20.02.2010 – Laserwaffe gegen Stechmücken – WMD (Weapon of Mosquito Destruction)

20. Februar 2010

Nachdem schon im Jahr 2008 erste Experimente von Jordin Kare beim Versuch erfolgreich waren, Moskitos im Flug zu erfassen und mit Lasern schwacher Leistung abzuschießen, scheint dies nun sogar ganz ohne Spezialtechnik zu funktionieren. Dieser jedes Jahr und besonders an lauen Sommerabenden wiederkehrende Traum aller technikaffinen Anwohner von Gewässern hat allerdings nicht nur als heiß ersehntes Gegenmittel mitteleuropäischer Stechmücken Konjunktur, sondern könnte sich eines Tages durchaus als ernsthafte Ergänzung zum Moskitonetz zwecks Bekämpfung von Malaria in tropischeren Gefilden eignen.

Unter der Bezeichnung WMD (Weapon of Mosquito Destruction) wurde so ein Apparat schließlich von Wissenschaftlern der Firma Intellectual Ventures in Seattle entwickelt. Weiter interessant ist, dass Bill Gates im Rahmen seiner Kampagne für die Malaria-Bekämpfung einer der Financiers des Projekts ist. Es werden übrigens nur die Weibchen „gegrillt“ – die Männchen werden verschont.

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15.12.2009 – Sonneneinstrahlung Schuld? Vor 60 Jahren schmolzen die Schweizer Gletscher schneller als in den letzten Jahren

16. Dezember 2009

Zürich – Überraschende Resultate lieferten neueste Studien von Schweizer Forschern zum Thema Klimawandel: Sie fanden heraus, dass die Gletscher in den 1940er-Jahren rasanter geschmolzen sind, als sie es heute tun. Wie die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) am Montag berichtete, sehen die Wissenschafter die Ursache dafür in der geringeren Aerosolverschmutzung der Atmosphäre.

In der Schweiz wird laut ETH der Schneezuwachs im Winter und die Gletscherschmelze im Sommer an mehreren Messstellen auf rund 3.000 Metern seit fast 100 Jahren ohne Unterbrechung gemessen. Mit dieser weltweit einzigartigen Messreihe untersuchte Matthias Huss während seiner Doktorarbeit, wie sich die Klimaveränderung im vergangenen Jahrhundert auf die Gletscher auswirkte. Dabei berücksichtigte das Forscherteam die seit 1934 in Davos gemessene Sonneneinstrahlung auf die Erdoberfläche.

Sonneneinstrahlung als massgebender Effekt

Studien in den vergangenen zwei Jahrzehnten haben nämlich gezeigt, dass, verursacht durch Aerosole und Wolken, die Sonneneinstrahlung stark variiert und dies vermutlich einen Einfluss auf Klimaschwankungen hat, hieß es in einer Aussendung des ETH. In den vergangenen Jahren wurden für diese Phänomene die Begriffe „global dimming“ und „global brightening“ für reduzierte beziehungsweise erhöhte Sonneneinstrahlung geprägt.

Weniger Niederschlag und längere Schmelzperioden

Die neue Studie, die in der Fachzeitschrift „Geophysical Research Letters“ publiziert wurde, bestätigt diese Forderung. Denn unter Berücksichtigung der erhobenen Daten für die Stärke der Sonneneinstrahlung kamen die Forscher zu einem überraschenden Ergebnis: In den 1940er Jahren, insbesondere im Sommer 1947, verloren die Gletscher seit Beginn der Messreihe im Jahr 1914 am meisten Eis. Und das, obwohl die Temperaturen tiefer waren als in den vergangenen zwei Jahrzehnten. „Überraschend ist, dass sich dieses Paradoxon relativ einfach über die Strahlung erklären lässt“, sagte Huss.

Schuld an der starken Gletscherschmelze sei der hohe kurzwellige Strahlungseintrag in den Sommermonaten. Dieser lag in den 1940er Jahren um acht Prozent über dem Langzeitdurchschnitt und um 18 Watt pro Quadratmeter über demjenigen der vergangenen zehn Jahre. Dies führte dazu, dass, über das gesamte Jahrzehnt der 1940er gemittelt, vier Prozent mehr Eis schmolz als in den vergangenen zehn Jahren.

