24.01.2010 – LED-Test im Kassensturz

24. Januar 2010

SAFE hat im Auftrag von Kassensturz und wwf Ende 2008 im Lichtmesslabor an der HTW Chur 16 Leseleuchten und 12 Spotlampen mit LED (Licht emittierende Dioden) bezüglich Energieeffizienz, Lichtmenge und Lichtqualität ausgemessen. Alle Produkte wurden im Oktober 2008 im Handel gekauft. Von den 16 Leseleuchten erhalten lediglich 2 Produkte eine gute Note. 6 Produkte schnitten genügend ab und 8 Produkte sind ungenügend. Von den 12 Spotlampen sind 3 Produkte gut und den vergleichbaren Sparlampenspots sowohl in Bezug auf Energieeffizienz als auch in Bezug auf Lichtqualität klar überlegen. 2 LED-Spots erhalten genügende Noten, die restlichen 7 Produkte sind ungenügend. Wie bei den Leseleuchten scheitern die meisten LED-Spots an der geringen Lichtmenge bzw. der schlechten Farbwiedergabe.

Gesamter Test bei Toplicht.ch


07.01.2010 – Klimawandel wo bleibst Du? Barbara und Daisy bringen Kälte, Schnee und einen Blizzard nach Europa?

8. Januar 2010

Seit dem ergebnislosen Klimagipfel in Kopenhagen scheint Petrus nun endgültig genug zu haben und dreht den globalen Klimaregler zumindest für einen Teil des Globus auf „Freez!“. England erlebt den kältesten Winter seit 30 Jahren mit Tiefstwerten um die 20 Grad minus (!). 10 000 Schulen bleiben geschlossen, Flughäfen ebenso und auf die Strasse jagt man dort nicht mal mehr ein ungeschorenes Schaf. Zu allem Überfluss blieb schon wieder ein Zug im Ärmelkanal stecken. Diesmal soll aber nicht „Betauung“ durch den Temperaturwechsel Schuld an der Misere sein.

Nun könnten Kurzsichtige sofort daraus schliessen, dass das kürzlich verhängte „Glühlampenverbot“ sofort Wirkung zeigt. Nein! Mit Nichten und mit Tanten! Auch die Pharmakonzerne stecken (diesmal) nicht dahinter unter dem Vorwand die noch nicht verkauften Schweinegrippe-Impfstoffe wohl in einer neuen Kältewelle doch noch an den Mann zu bringen. Falsch!

Schweizer Schneekuh

„Barbara II“ und „Daisy“ sind die Ursache von abgefrorenen Fingern und Muskelkater durch Schneeschippen. So heissen nämlich die beiden Tiefdruckgebiete, die nacheinander über Europa ziehen. Letztere – „Daisy“ – kommt in den nächsten Tagen von Portugal herbei gezogen und verspricht ein ausgewachsener Blizzard zu werden mit Windgeschwindigkeiten um 90 Stundenkilometern und anhaltendem Schneefall.

In der Schweiz freuen sich die Liftbetreiber und Tourismusmanager auf bis zu einem halben Meter Neuschnee an den nächsten Tagen. Dafür wird das Streusalz in manchen Gemeinden langsam knapp. Vielleicht rettet ja der Griff in das Gewürzfach. Und in Florida baut man derweil einen Schneemann.


20.12.2009 – Klimawandel? Ja! Saukalt: Kälterekord in Basel und Luzern

21. Dezember 2009

Gestern endete der Klimagipfel in Kopenhagen und heute schon der erste Erfolg: Das Klima ist deutlich kälter geworden 🙂

