Events St. Gallen – Los dos y Compañeros in Hundwil (30.12.06)

23. November 2006

Kaum zu glauben, aber wahr: Die Amberger Salsa Guerrilloeros „Los dos y Compañeros“ kommen in die Schweiz! Genauer gesagt nach Hundwil im Kanton St. Gallen. Noch genauer gesagt, treten die 11 Verfechter der Salsa-Musik gewürzt mit Oberpfälzer Texten im „Restaurant Bären“ am 30.11.2006 auf. Das ist ein MUSS! Sollte ich nicht grad ausgeflogen sein, so werde ich mir die Jungs sicher anhören und ansehen.

Event: Los dos y Compañeros – Live

Wann: Samstag 30.12.2006

Wo: Restaurant Bären in Hundwil (St. Gallen)
Dorf 34
9064 Hundwil
Tel.: 071 393 7015
info@restaurantbaeren.ch


Vor sieben Jahren – 2x Dauerchat-Weltrekord gebrochen

22. November 2006

Durch ein Interview und durch Mam’s „40 Jahre Peter – Das Buch“ wurde ich wieder daran erinnert. Muss ich wahnsinnig gewesen sein. Vor sieben Jahren war das. So lang her? Da war ich noch jung und verrückt. Nun bin ich nur noch verrückt 🙂

1999 war ich noch regelmässig im Chat „Atlantis“ unterwegs. Der gibt es schon lange nicht mehr. Das war ein ganz „antiker“ Chat. Per Button musste noch selbst aktualisiert werden. Das hatte aber den Vorteil, dass dieser Chat für „Kiddies“ nicht interessant war. Auch gab es keine „Privates“ oder sowas ähnliches. Das hat mich bei den anderen Chats immer genervt. Man sah 153 User im Chat und in der Lobby schrieb keiner. Absolute Gruppenbildung. Das gab es im „Atlantis“ eben nicht. Jeder sah jeden und las alles von jedem. Besser war das. Viele Abende verbrachte ich vor der Mattscheibe und tippte drauf los. Daraus ergaben sich Freundschaften, die noch heute lose halten. Zu „Mr.L“ beispielsweise oder „Anaconda“ und „Lukas“. Letztere besuchte ich letztes Jahr in Heidelberg. Es fand sogar eine richtige „Chatterhochzeit: Momo und Bubu“ statt. Nein, nicht virtuell. Die beiden lernten sich im Chat kennen und lieben. Ach und „Traumtänzer“ und „Anja“ gab es damals auch noch eine Hochzeit. Regelmässige „Chattertreffen“ zu Geburtstagen in Regensburg und Viernheim waren der Hammer. Die Chatter, die man sonst nur vom Schreiben kannte einmal richtig zu treffen und zusammen zu feiern.

Ja, und dann las ich eine Pressemitteilung von Berlin.de: „Auf der IFA99 in Berlin soll der Dauerchat-Weltrekord von 59 Stunden geknackt werden. Hierfür werden 4 Teilnehmer gesucht. Bewirb Dich per Mail“. Da werden bestimmt massenhaft Leute schreiben, dachte ich. Egal, als Bayer könnte man die „Praisn“ schon mal etwas aufmischen. Also sendete ich eine Bewerbungsmail – kurz und knackig. Vergass diese dann aber auch wieder. Einige Wochen später kam Post von Berlin.de. Man bat einen Bogen auszufüllen und zurück zu faxen. Das war schnell erledigt. Und tatsächlich kam ein paar Tage später die schriftliche Einladung. Nun versucht mal 14 Tage vor der IFA in Berlin einen Flug zu bekommen. Weil, hinfahren wollte ich von Regensburg nicht. Da bin ich ja schon nach der Anreise fertig. Ich bekam einen Bussiness-Flug und besorgte mir einen Leihwagen (sogar mit Navi!). Nach der Anreise ging es zum Doktor und zum Belastungstest (EKG).

   

Dann sahen wir uns die „Aquarien“ – wie wir die verglasten 2er-Kabinen nannten – in einer der Messehallen auf der IFA an, testeten die Rechner und gingen schlafen. Am nächsten Tag um 9 Uhr ging es los.

  

Chatten bis die Finger knacken. Nein, so schlimm war es nicht. Innerhalb von einer Stunde hatte man 5 Minuten Pause. Diese 5 Minuten konnten gesammelt werden. Chatten musste man folgendermassen: Pro Minute mindestens zwei sinnvolle Sätze. Kein „Copy and Paste“.

 

Niemals den Chatraum verlassen, ausser während der Pause. Schlafen war nicht. Aber Duschen und dergleichen war dann schon mal drin. Während der Öffnungszeiten war es im Chatraum unsagbar voll. Ohne direkte Ansprache im Text ging da gar nix. Richtig langweilig war es dann erst ab 3 Uhr nachts.

  

Neben der süssen Jenni in „real“ lernte ich eine Lady „virtuell“ aus Amerika/Florida kennen. Durch die Zeitverschiebung war es für sie einfach regelmässig vorbei zu schauen. Die Presse war regelmässig da. Funk und Fernsehen belagerte die beiden Aquarien.

  

Eine weitere Auflockerung hatte ich auch rein visuell. Der Messestandbetreiber gegenüber hatte die „Miss Germany 1999 – Yvonne Wölke“ engagiert. Eine Augenweide. Nach 53 Stunden schlief der erste ein. Aber die anderen 2 und ich hielten fast 62 Stunden durch (61 Stunden 50 Minuten). „Yummy“ Susanne Clark überliessen wir beiden Männer den Sieg. Wir konnten nicht gleichzeitig aufhören.  Sie bekam einen MAC und wir Männer je zwei Tickets nach NewYork.

   

Ich wandelte dieses dann in zwei Tickets nach Florida um, wo ich dann die „Lady aus Florida“ und ihre Familie besuchte. Auf dem Rückflug von Berlin nach München hatte ich auch noch eine lustige Begegnung. Ich sass in der Business-Class linken Reihe am Mittelgang und „Beinhard Werner Brösel“ sass direkt gegenüber. Zuerst erkannte ich nur seinen Bruder, der zwar am Fenster sass, aber gleichzeitig mit mir einen Kaffee nachbestellte. Brösel grinste und ich grinste zurück. In München angekommen stand direkt neben einem Aschenbecher am Gepäckband und wartete auf auf meinen Koffer. Jemand tippte mich an und fragte leise „Haste mal ne Fluppe?“.

  

Ich dreh mich um und flüsterte zurück: „Wenn Du mir unauffällig ein Autogramm gibst!“. Unauffällig? Er zog eine Autogrammkarte aus der Lederjacke, bat mich um einen Kugelschreiber und unterschrieb auf meinem Rücken. Karte gegen „Fluppe“. Feuer gab ich ihm auch noch. Dann standen wir beide am Aschenbecher und plauderten. Er und Brüderchen sind zur Premiere von „Werner – Volles Rooääää!!!“ in München. Sein Bruder kam nach und rauchte auch erst Mal eine. So standen wir zu dritt um den Aschenbecher und frotzelten über die Leut‘ rund um uns rum, über den Zoll der uns sicher rausziehen wird und tonnenweise Bölkstoff im Koffer findet und dann selber trinkt. etc.etc. Das war im September 1999.