Aerosol:
Ein Aerosol ist ein Gemisch aus festen oder/und flüssigen Schwebeteilchen und einem Gas. Das Verhalten eines Aerosols hängt immer von den Teilchen und dem Trägergas ab. Die Schwebeteilchen heißen Aerosolpartikel oder Aerosolteilchen. Ein Aerosol ist ein dynamisches System und unterliegt ständigen Änderungen durch Kondensation von Dämpfen an bereits vorhandenen Partikeln, Verdampfen flüssiger Bestandteile der Partikel, Koagulation kleiner Teilchen zu großen oder Abscheidung von Teilchen an umgebenden Gegenständen.

Unsere Atmosphäre enthält stets Aerosole unterschiedlichen Typs und unterschiedlicher Konzentration. Dazu zählen:

  • natürliche organische Anteile: Pollen, Sporen, Bakterien
  • natürliche anorganische Anteile: Staub, Rauch, Seesalz, Wassertröpfchen
  • vom Menschen eingebrachte Verbrennungsprodukte wie Rauch, Asche oder Stäube
  • vom Menschen hergestellte Nanopartikel.

Wirkung auf die Wolkenbildung
Ihre wichtigste Rolle kommt den Aerosolpartikel bei der Bildung von Wolkentröpfchen zu. Die Fähigkeit als Kondensationskern zu wirken hat jeder Partikel, allerdings wird die Intensität dieser Fähigkeit durch die Zusammensetzung und die Größe des Partikels bestimmt. Je größer ein Partikel ist, desto mehr wasserlösliche Einzelkomponenten sind in ihm enthalten. Es ist somit mehr hydrophile Masse vorhanden, die Wasserdampf am Partikel kondensieren lässt. Bei Aerosolpartikeln, in denen keine hydrophilen Komponenten enthalten sind, wie zum Beispiel bei Ruß, kommt es auf die Oberfläche des Partikels an, wie gut Wasserdampf an ihm kondensieren kann. Je größer die Oberfläche des Aerosolpartikels, desto mehr Wasser kann an ihm kondensieren. Größere Partikel bilden früher Wolkentröpfchen als kleinere. Es kommt aber auch auf die Zusammensetzung der Partikel an. Wolkenkondensationskeime aus hydrophilen Mineralsalzen, wie zum Beispiel Ammoniumsulfat oder Ammoniumnitrat können schon ab 70 % Luftfeuchtigkeit Tröpfchen bilden, während hydrophobe Rußpartikel erst bei einer Luftfeuchtigkeitsübersättigung, also bei über 100 % Luftfeuchtigkeit Tröpfchen bilden. In der Regel bilden ab 103 % Luftfeuchtigkeit alle Aerosolpartikel Tröpfchen. Gäbe es keine Aerosolpartikel, so bräuchte man bis zu 300 % Luftfeuchtigkeit, um eine Tröpfchenbildung herbeizuführen.

Auszug aus Wikipedia

Die Sonneneinstrahlung und der Klimawandel
Bereits seit dem Jahr 1923 registrieren spezielle Messgeräte die auf den Erdboden einfallende Sonnenstrahlung. Aber erst mit dem Internationalen Geophysikalischen Jahr 1957/58 wurde allmählich ein weltweites Messnetz installiert. Die Daten zeigen den Wissenschaftlern auf, dass die von der Sonne gelieferte Energie auf der Erdoberfläche über die Jahrzehnte stark schwankt und das Klima entsprechend beeinflusst.

Wild und Kollegen fanden aber bei der Analyse neu erhobener Daten heraus, dass die Sonneneinstrahlung ab 1985 allmählich wieder zunahm. In einer Publikation in «Science» prägten sie im Jahr 2005 dafür den Begriff «global brightening», nachdem bereits 2001 der Begriff «global dimming» für die zuvor festgestellte abnehmende Sonneneinstrahlung lanciert wurde.

