Die Visionen von König Ludwig II in 3D realisiert

15. Dezember 2006

Die Firma Metamatix AG realisierte in jahrelanger Arbeit eine phantastische „Reise in Ludwigs unerfüllte Träume“ innerhalb des Forschungsprojektes „Virtuelles Bayern“. In diesem Projekt werden die wichtigsten Kulturdenkmäler Bayerns digitalisiert – und zwar in 3D-Echtzeitsimulation.

Der Märchenkönig Ludwig der II. von Bayern lebte von 1845 bis 1886 erbaute Schlösser Neuschwanstein, Lindenhof und Herrenchiemsee. Der König starb jedoch viel zu früh unter mysteriösen Umständen. „Kini-Forscher“ entdeckten umfangreiche Pläne der weiteren Vorhaben und Träume des Märchenkönigs, der damals als versponnen und geisteskrank bezeichnet wurde. Aber wie sich nun in 3D herausstellt, sind die verückten Phantasien nach den aktuellen Forschungsergebnissen durchaus realistisch.

Aber sehen Sie sich doch selbst die Träume von König Ludwig II. in 3D an.


Ein Wochenende in Regensburg – Walhalla, Honigmet, Papst, Orphee, Heuport, Vino, Tapas, Zap, Christkindlmarkt

12. Dezember 2006

Letztes Wochenende begleitete mich Moni nach Regensburg. Wir fuhren gegen 18 Uhr in Zürich ab. Der Verkehr auf der Nordtangente behinderte uns aber erheblich – zähfliessend ging es bis hinter Winterthur und wir verloren fast eine Stunde. Dann lief es aber vollkommen reibungslos weiter über St. Gallen, St. Margreten und Bregenz. In Lindau stand der der obligatorische Stopp bei McDonalds an. Dort hatte man das Konzept ergänzt und einen McCafe mit gemütlichen Loungesesseln, Kaffee und Kuchen eingerichtet. Wir nahmen drei Tiramisu-Stücke mit und einige Burger zur Stärkung für unterwegs. Dann begann es zu regnen, aber das hielt uns nur kurz auf. Nach genau 5 Stunden erreichten wir Regensburg. Wir verliessen bei Prüfening die Autobahn und ich fuhr für Moni eine Sightseeing-Tour durch die Innenstadt – am Dom vorbei und am Emmeramsplatz. Anschliessend rief ich Mike an und bestellte den obligatorischen Begrüssungs-Kaffee.

Felix nahm sofort Moni in Beschlag und liess sich verwöhnen. Danach genehmigtenwir uns eine gute Flasche Wein und planten die Ziele für Samstag.

Am Samstag regnete es englisch. So fuhren wir gegen Mittag nach Donaustauf zur „Ruhmeshalle der Teutschen – Die Walhalla„. Erbaut über der Donau von König Ludwig den I. im Stil eines griechischen Tempels. Als Vorbild diente das Parthenon auf der Akropolis in Athen. Wir standen allerdings erst mal eine halbe Stunde vor verschlossener Tür – wir waren zu früh dran. Erst um Punkt 13 Uhr öffnete sich die schwere Kupfertür und man liess und ein in die Marmorhalle. In der Walhalla sind über 120 Köpfe und 64 Tafeln berühmter Persönlichkeiten der deutschen Geschichte verewigt. Die Reihe der Büsten beginnt mit dem deutschen König Heinrich I. (»der Finkler«) und endet vorerst mit Sophie Scholl (Mitglied der »Weißen Rose«; Aufnahme der Büste: 22.02.03). In den warmen Monaten trifft sich auf unter den Säulen auf den Stufen mit herrlichem Blick über die Donauauen die Jugend – aber auch für Frischverliebte ist dieser romantischer Fleck ein beliebtes Ziel. Auf der Rückfahrt nach Regensburg schilderten Mike und ich einige Begebenheiten aus früheren Zeiten. 😉

Dann nahmen wir das DEZ – das Donaueinkaufszentrum – in Augenschein. Während ich mir einen Haarschnitt verpassen liess, gingen Moni und Mike „schöppelen“. Wir trafen uns im im Stamm-Café „Café-Centro“. Gegen 14 Uhr fuhren wir in die Innenstadt und fanden in all dem vorweihnachtlichen Einkaufswahnsinn zufällig im Innenhof der Regierung der Oberpfalz einen Parkplatz. Wir schlenderten durch den Regen mit dem Ziel den Regensburger Christkindlmarkt am Neupfarrplatz zu besuchen.

