20.08.2010 – Migrationsamt Zürich: Zustände wie im alten Rom – Amtschef Adrian Baumann geht

20. August 2010

Schlendrian, Verschwendung, Sex, Brot und Spiele. Die sicheren Anzeichen von Degeneration und Destruktion wurden beim sogenannten „Schorer-Bericht“ auf über siebzig Seiten heute veröffentlicht. Die Zustände wurden im Mai diesen Jahres publik, worauf man eine Untersuchung durchführte. Danach verwendeten die Beschäftigten scheinbar mehr Zeit für Facebook, als für die Bearbeitung von Akten. Sogar Google ist beim Migrationsamt weniger populär als Facebook. Es wurden zwar offiziell nur 3 Mails mit „Softpornografischem“ Inhalt gefunden, aber: Im April bis Juni 2010 surften die Beamten nur halb so häufig auf Seiten mit sexuellen Inhalten als ihre Kollegen in der Kantonsverwaltung. Wobei man sich fragt, was die IT-Abteilung im Kanton eigentlich für Sicherheitsbestimmungen besitzt.

Die entscheidenden Passagen zum Thema „Absenzen und Pausen“ sind der Öffentlichkeit aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht zugänglich. Auch sind die Mitarbeiter selbst für die Erfassung ihrer Arbeitszeit zuständig. Ob es eine Kontrolle durch den Vorgesetzten gibt, ist nicht ersichtlich. Nach einer Mitarbeiterumfrage im Jahr 2005 lag der Prozentsatz an mit ihrer Arbeit unzufriedenen Mitarbeitern bei 20%. Bei der nächsten Mitarbeiterumfrage stieg dieser Prozentsatz auf 30%. Weitere Daten bis heute liegen nicht vor, da nach 2007 die Mitarbeiterumfragen einfach eingestellt wurden. Was man nicht weiss, macht einen nicht heiss.

Auch scheint sich der Vorwurf der Polizei zu bestätigen, dass das Migrationsamt Zürich das wohl schlechteste unter den Kantonen zumindest von der Erreichbarkeit her zu sein scheint. Man habe zwar 77 000 Franken für ein neues Computersystem für die Verfahrenskontrolle in 2008 ausgegeben. Man sei aber nach Problemen damit nach kurzer Zeit zum alten System zurück gekehrt, welches man heute noch nutze. Ergo hätte das Migrationsamt die Investition in den Sand gesetzt.

Zudem beschert das Zürcher Migrationsamt dem Ombudsmann sehr viel mehr Arbeit als die Ämter anderer Kantone. Häufigste Beschwerdegründe: Überlange Verfahrensdauer, rüder Umgangston der Beamten, unverständliche Abläufe, Mitarbeiter sind nicht zu erreichen. Der Prozentsatz an Beschwerden liege im zweistelligen Bereich. Das liegt offensichtlich daran, dass Dossiers willkürlich von maximal zwei Personen in der zuständigen Abteilung liegen gelassen werden. Diagnose des St. Galler Rechtsanwalts Schorer: „Mangel an direkter Personalführung“ und das unzureichende Computersystem.

Einer der vielen Ursachen: Das bürokratische Dickicht ist in Zürich zu gross. Auch nicht effizienter wird das Migrationsamt durch die Tatsache, dass sich ein Teil der Verantwortlichen gegen die Einführung von elektronischen Dossiers wehrt, wie sie St. Gallen bereits seit 1998 einsetzt.

Zum Abschluss ein Zitat aus dem Artikel der NZZ zum Vergleich zwischen St. Gallen und Zürich:

In Schorers Heimatkanton, den er zum Vergleich heranzieht, liegt die Anzahl der Anrufe, die täglich beim Migrationsamt eingehen, bei «weit unter 100». Die Mitarbeiter an den Schaltern oder an den Telefonen können jederzeit auf die Datenbank mit den Personendossiers zugreifen und kompetent Antwort geben. Gemäss dem Bericht Schorer schätzen vor allem Unternehmen die Möglichkeit, Gesuche online einzureichen. Mehr als 85 Prozent der einkommenden Geschäfte im Ausländerbereich werden innert 24 Stunden erledigt, weitere 10 Prozent innert 48 Stunden.

Anders in Zürich, wo 2,6 Mal so viele Gesuche eintreffen. Einen Online-Schalter gibt es hier nicht. Im letzten Jahr wollten pro Tag 1200 Anrufe beantwortet werden, an den Schaltern standen 320 Personen an. Bei Fragen, die Papierdossiers betreffen, erhielten sie meist keine Antwort. Auch sonst dauert die Bearbeitung von Gesuchen in Zürich länger. Die 90 Prozent der schnellsten Fälle sind in Zürich im Schnitt erst nach 15 Tagen bearbeitet. In einzelnen Fällen mussten EU-Bürger, die eine B-Aufenthaltsbewilligung wollten, fast ein Jahr auf einen Bescheid warten.

