13.04.2008 – Bilder von der Light+Building 2008 sind online

14. April 2008

Die gesamte letzte Woche befand ich mich auf der Messe „Light+Building 2008“ in Frankfurt. Dort hatte ich Standdienst von Sonntag den 06.04. bis Freitag 11.04.2008. Es hat viel Spass gemacht. Insbesondere all die Kollegen und Freunde wieder zu treffen und in meiner Hosentasche befand sich immer meine DigiCam. So entstanden ein paar interessante dokumentatorische Momentaufnahmen.

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Im KNX-User-Forum stehen ab sofort meine Bilder von der Light+Building 2008 online. Allerdings ist eine Anmeldung erforderlich, wenn man nicht schon Mitglied im Forum ist. Die Bilder liegen unter „Sonstiges/Verwaltung“. Wer welche haben möchte, einfach kurze Mail oder Kommentar an mich.


Events in Zürich – 09.08.2008 „Streetparade 2008“ – Vorankündigung

13. April 2008

UPDATE (10.08.2008): Meine Bilder von der Streetparade 2008 sind online! Siehe link am Ende des Artikels.

Zum 17. Mal findet dieses Jahr die Streetparade 2008 am Samstag 09.08.2008 am Seebecken in Zürich statt. Bei schönem Wetter dürften wieder über 1.2 Millionen Raver und Feierwütige das Seebecken bevölkern. Der Zug mit über 30 kreativ dekorierten und mit starken Musikanlagen ausgestatteten Tieflader „Lovemobiles“ setzt sich um 13 Uhr vom Uto-Quai her in Bewegung. Aber schon ab Donnerstag starten in und um Zürich über 100 Streetparade Warm-Up-Parties bis in die frühen Morgenstunden. Der Line-Up sprudelt nur so von internationalen Höhepunkten (DJs).

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Die schönste und grösste Openair-Party der Schweiz findet direkt an der Route statt, von 13.00 Uhr bis Mitternacht. Auf insgesamt fünf Bühnen und einem internationalen Line-Up, beim Start (Utoquai), Opernhaus/Bellevue, Limmatquai, Bürkliplatz, Kongresshaus und Rentenanstalt. Die Bühne am Limmatquai ist der Standort der Music School Fegawerk mit DJs und Liveacts aus der Schweiz. Die 2,4 Kilometer lange Street Parade-Route wird wieder die Gleiche wie in den Vorjahren sein. Die Street Parade startet um 13.00 Uhr auf den Stages. Der Umzug der Love Mobiles startet beim Utoquai im Zürcher Seefeldquartier. Danach rollen die Trucks rund um das Zürcher Seebecken über Bellevue, Quaibrücke und Bürkliplatz bis zum Hafendamm Enge.

Bei der Streetparade 2005 kamen wir unverhofft selbst auf eines der Lovemobiles und hatten einen riesen Spass. Sicherlich tragen wir wieder ein eigenes Motto-Shirt. Eventuell besteht die Chance auch dieses Jahr wieder auf einem Truck mitzufeiern – mit viel Glück klappt das. Damit ihr einen Eindruck davon bekommt, was auf der Streetparade in den letzten Jahren so abging, findet ihr unten die bisherigen Berichte, Bilder und Videos der letzten Veranstaltungen.

Links zur Streetparade:


12.04.2008 – Samstag nach der Messe und Party „Sisters of Wave“ im Club Abart

13. April 2008

Nachdem ich mich langsam von der Messe letzte Woche in Frankfurt erholte, ging es zuerst daran den Koffer auszupacken. Eigentlich wollte ich Waschen, aber an der Waschmaschine hing ein Zettel „Leider defekt“. Wurde auch langsam Zeit, dass eine neue herkommt. Die bisherige ist bestimmt über 20 Jahre alt.