Es regnete immer noch und so war der Christkindlmarkt bedeckt von unzähligen Regenschirmen. Wir wanderten kurz durch die Stände und zogen es dann vor zum Lucrezia-Markt beim Alten Rathaus zu gehen. Der Lucrezia-Markt ist der Kunsthandwerk-Christkindlmarkt in Regensburg. Dort genehmigten wir uns zum Aufwärmen einen heissen Honigwein (Met) und sahen uns die verschiedenen schönen Marktstände an.

Als es langsam dunkel wurde, gingen wir bei der „Bodega Vinos y Tapas“ vorbei. Wir wollten für den Abend einen Tisch reservieren, was sich als etwas schwierig heraus stellte. Es wurde uns dann vorgeschlagen, etwas später am Abend zu kommen – da wäre dann sicherlich etwas frei. OK, kein Problem. Wir schwenkten durch das „Hotel Orpheé“ und bewunderten die lustigen Wandplakate und das interessante Angebot Miesmuscheln und Champagner zu geniessen. Der Regen und die Kälte, sowie der Hunger trieben uns in trockenere Gefilde. Wir hatten die Entscheidung zwischen „Kneitinger“ und „Gravenreuther“. Wir entschieden uns zu letzterem, was sich später als Fehler herausstellte. Das Schild „geschlossene Veranstaltung – graue Panther“ hätte uns warnen sollen. In der gemütlichen Gaststube war alles reserviert – sogar die „Sonntagsmaler“ waren da. So mussten wir mit dem Wintergarten Vorlieb nehmen. Auch war die Bedienung scheinbar etwas gestresst. Hinzu kam, dass es keine „Pfannengerichte“ mehr gab. Aber Schweinebraten gab es noch – und den wollten wir haben – mit Kraut und Reiberknödl. Leider hatte es nur „Bischofshof-Bier“. Dafür am Tisch sassen im Eck scheinbar „die, die immer da sitzen“ und da war eine echte Stoiber-Karikatur dabei.

Vor dem Abend wollten wir uns zuerst etwas vom Ausflug erholen und ausruhen. Auf dem Nachhauseweg fuhren wir noch beim C&C-Meister vorbei. Ich besorgte noch eine Kiste Weltenburger Weissbier und Mike fand für die Betriebsweihnachtsfeier einen Weihnachtsmann „mit Gebläse“ für gerade 20 Euro.

Der sich selbst aufblasende Weihnachtsmann wurde während sich Moni in die Decke einmummelte sofort ausgepackt und im Wohnzimmer vor dem Fenster ausprobiert. Mit einem Kaffee wärmten wir uns auf und legten eine Pause ein. Erst um 21 Uhr rappelten wir uns auf und machten uns für den Abend fertig. Mit dem Taxi fuhren wir zum Domplatz.

Wir besuchten das „Haus Heuport“ und genossen das Ambiente bei einem Chüpli bzw. zwei Bier. Das „Heuport“ liegt genau gegenüber der Hauptportale des Doms und befindet sich in einem mittelalterlichen Patriziergebäude (erbaut im 12. Jahrhundert) mit grossem Innenhof. Glücklicherweise konnte um 1900 verhindert werden, dass das Gebäude einer Strassenbaumassnahme zum Opfer fiel und so erstrahlt das Gebäude nach mehreren Restaurierungen wieder im alten Glanz. Zum Lokal „Heuport“ zählt der grosse Ballsaal – der gotische Festsaal.

Gegen 23 Uhr wechselten wir die Location und gingen in die „Bodega Vinos y Tapas„, welche sich im ehemaligen Club „Sudhaus“ befindet. Moni bestellte an der Theke die Tapas in ausreichender Stückzahl und wir nahmen einen Rotwein dazu. Dann liessen wir uns es so richtig schmecken. Wir verratschten uns unendlich und so bemerkten wir beinahe nicht, dass wir auf einmal die letzten Gäste waren.

