Wahre Liebe? Eher wahrlich bescheuert!

12. April 2007

 Eigentlich war ich soeben ausnahmsweise bei „Blick.ch“ unterwegs, weil ich beim Halten an der Ampel vorhin die reisserische Headline „Klima-Flüchtlinge – Schmid plant Armee-Einsatz“ gelesen hatte. Ich wollte wissen was dahinter steckt, wenn das Schweizer Pendant zur Bild-Zeitung auf der Titelseite eine farbenfrohe Fotokollage mit dieser dicken Überschrift garniert – siehe Bild links unten.

Aber es kam erst einmal viel besser: Unter der Überschrift „Das ist wahre Liebe!“ präsentiert der Blick ein pferdebeschwänztes blondes Mädel von hinten. Das ist nichts Aussergewöhnliches. Aber Britta Oelschläger hat sich ein Tattoo verpassen lassen. Das ist auch noch nichts Aussergewöhnliches. Nur das Tattoo ist kein „Arschgeweih“ frei nach Michael Mittermeier, sondern ein überdimensionaler den Rücken voll bedeckender Stadtplan von Hannover!

Hannover Tattoo

Warum? Na die gute Britta hat einen triftigen und vollkommen einleuchtenden Grund: Sie ist absoluter Hardcorefan des Fussballclubs Hannover 96. Logisch, warum denn sonst. Das ist für mich nicht „Die wahre Liebe“, sondern vollkommen bescheuert. Aber auch irgendwie sinnvoll. Langweilt sich ihr Freund beim Verkehr, so kann er den Weg zur nächsten Kneipe von ihrem Rücken ablesen.

Aber zurück zum Thema „Klima-Flüchtlinge“ und dem geplanten „Armee-Einsatz“ von Samuel Schmid. Die reisserische Titelseite lässt vermuten, dass Schmid die Generalmobilmachung in der Schublade hat und sofort auf jeden schiessen lässt der mit dem Boot von Frankreich aus über den Genfer-See oder von Deutschland her über den Bodensee einreisen möchte – noch dazu wenn es sich um „Schwarze“ Ausländer handelt, wie auf der Titelseite abgebildet. Nein, der Artikel zitiert Samuel Schmid in einer wesentlich humaneren Art:

Was tun? Verteidigungsminister Schmid hat bereits konkrete Pläne in der Schublade. Seine Armee spielt darin die Hauptrolle:

  • Im Inland soll sie zur Betreuung der Flüchtlinge eingesetzt werden und grosse Flüchtlings-Camps einrichten und unterhalten.
  • Im Ausland sind Armee-Einsätze im grossen Stil geplant. Die Meinung in Schmids Departement: Nur massive Hilfe vor Ort kann solche Flüchtlingsströme eindämmen.

Na, vielleicht nutzt Samuel Schmid ja die Strassenkarte von Britta und alles wird gut 🙂


Ein WE in Regensburg – Ausfahrt mit dem Boxster

7. April 2007

Karfreitag 2007 – gegen 11 Uhr schwang ich mich aus dem Bett. War ich doch erst gegen 5 Uhr morgens in die Federn gekommen. Nein, Brüderchen Mike und ich waren nicht in der Stadt unterwegs gewesen, sondern hatten noch bis morgens geplaudert.

Ein Blick aus dem Fenster verriet mir, dass es beste Caprio-Wetter hatte: Sonne und blauer Himmel. Nach einem Kaffee, warf ich mich in die Dusche und weckte meine Lebensgeister. Mike schlug eine Fahrt nach Passau vor. Dort steht momentan das aktuelle Hafenprojekt – der Umbau der Hafenverwaltung Passau – an. Es dauerte doch ein paar Minuten, bis wir uns hergerichtet hatten. So starteten wir den Boliden erst gegen 13 Uhr und begaben uns auf die Autobahn.

