Seit 25.03.2007 läuft die 5. Homepage-Tour

26. März 2007

 Wie ich zufällig über die Homepage-Tour stolperte, weiss ich nicht mehr. Auf jeden Fall erinnere ich mich, über Cor Kluytmans Website „Islandspassions“ auf das Thema aufmerksam geworden zu sein. Spontan meldete ich mich einfach mal an und harrte der Dinge, die da kommen sollten. Es muss ein ziemlicher Aufwand sein die Teilnehmer der Tour zu koordinieren. Ziel der Homepage-Tour ist es nämlich Klick-für-Klick durch das Web zu kreisen und interessante Websites zu erkunden. Am Ende landet man wieder beim Einstiegspunkt.

„In der 5. Homepage-Tour lernen Sie Teile von 22 teilnehmenden Homepages kennen. Auf jeder teilnehmenden Seite finden Sie einen Button oder Link der Sie weiterleitet zur nächsten teilnehmenden Seite. Viel Spass dabei! Die Homepagetour läuft voraussichtlich bis zum 29.04.2007.“

„Die teilnehmenden Webmasterinnen und Webmaster der 5. Homepage-Tour sind: Monika – Rolf – Agnes – Cor – Karin – Elfie – Eva – Isabel – Katja – Shayanna – Mira – Heinz-Josef – Christa – Karin – Petra – Brigitte – Sönke – Jürgen – Thea – Royko – Peter – Gabi.“

Der Einstieg ist einfach. Man klicke auf eines der untenstehenden Screenshots und achte auf den Hompage-Tour-Button:

Nach exakt 22 Klicks befindet man sich wieder am Anfang 🙂

Haben Sie selbst eine Homepage und möchten Sie bei der nächsten Homepage-Tour dabei sein, dann melden Sie sich an. Ihre Seite sollte ein interessantes Thema haben, dass sich eignet einem breiteren Publikum vorzustellen. Hier geht es zur Anmeldung.

An dieser Stelle besten Dank an Cor für die Organisation der Tour!


Stromfresser Internet – 3 Atomkraftwerke bis 2010

26. März 2007

Heute erhielt ich einen Newsletter von www.sonnenseiten.com . Darin wird auf einen Artikel verwiesen mit dem Titel: Die Top 10 der vernachlässigten Themen 2006.

Die Initiative Nachrichtenaufklärung (INA) stellte soeben in Bonn die Top 10 der vernachlässigten Themen des Jahres 2006 vor und forderte Journalisten auf, die vergessenen und verdrängten Themen bekannt zu machen.

Auf Platz 3 steht das Thema „Stromfresser Internet„:

In Deutschland könnten im Jahr 2010 drei Atomkraftwerke allein für den Betrieb des Internets laufen, errechnete das Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie im Jahr 2003. Das entspräche einem Anteil von sechs Prozent am deutschen Gesamtstromverbrauch, in absoluten Zahlen rund 31 Terawattstunden im Jahr (TWh/J; ein Terawatt sind eine Billion Watt). Doch auch die Zahlen, die das Institut für das Jahr 2001 retrospektiv errechnet hatte, waren beeindruckend: Innerhalb eines Jahres sei der Stromverbrauch für das Internet um 36 Prozent angestiegen, schrieben die Autoren, nämlich auf 6,8 TWh/J. Die Server hatten einen Anteil von 1,9 TWh/J daran. Wenige Jahre zuvor hatten die Forscher des Wuppertal-Institutes den Stromverbrauch des Internets noch mit 4,2 TWh/Jahr angegeben – die Server hatten daran einen Anteil von 0,3 TWh/Jahr. Ihr absoluter Verbrauch hat sich also diesen Zahlen zufolge mehr als versechsfacht.

Am Ende des Artikels schreibt die Autorin Sönke Klug:

Offenbar berichteten Massenmedien aber kaum über den größeren Kontext des Themas: die ökologischen Implikationen, den politischen Rahmen oder den Stromverbrauch des Internets allgemein. Aus den Fachbeiträgen über Energieeffizienz bei Servern wird einem Fachpublikum deutlich, wo derzeit das zentrale Problem bei diesen Geräten liegt. Eine breite Öffentlichkeit bleibt jedoch uninformiert über die – ungeregelten, unbeachteten – Ausmaße des Stromfraßes der Rechenzentren.

Ich erlaube mir an dieser Stelle zu ergänzen, dass es beim Stromverbrauch der Serverfarmen nicht nur um den Energiebedarf der Server selbst geht. Hinzu kommt noch, dass die Serverräume auf eine bestimmte Temperatur gehalten werden müssen, um einen einwandfreien Betrieb zu gewährleisten. Um die Temperatur gleichmässig tief zu halten, werden entsprechende Klimaanlagen errichtet, deren Kapazität auch dann ausreichen muss, wenn es zu einem dermassen heissen Sommer, wie im Jahre 2003, kommt. Ergo: Die Energie, welche die Serverfarmen „verbraten“, muss auch wieder aus den Serverräumen raus. Ich habe irgendwie die Faustformel im Hinterkopf: „Für 1 Watt abgeführte Leistung benötigt die Klimaanlage 2 Watt“. Kann mich aber auch irren, odrrr?

PS: Wie hoch ist der Anteil am Gesamtenergieverbrauch der Glühbirnen in privaten Haushalten nochmal?


Klimaschutz mit dem Einkaufszettel – Am besten hinsetzen und die Luft anhalten

26. März 2007

Via Sonnenseiten.com  wurde ich auf einen Artikel der Hamburger Verbraucherzentrale aufmerksam. Kurz und bündig zusammengefasst könnte dieser auch lauten „Setz Dich in die Ecke und halte die Luft an“; denn nur so erzeugst Du kein zusätzliches CO2.