 

Zwei Monate später klingelte im Büro mein Telefon. „Antenne Bayern“ wär dran. Ob ich der „PeterPan“ wäre, der in Berlin den Weltrekord geknackt hätte. Ich beantwortete die Frage und der Gesprächsgegenüber teilt mir mit „Wir sind live on air“. Wie meinen? Er fragte, wie das so war, über was wir geplaudert hätten und ob ich es wieder versuchen würde. Äh! Warum nicht. Es gäbe da einen weiteren Weltrekordversuch – der würde am Donnerstag anfangen. Ich entgegenete „Wenn mein Chef mir frei gibt – klar!“ Ob der „Chef“ da sei, war die Frage. Ich blickte über die Schulter und Herr Driessle war da. Ob er den „Chef“ sprechen könnte – ich leitete das Telefon um und verband die beiden. Nicht ohne den Hinweis „Chef, Sie sind live im Radio“. Mein Chef gab mir natürlich die Erlaubnis. Und so startete ich mit 25 weiteren Chattern verteilt über ganz Bayern in verschiedene Internet-Cafés den 2. Dauerchat-Weltrekord.

  

Diesmal war die Anreise einfach. Das Internet-Café war in Regensburg in der Glockengasse. Auch die Nächte waren leichter zu „überleben“; denn ich hatte Besuch ohne Ende. Nach 62 Stunden wurde der alte Rekord von Berlin eingestellt und die Parties live im Radio übertragen. Mein Interview konnte man fast nicht verstehen, weil im Regensburger Internet-Café gefeiert wurde ohne Ende. Aber ich konnte nur kurz Pause machen; denn es galten die gleichen Regeln wie in Berlin. Aber ich hatte meine Leibspeise geschenkt bekommen: „Zwei lange Braune mit allem, a Bretzn und an Kaffee“. Und so schafften wir das Limit für Dauer-Wettbewerbe: 72 STunden! Sonntag Mittag war es vollbracht. Anschliessend gingen wir noch Pizza-Essen und ich danach für 24 Stunden ins Bett.

Antenne-Bayern-Chat-Weltrekord Pressemeldung

Die Meldung vom Chat-Weltrekord ging auch in Regensburg durch die Medien. „Blizz“ berichtete genauso wie die „Mittelbayerische Zeitung“. Ein paar Tage später war ich dann auch im Regionalfernsehen. Die Videokassette habe ich auch noch rumliegen.

Wer mich oder die anderen im Guinessbuch der Rekorde sucht, wird nix finden. Warum? Der lese hier. Nö, mir reichen die Erinnerungen. Der Eintrag ins Buch bringt mir zusätzlich nix.

Übrigens: Knacken kann man den Rekord nur noch durch die Anzahl an Personen. Die Länge des Rekordes wurde auf 72 Stunden begrenzt. Wir waren 25 beim „Antenne-Bayern“-Dauerchat-Weltrekord.


Ist schon lustig – Löwenzahn von und mit Peter Lustig

21. November 2006

„Mein Name ist Peter Lustig… klingt komisch.. ist aber so!“

Peter erklärt die Lebensweise eines Skinheads.

Peter möchte für ein paar Monate verreisen.

Peter und der Microwellensittich.

Peter und die Multifunktions-Sandy.

Peter ist mächtig müde.


Bali Kuta Beach – Der erste Tag auf Bali

20. November 2006

Heute fand ich etwas Zeit die Reiseaufzeichnungen von unserem Urlaub in Bali ins Web zu bringen. Hier also – nach den ersten Tagen in Singapore – der erste Tag in Bali.  Zum Inhaltsverzeichnis geht es hier lang 🙂

14.10.06 – Die ganz Nacht hatte ich schlecht geschlafen. Einmal war es mir zu kalt, dann wieder zu warm. Dann stand ich auf und setzte mich auf den Balkon. Dort erwischten mich dann die Mücken. Ich ging Duschen und las anschliessend im Reiseführer. Mike schnorchelte leise im Bett neben mir. Sonst schnarcht er ab und zu, aber diese Nacht näselte er nur leicht. Er scheint den Schlaf von einem ganzen Jahr nachzuholen. Dann, als die Sonne aufging, dachte ich schon ich könnte eigentlich zum Strand gehen. Morgens um 7 Uhr schlafe ich dann endlich ein. Bis mich der Roomservice weckt gegen 11 Uhr.

Ich weckte Mike. Er rappelte sich müde hoch und er setzte sich auf den Balkon, damit der Roomservice sein Bett beziehen konnte. Mike rappelte sich langsam und ächzend auf, schnappte sich die Zigaretten, schleicht auf den Balkon und lehnt sich in den Liegestuhl. Ich bestelle heisses Wasser und mache Kaffee. Als ich mit zwei Tassen auf den Balkon komme, lag Mike mit halb geöffnetem Mund und geschlossenen Augen leise rüsselnd da. Eingeschlafen. Ich zünde mir eine Zigarette an und schaue mir den Garten des Hotels an. Vom Trubel an der Uferstrasse ist hier überhaupt nichts zu spüren. Leise hört man unsere Klimaanlage rauschen. Irgendwo spielt leise Musik – kaum hörbar. Der Roomservice-Boy wischt derweil den Boden. Ich frage ihn, ob er bitte nochmals die Thermoskanne mit heissem Wasser befüllen könnte. Er verschwindet kurz und bringt eine frische Kanne. Dann verabschiedet er sich mit etwas, was mit viel Fantasie und Interpretationsvermögen nach „Have a nice Day“ klingen könnte. Von Chris und Beat keine Spur. Alles ist ruhig um uns herum. Ich wecke Mike und er wankt murmelnd zurück ins Bett. Ich dusche und setze mich anschliessend wieder auf den Balkon. Der Garten besteht aus Palmen verschiedener Grössen, Büsche blühen bunt, weisse und weinrote Blüten. Ich schnappe mir den Bali-Reiseführer und den Kaffee, dann mache ich es mir am Balkon gemütlich.

Gegen 15 Uhr reckte Chris den Kopf an der Balkonabtrennung vorbei. „Schläft der Mike noch?“ Ich nickte und fragte, wann er aufgestanden sei. Cris erzählte, dass er und Beat gleich nach dem Frühstück mit dem Taxi zum Jimbaran Beach gefahren seien. Dieser liegt etwa 3 km südlich des Flughafens „Ngurah Rai“. Die Brandung sei ähnlich stark, wie an der „Kuta Beach“, nur wäre es deutlich ruhiger. Keine „Heuschrecken“, wie ich die Fliegenden Händler nenne. Chris und Beat wären etwa eine Stunde dort gewesen, kurz das Meer angetestet und hätten sich gesonnt. Aer es wäre zu heiss für den Anfang gewesen. Die Taxifahrt kostete pro Tour 50 000 Rp. was etwa 5 Euro entspricht.