Auf der Autobahn war überraschend wenig los. Die Reisegeschwindigkeit ist etwas höher als bei meinem „blauen Benz“ und lässt sich mit dem Tempomaten ordentlich fixieren. Der Boxster liegt wie ein Brett auf der Strasse. Man gewöhnt sich recht schnell an das Handling. Mike las mir aus der Bedienungsanleitung vor und testete die Funktionen des Bordcomputers. Dann legte er eine saubere Musik-CD ein. Wir genossen die Fahrt und plauderten über die Ereignisse der letzten Woche.

Wir verfolgten erneut mit Interesse einen speziellen Habitus so einiger Autofahrer, den ich schon am Abend zuvor bei der Anreise von Zürich nach Regensburg mit belustigtem Lächeln erlebte. Offensichtlich fühlt sich so mancher Autolenker bemüssigt beim Anblick eines Sportwagens der Marke Porsche im Rückspiegel sich auf ein Rennen herausgefordert zu fühlen. Beispiel: Kaum schliesse ich gemütlich auf einen Kraftfahrer auf, so gibt dieser vor mir Gas bis die Kolben die Motorhaube durchschlagen. Nein, die linke Fahrbahn wird dann erst freigegeben, wenn entweder die Ehefrau auf der Beifahrerseite ein Veto einlegt oder mündlich die Scheidung einreicht, das Fahrzeug in einer Autobahnkurve die Stabilität zu verlieren droht oder Öldampf aus dem Auspuff steigt. Besonders stark ist scheinbar der Drang bei a) „Tiefer-Lauter-Breiter“-Fahrzeuge, also mit viel Aufwand und Liebe hergerichtete vierrädrige Modelle und b) rasende Familienbusse meist mit Dieselbefeuerung.

Ebenso häufen sich folgende Ereignisse: Ich überhole ein Fahrzeug, fahre ein paar Kilometer und eben das Fahrzeug sehe ich dann schwänzelnd im Rückspiegel. Mache ich dann den Weg frei und lasse ihn überholen, dann sehe ich den Typen nach wenigen Kilometern wieder mit seiner Normalreisegeschwindigkeit auf der rechten Spur, nur dass dieser dann wieder auf die linke Spur zieht, um mir wieder mit bis zum Bodenblech durchgedrücktem Gaspedal im Heck zu hängen. Besonders ausgeprägt ist das bei Fahrern einer Ingolstädter Automarke im Besitze eines Kompaktfahrzeuges A3 genannt. Komme ich in eine geschwindigkeitsbeschränkte Wegespassage und reduziere das Tempo auf das hier erlaubte Mass, so überholen diese Kollegen, nur um dann bei der Aufhebung Gaspedal-verbiegend festzustellen, dass der Motor einfach nicht mehr hergibt, als in den Fahrzeugpapieren explizit notiert.

Im Passauer Hafengebiet angekommen, zeigte mir Mike das im Umbau befindliche Gebäude. Es liegt nahe der Donau in einem als Gewerbegebiet ausgewiesenen Gelände. Das gesamte Gebäude wird elektrisch mit moderner Gebäudeautomation basierend auf KNX EIB ausgestattet. Die Rohinstallation ist schon recht weit fortgeschritten.

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Nur die Hauptverteilung und der Heizungskeller sieht noch recht wüst aus. Mike bringt recht deutlich seine Meinung über den Zustand der Altinstallation zum Ausdruck.

Im Anschluss an die Besichtigung schauten wir noch auf einen Kaffee in der Westernstadt Pullmann City vorbei. Dann ging es wieder auf die Autobahn. Wir hatten noch einen Termin: Wir trafen uns mit Mam, Herta und deren Tochter Tatjana zum Pizzaessen in Grünthal abgemacht.

Mike fuhr den Boxster gelassen zum Zielort. Beim Pizza-Essen ging es hoch her – die Mädels hatten sich viel zu erzählen.

Anschliessend ging es noch zum Tiramisu-Essen zu Tatjana. Auch hier wurde viel geratscht und kontrovers diskutiert. Besonders interessant fanden wir zum Beispiel den Ostereierbaum in Tatjanas Garten. 😉

 Gegen 10 Uhr fuhren Mike und ich gemütlich nach Hause und liessen uns auf dem Sofa nieder, um das üppige Mahl zu verdauen.


