Wir schreiben das Jahr 1998. Da bezahlte man in Spanien noch mit Pesetas. Zu diesem Zeitpunkt verabschiedete sich Bruder Christian von seiner langjährigen Freundin. Zum Trost flogen Er und ich das erste Mal gemeinsam in die Ferien: 14 Tage Teneriffa, Costa Teguise, Kanaren.

Seit Monaten chattet ich in „Diesem Inderned“ in einem recht frühem Stadium per Modem 56k in diversen Foren und Chatrooms. Meist abends vor dem Fernseher. Mit Cola und Pizza. Wie man das in Karikaturen oft sieht.
Wir landeten auf Lanzarote. Und es regnete. Von „Richard West“ – dem Redakteur und Herausgeber des „Kaktus – Das Kanaren-Magazin“ erfuhren Wir, dass es seit über einem halben Jahr nicht geregnet hatte. Chris und ich hatten hingegen schon immer das seltsame Gefühl, dass immer dann eine dunkle Regenwolke über uns Kreisen würde wenn wir frei hätten und erst recht, wenn es in die Ferien ging.

Bei einem Treffen in einem Teutschen Kaffee animierte Richard West uns einen Leserbrief über unsere „Gabe es regnen zu lassen“ zu schreiben für sein Magazin. Gesagt, getan. Hier der Text über „Die Regenmacher“:
Ok! Ok! Wir geben es ja zu. Wir sind Schuld an dem derzeit schlechtem Wetter und dem kältesten Januarende seit über 17 Jahren auf Lanzarote. Der Grund: Wir – Peter und Chris – kommen aus Regen-sburg! Wo wir uns aufhalten da regnet es. Kennen Sie den Kartoon mit dem „Rosaroten Panther“, in dem er von einer Regenwolke überall hin verfolgt wird? So ging es uns die ganze Woche auf Lanzarote. Obwohl wir wirklich versucht haben dem miesen Wetter in Bayern zu entkommen – die Wolke war schneller.
Aber was soll’s! Durchschnittlich 25 Grad Temperaturunterschied zu „Good old Germany“ sind ja auch nicht ohne! Ich, Peter, war sogar ein Mal im anlageneigenen Pool. Und die Landschaft auf Lanzarote ist ja auch den ein oder anderen Blick wert. Besonders abends an der Uferpromenade in Puerto del Carmen kann man sich an den Schönheiten des Landes satt-sehen. Wir meinen hier insbesondere die Hügel, Täler und Kurven. Oh, Ja! Dieses Land hat schon einiges zu bieten!!!
Wenn man sich an die teils seltsamen Kreuzungen und verwirrenden Beschilderung en gewöhnt hat, Kommt man auch überall hin. Ansonsten findet man sich in einem der für Lanzarote typischen Lavafeld wieder. Nur bei uns war eben, wie gesagt, die Wolke immer mit dabei.
Aber die Residenzen der Insel hatten Verständnis für unsere Situation. Mit Sätzen, wie: „Da hast Du aber Pech mit dem Wetter – sonst ist es hier das ganze Jahr lang schön, sogar im Winter“, versuchte man uns immer wieder aufzumuntern.
Also, sollten die wenigen Bauern auf Lanzarote etwas Feuchtigkeit für ihre kargen Felder benötigen… Anruf genügt! Oder kurze Mail per Internet – Kontaktadresse über Redaktion Kaktus.
Peter und Chris
Regenmacher aus Regensburg.