Nach der Veröffentlichung des Berichtes räumt der Amtschef Adrian Baumann seinen Posten. Als interimistischer Amtsleiter stellte Regierungsrat Hans Hollenstein Andreas Werren vor. Der 48-jährige selbständige Jurist war zwischen 1999 und 2004 Leiter des Amts für Justizvollzug. Er tritt seine Stelle am 1. Oktober an. Die Stelle des Amtsleiters wird öffentlich ausgeschrieben. Adrian Baumann bleibt in der kantonalen Verwaltung. Er wechselt ins Strassenverkehrsamt, wo er «juristische Aufgaben» übernimmt.

Mehrwert:


05.08.2010 – Kaffeesatz Briketts zum Grillieren

6. August 2010

Ein bekannter Kleingärtnerwitz ist: „Was tust Du auf Deine Erdbeeren?“ „Kaffeesatz!“ Ja, Mit Kaffeesatz düngt man nicht nur Erdbeeren, sondern lässt auch Begonien besser blühen. Eine völlig neue Möglichkeit den bei Espressomaschinen anfallenden Kaffeesatz umweltfreundlich zu entsorgen, stellt nun die Schweizer Firma „3r Company“ aus Schaffhausen vor.

Das Produkt heisst „ECOFUEGO Blau„. Die Firma kam vor bereits 4 Jahren auf die Idee Kaffeekapseln zu Grillkohle zu verarbeiten. Wie es heisst, soll der Brennwert dieser Briketts 3x höher sein, als Holz. Somit werfen wir ab sofort den Kaffeesatz nicht mehr weg, sondern verarbeiten ihn zu Grillbriketts. Somit gibts jetzt bei uns demnächst Kaffee unter das Steak.


19.06.2010 – Events in Zürich: Fashion Crimes Party im Provitreff Zürich mit 80er-Sound und 80er-Klamotten

13. Juni 2010

Vor gut einem Jahr waren wir an der Bad Taste Party Sause. Nun ist die Fasnachtszeit dieses Jahr zwar schon wieder rum, aber feiern kann man ja auch während der WM Zeit. Darum gibt es für dieses Jahr ein kleines WM-Nachprogramm: Eine Fashion Crimes Party. Mit guter Musik aus den 80er Jahren und möglichst vielen Modesünden aus eben diesem oder späteren Jahrzehnten.

Hier die Angaben:
Wann: Samstag, 19.06.2010, 22 – 04 Uhr
Wo: Provitreff, Sihlquai 240, 8005 Zürich
Musik: 80ies mit DJ Membrane
Dresscode: Fashion Crime / Bad Taste.
Eintritt: CHF 15.-. Mit Dresscode gratis. (Der Gewinn kommt einem gemeinnützigen Projekt zugute)

http://www.provitreff.ch/

Wer Bekleidungstipps Richtung „Bad Taste“ respektive „Fashion Crime“ benötigt, der kann sich Anregungen bei den Bildern von der letzten Bad Taste Party holen.


03.05.2010 – Nummer 2 in den Top Blogs Blogverzeichnis.ch Schweiz

3. Mai 2010

Mein Blog steht momentan auf dem 2. Platz im Top Blogs bei Blogverzeichnis.ch Kategorie „Schweizer Blogs“. Das freut mich ungemein (bayerisch: „sakrisch g’freit!“) und lässt mich gemütlich auf dem Sofa relaxen.

Top_Blogs_Blogverzeichnis.ch_Schweiz

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Mein Blog rangiert beim Blogverzeichnis.ch momentan auf Platz 2 der Schweizer Blogs! Das freut mich und lässt mich gemütlich auf dem Sofa relaxen. Besten Dank!


10.03.2010 – Wintereinbruch auf Mallorca – Insel verschneit

10. März 2010

Thom schickte mir heute eine Mail mit Bildern rund um seine Finca auf Mallorca: Es hatte geschneit! Und zwar nicht etwa nur ein wenig. Der Schnee liegt Zentimeterweise! Die Jungs wollten gleich in den Garten und eine Schneeballschlacht veranstalten und einen Schneemann bauen.

Das ist der Ausblick vom Balkon im 1. Stock Richtung Palma. Das Haus darunter gehört Domingo. Er wird wohl ein paar Gasflaschen mehr einkaufen müssen.

