29.04.2026 – Umwelt: PET-Recycling ist tot (Reportage)

29. April 2026

Der PET-Recycling Markt ist tot. Unzählige Recycling-Betriebe in Europa und der Welt müssten innerhalb der letzten 5 Jahre geschlossen werden. Hier begleitet Srf einen Schweizer Banker, der die Welt verändern wollte und in Ghana einen PET-Recycling Betrieb aufbaute. Wie geht es ihm heute?

Ein Banker sieht in seinem Heimatland, dass Strände, Strassen, einfach alles von PET-Flaschen übersät sind. Er kommt auf die Idee eine Recycling Firma zu eröffnen. Er beschäftigt bis zu 130 Mitarbeiter und unzählige Flaschensammler.

Dann fällt der Abnahmepreis von über 800 Dollar auf unter ein Drittel.

Der Schweizer Sender SRF begleitet den Banker über Jahre. Wie geht es Jeffrey heute??


29.11.2023 – NDR Doku: Plastik – Die Recycling Lüge

29. November 2023

Plastikverpackungen gehören in die Gelbe Tonne. Wunderbar: Deckel zu, gutes Gewissen. Aber was passiert wirklich mit unserem Plastikmüll, wenn wir ihn in die Recycling-Tonne geworfen haben? Die Antwort auf diese Frage tut weh. Längst nicht alles, was recycelt werden könnte, wird auch recycelt.

In den letzten Jahren hat sich die Plastikkrise verschärft. Bilder von verendeten Tieren und verschmutzten Ozeanen gehen um die Welt. Die Verpackungsindustrie meint, eine Lösung zu haben: Recycling. Die Sendung schaut, ob das wirklich die Lösung ist.

Quelle Statista https://de.statista.com/statistik/daten/studie/167099/umfrage/weltproduktion-von-kunststoff-seit-1950/


Erstausstrahlung: 20. Juni 2022

Mehr Infos
https://www.ndr.de/kultur/film/Die-Recyclingluege-Doku-ueber-Plastikmuell-in-ARD-Mediathek,recyclingluegedoku100.html


20.11.2009 – NDR Reportage „Vom Unsinn der Energiesparlampe“ oder „Wo bitte ist die Ökobilanz?“

21. November 2009

Die Reportage „Rettet die Glühbirne“ oder „Vom Unsinn der Energiesparlampe“ des Journalisten Güven Purtul im Auftrag des NDR hinterleuchtet den Sinn oder Unsinn des sog. „Glühlampenverbotes“. Im Rahmen des Projektes „Glühbirnenloses Norderney“ sammelt diese Reportage die Hintergründe des EU-Glühbirnen-Verbot-Stufenplans, von dem ab 2012 auch Halogenlampen betroffen sein werden.

1_Rettet_die_Glühbirne von Ihnen.
Bild NDR/Güven Purtul

Seit September diesen Jahres ist zunächst der Verkauf aller Birnen mit 100 Watt Leistung untersagt. Zwar werden bei der Glühbirne nur fünf Prozent der Energie in Licht umgesetzt, aber wie kritisch wurde die Energiesparlampe geprüft? Was ist mit den hochgiftigen Quecksilberanteilen? Wie und wo wird sie recycelt? Und gibt es eine Ökobilanz, die belegt, dass die Energiesparlampe besser ist? Nützt der massenhafte Umstieg auf teure Energiesparlampen wirklich der Umwelt oder eher den Bilanzen der Lampenindustrie? Die Reise – auch über Recyclinghöfe – führt zu Erkenntnissen, die durchaus überraschen.

2_Rettet_die_Glühbirne von Ihnen.
Bild NDR/Güven Purtul

Philips möchte ein ehrgeiziges Projekt umsetzen: Die ostfriesische Nordseeinsel Norderney soll bis Ende 2009 Glühlampenfrei werden. Ein Pilotprojekt, in welchem viel Überzeugungsarbeit mittels PR-Strategen den Bewohnern gegenüber geleistet wird. Allerdings nicht immer mit stimmigen Argumenten. So wird der Stromverbrauch für Beleuchtung mit 19 % angegeben. Tatsächlich weist aber das Bundesumweltministerium einen Anteil des Lichtes am Energieverbrauch in privaten Haushalten mit 1,5 % aus. Das Thema „Quecksilber“ und „Entsorgung“ wird bei einer Bürgerinformationsveranstaltung von Klaus Petri (Philips) mit den Worten abgetan: „Sie leben auf einer Insel und essen ja Fisch. In Fisch ist mehr Quecksilber enthalten, als in einer Energiesparlampe“. Bei einer Energiesparlampenpräsentation vor Elektrobetrieben wird der Vergleich zwischen Energiesparlampe und Fieberthermometern geführt. Allerdings sind quecksilberhaltige Fieberthermometer seit 2009 EU-weit verboten!

Für das Thema Recycling gründete Philips mit weiteren Leuchtenherstellern eine eigene Firma.

„Lightcycle, das schon 2005 gegründete Recycling-Gemeinschaftsunternehmen der führenden Herstellern OSRAM, PHILIPS, AURA, BLV, GE, HERAEUS, NARVA, RADIUM und SYLVANIA hat es bisher nicht annähernd geschafft, ein tatsächlich flächendeckendes Rückholsystem für Energiesparlampen aus Privathaushalten aufzubauen.“
(Quelle mitwelt.org)

Zumindest für das Marketing. Somit verfolgt die Reportage auch den Weg von ausgedienten Energiesparlampen, um zu verstehen, wie dieser giftige Restmüll transportiert und recycled wird. Mit Interessanten Erkenntnissen: Die Energiesparlampen legen einen Weg von über 600 km zurück mit vielen Zwischenstationen. Dabei bleiben nachweislich verhältnismässig viele nicht ganz, sondern zerbrechen. Scheinbar macht sich keiner darüber Gedanken, was mit dem Quecksilber passiert. Weder Greenpeace noch eine andere Umweltorganisation besitzt eine „Ökobilanz“ zur Energiesparlampe. Auf Anfrage lässt Osram zum Beispiel verlauten: „Eine Ökobilanz existiere zwar, dürfe aber wegen geheimer Daten nicht veröffentlich werden„.

Ökotest untersuchte das angegebene Brenndauer und stellte fest, dass diese ebenso übertrieben angegeben sei. Wie auch die Vergleiche in Bezug auf Helligkeit im Vergleich zu Glühbirnen. Für Lichtdesigner stellt das Glühlampenverbot ein besonderes Problem dar, weil Glühlampen und Halogenlampen das gesamte Farbspektrum abdecken würden – die Energiesparlampe aber genauso wie die „Neonröhre“ eben nur gewisse Farben wiedergebe. Die Produktion der Energiesparlampen findet übrigen in Asien statt: Sri Lanka und China. Was uns wieder zur nicht vorhandenen Ökobilanz bringt.

Was mich persönlich beschäftigt ist folgende Frage: Was passiert, bzw. „welche Strafe“ droht, wenn man heute eine 100 Watt Glühbirne verkauft? Stromabschaltung nicht unter zwei Jahren?


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