Weniger Fleisch – regional – bio – frisch, Lebensmitteleinkauf kann den Treibhauseffekt verstärken. Denn Landwirtschaft und Ernährung sind in Deutschland zu etwa einem Fünftel am Ausstoß klimaschädlicher Gase beteiligt.

„Weniger Fleisch„; denn darüber freut sich der „regionale“ Bauer, dessen Einkommen in den letzten 40 Jahren eh schon massiv zusammengebrochen ist. Die wenigsten Bauern in Deutschland (und der Schweiz) wären ohne Länder- und EU-Subventionen lebensfähig und schon heute betreibt die überwiegende Mehrzahl der Bauern die Landwirtschaft als Nebenerwerb. In der Schweiz hilft den Bauern auch nur noch die Abschottung durch Zollvorschriften zusätzlich.

Ich liebe „kann-Sätze„, daher liebe ich diesen Satzteil „Lebensmitteleinkauf kann den Treibhauseffekt verstärken“ – muss aber nicht. „Denn Landwirtschaft und Ernährung sind in Deutschland zu etwa einem Fünftel am Ausstoss klimaschädlicher Gase beteiligt.“ Ja, wo kommen denn diese Zahlen her? CO2 scheinen „Landwirtschaft und Ernährung“ auf jeden Fall mal nicht auszustossen. Mir ist bekannt, dass Rindviecher Methan rektal ausstossen und diese Menge in CO2 umgerechnet wird. Aber wie fliesst die „Ernährung“ in die Kalkulation ein? Ich bitte um Fundamentalisierung der getroffenen Aussage.

Und nun folgenden die Tipps der Hamburger Verbraucherzentrale für „klimaschonendes Essen„:

  1. Mehr pflanzliche Lebensmittel essen: Weniger Fleisch ist besser – für die Gesundheit und das Klima.
    Die Produktion von Fleisch ist besonders energieintensiv und klimabelastend, da im Mittel sieben pflanzliche Kalorien notwendig sind, um eine tierische Kalorie zu erzeugen. Bei der Produktion von einem Kilo Rindfleisch werden 6,5 kg CO2 freigesetzt. Ein Kilo Obst verursacht dagegen nur ½ kg CO2, Gemüse sogar nur 150 g CO2.
  2. Regionales und saisonales Obst und Gemüse aus dem Freiland bevorzugen. Das vermeidet Transporte und erhält Arbeitsplätze, Wirtschaftskraft und Landschaft vor der Haustür.
    Vieles wird über Tausende von Kilometern geflogen, beispielsweise Äpfel aus Argentinien (11.000 km), Erdbeeren aus Südafrika (9.000 km) oder Kiwis aus Neuseeland (18.000 km). Der Transport per Flugzeug verursacht etwa 1.000 g CO2 je t und km, per Lkw etwa 200 g CO2 je t und km und per Bahn etwa 80 g CO2 je t und km. Flugtransporte schaden dem Klima 80mal mehr als Schifftransporte und 300mal mehr als heimische Erzeugnisse.
  3. Öko-Landbau kommt mit weniger Energie aus und bindet mehr Kohlenstoff in Böden und Biomasse – Bio-Lebensmittel schonen die Umwelt und das Klima und sind zugleich weniger mit Rückständen belastet.
    Die Bio-Landwirtschaft braucht im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft nur ein Drittel der fossilen Energie, vor allem weil auf energieintensive chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel verzichtet wird.
  4. Frisches und wenig verarbeitetes Obst und Gemüse enthält am meisten gesunde Pflanzenstoffe. Tiefkühl-Lebensmittel sind ernährungspyhsiologisch zwar vergleichbar, belasten aber das Klima. Von der Verarbeitung über Transport, Handel und im Haushalt muss die Kühlkette gewährleistet werden – das kostet viel Energie und 6 kg CO2 pro kg Essen. Überdies laufen zuhause die Kühlgeräte 24 Stunden täglich.
  5. Importiertes Mineralwasser stellt eine unnötige Umweltbelastung dar.
    Wasser gleicher Qualität gibt es auch aus der Region. Der Abfüller steht auf dem Etikett.

Also, somit ist es ab sofort vorbei mit dem Fleischkonsum. Ich darf nun nur noch regionales Obst und Gemüse essen – möglichst aus dem Freiland. Unter Punkt 3.) steht wieder ein netter Satz: „Öko-Landbau kommt mit weniger Energie aus und bindet mehr Kohlenstoff in Böden und Biomasse„. Ja, wie funktioniert das denn bitte?

„Bio-Lebensmittel schonen die Umwelt und das Klima und sind zugleich weniger mit Rückständen belastet“ – ausserdem schlagen diese voll auf den Geldbeutel durch. „Rückstände„? Die meinen sicher Pestizide, Herbizide und Fungizide und dergleichen – fein!

Nach Punkt 4.) ist es auch ab sofort vorbei mit Tiefkühlkost. Dazu gehört auch Speiseeis. Langnese wird sich freuen – und ich erst! Ich liebe Vanilleeis mit heissen Himbeeren!

„Mineralwasser“ gibt es bei mir eh selten. Eher Tee und Kaffee. Aber ohje! Tee kommt aus China, Indien und Sri Lanka und Kaffee aus Brasilien, Vietnam und Indonesien! Da schlägt ja der Transport wieder voll CO2-mässig zu und wieviel Energie erst beim Rösten verbraten wird! Somit ist es auch mit dem gesunden Tee vorbei. Und auf meine 3 bis 5 Tassen Kaffee pro Tag auch. Auch Schokolade wird sofort verboten! Denn die Kakaobohnen werden in Indonesien, Ghana und Nigeria produziert – anschliessend ebenfalls energieintensiv geröstet und weiterverarbeitet. Jetzt hatte ich schon mit dem Wein und dem Bier abgeschlossen – Sie erinnern sich: Bei der Gärung wird CO2 freigesetzt.