Wir verliessen die spanische Beiz und wechselten ins „Zap„. Das „Zap“ ist eine Institution im Nachtleben von Regensburg. Die Parties legendär. Edo legte gute Musik auf, Barkeeper Alf versorgte uns durchgehend mit Getränken und Türsteher Michl war etwas grantig, weil er keinen Tex trinken durfte, was auf einen aussergewöhnlichen Termin bei der Staatsmacht am Morgen zurückzuführen war. Auch hier blieben wir bis zum Badeschluss gegen 5 Uhr morgens und wanderten zum Kornmarkt mit dem Ziel „Würstl-Toni“. Allerdings belagerte eine Hundertschaft ausgehungerter Partygänger den Würstlstand, was uns bewog gleich das nächste Taxi zu besteigen und zu Mike’s Hütte zu fahren.

Moni fand ihren Lieblingsplatz gemütlich und schlummerte nach kurzem Aufbäumen bald ein. Mike hielt etwas länger durch, was man ihm am nächsten Morgen Mittag ansah.

Ich hatte mich mit Andrea verabredet und so holten wir sie gegen 15 Uhr ab. Von Regen keine Spur und nur wenige Wolken verdeckten die Sonne. Wir fuhren wieder in die Innenstadt, um diesmal wirklich den Christkindlmarkt zu geniessen. In der Arnulfsplatz-Tiefgarage fand ich glücklicherweise einen der begehrten Parkplätze. Die Strassen füllten Unmengen an Sonntagsausflüglern, aber es hatte eigentlich nie ein grösseres Gedränge. Zuerst stärkten wir uns mit je einer Knackersemmel „mit allem“ (sau’re Gurkerl, süsser Senf und Meerrettich). Anschliessend führten wir uns noch je ein Paar Bratwürstl mit Kraut in ein original Regensburger Schwarzer Kipferl gezwängt zu Gemüte. Glühwein liessen wir aus. Stattdessen zogen wir es vor dem Trubel zu entgehen und ins „Café Paletti“ etwas auszuspannen.

Gegen 18 Uhr brachen. Wir fuhren Andrea und Mike nach Hause. Dann packten wir unsere sieben Sachen und starteten auf die Heimreise nach Zürich. Leider war das Wochenende in Regensburg viel zu kurz. Aber nächstes Weekend begleiten mich Jacky und Chris und dann „schau mer amal“.


The Woidboyz – The Muh Vieh

7. Dezember 2006

Die Niederbayerische Gerüchteküche brodelt. In der letzten Folge „Slanguage oder Was sagst Du“ (23.11.2006) des einzig live im Internet sendenden Hochschul-Fernsehkanals „Doschauher.tv“ der Fachhochschule Deggendorf wurde der Trailer zum abendfüllenden Films gezeigt: „The Woidboyz – The Muh Vieh“.  Der Trailer beginnt übrigens bei 01:04:00.

Angekündigt ist die mit Spannung erwartete Premiere für „Dezember“. Der Film soll ausschliesslich über die Website www.woidboyz.com als DVD verkauft werden.  Aber noch ist die Website nicht erreichbar. Bis weitere Informationen durchsickern, bleibt uns also nur die bisherigen vier kurzen „Wildboyz-Episoden“ zu geniessen und uns einzustimmen.


Siemens-Affäre – Von 20 auf 200 Millionen und von 12 auf 50 Beschuldigte

7. Dezember 2006

Als 30 Büros der Siemens AG in Deutschland Mitte November überfallartig durchsucht wurden und die ersten Meldungen an die Öffentlichkeit kamen, handelte es sich noch um einen „niedriger 2-stelliger Millionenbetrag“. Dann vermeldete die Staatsanwaltschaft, dass gegen 12 Personen Ermittlungen eingeleitet wurden. Nach 20 Millionen standen schnell 200 Millionen im Raum. Und nun scheint die Mitwisserschaft auf 50 Personen inkl. des ehemalige Zentral-Vorstandsmitglied Thomas Ganswindt, der in den kommenden Tagen als möglicher Beschuldigter erstmals vernommen werden soll, vergrössert zu haben. Wie gross ist der Eisberg? Und: Wieviele Akten wurden mittlerweile in anderen Unternehmen vernichtet?

