Vom langsamen Ende der Tram in Zürich – Die Cobra kommt

23. Dezember 2005

Die NZZ meldet heute, dass, nach der langen Pannenserie, die erste von 68 Cobras fertig gestellt worden ist. Die Cobras werden in Villeneuve beim Bombardier/Alstom-Konsortium gebaut. Ab März 2006 sollen jeden Monat zwei bis drei neue Cobras an Zürich ausgeliefert werden. Der Verkehrsrat hatte sich vor gut 9 Jahren für die neuen Fahrzeuge entschieden. Vor fast 5 Jahren wurde der erste Prototyp ausgeliefert. 6 Fahrzeuge fahren derzeit auf den Schienen in Zürich für die Linien 4 und 9. Bis 2009 soll die Flotte komplett sein. Auch so genannte "Sänften" werden beschafft. Diese sind im Mittelteil weiter abgesenkt und ermöglichen den Einstieg ohne Treppensteigen.

Der Bahnhofsplatz

Die gute alte Tram der Linie 2.

Cobra-Tram am Hauptbahnhof Zürich

Wer sich für die Geschichte der Tram in Zürich interessiert, sollte dringend das "Tram-Museum-Zürich" in der Limmattalstrasse besuchen.

Weiter Infos:

Übrigens: Auch in Regensburg gab es mal eine "Tram". Das Bild unten zeigt die Linie 1, welche damals vom Pürkelgut nach Prüfening und zurück fuhr. In Prüfening bin ich übrigens aufgewachsen.

Es gibt sogar einen Eintrag bei Wikipedia über die "Strassenbahn in Regensburg". Die erste Strassenbahn in Regensburg wurde 1903 in Betrieb genommen. Dieselbusse ersetzten diese nach und nach. 1964 wurde die letzte Teilstrecke des Strassenbahnnetzes in Regensburg still gelegt. Heute fahren Diesel- und Erdgasbusse durch die Stadt. Einige Fahrzeuge entgingen der Stahlpresse.

Von der stillgelegten Straßenbahn in Regensburg wurden vier Triebwagen, in Darmstadt als ST 6' mit den Nummern 86 – 89 erworben. 1990 wurde Tw 88 nach Regensburg zurückgegeben, der Rest wurde dann zwischen 1989 und 1992 verschrottet.


Hochauflösende Bilder – Space Shuttle „Discovery“ entdeckt die Schweiz

20. Dezember 2005

Am 28.07.2005 (Mike`s 37. Geburtstag), während der Mission STS-114, drehte das US Space Shuttle "Discovery" genau über der Schweiz, um an der Internationalen-Weltraum-Station (ISS) anzudocken. Die Hauptaufgabe für die Astronauten war hierbei die Aussenhülle des Hitzeschutzschildes zu kontrollieren.

Zu diesem Zeitpunkt war die ISS und das Space Shuttle etwa 200m auseinander und bewegten sich mit einer 7,6 km/s (27000 km/h) um die Erde. Aber das eigentlich Interessante daran ist, dass dieses Manöver genau über der Schweiz statt fand – in einer Höhe von 353 km. Der Himmel war wolkenlos und so entstanden weltklasse Fotos vom Raumschiff über der Schweiz.

Das Space Shuttle fliegt über den Genfer-See, Lausanne, Yverdon-les-Bains, den Französischen Jura. Dann weiter über Neuenburg (Neuchâtel), Bern und Biel. Anschliessend über Basel, Luzern und schliesslich Zürich. Die hochauflösende Bilder findet man HIER

Gefunden über Leu, Bö und Infamy


Produktmarketing für Blogs – Ein Beispiel aus der Praxis: Der Leumund.ch

17. Dezember 2005

Produktmarketing – in der Managersprache "Merchendising" genannt – wird in der heutigen Zeit immer wichtiger. Merchendising ist eine Massnahme, um den Bekanntheitsgrad eines Produktes über Werbung und Marketing zu fördern. Eine Massnahme ist das sog. "Branding". Auch der Trend zu "Corporate Identity (CI)" führt durch den Wiedererkennungseffekt zur Förderung der Bekanntheit.