12.04.2007 „Vollidiot – The Movie“ mit Oliver Pocher

5. April 2007

Das war ja eh klar! Der Bestseller „Vollidiot“ von Tommy Jaud ist verfilmt worden. Und der Hauptdarsteller ist nicht etwas Christoph Maria Herbst, sondern der geborene Comedian Oliver Pocher. Fimstart 12.04.2007. Regie führte Tobi Baumann – bekannt durch die Filme „Der Wixxer“.

Zur Story: „Simon Peters (Oliver Pocher), leidenschaftsloser Telefon-Verkäufer, steht ebenso frauen- wie glücklos kurz vor seinem 30. Geburtstag. Seine Freundin hat ihn vor einem Jahr verlassen, eine Neue ist weit und breit nicht in Sicht. Weder im Kölner Nachtleben noch in den gut gemeinten Verkupplungsversuchen seiner kroatischen Putzfrau findet er sexuelle Erfüllung. Da erblickt er hinter der Scheibe der All American Coffee Company die Frau seiner Träume: Marcia P. Garcia (Ellenie Salvo González), eine südamerikanische Milchschaumfachkraft mit dem sensationellsten Lächeln der Welt und einer ebensolchen Figur. „ 

Neben Oliver Pocher stehen noch Anke Engelke, Herbert Feuerstein und Oliver Fleischer vor der Kamera. Oliver Jaud ist auch kurz auf der Leinwand zu sehen. Achtet auf den Spruch „Ich bin der andere!“. Und im Sommer 2007 kommt der dritte Roman „Millionär“ – Vollidiot reloaded – in die Buchläden. Und: Es soll auch eine Verfilmung von „Resturlaub“ geben. Tja, so wie es aussieht gehe ich ja doch wieder einmal ins Kino, um „Vollidiot“ anzusehen.

Den Song zum Film singen Nena, Olli und Stephan Remmler.

Offizielle Website zum Film „Vollidiot“


Gabriele Pauli for President – StoiberStolperStein und hübsches Fotomodell in Latex

4. April 2007

Nach 5 Jahren Abstinenz und Wahlverweigerung weiss ich wem ich meine Stimme für Bayern geben werde: Gabriele Pauli. Querdenker mit dem Mut das auszusprechen, was andere nur leise denken, um sich ja nicht unbeliebt zu machen, imponiert mir ungemein und ich zolle höchsten Respekt.

Gabriele Pauli sprach nicht nur aus, dass es Zeit für einen Wandel im höchsten Regierungsamt Bayerns war, sie zeigte auch keinerlei Resignation, als Stammtisch-Bierdimpfl und Althergebrachte sie verhöhntend und verlachend diffamieren. Und nun zeigt sie erneut, dass sie sich nicht scheut vor öffentlicher Kritik. Sie liess sich für das Magazin „Park Avenue“ in nach ersten Reaktionen von CSU-Politikern für Bayerische Traditionen unüblichen und für eine Politikerin angeblich unzuträglichen Bekleidungsstücken ablichten. Mit Latexhandschuhen!

Fotos Gabriele Pauli CSU Latex Minirock Park Avenue

Allerdings schienen die Redakteure des Magazins „Park Avenue“ – wie bei Klatsch-Medien üblich – Gabriele Pauli über den tatsächlichen Hintergrund der Bilder und des Artikels nicht informiert zu haben: Höhere Verkaufszahlen durch marktschreierische Aufmachung! Und die Presse zerreist sich das Maul über die Bilder. Allen voran die Bildzeitung (explizit nicht verlinkt) – mit der Frage „Darf sich eine Politikerin so zeigen?“. Aber natürlich! Die Dame sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch noch fotogen!

Gabriele Pauli nahm in ihrem Blog Stellung zur Art und Weise der „redaktionellen Arbeit“ in Form eines offenen Briefes an die Redaktionsleitung der Zeitschrift „Park Avenue“. Darüber wird selbstverständlich nicht berichtet oder gar eine Richtigstellung veröffentlicht. Das wäre ja kontraproduktiv.