Eine weitere Herausforderung ist für die Forschenden, die Effekte des «global dimming/brightening» besser in die Klimamodelle zu integrieren, um deren Auswirkung auf den Klimawandel besser zu verstehen. Denn einerseits weisen Studien darauf hin, dass «global dimming» die tatsächliche Erwärmung und somit den Klimawandel bis in die 1980er Jahre hinein maskiert hat.

Auf der anderen Seite zeigen die publizierten Studien auch, dass die Modelle, die im vierten Assessment Report des Intergovernmental Pannel on Climate Change (IPCC) verwendet wurden «global dimming/brightening» nur unzureichend abbilden: Weder das «dimming» noch das darauffolgende «brightening» wird von den Modellen vollständig simuliert. Dies liegt laut den Wissenschaftlern vermutlich daran, dass die Prozesse, die das «global dimming/brightening» verursachen, nicht ausreichend berücksichtigt wurden, und die historischen, vom Menschen verursachten Emissionsraten, die in die Modelle einfliessen, mit grossen Ungenauigkeiten behaftet sind.

Auszug aus ETH Life „Die Sonneneinstrahlung und der Klimawandel“


25.11.2009 – Ursache unbekannt: Erderwärmung fällt derzeit aus

26. November 2009

Gerade zufällig bei Spiegel.de gefunden:

Die Erderwärmung ist ins Stocken geraten: Seit zehn Jahren steigt die globale Durchschnittstemperatur nicht weiter an. Die Klimatologen rätseln darüber, wie sich dieser Trend erklären lässt. Liegt es an den fehlenden Sonnenflecken? Oder an ungewöhnlichen Meeresströmungen?

Zumindest in Kopenhagen könnte das Wetter mitspielen. Das Dänische Meteorologische Institut prognostiziert für die Klimakonferenz im Dezember Temperaturen, die ein Grad über dem langjährigen Durchschnitt liegen.

Ansonsten aber ist es mit der globalen Erwärmung derzeit nicht weit her. Die Durchschnittstemperaturen auf der Erde steigen seit Anfang des Jahrtausends nicht mehr weiter an. Und auch in diesem Jahr sieht es nach Stillstand aus.

Kompletter Artikel siehe Link oben. Ob wohl bald eine nachhaltige und energieeffiziente Eiszeit ansteht?


09.11.2009 – Das Buch der Synergien von Achmed Khammas

9. November 2009

Der „Datenscheich“ Achmed Khammas mit eigenem Blog auf der TAZ hat in jahrelanger Arbeit ein schönes Werk geschaffen. Mit dem Buch der Synergie liegt eine der umfassendsten Darstellungen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Erneuerbaren Energie vor – eine Enzyklopädie, die gleichermaßen für Laien wie für Fachleute eine grosse Fülle an Material bereit hält und zeigt, daß es eine grosse Fülle an Lösungen zu Energiefragen gibt …wir müssen sie nur umsetzen.
http://www.buch-der-synergie.de

Über den Blog und die Informationssammlung bin ich gestolpert, als ich Bilder zum Thema „Energieeffizienz“ suchte.

Das Foto beweist, daß es selbst in Somalia inzwischen so breite Autobahnen wie in Deutschland gibt… von wegen Entwicklungsländer! 🙂 Es hat übrigens noch mehr passende Bilder zum Thema.


25.09.2009 POD – Picture of the Day – „Über den Wolken“ oder „Wie lange fliegen wir eigentlich schon“

25. September 2009

Fliegen ist heute nichts mehr Aussergewöhnliches. Man fährt zum Flughafen, checkt das Gepäck ein (falls vorhanden), wandert zum Gate, setzt sich in den Flieger und nach mehr oder weniger langer Zeit in der Luft setzt der Flieger wieder zur Landung im Zielflughafen an. Die Flügel der Flugzeuge bauen so eine Brücke zwischen Abflug- und Zielort.

