indem sie den Kohlenstoffteil zum Aufbau ihres Pflanzenkörpers brauchen). Diesen inzwischen völlig ausgetretenen, mühseligen Weg haben mittlerweile schon Abertausende – ihn gewissermassen nachbetend – begangen oder zu gehen versucht, und entlang seiner Ränder befinden sich unzählige Feuerstellen, auf welchen so mancher sein eigenes Süppchen (in der Theorie, aber vor allem auch mit Geschäftspraktiken) gekocht hat, und liegen ferner so viele halb ausgebrannte Fluoreszenzröhren, deren Lichtspektrum exakt für den Pflanzenwuchs zusammengestellt wurde, sodass es echt mühsam wird darauf auch wirklich vorwärts zu kommen. Denn, wenn wir auch einmal voraussetzen wollen, dass die Versuche Engelmanns korrekt vorgenommen und auch richtig interpretiert worden sind, so berücksichtigen sie immerhin noch absolut nicht, dass derselbe Algenfaden, der bei Rot- und Blaulicht mehr Sauerstoff abgibt, weite Strecken auch mit Grün- und Gelblicht beschienen wurde, was war in jenen Abschnitten alles vorgegangen, das vielleicht die nachherige Sauerstoff-Produktion mit Hilfe des Chlorophylls an den rot und blau beschienenen Stellen erst ermöglicht hat.
Noch weniger berücksichtigen sie den Umstand, dass alle Pflanzen von Natur aus an ihren Endpunkten (Spitzen) die grösste Wachstumstätigkeit entfalten und Rot und Blau in der spektralen Zerlegung des Lichtes ebenfalls die jeweiligen Endpunkte der Farbskala bilden. Es müsste also zuerst nachgewiesen werden, dass ein solcher Faden bei unzerlegtem weissem Licht an seinen Endpunkten nicht stärker wächst und darum auch nicht mehr Sauerstoff produziert als in den mittleren Abschnitten. Und sie berücksichtigen gar nicht, dass damit noch lange nicht bewiesen ist, dass alle Pflanzen vor allem nur mit demselben spektralen Lichtanteil am besten assimilieren können. Aber schon die Interpretation war nicht umsichtig genug. Zuerst wäre nämlich nachzuweisen, dass die beim Versuch verwendeten Bakterien sich tatsächlich vor allem des höheren Sauerstoffgehaltes des Wassers wegen im blau und rot belichteten Teil des Wassers aufhielten. Vielleicht bevorzugen und brauchen ja gerade sie selber diese Lichtfarben.
Jeder Aquaristik Anfänger sollte sich das gesamte Dokument durchlesen.
Der Platz vor dem Weissen Haus heisst nun „Black Lives Matter Plaza“. Bei einer Zeremonie zusammen mit Demonstranten wurde das neue Strassen Schild von der Bürgermeisterin von Washington Mayor Muriel Bowser eingeweiht.
Anschliessend Schritt sie über die Strasse vor dem Weissen Haus auf dem mit grossen gelben Lettern „Black Lives Matter“ steht.
Ich hielt mich die letzten 2 Wochen wieder in meiner Heimatstadt Regensburg auf. Seit die Corona Massnahmen ein Arbeiten erlauben, findet man auch auf der Strasse neue Baustellen. Da ich mit dem Fahrrad in die Innenstadt fahre, fiel mir das neueste Bauwerk in meiner direkten Umgebung im ersten Moment gar nicht so auf. Erst als ich mit dem Auto „Slalom“ fuhr. Mitten in der breiten Prüfeninger Strasse bei meiner Ex-Schule „Goethe Gymnasium“ an der Kreuzung hat man eine aussergewöhlich breite Verkehrsinsel errichtet. Zudem die Bordsteine rechts und links abgesenkt und so Rollstuhl- und Kinderwagengerecht gebaut. Parkverbotsschilder vor und nach „der Insel“ sind neben dem zentral eingepflanzten „Pfeilschild“ die einzigen Hinweise für Autofahrer.
Da ich in der Gruppe „Du bist ein Regensburger, wenn…“ Mitglied bin, habe ich mal dort die Frage gestellt, welchen tieferen Sinn diese Insel ergibt. Hier der Text dazu.