Dass das Honorar für die Bilder und das Interview an die gemeinnützige Fürther Organisation „1-2-3“ gespendet wurde, wird entweder gar nicht oder nur nebenbei erwähnt. Die Autoren von „Park Avenue“ schickten keinen Abzug des Beitrages an Gabriele Pauli, dafür aber Vorabzüge an sämtliche Schmierblätter der Nation, was das ursprüngliche Ziel deutlich macht. Wer kannte schon „Park Avenue“ vor den Fotos? Und jetzt?

Der Blog der 49-jährigen Dr. Gabriele Pauli, die in Ihrer Freizeit eine saubere Ducati Monster fährt, bekommt ab sofort einen Ehrenplatz in meiner Blogroll und sie selbst meine Stimme bei den nächsten Wahlen. Und ich finde die Fotos von ihr überhaupt nicht „untragbar“ – ganz im Gegenteil.


Video des Tages – Burgersturm im McDonalds Berlin

3. April 2007

In kleinen Gruppen sammeln sie sich – ziehen gemeinsam zum McDonalds?

Etwas komplett Verrücktes fand ich soeben zufällig im Web: den Burgersturm zum McDonald’s in Berlin

Auf der Website www.mcdonaldssturm.de werden neueste Rekordzahlen veröffentlicht: 600 Personen bestellten nachweislich 2581 Burger!


Ein WE in Regensburg – Ü30er an der Uni-Mensa – Bilder

1. April 2007

Also, die hier kommt also die Story vom Samstag-Abend (01.04.2007), wie versprochen: 😉

Wie bereits erwähnt, war der gesamte Samstag bereits ereignisreich. Kaum zu Hause angekommen, stand das Herrichten vor den Abend an. Kurz Kaffee getrunken und schon war es 21 Uhr. Claudia meldete sich per Telefon. Klaus sei aus Würzburg an seine alte Wirkungsstätte gekommen, um den Abend mit uns gemeinsam zu verbringen. Somit klingelten wir gegen 22 Uhr zwei Etagen tiefer, bestiegen das Taxi und fuhren zum „Scholz“ beim Parkhaus-Dachauplatz.

Bar Restaurant Scholz Regensburg Dachau Parkhaus Bar Restaurant Scholz Regensburg Dachau Parkhaus

Mike und mir war das Lokal vollkommen unbekannt. Klaus erzählte, er sei regelmässig Wochenendgast im „Scholz“ gewesen. Die Location besitzt Clubsesselähnliche Stühle und das beste ist die Housemusic, wir sind wirklich überrascht. Allerdings schien entweder das Fassungsvermögen des Lokals erreicht, oder die Raumaufteilung nicht optimal zu sein. An mir schoben sich auf jeden Fall laufend von rechts und links Leute vorbei. Und die meisten sah ich mindestens zweimal. Was mir im Gegensatz zu einem Züri-Club auffiel: Keine deutete sein vorbeigehen irgendwie an, sondern drängelte sich einfach vorbei. Man fühlte sich irgendwie immer hin und her geschubbst. Das ging mir mächtig auf den Senkel. Nach zwei Bier verliessen wir vier das Lokal und besorgten uns in der Maximilianstrasse ein Taxi mit dem Ziel Universität.

Ü30 Party Uni Mensa Regensburg Bilder Ü30 Party Uni Mensa Regensburg Bilder

Mam hatte bereits etwas ungeduldig angerufen, sie würde im „Nichtraucher-Foyer“ warten – wo ist das denn? Egal. Nach wenigen Minuten standen wir vor der Tür der Unimensa. Auch Mam war gleich gefunden. Sie hatte ihre Freundin Herta und deren Tochter Tatjana im Schlepptau. Nach kurzer Vorstellungsrunde wanderten wir in den Hauptsaal und platzierten uns vor der „Fensterbar“, um etwas zu plaudern. Mam, Herta und Tatjana hatten uns viel zu erzählen.