Ich hatte somit genügend Zeit die Klamotten zu verräumen und die Wohnung wieder in Schuss zu bringen. Anschliessend nahm ich ein heisses Entspannungsbad. Meine Stimme brauchte den ganzen Tag, um sich zu erholen. In der Messehalle herrschte eine Luftfeuchte von 28% laut Aussage eines Kollegen, der ein hochpräzises Luftfeuchtemessgerät ausstellte. So hörte ich mich morgens auf der Messe immer wie Rod Stewart an und das blieb dann den ganzen Samstag so.

Nachmittags besuchte mich Frank. Er wird unsere Wohnung übernehmen. Ja, Mike und ich ziehen um in eine grössere Wohnung. Und das schon bald, wenn es diese Woche mit der Fertigstellung klappt. Frank und ich plauderten und gingen dann zum Einkaufen. Schliesslich herrschte im Kühlschrank noch gähnende Leere.

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Abends verabredete ich mich mit Deniz, Anne und P@ im „Club Abarth“ zur Party „Sisters of Wave“. Es legten nur DJanes auf. Daher der Name. Und es wurde ein gelassener Abend. Mit Deniz tanzte ich viel. Frank stellte fest, dass in der Schweiz die Mädels hübsch sind und bekam zu spüren, dass P@ und Stephan gut „töggelen“ können. Aber es gibt noch genug Gelegenheiten zum Üben. Zum Beispiel das nächste Mal im „Provitreff“.

Gegen 3 Uhr verabschiedete ich mich und fuhr gemütlich nach Hause und fiel müde ins Bett. Ich muss mich glaub ich doch noch etwas von der Messe erholen.


11.04.2008 – Servus Messe, Frankfurter Welle, Rückfahrt nach Zürich und „80iesforever“ im BBQ

12. April 2008

Am Samstag den 05. April fuhr ich nach dem Besuch bei Kirsten und Werner gegen 15 Uhr nach Frankfurt ab. Nach geschlagenen 5 Stunden 30 Minuten erreichte ich nach 3 Staus – 2 umfahren und in 1 festgesteckt – Frankfurt. Ich checkte ins „Intercity-Hotel“ ein und traf mich mit den bereits in Frankfurt Anwesenden zum Abendessen. Logisch: Es regnete fast durchgängig.

Am Sonntag begann die Messe und ab 8:30 Uhr startete mein Messedienst. Die Messe dauerte bis Freitag 17 Uhr. Anschliessend fingen sofort die Messebauer mit dem Abbau der Stände an. Auf den Wegen auf dem Messegelände herrschte geordnetes Durcheinander. Tieflader, Kleintransporter und Tieflader fuhren in Parkpositionen oder sausten ähnlich wie in einem Ameisenhaufen kreuz und quer herum.

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Eigentlich hätte ich am Freitag „Infotag“ gehabt, ich lief also in „Zivil“-Bekleidung auf der Messe auf. Aber irgendwie klappte das nicht. Ich kam nur selten vom Messestand weg und wenn, dann klingelte das Mobile Phone. Schon würde mich der nächste Kollege am Stand suchen oder fragte mich, wo ich abgeblieben wäre. Aber auch egal. Es hat riesig Spass gemacht. Man trifft Kunden, Bekannte und Freunde, die man entweder nur alle zwei Jahre trifft – eben auf der Messe – oder nur von Mail und Telefon her kennt, neben den Freunden, die man unregelmässig in heimischen Gefilden trifft.

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Ich half einem Freund und Kollegen „Mike“ nach der Messe noch seinen Stand abzubauen und die Ware in sein Auto zu laden. Da wir während der gesamten Messe nach dem Dienst durch die Halle zogen und auf diversesten Feiern gemeinsam unterwegs waren, beschlossen wir ein Abschlussessen bei einem seiner Projekte in einem Restaurant einzunehmen.

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Gegen 19 Uhr trafen wir in dem Restaurant „Westside“ in Frankfurt ein und genossen es endlich einmal sitzen zu können. Sechs Tage pausenlos auf den Beinen zu sein geht an die Substanz. Mike bestellte sich einen Club-Burger und ich ein sattes Wiener Schnitzel mit Pommes. Wir liessen es uns schmecken und plauderten über die letzten Tage und deren Erlebnisse.