Siehe auch


Events St. Gallen – Los dos y Compañeros in Hundwil (30.12.06)

23. November 2006

Kaum zu glauben, aber wahr: Die Amberger Salsa Guerrilloeros „Los dos y Compañeros“ kommen in die Schweiz! Genauer gesagt nach Hundwil im Kanton St. Gallen. Noch genauer gesagt, treten die 11 Verfechter der Salsa-Musik gewürzt mit Oberpfälzer Texten im „Restaurant Bären“ am 30.11.2006 auf. Das ist ein MUSS! Sollte ich nicht grad ausgeflogen sein, so werde ich mir die Jungs sicher anhören und ansehen.

Event: Los dos y Compañeros – Live

Wann: Samstag 30.12.2006

Wo: Restaurant Bären in Hundwil (St. Gallen)
Dorf 34
9064 Hundwil
Tel.: 071 393 7015
info@restaurantbaeren.ch


Vor sieben Jahren – 2x Dauerchat-Weltrekord gebrochen

22. November 2006

Durch ein Interview und durch Mam’s „40 Jahre Peter – Das Buch“ wurde ich wieder daran erinnert. Muss ich wahnsinnig gewesen sein. Vor sieben Jahren war das. So lang her? Da war ich noch jung und verrückt. Nun bin ich nur noch verrückt 🙂

1999 war ich noch regelmässig im Chat „Atlantis“ unterwegs. Der gibt es schon lange nicht mehr. Das war ein ganz „antiker“ Chat. Per Button musste noch selbst aktualisiert werden. Das hatte aber den Vorteil, dass dieser Chat für „Kiddies“ nicht interessant war. Auch gab es keine „Privates“ oder sowas ähnliches. Das hat mich bei den anderen Chats immer genervt. Man sah 153 User im Chat und in der Lobby schrieb keiner. Absolute Gruppenbildung. Das gab es im „Atlantis“ eben nicht. Jeder sah jeden und las alles von jedem. Besser war das. Viele Abende verbrachte ich vor der Mattscheibe und tippte drauf los. Daraus ergaben sich Freundschaften, die noch heute lose halten. Zu „Mr.L“ beispielsweise oder „Anaconda“ und „Lukas“. Letztere besuchte ich letztes Jahr in Heidelberg. Es fand sogar eine richtige „Chatterhochzeit: Momo und Bubu“ statt. Nein, nicht virtuell. Die beiden lernten sich im Chat kennen und lieben. Ach und „Traumtänzer“ und „Anja“ gab es damals auch noch eine Hochzeit. Regelmässige „Chattertreffen“ zu Geburtstagen in Regensburg und Viernheim waren der Hammer. Die Chatter, die man sonst nur vom Schreiben kannte einmal richtig zu treffen und zusammen zu feiern.

Ja, und dann las ich eine Pressemitteilung von Berlin.de: „Auf der IFA99 in Berlin soll der Dauerchat-Weltrekord von 59 Stunden geknackt werden. Hierfür werden 4 Teilnehmer gesucht. Bewirb Dich per Mail“. Da werden bestimmt massenhaft Leute schreiben, dachte ich. Egal, als Bayer könnte man die „Praisn“ schon mal etwas aufmischen. Also sendete ich eine Bewerbungsmail – kurz und knackig. Vergass diese dann aber auch wieder. Einige Wochen später kam Post von Berlin.de. Man bat einen Bogen auszufüllen und zurück zu faxen. Das war schnell erledigt. Und tatsächlich kam ein paar Tage später die schriftliche Einladung. Nun versucht mal 14 Tage vor der IFA in Berlin einen Flug zu bekommen. Weil, hinfahren wollte ich von Regensburg nicht. Da bin ich ja schon nach der Anreise fertig. Ich bekam einen Bussiness-Flug und besorgte mir einen Leihwagen (sogar mit Navi!). Nach der Anreise ging es zum Doktor und zum Belastungstest (EKG).

   

Dann sahen wir uns die „Aquarien“ – wie wir die verglasten 2er-Kabinen nannten – in einer der Messehallen auf der IFA an, testeten die Rechner und gingen schlafen. Am nächsten Tag um 9 Uhr ging es los.

  

Chatten bis die Finger knacken. Nein, so schlimm war es nicht. Innerhalb von einer Stunde hatte man 5 Minuten Pause. Diese 5 Minuten konnten gesammelt werden. Chatten musste man folgendermassen: Pro Minute mindestens zwei sinnvolle Sätze. Kein „Copy and Paste“.

 

Niemals den Chatraum verlassen, ausser während der Pause. Schlafen war nicht. Aber Duschen und dergleichen war dann schon mal drin. Während der Öffnungszeiten war es im Chatraum unsagbar voll. Ohne direkte Ansprache im Text ging da gar nix. Richtig langweilig war es dann erst ab 3 Uhr nachts.

  

Neben der süssen Jenni in „real“ lernte ich eine Lady „virtuell“ aus Amerika/Florida kennen. Durch die Zeitverschiebung war es für sie einfach regelmässig vorbei zu schauen. Die Presse war regelmässig da. Funk und Fernsehen belagerte die beiden Aquarien.

  

Eine weitere Auflockerung hatte ich auch rein visuell. Der Messestandbetreiber gegenüber hatte die „Miss Germany 1999 – Yvonne Wölke“ engagiert. Eine Augenweide. Nach 53 Stunden schlief der erste ein. Aber die anderen 2 und ich hielten fast 62 Stunden durch (61 Stunden 50 Minuten). „Yummy“ Susanne Clark überliessen wir beiden Männer den Sieg. Wir konnten nicht gleichzeitig aufhören.  Sie bekam einen MAC und wir Männer je zwei Tickets nach NewYork.

   

Ich wandelte dieses dann in zwei Tickets nach Florida um, wo ich dann die „Lady aus Florida“ und ihre Familie besuchte. Auf dem Rückflug von Berlin nach München hatte ich auch noch eine lustige Begegnung. Ich sass in der Business-Class linken Reihe am Mittelgang und „Beinhard Werner Brösel“ sass direkt gegenüber. Zuerst erkannte ich nur seinen Bruder, der zwar am Fenster sass, aber gleichzeitig mit mir einen Kaffee nachbestellte. Brösel grinste und ich grinste zurück. In München angekommen stand direkt neben einem Aschenbecher am Gepäckband und wartete auf auf meinen Koffer. Jemand tippte mich an und fragte leise „Haste mal ne Fluppe?“.

  

Ich dreh mich um und flüsterte zurück: „Wenn Du mir unauffällig ein Autogramm gibst!“. Unauffällig? Er zog eine Autogrammkarte aus der Lederjacke, bat mich um einen Kugelschreiber und unterschrieb auf meinem Rücken. Karte gegen „Fluppe“. Feuer gab ich ihm auch noch. Dann standen wir beide am Aschenbecher und plauderten. Er und Brüderchen sind zur Premiere von „Werner – Volles Rooääää!!!“ in München. Sein Bruder kam nach und rauchte auch erst Mal eine. So standen wir zu dritt um den Aschenbecher und frotzelten über die Leut‘ rund um uns rum, über den Zoll der uns sicher rausziehen wird und tonnenweise Bölkstoff im Koffer findet und dann selber trinkt. etc.etc. Das war im September 1999.

 

Zwei Monate später klingelte im Büro mein Telefon. „Antenne Bayern“ wär dran. Ob ich der „PeterPan“ wäre, der in Berlin den Weltrekord geknackt hätte. Ich beantwortete die Frage und der Gesprächsgegenüber teilt mir mit „Wir sind live on air“. Wie meinen? Er fragte, wie das so war, über was wir geplaudert hätten und ob ich es wieder versuchen würde. Äh! Warum nicht. Es gäbe da einen weiteren Weltrekordversuch – der würde am Donnerstag anfangen. Ich entgegenete „Wenn mein Chef mir frei gibt – klar!“ Ob der „Chef“ da sei, war die Frage. Ich blickte über die Schulter und Herr Driessle war da. Ob er den „Chef“ sprechen könnte – ich leitete das Telefon um und verband die beiden. Nicht ohne den Hinweis „Chef, Sie sind live im Radio“. Mein Chef gab mir natürlich die Erlaubnis. Und so startete ich mit 25 weiteren Chattern verteilt über ganz Bayern in verschiedene Internet-Cafés den 2. Dauerchat-Weltrekord.