Ü30 Party Uni Mensa Regensburg Bilder Ü30 Party Uni Mensa Regensburg Bilder

Es war angenehm weniger los, wie das letzte Mal. Wir hörten, dass am selben Abend in Obertraubling eine „Single-Party“ stattfinden würde, und deshalb offensichtlich ein Teil der Gäste die neue Location vorziehen würde. Egal! Es tat der Veranstaltung ganz gut, dass es nicht sooo voll war. So hatten wir mehr Platz 🙂

Ü30 Party Uni Mensa Regensburg Bilder Ü30 Party Uni Mensa Regensburg Bilder Ü30 Party Uni Mensa Regensburg Bilder

Mam zappelte schon die ganze Zeit von einem Fuss auf den anderen. Daher ermutigten wir sie doch endlich auf die Tanzfläche zu gehen. Sie ging kurz die Beine vertreten, kam dann aber kurz zurück, lamentierte, dass es früher ganz anders zuging, nur um dann sofort wieder auf der Tanzfläche zu verschwinden.

Plötzlich winkte mir jemand zu. Ich konnte aber nicht erkennen, wer es war, da ich direkt gegen einen Scheinwerfer blickte. Auch wusste ich nicht, ob ich gemeint war. So schlenderte ich etwas näher, um zu sehen, wer da eventuell mich meinen könnte. Ha! Welch freudige Überraschung! Regina und Bettina („de Beddltina“) waren mit zwei Freundinnen und einem weiteren Kollegen ebenfalls zur Party gekommen.

Ü30 Party Uni Mensa Regensburg Bilder Ü30 Party Uni Mensa Regensburg Bilder

Wie man sieht kam Mam gar nicht aus dem Ratschen raus. Währenddessen vertrat sich Bettina mit mir auf der Tanzfläche die Füsse. *shake-it-baby-shake-it*. Fast wie früher: Von der fantastischen „Dirty-Dancing-Hebenummer“ mit Regina hat natürlich keiner ein Foto geschossen. 😦

Ü30 Party Uni Mensa Regensburg Bilder Ü30 Party Uni Mensa Regensburg Bilder

Auch der Rest der „Coolen Gang“ liess so richtig das Tanzbein durchschwingen. Aber was mich absolut überraschte: „Mü“! alias Christian – ich hatte ihn nie Tanzen gesehen. So blieben wir bis „die Lichter angingen“. Regina fuhr uns dankenswerter Weise noch nach Hause. Es war ein „weltklasse“-Abend!

Sorry! Michel und Rainer… wir haben es echt nicht mehr geschafft noch ins ZAP zu kommen. Dafür komme ich extra am kommenden Osterwochenende noch mal nach Regensburg – das ist sicher!


Ein WE in Regensburg – Kesselfleisch-Essen beim Karl-Wirt in Sarching

31. März 2007

Ein WE in Regensburg – Kesselfleisch-Essen beim Karl-Wirt in Sarching

Samstag Morgens um halb Neun ist die Welt noch in Ordnung. Ich werde wach, als Mike in der Küche Kaffee ansetzt. Blick zum Fenster: Sonne und blauer Himmel! Klasse! Aufstehen! Auf zum Frühstück: Natürlich CO2-gerecht: Zigarette und Kaffee. Mike fährt zur Arbeit – Ich geh‘ zum Duschen. Die Haarpracht verlangte nach einer Kürzung. Also bestieg ich den Boxster und fuhr in das Donau-Einkaufszentrum (DEZ) – die Mutter aller Einkaufszentren. Anastasia stutzt meine Zotteln zurecht und ich besorge noch die Tickets für die Ü30er-Party am selben Abend gleich neben dem Frisörladen befindet sich der Ticketshop der Mittelbayerischen Zeitung.

Noch schnell Geld von der Bank mit vorgehaltener Scheckkarte bezogen und nach einer Stunde war ich wieder raus aus dem DEZ. Allerdings war es dann schon 11:30 Uhr. Da sollte ich eigentlich schon in Sarching beim Kesselfleisch-Essen sein, wie am Tag zuvor mit Rainer verabredet. Nach dem Volltanken des Boxtäär (Verbrauch ca. 13 Liter 95er-Oktan-Brennstoff) steuerte ich den Boliden noch kurz bei Mam vorbei, um ihr die Tickets für den Abend zu überreichen. Ja, Mam ist auch schon Ü30 🙂 und samt Freundin mit von der Partie.