Die Spuren am Randstein der Kanten zeigen, dass sich hier schon einige die Reifen und Felgen kaputt gemacht haben. Die Busfahrer der Gelenkbusse freuen sich auch sicher über diesen Slalomparkour. Die temporären Parkverbotsschilder zeigen, dass es noch nicht ganz fertig gebaut ist. Der genaue tiefere Sinn dieses hässlichen und unzweckmässigen Vehikels seltsamer Verkehrsplanung hier ist welcher??
Weil:
(1) Fussgängervorrang für Schulkinder kann es ja nicht sein, denn es fehlt der Zebrastreifen hierfür.
(2) Verkehrsberuhigung kann es auch nicht sein, denn man darf eh nur 50 fahren hier.
(3) Eine „Abbiege- oder Einfädelhilfe“ kann es auch nicht sein, denn die Goethestraße ist eine wenig befahrene Nebenstraße und für die Tankstellen Besucher baut man das ja dann wohl auch nicht extra.
(4) Ein „Testbau“ für die Stadtbahn kann es auch nicht sein, denn hier ist gar keine Straßenbahn geplant.
Also. Was soll das?
UPDATE: 03.06.2020: Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung
Andrea hat mir grad mitgeteilt, dass „Die Insel“ jetzt auch in der MZ ein Thema ist: (Wobei mir die Insel kein „Dorn im Auge“ ist. Die Insel ist so nur nicht fertig, wenn es sich tatsächlich um eine „Schüler-Querung“ handeln sollte; denn es fehlt der Zebrastreifen, die Beschilderung und die Beleuchtung dafür. Dann macht es Sinn; denn dann haben Fussgänger Vorrang, das Unfallrisiko ist minimiert.) https://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-stadt-nachrichten/neue-verkehrsinsel-erhitzt-die-gemueter-21179-art1912295.html
„Let me just say to the President on the behalf of my Colleagues around the Country: If you don’t have to say something constructive, just keep your mouth shut!!“
„Lassen Sie mich im Namen meiner Kollegen im ganzen Land dem Präsidenten sagen: Wenn Sie nichts Konstruktives zu sagen haben, halten Sie einfach den Mund!“
Während eine zweite Autopsie bestätigt, dass George Floyd durch Polizeigewalt bei der Festnahme starb, lässt sich Präsident Trump in Washington den Weg zu einem Fototermin mit Tränengas freischiessen. Man stelle sich so etwas in Deutschland oder der Schweiz vor. Beides ist unerträglich und einer westlichen zivilisierten Regierung unwürdig. Daneben die Bilanz der Corona-Toten: 104.000 Tote in den USA. Der Fototermin? Er posiert vor einer Kirche mit der Bibel in der Hand. Unfassbar. Diese Menschenverachtung.
Der Tag an dem Geschichte geschrieben wird. Nachdem gestern die Dragon 9 Rakete von Musk’s Firma SpaceXerfolgreich von Cape Caneveral abhob, dockte der erste bemannte Weltraumflug nach 11 Jahren von Amerikanischem Boden ebenso erfolgreich an der ISS Weltraumstation an.
Ich habe ein Musikstöckchen bekommen. Von Claudia. Ich soll an 10 Tagen jeweils eine LP posten, die mein Leben betreffend Musik verändert hat. Das ist jetzt leicht, aber auch schwer, weil mir spontan mehr Scheiben einfallen.
Rod Stewart – Baby Jane
Das war der Beginn der wilden Zeit. Fast jeden Tag unterwegs. Lupo, Rainer, Woodstock und ich hatten Rod Stewart Haare.
Immer on the Road. Viele Parties. Viele Mädchen. Im Sommer am See, im Winter mit dem Snowboard im Zillertal.