Und so sieht der Garten aus. Weitere Bilder hat es hier. Wo bitte bleibt die Klimaerwärmung? Oder bekommen wir eine neue Eiszeit? Da kommt man doch ins Zweifeln. Auf jeden Fall fängt die Schule wegen des Schneefalls in den nächsten Tagen erst später an. Viele Strassen im Norden sind gesperrt und für die Bergstrassen herrscht Schneekettenpflicht. Wobei letzteres eine sehr interessante Angelegenheit ist; denn auf Mallorca zieht man das ganze Jahr keine Winterreifen auf – woher dann Schneeketten nehmen?


20.02.2010 – Funny-Advertising – Starwars Musquito Defense System English Version

20. Februar 2010

Zum gerade veröffentlichten Artikel zum Thema „Laserwaffe gegen Stechmücken“ fand ich soeben ein Funny Video

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20.02.2010 – Laserwaffe gegen Stechmücken – WMD (Weapon of Mosquito Destruction)

20. Februar 2010

Nachdem schon im Jahr 2008 erste Experimente von Jordin Kare beim Versuch erfolgreich waren, Moskitos im Flug zu erfassen und mit Lasern schwacher Leistung abzuschießen, scheint dies nun sogar ganz ohne Spezialtechnik zu funktionieren. Dieser jedes Jahr und besonders an lauen Sommerabenden wiederkehrende Traum aller technikaffinen Anwohner von Gewässern hat allerdings nicht nur als heiß ersehntes Gegenmittel mitteleuropäischer Stechmücken Konjunktur, sondern könnte sich eines Tages durchaus als ernsthafte Ergänzung zum Moskitonetz zwecks Bekämpfung von Malaria in tropischeren Gefilden eignen.

Unter der Bezeichnung WMD (Weapon of Mosquito Destruction) wurde so ein Apparat schließlich von Wissenschaftlern der Firma Intellectual Ventures in Seattle entwickelt. Weiter interessant ist, dass Bill Gates im Rahmen seiner Kampagne für die Malaria-Bekämpfung einer der Financiers des Projekts ist. Es werden übrigens nur die Weibchen „gegrillt“ – die Männchen werden verschont.

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16.02.2010 – Schweizer Autobahn-Vignette: Doppelt hält besser?

17. Februar 2010

Ich wollte schon folgenden Titel schreiben: „Neulich auf dem Parkplatz“. Aber was soll’s. Neulich parkten Mike und ich auf unserem Stammparkplatz und ich hab‘ ja immer meine Kamera dabei.

Nein, fangen wir anders an: Bekanntlich benötigt man in der Schweiz zur ordnungsgemässen Benutzung der eidgenössischen Autobahnen eine „Vignette 2010“. Die Gültigkeit erstreckt sich von Dezember 2009 bis 31.01.2011. Ist man stolzer Besitzer einer „alten“ Vignette, so musste man sich spätestens am 31.01.2010 eines dieser „Pickerl“ an die Frontscheibe geklebt haben.

Wie bisher ist die Klebeseite der Vignette mit einem Punktraster versehen. Dies bedeutet, dass bei einer korrekt auf die Innenseite der Frontscheibe geklebten Vignette von aussen eine braun-rote Jahrzahl „10“ sowie der Punktraster sichtbar sind. Die Vignette kann wie gewohnt bei Tankstellen und Garagen, an den Postschaltern, bei den Strassenverkehrsämtern oder bei den Zollämtern bezogen werden. Sie ist für die Zeit vom 1. Dezember 2009 bis zum 31. Januar 2011 gültig.

Fahrzeugführerinnen und -führer sind aufgefordert, verfallene Vignetten von der Frontscheibe zu entfernen, um mögliche Sichtbehinderungen zu vermeiden. „Quelle Schweizer Eidgenossenschaft“

Es soll ja Kollegen geben, die sich die 40 Franken (etwa 28 Euro) sparen und über Nebenstrassen durch die Schweiz gondeln. Gut, wenn man viel (sehr sehr viel) Zeit hat und wirklich gemütlich die Gegend auf dem Lande und die Ampeln in den romantischen Städtchen bestaunen möchte, dann könnte man sich das überlegen. Aber sonst rentiert es sich nicht hier in diesem Fall den Sparfuchs zu spielen. Der Sprit kostet auch nicht 1,58 Euro, sondern 1,58 CHF. Ist also billiger als in den angrenzenden Euro-Ländern. Schokki ist besser, die Berge sind höher, die Täler grüner, die Seen sauberer, aber lassen wir das.

Vignetten 2x10

Wie erwähnt, man benötigt „eine“ (in Zahlen: 1) Vignette für das Jahr 2010. Eigentlich auch für sämtliche anderen Jahre zuvor und die Jahre, die wohl noch kommen mögen, wenn man in der Schweiz lebt. So wie immer eigentlich: Pro Jahr – eine Vignette.