Ich setze mich jetzt in die Ecke, entfache eine Kerze und halte die Luft an.  😦


14.04.2007 – Bananafishbones in Zürich (Papiersaal-Sihlcity)

25. März 2007

Und schon am 02.04.2007 sind die drei Rocklegenden in der Alten Mälzerei in Regensburg.

Bananafishbones sind: Sebastian Horn (Vocals, Bass), Peter Horn Jr. (Gitarre) und Florian Rein (Schlagzeug). Ihre Vorzüge: Sebastian verfügt über eine variable Stimme, Peter kann auf über 30 Jahre Gitarrenarbeit zurück blicken und Florian hat ein regelrechtes Jazz-Schlagzeug-Diplom in der Tasche. Das Trio aus Bad Tölz in den Bayerischen Alpen findet sich bereits 1991 zusammen und benennt sich nach einem Song von The Cure.

Schon bei ihrem zweiten Auftritt setzen sich die drei bei einem überregionalen Bandwettbewerb gegen 60 andere Teilnehmer durch und gewinnen den ersten Preis. 30 bis 50 Auftritte pro Jahr gehören von Anfang an zu den Standards der Band. Bei diversen Gigs in ganz Bayern, Wien, Berlin, Sarajevo, Italien und Frankreich geben sie ihre Mischung aus Akustik-Gitarre und Jazz-Besen auf der einen und markigen Gitarren- und Bass-Sounds auf der anderen Seite zum Besten.

Nach zwanzig Jahren Bananafishbones; nach Charts-Hits, Album-Erfolgen und Filmmusik (u.a. «Wilde Kerle» 2 & 3, «Adrift – Open Water 2», «Wer früher stirbt ist länger tot») präsentieren die Bad Tölzer nun ihr neues Album «When you pass by». «Wir haben für manche Lieder die klassischen Songstrukturen zugunsten des musikalischen Spannungsbogens und des Arrangements moderner Clubmusik verlassen», «wir sind für uns neue Schritte im bewährten professionellen Dilletantismus gegangen» – und zum Glück hat die Drei niemand zurückgehalten.

Tourdaten:

27.03.2007 Freiburg – Jazzhaus www.jazzhaus.de
28.03.2007 Rüsselsheim – das Rind www.dasrind.de
29.03.2007 Karlsruhe – Substage www.substage.de
30.03.2007 Wuppertal – Live Club www.lcb-online.de
31.03.2007 Reichenbach – Halle www.diehalle.de
02.04.2007 Regensburg – Alte Mälzerei www.alte-maelzerei.de
03.04.2007 Memmingen – Kaminwerk www.kaminwerk.de
04.04.2007 Augsburg – Spectrum www.spectrum-club.de
05.04.2007 München – Backstage Werk www.backstage089.de
12.04.2007 Konstanz Blechnerei
13.04.2007 CH-Thun – Café Mokka www.mokka.ch
14.04.2007 CH-Zürich – Papiersaal www.papiersaal.ch
15.04.2007 CH-Chur – Werkstatt www.werkstattchur.ch
27.04.2007 A-Dornbirn – Conrad Sohm www.conradsohm.com
28.04.2007 A-Kitzbühel – Highways
29.04.2007 A-Wien – Chelsea www.chelsea.co.at
19.05.2007 Schweinfurt – Stattbahnhof www.stattbahnhof-sw.de

Mehr Infos zu den Bananafishbones

Infos zum Gig in Zürich – Sihlcity Papiersaal am 14.04.2007

Doors: 21.30 Uhr
Showtime: 22.30 Uhr
Eintritt: 25.– (Vorverkauf und Abendkasse)

>>Tickets bestellen

Ich höre/schaue mir das Konzert in Zürich auf jeden Fall an. Wer geht mit?


Peter Pan’s Blick in die Welt unter den Top Blogs bei WordPress

25. März 2007

Sonst „dümpelt“ mein Blog in der Hitlist der deutschsprachigen irgendwo zwischen Platz 15 und 30 herum. Heute hat er es auf Platz 7 geschafft *freu*. Nicht schlecht bei 800 000 Blogs bei WordPress – find ich 🙂


18.03.2007 – CO2 und kein Ende – Hauptverursacher, Statistiken und Empfehlungen zum Thema Reduktion der Treibhausgase

18. März 2007

Interessant: Auf der Website des Umweltbundesamtes (Deutschland) wird das selbe unterbewusst beeinflussende Bild verwendet, wie auf der Website des Schweizer Department für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation.

Dabei sieht die tatsächliche Verteilung der CO2-Emissionen ganz anders aus. Das Bild stammt zwar aus der Zeitschrift ADAC März 2007 Seite 38, aber die Daten kommen vom Institut für Wirtschaftsforschung und stimmen mit den Daten des Umweltbundesamtes fast gänzlich überein. Vergleiche hierzu eben das oben im Bild erwähnte PDF-Dokument (Umweltbundesamt Website „Klimaschutz“) oder Grafik unten.

