Skiweekend 2006 Davos – Der Berg ruft! Der ganz normale Wahnsinn – Teil 4

16. Januar 2006

Behelmte, wartende Skiwahnsinnige; denn nur mit Helm sieht man professionell aus. Viva la Revolution! Ich fahre mit Mütze! Hatte keinen Sturz und keinen Unfall.

Die Davoser Standseilbahn bringt einen sicher wieder den Berg hinauf.

Hier wird für „Schuhmacher“ ein Fundue aufgedeckt. Ob es sich um „Schumi“ Michael Schuhmacher handelt, konnte ich nicht mehr feststellen. Der Berg rief mich vorher. Würde mich aber nicht wundern. Davos, da vos da wo es den Promis gut geht.

Beste Fernsicht, dank trockener Hochwetterlage. Ski und Rodel gut! Mittags trafen wir uns in der Parsennen-Hütte. Ich hatte einen Liegestuhl ergattert und genoss die Sonne. Dann ging es wieder auf die Piste. Aber langsam näherte sich der Abreisezeitpunkt. Mit Martin hatte ich vereinbart, dass wir uns um 15 Uhr wieder in der Schiferhütte treffen. Wir packten unsere sieben Sachen und traten den Heimflug mit der Gondel und die Heimfahrt mit der Standseilbahn an. Unten in Davos-Dorf angekommen lösten wir unsere Autos beim Coop-Parkhaus aus (33 CHF). Wir traten die Rückfahrt um 17 Uhr an. Die ersten Minuten ging es noch gut voran, aber dann.

Dann standen wir im Stau im Tunnel nach Davos Richtung Landquart. Sämtliche Schweizer schienen sich versammelt zu haben.

Stau soweit das Auge reicht. Und so ging es weiter.

Autobahn A3 – und der Stau hat kein Ende. Hier gehts durch die Tunnel beim Walensee. Erst bei Wollerau löste sich der Verkehr auf und es ging flotter voran. Nach 4 Stunden (um 21 Uhr) lud ich das Auto aus. Dann hatte der ganz normale Wahnsinn ein Ende.

Die Bilder gibt es hier


Skiweekend 2006 Davos – Der Berg ruft! Der ganz normale Wahnsinn – Teil 3

16. Januar 2006

 

Kurz nach 16 Uhr traf ich dann wieder in der Schiferhütte ein. Ich stellte mein Board in den Skikeller und war froh aus meinen Stiefeln zu kommen. Die Turnschuhe merkte ich gar nicht an den Füssen, so leicht waren die auf einmal. Dann ging ich in den Gastraum, bestellte mir eine Stange (Bier) und wartete auf Martin, Silvan und Alex.

Die kamen dann auch wenig später. Martin fielen langsam die Augen zu. Wir bezogen unser Zimmer. Klein und fein mit zwei Doppelbetten Stockbetten (Erinnerungen an das Jugendfreizeitlager werden wach) im zweiten Stock. Anschliessend legte ich mich kurz aufs Ohr, die anderen duschten. Es gab pünktlich um 20 Uhr das Abendmenü. Hühnchen am Spiess mit Reis und Erbsen. Vorher eine Brokkolicremesuppe und nachher noch ein süsser Nachtisch.

Ein Schweizer Orginal, nein zwei, oder drei? Caotina-Kakao (Grundlage für Lumumba), „Matschi“ (Maggi) – allerdings von Knorr, Aromat und der formschöne Tischständer.

Alex, der Arzt den Frauen vertrauen (Gynäkologe), entdeckt das Handy – er hat nämlich (noch) keines. Nach dem Essen gingen wir (untypisch) schon gegen 22 Uhr ins Bett! So fertig waren wir. Silvan wollte am nächsten Tag der Erste auf der Piste sein. Na das kann ja lustig werden. Um 7 Uhr läutete mein (Natel-)Wecker. Und dann ging es eng weiter. 3 1/2 Männer versuchten sich im engen Zimmer die Skiklamotten anzuziehen. Die Rucksäcke waren natürlich immer an der gegenüber liegenden Seite. Dann ging es zum Frühstücken – punkt 8 Uhr wurde der Raum aufgesperrt (Hatte ich auch noch nicht erlebt). Anschliessend bezahlten wir die Unterbringung inkl. Halbpension (80 CHF pro Nase). Wir waren nicht die Ersten auf der Piste, aber fast. Martin, Silvan und Alex fuhren jede Piste ab. Ich blieb auf der „Autobahn“ recht lange.

Die „Autobahn“ – breit, blau/rot und nicht hang-geneigt. Das beste für einen Snowboarder der Carven möchte. Hier fuhr ich bis mir die Oberschenkel (Stossdämpfer) schmerzten.


Skiweekend 2006 Davos – Der Berg ruft! Der ganz normale Wahnsinn – Teil 2

16. Januar 2006

Martin kam 20 nach 8 Uhr, in Schlepptau sein Sohn Silvan und Alex. Alex ist ein „Arzt den Frauen vertrauen“: Gynäkologe. Aber zurück zum Thema. Um 9 Uhr fuhren wir weiter am Walensee vorbei bis Landquart. Dort geht es auf die Bundesstrasse nach Saas, Klosters und Davos. Nach 3 Stunden Fahrt (Zürich-Davos) kamen wir endlich an. In Davos war ich das erste Mal und war enttäuscht. Zumindest von Davos-Dorf. Viele Gebäude im 60er-Jahre-Stil. Wenig Urwüchsiges. Die Parsenn-Liftstation sieht nach Betongebäude aus. Aber das Hauptproblem: Wo bitte ist ein Parkplatz? Wir brauchen zwei! Noch dazu Parkplätze mit der Möglichkeit das Auto in der Nacht von Samstag bis Sonntag stehen zu lassen. Frage im Touristikbüro. Einzige Lösung: Coop-Parkhaus. Auto abgestellt und Skiausrüstung ausgeladen. So standen wir dann mit Ski (Board), Skistiefel und Rucksack an der Bushaltestelle. Der Pendelbus fuhr uns zur Talstation Parsenn. Dort angekommen, besorgten wir uns einen 2-Tages-Skipass (116 CHF), bestiegen die Standseilbahn. Bei der Mittelstation stiegen wir um und fuhren zum Gipfel – Das Weissfluhjoch. Von dort ging es weiter mit der Gondelbahn hinunter zur Schiferhütte. Um 12 Uhr kamen wir in der Hütte an.

„Faszinierend“ würde Spok vom Raumschiff Enterprise sagen, wenn er uns begleitet hätte; denn trotz strahlendem Sonnenschein scheint es „der Schweizer“ vorzuziehen das zMittag im Gastraum einzunehmen. Am besten noch vor dem Fernseher. Da läuft nämlich grad ein Abfahrtslauf. Die Österreicher gewinnen übrigens grad. Wir setzten uns auf die Sonnenterasse, bestellten Älplermakronen und ich zusätzlich einen Lumumba. Den hatte ich mir nach 6 Stunden Anreise verdient (6 Uhr Aufstehen – 12 Uhr Hütte).

Nach dem Essen ging es in den Skikeller. Skistiefel anziehen. Mit den Teilen geht man wie ein Astronaut. Meine Snowboardstiefel sind leichter und bequemer. Aber durch den Firn bergauf zur Talstation der Gondel ist es nicht unbedingt ein Vergnügen. Besonders für Skifahrer mit Skiern und Stöcken bewaffnet.

Warm wird es auf jeden Fall unter dem Schöffeljäckchen (Hab ich eben nicht.) Die Fahrt zurück zum Weissfluhjoch dauert 10 Minuten, locker. Von oben sieht man dann die Ameisen, sorry, Skifahrer und weitere Boarder sich über die Pisten verteilen. Die Aussicht entschädigt und erst recht die Skipiste. Zwar wenig Schnee, es könnte mal wieder so richtig scheien. Im unteren Teil zurück zur Schiferhütte schauen ein paar Steine raus, mein Belag bekommt zu den alten noch ein paar neue Schrammen und teilweise schaut auch schon die Grasnarbe raus – da wird das Gras dann so richtig kurz geschnitten.

Somit war die Zielrichtung für weitere Touren dann der obere Teil des Parsenn-Skigebietes. Ich legte dann mal in der Parsenn-Hütte eine Pause ein, setzte mich gemütlich in die Sonne, bestellte den zweiten Lumumba, der deutlich besser gemixt war und genoss das Ambiente.


Skiweekend 2006 Davos – Der Berg ruft! Der ganz normale Wahnsinn – Teil 1

16. Januar 2006

Ich habe lange überlegt, wie ich den Beitrag nennen soll. Einerseits spielte das Wetter mit – Hochdrucklage, über 800m Sonnenschein, nicht zu kalt, kein Wind, nur zu wenig Schnee. Andererseits dachte ich bei der ein oder anderen Relaxstation während eines Lumumbas generell über den „Skizirkus“ nach – was mich zum zweiten Teil der Überschrift zwang.

Beim erlebnisreichen Saisonauftakt im Zillertal war ich überhaupt nicht zum Boarden gekommen. Das Wetter (-15 Grad, Sturm und starker Schneefall) verhinderte dies. Somit sagte ich sofort zu, als mich Martin anrief und fragte, ob ich vom vom 14.-15.01. mit auf den Berg möchte. Das Ziel ist also Davos, oder besser gesagt, das Skigebiet Parsenn. Die Unterbringung organisierte Martin auf der Schiferhütte – direkt am Berg in einem 4er-Zimmer. Das Wetter war schon seit Tagen hervorragend. Die Hochwetterlage versprach ein sonniges Skiweekend. Ausreichend Schnee müsste auch noch vorhanden sein. Wenn nicht, dann gibt es ja überall moderne Beschneiungsanlagen. Das Wochenende hat mir riesig Spass gemacht. Das Skigebiet ist abwechslungsreich und für Jeden ist was geboten. Meine Kondition könnte nur besser sein: Nach 3 Abfahrten brauchte ich eine Pause und ich kehrte vor (!) einer der gemütlichen Skihütten ein. Aber so ein Skiweekend ist wirklich stress. Anscheinend bin ich für „Menschenaufläufe“ im dauerhaften Format wirklich nicht mehr gemacht. Aber dazu gleich mehr. Ausserdem bin ich Snowboarder, der sich nicht nach der „Masse“ richtet. Denn die Masse sieht anders aus.

Der „Ski-Stress“ geht ja eigentlich viel, viel früher an. Man benötigt ja erst mal eine Skiausrüstung. Letztes Jahr hab ich mir eine neue Töffhose (Motorradhose) gekauft. Ein paar Monate später benötigte ich eine neue Skihose. Dabei fand ich heraus, dass an die Töff- und Snowboard-Hose die gleichen Anforderungen gestellt werden: Wetterfest, atmungsaktiv, leicht, strapazierfähig. Ergo: Meine Töffhose ist auch meine Snowboard-Hose! Das war ein Spartipp lieber Leser. So macht es aber ausser mir keiner hier (bitte melden, falls ich falsch liege). Zum Skifahren braucht man eine „richtige“ Ausstattung. Zum Snowboarden braucht es eine eigene Ausstattung und erst recht zum Töff-Fahren! (Sagt man). Schaut einfach mal bei „Sport Scheck“ nach. Ja klar!

Bleiben wir mal beispielhaft bei der Skibekleidung. Und es muss Markenbekleidung sein, auch wenn man sich kaum einen Schwung auf den Brettern halten kann. Am besten gleich was von „Schöffel„. Für eine Skihose legt man da leicht mal 400 CHF hin. Und dann hat man noch gar nix. Denn eine Jacke von „Schöffel“ brauchts ja auch noch. Also werden weitere 500 CHF fällig. Skisocken (40 CHF), Skiunterwäsche (Odlo 90 CHF), atmungsaktives Sporthemd (Odlo 110 CHF) auch „Funktionswäsche“ genannt, Skibrille mit Antibeschlag (UVEX Corus 100 CHF), Sonnenbrille im Porschedesign (allerdings von UVEX für 80 Euro), Skihandschuhe (Reusch 70 Euro) und den Helm nicht vergessen! Mützen sind Out! Nur mit Helm sieht man professionell aus (UVEX x-ride für 110 CHF). Moment, wir haben ja noch gar keine Ski (Völkl Racetiger GS im Angebot für 950 CHF), Stöcke (Atomic GS Beta R für 75 Euro) und Stiefel (Atomic B9 für 550 CHF)! Nun fehlt nur noch ein passender kleiner Rucksack für die Energy-Riegel und -Drink. Bei mir wäre ein Flachmann und die Digicam drin. Für die Ausstattung legt man somit um die 3000 CHF hin! Damit fängt der kleine Skizirkus-Wahnsinn an.

Jetzt geht es los. Ab in die Berge. Auf zum Skiweekend nach Davos (*Da wo`s* am Schönsten ist!). Am Freitag packen. Es darf nicht zuviel sein, muss in den kleinen Rucksack passen. Dann ins Bett und Wecker auf 6 Uhr stellen (am Samstag!). Morgens aufstehen, Kaffee einschalten, Duschen, Aufwachen, Kaffee-Trinken und dann Ski (bei mir Board), Stiefel und Rucksack ins Auto laden. Die Strassen scheinen menschenleer, das ändert sich auf der Autobahn. Martin und ich hatten vereinbart, dass wir uns bei der Raststätte Glarnerland treffen. Ich war ausnahmsweise zuerst da (sonst komm ich immer später). Ich betrat das Restaurant und erstarrte. Massenhaft Leute in Schöffelbekleidung standen an der Kaffeeausgabe an. Scheinbar waren grad zwei Reisebusse gelandet und hatten die Skiwahnsinnigen ausgeladen. Ich ging an der Reihe vorbei zur Semmeltheke, besorgte mir einen Frühstücksteller, einen Tagesanzeiger und eine Cola. Dann setzte ich mich uns sah mich um. Schöffel hatte mich eingekreist. Nach einer Weile hatte sich die Welle (Reihe) an der Kaffeebar gelichtet. Ich stand auf und holte mir einen Café-Creme. Anschliessend blätterte ich in der Zeitung – Headline „Verbote gegen Angst vor Hunden – Pitbull wird verboten“. Andere Baustelle.


Modegetränke oder IN-Getränke im Wandel der Zeit – Drinks in den 80ern und 90ern

3. Januar 2006

Wir standen schon damals eher auf „Rüscherl“ (Cognac mit Cola) oder „Turbo“. „Turbo“ war ein spezielles Getränk, welches es nur in der Kneipe von Rainer gab. Das Getränk funktionierte oft sehr erfolgreich als Dosenöffner 😉

Rezept für Turbo:

  • Whisky-Glas
  • 4 cl Southern Comfort
  • 4 Eiswürfel
  • mit Sekt auffüllen

Ein absolutes Kultgetränk in den 90ern war der „Muffdive“.

Rezept für Muffdive:

  • 2 cl Wodka
  • 2 cl Peachtree (Pfirsichlikör)
  • schwarzer Johannisbeersaft.

Und Erdbeerlimes! Mamamia, der selbstgemachte Erdbeerlimes war der Hammer. Den bekamen nur Stammgäste – und es klebte dann überall an der Theke im „Factory“. Das „Fäc“ war damals neben „Tangente“ und „Zap“ die Abendbeschäftigungsstätte am Wochenende. Freitag-Abend bis Sonntag-Morgen waren wir damals unterwegs. Und zum Abschluss dann ging es dann im Morgengrauen zum „Würstltoni“ auf „2 Lange Braune mit allem, ein Breznstangerl und einen Kaffee“. Da wurden müde Geister wieder munter.

Das immerwährende Regensburger Kultgetränk ist auf jeden Fall „Ramazotti, sauer, auf Eis“ oder auch einfach „Ramazottl“ genannt. Das kenne ich schon seit dem ich „unterwegs“ bin.

Rezept für Ramazotti-Sauer:

  • Ramazottl-Glas
  • 4 cl Ramazotti
  • Eiswürfel
  • Spritzer Zitronensaft

Links:


Modegetränke oder IN-Getränke im Wandel der Zeit – Caipirinha, der Bauerndrink

3. Januar 2006

Der Drink 2005 ist zweifelsohne der "Caipirinha". "Caipirinha" bedeutet eigentlich "bäuerliches Getränk" oder "Drink des Bauern oder Hinterwäldlers" (caipira = Bauer, Hinterwäldler). Nun wird mir einiges klarer 😉 Übrigens: Da die Früchte zerstossen werden und im Getränkeglas verbleiben, trinkt man(n) oder Frau auch die in der Schale befindlichen Pflanzenschutzmittel (Pestizide) mit. Na denn Prost!

Rezept für Caipirinha:

  • 6cl Cachaça (gesprochen "Katjassa")
  • 1-2 geachtelte Limetten
  • 3 TL Rohrzucker
  • Crushed Ice

Die Limetten achteln und zusammen mit dem Rohrzucker in ein Caipirinha-Glas geben. Mit einem Stößel die Limetten ausquetschen, anschließend das Glas mit Crushed Ice auffüllen und den Cachaça hinzugeben.

Links:


Das Kochbuch – zusammengestellt von engagierten Bloggerinnen

27. Dezember 2005

Ein ganz tolles Kochbuch habe ich soeben in der Schweizer Blogwelt gefunden: Kochtopf – Das Buch. Die Rezepte stammen von une fille du limmatquai, in den bergen ist freiheit und 1x umrühren bitte.

Das Kochbuch ist im PDF-Format auf diesem Blog erhältlich. Herunterladen, ausdrucken, zusammen heften und los geht`s! Viel Spass! Ich freue mich schon auf Folge 2.  

Inhalt/Rezepte:

  • EDITORIAL seite 3

  • suppe – Minestrone seite 4

  • salat – Lauwarmer Piccolini-Salat seite 5

  • reisig – Paella Seite 6

  • Geflügel – Gefüllte Pouletbrüstli al Pomodoro Seite 8

  • Fischig – Pescado a Brizor Seite 10

  • Vegetarisch – Auberginen- und Zucchini-Cordon-Bleu Seite 11

  • Orientalisch – Larb Gai Seite 12

  • Fast Food – Wienerli im Teig Seite 14

  • Deftig – Ueberbackene Chorizo-Rösti Seite 15

  • Fleischig – Gefülltes Schweinsfilet im Speck-Blätterteig-Mantel Seite 16

  • Drink – Iced White Mocca Seite 17

  • Grossmutters Küche – Fotzelschnitten Seite 19

  • Backen – Spargelwähe Seite 20

Quelle: http://kochtopf.twoday.net/stories/1321617/


Raser bescheren den Kantonen ein fröhliches Jahr – dank mehr Radarfallen.

27. Dezember 2005

Schon im Artikel "Die Schweiz ist tierfreundlich – Man baut an allen Ecken Starenkästen" hatte ich mich über meine Verwunderung geäussert, dass allein in Zürich an jeder Kreuzung und Weggabelung ein Blitzkasten steht. Das fiel mir damals schon bei meiner ersten Fahrt durch Zürich auf – nein, ich wurde selbst nicht geblitzt. Aber bei der Kreuzung Badenestrasse Richtung See hatte es vor mir einen erwischt. Der Fahrer muss heute noch ein Blitztrauma haben und sich unter dem Tisch verstecken. Selbst wenn man nur ein Weihnachts-Erinnerungs-Foto von ihm auf der Weihnachtsfeier schiessen möchte. Sylvester wird für ihn ganz schlimm 😉

Dann kam "Der dümmste Autofahrer Europas – In der Schweiz 4 Mal geblitzt (in 97 Sekunden)" vom 14.11.2005. Wirklich das Highlight in diesem Jahr. Der Kauz konnte einfach nicht glauben, dass bei einer gelb blinkende Ampel geblitzt wird. Na klar: Wegen überhöhter Geschwindigkeit halt!

Und heute schreibt der Tagesanzeiger "Mehr Radarfallen, mehr Geld".  Die Kantone haben im Vergleich zum Vorjahr bis zu 60 Prozent Mehreinnahmen allein durch die Starenkästen! Thurgau zum Beispiel: Die Gelder aus den "Einnahmen aus Bussen durch überhöhte Geschwindigkeit" sind von 4,4 Mio auf  7,7 Mio CHF gestiegen. "Pech" hatten einige andere Kantone, weil die geplanten starr installierten oder mobil genutzte Tempomessgeräte "zu spät" oder gar nicht eingesetzt werden konnten. Der Kanton Bern hatte letztes Jahr 9,5 Mio CHF eingenommen. Die budgetierten 11,8 Mio CHF werden aber um 2,5 Mio CHF übertroffen. Besser ist der Kanton Nidwalden dran. Allein durch die Eröffnung des Kirchwaldtunnels an der A2 und der "Tempokamera" stiegen die Einnahmen von 1 Mio CHF auf 2,7 Mio CHF!

Der Kanton Schwyz hat fünf neue Radarfallen installiert und erwartet für 2006 Einnahmen in Höhe von 6,4 Mio CHF (4 Mio in 2005). In Basel-Stadt wurden 2004 nur 14 Mio CHF eingenommen, konnte die Bussen für 2005 aber auf 16,7 Mio CHF steigern und rechnet für 2006 fest mit 16 Mio CHF. Basel-Land möchte erstmals eine «Abschnittsgeschwindigkeitskontrollanlage» im Belchentunnel der A2 einsetzen. Der Genehmigung liegt aber noch nicht vor.

Nur Zürich und Genf konnten die Einnahmen auch durch mehr Radarfallen nicht erhöhen. In Zürich lagen die Einnahmen für 2005 bei 25 Millionen Franken und beim Spitzenreiter Genf bei 40 Millionen.


Rasender Schweizer Weinachtsmann? Mit 218 Stundenkilometer auf der A1

26. Dezember 2005

Von wegen "Schweizer Gemütlichkeit". Auch Schweizer können zu Rasern mutieren – und das zu Weihnachten. Die NZZ meldet heute: 

Eine Patrouille der Kantonspolizei Zürich hat am frühen Morgen auf der Autobahn A1 in Attikon einen Autofahrer gemessen, welcher mit bis zu 218 km/h unterwegs war.

Eine Verkehrspolizeipatrouille war heute Morgen um 5.21 auf der Autobahn A1 in Richtung St. Gallen unterwegs. Dabei wurden sie von einem sehr schnell fahrenden Auto überholt. Die anschliessende Nachfahrmessung ergab ein Spitzentempo von 218 km/h.
Der 21-jährige Schweizer gab an, dass er wohl bemerkt habe, dass sich die Tachonadel über der 200 km/h-Marke bewegt habe. Darüber habe er sich aber keine weiteren Gedanken gemacht.

Das bedeutet für ihn eine saftigen Busse (Geldstrafe) und längere Nutzung der Busse (ÖV=öffentliche Verkehrsmittel). Wahrscheinlich hat er ein Halbtax-Abo zu Weihnachten geschenkt bekommen. 😉

Quelle NZZ.ch


Driving home for Christmas – On my way to Regensburg

24. Dezember 2005

Freitag vor Weihnachten hatte ich mir vorsorglich frei genommen. Aber aus meinem Vorsatz schon vor mittags zu starten wurde nichts. Die Bettdecke wollte mich einfach nicht loslassen und ich konnte mich erst um 11 Uhr davon befreien. Kaffee-Kochen, Duschen und Packen. Dann hatte ich noch Bankgeschäfte zu erledigen. Also packte ich meine Habseligkeiten ins Auto und startete um 13 Uhr. Bei der Gelegenheit fuhr ich noch beim Coop in der Badenerstrasse vorbei, besorgte noch Schweizer-Schokki für die Lieben zu Hause. Dabei stellte ich fest, dass der Baumarkt unter dem Coop einem "Otto`s" gewichen war. Ich lud meine Einkäufe ins Auto und schaute mich noch bei "Otto`s" um. Auf einem Schild über einem Klamottenständer las ich "Exklusiv – Lederjacken aus der Mercedes Collection". Ich dachte "Meine Grösse wird sicher nicht dabei sein…". Falsch gedacht. Anprobiert, gefällt, gekauft. So schnell kaufe man(n) ein. Also hatte ich schon mal ein Weihnachtsgeschenk für mich. 😉 Ein Schnäppchen für 149 CHF. Echtes feines Leder mit herausnehmbarem Innenfutter.

(Mercedes Lederjacke, ehemaliger VP 569 CHF, bei "Otto`s" für 149 CHF)

Um 14:30 Uhr war ich auf der Autobahn. Der von mir erwartete Massenverkehr blieb aus. Bis ich an der Ausfahrt St. Margreten beim Zoll ankam. Dort staute es sich. Auch durch Bregenz verlief der Verkehr eher zäher. 2 Stunden nach Abreise in Zürich erreichte ich meinen obligatorisch Zwischenstopp: McDonald in Lindau. Kaffee, Fischmäc und Pommes war mein Frühstück/Mittagessen. Dann liess ich den Motor warmlaufen, trat das Gaspedal durch und startete auf der Autobahn A96 Lindau-München. Bis zum ersten Autobahnende, dort staute es sich wieder. Es wird echt Zeit, dass die beiden Bundesstrassen-Teilstücke durch Autobahnen ersetzt werden. Sonst wurde ich nur von Gelegenheits-Autofahrern aufgehalten, welche mit 120 km/h einen LKW überholten. Nach knapp 4 Stunden erreichte ich München, Mittlerer Ring, Olympia-Stadion, Schwabing und am neuen Allianz-Arena der Bayern entlang. Die Aussenhülle leuchtete heute weiss – also kein Fussballspiel am Freitag. Die neue 4-spurige Autobahn scheint von der Masse der Kraftfahrer gehirnmässig nicht verarbeitbar zu sein. Die beiden linken Spuren sind komplett belegt bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 100 km/h. Eine Stosstange an der anderen. Die 3. von links ist spärlich befahren und für die ganz rechte interessiert sich kein Fahrer(!?) – Da fährt überhaupt keiner. Bis zum Kreuz-Erding klappte das hervorragend ohne besondere Vorkommnisse. Dann teilt sich die Strecke und es geht weiter Richtung Nürnberg. Wenig LKWs, dafür viele "Ganz-Links-Fahrer". What shells, es sind ja nur noch ein paar Kilometer bis Holledau. Dort gehts runter Richtung Regensburg. Der Beschleunigungsstreifen ist zum Beschleunigen da. Vom Vordermann ansaugen lassen, rausziehen, und vorbei, hinunter den Berg nach Wolnzach. Berg wieder hoch und dann ganz brav 120km/h einhalten – da wird gern geblitzt. Aber das langsam dahin "crusing" ändert sich ja gleich wieder vor Siegenburg. Bei Nieselregen das letzte Stück wieder fast Vollgas durch das Hopfenanbaugebiet. Nach genau 4 3/4 Stunden erreichte ich das Regensburger-Dreieck. Noch ein Stück die Passauer-Autobahn bis Burgweinting, dann kann sich der Motor wieder abkühlen.

Um 19:30 Uhr rollte ich am Hafenbecken vorbei, parkte das Auto, schleppte meine Habseligkeiten (2 Laptops und eine grössere Sporttasche) in die Wohnung von Mike. Er war nicht da, also rief ich mit dem Natel (Handy) an. Mike ist auf noch auf der Weihnachtsfeier in der Hafenverwaltung. Ich solle rüber kommen. Alles klar. Also ging ich die paar Meter hinüber zur Hafenverwaltung. Markus, Hans, Herbert, Willi und noch ein paar Kollegen von Mike sassen im Kerzenschein um einen Tisch in der "Kantine". Zusätzlich noch eine neue Teamassistentin Namens "Susi". Ich setzte mich dazu, Mike brachte eine halbe Bier im Steinkrug. Die Crew war scho leicht "lustig". An den verschiedenen ausgetrunkenen Gläsern und Flaschen am Tisch konnte man die Ursache erkennen (Prosecco, Williams, Whisky, etc.) – Gute Mischung 😉 Wir alberten bis etwa 23 Uhr herum, dann startete der "harte Kern" zu Mike in die Wohnung auf einen Kaffee.

Ich wollte aber noch in den Ausgang und mal sehen, wie es momentan am Freitag so abgeht in Regensburg. Mike und Wille waren mit von der Partie, wir riefen ein Taxi mit dem Ziel "Zap". Das "Zap" war aber leider nur wenig besucht, ausserdem stimmte das M/F-Verhältnis überhaupt nicht, dafür aber der Promille-Gehalt der Mehrzahl der Gäste. Dies veranlasste uns den Laden schon nach einer Radler (Willi ein grosses Wasser) die Lokalität wieder zu verlassen. An der Tür oben (!) kam uns Ali vom "Oma Plüsch" entgegen. In der "Oma" sei Weihnachtsfeier und wir sollten noch vorbei schauen. Das taten wir im wahrsten Sinne des Wortes. Das "Oma" war gut gefüllt, die Gäste auch. Thom, der Chef, war leider nicht zu sehen, also "Absatz-Kehrt" wieder raus – war die einstimmige Meinung. Mike schlug das "QU" vor, da wäre heute "HipHop" (na toll!). Ich schlug die "Karma-Lounge" vor. Mike wurde überstimmt. Das ist das tolle an Regensburg, man fällt zwei Mal auf die Strasse und ist im nächsten Lokal – nur das "QU" wäre zu Fuss zu weit gewesen; denn es liegt im Stadtteil Königswiesen. "Zap", "Oma Plüsch" und "Karma-Lounge" sind grad mal 500 Meter auseinander.

Die Musik war überraschenderweise eine Mischung aus House und Rave. Hoppla, hat sich die Musik auch in Regensburg angesiedelt? Nach dem Motto "Es kennt uns eh keiner mehr" bewegten sich Mike und ich gleich Richtung Tanzfläche. Offenbar war kurz vorher ein Tablett mit Gläsern genau dort zu Bruch gegangen; denn ich hatte laufend irgendwelche Glas-Scherben an und in den Sohlen. Der DJ verpasste nur regelmässig einen sauberen Übergang von einem Song zum nächsten zu erreichen, was längere Tanzpausen nach sich zog. Gut, dabei konnte man sich im Dämmerlicht wenigstens mal die "Umstehenden" etwas genauer ansehen. Publikum altersmässig/klamottenmässig bunt gemischt, M/F-Verhältnis ausgeglichen. Sogar ein paar ganz hübsche Exemplare dabei. Der zweite DJ des Abends hatte sich auf Effekte spezialisiert. Genauer gesagt die "Hallmaschine" hatte es ihm extrem angetan. Bei jedem Titel kam diese mindestens 3x zum Einsatz. Was sich beim ersten Mal noch gut anhört, nervt dann beim 5. Mal und beim 10. Mal hat man es gehört. 😦 Auch liessen die wirklich tanzbaren Stücke zum Ende des Abends dann stark nach. Zudem scheint die Soundanlage "unlastig" eingestellt zu sein; denn die Boxen kamen je später der Abend immer mehr an ihre Grenzen und liessen das am "Durchschlagen" erkennen.

Aber im Grossen und Ganzen kann man die "Karma-Lounge" empfehlen. An diesem Freitag war es nicht ganz so voll wie beim letzten Mal. Auch die Musik war etwas besser. Hoffentlich hört das Pfeiffen in den Ohren auch mal wieder auf 😉

Gegen 3:30 Uhr verliessen Mike und ich die Lokalität. Wir wanderten zurück zu Mikes Wohnung, was uns Frischluft und Zeit zum Plaudern brachte. Nun "schau mer a mal" wie der "Heilige Abend" morgen heute abläuft. Mam (ja wirklich!) will nämlich morgen ins "Zap" zur Weihnachtsparty mitgehen. Da führen die beiden "Juniors" die "Mam" zu Weihnachten in die Disko aus! Mal sehen, ob es wieder so gemütlich und lustig wird, wie vor zwei Jahren. 😉

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