Danach gingen wir an der „Frankfurter Welle“ entlang etwas Spazieren. Die gesamten Gebäude herum gestalteten Lichtkünstler farbvoll im Rahmen der zur Messe stattfindenden „Luminale“.

Dann fuhr mich Mike zum Parkhaus beim Bahnhof zurück und ich startete gegen 21:30 Uhr in Frankfurt zurück nach Zürich.

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Schon Tage zuvor plante ich nicht gleich nach der Messe um 17 Uhr am Freitag loszufahren. Zum Berufsverkehr und den Pendlern kämen dann nämlich auch noch die Messerückkehrer dazu. Also konnte man von an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass der Verkehr rund zum Frankfurt zum Erliegen kommen würde.

Gegen 21:30 Uhr hingegen verlief der Verkehr vollkommen normal und flüssig. So drehte ich auf den nicht tempolimitierten Teilstücken der A5 Richtung Basel den Gashahn auf, liess den Turbo kommen und die Ventile mal wieder so richtig durchblasen. Mein „kleiner Schwarzer“ stand ja die ganze Woche schon in der dunklen Garage und bekam nun endlich seinen ungezügelten Auslauf.

So schaffte ich die 410 Kilometer von Frankfurt nach Zürich in 3 Stunden 20 Minuten und steuerte direkt das Parkhaus Förlibuckstrasse an. Denn im „Club BBQ“ verabredete ich mich mit Anne und P@ zur legendären „80iesforever“-Party.

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Astrid empfing mich an der Tür und wir plauderten ein wenig. DJ Pete legte satten Sound aus den 80ern und danach auf und wir feierten und tanzten bis gegen 2 Uhr morgens.

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Dann stieg ich erneut ins Auto und fuhr die wenigen Kilometer nach Hause. Müde aber zufrieden schlief ich ein. Die erste Nacht in der ich am nächsten Tag nicht früh raus musste seit 14 Tagen. Ich grub mich förmlich in die Kissen und die Bettdecke ein. Bitte nicht stören!

 


Gentleman ging im Zürisee mitsamt seinem Auto baden

11. April 2008

Aus dem Polizeibericht:

„Obwohl er alles versuchte, sich und das Auto aus der misslichen Situation zu retten, rutschte das Auto immer weiter ins Wasser. Als der blaue Honda im See kurze Zeit ’schwamm‘, entschloss sich der 25-Jährige, nach dem Motto «Alle Mann von Bord», das sinkende «Schiff» zu verlassen. Trotz der kritischen Situation verhielt er sich richtig, öffnete die Seitenscheibe und konnte sich aus der misslichen Lage zu befreien. Danach blieb ihm nichts anderes übrig, als im rund sechs Grad kalten Zürichsee ans Ufer zurückzuschwimmen.“

Das ist natürlich bitter 😉


06.04.2008 – Warum ich immer an Koh Samui denken muss?

7. April 2008

Tja, dafür gebe ich kurz ein Beispiel. Heute nach dem Messetag ging die gesamte Mannschaft zum Essen. Wohin? Zum „Thailänder“.

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Wer nicht weiss, was das links oben ist: Ein Haarstecker. Daneben ein BBQ. Dann unten links: Singha-Beer zusammen mit Chicken Red Curry und daneben rechts eine der schönen thailändischen Schnitzereien. Aber ich denke auch ohne ein thailändisches Lokal zu besuchen täglich mehrmals an Koh Samui. Warum? Wird nicht verraten 😉


06.04.07 POD – Picture of the Day „PeterPan is in the House“

7. April 2008

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Seit Samstag Abend befinde ich mich in Frankfurt. Heute stand der erste Messetag an. Tja, no more Words to say: „PeterPan is in the House!“ 🙂

Danke „Gamma!“


05.06.2008 Spagetti-Plausch oder „Zu Gast bei Freunden“

6. April 2008

Kirsten und Werner lernten wir über mein Blog-Tagebuch über Koh Samui kennen. Eigentlich suchte Kirsten im Web Informationen über das Wetter auf Koh Samui und landete auf meine Blog. Werner druckte dann die Tagebucheinträge als Reisevorbereitungslektüre aus (über 50 Seiten) und setzte einen Kommentar. Wie der Zufall so spielt, stellte sich dann heraus, dass beide in unserer dritten Woche im Nachbarhotel ihre Ferien buchten. So trafen wir uns damals und verbrachten oft den Abend bei gutem Essen, Wein und ab und an einem Whiskey.