Weite Teile der Schweiz haben auf Sonntag die kälteste Dezembernacht seit Jahrzehnten erlebt. Ein neuer Tiefstwert für das laufende Winterhalbjahr wurde zudem in La Brévine mit minus 34,2 Grad verzeichnet. Basel erlebte mit minus 16,0 die kälteste Dezembernacht seit 1964. Minus 16,1 Grad für Luzern bedeuteten sogar den tiefste Dezemberwert seit Messbeginn von 1931. Rekordkälte für den Dezember meldeten auch Fahy im Pruntruter Zipfel mit minus 17,4, Güttingen am Bodensee mit minus 16,4 und Rünenberg im Oberbaselbiet mit minus 16,0 Grad. Eine klirrend kalte Nacht erlebte auch das Südtessin: In Stabio fiel die Quecksilbersäule bis auf 15,4 Grad unter Null. Auch das war gemäss Gerstgrasser ein neuer Dezemberrekord in der seit 1982 geführten Messreihe.

Aber auch international war es eisig: Minus 33 Grad wurden in Deutschlands Kälteloch am bayerische Funtensee gemessen. Zwei Frauen starben auf der Straße, ein Obdachloser erfror. Unter dem Ärmelkanal steckten 2000 Menschen fest. Bis zu 15 Stunden brauchten manche Passagiere, ehe sie in London ankamen. Vier Superschnellzüge steckten fest, ein fünfter kroch nur langsam durch die Röhre, wie ein Eurostar-Sprecher in London sagte. Als die Züge aus der eisigen trockenen Luft im Norden Frankreichs in den etwa 25 Grad warmen und feuchten Tunnel fuhren, legte der Temperatursprung die Elektrik der Lokomotiven lahm. Mitten im Weihnachtsverkehr wurde der Betrieb unter dem Ärmelkanal für den ganzen Samstag eingestellt. An den Terminals herrschte Chaos.

Heftiger Schneefall löste auf dem Frankfurter und dem Düsseldorfer Flughafen Chaos aus. Bis zum Nachmittag seien auf Deutschlands größtem Flughafen 50 Flüge gestrichen und 15 nach Stuttgart oder München, teilweise als Folgen der Flugplanänderungen der Vortage, umgeleitet worden, sagte eine Sprecherin. Gleichzeitig landeten aber auch nach Frankfurt umgeleitete Flieger. Seit Freitag schon störe das Wetter den Flugverkehr. Am Flughafen wurde bis in die Abendstunden mit Schnee gerechnet. „Unser Winterdienst ist ohne Pause im Einsatz“.

Der Düsseldorfer Flughafen musste wegen dichten Schneetreibens vorübergehend geschlossen werden. Seit 9.15 Uhr starteten oder landeten keine Maschinen mehr. Wann der Verkehr am drittgrößten deutschen Flughafen wieder aufgenommen wird, war zunächst unklar. Auch hier seien manche Flüge umgeleitet worden, andere wurden ganz gestrichen. Trotz des Einsatzes von 20 Räumfahrzeugen war es wegen des heftigen Schneetreibens nicht möglich gewesen, die Start- und Landebahnen von Schnee freizuhalten. Insgesamt wurden 300 Flüge umgeleitet beziehungsweise annulliert.

In Rheinland-Pfalz wurde am frühen Morgen die tiefste Temperatur verzeichnet, die jemals dort gemessen wurde: In Dill im Hunsrück zeigten die Thermometer minus 26,1 Grad an. In Freiburg im Breisgau war es ebenfalls kälter als je zuvor: minus 22 Grad. Am vierten Advent tagsüber wurden auf Deutschlands höchstem Berg, der fast 3000 Meter hohen Zugspitze, minus 20,9 Grad gemessen – in München dagegen vergleichweise milde 6,3 Grad minus.

Es soll zwar bald wieder wärmer werden, aber gerade kam folgender Wetteralarm bei mir auf’s Natel:
„Stufe 2 – Starkschneefall – UR Unterland – Verkehrsbehinderungen – ab sofort bis Mo. 10 Uhr – SF Meteo“. Das wird morgen spannend in der Früh.