Dann reckte auch Beat den Kopf von seinem Balkon herüber und grinste. Wir beschlossen Mike schlafen zu lassen und uns den Pool näher anzusehen. Also packte ich leise meine Habseeligkeiten und ing mit Chris und Beat zum Hotelpool. Dieser hat etwa eine Grösse von 200 qm Wasserfläche und ist in drei Ebenen eingeteilt. Einen 2,2 Meter tiefen, einen mit 1,2 Meter Tiefe und einen flachen an dessen Ende vier Steinfiguren als Wasserspeier zu Massage dienen. Links vom Pool befand sich eine strohbedeckte halboffene Hütte, in welcher eine professionelle Masseurin ihre Dienste anbietet. Rechts hinten befindet sich eine Theke, an welcher die Handtücher ausgegeben werden. Davor steht halb im Wasser eine halbrunde Steintheke, auf Wasserniveau mit Pizzaofen (Poolpizza) allerdings nicht in Betrieb. Rechts davon erstreckt sich der Barbereich und davor der offene Restaurationsbereich mit runden 4er Tischen und Bali-Deko. Rund um den Pool stehen einige Holzliegen. Wir entschlossen uns vier davon im Halbschatten einer Palme zusammen zu stellen. Wir breiteten die Handtücher aus und dann wurde das Wasser angetestet, erfrischend aber nicht kalt. Gerade richtig und kein Chlorgeruch. Aber an die Sonne muss ich mich erst noch langsam gewöhnen. Das ganze Jahr in geschlossenen Räumen sorgt für vornehme Blässe, welche nicht zu intensiv von der Sonne bestrahlt werden sollte.

Nach etwas mehr als einer Stunde beendeten wir das Relaxen am Pool und gingen zurück zu den Zimmern. Mike war aufgestanden und hatte sich ebenso poolfertig gemacht. Ich hatte einen Zettel hinterlassen mit der entsprechenden Nachricht und er wollte gerade nachkommen. Ich informierte ihn über unsere Planung zuerst zum Kuta-Strand den Sonnenuntergang zu geniessen und anschliessend zum Essen ins Restaurant „B`Couple“ zu gehen. Dieses Lokal hatte Chris auf der Taxirückfahrt entdeckt. Wir zogen uns um und Chris und Beat kamen kurz vor 18 Uhr auf unsere Zimmer. Wir setzten uns kurz und rauchten eine. Dann gingen wir die Hotelausfahrt entlang zur Uferstrasse.

Schon wurden wir von Taxifahrern empfangen, welche uns „Transport“ anboten. Wir überquerten die Strasse und gingen im Sand Richtung Meer. Der berühmte Surferstrand Kuta-Beach war wegen der langen gleichmässigen Dünung bekannt und beliebt. Zum Baden ist der Strand aber eben deshalb nur wenig geeignet. Die Strömung einen bei einer Gegenströmung schon mal ins Meer zurück ziehen. Rote Flaggen mit Totenkopfsymbolen machen dies unmissverständlich deutlich. „Don’t swim in this area!“ Schon kamen wir mit den ersten „Heuschrecken“ in Berührung.

Alle paar Meter wollte uns ein Balinese Tücher, Getränke, Eis oder Lenkdrachen verkaufen. Auch temporäre Tattoos oder Massage war im Angebot. Wir schlenderten am Strand und beobachteten das Treiben darauf un dim Meer. Denn dort surften etwa sieben oder acht Surfer die regelmässigen Wellen ab. Als sich die Sonne senkte und langsam von orange in rot verwandelte, schoss ich einige Bilder vom Szenario. Nach Sonnenuntergang spazierten wir die teils befestigte Uferpromenade entlang zurück zur Uferstrasse, um uns auf den Weg zum Restaurant „B’Couple“ beim Paradiso Hotel zu machen.

War es am Strand noch relativ ruhig gewesen, so schien die Jalan Pantai Kuta, wie die Uferstrasse heisst, von Taxis und Motorrollern überzuquellen. Schnell hatte diese Strasse den Kosenamen „Idiotenkreisel“ weg. Wir gingen am Hardrockcafe und Starbucks vorbei immer von Hupen und Transportrufen der Taxifahrer begleitet. 

Wir bogen in die Verkaufsstrasse mit den vielen Plagiatenshops ein, durchquerten diese flotten Schrittes und landeten schliesslich vor der „B`Couple Bar and Restaurant vor dem Hotel Paradiso“. Am Eingang des rundherum offenen Lokals stand eine traditionell gekleidete Dame und einen Security-Mann. Wir suchten uns einen Tisch in der Mitte des Restaurantes aus. Die Getränke- und Speisekarte wurde gereicht und wir suchten uns „Corona-Bier“ sowie einen Seafruit-Basket mit verschiedenen Fischköstlichkeiten aus. Chris und Beat tranken Cola, Beat nahm Chopsticks. Dazu wurde Salat und Reis gereicht. Das Essen schmeckte vorzüglich. Die Chopsticks wurden auf einem kleinen Holzgrill an den Tisch gebracht. Das fischallerlei in einem Palmenblattkörbchen. Babylobster und Tintenfisch war auch mit dabei. Das Restaurant „B’Couple Bar ’n‘ Grill“ ist wie eine grosse offene Lagerhalle gestaltet.

Die offene moderne Chromküche mit blau hinterleuchteter Glastheke befindet sich an der Strassenseite. Daran schliesst sich der gediegene mit Tischdecken und Deko geschmückte Restaurationsbereich an. Daneben laden breite Cordsofas und flache Holztische zum Chillen ein. Daneben der Barbereich mit Chromtischen und -Stühlen. Dahinter befindet sich eine Bühne für Livebands mit Tanzfläche davor. Etwas erhöht noch ein weiterer Barbereich mit zwei Billardtischen. Die Bars und die einzelnen Restaurationsbereiche sind aus Glasbausteinen gestaltet, welche durch RGB-LED-Leuchten indirekt beleuchtet werden. Die Soundanlage ist überdimensioniert, hervorragend gleichmässig, stören die Unterhaltung aber nie. Auf einer Grossleinwand wurden Musikvideos gezeigt. Nach dem üppigen Mahl verlangte der Körper nach Bewegung.

