28.04.2009 – Mercer-Studie 2009: Wien überholt Zürich oder „Haberer vor Eidgenossen“

27. April 2009

Ohoh. Das gibt ein Rauschen im Blätterwald. Und eventuell Verstimmungen in den Nachbarschaftlichen diplomatischen Beziehungen. Zuerst der Steuerstreit und nun das: Nach der weltweit anerkannten und von Mercer alljährlich durchgeführten Studie „Global – Quality of Living Survey“ überholte die Österreichische Stadt Wien unser aller Zürich, welches X Jahre die Hitliste der lebenswertesten Städte unangefochten anführte.

  1. Wien
  2. Zürich
  3. Genf
  4. Vancouver
  5. Auckland

Zwar folgt sofort nach Zürich die Schweizer Stadt Genf, aber den goldenen Lorbeer erhält dieses Jahr eben Wien. So wie ich das aus dem Pressetext heraus lese, kam der Sieg von Wien durch die erstmalige Bewertung der Infrastruktur der jeweiligen Stadt zustande. Und da fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Die absolute Häufung von Baustellen und die allgegenwärtigen Blitzkästen in Zürich müssen den negativen Ausschlag gegeben haben! Das schreckt Urlauber und Besucher sicherlich am meisten ab.


26.02.2009 – Schweiz: Rekordwachstum der Bevölkerung im Jahr 2008

26. Februar 2009

Neuchâtel, 26.02.2009 (BFS) – Ende 2008 belief sich die Zahl der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz auf 7’700’200 Personen. Gemäss den vorläufigen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) bedeutet dies eine Zunahme um 106’700 Personen oder 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit wurde der stärkste jährliche Bevölkerungsanstieg seit 1963 verzeichnet.

Ende 2008 erreichte die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz den Stand von 7’700’200 Personen. Diese Zahl umfasst die Schweizer Staatsangehörigen sowie alle ausländischen Staatsangehörigen mit Ausnahme der Personen mit Kurzaufenthaltsbewilligungen für weniger als ein Jahr (53’100 Personen) und der Personen im Asylprozess (40’800 Personen mit Ausweis F oder N)

Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz nahm damit im vergangenen Jahr um 1,4 Prozent zu (+106’700 Personen). Verantwortlich für diese Entwicklung sind der Geburtenüberschuss (Geburten abzüglich Todesfälle) von 15’200 Personen sowie der Einwanderungsüberschuss und die Status-wechsel von 91’500 Personen.


22.02.2009 – Zürich: Zu Wasser, zu Lande und unter Tage – Kran Limmatquai und West-Fest

22. Februar 2009

Momentan erhitzen zwei Themen das Zürcher Volk in Stadt und Land. Zumindest in den Medien entsteht dieser Eindruck: „Kunstprojekt Zürich Transit Maritim – Schiffskran am Limmatquai“ und das „West-Fest“ zur Eröffnung der Westumfahrung. Der „Hochseekran“ am Limmatquai soll 500 000 Franken kosten und das „West-Fest“ gleich 5,5 Millionen Franken.

„Zürich Transit Maritim„?

Das zeitlich befristete Kunstprojekt «zürich-transit-maritim» eines Stadtzürcher Künstlerteams nimmt mit verschiedenen Elementen den Traum von der Stadt am Meer auf. Höhepunkt ist der «Fund» eines Hochseehafenkrans am Ort der ehemaligen Fleischhalle am Limmatquai. Dieser Platz neben dem Rathaus-Café war für die Errichtung eines Hochbaus geschaffen worden. Das Kunstprojekt soll zur Diskussion über die künftige Gestaltung dieses Platzes beitragen.