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So luden uns Kirsten und Werner am letzten Freitag nach ihrer Heimreise zu einem gemütlichen Spagetti-Plausch in ihr schön eingerichtetes Domizil ein. Bei dem ein oder anderen Gläschen Wein und dem extra „spicy“ Spagetti tauschten wir Urlaubserinnerungen aus. Beim Betrachten der tollen Fotos von Werner kamen extrem die Erinnerungen an einen traumhaft schönen Urlaub durch. So plauderten wir bis spät in die Nacht und gingen erst „recht früh“ zu Bett. Während ich am Nachmittag nach Frankfurt startete, blieb Mike noch den ganzen Samstag zu Gast bei Freunden.


03.04.2008 Party „More than Mode“ im Xtra

4. April 2008

Am Mittwoch Abend trafen Mike und ich uns mit Anne und P@ im Club Xtra. Der Titel der Party „More than Mode“ lockte uns in diese Location zusammen mit der Ankündigung „30 Years of Wave“.

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Allerdings enttäuschte das aufgelegte Musikportfolio vollständig und hatte überhaupt nichts mit „Wave“ zu tun. So blieb es bei zwei Bier und wir kamen an diesem Tag pünktlich ins Bett.


Nateldiebstahl auf der Überholspur der A96 bei Landsberg am Lech

2. April 2008

Nachdem ich soeben den Artikel in der „Augsburger Allgemeinen“ gefunden habe, darf ich nun auch in einem Beitrag über die wohl kurioseste Story meines Lebens berichten. Heute fand die Hauptverhandlung am Amtsgericht Landsberg vor dem Verkehrsgericht statt und ich war dort als Zeuge vorgeladen.

Ich muss dazu sagen, dass ich keineswegs auf der Jagd nach Verkehrsündern bin, wenn ich mit dem Auto unterwegs bin. Nur der geneigte Stamm-Leser und meine Freunde und Kollegen kennen mich: Ich hab immer die Digitalkamera in der Hosentasche; denn jeden Tag passiert irgendetwas Kurioses. Und da man sich nicht mehr alles merken kann, was rund um mich herum alles passiert, lichte ich das dann ab. Üblicherweise entstehen dann Bilder von Landschaften, Tieren, Pflanzen, Veranstaltungen und sonstigen Erlebnissen – und eben Kuriositäten.

Aber am 27.08.2007 geschah etwas Einmaliges, Aussergewöhnliches, absolut Verrücktes: Ich befand mich auf der Rückfahrt von Deggendorf zurück nach Zürich. Auf der A96 München-Lindau bei Eching am Ammersee fuhr ein Kleintransporter mit offener Ladefläche ganz nah auf mein Heck auf. Ich überholte noch das neben mir fahrende Fahrzeug und wechselte nach rechts.

Dicht vor mir wechselte auch der Kleintransporter auf die rechte Spur, beschleunigte dann und zog an einer Kolonne im Tunnel rechts überholend vorbei. Auf einen LKW aufschliessend zog er unvermittelt nach links. Dadurch musste ein ebenfalls den LKW überholdender BMW stark bremsen. Nach dem Tunnel wird die Geschwindigkeitsbegrenzung aufgehoben und es geht bergauf. Auf den folgenden circa 12 Kilometern bis zur nächsten 120er-Zone vor Landsberg Ost holte ich den Kleintransporter wieder ein und liess ihn hinter mir.