 So entschlossen wir uns die Jalan Kartika weiter zu erkunden. Der Verkehr wütete noch immer und unzählige Taxis machten durch Hupen auf sich aufmerksam. Ich überlegte mir schon ein T-Shirt anfertigen zu lassen. Auf der Vorderseite steht dann „I don’t need a Taxi“ und auf der Rückseite „And i had a Massage today“. Die Strasse ist gesäumt von Restaurants, Shops, zwischendurch mal ein Rollerverleih oder ein fliegender Händler. Dann ein Taxifahrer auf dem Gehsteig sitzend, der mal grad nicht im Auto sitzt und hupt. Nach etwa 1000 Meter wechselten wir die Strassenseite und kehrten um. Das Bild blieb gleich. Ab und zu mal eine Karaoke-Bar. Die Sätze der Taxifahrer scheinen einstudiert zu sein. Es sind nämlich immer die gleichen: „Taxi? Transport? Were do you come from? Where do you stay? You like young girls? Go to the Disco? Manchmal steht sogar mal jemand am Strassenrand und bietet angeblich Hasch und Marihuana an. Der Besitz von Drogen dieser Art kann hohe Geldstrafen nach sich ziehen und wir vermuten, dass die Dealer und die Polizei hier Hand in Hand arbeiten (wie treffend formuliert).

Im Hotel angekommen machten wir uns ausgangsfertig. Direkt am Ausgang des Hotels schnappten wir uns einen Taxifahrer und Chris machte den Preis klar. 50 000 Rp. für die Fahrt zur Legian Beach. Chris erzählte etwas von einer Freiluftdisco „Double Six“ und die wollten wir uns ansehen. Auch sonst soll es in Ufernähe interessante Bars und Restaurants geben. Die Fahrweise der Taxisteuerer ist aus europäischer Sichtweise schon etwas abenteuerlich, aber was auf Bali veranstaltet wird hat mit Einhalten irgendwelcher Verkehrsregeln nichts zu tun. Auch der TÜV scheint unbekannt. Während der Fahrt stellte ich eine kurze Fahrzeugdiagnose: Radlager rechts vorne, Querlenker, Lenkradspiel eine halbe Umdrehung. Wir diskutierten auch darüber wieviel Fahrstunden man zur Fahrerlaubnis benötigt und ob überhaupt. Geht es mit dem Taxi langsamer, so überholen sofort links und rechts die Roller. Ist die Strasse dann frei, überholt das Taxi wieder wo es nur irgendwie geht. Einen Unfall habe ich trotzdem noch nicht beobachtet. Bei einer Engstelle oder Baustelle gewinnt der, der schneller dran ist. Roller weichen dann schon mal schnell auf den Gehsteig aus.

Wir durchfuhren im raschen Tempo dunkle leergefegte Strassen mit von Rollerjalousien verschlossenen Geschäften. Brannte irgendwo Licht, so handelte es sich dabei um ein Restaurant oder eine Bar. Es stellte sich mir die Frage, wo wohnen all die Balinesen und Shopinhaber? Hier sicher nicht. Auch deutete die riesige Anzahl von Shops darauf hin, dass jeder hier an dem Touristen-Boom verdienen möchte. Nach 22 Uhr sind diese Gegenden menschenleer und ausgestorben. Willkommen im Urlaubsparadies. Ähnliche Geschichten erzählen Touristenzentren wie Las Americas auf Tenerife, Ballermann auf Mallorca, Cersonissos auf Kreta. Irgendwann ist die Regierung und die Stadtverwaltung den lärmenden Massentourismus Leid und man besinnt sich auf alte Qualitäten, wie Tradition und individuelle Angebote, die dann gediegenere Touristen anlocken und den Ruf verbessern. Aber noch herrscht Goldgräberstimmung in Kuta. Vor 30 Jahren war hier noch Sumpf.

Nach 10 Minuten Fahrt kamen wir im Strandbereich von Legian an. Chris bezahle den Fahrer und wir orientierten uns kurz. Wir waren an einer T-Kreuzung gelandet. Vor uns der Strand mit Strahlern erleuchtet. Links eine Pizzabar, die Strasse gesperrt und ein Parkplatzbewacher kassierte 1000 Rp. für Autos und 500 Rp. für Roller. Links ging es zum „Double Six“. Dorthin gingen wir zuerst. Es war etwa 23 Uhr aber der Parkplatz war leer. Nur ein Auto und einige Roller standen dort. Vor dem Eingang langweilten sich drei Securities. An der Tür hing ein Schild „50 000 Rp.“. Wir assozierten, dass es sich dabei um um den Eintrittsbetrag handelte. Direkt neben dem „Double Six“ stand ein weiteres Gebäude. Auf einem Schild stand „Papparazi-Bar“. Wir sahen hinauf zur Terasse, aber nur drei oder vier Personen standen dort an Tische gelehnt. Also drehten wir um und gingen zurück zur Kreuzung an dem Parkplatzkassierer vorbei und beschlossen in eine der Bars zu gehen, um dort etwas abzuwarten. Die Auswahl war nicht recht gross. Die bereits erwähnte Pizzabar, ein Restaurant und eine schlecht besuchte Bar. Wir gingen weiter unnd aus der Ferne schallte Technosound an unser Ohr. Die Quelle der Musik fanden wir. Eine Musikbar mit Terrasse und Liegesesseln.

„De ja vu“ war der Name der Lokalität. „Draussen oder Drinnen“ war die Frage. Ausserhalb hiess immer noch drückende Schwüle und innerhalb Kühlung und lauterer Sound. „Drinnen hiess die Entscheidung. Mitten im Eingangsbereich stand eine übergrosse silberfarbene moderne Frauenskulptur, welche mich an das Wandgemälde in der Rockdisko Factory erinnerte. Die grosse Bartheke lag im hinteren Bereich. Links an der Wand, sowie in der rechten Hälfte luden bequeme Loungesessel und Sofas zum Verweilen ein. Wir entschieden uns für das Sofa und die Sessel auf der linken Seite. Sofort kam eine Bedienung an unseren Tisch, begrüsste uns freundlich und reichte uns die Getränkekarten. Bier zwischen 20 000 und 30 000 Rp. und cocktails zwischen 35 000 und 50 000 Rp. Mike bestellte zuerst einen „Singapore Sling“, Chris einen „Caipirinha“, Beat ein Corona und ich ein „San Miguel“. Die Bedienung verschwand, kam aber kurz darauf zurück und wollte mir etwas mitteilen. Ich verstand sie aber überhaupt nicht. Erst beim 3. Mal enträtselte ich „Sorry, San Miguel finish!“. Also nahm ich ebenso ein Corona, welches sie kurze Zeit später mit den restlichen Getränken servierte. Die Musik war House-Trance-mässig hervorragend. Die Soundanlage hochklassig. Nach und nach kamen auch immer mehr Nachtschwärmer, welche sich aber hauptsächlich im Aussenbereich einfanden. Sämtliche deckenhohen Glastüren waren geöffnet. Anders als bei uns im westeuropäischen Klima sind bei der Tür Deckenklimaanlagen installiert, welche einen Kältevorhang erzeugen. Auch die bisher freien Plätze im Innenbereich füllten sich langsam.