Genesis – Home by the Sea
Mit dem 13. Album „Genesis“ erreichte die gleichnamige Band Genesis im Jahr 1983 endgültig den musikalischen Durchbruch. Die Titel „Mama“ und „That’s all“ standen wochenlang auf Platz 1 der weltweiten Albumcharts und sind heute bekannte oft gecoverte Klassiker der 80er. Die LP wurde bis heute über 5.5 Millionen mal verkauft. Der Titel „Home by the Sea“ und „Second Home by the Sea“ ist ein überlanger Song mit vielen progressiven und instrumentalen Segmenten, welche eigentlich von der Band bei Konzerten in den 70ern vorgetragen wurde. Der Titel „Second Home by the Sea“ gewann 1985 den Grammy für die beste Instrumental Darbietung im Bereich Rock.
Erinnert mich zusammen mit der Rod Stewart Sammlung an meine Zeit in Portugal. Sechs Wochen Praktikum. Lissabon und Algarve. Mike’s erster Flug überhaupt. VW LT28 und die Rückfahrt mit 6 Katzen im Auto. Sierra de Estrella und Sturm. Ball der Aussetzigen um Mitternacht an einer französischen Raststätte.
Peter Gabriel – Sledge Hammer
Bestes Musikvideo überhaupt. Tricktechnik und geiler Sound. Mitten in den 80s. Super Klamotten- und Haarmode. Miami Vice, das A-Team, Die Strassen von San Franzisco, Magnum, Colt Seavers, Baywatch.
Depeche Mode – Enjoy the Silence
Zu der Zeit musste man mich von der Tanzfläche mit Gewalt runterziehen. Ich tanzte die ganze Party durch. Mad Max. Die Kultzeit mit Kultmusik.
Michael Jackson – Beat it
Da fällt mir sofort das Konzert in Bamberg ein. Da war Mike wieder cool. Jeder machte den Moonwalk nach und übte die Schritte, Moves und Kicks.
Falco – Vienna Calling
Nur ein Highlight der Neuen Deutschen Welle. Damit könnte man Partyabende füllen. Die Zeit kommt bestimmt wieder. Schlager kann man damit nicht vergleichen. Falco starb auf Ibiza. Viel zu früh. Er war ein positiv Verrückter. Seine Songs höre ich heute noch gern.
Queen – Living on my own
Queen, eine weitere Legende. Sie leben in den Songs heute noch weiter. Immer auf der Suche nach dem neuesten Musiktrend. Nicht klassisch einzuordnen. Musiker, Erfinder, Künstler, innovativ. Letztes Jahr den Film angesehen. Geheult, wie ein Schlosshund.
Vivaldi – Die Vier Jahreszeiten
Ich liebe Klassik. Musikstile höre ich nach Stimmung. Klassik bringt mich runter. Wird mir die Sendersuche im Auto zu viel oder es kommt nur Trash, dann stelle ich BR Klassik ein. Tschaikowsky, Rachmaninow, Samuel Barber, Smetana, Dvorak, sehr geil zum Relaxen.
China – In the Middle of the Night
Die Band aus Winterthur. Claudio Matteo und Eric St. Michael durfte ich mal zufällig kennenlernen. Tolle Typen und immer noch Herzblutmusiker. Sie prägten damals in den 80ern mit Krokus und Gotthard die Schweizer Rockszene. Obwohl Transit die erste Schweizer Band auf MTV war. Mit den Jungs bin ich auch noch ab um zu unterwegs.
Def Leppard – Love Bites
Die Nummer muss rein, denn damit haben Mike und ich jeden Freitag im Factory am Nachmittag die Soundanlage eingestellt, nachdem wir mit den Reparatur oder Erweiterung der Lichtanlage fertig waren. Dann haben wir zwei Barhocker in die Mitte der Tanzflächen gestellt, zwei Weißbier aufgemacht und tiefenentspannt „Love Bites“ laufen lassen.
Kingdom Come – Outsider
Lenny Wolf ist mein absoluter Soundliebling. Man konnte jede Scheibe einfach blind kaufen, auflegen und lieben. Und bei Bedarf hole ich meine Lieblings Scheiben raus und höre sie beim Autofahren.
Meine Playlist kann man auf Youtube ansehen und anhören. Zum Beispiel die 80sforever oder Rockit.