Ergo: Es ist nicht der Pkw-Verkehr mit 11,9 Prozent von insgesamt 19 Prozent für „Verkehr“, wie das Foto gerne glauben machen möchte, der Hauptverursacher der CO2-Gase in Deutschland, sondern die Kraft- und Fernheizwerke mit 43,2 Prozent! Dann folgen Industrie, Gewerbe und Handel mit gesamt 24,8 Prozent, sowie Privathaushalte (Heizungsanlagen) mit 13 Prozent. Anders als in der Schweiz mit 21,46 Prozent entfällt in Deutschland ein Anteil von 11,9 % auf den Bereich „PKW“.

Zitierte Texte aus „Die Zukunft in unseren Händen – 21 Thesen zur Klimaschutzpolitik des 21. Jahrhundert und ihre Begründungen“ vom Umweltbundesamt für Mensch und Umwelt. vom Oktober 2005

Der jährliche Primärenergieverbrauch in Deutschland ist seit 1990 etwa gleich bleibend hoch und betrug im Jahr 2001 knapp 14.600 Petajoule. Die einzelnen Sektoren hatten daran folgenden Anteil:

  • private Haushalte: 19,5 %
  • Verkehrssektor: 18,6 %
  • Industrie: 16,4 %
  • Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (GHD): 10,5 %
  • Energieumwandlungssektor: 35,0 % (Kraftwerke)

Bereich Heizungen und private Haushalte:

Allein im Altbaubereich ist durch Effizienzsteigerungen und Energieeinsparungen für das Beheizen von Gebäuden und das Bereitstellen des Warmwassers sowie durch Verbessern des Wärmedämmstandards ein CO2-Emissionsminderungspotenzial von 50 bis 70 Mio. Tonnen pro Jahr realisierbar.

Nahezu 75 % der in Deutschland vorhandenen Gebäude sind vor 1985 gebaut worden. Bezogen auf die im Jahr 2002 vorhandenen ca. 4 Mrd. m² Gebäudefläche, wobei hiervon ca. 3 Mrd. m² auf die insgesamt 39 Mio. Wohnungen entfallen, ist durch Effizienzsteigerungen und Energieeinsparungen für die Beheizung von Gebäuden und die Bereitstellung von Warmwasser sowie die Verbesserung des Wärmedämmstandards von einem realistischen CO2-Einsparpotenzial im Altbaubereich von 50 bis 70 Mio. Tonnen CO2 auszugehen.

Bereich Kraftfahrzeugverkehr:

Mit einer kraftstoffsparende Fahrweise lässt sich der Kraftstoffverbrauch um bis zu 25 % reduzieren. Seit 1999 ist ihre Vermittlung für die Fahrausbildung und Führerscheinprüfung verbindlich vorgeschrieben. Zusammen mit einer standardmäßigen Ausstattung der Fahrzeuge mit Verbrauchs- und Schaltanzeigen ließen sich 2020 etwa 6,5 Mio. Tonnen CO2 einsparen.

Zu Fuß gehen und Rad fahren sind die mit Abstand umweltverträglichsten Formen des Verkehrs und dazu CO2-frei. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse verschiedener Studien und internationaler Vergleichswerte erscheint es möglich, bis 2020 den Anteil des Fahrradverkehrs am gesamten Personenverkehrsaufwand von derzeit etwa 2,4 % auf ca. 7 % zu erhöhen. Würden allein in Ballungsgebieten 30 % der Pkw-Fahrten unter 6 km mit dem Rad durchgeführt, ließen sich dadurch etwa 5,8 Mio. Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr mindern. Diese CO2-Emissionsminderungen ließen sich auf nahezu 10,5 Mio. Tonnen pro Jahr erhöhen, falls 30 % der Pkw-Fahrten unter 10 km durch Radfahrten ersetzt werden würden, was ein ehrgeiziges, gleichwohl auf lange Sicht durchaus erreichbares Ziel darstellt.

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) verursacht pro Personenkilometer und bei einem durchschnittlichen Auslastungsgrad von 20-25 % im Durchschnitt nur rund ein Drittel der CO2-Emissionen eines Pkw.

Personenverkehr mit der Bahn verursacht im Mittel pro Personenkilometer weniger als halb so viele CO2-Emissionen wie bei Pkw-Verkehr oder Flugverkehr anfallen. Effizientere Bahnen sowie höhere Auslastungen (die Auslastung liegt im Fernverkehr zwischen 37 und 45 %) erhöhen die Umweltvorteile der Bahn.

Bereich Stromverbrauch:

Der Stromverbrauch der Privathaushalte lässt sich deutlich vermindern. Ein wichtiges Instrument dafür ist die Einführung einer Verordnung, die für Neugeräte diejenigen Geräteeigenschaften reguliert, die den Energieverbrauch bestimmen (Leistungsaufnahme, Schaltzeiten, Steuerungsprogramme usw.). Die Anforderungen wären regelmäßig an die Entwicklung der Technik anzupassen. Diese Verordnung müsste deutlich weitergehen als zum Beispiel das in Japan zur Festlegung von Verbrauchshöchstwerten gewählte Verfahren (dort Top-Runner-Programm genannt), das nur einen Teil der Einflüsse auf den Energieverbrauch berücksichtigt. Analoge Anforderungen sind auch an Bürogeräte zu stellen.

Womit müssen wir bereits heute anfangen?

Wie beschrieben, lässt sich im Gebäudebestand ein sehr großes Energieeinsparpotenzial erschließen. Maßnahmen zur Verbesserung des Wärmeschutzes sind dabei besonders wirksam. Aus wirtschaftlichen Gründen ist der Sanierungszyklus der Gebäude zu berücksichtigen. Das bedeutet, dass Maßnahmen zur energetischen Verbesserung der Gebäudehülle, die im Rahmen ohnehin anstehender Sanierungsmaßnahmen nicht ergriffen werden, wegen der Langlebigkeit vieler Bauteile in der Regel für mehrere Jahrzehnte nicht mehr durchgeführt werden dürften. Deshalb sind die einer energetischen Sanierung des Gebäudebestands entgegenstehenden Hemmnisse möglichst schnell durch geeignete Instrumente abzubauen.