Die Diskussionen unter uns beschränkte sich musiklautstärkemässig bedingt entweder auf lautes Zurufen kurzer Satzfragmente oder direkt in das Ohr des Angesprochenen deutlich gesprochen. So blieb uns grösstenteils nur die Hälfte unserer Lieblingsbeschäftigung: Beobachten (ohne Kommentieren). Kommentieren konnten wir nur durch Handgesten. Meine Beobachtung war zum Beispiel, dass für diese Grösse des Lokales ungewohnt viele Bedienungen anwesend waren. Auch waren diese sehr freundlich und aufmerksam. Ich zählte mit Thekenpersonal 22 Bedienstete. Jeder trug die gleiche Bekleidung: dunkles T-Shirt mit „De ja vu“-Aufdruck, dunkle Hose/Jeans und einen Barcodeanhänger, welcher am Band um den Hals getragen wurde. Ich kombinierte und überlegte, wie ich „den Laden schmeissen“ würde. Die Barcodeanhänger sind der Bedienungsperson zugeordnet. Jede Bestellung kann dann der Person zugeordnet werden. Somit auch der Tagesumsatz der entsprechenden Bedienung. Es ird zentral abgerechnet – nur eine Kasse. Das Trinkgeld wird zentral gesammelt. Die Bedienungen sind prozentual am Umsatz beteiligt und erhalten entsprechend des persönlichen Umsatzanteils ihre Entlohnung und den Trinkgeldanteil. Mit der Voraussetzung „geringes Grundgehalt auf Stundenbasis“ entteht so ein Wettbewerb unter den Bedienungen. Zusätzliche Motivation könnte die direkte Zuordnung des Trinkgeldes zur Bedienung bringen. Somit spielt die Anzahl der Bedienungen keine Rolle. Steigert lediglich den Wettbewerb. Nur wer flink ist und schnell den Gast bedient und das möglichst freundlich, verdient am Ende des Abends am meisten. Warten oder gar Sätze wie „Das ist nicht mein Tisch“ gibt es dann überhaupt nicht.

Nach einer weiteren Runde Cocktails und Bier zahlten wir gegen halb eins und starteten den zweiten Versuch beim „Double Six“ nicht ohne bei der Kreuzung unzählige „Taxi“ und „Transport“-Versuche abwehren zu müssen. Beim „Double Six“ war immer noch nichts los. Und das am Samstag. Nach kurzer Beratung entschieden wir uns nach Kuta zu fahren und dem „Hard Rock Cafe“ einen Besuch abzustatten. Der Taxifahrer liess nicht mit sich handeln. Für 50 000 Rp. fuhr er uns zurück. Dabei hatte ich das Gefühl im Kreis geführt zu werden, aber der Taxifahrer verteidigte seine Route. Nicht ohne Zusatzoptionen anzubieten: Nice Girls und TikiTiki. Wir lehnten dankend ab. Wir stiegen beim „Hard-Rock-Cafe“ aus. Der Türsteher hielt uns auf und fragte nach, was wir trinken möchten. Ich gab vier San Miguel an, erhielt einen Zettel, den ich an der Kasse abgab und berappte schlappe 240 000 Rp. für vier Bier und viermal Eintritt. Chris und Beat waren schon erwartungsvoll vorgegangen, Mike folgte mir in die Arena. Gleich rechts von der Tür sassen die beiden. Ich folgte den Blicken und sah auf die Bühne. Eine Liveband spielte und zwei etwas fülligere junge Damen sangen dazu. Die Band nannte sich „AZ-1“ und schien entweder aus England oder Australien zu kommen. Die beiden stämmigen Damen hatten zwar anhörbare Stimmen, aber der Manager sollte ihnen raten 20 kg. abzunehmen – jede. Ich gab den zettel an eine Bedienung ab und blickte in die Runde. Plötzlich stand ein Kleinwüchsiger zappelnder neben mir. Ich machte einen Schritt zur Seite. Daraufhin sprach er mich an „Haiiii!“ How are you?“ kam es extrem sanft und weich an mein Ohr. Ich drehte mich um und deutete Mike an, dass ich mal für kleine Pans muss. Als ich zurück kam, reichte die Bedienung gerade die Bierflaschen. Zu dem warmen Kleinwüchsigen hatte sich ein weiterer extrem sanfter gesellt. Orange Halbjacke mit Kapuze und hautenger Sporthose – süss. Das hatte uns grade noch gefehlt. Beide tänzelten zur Musik direkt neben Beat. Es dauerte nicht lang und der zweite Halbjackenträger schnurrte Beat um eine Zigarette an. Chris beobachtete das Szenario und grinste leise vor sich hin. Nun hatte der Halbzwerg bemerkt, dass ich wieder da war. Er drehte sich zu mir um und fragte „Where do you come from?“. Ich verschränkte die Arme und beugte mich zu seinem Ohr „Go your own way, Boy. I don’t like you!“. Der Zwerg grinste gezwungen, tuschelte dann kurz mit seinem Halbjackenkollegen und beide verschwanden.

Nachdem die Band „YMCA“ anstimmte, ging gleichzeitig unser Bier aus. Keiner von uns wollte eines nachbestellen und wir empfanden, dass dieses Lokal ab sofort nicht mehr unser Geschmack sei. Gründe? Preisfrage! Hinweis: 3 Gründe sind es insgesamt. Enttäuscht vom Samstag Abend auf Bali, verliessen wir die wenig besuchte Location. Wir waren fast soweit uns im Shop ums Eck Sixpacks zu bestellen und unsere Privatparty im gemütlichen bekannten Stil auf dem Balkon fortzusetzen. Aber wie das Schicksal so spielt. Geht eine Tür zu – dann öffnen sich im nächsten Moment zwei neue. Als wir vor der Hoteleinfahrt ankamen, vernahmen wir in der Ferne wieder Technosound. Eine Disko in dieser uns noch unbekannten Richtung? Das musste erkundet werden. Wenn da nix ist, dann läuft uns der Minimarket mit dem Bier auch nicht davon. Zuerst sahen wir nur ein überdimensionales McDonald-Schild. Ja, auch hier sind die Jünger der Fettlebigkeit eingetroffen. Mit jedem Schritt erhöhte sich die Lautstärke. Chris meinte „Die Musik ist genau das, was ich jetzt brauche!“.

Die Musik kam aber nicht aus dem McDonald. Auch nicht aus dem Massagesalon daneben. Wir umrundeten das Gebäude, als eine junge Balinesin „Hallo“ rief und aufgeregt winkte. Zuerst dachte ich an die übliche Touristenfängerei, aber als wir die kleine Treppe zur Dachterrasse des Massageladens erklommen, stellten wir fest, dass dies hier nicht zutreffen konnte. Die junge Balinesin (etwa 25 Jahre alt) sass zusammen mit Freundinnen und Freunden an einem flachen Tisch mit Getränken vor sich. Wir grüssten zurück und wurden von einer einer jungen Dame – einer Bedienung – mit den Worten „Wellcome to my Beachbar“ empfangen. Sie stand vor einer halbrunden Theke. Im Zentrum davor stand ein Stahlgestell auf dem ein DJ sein Equipment aufgebaut hatte. Auf einem Klapptisch lagen CD-Mappen aus denen sich der DJ das entsprechende Stück heraussuchte. Rechts und links davon stand je eine riesige PA-Lautspecherbox mit Hörnern. Der Boden war mit Sand aufgefüllt. Verschiedene Tische mit unterschiedlicher Form und Grösse, sowie diverse Stühle standen auf dem ehemaligen Dach des Massagesalons.