Zürich liegt an einem See. Das dürfte bekannt sein. Aber, dass eine Anbindung an die „Hochsee“ besteht? Bei „Hafen“ denkt man eher an den Rheinhafen in Basel. Vor fast 100 Jahren gab es tatsächlich Pläne für eine Verbindung vom Zürisee zum Rhein. Zürich Transit Maritim

„West-Fest„: Seit Jahren wird in Zürich’s Westen gebuddelt, gegraben, betoniert und asphaltiert. Die längst überfällige Autobahnverbindung vom Kreuz Limmattal nach Brunau zur Autobahn Chur und zur Autobahn Richtung Luzern zum Gotthardtunnel hin soll dieses Jahr fertig gestellt und eröffnet werden. Der tägliche Arbeits- und erst recht der Schwerlastverkehr bahnte sich bisher seinen Weg durch Ortschaften und über sich schlängelnde Bundesstrassen oder mitten durch die Stadt Zürich, da die Autobahnen sinnigerweise alle direkt in der Stadt enden. Zur Eröffnung der Westumfahrung wird vom 24.04. bis 26.04.2009 ein Event veranstaltet. Die Highlights: Gotthard, DJ Bobo („arg!“) und der „fabulöse“ DJ Ötzi! Am Sonntag führt der Züri-Marathon durch die Tunnel. Was die Massen negativ erregt ist einmal der Preis der Veranstaltung (5,5 Mio. CHF) und die Tatsache, dass der Eintritt täglich 15 Franken (16 Abendkasse) kosten soll. Hier gibt es Infos zum „West-Fest„. Das für mich wichtige Autobahnteilstück bei Knonau wird leider erst 6 Monate später im November eröffnet.


20.02.2009 – Schweiz: „Bad Bank UBS“ oder „Wo geht’s nach Offshore?“

20. Februar 2009

Die Finanzkrise, deren Ausgangspunkt der fiktive Immobilienfondsmarkt in den Vereinigten Staaten war, hat zumindest eines bewirkt: Die Bürger der USA lernen, wo die Schweiz geografisch liegt. Noch zu Bush’s Zeiten verwechselte man das Land der Eidgenossen gerne mit Schweden. Der Amerikanische Fiscus versucht nun nach dem Muster der deutschen Regierung Steuerflüchtlinge mit Nachdruck zur Einsicht zu bringen und doch besser das Geld im eigenen Land zu versteuern.

Man erinnert sich: Genau vor einem Jahr durchforsteten deutsche Steuerfahnder diverse Büros von Grossbanken in einer gross angelegten Razzia. In München fand damals auch eine Durchsuchung der UBS-Niederlassung statt. In der Folge zeigten sich tausende Steuerflüchtlinge selbst an und brachten so ein paar Millionen in den Staatssäckel der Bundesregierung.

Eine ähnliche Idee scheint die Obama-Regierung gekommen zu sein. Speziell in Zeiten, in welchen Hilfspakete in dreistelliger Milliardenhöhe an Automobilhersteller und Immobilienbesitzer versprochen werden. Da kommen die 52 000 Steuerflüchtlinge zur Refinanzierung gerade recht. Insgesamt sollen fast 15 Milliarden Dollar auf den Konten liegen. Gut, bei einem verwalteten Vermögen von 3000 Milliarden (ja, richtig gelesen) liest sich das als marginal.

Doch momentan überschlagen sich die Ereignisse im Land der Unabhängigkeit inmitten Europas. Nachdem der UBS eine Klage drohte, beschloss die Finanzmarktaufsicht (Finma) kurz vor Klagefrist, dass die UBS Kundendaten – etwa 300 – an die Amerikanischen Justizbehören weiter geben darf und einigte sich auf ein sog. Deferred Prosecution Agreement (DPA). Somit wurde die erste Klage aufgeschoben und man einigte sich in einem Vergleich. Die UBS akzeptiert eine Consens Order der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC). Zusätzlich zahlte die Bank 780 Millionen USD an Strafen und unrechtmässig durch grenzüberschreitendes Geschäft erwirtschafteten Gewinn. Zudem wird sich UBS aus dem grenzüberschreitenden US-Geschäft über nicht-SEC-lizenzierte Einheiten vollständig zurückziehen und diesen Rückzug rasch und den gesetzlichen Rahmenbedingungen entsprechend umsetzen, wie im Juli 2008 angekündigt. Hierfür hat die UBS 18 Monate Zeit. Aber einen Tag später folgte die zweite Klage mit der Forderung der Herausgabe von 52 000 Bankkundendaten.