Und: Woher kommt das Kohlendioxid?

Was sind die wichtigsten Quellen des Klimagases Kohlendioxid? Wie hat sich der CO2-Ausstoß der Haushalte, des Verkehrs und der Energiewirtschaft über die Jahre entwickelt? Und bei welchem Verkehrsmittel ist der CO2-Ausstoß am geringsten? Antworten auf diese und andere Fragen geben die folgenden Tabellen.

http://www.umweltbundesamt.de/klimaschutz/

Die Frage ist nur: Wie sehen die Tipps und Massnahmen zur Reduktion des Treibhausgases CO2 im Sektor Energieerzeugung aus, damit das grosse Tortenstück mit 43,2 Prozent „Kraft- und Fernheizkraftwerke“ deutlich reduziert werden kann.


18.03.2007 – Alles CO2 oder was – Wasserdampf ist Treibhausgas Nummer 1

18. März 2007

Eigentlich war ich auf der Suche nach dem Hauptverursacher der CO2-Emmisionen und recherchierte in verschiedenen Suchmaschinen zu diesem Thema. Parallel dazu öffnete ich gerade die Post und fand die ADAC-Zeitschrift März 2007 darin. Auf der Titelseite prangte gross das Thema CO2. Auf Seite 38 fand ich dann eine Grafik zu den CO2-Emmissionen in Prozent. Als ich die Ergebnisse der Suchmaschinen parallel begutachtete fand ich dann diesen Link mit einer Pressemitteilung aus dem Jahre 2001:

Wasserdampf ist Treibhausgas Nr. 1 – Studie unter Jülicher Leitung
Nicht Kohlendioxid ist – entgegen der weit verbreiteten Meinung – das Treibhausgas Nummer eins in unserer Atmosphäre, sondern Wasserdampf. Um mehr als 75 Prozent ist die Konzentration dieser Substanz in den oberen Luftschichten in den letzten 45 Jahren angestiegen. Das fanden Wissenschaftler im Rahmen einer Studie des Weltklimaforschungsprogramms (WCRP) heraus, die unter der Leitung von Prof. Dieter Kley vom Forschungszentrum Jülich und Dr. James Russell von der Hampton-Universität der USA stand.

Wie bitte möchte man die „Wasserdampf-Emission“ einschränken? Und wie bringt man das nun wieder den Bürgern bei? Ich sehe schon die Schlagzeile: „Kochen gefährdet die Umwelt!“

Aber nun zurück zum Thema CO2 und zur Recherche der „Hauptverursacher“:

Wie geschickt die Bildsprache zum Thema ist, erkennt man auf den offiziellen Seiten der Schweizer Eidgenossenschaft, Department für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation:

Hauptverursacher der CO2 Emission Statistiken Daten Fakten

Aus der Statistik des BUWAL – Schweizer Bundesam für Umwelt, Wald und Landschaft entnehme ich:

Hauptverursacher der CO2 Emission Statistiken Daten Fakten

Hauptverursacher der CO2 Emission Statistiken Daten Fakten

Wasserdampf ist übrigens kein „Gas betreffend Kyoto-Protokoll“ und fehlt somit in der Statistik.

Kenngrössen zur Entwicklung der Treibhausgasemissionen in der Schweiz (1990-2002)

2002 ist der Haupterzeuger sämtlicher Treibhausgase – wen wundert es – die Industrie. An zweiter Stelle steht erst der „Verkehr“. Und Verkehr ist wie schon bei der Feinstaub-Diskussion der gesamte Verkehr inkl. Luftfahrt, Busse, Transport und Kraftfahrzeuge.

Hauptverursacher der CO2 Emission Statistiken Daten Fakten

In dieser Statistik 2004 ist der Haupterzeuger der Treibhausgase der „Verkehr“ gefolgt von „Haushalte“ und „Industrie“. Auch hier ist „Verkehr“ nicht aufgeschlüsselt respektive „private Kraftfahrzeuge“ genauer genannt.

Emissionsübersicht (pdf, 86 KB) – Emissionen nach CO2-Gesetz und Kyoto-Protokoll (Stand November 2006)

Hauptverursacher der CO2 Emission Statistiken Daten Fakten

Kenngrössen zur Entwicklung der Treibhausgasemissionen in der Schweiz (1990-2002) (pdf, 145 KB)

Sektor Haushalte:

Entwicklung der Treibhausgasemissionen des Sektors Haushalte seit 1990. Die kurzfristige Entwicklung der Haushaltsemissionen ist geprägt durch Witterungseinflüsse – kalte Winter führen zu mehr Emissionen. Die mit Hilfe von Temperaturstatistiken berechneten „Heizgradtage“ sind ein guter Indikator für den Einfluss der Aussentemperaturen auf die Emissionen. Sieht man vom Einfluss der Witterung ab, weist der Sektor Haushalte keine klar zu- oder abnehmende Tendenz auf. Die Zunahme der Gebäudezahl (und damit der beheizten Fläche) wird durch den besseren Isolationsstandard neuer sowie die energetische Sanierung alter Häuser ausgeglichen.

Ergo schlägt beim Sektor Haushalte die CO2-Emission durch Heizungen durch. Aber wo bitte sind die Heizungen der Bürogebäude und Industrieanlagen aufgeschlüsselt resp. erwähnt?

Sektor Verkehr:

  • exklusive internationaler Flugverkehr
  • inklusive nationaler Flugverkehr (1,5%)
  • inklusive Motorfahrzeuge aus Personen- und Güterverkehr;
  • exkl. Motorfahrräder (Moped), Militärfahrzeuge, Landwirtschafts- und Industriefahrzeuge, öffentlicher Busverkehr und Autocars

Interessant dabei ist, dass Landwirtschafts- und Industriefahrzeuge, sowie öffentlicher Busverkehr und Autocars (Busse) ausgenommen werden.

Hauptverursacher der CO2 Emission

Inventar der Treibhausgase (pdf, 523 KB) – Glaubwürdige Länderstatistiken der Treibhausgase bilden eine wichtige Basis im Kampf gegen die Klimaerwärmung. Die UNO wacht darüber, dass diese Inventare möglichst lückenlos dokumentiert sind.

Die Bildunterschrift lautet hier:

Zwei Beispiele für die Ermittlung der schweizerischen Treibhausgas-Emissionen im Jahr 2002. Umgerechnet in Kohlendioxid betrug der jährliche Gesamtausstoss 52,2 Millionen Tonnen CO2. Ein Grossteil der nicht aufgeschlüsselten Restemissionen entfällt auf den Brennstoffverbrauch.

Aha! Somit sind 62,9% der CO2-Emissionen in der Schweiz auf den Brennstoffverbrauch zurückzuführen!
Von insgesamt 52,2 Mio. Tonnen CO2 bringt

  • der private Strassenverkehr (PKW) 11,2 Mio. Tonnen oder 21,46 Prozent.
  • 62,9 Prozent entfallen aber auf den Brennstoffverbrauch von Heizanlagen im privaten und gewerblichen Sektor.
  • Genau das wollte ich wissen.

17.03.2007 – Was wäre, wenn alle Autos in der Schweiz ab 2010 mit Strom laufen würden?

17. März 2007

In der aktuellen CO2-Diskussion fallen immer häufiger die Begriffe „Hybrid- und Elektro-Antrieb“. Zur Reduktion des klimaschädlichen Gases CO2 sind bereits in Australien zweifelhafte Gesetze erlassen worden. Darüber berichtete ich bereits. In meiner fingierten Pressemitteilung „EU und die Schweiz verbieten Motorfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren ab 2010“ stellte ich die möglichen Auswirkungen fantasievoll dar.

Nun betrachte ich statistisch die Auswirkungen, wenn tatsächlich ab 2010 die EU und die Schweiz den Beschluss fassen würden sämtliche Verbrennungsmotoren von den Strassen zu verbannen. Da Hybridfahrzeuge nur im Stadtverkehr Sinn machen, betrachte ich „Komplett-Elektro-Fahrzeuge“. Kurz: Wir stellen uns vor, dass ab 2010 nur noch Elektrofahrzeuge auf den Strassen unterwegs sein dürfen. Und zwar definiere ich als Land „Die Schweiz“ mit den zur Verfügung stehenden aktuellen statistischen Zahlen.

Das Schweizer Bundesamt für Statistik (BFS) stellte 2005 fest:

Am 30. September 2005 waren in der Schweiz rund 5 Millionen Motorfahrzeuge und gut 300’000 Anhänger immatrikuliert. Bei drei von vier Motorfahrzeugen handelt es sich um Personenwagen; ihr Bestand umfasst insgesamt 3’865’000 Fahrzeuge. Den zweitgrössten Fahrzeugbestand bilden die Motorräder mit 592’000 Einheiten. Seit 1990 nehmen die Bestände der einzelnen Fahrzeugkategorien regelmässig um ein bis zwei Prozent jährlich zu. Der Personenwagenbestand ist in 15 Jahren um 29,5 Prozent gewachsen, was eine mittlere jährliche Wachstumsrate von 1,7 Prozent ergibt. Eine klare Ausnahme bilden die Motorräder: Heute ist ihr Bestand zweimal so gross wie 1990, was einer mittleren jährlichen Steigerung von 4,7% entspricht. Das Bundesamt für Statistik (BFS) erstellt die diesen Ergebnissen zugrunde liegende Jahresstatistik auf der Basis der Datenbank MOFIS des Bundesamtes für Strassen (ASTRA).

BFS – Bestand private Motorfahrzeuge (Website)

Nun berechnen wir den täglichen Energieaufwand an elektrischen Strom unter den folgenden Annahmen:

  • Die Anzahl Personenwagen der jährlichen Wachstumsrate von 1,7 % eine Anzahl von 4 Millionen Personenwagen für 2010 (siehe Quelle oben)
  • Die tägliche durchschnittliche Nutzungsdauer eines privaten Kraftfahrzeuges wird mit „Einer Stunde“ angenommen (Quelle Biologie.de)
  • Durchschnittliche Leistung pro Fahrzeug 80 PS – entspricht etwa 60 kW (Annahme ohne Quelle)

Daraus ergibt sich die täglicher zusätzliche elektrische Energie von:

  • 4 Millionen multipliziert mit 60 kW = 240 000 000 kW.
  • Durchschnittliche Nutzungsdauer 1 Stunde ergibt = 240 000 000 kWh
  • Dies entspricht einem täglichen Bedarf von 240 GWh

Der Verband Schweizer Elektrizitätsunternehmen (VSE) veröffentlichte in seinem Zahlenspiegel 2005:

Die Schweiz hatte 2005 einen Rekordverbrauch an Elektrizität bei verminderter Produktion zu verzeichnen: Der Elektrizitätsverbrauch der Schweiz ist um 2,1 % gestiegen und erreichte mit 57,3 Milliarden Kilowattstunden (kWh) einen neuen Höchstwert. Die einheimischen Kraftwerke erzeugten 57,9 Mrd. Kilowattstunden (kWh) und damit deutlich weniger Strom als im Vorjahr.