Alles sah eher improvisiert aus. Die Terrasse war locker mit Gästen – nur Balinesen – besetzt. Wir suchten uns einen Holztisch in etwa der Mitte vor den grossen Lautsprecherboxen aus und setzten uns alle vier frontal davor. Nur so kann man den Sound und das Ambiente voll geniessen. Die Bedienung verteilte Getränkekarten, welche uns die nächste positive Überraschung bescherte: Longdrinks und Cocktails nur 35 000 Rp. Wir bestellten 4x Caipirinha! Der Barmixer hatte zwar nur weissen Zucker, dafür aber auch nur wenig Eis. Somit musste (leider) mit mehr Pitu aufgefüllt werden. Dementsprechend gut war die Mischung. Die junge Balinesin am Tisch am Eingang tuschelte pausenlos mit ihren beiden Freundinnen und behielten Blickkontakt. Die Bedienung brachte uns die Cocktails, stellte diese auf den Tisch und wir stiessen an. Die Musik war einfach weltklasse. Stil und Titel fast wie bei der Streetparade. Einige kannten wir von dort, andere waren in Mike’s MP3-Sammlung hinterlegt. Die Bedienung nahm sich Zeit mit uns zu plaudern. Zwar waren auch hier die „Standardfragen“ am Anfang mit dabei, aber mit dem Unterschied, dass sie mehr von sich erzählte, als sie von uns wissen wollte. Echtes Interesse? Auch sah man ihr an, dass sie sich über unseren Besuch freute. Speziell Mike schien sie in ihr Herz geschlossen zu haben. Oder lag es einfach daran, dass er ganz aussen sass? Sie stellte sich vor „Nita“ und wir nannten unsere Namen. Nur bei „Beat“ hatte sie anfängliche ein Problem mit der Verständigung, bis er ihr seinen Ausweis zeigte.

Zwischenzeitlich hatte sich die Maharania-Beachbar etwas mehr gefüllt. Und mit den Gästen kam eine weitere Begegnung. Eine junge Balinesin und deren Freundin grinsten uns an. Scheinbar weil wir vier auch die ganze Zeit grinsten. Wegen der Location, der günstigen Cocktails und nicht zuletzt wegen der klasse Musik aus einer riesigen Soundanlage. Die etwas festere von beiden war die aktivere. Sie und ihre Freundin war mit fünf jungen Balinesen zur Strandbar gekommen und hatte nachdem sie uns zugewunken hatte, sofort einen Spitznamen weg (Mike „Zahnfee“). Ursache: Nachlässige Mundhygiene. Sie kam herüber und setzte sich neben Beat. Eine Lustige Diskussion mit Händen und Füssen begann. Immer wieder wechselte sie von unserem Tisch zu den ihrer Freunde und zurück. Die Balinesinnen vom Tisch am Eingang bei der Treppe schauten bisweilen etwas bedröppelt. Ich würde diese Situation als „Crossfighting“ bezeichnen, auch wenn die Geschmäcker bei uns sich zu ähneln schienen. Nach zwei Runden Caipirinha musste wegen fehlender Lagerbestände auf Caipirovka umgestellt werden. Die Reihen lichteten sich, je mehr der Ladenschluss des Lokales gegen 3 Uhr sich näherte. Die drei Freundinnen vom Tisch am Eingang verabschiedeten sich winkend von uns. Die sechs Balinesen vom Nachbartisch hatten die beiden Mädels allein zurück gelassen. Beide hielten sich im Thekenbereich auf nicht ohne jede Möglichkeit zu nutzen uns einen Blick oder ein Lächeln zuzuwerfen. Nach zwei weiteren Runden verabschiedete sich Chris, um sich in sein Hotelzimmer zurück zu ziehen. Beat lud uns auf die Getränke ein, worauf Mike noch eine Runde spendierte.

Danach verabschiedeten wir uns von Nita mit dem Versprechen in den nächsten Tagen wieder vorbei zu schauen. Gemütlich diskutierend wanderten wir ins Hotel zurück und legten uns schlafen.


Pix from another point of View

19. November 2006

Ich surfe gerade wieder einmal in meinen Favorites bei Flickr.com herum.

MaD Gi®L•™ aus Qatar zum Beispiel. Die Bilder faszinieren mich immer wieder. Warum? Keine Ahnung. Irgendwas sagt mir einfach, dass da jemand künstlerisch extrem gute Bilder schiesst.

Oder „iRestistible“ heisst A. A. Althani und kommt ebenso aus Qatar. Ich hatte dereinst Sheikh Althani in Regensburg zu Besuch. Zufall? Sie ist eine der vielen Kontakte von MaD Gi®L•™

Kein Zufall. Es sieht so aus, als ob A.A. Althani zur Herrscherfamilie gehört. Bilder einer Prinzessin?

Bilderstöbern macht Spass.


Events in Zürich – La Folie-Chilloutparty in der Masoala-Halle

19. November 2006

Am Samstag Abend stieg eine ganz besondere Party an einem ganz aussergewöhnlichen Ort. La Folie Chillout-Party in der Masoala-Halle. Die Masoala Halle gehört zum Zoo Zürich. Die Masoala-Halle bildet ein künstliches Biotop auf der Fläche von 3 Fussballfeldern für die Flora und Fauna der Urwälder auf der Insel Madagaskar. Zu dieser Halle gehört ein Restaurant, welches durch raumhohe Glasscheiben von der Tropenvegetation und dem Tierleben getrennt ist. Und eben dort fand die „La Folie – Chillout-Party“ statt.

Dominik hatte mich auf meinem Geburtstag auf die Party aufmerksam gemacht und gemeint es wäre ein echter Geheimtipp. So verabredeten wir uns gegen 21 Uhr auf dem Parkplatz vor der Masoala-Halle. Mit zwei Freunden traf er ein. Er hatte uns auf die Gästeliste setzen lassen und wir bekamen an der Abendkasse die Eintrittsarmbänder. Die Dekoration bestand im Foyer aus gemütlichen Lounge-Liegebereichen und Sitzecken mit grossen Kissen. Eine dieser Liegebereiche testeten wir gleich aus und besorgten uns Getränke. Das Ambiente im eigentlichen Restaurationsbereich war mit Himmelbetten ausgestattet. Aus den Lautsprechern tönte gemütliche Chillout-Musik. Am späteren Abend organisierten wir uns noch die ein oder andere Shisha mit Mango oder Wassermelone. Letzere schien ich nicht vertragen zu haben. Gegen 2 Uhr verschwand ich nämlich mit einem flauen Magengefühl. Aber die Party war wirklich ein Geheimtipp und ein relaxendes Erlebnis. Genau das Gegenteil zu den sonst lärmenden und überfüllten Events.

Website des Organisators „La Folie“

Weitere Bilder bei Uusgang.ch

Website über die Masoala-Halle im Zoo Zürich

Masoala-Halle im Zoo Zürich


Egoload.de – Ich bin ein „Innovativer Denker“

18. November 2006

Beim Stöbern in meinen Lieblingsblogs bin ich bei RogerRabbit über den Thread „Ich bin ein VR“ gestolpert. „VR“ heisst „verlässlicher Realist“. Er hatte den Test bei Christa gefunden. Über den Link von Roger bin ich dann auf die Website von Egoload.de gekommen. Und hab selbst den kurzen Persönlichkeitstest durchgeführt.

Ergebnis: Ich bin ein ID – Innovativer Denker.

Egoload - Innovativer Denker

Ach was? Echt? Ja da wird der Hund in der Pfanne verrückt.

Zitat: „Der innovative Denker ist ein charmanter und begeisterungsfähiger Mensch. Er sprüht geradezu vor Energie und steht immer gerne im Mittelpunkt. Er liebt die Abwechslung – beruflich wie privat. Mit seinem Optimismus und dem festen Glauben an seine eigenen Fähigkeiten steuert der innovative Denker konsequent Veränderungen an und ist immer auf der Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten. Seine hervorragenden Kommunikationsfähigkeiten sind ihm dabei von großem Nutzen. Neugierig und offen geht er auf die Welt zu und meistert neue Situationen mit viel Improvisationstalent und Einfallsreichtum. Eine große Anzahl an Hobbys prägen seine Freizeit; die meisten innovativen Denker reisen auch liebend gerne, um möglichst vielfältige Eindrücke zu sammeln. Im Entdecken neuer Möglichkeiten ist dieser Persönlichkeitstypus unschlagbar.“

Stimmt, stimmt, stimmt.

„Im Beruf schätzt der innovative Denker Herausforderungen und abwechslungsreiche Aufgaben. Routine und Detailarbeit kann er nicht ausstehen. Am liebsten verblüfft er alle mit dem kühnen Entwurf für ein originelles neues Projekt und überlässt dann anderen dessen konkrete Umsetzung. Hierarchien, Regeln und Vorschriften reizen ihn zum Widerspruch und er liebt es, das System zu überlisten. “

Stimmt extrem! Nur die Projekte muss ich meistens allein umsetzen. Falls nicht jemand die Idee oder das Konzept für sich „ausborgt“. Das im letzten Satz würde ich niiiiiiiee tun! 😉

Auch bei den anderen Aussagen, konnte ich es nicht fassen:

„Für ihn ist es lebensnotwendig, dass ihm seine Arbeit Spaß macht; ist dies der Fall, wird er schnell zum reinsten Workaholic. Seine Kreativität kommt am besten bei möglichst selbständiger Arbeit zum Tragen; er kann aber auch sehr gut andere motivieren und mit seiner optimistischen Art mitreißen. Vor allem konzeptionelle oder beratende Tätigkeiten liegen dem innovativen Denker sehr. Gelegentlich fühlen sich manche Menschen durch seine flexible und spontane Art allerdings auch etwas überfahren.“

Trifft auch alles zu. Tja, das mit dem „überfahren“ passiert so manchmal. Und ich werde dann so „emotional“.

„Seine Geselligkeit und seine Unternehmungslust sorgen dafür, dass der innovative Denker immer einen großen Bekannten- und Freundeskreis hat, in dem Aktivität groß geschrieben wird. Da er meist guter Laune ist, ist er ein begehrter und gern gesehener Gast. Nörgeleien oder Griesgrämigkeit sind ihm fremd. Allerdings neigt er dazu, ein wenig sprunghaft und unstet zu sein, wenn es um Verpflichtungen geht, was ihn für manche unzuverlässig erscheinen lässt. In der Auswahl seines Partners ist er sehr kritisch und anspruchsvoll, denn er sucht nach der idealen Beziehung und hat sehr konkrete Vorstellungen von ihr. Ganz wichtig sind für ihn gemeinsame Lebensziele. Kompromisse geht er nur ungern ein, lieber bleibt er allein.“

Stimmt, Stimmt. Bis auf die „Griesgrämigkeit sind mir fremd“. Wenn mal etwas überhaupt nicht klappen will, dann …. hmm.. und die Aussage mit der „Beziehung“ stimmt auch. Seltsam, seltsam.

„Für den Partner ist es oft eine Herausforderung, eine langfristige Beziehung mit einem innovativen Denker zu führen, denn dieser braucht viel Freiraum und Abwechslung, sonst langweilt er sich und fühlt sich eingeengt. Auch die Risikobereitschaft und die oft verrückten Spontanaktionen des innovativen Denkers stellen eher traditionalistisch geprägte Typen manchmal vor Probleme. Wer aber genügend Flexibilität und Toleranz für ihn aufbringt, der wird sich mit ihm nie langweilen und in ihm immer einen loyalen und treuen Partner finden.“

Tja, so is es halt. Never try to stop me….

Mich wundert auch nicht mehr, dass „Thomas Alva Edison“ und „Sir Alfred Joseph Hitchcock“ den gleichen Typ haben. Wobei ich von Edison weiss, dass er ein Bett in seinem Büro stehen hatte, um dort zu nächtigen. Und eigentlich war Hitchcock ein Ordnungsfanatiker und Frühaufsteher, was für mich nicht zutrifft.

Nur das „Video zum Innovativen Denker“ bekomme ich mal wieder hier in den Blog nicht eingebunden.

Mehr über meinen Typ

Lust bekommen auch herauszufinden welcher Typ Du bist? Mach auch den Test! Und teile mir anschliessend mit, ob die Beschreibung auf Dich zutrifft oder nicht.