In der Bloggerwelt sind alle drei Untergruppen der Corporate Identity nutzbar: Corporate Communication (CC), Design (CD) und Behaviour (CB). Alle drei Teilaspekte prägen das einheitliche, prägnante Erscheinungsbild des Blogs.

Der Blog "Leumund.ch" greift diese Möglichkeit des Merchendising auf und bietet seit heute diverse Produkte aus verschiedenen Lebensbereichen in seinem Shop zu "fairen Preisen" 😉 zum Kauf an. Wer noch kein passendes Weihnachtsgeschenk für Sie oder Ihn gefunden hat, kann sich noch schnell zugreifen. Ich möchte mich hier nur auf zwei modische Artikel aus der pfiffigen "Underwear-Collection" beschränken:

Mehr unter www.leumund.ch oder direkt im Shop!


Neuer Weihnachtsbaum im Züri-Bahnhofstrassen-Design

16. Dezember 2005

Wie wäre es mit einem neuen Weihnachtsbaum? Das Design ist bekannt aus der Bahnhofstrasse in Zürich. 

Der neue Weihnachtsbaum hat enorme Vorteile im Vergleich zur Naturlösung:

  • Muss nur einmal angeschafft werden 
  • Man spart die Kugeln und sonstigen Schmuck
  • Ausserdem zusätzliche Lichterketten
  • Er nadelt nicht
  • Passt in (fast) jeden handelsüblichen Christbaumstständer
  • Keine Brandgefahr wg. offenem Licht (Kerzen)
  • Geschenke sofort sichtbar
  • Ganzjährige Nutzung möglich

Optional erhältlich:

  • Helligkeitssensor (manuell einstellbar) für automatisches Einschalten bei einsetzender Dunkelheit
  • Zeitschaltuhr für Ausschalten bei gewünschter Uhrzeit in der Nacht
  • Mikrofon für lautstärkeabhängiges Lichtspiel, kombinierbar mit
  • Bewegungsmelder für Lichtspiel in Abhängigkeit zur Besucheranzahl im Raum
  • Wetterfeste Spezialausführung für Aussennutzung erhältlich
  • Mehrfarbige Ausführung ab Dezember 2006

Caution! Do not use with water!

Gefunden bei blog.bkanal.ch


Goldsegen aus der Schweiz – Michael Mittermeier mit Paranoid „Swiss Edition“

15. Dezember 2005

Er wollte schon immer an die Schweizer Goldreserven und jetzt hat es der Michl wieder geschafft! 

Der Michael Mittermeier wird unter dem Weihnachtsbaum ein ganz besonders glänzendes Geschenk vorfinden! Innerhalb kürzester Zeit nämlich, hat sein Album “Paranoid- Swiss Edition die Farbe gewechselt und Goldstatus erreicht!

Die CD hält sich seit Wochen in den Top 10 der Schweizer Album Charts, Kritiker und Medien sind voll des Lobes. Der Gold Award wird in bester Gesellschaft an Michl´s Wand hängen, hat er doch schon Gold und Platin für seine früheren CD´s und DVD´s von “Zapped – Ein TV-Junkie knallt durch und “Back to Life eingeheimst. Nicht nur Michl freut´s – mich natürlich auch!!


Schlieren: Kultparty im Mojito – Die Schneebar 2005 mit Rodelcontest „Crazy Slide“

15. Dezember 2005

Das Mojito ist ein karibisches Restaurant und Partylokal mit Veranstaltungen jeglicher Art. Von Fiesta Mexicana hin zu der grusligen Halloween Party werden im Mojito unterschiedliche Partys mit unterschiedlicher Musik-und Stilrichtungen organisiert. Von Latino bis zu House, 70ties & 80ties bis zu R'n'B wird je nach Veranstaltung alles gespielt. 

An diesem Wochenende ist es aber wieder Zeit für die "Schneebar 2005". Die legendäre Vorweihnachtsparty findet am Freitag 16.12.2005 ab 18 Uhr und am 17.12.2005 ab 20 Uhr statt. Das Mojito organisiert dieses Jahr seine 9te Schneebar in der Industrie Gaswerk in Schlieren. Auch dieses Mal steht wieder der Limmataler Rodelcontest "CRAZY SLIDE an. Auf der 6m hohen und 25m langen Schlittelrampe können wagemutige Funsportler in 2er Teams um den Siegespokal kämpfen. Bewertet wird erstens das Outfit der Fahrer, zweitens die Bauart des Schlittens und zuletzt, wie könnte es auch anders sein, die Stabilität des Schlittens; denn um das Ganze etwas spektakulärer zu gestallten, wird im unteren Teil der Rampe ein kleiner "Jump eingebaut.

Die Qualifikation findet am Freitag 16.12.2005 um 21:30 Uhr statt.
Der Endlauf zur Limmat 6. Limmataler Rodelcontest "CRAZY SLIDE  startet um 22:00 Uhr.

Auf der Ballonstrasse wird ein grosses Zeltdorf mit verschiedenen Themenbereichen aufgestellt. Parkplätze für mehr als 600 Personenwagen, ein Schneebar-Ambiente mit 80 Kubik Schnee und einer Barfläche von über 60m. Gratis Shuttle-Bus ab Bahnhof Schlieren und eigener Taxistand vor dem Haupteingang! Infos unter www.mojitoschneebar.ch

Datum/Zeit: Fr 16.12.2005 – 18:00-04:00
Eintritt: 25 CHF
Ort: Mojito; Bernstrasse 15; 8952 Schlieren


Luzern: mundArt – d`party met de beschte Musig us de Schwiiz

15. Dezember 2005

Am Samstag 17. Dezember findet im "ABC-Mixx" in Luzern ab 22 Uhr die 2. Schweizer MundArt-Party statt. Gotthard und DJ Bobo fehlen zwar, aber wer Polo Hofer, Patent Ochsner, Züri West oder Plüsch hören möchte, ist dann dort genau richtig.

(nightspot.ch)


Montag: MezzaNotte – Abtanzen im Kaufleuten für People ab 30

6. Dezember 2005

Heute wollte ich eigentlich mal einem meiner Hobbies nachgehen: Extrem-Sofaing. Also Relaxen und vom Weekend erholen 😉 Aber daraus wurde nichts. Nachdem ich Urs gemailt hatte, dass ich am Samstag mit meinem Töff einen kurzen Ausflug gemacht hatte, um die Ventile wieder mal durch zu blasen, rief er mich sofort zurück – Er ist ebenso ein Töff-Fahrer und wir hatten schon mal eine kleine Ausfahrt unternommen. Ausserdem wohnt er im gleichen Ort. Dafür treffen wir uns aber zu wenig, odrrr? 😉 "Bisch eichentli verückt? Bi dem Wetter?" Nein, es war nicht sooo kalt. Es hatte 8 Grad am späten Samstag Nachmittag und es regnete nicht mal. Sogar die Sonne kam kurz raus. Als wir so "dahin-telefonierten" erzählte er mir, dass er Franco getroffen hätte. Dabei hätte Franco erzählt, dass er schon seit einem Jahr verspricht ein Mezzanotte-Evening zu organisieren. Und ob ich heut Lust hätte mit zu gehen. Seine Freundin sei auch dabei und es wäre ganz angenehm im Kaufleuten. "OK!" dachte ich, "wann geht`s los und wie lang planst Du dort zu bleiben?". Urs meinte: "Treffpunkt 21 Uhr und Rückflug gegen 24 Uhr". Alles klar!

Ins "Kaufleuten" wollte ich, wie schon erwähnt, schon länger mal hin. Franco hatte erzählt, dass am Montag dort "die Post abgeht". Ich konnte mir das überhaupt nicht vorstellen. Montag ist mein WE-Nachwehen-Erholungstag. Am Montag ist die Woche noch so lang. Aber andererseits würde ein Uusgang am Montag die Woche versüssen und etwas verkürzen. Mal was anderes, odrr?

Abends rief ich per Natel bei Urs an. Urs sagte zu mich abzuholen. Also machte ich mich kurz ausgefertig und stellte mich um 21 Uhr vor`s Haus. Urs hatte seine nette Freundin Mara dabei – und schon gings über die Badenerstrasse Richtung Innenstadt. Das "Kaufleuten" ist mitten in der Stadt Nähe Bahnhofstrasse. Das Parkhaus ist gleich daneben. Eintritt zur "MezzaNotte" kostet 15 Franken – Garderobe 2 Franken – kommode Preise. Man betritt das grossräumige Foyer und links davon ist der grosse Theatersaal.

Das Kaufleuten verfügt noch über ein tolles Restaurant. Urs erzählte mir, dass man dort für 40 Franken gut essen kann und der Eintritt in den Club ist dann auch schon dabei. Werde ich bei Gelegenheit mal austesten. Der Saal hatte sich bereits gut gefüllt. Im Eingangsbereich ist jeweils rechts und links eine Bar. Dort besorgten wir uns unsere ersten Drinks. Auch hier kommode Preise. Bei der Einrichtung überwiegt gediegenes Rot in schweren Stoffen und rustikalen Möbeln. Die Sitzgelegenheiten sind rar gesäht, aber falls man eine ergattert sicherlich gemütlich. Im Ballsaal selbst sind nochmals an den Seiten mehrere Bars. Also an "Quellen" mangelt es nicht. Lediglich die Soundanlage hat es schwer das Raumvolumen gleichmässig zu beschallen. Aber es ist überhaupt nicht laut, was von so manchem auf der Tanzfläche zum Plausch genutzt wurde. Das Phänomen "mit Drink in der linken und Ziggi in der rechten Hand" auf der Tanzfläche war auch recht selten anzutreffen. Auch sonst geht es sehr gepflegt zu – Rempler beim Tanzen oder beim Wechseln des Standortes eher zufällig. Das Publikum ist wie erwartet durchgängig Ü30 – Das Mädels/Männer-Verhältnis gewinnen klar die Mädels. 🙂

Der DJ legt überwiegend tanzbare Musik aus den 80ern aus sämtlichen Musikrichtungen quer Beet auf. Ein Konzept konnte ich nicht unbedingt erkennen – ausser 80er-Musik aufwärts. Aber die Tanzfläche ist immer gut gefüllt. Nur sollte der liebe DJ nicht durchgängig seine Sammlung an Maxi-LPs spielen. Es dauert einfach mal 3 bis 5 Minuten, bis der eigentliche Song anfängt. 😦 Ausserdem benötigt er/sie offensichtlich besseres Licht am Pult: Ab und zu scheint er die B-Seite der Maxi zu spielen, was für verwirrte Blicke, Wellen von Abwanderern von der Tanzfläche und bei uns mal für eine Tanzpause sorgte. Aber an tanzbaren guten Titeln fehlt es wirklich nicht. 🙂 Wir stellten uns im Ballsaal auf der linken Seite zur ersten Bar. Besser gesagt, wir stellten dort die Drinks ab und legten auf der Tanzfläche los. Je näher die Mitternacht kam, umso mehr füllte sich die Tanzfläche. Trotzdem war immer ausreichend Platz um keinen Ellbogen in den Rücken oder den Huf eines Tänzers auf dem kleinen Zeh zu bekommen. Schade, dass die Zeit so schnell verging. Aber das Kaufleuten sieht mich bestimmt mal wieder. Wertung 🙂 🙂 🙂 🙂 von maximal 5 möglichen.

Veranstaltungstermine im Kaufleuten

Web: www.kaufleuten.com


Sonntag: Das beleuchtete Märchenschloss mit Eisbahn im Innenhof des Landesmuseums Zürich

5. Dezember 2005

Unter dem Motto "Live on Ice" präsentiert der Lichtkünstler Gerry Hofstetter ein Event der besonderen Art, welches mir vom Konzept bis zur Umsetzung extrem gut gefällt. Gestern war ich mit einer sehr netten Begleitung dort. Übrigens: Wenn Sie Zürich zur Weihnachtszeit kennen lernen wollen, dann nehmen Sie Tram oder Bus oder beides.