15.12.2009 – Sonneneinstrahlung Schuld? Vor 60 Jahren schmolzen die Schweizer Gletscher schneller als in den letzten Jahren

16. Dezember 2009

Zürich – Überraschende Resultate lieferten neueste Studien von Schweizer Forschern zum Thema Klimawandel: Sie fanden heraus, dass die Gletscher in den 1940er-Jahren rasanter geschmolzen sind, als sie es heute tun. Wie die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) am Montag berichtete, sehen die Wissenschafter die Ursache dafür in der geringeren Aerosolverschmutzung der Atmosphäre.

In der Schweiz wird laut ETH der Schneezuwachs im Winter und die Gletscherschmelze im Sommer an mehreren Messstellen auf rund 3.000 Metern seit fast 100 Jahren ohne Unterbrechung gemessen. Mit dieser weltweit einzigartigen Messreihe untersuchte Matthias Huss während seiner Doktorarbeit, wie sich die Klimaveränderung im vergangenen Jahrhundert auf die Gletscher auswirkte. Dabei berücksichtigte das Forscherteam die seit 1934 in Davos gemessene Sonneneinstrahlung auf die Erdoberfläche.

Sonneneinstrahlung als massgebender Effekt

Studien in den vergangenen zwei Jahrzehnten haben nämlich gezeigt, dass, verursacht durch Aerosole und Wolken, die Sonneneinstrahlung stark variiert und dies vermutlich einen Einfluss auf Klimaschwankungen hat, hieß es in einer Aussendung des ETH. In den vergangenen Jahren wurden für diese Phänomene die Begriffe „global dimming“ und „global brightening“ für reduzierte beziehungsweise erhöhte Sonneneinstrahlung geprägt.

Weniger Niederschlag und längere Schmelzperioden

Die neue Studie, die in der Fachzeitschrift „Geophysical Research Letters“ publiziert wurde, bestätigt diese Forderung. Denn unter Berücksichtigung der erhobenen Daten für die Stärke der Sonneneinstrahlung kamen die Forscher zu einem überraschenden Ergebnis: In den 1940er Jahren, insbesondere im Sommer 1947, verloren die Gletscher seit Beginn der Messreihe im Jahr 1914 am meisten Eis. Und das, obwohl die Temperaturen tiefer waren als in den vergangenen zwei Jahrzehnten. „Überraschend ist, dass sich dieses Paradoxon relativ einfach über die Strahlung erklären lässt“, sagte Huss.

Schuld an der starken Gletscherschmelze sei der hohe kurzwellige Strahlungseintrag in den Sommermonaten. Dieser lag in den 1940er Jahren um acht Prozent über dem Langzeitdurchschnitt und um 18 Watt pro Quadratmeter über demjenigen der vergangenen zehn Jahre. Dies führte dazu, dass, über das gesamte Jahrzehnt der 1940er gemittelt, vier Prozent mehr Eis schmolz als in den vergangenen zehn Jahren.

Aerosol:
Ein Aerosol ist ein Gemisch aus festen oder/und flüssigen Schwebeteilchen und einem Gas. Das Verhalten eines Aerosols hängt immer von den Teilchen und dem Trägergas ab. Die Schwebeteilchen heißen Aerosolpartikel oder Aerosolteilchen. Ein Aerosol ist ein dynamisches System und unterliegt ständigen Änderungen durch Kondensation von Dämpfen an bereits vorhandenen Partikeln, Verdampfen flüssiger Bestandteile der Partikel, Koagulation kleiner Teilchen zu großen oder Abscheidung von Teilchen an umgebenden Gegenständen.

Unsere Atmosphäre enthält stets Aerosole unterschiedlichen Typs und unterschiedlicher Konzentration. Dazu zählen:

  • natürliche organische Anteile: Pollen, Sporen, Bakterien
  • natürliche anorganische Anteile: Staub, Rauch, Seesalz, Wassertröpfchen
  • vom Menschen eingebrachte Verbrennungsprodukte wie Rauch, Asche oder Stäube
  • vom Menschen hergestellte Nanopartikel.

