Schluss mit den Grauen Mäusen!

17. Januar 2006

Pat Says Now ist der erste Hersteller individueller Computermäuse aus der Schweiz. Der Firmenhauptsitz ist Zürich. Die Firma entwirft, produziert und vertreibt PC-Mäuse in allen Formen und Farben. Dabei verbindt man Schweizer Qualität mit innovativen Konzepten und kreativer Umsetzung. So bringt Pat Says Now mit kultigen Mäusen mehr Farbe ins graue Leben im Büro und zu Hause. Die Firma möchte die Wertigkeit und Vielfalt in der Welt der Computer-Accessoires erhöhen. Auch besteht so die Möglichkeit als auffälligen Werbeträger zu nutzen. Einen Shop gibt es übrigens auch.

Ich bin nur vollkommen hin- und hergerissen. Soll ich das "Swiss-Müsli" oder die "Bayerische Hof-Ratz" nehmen? Oder doch eine ganz andere?? Die von Rouge ist schon eine "Sexy Mouse"! Die "Chilly" sieht auch scharf aus. Die Kreuzung "Coi-Maus" ist was für Aquarianer und Sammler. "The Brain" eher was für Denkakkrobaten. Auch für Klabautermänner gibt es was: Design "Pirat". Und die "Cow"-Mouse eher für den Agrarökonomen. Auch für frisch Verliebte gibt es den passenden Mauszeigerbeweger.

(Gefunden bei Rouge)

PS: Die Computermaus wurde übrigens 1981 in der Schweiz erfunden. Von der Firma "Logitech" (Jean Daniel Nicoud/ Daniel Borel). Also eine typische Schweizer Errungenschaft. "Wer hat`s erfunden?"


Regensburg – Narragonia stellt Faschingsprinzessin zwei Prinzen zur Seite

13. Januar 2006

(Quelle www.donau.de ) Narragonia: Zwei Prinzen für eine Lieblichkeit

Verena Wißler ist eine junge Frau, deren Oma scheinbar öfter gesagt haben muss: "Mädel iss, dass die Buben was zum Anfassen haben." Rund aber glücklich; denn in der närrischen Saison 2005/2006 wurde für das Mädchen aus der Karnevalshochburg Aachen ein Märchen wahr. Die staatlich geprüfte Hauswirtschafterin wurde mit 24 Jahren Prinzessin – und zwar für die Faschingsgesellschaft Narragonia aus Regensburg. Aus der Küche auf den Thron: Die Absolventin der Hermann-Höcherl-Schule heißt jetzt "Ihre Lieblichkeit Verena I.". "Nehmt doch mich", hatte das ehemalige Gardemädchen zum Hof-Fotografen gesagt, als er ihr gestand, die Suche nach einer Prinzessin gestalte sich für die Narragonia schwierig.

"Ihre Lieblichkeit Verena I." (mitte) die Faschingsprinzessin 2005/06 der Narragonia Regensburg – links neben Ihr der Prinz Andreas II., rechts Herr Schafbauer vom Hofbräu Regensburg. Es scheinen tatsächlich sehr wenig Bewerberinnen gewesen zu sein. Ja habe die Ehre….


KenneDieStadt – Regensburg

4. Januar 2006

Soeben habe ich diesen Beitrag gefunden, den ich sehr gut finde „KenneDieStadt“. Ich habe die Texte ergänzt. Es wäre praktisch, wenn die Leser meines Beitrags einfach mitmachen würden und folgende Themen mit Leben füllen würden – so wie ich jetzt über Regensburg. Wichtig hierbei sind Tipps und Statements über Geheimtipps, also das, was Touristen nicht in Handtaschenstadtführern vorfinden. Also ich fang dann mal an:

Regensburg

Einwohner:
ca. 151 838 (Nov. 2005)

Bester Sommertipp:
Unter der Woche trifft man(n)/frau sich am Haidplatz – am Wochenende geht es zum Guggenberger Weiher bei Neutraubling (Baden) und zum Abschluss auf die Walhalla mit einer Flasche Wein. Für einen gemütlichen Ausflug an heissen Tagen empfiehlt sich eines der Donauausflugsdampfer zu besteigen und zum Kloster Weltenburg zu fahren. Nach einer ausgiebigen Besichtigung dessen, darf man sich gerne das ein oder andere Klosterbier genehmigen. Auf der Rückfahrt könnte man dann auch gleich in Kelheim Station machen. Dort steht die private Brauerei Schneider, welche das bekannte Schneider-Weisse braut. Es handelt sich dabei um ein Hefeweizen – nicht um ein Weissbier, wie es die Preis`n bestellen.

Bester Wintertipp:
Zum Christkindl-Markt für ein paar Glühwein am Neupfarrplatz. Danach ins „Heuport“ zum Aufwärmen.

Hochrangigstes öffentliches Verkehrsmittel:
Am Besten kommt man mit dem Bus in der Innenstadt vorwärts, oder man nimmt das Rad. Taxis sind Abends schwer empfehlenswert, da noch bezahlbar. In der Innenstadt braucht man Abends nur 2x hinzufallen und man liegt vor der nächsten Kneipe.

Wo gibt es den Stadtplan:
Im Internet hier – in Papierform beim Touristikbüro direkt beim Alten Rathaus.

Das schönste Hotel:
Entweder das Hotel Orphée zentral in der Unteren Bachgasse oder das Sorat-Hotel mit Blick auf Donau, Steinerne Brücke und Dom.

Bestes Traditionslokal und Lieblingsessen dort:
Auer-Bräu, Regensburg-Steinweg, Schwandorferstrasse 39, 93053 Regensburg
– Schweinebraten oder Saure Zipfel
Oma-Plüsch, Rote-Stern-Gasse 6, 93047 Regensburg
– OmaSchnitzel
Hofbräuhaus, gegenüber Altem Rathaus, Waaggässchen 1, 93049 Regensburg
– Schweinebraten

Bester Italiener und Lieblingsessen dort:
La Gondola, Regensburg Innerer Westen, Gerlichstrasse 2, 93049 Regensburg
– Tortellini Panna

Beste Stadtzeitschrift:
LOGO das Stadtmagazin. Kommt monatlich heraus, enthält Tipps rund um Events und liegt in jedem Lokal, Restaurant und Kneipe kostenlos aus.

Bester Platz für Rendezvous:
„Bistro Rosarium“ am Dörnbergpark. Das denkmalgeschützte Schweizerhaus des ehemaligen Dörnberg-Palais ist in einen Landschaftspark aus dem 19. Jahrhundert eingebettet. Trotz der Altstadtnähe ist es schön ruhig und gemütlich dort. Der Rosengarten ist im Sommer eine Augenweide.

Bester Club:
„Scala“ in der Pustet-Passage

Beste Bar:
„Hemingway`s“ in der Oberen Bachgasse. „Paletti“ in der Pustet-Passage und „Oscar-Bar“ Rote-Hahnen-Gasse/Haidplatz

Bekanntester Stadtsong:
Das Donaulied. „Einst ging ich am Ufer der Donau entlang….“

Buch zur Stadt:
„Regensburger Almanach 2005“ von Konrad M. Färber.

Unwahrer Mythos:
Die Feinkostmetzgerei Männer zwischen Fischmarkt und Kohlenmarkt verkauft tatsächlich nur Tierfleisch, auch wenn sie mit dem Ladenschild „Wild Geflügel Fische Männer“ wirbt.

Obskurster Brauch:
Wenn Fürstin Gloria von Thurn und Taxis samt Anhang an Weihnachten die Christmette im Dom besucht, kommen viele nur, um Ihre Durchlaucht live zu sehen.

Stadtteil, den man kennen muss:
Wenn man in der Altstadt war, dann kennt man Regensburg

Wichtigster Satz:
„Gemma noch zum Würstl-Toni?“ (Der verkauft – außer Sonntag – schon um 5 Uhr morgens warme Würstl, Am Kornmarkt.)

Satz, mit dem man sich zum Deppen macht:
„Guten Tag“-Sagen, wenn man einen Laden betritt. Die Regensburger sprechen meistens Dialekt und bevorzugen ein herzliches „Grüß Gott“.

Was man niemals tun sollte:
Betrunken in die Donau fallen. Unter der Steinernen Brücke gibt es einen fiesen Strudel, der einen sofort unter Wasser zieht.

Das sagen die anderen:
„Regensburg ist ja die nördlichste Stadt Italiens.“

Schlimmste Phrase:
„Regensburg ist zwar klein, hat aber kulturell wahnsinnig viel zu bieten.“

Wann sind alle Einwohner besoffen:
Beim Palmator am Sonntag vor Ostern. Die halbe Stadt wandert zum Prösslbräu nach Adlersberg, einem winzigen Ort mit Brauerei, und trinkt Palmator.

Dämlicher Superlativ:
In Regensburg steht die älteste Wurstbraterei Deutschlands. In der Historischen Wurstkuchl an der Donau machten schon im Jahr 1135 die Bauarbeiter der Steinernen Brücke Brotzeit.

Die verhassten Provinzler:
„Siehst du SAD, BUL oder PAR, ist dein Leben in Gefahr.“ Mittlerweile haben die Burglengenfelder und Parsberger (anders als die Schwandorfer) zwar keine eigenen Nummernschilder mehr, aber an ihrer Fahrweise hat sich nichts geändert. „SAD“ heisst auch „Sau auf Durchreise“ 😉

Lebenswerteste Sache, die die Stadt hervorgebracht hat:
Das Schwarzer Kipferl, eine gewürzte Kümmelsemmel. Schmeckt besonders lecker mit Bratwürstchen, Händlmaier-Senf und Sauerkraut, gibt’s in der Historischen Wurstkuchl.

Fußballclub:
SSV Jahn 2000 Regensburg, spielt in der Regionalliga Süd.


Modegetränke oder IN-Getränke im Wandel der Zeit – Drinks in den 80ern und 90ern

3. Januar 2006

Wir standen schon damals eher auf „Rüscherl“ (Cognac mit Cola) oder „Turbo“. „Turbo“ war ein spezielles Getränk, welches es nur in der Kneipe von Rainer gab. Das Getränk funktionierte oft sehr erfolgreich als Dosenöffner 😉

Rezept für Turbo:

  • Whisky-Glas
  • 4 cl Southern Comfort
  • 4 Eiswürfel
  • mit Sekt auffüllen

Ein absolutes Kultgetränk in den 90ern war der „Muffdive“.

Rezept für Muffdive:

  • 2 cl Wodka
  • 2 cl Peachtree (Pfirsichlikör)
  • schwarzer Johannisbeersaft.

Und Erdbeerlimes! Mamamia, der selbstgemachte Erdbeerlimes war der Hammer. Den bekamen nur Stammgäste – und es klebte dann überall an der Theke im „Factory“. Das „Fäc“ war damals neben „Tangente“ und „Zap“ die Abendbeschäftigungsstätte am Wochenende. Freitag-Abend bis Sonntag-Morgen waren wir damals unterwegs. Und zum Abschluss dann ging es dann im Morgengrauen zum „Würstltoni“ auf „2 Lange Braune mit allem, ein Breznstangerl und einen Kaffee“. Da wurden müde Geister wieder munter.

Das immerwährende Regensburger Kultgetränk ist auf jeden Fall „Ramazotti, sauer, auf Eis“ oder auch einfach „Ramazottl“ genannt. Das kenne ich schon seit dem ich „unterwegs“ bin.

Rezept für Ramazotti-Sauer:

  • Ramazottl-Glas
  • 4 cl Ramazotti
  • Eiswürfel
  • Spritzer Zitronensaft

Links:


Modegetränke oder IN-Getränke im Wandel der Zeit – Caipirinha, der Bauerndrink

3. Januar 2006

Der Drink 2005 ist zweifelsohne der "Caipirinha". "Caipirinha" bedeutet eigentlich "bäuerliches Getränk" oder "Drink des Bauern oder Hinterwäldlers" (caipira = Bauer, Hinterwäldler). Nun wird mir einiges klarer 😉 Übrigens: Da die Früchte zerstossen werden und im Getränkeglas verbleiben, trinkt man(n) oder Frau auch die in der Schale befindlichen Pflanzenschutzmittel (Pestizide) mit. Na denn Prost!

Rezept für Caipirinha:

  • 6cl Cachaça (gesprochen "Katjassa")
  • 1-2 geachtelte Limetten
  • 3 TL Rohrzucker
  • Crushed Ice

Die Limetten achteln und zusammen mit dem Rohrzucker in ein Caipirinha-Glas geben. Mit einem Stößel die Limetten ausquetschen, anschließend das Glas mit Crushed Ice auffüllen und den Cachaça hinzugeben.

Links:


Modegetränke oder IN-Getränke im Wandel der Zeit – Kennen Sie noch Kir-Royal

3. Januar 2006

Wer kann sich noch an "Kir Royal" erinnern? Das JetSet-Getränk aus der gleichnamigen TV-Serie. Kaum war die erste Folge im Oktober 1986 im Bayerischen Fernsehen gelaufen, erlebten die Bars und Clubs einen wahren "Kir Royal"-Hype.

Mona, Babys Freundin (Senta Berger), ist sehr nachdenklich geworden. Irgend etwas ist verkehrt, wenn man die Speisenkarte schon auswendig aufsagen kann.

Alles und jeder fühlte sich nur dann cool, wenn er den eh schon süssen Edeka-Sekt mit "Crèmes de Cassis" (nix anderes als Johannisbeerlikör mit 20% Vol.Alc.) in Händen hielt. Baby Schimmerlos (Franz-Xaver Kroetz), ein Klatschreporter der Münchner Schicki-Micki-Szene, bestellte dieses Mischgetränk regelmässig bei seinen Streifzügen durch die Bussi-Bussi-Gesellschaft von Schwabing. 6 Folgen liefen damals über die Flimmerkiste – immer sehr amüsant.

Rezept für Kir-Royal:

  • Sektglas
  • 1 cl Crème de Cassis
  • 10 cl Sekt (Snobs nehmen nur Champagner)

Links:


Modegetränke oder IN-Getränke im Wandel der Zeit – Was bitte ist Aperol

3. Januar 2006

Scheinbar gibt es in Regensburg ein neues "Modegetränk". In der neuen Location "Die ganze Wahrheit" war es mir schon aufgefallen. Auf der Getränkekarte stand u.A. "Prosecco mit Aperol". Und die Leute in der Kaffeebar bestellten das Mixgetränk ohne Ende. Gestern (Montag) sassen Mike, Claudia und ich auf ein Bier im "Chaplin" am Ostentor. Und die 8 Gäste am Nebentisch bestellten wieder "Prosecco mit Aperol". Die Gerichte im "Chaplin" sind ausgesprochen lecker, frisch zubereitet und kosten mittags um die 6 EUR. Abends finden sich hier viele Kinogänger ein, die vor oder nach dem Film im benachbarten Ostentor-Kino gerne noch gemeinsam ein Gläschen trinken möchten.

In Wikipedia steht nur das über Aperol:

Aperol ist ein Likör aus Italien, der aufgrund seines bitteren Geschmacks meist als Aperitif oder in Cocktails verwendet wird. Er ist ein Destillat aus Rhabarber, Chinarinde, Enzian, Bitterorangen und aromatischen Kräutern mit rot-orangener Färbung und einem bittersüßen Aroma und einem Alkoholgehalt von 11 Prozent. Aperol kam 1919 in Padua erstmals auf den Markt und wird seit 2003 von der Campari-Gruppe vertrieben.

http://www.aperol.it


Sylvester 2005 überlebt – Feiern am Hafen in Regensburg

1. Januar 2006

Heute geht scheinbar alles etwas langsamer. Das Web tröpfelt durch die Leitung. Programme scheinen einen „Kater“ zu haben und funktionieren nur mit Widerwillen, das Bilder-Hochladen auf Webshots läuft nur äusserst zäh und mit massenhaft Fehlermeldungen. Na hoffentlich bekomme ich den Post wenigstens reingestellt. Das Kopfweh verschwindet auch ganz langsam und nach einem ausgiebigen, heissen Schaumbad ging es mir wesentlich besser. Und die Schulterschmerzen von Mike werden scheinbar langsam stärker 😉 Aber nun zum Thema: „Sylvester in Regensburg“.  

Gestern war nun also der letzte Tag im Jahr 2005 und den letzten Abend verbrachten wir auf einer privaten Party im Hafengebiet. Am späten Abend hatte es zu regnen begonnen. Da es die letzten Tage bitterkalt war, verwandelten sich die Strassen blitzartig in Eisflächen. Somit hatten wir wirklich keine Lust in die Stadt zu gehen oder gar zu fahren. Der Chef einer Firma für Eventausrüstungen hatte seine Lagerhalle zu einem Partytempel umfunktioniert, hervorragend aufgekocht und Max und Schwester Alex hatten Schulkollegen eingeladen. Gegen 20 Uhr sollte es losgehen und das tat es dann auch.

Sylvester 2005 Regensburg

Mehr Bilder gibts hier!

Wir setzten uns zu Wolfi und Gabi und deren drei Freundinnen und besorgten uns etwas für den Durst und den Hunger „zwischendurch“. Dann wurde abgetanzt und abgefeiert. Michel – der Chef – spendierte einen besonderen Wein und pünktlich um Mitternacht wurde mit Sekt angestossen. Die obligatorischen Kracher, Raketen und Böller durften auch nicht fehlen, aber es ging eher ruhiger und gemütlicher zu, als in der Stadt. Anschliessend wurde noch einige Male auf das Neue Jahr angestossen und wir wärmten uns bei Ramazotti und beim Tanzen wieder auf. Gegen 3 Uhr ging ich das Stück zurück zur Wohnung von Mike – er selbst tanzte noch etwas mit Alex und kam dann nach. Ach ja. Wie Mike zu seiner schmerzenden Schulter kam. Auf dem Heimweg nahm er eine „Abkürzung“. Da es glatt war, zog er den Weg durch das schneebedeckte Gras vor. Erst als er vor dem Haus im wahrsten Sinne auf das „Kopfsteinpflaster traf“, merkte er, dass es wirklich so richtig glatt war. Aber des wird scho`wieder 😉


Bars in Regensburg – Die ganze Wahrheit im Posthof beim Dom

30. Dezember 2005

Gestern, Donnerstag, wollte ich Bienchen besuchen. Sie arbeitet zwei Mal in der Woche in der Spielhalle in der Fröhlichen-Türken-Strasse. Gegen 20 Uhr setzte ich mich ins Auto und fuhr das kurze Stück in die Innenstadt. Ich parkte beim Bahnhof. Es war empfindlich kalt und es wehte ein eisiger Wind. In der Spielhalle hielt sich Bobesch auf, der sich mit einem Video-Kartenspiel beschäftigte. Sonst war recht wenig los. Drei oder Vier Leute sassen an den Spielautomaten. Sabine und ich ratschten ein wenig über dies und das. Nina lernt momentan das Skifahren und am Freitag (heute) ist Abschlussrennen. Das wird von der ganzen Familie zum Bayerwald-Ausflug genutzt. Das war sicher toll, denn das Wetter heute war weltklasse.

So gegen 22 Uhr verabschiedete ich mich von Bienchen und ging zurück in die Kälte. Donnerstags legt üblicherweise „Chuffi“ im „Hemingway`s“ auf. Also schlenderte ich zur Oberen Bachgasse. Aber im Lokal war keine Spur von Chuffi. Das Lokal war zwar gut gefüllt, aber Chuffi fehlte. Ich blieb noch auf ein Bier und ging meiner Lieblingsbeschäftigung nach: „Beobachten und Kommentieren“. Letzteres eher leise 😉 Ich bezahlte und schlenderte die Untere Bachgasse Richtung Rathaus hinab. Das „Moritz“ war gesteckt voll. Ich überlegt kurz im neu renovierten „Orphee“ (übrigens auch das schönste Hotel in Regensburg) einen Milchkaffee zu trinken, um mich wieder aufzuwärmen. Ging dann aber doch weiter, bog rechts ab zum Kohlenmarkt und hörte das Stimmengewirr aus der „Galerie„. Schon von Aussen war zu sehen, dass die Lokalität brechend voll war, aber ich wollte heute nicht in das Gedrängel hinein. Ich schlenderte weiter durch die schmalen Gässchen Richtung Domplatz. Der Dom hat endlich kein Gerüst mehr an den Türmen. Die Sanierung ist also abgeschlossen. Am Posthof angekommen, sah ich die bunten Lichter, die mir schon letzten Freitag aufgefallen waren. Dort hat ein neues Lokal frisch eröffnet – es nennt sich „Die ganze Wahrheit„. Das wollte ich mir doch mal ansehen.

Ich überquerte die Strasse und stieg die Treppe zum Posthof hinauf. Ein Türsteher öffnete die schwere Eichentür und ich betrat das Treppenhaus. Links vom Eingang fröstelte eine junge Dame, die die Garderobe managet. Ich gab meine Jacke ab und beeilte mich zur Stahltür gegenüber zu kommen, ein weiterer Türsteher öffnete diese und ich betrat das „Die ganze Wahrheit“. Ich schwenkte nach rechts und erreichte die „Kaffeebar“. Die Bar selbst sieht etwas improvisiert aus. Der kleine Raum wird von Deckenstrahlern mit Vorsatzfiltern in ein rötliches Licht getaucht. 4 Stehtische und bequeme, kunstlederbezogene, weisse Barhocker prägen das Ambiente. Die beiden Lautsprecherboxen tun sich schwer das Raumvolumen quantitativ und qualitativ zu beschallen.

Es ist laut, durch die kahlen Wände schallt das Stimmengewirr zusammen mit der Musik. In der Kaffeebar und in der angrenzenden Lounge tönt Chillhouse-Musik Café-del-Mar-mässig aus den Boxen, anfänglich noch in angenehmer Lautstärke. Ich setzte mich an die Bar und beobachtete die Leute rund um mich herum, während ich auf meinen Drink wartete. Die blonde (hübsche!) Serviertochter hatte alle Hände voll zu tun, um die Bestellungen abzuarbeiten. Die Preise der Drinks halten sich in Grenzen – z.B. Kaffee 1,90 Euro, Gin-Tonic 5,50 Euro. Aber scheinbar war aktuell die Prosecco-Gesellschaft anwesend. Flaschenweise ging der Perlwein über die Theke. Auch musste ich feststellen, dass die Traditionsbrauerei Kneitinger nun auf die neue Mode mit den 033er-Flaschen umgestiegen zu sein. Es gibt eine Spezialedition mit extra Etikett.

Ich schnappte mir meinen Gin-Tonic und ging in den Lounge-Bereich. An den Wänden hängen Zitatplakate mit Sätzen aus der Bibel zum Thema Wahrheit. Sieben flache, weisse Liegebetten und weisse Tischwürfel laden zum Verweilen ein. Bambuspflanzen in Zinkkübeln ergänzen die Dekoration. Nur die abgehängten Bürodeckenleuchten mit blauen Neonröhren bestückt stören das Ambiente.

Ich setzte mich auf eines der bequemen Möbel und rückte die Kissen zurecht. Maik, ein Kollege aus der „wilden 80er-Zeit“, betrat die Location. Er setzte sich zu mir und wir plauderten. Wir hatten uns lange nicht mehr getroffen und so hatten wir viel zu erzählen.

Zum Schluss schaute ich mir noch die grosse Halle an. Diese war gut gefüllt, aber nicht voll. Von der Decke hängen Glühlampen. An zwei zentralen Säulen ist eine Traverse mit Gurten angebunden. An der Traverse hängen ein paar Lautsprecherboxen und ein paar Strahler. An den Stehtischen lehnt das Partyvolk und diskutiert. An der linken Seite steht eine lange Bar und zwei Ober mühen sich redlich die Drinks abzuarbeiten. Sogar ein VIP-Bereich (ein kleiner Tisch gleich neben der Bar) ist eingerichtet. Nur besteht das Problem (der Nicht-VIPs) darin, dass sie den Thekenbereich nicht verlassen, nachdem sie den Drink erhalten haben. Ergo: Gedränge an der Bar. Der DJ steht an der Stirnseite und spielt Songs aus allen Zeiten (70er bis heute), allerdings ist wegen der miesen nicht ausreichenden Anlage und des hohen Geräuschpegels der Diskutierenden nicht immer zu verstehen, was nun eigentlich gespielt wird oder der Equalizer war über den Limiter abgeregelt an diesem Tag 😉 Unwichtig: „Sehen und gesehen werden ist die Devise!“. Ich trank meinen Gin-Tonic aus und verliess die Location gegen 3 Uhr. Ganz nett der „Schuppen“, nur besser beheizt sollte er sein 🙂


Tanzen in Regensburg – Salsa im Scala am Mittwoch-Abend

29. Dezember 2005

Gestern, Mittwoch, waren wir im „Scala„. Dort findet jeden Mittwoch die Salsaparty statt. Den Club gibt es schon seit 1987 also steht bald das 20jährige an. Mittwoch`s wird dort lateinamerikanische Musik gespielt und wer will kann Salsa, Merengue und dergleichen tanzen. Mike hatte mit Susi vereinbart, dass wir uns im „Scala“ treffen. Susi hatte ihre Freundin informiert – Mike rief Christian und dieser Beat an. Chris und Beat kamen gegen 21 Uhr bei Mike in der Wohnung vorbei. Von dort aus besorgten wir uns ein Taxi und fuhren zum Neupfarrplatz. Gegen 22 Uhr trafen wir dann im „Scala“ ein, zahlten 2 Euro Eintritt und stiegen die Treppen in den Tanztempel hinauf. Das „Scala“ wurde kürzlich etwas umgebaut und erstrahlt nun in modernerem Licht. An der Theke besorgten wir uns erst Mal ein Bier und sahen uns um. Das „Scala“ war gut gefüllt, aber es wurde nicht eng. Das Publikum ist altermässig bunt gemischt. Auf der Tanzfläche und in den Gängen tanzten einige Profis und welche, die es werden wollen. Ich hatte in jungen Jahren in der Tanzschule und später denn im Tanzclub „Blau-Gold“ zwar lateinamerikanische Tänze gelernt (Rumba, Samba, ChaCha, Jive), aber Salsa stand damals nicht auf dem Lehrplan. Ich konnte mir die Tanzschritte der Pärchen so oft ansehen, wie ich wollte, aber irgendwie erkannte ich keine Systematik. Aber alles ist lernbar, odrrr? Susi und ihre Freundin sahen uns und kamen vorbei. Susi bestellte erst mal 4 Tequila – und zwar braunen. Der Shot kostet am Mittwoch lediglich 1 Euro (Ja habe die Ehre!). Kurz darauf erkannte ich meinen ehemaligen Schulkollegen Peter (P4) an der Bar und bestellte die nächste Runde Tequila. Peter ist ein „alter“ Salsa-Profi und tanzt scheinbar schon seit Beginn der Salsa-Modewelle. Seine Freundin Natalie beherrscht die Bewegungen auch perfekt. Also versuchte Peter (P4) die Schritte Susi beizubringen und ich bat Natalie darum. Ok, den Grundschritt hatte ich dann doch recht schnell kapiert und der Tequila tat sein übriges, um die Koordination der Gliedmassen zum Takt der Musik zu erleichtern.

Salsaparty im Scala Regensburg

Peter (P4), Natalie, Mike und Susi beim Freestyle-Salsa-Dancing. (Mehr Bilder hier)

Chris und Beat schien es nicht so toll zu gefallen. Nach einem Bier verkrümelten sich beide wieder. Wir blieben noch für mindestens 2 Runden Tequila und versuchten unsere Salsa-Kenntnisse zu erweitern. Ab etwa 1 Uhr wechselte die Musik und der DJ legte R&B und Funk auf. „Where is the Funk?“ ist übrigens der Standardspruch von Mike, wenn die Musik nicht in seine Geschmacksrichtung geht. Aber dem war nicht so. Mike, Susi, Peter (P4), Natalie und ich gaben Gas auf der Tanzfläche. Der Abend war „weltklasse“ und wir verabschiedeten uns erst gegen 4 Uhr morgens von der Lokalität. Nächsten Mittwoch sind wir sicher wieder dort.

  • Scala Club in Regensburg

Ergänzung: Der Unterschied zwischen „Zypressen“, „Zyprioten“ und „Zypridioten“.

Die Zypressen (Cupressus) sind eine Gattung von Nadelbäumen, in der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae). Trauerzypressen (Cypressus sempervirens) werden seit der Antike kultiviert. Die der Gattung zugeordneten Arten und ihre zahlreichen Kulturformen vertragen Kälte nur eingeschränkt.

Zyprer/Zyprerin (veraltet: Zypriot/Zypriotin) ist der amtliche Eigenname der Bevölkerung Zyperns. Das Adjektiv dazu ist zyprisch oder zypriotisch (nicht aber „zynisch!“) , wobei die Bezeichnungen „Zypriot/Zypriotin/zypriotisch“, besonders im diplomatischen Verkehr, veraltet sind und kaum benutzt werden. Zyprioten wurden früher die Zyperngriechen und Zyprer die Zyperntürken genannt, diese Unterscheidung wird aber heutzutage nicht mehr gemacht. Da die englische Bezeichnung für die Bevölkerung „cypriots“ lautet, ist eine mangelnde Übersetzung Grund für die noch weit verbreitete, allerdings veraltete Form „Zypriot„.

Und „Zypridioten“ sind Leute, die den Unterschied zwischen „Zypressen“ und „Zyprioten“ nicht kennen. 😉 Diesen gebe ich auch den dringenden Rat: „Don`t eat yellow Snow!“