Dann rief ich bei Rainer an, um ihm mitzuteilen, dass ich auf dem Weg bin. Via Landshuter-Strasse, Ostumfahrung und Barbing steuerte ich Richtung Sarching. Immer schön gemütlich mit offenem Verdeck und guter Musik (Evanescence – Fallen). Um 12:30 Uhr traf ich vor der Wirtschaft „Karl-Wirt“ in Sarching ein. Nach der Beschreibung von Rainer fand ich auch recht schnell die Scheune, aus welcher bayerische Volksmusik – und das live – nach Aussen drang. In der „Scheune“ – sassen auf Bierbänken unzählige Gäste und liessen es sich schmecken. „Die Band“ bestehend aus einem Alleinunterhalter unterhielt die anwesenden Gäste mit althergebrachten bayerischen Weisen – z.B.: „Einst ging ich am Ufer der Donau entlang….“ Ein Blick in den Saal genügte: „Prösslbräu“-Bier! Der Erzeuger des „Palmator“. Eines bis weit über die Grenzen von Adlersberg bekannten Starkbieres.

Speisekarte vom Karl-Wirt in Sarching (links), sowie ein Teil der Kesselfleisch-Mahlzeit vor dem Verzehr 🙂 (rechts)
Achtung: Die gesamte Mahlzeit ist nach Angaben der Hamburger Verbraucherzentrale extrem CO2-ausstossend und klimagefährdend!

  • (-) Bier: Bei der Gährung entsteht CO2
  • (-) Fleisch: Bei der „Erzeugung“ entsteht CO2
  • (-) Brot: Hefeteig erzeugt CO2
  • (-) Sauerkraut: Bei der Erzeugung entsteht CO2
  • (-) Pfeffer: Beim Transport entsteht CO2
  • (+) Zwiebel und Meerrettich: Binden CO2 im Boden 🙂 und im Magen

Karl-Wirt in Sarching Kesselfleisch EssenKarl-Wirt in Sarching Kesselfleisch Essen

Rainer hatte einen Tisch reserviert – und sie hatten extra auf mich gewartet. Kaum hatte ich mich gesetzt, brachte die extrem hübsche Bedienung (im Dirndl!) Bier und den Plastikzuber mit Kesselfleisch. Dazu gab es Sauerkraut, Zwiebel, Kre (Meerrettich) geraspelt, sowie Pfeffer und Salz. Es schmeckte vorzüglich – weltklasse!

Karl-Wirt in Sarching Kesselfleisch EssenKarl-Wirt in Sarching Kesselfleisch Essen

Karl-Wirt in Sarching Kesselfleisch EssenKarl-Wirt in Sarching Kesselfleisch Essen

Zum Abschluss nahmen wir noch den ein oder anderen „Hochmoorgeist“. Soll gut für die Fettabsorbtion sein. Hossa! Der desinfiziert den Rachen und die Verdauungsorgane. Rainer bestellte dann noch frische Blut- und Leberwürste zum Mitnehmen – man beachte die Grösse des Kartons – und tarnte den Transport für den Transport nach Niederbayern mit der Umverpackung eines Schweizer Erzeugnisses (Bei der Produktion von Magermilchpulver wird CO2 erzeugt).

Gegen 16 Uhr verliessen Mike und ich die heiligen Hallen des Karl-Wirtes und steuerten gen Heimat, um uns für den Abend vorzubereiten: Ü30er-Party an der Regensburger Universität – eine andere Traditionsveranstaltung.

Da kennen die Touris Bayern vom Oktoberfest her, ja ich glaub’s nicht. Das „Kesselfleisch-Essen“ in Sarching ist ein wirkliches Stück Oberpfalz meine Freunde!