Wirkung auf die Wolkenbildung
Ihre wichtigste Rolle kommt den Aerosolpartikel bei der Bildung von Wolkentröpfchen zu. Die Fähigkeit als Kondensationskern zu wirken hat jeder Partikel, allerdings wird die Intensität dieser Fähigkeit durch die Zusammensetzung und die Größe des Partikels bestimmt. Je größer ein Partikel ist, desto mehr wasserlösliche Einzelkomponenten sind in ihm enthalten. Es ist somit mehr hydrophile Masse vorhanden, die Wasserdampf am Partikel kondensieren lässt. Bei Aerosolpartikeln, in denen keine hydrophilen Komponenten enthalten sind, wie zum Beispiel bei Ruß, kommt es auf die Oberfläche des Partikels an, wie gut Wasserdampf an ihm kondensieren kann. Je größer die Oberfläche des Aerosolpartikels, desto mehr Wasser kann an ihm kondensieren. Größere Partikel bilden früher Wolkentröpfchen als kleinere. Es kommt aber auch auf die Zusammensetzung der Partikel an. Wolkenkondensationskeime aus hydrophilen Mineralsalzen, wie zum Beispiel Ammoniumsulfat oder Ammoniumnitrat können schon ab 70 % Luftfeuchtigkeit Tröpfchen bilden, während hydrophobe Rußpartikel erst bei einer Luftfeuchtigkeitsübersättigung, also bei über 100 % Luftfeuchtigkeit Tröpfchen bilden. In der Regel bilden ab 103 % Luftfeuchtigkeit alle Aerosolpartikel Tröpfchen. Gäbe es keine Aerosolpartikel, so bräuchte man bis zu 300 % Luftfeuchtigkeit, um eine Tröpfchenbildung herbeizuführen.

Auszug aus Wikipedia

Die Sonneneinstrahlung und der Klimawandel
Bereits seit dem Jahr 1923 registrieren spezielle Messgeräte die auf den Erdboden einfallende Sonnenstrahlung. Aber erst mit dem Internationalen Geophysikalischen Jahr 1957/58 wurde allmählich ein weltweites Messnetz installiert. Die Daten zeigen den Wissenschaftlern auf, dass die von der Sonne gelieferte Energie auf der Erdoberfläche über die Jahrzehnte stark schwankt und das Klima entsprechend beeinflusst.

Wild und Kollegen fanden aber bei der Analyse neu erhobener Daten heraus, dass die Sonneneinstrahlung ab 1985 allmählich wieder zunahm. In einer Publikation in «Science» prägten sie im Jahr 2005 dafür den Begriff «global brightening», nachdem bereits 2001 der Begriff «global dimming» für die zuvor festgestellte abnehmende Sonneneinstrahlung lanciert wurde.

Eine weitere Herausforderung ist für die Forschenden, die Effekte des «global dimming/brightening» besser in die Klimamodelle zu integrieren, um deren Auswirkung auf den Klimawandel besser zu verstehen. Denn einerseits weisen Studien darauf hin, dass «global dimming» die tatsächliche Erwärmung und somit den Klimawandel bis in die 1980er Jahre hinein maskiert hat.

Auf der anderen Seite zeigen die publizierten Studien auch, dass die Modelle, die im vierten Assessment Report des Intergovernmental Pannel on Climate Change (IPCC) verwendet wurden «global dimming/brightening» nur unzureichend abbilden: Weder das «dimming» noch das darauffolgende «brightening» wird von den Modellen vollständig simuliert. Dies liegt laut den Wissenschaftlern vermutlich daran, dass die Prozesse, die das «global dimming/brightening» verursachen, nicht ausreichend berücksichtigt wurden, und die historischen, vom Menschen verursachten Emissionsraten, die in die Modelle einfliessen, mit grossen Ungenauigkeiten behaftet sind.