Zum aktuellen Vergleich rechnen wir um:

  • 57,9 Mrd. kWh = 57 900 GWh pro Jahr
  • Geteilt durch 365 Tage = 158,6 GWh (Durch Schweizer Kraftwerke zur Verfügung stehende elektrische Energie)
  • Somit stehen pro Tag 158,6 GWh elektrische Energie zur Verfügung.

Anbei eine Grafik zum Pro-Kopf-Stromverbrauch. 

Die folgende Grafik zeigt die „Monatlichen Erzeugungsanteile“ der verschiedenen Kraftwerkstypen in der Schweiz:

Und diese Grafik zeigt den Vergleich der Kraftwerkstypen zur Stromerzeugung einiger Europäischer Länder.

In der Schweiz liegt der Anteil „Wasserkraftwerk“ bei 56,6 % und „Kernkraftwerk“ bei 38 %. Den Rest übernehmen „konventionelle thermische Kraftwerke“.

Somit errechnet sich eine durch Wasserkraftwerke erzeugte Energie von 89,6 GWh pro Tag im Jahre 2005.

Resümee: Wenn alle Autos in der Schweiz im Jahre 2010 mit Elektromotoren laufen würden, so müsste täglich 240 GWh elektrische Energie zusätzlich zur Verfügung gestellt werden. Aktuell erzeugen sämtliche Kraftwerke in der Schweiz 158,6 GWh. Der Wasserkraftanteil liegt hier bei 56,6 % (89,6 GWh). Zieht man in Betracht, dass weder zusätzlicher Atomstrom aus den Nachbarländern noch zusätzliche Atomkraftwerke in der Schweiz gebaut werden, so müsste sich der Anteil „Wasserkraft“ bis 2010 verdreifachen, um den Schweizer Bürgern die gleiche individuelle Mobilität bieten zu können.


So klein ist die Welt – Peter Sperlich meets Tom Sperlich

17. März 2007

Am 7. Juli 2006 stiess ich auf einen Artikel in heise.de zum Thema „ideesuisse.ch – Archiv der Schweizer Radio- und Fernsehgesellschaft online„. Schon damals fiel mir auf, dass es einen Journalisten gibt, der „Tom Sperlich“ heisst. Er verfasste eben diesen Artikel. Schon damals recherchierte ich über den Namensvetter Tom Sperlich. Es kam aber nicht zu einer Kontaktaufnahme. Die Welt ist ja so gross. Allerdings ist der Nachname „Sperlich“ nicht allzu verbreitet. Ganze 17 Sperlichs sind in der Schweiz bei Twixtel registriert – bei 7 Millionen Einwohnern und ca. 5 Millionen Haushalten.

Nun stolperte ich bei heise.de erneut über einen interessanten Artikel „Tiefbauamt Zürich informiert via Google Earth über Baustellen„. Autor: Tom Sperlich. Ich zitierte seinen Artikel und Tom Sperlich wurde auf meinen Blog aufmerksam. Er schrieb mir einen Kommentar auf meine „Über mich“-Seite.

Da ich über Kommentare per Mail informiert werde, antwortete ich Tom per Mail. Es stellte sich heraus, dass Tom ebenfalls in Zürich wohnt. Dann ging alles ziemlich schnell. Nach ein paar Mails stellten wir zusätzlich diverse Gemeinsamkeiten beruflich und hobby-mässig fest. Am letzten Donnerstag stand ein Besuch aus Abu Dhabi an zum Thema Smart-Home an. Hierzu reiste am Mittwoch Thom aus Mallorca an. Abends entschlossen sich Thom und ich zum Essen in das Lokal „In der Ey“ zu fahren. Ich erzählte ihm während der Fahrt dorthin über den Kontakt zu Tom Sperlich. Plötzlich klingelte das Natel und Tom Sperlich war dran. Tom teilte mir mit, dass er am Donnerstag Zeit hätte und somit die Einladung zur Besichtigung des „Smart-Home’s“ am Bodensee mitfahren könnte. Es stellte sich heraus, dass er beim Triemli wohnen würde. Also keine 3 Minuten entfernt. Wir vereinbarten spontan ein Treffen im „Ey“. Und tatsächlich: Tom kam gegen 21 Uhr hinzu. Somit entstand eine interessante Konstellation: 2 x Sperlich und 2 x Thom (Tom). Wir nahmen einige Stangen und diskutierten bis die Stühle hochgestellt wurden. Am darauf folgenden Tag besichtigten wir gemeinsam mit dem Besuch aus Abu Dhabi das Smart-Home am Bodensee. Anmerkung: 2x Chris waren auch dabei.

Peter Sperlich und Tom Sperlich

Peter Sperlich meets Tom Sperlich

Ob wir verwandt sind, ist noch nicht letztendlich geklärt. Fest steht, dass auch seine Verwandtschaft väterlicherseits aus Schlesien stammt – nähe Breslau. Mein Vater ist in Steindorf Kreis Ohlau geboren. Das ist gleich in der Nähe.

PS: Erwähnte ich bereits meine 4 Vornamen? Peter Thomas Gottfried Michael. 🙂 (kein Scherz!)