Wieder einen Tag später – also heute – reichten 8 Betroffene beim Schweizer Bundesverwaltungsgericht Klage gegen die Herausgabe ein. Und das Gericht erliess eine „superprovisorische Verfügung“. Diese verbietet bis zur letztendlichen Klärung jegliche Weitergabe von Kundendaten an Dritte, insbesondere an amerikanische Behörden. Nun bleibt der Finma und der UBS bis Dienstag Zeit Stellung zu nehmen. Finma-Präsident Eugen Haltiner sieht sich unverhofft ebenso einer Klage von vier UBS-Kunden gegenüber.

Derweil klagen die Parteien über alles: Parteien kritisieren USA oder Parteien kritisieren UBS-Einigung oder Parteien zerpflücken den UBS-Deal. Dass es bei der ganzen Angelegenheit aber eigentlich um offensichtlich kriminelle Machenschaften einer Grossbank geht, wird vergessen; denn die USB-Spitze wusste scheinbar seit 2001 ganz genau, was für Geschäfte die Mitarbeiter in den Staaten erledigen. Die Anlageberater benutzten sogar einen „Geheimcode“ für die Summe und die Währung. „Geldverstecken“ scheint üblich gewesen zu sein.

Die Aktionäre quittierten dies am heutigen Freitag und liessen die Aktie der UBS auf ein Allzeittief von unter 11 Franken fallen. Noch im Oktober letzten Jahres stand diese kurz vor der 80 Franken-Marke. Hinzu kommt, dass die Gefahr besteht, dass Anleger, die ihr Geld bei der UBS in fragwürdige Steuerschlupflöcher anlegten bei Verlust ihres Geldes dann die UBS und die Finma wegen Preisgabe der Kundendaten verklagen. Dies meint zumindest der Rechtsprofessor Peter V. Kunz in einem Interview.

Ergo: Ein zweischneidiges Schwert für die UBS; denn einigt sie sich nicht mit den US-Behörden, so könnte der Verlust der Banklizenz für die USA drohen. Fordern die US-Behörden jedoch die sensiblen Bankdaten von Steuersündern während der Einigung, so drohen ihr weitere Klagen der anschliessend Geschädigten wegen Bankgeheimnisverletzung. Und es gibt in diesen Fällen einfach keine Hintertür. Vielleicht hilft die Flucht nach „Offshore?“.


21.12.2008 – Schweizer Armee soll Schweizer Hochseeflotte vor Piraten vor Somalia schützen

22. Dezember 2008

Ja, irgendwie schon kurios die Überschrift, aber wahr. Das Binnenland Schweiz besitzt eine Hochseeflotte. Ganze 32 Schiffe mit um die 600 Seeleuten kreuzen über die Sieben Meere. Und eines davon wurde gestern von Piraten verfolgt – vor Somalia und nicht am Bodensee oder Zürisee – Andaman-See, wo sonst. Es war eines der Schweizer Reederei „Enzian“, was mich wieder auf den Asterixband „In Helvetia“ erinnert.

Schon unverschämt von den Piraten zu versuchen die neutralen Frachter der Eidgenossen zu kapern. Und das lässt sich Bundespräsident Pascal Couchpin nicht gefallen!

Schweizer Flugzeugträger
Bildquelle nzz.ch

Allerdings steht noch kein Beschluss fest. Es soll sich um eine Polizeiaktion von Freiwilligen der Schweizer Armee handeln. Bei dem aktuellen Wetter könnte sich so ein sonniger Ausflug in die sonnige und trockene Andaman-See vor dem Horn von Afrika schon lohnen. Ob der oben abgebildete Schweizer Flugzeugträger zum Einsatz kommt, ist somit noch fraglich. Und hoffentlich werden nicht als erstes The Pirates in Hinwil zur Strecke gebracht.

Mehrwert?


16.12.2008 – „Kassensturz testet Energiesparlampen – Nur Longlife-Lampen leben länger

16. Dezember 2008

«Kassensturz», «K-Tipp» und WWF haben zwölf der meistverkauften Energiesparlampen untersuchen lassen. Seit Juni 2007 brennen in einem Labor über Hundert Stück, darunter günstige Eco-Modelle, teure Longlife-Lampen und die Sparlampen in der klassischen Glühbirnenform. Stefan Gasser von der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz (S.A.F.E.) simulierte den Alltagsgebrauch der Lampen.

und weiter:

18 Monate später, nach mehr als 12’000 Stunden Brenndauer und über 120’000 Ein- und Ausschaltungen, leuchten praktisch nur noch die Longlife-Modelle – Classic und Economy sind erloschen. Das sind die Sieger:

1. Philips PLT Stic 15 W, Longlife
(Nachfolgemodell: Philips 16 W, Longlife)
gekauft bei Coop, 12.90 CHF

2. IKEA Sparsam 15W, Longlife
gekauft bei IKEA, 7.95 CHF

3. Sunlux elite 15W, Longlife
(nicht mehr im Sortiment)
gekauft bei Migros, 16.50 CHF

3. Osram Longlife dulux EL 15W, Longlife
(baugleich wie Sunlux auf Platz 3)
gekauft bei Migros, 16.50 CHF

Standard- und Classic-Birnen (Glühlampenform) fallen fast alle zwischen 5000 und 10000 Schaltungen durch.

Mehrwert:


08.12.2008 – Zürich: SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli bei Verkehrsunfall in Stäfa schwer verletzt

8. Dezember 2008

Polizeinews.ch meldet heute:

Christoph Mörgeli fuhr heute Morgen um 08.50 Uhr in Stäfa auf der Rhynerstrasse abwärts Richtung Dorfzentrum. Aus bisher nicht bekannten Gründen fuhr er mit seinem Personenwagen gegen einen am rechten Strassenrand parkierten Lieferwagen. Durch den Aufprall erlitt das Auto des Nationalrates Totalschaden. Leute der Feuerwehr Stäfa mussten den Verunfallten bergen. Mit Verdacht auf Rückenverletzungen wurde Christoph Mörgeli ins Spital geflogen. Der 61-jährige Lieferwagenlenker, welcher sich zum Unfallzeitpunkt im Laderaum befunden hatte, wurde durch die Kollision aus dem Fahrzeug geschleudert und leicht verletzt.

Kompletter Artikel bei Polizeinews.ch, sowie weitere Informationen und Bilder bei bei bazonline.ch

Beim Lesen des Artikels kamen mir Parallelen zum tödlichen Unfall des Österreicher FPÖ-Politiker Jörg Haider in den Sinn. Politiker scheinen es aber schon immer recht eilig zu haben und Verkehrsunfälle sind nicht selten. Dabei kochte erst kürzlich das Thema „Raser“ in der Schweiz trotz der rückläufigen Anzahl Unfalltoter auf.


03.12.2008 – Thailand/Bangkok: PAD beendet Belagerung von Suvarnabhumi Airport – Regulärer Flugbetrieb voraussichtlich ab 15. Dezember

3. Dezember 2008

Die PAD-Demonstranten begannen letzte Nacht dem Flughafen Suvarnabhumi auf Wiedersehen zu sagen. Somit endet die acht Tage andauernde Belagerung des grössten und wichtigsten Flughafen in Thailand, welcher einen unbezifferbaren Schaden für das Land und die Wirtschaft verursachte.

Die Flughafen-Verantwortlichen beeilen sich nun den internationalen Flughafen wieder flott zu machen, der seit 25. November von den Aktivisten gekapert war. Seriat Pasutanond, amtierender Präsident der Airports of Thailand (AOT), dass der Suvarnabhumi Airport voraussichtlich am 15. Dezember seinen relgulären Flugbetrieb wieder aufnehmen könne. Dieser Termin hinge aber davon ab, wie schnell die PAD-Anhänger den Flughafen komplett räumen. Eine definitive Aussage könne er aber erst treffen, wenn eine Inspektion des Flughafens den Umfang der Schäden an der Anlage und den System definiert hätte.

Nachdem die Regierungsgegner ihren „finalen Fight“ gewonnen hatten – das Verfassungsgericht verbot die regierende PPP (People Power Party) und zwei weitere Koalitionspartner, was die Entlassung des Premierministers Somchai Wongsawat zur Folge hatte – verliessen diese den Airport.

Offizielle Fachleute der verschiedenen Airlines und der International Air Transport Association werden heute damit beginnen die Sicherheitsanlagen und weitere Systeme unter die Lupe zu nehmen. Vor den Toren des Airports warten mittlerweile über 200 000 gestrandete Touristen und Thailändische Reisende seit der Schliessung der beiden wichtigsten Flughäfen in Thailand – Suvarnabhumi und Don Mueang.

Am härtesten hat es aber das internationale Image von Thailand getroffen, sowie den Tourismus und die damit zusammenhängenden Industriezweige mit einem Schaden der 100 Milliarden Baht übersteigt.

Suwannee Samrongwattana, Stellvertretender Airport Direktor, sagte, dass die Demonstranten letzte Nacht begannen die ersten drei Ebenen des Flughafens zu verlassen. Die Besetzer des vierten Stocks konnten nach langatmigen Verhandlungen dazu bewegt werden am heutigen Vormittag das Gebäude zu verlassen.

Ein Team der Flughafen-Sicherheitskräfte begann bereits letzte Nacht damit die Inspektion der wichtigen Bereiche innerhalb des Flughafens durchzuführen, um sicherzustellen, dass alle Sicherheitvorkehrungen getroffen werden könnten und die ersten Schritte zur Aufnahme des Flugbetriebes einzuleiten.

Übersetzt aus dem Artikel „Suvarnabhumi siege ends“ des Thailändischen Newsdienstes „The Nation“

UPDATE 03.12.2008 (10:30 Uhr MEZ): Erste reguläre Flüge angeblich ab 04.12.2008 möglich!

In der Nacht zum Freitag wird der reguläre Flugverkehr in Bangkok wieder starten können. Der amtierende Präsident der Flughafenbehörde, Serirat Pasutanong, teilte mit: „Der Flughafen wird am 4. Dezember Mitternacht wiedereröffnet, aber ist dann noch nicht 100 Prozent im Einsatz“.


02.12.2008 – Thailand/Bangkok: Suvarnabhumi International Airport wieder geöffnet – Frachtflugzeuge sind die ersten in der Luft

2. Dezember 2008

Flughafen von Bangkok wieder in Betrieb! Auf dem internationalen Flughafen von Bangkok ist der Flugverkehr wieder angelaufen. Zunächst sei die Landung von Frachtmaschinen ermöglicht worden, sagte der Leiter der Luftverkehrsbehörde. Die oppositionelle Volksallianz für die Demokratie (PAD) erlaube von diesem Moment an Flugzeugstarts und Landungen für Passagier- und Transportflüge, sagte ein PAD-Vertreter. Ein Vertreter der thailändischen Flughafengesellschaften bestätigte die Vereinbarung.

Wenn es keine technischen Probleme gebe, könne der Verkehr damit binnen 24 Stunden wieder aufgenommen worden. Der Flugpassagierverkehr könne aber erst dann wieder aufgenommen werden, wenn die Demonstranden das Flughafengelände vollständig verlassen hätten und die Sicherheitsvorkehrungen wieder voll funktionsfähig wären. Das könne noch einige Tage dauern, aber man arbeite mit Hochdruck daran.

Das Thailändische Verfassungsgericht hat heute die regierende Parteikoalition und deren Parteien unter dem Vorwurf des Wahlbetruges für unrechtmässig gewählt erklärt und sprach ein Verbot der Parteien aus. Gerichtspräsident Chat Chalavorn befand gleich drei Regierungsparteien des Wahlbetrugs für schuldig. Neben Somchais Partei der Volksmacht (PPP) sind dies die Machima-Thipatai-Partei und die Chart-Thai-Partei. Mit der Entscheidung wolle das Gericht „einen politischen Standard und ein Beispiel setzen“, sagte Chat. „Unehrliche politische Parteien untergraben das demokratische System Thailands.“

Die Entscheidung verbietet Somchai und 59 Parteifunktionären für den Zeitraum von fünf Jahren jede politische Betätigung. Von den 59 namentlich genannten Personen gehören 24 dem Parlament an. Sie müssen ihre Mandate jetzt niederlegen. Andere Parteimitglieder aber können neue Parteien gründen und an der Bildung einer neuen Regierung mitwirken.

Quellen:


01.12.2008 – Thailand/Bangkok – Bettina, Regina, Petra, Chris, Nanee, Heiko – Betroffene im Freundes- und Bekanntenkreis

1. Dezember 2008

Seit Dienstag letzter Woche besetzen Anhänger der PAD den Flughafen Suvanabhumi und stürzen das beliebte Tourismusland in ein mittleres Chaos. Die Auswirkungen sind nun auch direkt im Freundes- und Bekanntenkreis erkennbar. Hier eine Zusammenfassung:

Bangkok: Bettina, Regina und Petra – Backpackers warten auf den Backflieger
Ich hatte schon so ein dumpfes Magengefühl („irgendwann um die Zeit sollten die Mädels doch zurück sein“). Nun ist es sicher. Die Regensburger Mädels Bettina, Regina und Petra sitzen in Bangkok fest. Soeben erhielt ich eine Mail von Bettina. Seit 3 Wochen trampen die drei nicht das erste Mal durch Asien. Diesmal stand Laos, Vietnam und Thailand auf dem Programm. Alles auf eigene Faust und mit Ferienzielen im Auge, dort kommen nur selten Touristen hin. Auf den Flug von Phnom Penh nach Bangkok hätten sie verzichtet und seien mit dem Bus in Bangkok angekommen. Von Bangkok sei es einfacher mit der Fluggesellschaft Kontakt aufzunehmen. Leider weiss ich noch nicht, wo sie untergekommen sind und wie es ihnen geht.

Update: Die Mädels sind heute (03.12.2008) wohlbehalten via U-Tapao wieder zu Hause angekommen.

Regensburg: Thailandfan Chris im Umbuchungsstress
Noch vor wenigen Wochen mit Mike und mir weilte Chris selbst noch in Thailand. Chris vom LHCC Reisebüro Venus schrieb mir heute eine Mail. Er hofft, dass der Airport in Bangkok bald wieder öffnet; denn er hat seit Tagen alle Hände voll zu tun verursacht durch den Ausfall vieler Flüge nach Bangkok und die damit zusammenhängenden kurzfristigen Umbuchungen. In Thailand fängt vor Weihnachten die Hauptreisezeit/Hochsaison an. Und Alternativen zu finden ist nicht ganz einfach.

Koh Samui: Restaurantinhaberin Nanee fehlen die Gäste
Eigentlich fängt im Dezember die Hauptreisezeit in Thailand an. Der Monsunregen der letzten Wochen war der Anfang. Dann kam die Blockade der beiden wichtigen Flughäfen in Bangkok und nun fehlen die neuen Gäste. Es wird mit ziemlicher Sicherheit extrem schwierig ein Restaurant im Ferienparadies mit diesen Voraussetzungen zu betreiben. Der Schaden für den Tourismus lässt sich nicht beziffern.

Deutschland: Thailandkenner Heiko das erste Mal mit Freundin aber nicht in Bangkok
Heiko, eine Bekanntschaft über den Blog, sollte eigentlich heute via Dubai mit der Ethiad nach Bangkok und dann weiter nach Samui. Doch sein Flug ist komplett storniert worden. Heute Nacht stornierte er dafür sämtliche Hotels und Weiterflüge auf der Route. Nun hat er Skifahren in Ischgl gebucht.

Zürich: PeterPan bangt um seinen Flug nach Neverland
So, und in 34 Tagen geht mein Flug nach Bangkok. Ob es klappt, das ist die andere Frage. Angeblich dauert es „locker“ 2 Wochen bis die Systeme am Suvanabhumi wieder hochgefahren sind und der Airport wieder geordnet seinen Dienst aufnehmen kann. Da ich aber der Überzeugung bin, dass die Thai’s sehr gut arbeiten und die Sache schnell aus der Welt schaffen werden (das Hochfahren des Airports meine ich), denke ich dass sie weniger wie eine Woche brauchen werden. Aber zuerst sollte sich die Regierung mit den PAD-Leuten einigen oder etwas einfallen lassen.