Auszug aus ETH Life „Die Sonneneinstrahlung und der Klimawandel“


10.12.2009 – Klimawandel und anthropogenes CO2, eine kritische Bestandaufnahme

11. Dezember 2009

Klima ist seit jeher extrem variabel. Die Klimaforschung kennt inzwischen recht gut die mit unterschiedlichen Periodenlängen ablaufenden Klimazyklen. Auf sehr langer Zeitskala leben wir derzeit in einer Eiszeit, die gleichzeitige Vereisung beider Pole ist bislang einzigartig in der Erdgeschichte. In einem überlagerten, kürzerfristigen Zyklus befinden wir uns dagegen am Ende einer Zwischenwarmzeit und sehen uns daher in den nächsten Jahrtausenden einer weiteren Kaltzeit gegenüber [Negendank, 2004]. Die Frühgeschichte der Menschheit vor etwa 30 000 Jahren wird von gut bekannten, extrem kurzfristigen, starken Klimaschwankungen geprägt, die stärker als heute waren und sich z.Teil sogar innerhalb eines Menschenlebens durch mittlere Temperaturerhöhungen oder -absenkungen um mehrere Grade bemerkbar machten [Conard, 2004]. Erst in allerjüngster Zeit ist wieder die hohe Klimavariabilität anläßlich der Auswertungen von arktischen Eisbohrkernen einem breiteren Publikum zur Kenntnis gelangt und zwar durch den Fund, daß es vor ca. 50 Mio. Jahren sogar in der Gegend des heutigen Nordpols vorübergehend tropisch warm war [ACIA, 2004].

Klimawandel und menschgemachtes CO2 – Über den Einfluß von anthropogenem CO2 auf unser Klima von Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke (Dipl.-Physiker), HTW Saarbrücken

Danke Axel!


10.12.2009 – Das Märchen vom Guten Strom

11. Dezember 2009

Es war einmal ein Volk, das wollte die Umwelt und das Klima schützen. Voller Eifer machte es sich daran, Solarzellen auf Dächer und Felder zu montieren. Und auf jeden Hügel setzte es ein Windrad. Die Regierung versprach, der so produzierte Strom werde zu einem garantierten hohen Preis abgenommen. Bald gab es eine Million Solaranlagen. Mehr als die Hälfte der Weltkapazität an Solaranlagen stand in dem eher sonnenarmen Land. Zwar kostete die Einspeisevergütung viel Geld, jedes Jahr 1,5 Milliarden Euro für Solar und 3,5 Milliarden für Windkraft. Doch die Deutschen zahlten gerne für den „guten“ Strom. Schließlich helfe der, das Klima zu schützen, weil bei der Erzeugung kein Kohlendioxid (CO2) ausgestoßen werde.Allerdings gab es in dem fleißigen Volk von Umweltschützern auch einige Nörgler, sogenannte Ökonomen, die ihnen eine unangenehme Wahrheit zu erklären versuchten: Keine einzige Tonne, nicht einmal ein Gramm CO2 wird durch all die Solaranlagen oder Windräder eingespart! Auch das EU-Verbot der Glühbirne entlastet das Klima nicht um ein Gramm Treibhausgas!

Kompletter Artikel auf der Website der Frankfurter Allgemeinen.

Via EIKE – Europäisches Institut für Klima und Energie


07.12.2009 – Vor 500 Jahren: 25 Jahre ohne Schnee – Klimakapriolen in der Vergangenheit

6. Dezember 2009

Das Wetter vor 500 Jahren. Daran ist Robert Krauß brennend interessiert. Aber nicht als Klimaforscher, sondern als Archäologe! Krauß erforscht ein altes Industriegebiet in den Hohen Tauern, in dem das „Tauerngold“ abgebaut wurde. Dazu arbeitet er sich durch Listen mit Temperatur-Angaben, Niederschlägen und Schneehöhen.

Archäologe Kraus vermutet, dass ein Kälteeinbruch den Bergleuten vor 500 Jahren zu schaffen machte und zu Veränderungen auf dem Gelände führte. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, stellen die Forscher erstaunt fest. Erst ab 1550 kühlte das Wetter in den Hohen Tauern deutlich ab. Davor gab es 25 schneelose Winter – und die führten zu Problemen, offenbaren alte Aufzeichnungen.

Während der vergangenen Warmzeit, der sogenannten Eemzeit, vor mehr als 120.000 Jahren, grasten in Mitteleuropa Nashörner, Elefanten und Flusspferde. Werden sie wiederkommen? Wird die Klimaerwärmung eine neue Völkerwanderung auslösen? Fakt ist jedenfalls, dass sich in unserer aktuellen Warmzeit der Gehalt an Treibhausgasen in der Atmosphäre verdoppelt hat und zu noch viel extremeren Veränderungen als damals führen könnte.

Zitiert aus dem Text der Sendung „Faszination Wissen“ des Bayerischen Fernsehens


25.11.2009 – Ursache unbekannt: Erderwärmung fällt derzeit aus

26. November 2009

Gerade zufällig bei Spiegel.de gefunden:

Die Erderwärmung ist ins Stocken geraten: Seit zehn Jahren steigt die globale Durchschnittstemperatur nicht weiter an. Die Klimatologen rätseln darüber, wie sich dieser Trend erklären lässt. Liegt es an den fehlenden Sonnenflecken? Oder an ungewöhnlichen Meeresströmungen?

Zumindest in Kopenhagen könnte das Wetter mitspielen. Das Dänische Meteorologische Institut prognostiziert für die Klimakonferenz im Dezember Temperaturen, die ein Grad über dem langjährigen Durchschnitt liegen.

Ansonsten aber ist es mit der globalen Erwärmung derzeit nicht weit her. Die Durchschnittstemperaturen auf der Erde steigen seit Anfang des Jahrtausends nicht mehr weiter an. Und auch in diesem Jahr sieht es nach Stillstand aus.

Kompletter Artikel siehe Link oben. Ob wohl bald eine nachhaltige und energieeffiziente Eiszeit ansteht?


20.11.2009 – NDR Reportage „Vom Unsinn der Energiesparlampe“ oder „Wo bitte ist die Ökobilanz?“

21. November 2009

Die Reportage „Rettet die Glühbirne“ oder „Vom Unsinn der Energiesparlampe“ des Journalisten Güven Purtul im Auftrag des NDR hinterleuchtet den Sinn oder Unsinn des sog. „Glühlampenverbotes“. Im Rahmen des Projektes „Glühbirnenloses Norderney“ sammelt diese Reportage die Hintergründe des EU-Glühbirnen-Verbot-Stufenplans, von dem ab 2012 auch Halogenlampen betroffen sein werden.

1_Rettet_die_Glühbirne von Ihnen.
Bild NDR/Güven Purtul

Seit September diesen Jahres ist zunächst der Verkauf aller Birnen mit 100 Watt Leistung untersagt. Zwar werden bei der Glühbirne nur fünf Prozent der Energie in Licht umgesetzt, aber wie kritisch wurde die Energiesparlampe geprüft? Was ist mit den hochgiftigen Quecksilberanteilen? Wie und wo wird sie recycelt? Und gibt es eine Ökobilanz, die belegt, dass die Energiesparlampe besser ist? Nützt der massenhafte Umstieg auf teure Energiesparlampen wirklich der Umwelt oder eher den Bilanzen der Lampenindustrie? Die Reise – auch über Recyclinghöfe – führt zu Erkenntnissen, die durchaus überraschen.

2_Rettet_die_Glühbirne von Ihnen.
Bild NDR/Güven Purtul

Philips möchte ein ehrgeiziges Projekt umsetzen: Die ostfriesische Nordseeinsel Norderney soll bis Ende 2009 Glühlampenfrei werden. Ein Pilotprojekt, in welchem viel Überzeugungsarbeit mittels PR-Strategen den Bewohnern gegenüber geleistet wird. Allerdings nicht immer mit stimmigen Argumenten. So wird der Stromverbrauch für Beleuchtung mit 19 % angegeben. Tatsächlich weist aber das Bundesumweltministerium einen Anteil des Lichtes am Energieverbrauch in privaten Haushalten mit 1,5 % aus. Das Thema „Quecksilber“ und „Entsorgung“ wird bei einer Bürgerinformationsveranstaltung von Klaus Petri (Philips) mit den Worten abgetan: „Sie leben auf einer Insel und essen ja Fisch. In Fisch ist mehr Quecksilber enthalten, als in einer Energiesparlampe“. Bei einer Energiesparlampenpräsentation vor Elektrobetrieben wird der Vergleich zwischen Energiesparlampe und Fieberthermometern geführt. Allerdings sind quecksilberhaltige Fieberthermometer seit 2009 EU-weit verboten!

Für das Thema Recycling gründete Philips mit weiteren Leuchtenherstellern eine eigene Firma.

„Lightcycle, das schon 2005 gegründete Recycling-Gemeinschaftsunternehmen der führenden Herstellern OSRAM, PHILIPS, AURA, BLV, GE, HERAEUS, NARVA, RADIUM und SYLVANIA hat es bisher nicht annähernd geschafft, ein tatsächlich flächendeckendes Rückholsystem für Energiesparlampen aus Privathaushalten aufzubauen.“
(Quelle mitwelt.org)

Zumindest für das Marketing. Somit verfolgt die Reportage auch den Weg von ausgedienten Energiesparlampen, um zu verstehen, wie dieser giftige Restmüll transportiert und recycled wird. Mit Interessanten Erkenntnissen: Die Energiesparlampen legen einen Weg von über 600 km zurück mit vielen Zwischenstationen. Dabei bleiben nachweislich verhältnismässig viele nicht ganz, sondern zerbrechen. Scheinbar macht sich keiner darüber Gedanken, was mit dem Quecksilber passiert. Weder Greenpeace noch eine andere Umweltorganisation besitzt eine „Ökobilanz“ zur Energiesparlampe. Auf Anfrage lässt Osram zum Beispiel verlauten: „Eine Ökobilanz existiere zwar, dürfe aber wegen geheimer Daten nicht veröffentlich werden„.

Ökotest untersuchte das angegebene Brenndauer und stellte fest, dass diese ebenso übertrieben angegeben sei. Wie auch die Vergleiche in Bezug auf Helligkeit im Vergleich zu Glühbirnen. Für Lichtdesigner stellt das Glühlampenverbot ein besonderes Problem dar, weil Glühlampen und Halogenlampen das gesamte Farbspektrum abdecken würden – die Energiesparlampe aber genauso wie die „Neonröhre“ eben nur gewisse Farben wiedergebe. Die Produktion der Energiesparlampen findet übrigen in Asien statt: Sri Lanka und China. Was uns wieder zur nicht vorhandenen Ökobilanz bringt.

Was mich persönlich beschäftigt ist folgende Frage: Was passiert, bzw. „welche Strafe“ droht, wenn man heute eine 100 Watt Glühbirne verkauft? Stromabschaltung nicht unter zwei Jahren?


09.11.2009 – Das Buch der Synergien von Achmed Khammas

9. November 2009

Der „Datenscheich“ Achmed Khammas mit eigenem Blog auf der TAZ hat in jahrelanger Arbeit ein schönes Werk geschaffen. Mit dem Buch der Synergie liegt eine der umfassendsten Darstellungen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Erneuerbaren Energie vor – eine Enzyklopädie, die gleichermaßen für Laien wie für Fachleute eine grosse Fülle an Material bereit hält und zeigt, daß es eine grosse Fülle an Lösungen zu Energiefragen gibt …wir müssen sie nur umsetzen.
http://www.buch-der-synergie.de

Über den Blog und die Informationssammlung bin ich gestolpert, als ich Bilder zum Thema „Energieeffizienz“ suchte.

Das Foto beweist, daß es selbst in Somalia inzwischen so breite Autobahnen wie in Deutschland gibt… von wegen Entwicklungsländer! 🙂 Es hat übrigens noch mehr passende Bilder zum Thema.