Nach dem 120er-Schild fuhr ich rechts, legte den Tempomat ein und öffnete das Fenster ein Hand breit. Dann zündete mir eine Zigarette an und tuckerte gemütlich dahin. Bis ich plötzlich im Rückspiegel zwei Kleintransporter – einen auf der linken und einen auf der rechten Spur – von hinten parallel auf mich zukommen sah. In diesem Moment löschte ich die Zigarette und nahm die Fotokamera vom Beifahrersitz, stellte mit dem Daumen auf „Filmen“ und drückte auf den Auslöser. Der auf meiner rechten Spur hinter mir fahrende Kleintransporter mit offener Ladefläche schloss dicht zu mir auf und zog dann knapp hinter dem auf der linken Spur fahrenden Kleintransporter an mir vorbei. Ich folgte mit der Digicam in der Hand dem Geschehen.

Scheinbar lieferten sich insgesamt drei Kleintransporter ein privates Rennen im dichten Berufsverkehr gegen 17 Uhr. Zwei der Transporter verliessen dann die Autobahn bei Landsberg Ost. Der mit der offenen Ladefläche fuhr mit etwa 120 km/h weiter auf der A96 auf der linken Spur. Aber nur bis wenige 100 Meter nach dem Beschleunigungsstreifen der Zufahrt Landsberg Ost.

Nateldiebstahl auf der Autobahn

Denn dann wurde ich auf der Autobahn A96 auf der Überholspur nach der Ausfahrt Landberg Ost ausgebremst. Der Kleintransporter setzte die Warnblinkanlage, bremste bis zum Stillstand ab. Ich dachte zuerst, dass einen Stau vor uns gibt, drückte auf den Knopf der Warnblinkanlage, verringerte zuerst sanft die Geschwindigkeit und bremste dann stark ab, bis ich neben der linken Leitplanke versetzt hinter dem Kleintransporter zum Stehen kam.

Ich  legte die Digicam auf den Beifahrersitz zurück. Es gab aber keinen Stau – zumindest vor uns nicht. Der Fahrer stieg aus und kam auf mein Auto zu. Ich nahm das Mobiltelefon vom Beifahrersitz. Bei der Beifahrertür angekommen, griff er plötzlich durch den Spalt des Seitenfensters nach meinem auf dem Schoss liegenden Mobiltelefon, nahm es an sich, lief zurück zu seinem Kleintransporter und stieg wieder in den Kleintransporter ein! Dann fuhr er im fliessenden Verkehr mit eingeschalteter Warnblinkanlage nach rechts über die rechte Spur auf den Standstreifen und verliess die Autobahn bei Landsberg Nord.

Richtig gelesen: Handyklau auf der Überholspur! So konnte ich nicht anders, als den Übeltäter anzuzeigen. Und das Tollste an der Angelegenheit: Ich filmte das eigentliche Vergehen mit meiner Foto-Digitalkamera. Die Polizisten staunten nicht schlecht, als ich vor einem halben Jahr auf die Frage „Was liegt den vor“ meine Aussage mit dem Titel „Diebstahl eines Mobiltelefons auf der Überholspur der A96“ einleitete und sie dann das Video auf der Dienststelle ansahen. Der Richter präsentierte dieses Video auch heute in der Hauptverhandlung.

Am Ende stand dann das Urteil für den Fahrer des Kleintransporters fest: Gefährlicher Eingriff in den Strassenverkehr, Nötigung und „Veränderung von Datenmaterial“. Strafe: 10 Monate auf Bewährung (3 Jahre Bewährung), 20 Monate Führerscheinentzug (ab Urteil), 120 Stunden gemeinnützige Arbeit, Tragen der Gerichtskosten. (ohne Gewähr auf korrekte rechtliche Schreibweise).

Der öffentlichen Hauptverhandlung wohnten zwei Pressemitarbeiter bei. Auf die Frage, warum beide anwesend seien, meinten diese, dass so etwas, wie dieser Fall, wohl einmalig sei. So findet man nun die Kurzform der Angelegenheit eben bei der „Augsburger Allgemeinen“ unter dem reisserischen Titel „Duell auf der Autobahn„. Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht.