Martin kam 20 nach 8 Uhr, in Schlepptau sein Sohn Silvan und Alex. Alex ist ein „Arzt den Frauen vertrauen“: Gynäkologe. Aber zurück zum Thema. Um 9 Uhr fuhren wir weiter am Walensee vorbei bis Landquart. Dort geht es auf die Bundesstrasse nach Saas, Klosters und Davos. Nach 3 Stunden Fahrt (Zürich-Davos) kamen wir endlich an. In Davos war ich das erste Mal und war enttäuscht. Zumindest von Davos-Dorf. Viele Gebäude im 60er-Jahre-Stil. Wenig Urwüchsiges. Die Parsenn-Liftstation sieht nach Betongebäude aus. Aber das Hauptproblem: Wo bitte ist ein Parkplatz? Wir brauchen zwei! Noch dazu Parkplätze mit der Möglichkeit das Auto in der Nacht von Samstag bis Sonntag stehen zu lassen. Frage im Touristikbüro. Einzige Lösung: Coop-Parkhaus. Auto abgestellt und Skiausrüstung ausgeladen. So standen wir dann mit Ski (Board), Skistiefel und Rucksack an der Bushaltestelle. Der Pendelbus fuhr uns zur Talstation Parsenn. Dort angekommen, besorgten wir uns einen 2-Tages-Skipass (116 CHF), bestiegen die Standseilbahn. Bei der Mittelstation stiegen wir um und fuhren zum Gipfel – Das Weissfluhjoch. Von dort ging es weiter mit der Gondelbahn hinunter zur Schiferhütte. Um 12 Uhr kamen wir in der Hütte an.

„Faszinierend“ würde Spok vom Raumschiff Enterprise sagen, wenn er uns begleitet hätte; denn trotz strahlendem Sonnenschein scheint es „der Schweizer“ vorzuziehen das zMittag im Gastraum einzunehmen. Am besten noch vor dem Fernseher. Da läuft nämlich grad ein Abfahrtslauf. Die Österreicher gewinnen übrigens grad. Wir setzten uns auf die Sonnenterasse, bestellten Älplermakronen und ich zusätzlich einen Lumumba. Den hatte ich mir nach 6 Stunden Anreise verdient (6 Uhr Aufstehen – 12 Uhr Hütte).

Nach dem Essen ging es in den Skikeller. Skistiefel anziehen. Mit den Teilen geht man wie ein Astronaut. Meine Snowboardstiefel sind leichter und bequemer. Aber durch den Firn bergauf zur Talstation der Gondel ist es nicht unbedingt ein Vergnügen. Besonders für Skifahrer mit Skiern und Stöcken bewaffnet.

Warm wird es auf jeden Fall unter dem Schöffeljäckchen (Hab ich eben nicht.) Die Fahrt zurück zum Weissfluhjoch dauert 10 Minuten, locker. Von oben sieht man dann die Ameisen, sorry, Skifahrer und weitere Boarder sich über die Pisten verteilen. Die Aussicht entschädigt und erst recht die Skipiste. Zwar wenig Schnee, es könnte mal wieder so richtig scheien. Im unteren Teil zurück zur Schiferhütte schauen ein paar Steine raus, mein Belag bekommt zu den alten noch ein paar neue Schrammen und teilweise schaut auch schon die Grasnarbe raus – da wird das Gras dann so richtig kurz geschnitten.

Somit war die Zielrichtung für weitere Touren dann der obere Teil des Parsenn-Skigebietes. Ich legte dann mal in der Parsenn-Hütte eine Pause ein, setzte mich gemütlich in die Sonne, bestellte den zweiten Lumumba, der deutlich besser gemixt war und genoss das Ambiente.







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