Über den Wolken

Das Fliegen besitzt mittlerweile eine gewisse Normalität – gar Leichtigkeit. Wie ein Vogel durch die Luft gleiten war Jahrtausendelang ein Traum der Menschheit. „Aviatik“ – von (lat.) Vogel abgeleitet (Avis). Dieser Traum ist noch gar nicht so lange Realität. Erst um 1900 machten sich Flugpioniere in aller Welt daran die Lüfte zu erobern. Weitläufig bekannt sind in diesem Zusammenhang Otto Lilienthal und die Gebrüder Wright.

Mir bisher unbekannt ist der erste Konstrukteur und Pilot eines motorgetriebenen „Starrflüglers“: Der damals in Paris lebende Brasilianer Alberto Santos-Dumont. Am 12. November 1906 flog er mit der 14-bis den ersten öffentlichen und offiziellen Motorflug ohne Katapultsystem und ohne Gegenwind. Alberto Santos-Dumont gewann das Preisgeld von 1.500 Franc für den ersten Motorflug der Welt über 100 Meter. 1909 flog er mit einer Weiterentwicklung – die Demoiselle – erstmals über 55 mph (etwa 66 km/h) mit einer Flügelspannweite von 5,50 Meter.

Der erste Schweizer: Am 28. August 1910 flog der Schweizer Armand Dufaux mit seiner Dufaux 4 von Noville/St. Gingolph rund 66 Kilometer über den Genfersee nach Genf und gewann damit einen von Perrot Duval 1909 ausgeschriebenen Preis. Armand Dufaux hatte mit dieser Pionierleistung den bislang weltweit längsten Flug über offenes Wasser gewagt und gewann das ausgelobte Preisgeld des Perrot Duval-Preises für die Überquerung des Genfersees auf seiner gesamten Länge. Mit 19 Jahren war er der jüngste Pilot der Schweiz und zusammen mit seinem Bruder Henri bedeutende Erfinder der damaligen Zeit.

Am 28. August 2010 soll die fliegerische Pioniertat der Brüder Dufaux wiederholt und der Genfersee vom Schweizer Astronauten Claude Nicollier entlang der historischen Strecke von 1910 überflogen werden. Also sollte man sich diesen Termin dick im Kalender rot anmerken.


23.07.2009 – Schweiz: Unwetteralarm mit starken Gewittern und Hagelschlag

23. Juli 2009

Unwetterwarnung Stufe 2: Starke Gewitter mit Hagelschlag und Windböen. Regenmengen über 40 mm/h.

Aktuelles Radarbild (16:30 Uhr) und aktuelle Leserbilder (BAZ-online)

Aktuelle Wetterwarnungen Schweiz


22.07.2009 – Asien: Sonnenfinsternis begeistert Millionen – die Bilder

22. Juli 2009

Die längste Sonnenfinsternis des 21. Jahrhunderts hat in Asien trotz Regens und teils dichter Wolkendecke Millionen Menschen in ihren Bann gezogen. Das Himmelsschauspiel war am Mittwoch von Indien über Bangladesch und Birma bis nach China und Japan zu sehen. Damit überzog die Sonnenfinsternis einige der meistbewohnten Gegenden der Welt und dürfte die größte Beobachterschar in der Geschichte der Menschheit gehabt haben.

Als erstes konnten Frühaufsteher im westindischen Bundesstaat Gujarat die Sonnenfinsternis beobachten. Dort verfinsterte sich die Sonne um 06.30 Uhr Ortszeit (03.00 Uhr MESZ). In der ostchinesischen Wirtschaftsmetropole Shanghai war das Spektakel 36 Minuten später zu sehen. Insgesamt hatte die Sonnenfinsternis einen Korridor mit 258 Kilometern Breite und 15.000 Kilometern Länge. Über dem Pazifik war die Sonne sechs Minuten und 39 Sekunden lang komplett vom Mond verdeckt – eine Rekordzeit, die nach Berechnungen von Astronomen erst wieder im Jahr 2132 erreicht wird.