EU und Schweiz verbietet Motorfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren ab 2010

16. März 2007

04.10.2009 Brüssel: Wie die Sprecherin Renate Künast des Europäischen Parlamentes soeben exklusiv mit einer Pressemitteilung veröffentlichen liess, nahmen die Delegierten einstimmig den historischen Beschluss an ab 01.01.2010 sämtliche Motorfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren von Europas Strassen zu verbannen. Die 8 monatige Debatte war heftig und kontrovers geführt worden. Doch der Winter 2008/09 mit einer gemessenen Durchschnittstemperatur von 21 Grad und dem darauf folgenden heissesten Sommer seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen hatte die letzten Zweifler aus Deutschland, Frankreich und Italien letztlich überzeugt. Schon im Sommer 2008 schmolzen die Polkappen von Nord- und Südpol erstmals komplett ab und der um 30 Zentimeter erhöhte Meeresspiegel sorgte für katastrophale Zuständen durch Überschwemmungen in Holland, an der Deutschen Nord- und Ostseeküste, sowie in Italien. Hamburg und Venedig evakuierten die Bewohner nachdem die Frischwasserversogung für fast 6 Wochen zusammenbrach. Die Ozon, Feinstaub und Stickoxyd-Belastung stagnierte von Ende Februar bis heute (Oktober) dauerhaft erheblich über den 2005 verschärften Grenzwerten. In der Folge starben allein in Nordbayern an einem Tag 26 Personen am heissesten Tag des Jahres (20.07.09 mit 43 Grad gemessen in Nürnberg). Ausgenommen von der Entscheidung seien lediglich Fahrzeuge der Not- und Rettungsdienste, sowie die Einheiten der Polizei und des Militärs.

Auch der Schweizer Bundesrat schloss sich einstimmig nur Minuten später in einem Eilantrag dem Beschluss des Europäischen Parlamentes an. Der ehemalige Stadtpräsident von Zürich und neue Ratspräsident Ledergerber äusserte, dass man seit 2 Jahren über diesen für die Autoindustrie einschneidenden Entschluss diskutiere – und sich bereits seit Dezember 2008 zu einem Konsens durchgerungen hatte. Schneelose Alpengipfel und komplett enteiste Gletscher hätten zu dieser Entscheidung gedrängt.

Der ehemalige Gouverneur von Kalifornien und neu gewählte Präsident der Vereinigten Staaten Arnold Schwarzenegger unterbrach nach der Meldung spontan die Einweihungsfeier des ersten Weltraumhotels und gratulierte dem Europäischen Parlament zu dessen Entscheidung. Er war Wegbereiter eines Förderprogramms mit dem Vorbild des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Am UN-Umwelttag am 1. Juni 2005 unterzeichnete er eine Durchführungsverordnung, wonach die Treibhausgasemissionen in Kalifornien bis 2010 auf das Niveau des Jahres 2000 und bis 2020 auf das von 1990 reduziert werden müssen. Nachdem die Werte von 2020 durch einschneidende Massnahmen in Industrie und Wirtschaft bereits im Januar 2009 deutlich unterschritten wurden, folgte ein fulminanter Wahlsieg und der ehemalige Bodybuilder wurde vom Volk förmlich mit 63 Jahren zur Präsidentschaft gezwungen.

Die Umweltorganisation Greenpeace sprach von einer bahnbrechenden Entscheidung und von der letzten Chance den offensichtlichen Klimawandel doch noch aufhalten zu können.

feinstaub

Lediglich der Präsident der Volksrepublik China – Co Nox Soxid – welcher sich derzeit in Nordkorea aufhält, verhielt sich mit seinen Kommentaren zurückhaltend. „Man werde sich momentan nicht zu einer ähnlichen Entscheidung zwingen lassen“ war seine einzige Aussage. Die Lobbyisten der Automobilindustrie nahmen den Beschluss mit Protest entgegen und kündigten Massnahmen zur Entwicklung umweltfreundlicher Fahrzeuge an. Nur die Reittierhändler reiben sich die Hände und verzeichnen hingegen schon seit Monaten eine rasant ansteigende Nachfrage an Pferden und Ponys. Man importiere derzeit massiv aus dem Nahen Osten und Argentinien und versuche so den Engpass auszugleichen. Auf dem Schwarzmarkt würden horrende Preise bezahlt und es sei im Gespräch übergangsweise Kamele aus Marokko zu beziehen. Nur die Versorgung und Pflege der Reittiere bereite diesem neuen Wirtschaftszweig Sorge, da der massiv gesunkene Grundwasserspiegel und der extrem trockene Sommer 2009 zu einem Engpass an Wasser und Futter gesorgt hatte. Man hoffe aber, dass sich die Situation durch die vom Meteorologischen Institut angekündigte Regenzeit in Mitteleuropa in den Wintermonaten entspannen würde. So hätte es bereits im Süden des Kaukasus vereinzelt Gewitter mit erheblichen örtlichen Niederschlägen gegeben.

Mit dem Beschluss des Schweizer Bundesrates steuert die Schweiz auf die Situation von 1925 zu. Damals herrschte im Kanton Graubünden ein allgemeines Fahrverbot für Kraftfahrzeuge.
Zitat aus der Eröffnungsrede des Bundespräsidenten Samuel Schmid anlässlich der Eröffnung des 75. Automobilsalons in Genf 2005:

1905 waren in der Schweiz rund 1’500 Autos zugelassen – heute sind es über vier Millionen! Dass die Strassen damals in einem eher erbärmlichen Zustand waren, muss ich nicht speziell betonen. Im Kanton Graubünden herrschte bis 1925 ein allgemeines Fahrverbot für Automobile. Wer trotzdem fahren wollte, hatte einen Ochsen vorzuspannen.
Ich weiss nicht, wie es Ihnen geht. Aber wenn ich auf der Autobahn unterwegs bin, frage ich mich manchmal, wie viele dieser Ochsen nun hinter dem Lenkrad sitzen…