Somit stutzte ich, als ich ein geparktes Fahrzeug fand, in dem fein säuberlich zwei (in Zahlen: 2) Vignetten parallel nebeneinander hinter dem Spiegel an der Frontscheibe prangten.

Zwei Autobahn Vignetten

Nun fragt sich der Zugereiste mit Migrationshintergrund: Was soll das denn bitte? Gut, die Schweiz ist als wohlhabend verschrien  (in den alemannischen Medien), der Franken hat in zwei Monaten 4,5 % zum Euro gewonnen, aber wozu leistet man sich tatsächlich zwei Autobahnvignetten vom gleichen Jahr? Darf man dann auf der Schweizer Autobahn doppelt so schnell fahren? Oder besitzt man damit die Lizenz zum „Dauerhaft-Links-Fahren“? Erbitte dringend Aufklärung. Eventuell lohnt es sich ja zwei zu kaufen. Odrrr?


14.02.2010 – Schweizer, das musst Du haben: Wenger Offiziermesser Giant

15. Februar 2010

Gerade bekomme ich von Klaus eine E-Mail mit der Frage, ob ich dieses praktische Alltagssackmesser besitze. Ich klicke auf den Link und traue meinen Augen nicht. Das „Wenger Schweizer Offiziermesser Giant (mit Schatulle)“ besitzt wirklich alles, was man sich im täglichen Leben wünscht.

Der Klassiker. Das legendäre Schweizer Offiziersmesser für Sammler. Als weltweit gültiges Symbol für genialen Erfindergeist hat sich das echte Schweizer Messer als -kleinste Werkzeugtasche der Welt- und unerlässlicher Helfer in allen Lebenslagen durchgesetzt. Ob für Biker, Angler, Golfer, Pfadfinder oder Wanderer. Das Sammlermesser Giant verfügt über 87 Werkzeuge mit 141 Funktionen. Es wird zusammen mit einem Zertifikat in einer dekorativen Schatulle geliefert. Maße: Heftlänge 8,5 cm, Gesamtbreite 24,0 cm.

Was nicht neben den wirklich gigantischen Ausmassen von 8,5 x 24 cm erwähnt wird: Der Alleskönner unter den Schweizer Messern besitzt ein Gesamtgewicht von 1,4 Kilogramm. Somit passt es schon mal wegen der Grösse nicht in den handelsüblichen Hosensack und das Gewicht würde die bei dauerhaftem „am Körper tragen“ wohl die Nähte platzen lassen. Auch der Preis „platzt“ aus allen Nähten, zwar hat Amazon das gute Stück bereits um 227 Euro gesenkt, aber mit 651 Euro ist das Wohnmöbel wohl doch kein Schnäppchen.

Dementsprechend fallen auch die Kommentare aus. Dem einen fehlt ein Notstromagregat (wasserdicht), eine Repetierarmbrust für den Distanzkampf, mehr Stauraum für 6 Kästen Bier oder für das knitterfreie Aufhängen der Anzüge nebst Hemden. Hingegen lobt man den neu integrierten Teilchenbeschleuniger, sowie den Schutzschildgernerator. Auch der Antigrav besticht durch seine Leistungsfähigkeit (300 Tonne auf 1 Meter Höhe). Auch die Garantie von 4 Jahren besticht.

Wie erwähnt, ist das gute Stück mit dem Namen „Schweizer Offiziermesser Giant“ u.A. bei Amazon erhältlich.

Hier geht’s zur Website von Wenger und zu mehr Infos zum „Giant“


07.01.2010 – Dumm, dümmer, Drogen auf Rückflug von Thailand

7. Januar 2010

Spiegel-Online meldet soeben:

Aufruhr über den Wolken: Auf einem Flug von Bangkok ist eine Gruppe von Niederländern ausgerastet. Die acht jungen Männer und Frauen sprangen über Sitzreihen und konsumierten offen Drogen. Am Zielflughafen Düsseldorf wartete schon die Polizei. Die sichtlich überraschten Rowdys seien festgenommen worden. Bei ihnen wurde die Droge Rohypnol entdeckt. Die Fluggesellschaft setzte die Truppe auf eine „schwarze Liste“ unerwünschter Passagiere. Gegen sie wird zudem wegen Beleidigung, Drogen-Vergehen und Verstößen gegen die Luftsicherheit ermittelt. Nach Zahlung von 1600 Euro Kaution durften die Niederländer die restliche Heimreise antreten.

Hätte man die Blödel bereits in Bangkok mit Drogen erwischt, wäre die Reise jäh zu Ende gegangen und ein Hotel mit Eisenstangenvorhängen wäre die nächste komfortable Bleibe geworden. „Ohne Holland fliegen wir zurück, fliegen wir zurück, fliegen wir zurück…“