Wenn Sie Zürich kennen lernen möchte, dann fahren Sie Tram oder Bus! Gestern war einer der verkaufsoffenen Sonntage in der Vorweihnachtszeit. Verkehrstechnisch geht dann mit dem "Individualverkehr" in Zürich – also mit dem Auto – erfahrungsgemäss gar nichts mehr. Für Sonntag 17 Uhr hatte ich mich mit Karin verabredet. Da sie auch gern fotografiert –  was trifft sich da besser, als für den Treffpunkt den Eingang zum Landesmuseum zu wählen. Vom 26. November 2005 bis 2. Januar 2006 gibt es dort das Event "Live on Ice" im Innenhof des Landesmuseums. Ich besorgte mir ein Tagesticket, stieg in Schlieren in den 31er-Bus ein und fuhr ohne Stau, völlig entspannt, an all den Autos vorbei; für Busse und Trams existiert extra eine eigene Spur. Bei der Fahrt im Bus kann man viel über die Zürcher erfahren.

Was ist z.B. momentan IN?

  •  Klapphandies (Natels)
  • SMSen (Ein-Finger-Daumen-Technik-Highspeed)
  • Lautes Telefonieren im Bus (Hoi, bi grad im Bus, bisch scho am Bah`hof? Zwoi Minute, wartsch?"

Ich stieg beim Bahnhof Züri aus. In der Bahnhofstrasse war die Hölle los. Der erste verkaufsoffene Sonntag muss für die Einzelhändler ein absoluter Erfolg sein und nur so Geld in die Safes spülen. Menschen über Menschen tummelten sich in der Bahnhofstrasse. Die neue Weihnachtsbeleuchtung "die längste animierte Effektbeleuchtung in der Schweiz" kam noch nicht so zur Geltung, da es gegen 16 Uhr erst die Dämmerung einsetzte . Die neue computeranimierte LED-Konstruktion hatte 2,6 Millionen Schweizer Franken gekostet. Über Geschmack lässt sich streiten, aber für mich sieht das eher nach einer überdimensionierten hängenden Neonröhren-Kette aus – allerdings scheinen die Neonröhren am Ende ihrer Lebenszeit zu sein: Sie flackern nur noch leicht. Zwei Vorteile hat die neue Weihnachtsbeleuchtung allerdings: a) jeder (samt Stammtisch und Tagespresse) spricht darüber (sehr gute Werbung) b) die Riesen-LED-Stäbe benötigen nur einen winzigen Bruchteil der Energie (Stromkosten), als die vorher verwendete. Und nach über 25 Jahren sollte dann doch mal was "Neues" her.

Zürich Bahnhofstrasse

Da ich noch etwa eine halbe Stunde Zeit bis zu meinem Date mit Karin hatte, schlenderte ich Richtung Bahnhofshalle. Dort ist laut Auskunft der SBB "Der grösste und schönste Indoor-Weihnachtsmarkt Europas" – der 12. Zürcher Christkindlimarkt. Vom 25. November bis zum 24. Dezember findet man dort über 170 Ständli, wo man sich trockenen Fusses gemütlich die tollsten Weihnachtsgeschenke ansehen, probieren und natürlich kaufen kann. Von handgemachten Seidenkrawatten über Naschereien und Glühwein bis zu esoterischen Krimskrams und Swarowski-Baumschmuck für die importierte Blautanne im Wohnzimmer eines Hauses an der Goldküste. Eine riesige Weihnachtstanne mit eben den genannten edlen Kristallen überragt das Szenario. Der Baum wird von mindestens 4 grossen Halogenstrahlern beleuchtet – so erspart man sich bis Weihnachten das Beheizen der Bahnhofshalle. Auch die ganz Kleinen kommen nicht zu kurz: Ein Kinderkarussel und ein Märlizelt locken schon kleinste potentielle Endkunden an.

Unterirdisch durch die Einkaufspassagen im Bahnhof ("Railcity/Shop-Ville" genannt), schlenderte ich dann weiter zum Eingang des Landesmuseums. Dort geht es weiter durch den Torbogen. In tolles blaues Licht getaucht sieht man dann den Innenhof mit der mobilen Eisfläche. Das Konzept ist wirklich "weltklasse": Für die ganze Familie ist etwas geboten. Rechts nach dem Eingang ein "brennend heisse Glühweinstand", links vom Eingang ein Ständli, an dem man neben den heissen Getränken auch Snacks (Bratwurstsemmel etc.) bekommt. Die belebte Eisfläche wird umrahmt von mobilen, stabilen und ganz wichtig beheizten Partyzelten. Die "Antarktis-Bar" ist die Erste auf er linken Seite. Runde Tische, eine lange Bar mit Barhockern und für mich extrem wichtig: Sofas! Mit gemütlicher ruhiger Musik beschallt – grad richtig zum Aufwärmen, längeren Verweilen, Ratschen und Relaxen. Direkt im Anschluss befindet sich ein das "Lindt-Café". Ebenso gemütlich eingerichtet und gesponsert vom bekannten Schokki-Hersteller. Auf der dem Eingang direkt gegenüber liegenden Seite befindet sich ein nobel eingerichtetes Restaurant. Sogar ein Klavierflügel steht darin – also eher etwas für die Upper-Class. Für das normale Fussvolk ist dann auch noch eine Restauration vorhanden. Ich nehme mal an, dass es dort Schweizer-Nationalspeisen, wie z.B. Fundue und Raclette zur Stärkung bzw. zum Aufbau von Abwehrkräften für den Einkaufsmarathon in der Vorweihnachtsphase gibt. Besitzt Mann oder Frau keine eigenen Schlittschuhe, so kann man sich diese für 6 Franken ausleihen und einige Runden auf der Eisfläche drehen.

Live on Ice im Landesmuseum Zürich

Karin hatte trotz des einkaufsoffenen Sonntags einen Parkplatz gefunden und wir besorgten uns erst mal je einen Glühwein. Nachdem wir ein paar Fotos geschossen und noch einen zweiten Glühwein intus hatten, entschlossen wir uns zum Aufwärmen in die "Antarktis-Bar" zu gehen. Zuerst sassen wir "nur" an der Bar, aber kurze Zeit später wurde ein Sofa im Lounge-Bereich frei. Draussen fing es heftig zu Regnen an (oder war es eher eine Schnee-Regen-Mischung). Aber das störte nicht, wir waren im Warmen und hatten genug zu "pläuderlen".

 Landesmuseum Zürich im Winter

Karin wollte sich dann noch die tolle Bahnhofstrassenbeleuchtung ansehen und evtl. fotografieren. So entschlossen wir uns gegen 21 Uhr dorthin zu gehen. Aber es begann wieder zu regnen. Also nahmen wir eine Abkürzung zum nächst gelegenen Lounge-Lokal: Das "Jules Verne" im Turm (11. Stockwerk) der Sternwarte "Urania". Von dort oben hat man einen tollen Blick über die Innenstadt von Zürich. Das "Jules Verne" ist nur über einen Lift erreichbar, der sich im "Restaurant Urania" befindet. Dort nahmen wir noch einen "Apéro" und liessen den schönen Abend locker ausklingen.

Infos/Links:

Eisbahn täglich von 11.30 – 22.00 Uhr
Restaurationen täglich von 11.30 – 24.00 Uhr
Weihnachts Curling täglich von 22.15 – 23.45 Uhr
Eislaufen und Eintritt frei


Samstag: Eine Nacht im Tresor in Winti

5. Dezember 2005

Alesse hatte beim Spagetti-Plausch erzählt, dass er am Samstag in „Winti“ unterwegs ist. Wenn ich Lust hätte, dann könnte ich mitkommen. Klar hatte ich Lust. Also rief ich am Samstag Abend an. Alesse wartete grad auf einen Freund, der ihn abholt. Sie würden dann in die QN-Bar in Effretikon gehen. Treffpunkt also dort. Ich war grad auf dem Weg zurück nach Hause. Ich duschte, zog mich um und machte mich „ausgefertig“, setzte mich ins Auto und fuhr nach Effretikon. Die QN-Bar ist gleich am Ortseingang von Effretikon. Und schon war ich an der Einfahrt vorbei gefahren. Wenden und wieder zurück. Parkplätze gab es noch genug. Steht man vor dem Haus, so befindet sich links die „QN-Lounge“ – eine Smokers-Lounge, wo man gute Zigarren gemütlich rauchen kann. Rechts ist ein feines Speiselokal – das „QN-Restaurant“. Und in der Mitte eben die „QN-Bar“. Eingerichtet im rustikalen, gemütlichen Stil, mit einer langen Bar und viel Holz. Alesse, Martin und Salve waren bereits eingetroffen und hatten sich im hinteren Bereich der Bar in Lehnsesseln nieder gelassen. Ich bestellte mir eine Stange und beobachtete das Treiben um mich herum.