17.11.2006 – ÖKO-Test November 2006 – Vibratoren

17. November 2006

Ja, ihr habt richtig gelesen: Unter dem sinnigen Titel „Dreck am Stecken“ veröffentlicht „ÖKO-Test November November 2006“ eben einen Test über Vibratoren. Auf dieses Netzfundstück bin ich bei Cassandra gestossen. Da fragt man sich (als Mann): Was hat bitteschön „Öko“ mit Silikon, Plastik und Batterie zu tun? Egal. Ich zitiere aus dem Artikel:

„Mittlerweile werden Vibratoren nicht nur in Stab- oder Penisform angeboten, sondern auch als Delphine, Kolibris und Enten. In Sexshops stehen sie dutzendweise im Regal, Versender wie Orion lassen die Qual der Wahl zwischen 54 Vibratoren, 36 Jellyvibratoren, 33 Naturburschen, 26 Perlenvibratoren, 24 Klassikern, 22 Specials und 19 Sets. Selbst der Otto-Versand, nicht unbedingt die erste Adresse für Sexspielzeug, hat 43 Vibratoren in unterschiedlichsten Formen, Farben und Größen im Sortiment, die er auf der Rechnung diskret als „Gesundheitsartikel“ ausweist.“

Delphine, Kolibris und Enten??? Die armen Tiere 🙂 Heisst das Model „Delphin“ mit Vornamen „Flipper“? Man stelle sich einen Kolibri mit Batterie vor. Pfeifft der? Schlägt der beim Einschalten rasend schnell mit den Flügeln? Wurde die Ente vor dem Verkauf ausgenommen? Fragen über Fragen…

Auf die Frage zu den Auswahlkriterien antwortet der Dildofachverkäufer:

„Am wichtigsten ist die Optik, also ob der Vibrator schon beim Anblick gefällt. Dann: Wie fühlt er sich an? Die wenigsten Frauen greifen zu brettharten Materialien. Gefragt sind weichere Oberflächen. Wir raten dann vor allem zu Silikon. Und schließlich spielt auch die Lautstärke eine Rolle: Wenn das Gerät viel Krach macht, wird das als störend empfunden.“

Interessante Kauftipps gibt es auch noch ganz hinten im Artikel:

„Fünf Zentimeter Durchmesser klingt nach nicht viel, sind in natura aber riesig. Am einfachsten ist es, die Größe anhand einer Gurke oder einer Zucchini abzumessen.“

No comment…

Zum „Öko-Test Vibratoren“ fällt mir doch glatt der Öko-Vibrator ein:

Man nehme eine Bambus-Stange (Durchmesser unter 30mm), einige Hummeln aus freier Wildbahn, sperre diese mit 2 Korken (Letztes Weingelage) in die Bambusstange. Und fertig. Ab und zu mal nachladen. 🙂


Der Drucker druckt nicht – Schiiisdreckch

17. November 2006

Kennt Ihr das auch? Eine Abteilung mit Gemeinschaftsdrucker. Mittlerweile gibt es ja ganz geile neue. Die können nicht mehr nur Drucken, sondern gleich Faxen, Kopieren, Sortieren, Bügeln und Kaffeekochen! Und das in Farbe! Diese Laserteile sind aus dem Büroleben nicht mehr wegzudenken. Aber die Teile vernichten nicht nur Regenwald und Tropenholz, sondern senken die Produktivität und zerren an den Nerven.

Den ganzen Tag laufen Kollegen zwischen deren Arbeitsplatz und Drucker hin und her. Dann druckt man doch mal schnell selbst ein einziges Dokument und das Desaster beginnt: Plötzlich pfeifft es ungemein laut. Ich spurte zum Drucker und schaue auf das Display. „FehlerFehler Nummer Wurzlausdonnerstag„. Dann wird nach dem Papier geschaut *ratsch*. Sichtbar ist welches drin – Also wieder zuschieben. *ratsch-ratter-piep-piep-piep*. Der Fehler noch nicht gefunden. Der Deckel wird gelupft *klapp*. Im Einzug steckt keine zerfranste Briefleiche.  Zuklappen *pflapp-piep-piep-piep*.  Also nochmal bücken und das andere Papierfach öffnen *ratsch*. Auch noch halbvoll. *pfiiiip-piep-piep-piep*. Mittlerweile steht eine Kollegin und zwei Kollegen hinter und neben mir – auf deren Dokumente wartend – und versuchen zu helfen. Nach 5 Minuten geben wir auf.

Ich habe dem Drucken nun abgeschworen und sämtliche Treiber bis auf einen gelöscht. Ab sofort wird nix mehr gedruckt! Und wenn dann nur noch als PDF. Viva la revolution!

Kaum „gegooooogelt“ und schon gefunden: Ein Cartoon bei Schnutinger zum Thema „Drucker“.


Formulierungshilfen für den Geschäftsalltag

17. November 2006

Diese Woche arbeite ich in der Hotline .. äh.. am TAC.. nein.. am ADAC… oder war das AC, Support-Line, Technical-Assistance, Support? Egal! Kollege Roger schickte mir per Mail heute eine dieser Spampowerpoints, die ich hier in kreativ ergänzter Form vorstelle. Auf jeden Fall passt die Formulierungshilfe hier neben meinen „etwas anderen Beratungsgebühren“ perfekt dazu. Und natürlich lässt sich so auch das Arbeitsleben zum Beispiel während kontroverser Besprechungsdiskussionen diplomatischer bewältigen.

  1. 😦 Das ist mir absolut gleichgültig!
    😮 Das tangiert mich absolut peripher.
    🙂 Ich sehe das vollkommen emotionslos.
  2. 😦 Das geht mich überhaupt nix an.
    🙂 Ich war nicht in das Projekt involviert.
  3. 😦 Das ist absoluter Mist!
    🙂 Ziel und Ergebnis sind inkongruent.
  4. 😦 Das mache ich sicher nicht!
    😮 Es gibt technische Gründe, die mir die Erledigung dieser Aufgabe momentan verunmöglichen.
    🙂 Die momentan geplanten Kapazitäten (gerne auch „Prioritäten“) lassen eine kurzfristige Umsetzung nur mit einem hohen Mass an Aufwand zu.
  5. 😦 Mir hat keiner was gesagt!
    🙂 Durch Beschränkungen in der aktuellen internen Kommunikation muss diese wertvolle Information an mir vorbei gegangen sein.
  6. 😦 Dieser Trottel versteht überhaupt nix!
    🙂 Der Kollege hat für die Lösung noch kein Problem.
  7. 😦 Dafür hab ich jetzt keine Zeit.
    🙂 Bedauerlicherweise kann ich ihnen in genau diesem Punkt nicht weiterhelfen.
    :-)) „Mach i nöd!“ (Quelle Claudi)
  8. 😦 Dieser Idiot macht einen Krampf nach dem anderen!
    🙂 Möglicherweise haben wir für ihn noch nicht die richtige Herausforderung gefunden.
  9. 😦 Na? Hast Du mit dem Chef geschlafen?
    🙂 Wie ich sehe, hat man endlich Deine versteckten Qualitäten und Kompetenzen entdeckt.
  10. 😦 Das Projekt ging absolut schief!
    🙂 Der Produktivitätsindex unserer Abteilung zeigt einen sensiblen Rückgang.
  11. 😦 Ich habe geahnt, dass dieses Projekt ein Reinfall wird.
    🙂 Verzeihung, ich hätte Sie warnen können, wenn Sie mich eher involviert hätten.
  12. 😦 Sie kennen sich überhaupt nicht aus!
    😮 Dich hat man wohl mit dem „Klammersackl“ gepudert!
    🙂 Gehört das zu Ihren Kernkompetenzen?

Wem fällt noch irgendwas ein?