Ein WE in Regensburg – Freitag Abend zum Abrocken ins ZAP

31. März 2007

Wie bereits hier beschrieben, erreichte ich am Freitagabend Regensburg nach etwas mehr als fünf Stunden Fahrt. Kaum ausgeladen, bestiegen wir erneut den Boxtääär und düsten in die Innenstadt, parkten die Kiste in der Bismarkplatz-Tiefgarage und wanderten durch die Gesandtenstrasse Richtung „ZAP“. An der Tür empfing uns Michael mit „Ah, der die Sperlich-Brothers san a wieda do!“ Nach ausgiebiger Begrüssung der „Türstamm-Crew“ besorgte ich an der Kaffee-Bar unter verwunderten Blicken der neuen Dame-de-Drink ein Paar Ramazottl-Sauer, Tex samt Tablett und servierte das Gesamtkunstwerk die Treppe zur Tür hinauf. So begann ein lustiger und ereignisreicher Abend.

Im Anschluss an den Begrüssungsumtrunk gingen wir die Treppen zum ZAP hinab und erreichten das Club-Gewölbe, welches noch recht locker personenmässig besetzt war. Stammplatzmässig nahmen wir an der „mittleren Bar“ Platz. „Floh“ hatte Dienst und wir bestellten erst Mal ein „Radler“, um den Ramazottl zu verdünnen. Plötzlich stand jemand neben mir, den ich schon Jahrzehnte nicht mehr getroffen hatte: Mario! Ja, der Hammer! Mit Mario war ich in Prüfening aufgewachsen, gemeinsam in der gleichen Klasse in der Realschule gesessen und das ein oder andere „Ding gedreht“.

Mike, Martina, Mario und Peter im Zap am 30. März 2007 RegensburgMike, Martina, Mario und Peter im Zap am 30. März 2007 Regensburg

Wir hatten uns einiges zu erzählen – Erinnerungen z.B. die Kellerparties im Häusle der Eltern oder Grillparties oder Sylvesterparties oder Tanzschule Neubert oder Abschlussfahrt Wien oder… – und wie es aktuell so läuft. Mario ist seit 2 Jahren mit Martina verheiratet – eine ganz nette Maus und beide haben mittlerweile eine kleine Tochter – Klasse! Leider hatten wir nicht viel Zeit zum Plaudern, aber das holen wir nach.

Barman Floh im Zap Regensburg

Barman „Floh“ amüsierte sich zwischenzeitlich etwas eindeutiger 🙂

ZAP Regensburg Rainer Ardelian PeterPan

Nachdem Anette vom „Gaffel“ eintraf, kam auch Rainer in seinem ZAP an und schaute nach dem Rechten. Rainer erzählte, dass am Samstag Mittag in Sarching ein „Kesselfleisch-Essen“ anstand – samt Prösslbier. Somit verabredeten wir uns am nächsten Tag dort zu treffen. Der Abend endete gemütlich; denn wir wollten diesmal nicht bis Badeschluss im ZAP bleiben. Aber Türsteher Michel hatte was dagegen, erst nach einer weiteren letzten Runde Ramazotti durften wir die Tür – wohlgemerkt nach draussen! – passieren. Gegen 5 Uhr morgens trafen wir wohlbehalten, aber müde, wieder im Hafen ein. Dann ging es ab in die Federn; denn am Samstag stehen gleich mehrere Termine im Kalender.


Ein WE in Regensburg – Die Anfahrt: Viel Verkehr, Staus und zwei Unfälle

31. März 2007

… aber ohne meine Beteiligung. Um 17 Uhr belud ich den Boxster mit meinem Reisegepäck für das Wochenende in Regensburg. Am Himmel zeigten sich erste Wolken und ich konnte Regenfahnen erkennen. Somit blieb das Dach zu – leider. Bei Urdorf fuhr ich auf die Autobahn und stand nach wenigen Metern im Stau.