Am Nebentisch sassen zwei Mädels. Scheinbar hörten die Mädels so einige Diskussionen bei uns mit – auf jeden Fall sprachen die beiden dann irgendwann Alesse an. Es ging um Gummibärli, die sonst vorne am Eingang vorhanden sind. Alesse organisierte via Bedienung (eine ganz hüsche Maus) die fehlenden Gummibärli, welche dann mit ausgiebigen Gesprächen geteilt wurden. Man sprach über so manche Mann-Frau-Probleme, zum Beispiel über gemeinsames Kochen und Wohnen, Bettwäsche, Winterreifen etc. 😉

Gegen 23 Uhr hatte Alesse den Treffpunkt bei einer ganz speziellen Lokalität mit zwei weiteren Freunden abgemacht. Somit starteten wir nach Winterthur und suchten uns dort in der Nähe des Bahnhofs einen Parkplatz, was bei 3 Autos anfänglich nicht einfach erschien, aber klappte.

Die „spezielle Lokalität“ war ein „Private Club“ und nennt sich „Tresor„. Nein, auch ich lag mit meiner Vermutung anfänglich falsch, da ich an „etwas verfängliches“ dachte beim Titel „Private Club Tresor“.

Andi und Lorenzo kamen kurze Zeit später und Alesse wies den Weg. Ups, wir waren schon da. Ein unscheinbares Haus gegenüber dem Bahnhof mit einem unscheinbaren Eingang. Eine Stahltür, ein verspiegeltes Schauglas, eine Gegensprechanlage. Alesse griff zum Natel und rief den Besitzer an. Er meinte „hier kommst nur rein, wenn Du Jemanden kennst, der Jemanden kennt.“ Ok, auch gut. Wenige Sekunden öffnete sich die Tür und wir wurden eingelassen. Ich war der einzige der noch nie dort war, also musste ich einen Erfassungsbogen ausfüllen und erhielt eine Guestcard mit aufgeklebtem Barcode. Aufklärung: „Da werden sämtlicher Verzehr drauf gebucht“. Ok 🙂 Wir gingen zum Lift. Dann ging es abwärts – 4 Etagen! Dann wurde mir klar, warum das Lokal „Tresor“ heisst. Alesse führte mich herum. Zwei ehemalige Personenlifte umfunktioniert als Garderobe, links eine sehr gut ausgestattete Bar, darauf folgt eine Kommode gefüllt mit Humidore für edle Zigarren, zwei Ledersitzkombinationen inkl. Glastisch. Das ist die Smokers-Lounge. Eine schwere orginal Tresortür weist den Weg zur Clubhall – der eigentliche Tresor. Die Soundanlage ist erstklassisch – kein Wunder bei der Dämmung im Tresoraum. Gleich bem Eingang links ein Tisch mit Leckereien (Lachs, Schinken, Toast etc.), weitere Lehnsessel, ein Billardtisch und eine Bühne, auf welcher der DJ seinen erhobenen Platz hat. Und der Sound war weltklasse. Wir liessen uns in der Smokers-Lounge auf einer der weissen Ledersitzecken bei Tanja nieder. Tanja war eine Bekannte des Türstehers (aber die Bezeichnung „Türsteher“ stimmt garantiert nicht). Allese und seine Freunde bestellten eine Flasche Rotwein (Rioja) und zogen irgendwann die Zigarren heraus. Ich bestellte ein Heineken und hörte den Diskussionen zu. Autos war das Hauptthema ;-). Der Club füllte sich nur mühsam. Leider hatten wir einen Tag erwischt, der etwas mager war. Aber das machte nichts, denn das Ambiente war weltklasse, der Sound ebenso. Also für mich hat`s gestimmt 🙂 Super Location – Hoffe Alesse nimmt mich wieder mal mit; denn ohne Jemanden zu kennen, der Jemanden kennt, kein Einlass!