Die Bilder von der Sonnenfinsternis in Asien (stern.de)

Bilder der Sonnenfinsternis in Asien (Flickr.com)

Viele, viele Bilder bei Flickr


28.04.2009 – Schweinegrippe, Vogelgrippe – die spanische Grippe von 1918

28. April 2009

Zwei Grippewellen forderten im Jahr 1918 allein in der Schweiz 25 000 Tote (0,63 % der Gesamtbevölkerung). Dabei fielen mehr Soldaten und Wehrmänner der Grippe zum Opfer als bei Kampfhandlungen. Was die wenigsten wissen: Der Erreger mutierte aus einer Vogelgrippe. Auch „spanische Grippe“ ist nicht korrekt, da die ersten Krankheitsfälle nicht in Spanien, sondern aus den USA kamen.

Schon damals dauerte es nur wenige Wochen bis von Amerika kommend Asien und Europa breitflächig befallen war. Und: Die Spanische Grippe befiel erstmals kerngesunde Menschen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren. Insgesamt forderte die Spanische Grippe weltweit 25 bis 30 Millionen Menschenleben und infizierte schätzungsweise 500 Millionen Personen – etwa ein Drittel der damaligen Weltbevölkerung.

Pro Grippesaison rechnet man heute in der Schweiz mit 100 000 bis 300 000 Erkrankungen und 400 bis 1 000 Todesfällen.


16.12.2008 – „Kassensturz testet Energiesparlampen – Nur Longlife-Lampen leben länger

16. Dezember 2008

«Kassensturz», «K-Tipp» und WWF haben zwölf der meistverkauften Energiesparlampen untersuchen lassen. Seit Juni 2007 brennen in einem Labor über Hundert Stück, darunter günstige Eco-Modelle, teure Longlife-Lampen und die Sparlampen in der klassischen Glühbirnenform. Stefan Gasser von der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz (S.A.F.E.) simulierte den Alltagsgebrauch der Lampen.

und weiter:

18 Monate später, nach mehr als 12’000 Stunden Brenndauer und über 120’000 Ein- und Ausschaltungen, leuchten praktisch nur noch die Longlife-Modelle – Classic und Economy sind erloschen. Das sind die Sieger:

1. Philips PLT Stic 15 W, Longlife
(Nachfolgemodell: Philips 16 W, Longlife)
gekauft bei Coop, 12.90 CHF

2. IKEA Sparsam 15W, Longlife
gekauft bei IKEA, 7.95 CHF

3. Sunlux elite 15W, Longlife
(nicht mehr im Sortiment)
gekauft bei Migros, 16.50 CHF

3. Osram Longlife dulux EL 15W, Longlife
(baugleich wie Sunlux auf Platz 3)
gekauft bei Migros, 16.50 CHF

Standard- und Classic-Birnen (Glühlampenform) fallen fast alle zwischen 5000 und 10000 Schaltungen durch.

Mehrwert:


08.12.2008 – Zürich: Hormon Oxytocin erzeugt gleichgültigere Menschen

9. Dezember 2008

Der Presseartikel auf welt.de „Streitende brauchen ein Hormon gegen Stress“ erinnerte mich an ein Schreckenszenario, welches sich im Science Fiction Movie „Serenity“ als Roter Faden durchzog. Aber zuerst zu den Fakten aus einer Studie von – natürlich – Wissenschaftlern der Universität Zürich:

Mit einer Verabreichung des Hormons Oxytocin kann offenbar das Sozialverhalten von Menschen verbessert werden. Die Substanz hilft nämlich dabei, Stresshormone im Gehirn zu reduzieren. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Universität Zürich. Dabei wurde das Streitverhalten von 47 Versuchspaaren zwischen 20 und 50 Jahren analysiert, wie die Fachzeitung „Biological Psychiatry“ berichtet.

Und weiter:

Dabei kamen sie zum Schluss, dass die Paare, die Oxytocin erhalten hatten, wesentlich besser abschnitten, als die mit einem Placebo abgespeisten Vergleichspaare. Laut der Studie verlängerte das Oxytocin zudem die Dauer von positivem im Verhältnis zu negativem Verhalten. Daraus zogen die Forscher den Schluss, dass Oxytocin generell für positives Verhalten oder Stressreaktionen bei Partnerschaften verantwortlich ist.