Luftfahrt in Regensburg;Teil I: Bis heute ist das Thema Luftfahrt in Regensburg nur rudimentär bekannt. Jahrelang habe ich in den verschiedensten Archiven intensiv Akten eingesehen und vor allem alle Tageszeitungen der Jahre 1900 bis 1936 gelesen. In lockerere Folge ich möchte sie auf eine Reise durch die Luftfahrtgeschichte Regensburgs mitnehmen. Die Luftfahrt beginnt 1760 mit den „Flugversuchen“ eines Schneiders und endet zum 31. März 1961 mit der Auflösung des Flugplatzes auf dem ehemaligen Messerschmitt-Gelände. Seit diesem Zeitpunkt gibt es im Stadtgebiet Regensburgs keinen Flugplatz mehr. Über die Zeit nach 1961 in der sich die Regensburger Flieger in alle Richtungen zerstreuten, gibt es umfangreiche Dokumente, die noch der Bearbeitung harren und hier nicht beleuchtet werden können. Ebenso ist die Geschichte der Regensburger Flugvereine noch nicht geschrieben. Schon 1912 existierte der Regensburger Verein für Luftschifffahrt. Nach 1961 wurden immer wieder Anläufe unternommen geeignete Flächen für einen Flugplatz im Stadtgebiet zu finden. So wurden unter Anderem Areale auf den Winzerer Höhen und in Harting untersucht. Ohne Erfolg. Auf unserer Zeitreise führe ich sie auch an drei, die Regensburger Luftfahrt prägenden Standorte: • den kleinen Exerzierplatz am Hohen Kreuz – der 1. Flugplatz der Stadt, • den Rennplatz in Prüfening – auf dem die ersten Flugtage stattfanden, • den Verkehrsflugplatz in Prüfening – von dem aus Regensburg an den Weltluftverkehr angebunden wurde.
Der Schneider von Sinzing 1760 Der Schneider von Sinzing, Elias Mader geboren 1723, war ein sehr unterhaltsamer und beliebter Gast im Bräuhaus, der heutigen Bäckerei Landsdorf. Sein Lachen und sein Humor waren beliebt und ansteckend. Er galt als patenter Mann mit viel Wissen und Erfahrung. Oft schien es, als hätte er den gesamten Verstand des Dorfes in seiner Tasche gehortet. So saß ihm um das Jahr 1760 der Schalk wieder im Nacken. Er arbeitete an seinem Schneidertisch und dachte sich einen neuen Streich aus. Abends teilte er seinen Zechkumpanen mit: „Am nächsten Sonntag flieg ich nach Regensburg“.
Bald war das ganze Dorf in Aufregung und erwartete ungeduldig den Sonntag. Unter der Woche richtete Mader auf seinem Dach einen Startplatz her. Er ging nicht ins Wirtshaus und steigerte dadurch die Spannung. Das ganze Dorf rätselte, fliegt er oder fliegt er nicht? So kam der Sonntag. Nach dem Gottesdienst fanden sich die Leute vor seinem Haus – jetzt Fährenweg 19 – ein. Die Spannung stieg. Endlich rührte sich etwas auf dem Gebäude. Langsam und bedächtig erschien Meister Elias. Bekleidet mit einem kurzen Umhang mit aufgenähten Gänsefedern. Er schaute in Richtung Regensburg und machte einige Flugbewegungen. Das wiederholte er mehrmals. Schaute dann zu den erwartungsvollen Dorfbewohnern hinunter und fragte: „Habt ihr schon mal einen Schneider Fliegen sehen? Nein“ tönte es herauf. „Ich auch nicht“ antwortete er und verschwand in seinem Haus. Als die Menschen merkten, dass Elias einen Scherz mit ihnen getrieben hatte, wollten sie Ihn vermöbeln. Doch Elias hatte Fenster und Türen in weiser Voraussicht fest verriegelt. Sehr zum Ärgernis der Anwesenden. Nach einigen Tage war der Unmut verflogen und Meister Elias bald wieder Mittelpunkt im Wirtshaus. Elias Mader starb – ohne geflogen zu sein – friedlich 1803 im Alter von 80 Jahren und wurde unter großer Anteilname in Sinzing beigesetzt. Gönner stifteten auf Grund seiner Beliebtheit eine Grabplatte auf gekreuzten Beinen. Darauf ist ein Bügeleisen eingemeißelt.