Verkehrsunfall Zürich Autobahnkreuz NordVerkehrsunfall Zürich Autobahnkreuz Nord

Offensichtlich war ich nicht der Einzige, der auf die brillante Idee gekommen war, sich zur Hauptverkehrszeit auf die Strasse zu begeben. Nur schleppend kam ich durch den zäh fliessenden Verkehr weiter. Die gesamte Westumfahrung Richtung Autobahnkreuz Zürich Nord war vollkommen überlastet. Am Autobahnkreuz stellte sich dann heraus, dass die Ursache der kompletten Stauung ein Unfall auf der linken Spur in Höhe der Ausfahrt Dübendorf war. Ein Auto war in der Leitplanke gelandet. Zwar forderte ein Polizist die die passierenden Fahrzeuge zur schnelleren Vorbeifahrt auf, aber die Neugier der Herrschaften ist stärker.

Anschliessend lichtete sich der Verkehr und es ging recht gut voran. Bis Winterthur. Dort bremste ein weiterer Stau die Weiterfahrt. Nach einer geschlagenen Stunde hatte ich die Strecke Urdorf – Winterthur gemeistert. Sonst bin ich nach einer Stunde schon fast in St. Margreten. Vor St. Gallen dann der nächste Stau.

Verkehrsunfall Zürich Autobahnkreuz NordVerkehrsunfall Zürich Autobahnkreuz Nord

Die rechte Spur war komplett gesperrt und ein vollkommen zerstörtes Fahrzeug stand auf dem Pannenstreifen. Zwei Unfälle auf 50 Kilometern Strecke – und das bei einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Wie geht das denn?

Bis St. Margreten verlief die Fahrt vollkommen reibungslos. Als ich einen LKW mit der kuriosen Werbeaufschrift „Schiess Umzugsfirma“ entdeckte, musste ich natürlich die DigiCam zücken.

Verkehrsunfall Zürich Autobahnkreuz Nord

Erst durch Bregenz zeigte sich erneut das erwartete Bild: Stau! Nach weiteren 30 Minuten Verzögerung erreichte ich endlich die Autobahnauffahrt Lindau. Ich holte kurz Schwung in der Kurve, schaute nach hinten, kein Auto kam, Gaspedal durchgetreten und der Boxster zog spielend leicht den Berg hinauf.

Um exakt 22 Uhr erreichte ich das Hafengebiet in Regensburg. Somit benötigte ich für die gesamte Strecke Schlieren – Regensburg 5 Stunden 15 Minuten. Abzüglich der Stauzeiten eine hervorragende Zeit, odrrr?


Girokonten- und EC-Karten-Zahlungen – EU vereinheitlicht – Schweiz stagniert

29. März 2007

Bezahlen ohne Grenzen in der EU. Nur in der Schweiz bleibt alles wie es ist:

Das Bezahlen mit EC-Karte im Ausland und internationale Geldüberweisungen werden in Europa bald einfacher und günstiger. In der EU sollen die entsprechenden Gesetze angepasst werden. Die Schweiz profitiert nur teilweise. Für Konsumenten und Unternehmen sollen grenzüberschreitende Finanztransaktionen verbessert werden. Derzeit herrscht ein Wildwuchs an Systemen, Gebühren und unterschiedliche Transaktionsdauern. Das soll sich aber schon bald ändern, die EU-Finanzminister haben einem entsprechenden Gesetzesvorschlag zugestimmt. Ende April soll der Ministerrat die Richtlinien verabschieden. Die EU-Regelung bietet den einheitlichen EU-Rechtsrahmen für den «Single Euro Payments Area» (Sepa)….

Erstmals möglich werden grenzüberschreitende Lastschriften, etwa für die Miete des Ferienhauses in Spanien. Durch das gemeinsame System werden auch neue Zahlungsformen wie das Bezahlen per SMS vereinfacht. Zwar sind die Schweizer Banken technisch ins System eingebunden, der Rechtsrahmen gilt jedoch für die Schweiz nicht, wie Sutter erinnerte. Und somit auch nicht die EU-Regelung, dass Überweisungen ins EU-Ausland nicht teurer sein sollen als im Inland. Bei den Gebühren werde sich daher für Schweizer Kunden kaum etwas ändern, betonte Sutter.

Zitate aus Tagesanzeiger.ch vom 27.03.2007