Also reicht nur eine Priese „Oxytocin“ in der Luft und der Mensch regt sich weniger auf und wird gleichgültiger, die Schwelle zum Streiten und zur Gewalt wird deutlich höher und alles riecht nach „Friede, Freude, Eierkuchen“. Welche Auswirkungen das auf den Strassenverkehr hätte! Keine Streitereien, keine Raser, keine Macho-Überholmanöver, weniger Unfälle. Und erst in der Politik! CVP und SVP verbrüdern sich im Bundesrat, bieten sich gegenseitig die Ämter an, die Armee wird abgeschafft und Blocher geht mit Maurer in den Ruhestand, züchten wie einst Cesar Rosen oder begrüssen am 12.12.2009 Grenzgänger mit warmem Händedruck und tonnenweise Fondue und Röschti.

Moment mal! Eine Substanz in der Luft stellt die Bewohner ruhig und macht sie friedlich? Sofort fühlte ich mich an DEN Science Fiction Film des Jahrhunderts erinnert, den ich vorher aber nicht kannte, aber nach dem ersten Anschauen auf DVD (für das Kino zu spät) sofort in meine Sammlung wanderte: „Serenity“! Was Ihr kennt den auch (noch) nicht? Dann wird es aber Zeit ihn sich mal näher zu Gemüte zu führen; denn nicht nur ich bin Fan von diesem Film (und der Serie auf DVD). Dieser Film wurde zum Top-Science-Fiction Film des Jahrhunderts gewählt. Und das vor „Star Wars“, „Matrix“, „Alien“, „Terminator“ und „Zurück in die Zukunft“.

Kurzabriss des Film’s „Serenity“:

500 Jahre in der Zukunft. Die Rohstoffe der Erde sind ausgebeutet und die Menschheit ist dermassen gewachsen, dass die Erde sie nicht mehr ernähren kann. Man hat die Technik um ferne Planetensysteme zu erreichen und findet dort erdähnliche Planeten, welche mit Terraforming lebenswert umgestaltet werden. Die Entwicklung geht von den Zentralplaneten aus. Dort sitzt auch die Regierung der „Allianz“. Allerdings wollen sich so manche Bewohner der äusseren Planeten von der Bevormundung der „Allianz“ nicht unterdrücken lassen. Es kommt zu einem erbitterten Krieg, den die „Allianz“ zu gewinnen scheint.

Das Raumschiff „Serenity“ unter der Führung eines ehemaligen Rebellen Mal Reynold nimmt eines Tages Dr. Simon Tam und seine etwas seltsame Schwester River auf. Sie bestehen einige Abenteuer, bis man sich im Laufe der Zeit dazu entschliesst unter grossen Gefahren den Planeten „Miranda“ aufzusuchen. Dort findet man einen bewohnbaren Planeten vor. Allerdings weisen die vielen Leichen auf eine Katastrophe hin. Schliesslich entdeckt man ein abgestürztes Raumschiff und darin eine Nachricht als Hologramm. Darin wird geschildert, dass die „Allianz“ einen Versuch auf dem Planeten „Miranda“ gestartet hatte, der gründlich fehlschlug.

Die Wissenschaftler entliessen eine Substanz mit dem Namen „Pax“ in die Athmosphäre des Planeten „Miranda“ mit dem Ziel die Bewohner friedlich und genügsamer zu machen. Das gelang auch zu Beginn. Allerdings wollte der Grossteil der Bevölkerung dann irgendwann gar nichts mehr machen und verstarb. Auf den restlichen Teil der Bevölkerung zeigte das „Pax“ aber schreckliche Nebenwirkungen – nämlich das Gegenteil. Diese „Reaver“ wurden viel aggressiver und fielen über die friedlichen Menschen her und töteten den Rest der ruhig gestellten Personen.

Na hoffentlich kommt auf unserem Planeten niemand auf so eine bombastische Idee! Obwohl … die SVP könnte doch am Mittwoch im Bundesrat auf den Posten ganz gemütlich und ruhig …

Mehrwert gefällig?