  

Diesmal war die Anreise einfach. Das Internet-Café war in Regensburg in der Glockengasse. Auch die Nächte waren leichter zu „überleben“; denn ich hatte Besuch ohne Ende. Nach 62 Stunden wurde der alte Rekord von Berlin eingestellt und die Parties live im Radio übertragen. Mein Interview konnte man fast nicht verstehen, weil im Regensburger Internet-Café gefeiert wurde ohne Ende. Aber ich konnte nur kurz Pause machen; denn es galten die gleichen Regeln wie in Berlin. Aber ich hatte meine Leibspeise geschenkt bekommen: „Zwei lange Braune mit allem, a Bretzn und an Kaffee“. Und so schafften wir das Limit für Dauer-Wettbewerbe: 72 STunden! Sonntag Mittag war es vollbracht. Anschliessend gingen wir noch Pizza-Essen und ich danach für 24 Stunden ins Bett.

Antenne-Bayern-Chat-Weltrekord Pressemeldung

Die Meldung vom Chat-Weltrekord ging auch in Regensburg durch die Medien. „Blizz“ berichtete genauso wie die „Mittelbayerische Zeitung“. Ein paar Tage später war ich dann auch im Regionalfernsehen. Die Videokassette habe ich auch noch rumliegen.

Wer mich oder die anderen im Guinessbuch der Rekorde sucht, wird nix finden. Warum? Der lese hier. Nö, mir reichen die Erinnerungen. Der Eintrag ins Buch bringt mir zusätzlich nix.

Übrigens: Knacken kann man den Rekord nur noch durch die Anzahl an Personen. Die Länge des Rekordes wurde auf 72 Stunden begrenzt. Wir waren 25 beim „Antenne-Bayern“-Dauerchat-Weltrekord.


Die Woidboyz – Der Bayerische Wald, unendliche Langeweile

15. November 2006

Mit diesen Worten fängt das erste Video der „Woidboyz“ an. Die in diesem Video mitwirkenden Chaoten parodieren einfallsreich die MTV-Sendung „Wildboys“ auf Niederbayerisch.

Die beiden fetzen durch den Bayerischen Wald, testen mit dem blossen Hintern die bayerische Brennnessel, die schärfste Brennnessel der Welt, rauchen bayerisches Gras, das magische Kräfte verleiht und die Akteure in rosa rammelnde Häschen verwandelt, stellen das einzig wahre Fortbewegungsmittel vor (eine Zündapp), treffen bei einer wilden halsbrecherischen Fahrt auf typisch bayerische biertrinkende Ordnungshüter, werden von diesen zum Bierholen geschickt, zapfen frische Milch aus dem Euter friedlicher Kühe, schmusen mit echten Frauen, und hauen im nahen Misthaufen „so richtig auf die Kacke!“

In Teil 2 der Bayerischen Woidboyz-Serie surfen die Darsteller auf einer Gummipuppe auf der perfekten Welle, ziehen hart eine Enthaarungpackung durch die Oberschenkel für eine blanke Bikinizone, kraulen zu „Titanic-Sound“ durch einen Baggersee und liefern sich eine wilde Bierverfolgungsjagd mit der grünen Obrigkeit, retten nach Baywatch-Mannier einen der Verfolger aus den Fluten samt anschliessender Wiederbelebung. Im Abspann läuft dann ein professionelles „Making of“.

Die Woidboyz arbeiten auch in der für sie typischen Art die Fussball WM 2006 auf.

Mit „Schau hi, Schau wer – 3 Räume, 3 Männer, 1 Frau, 1 Entscheidung“ wird von den Woidboyz die Sendung „Roomraiders“ auf das niederbayerische Korn genommen. Die gschammige Joseffa im rosa Dirndl schaut sich die Singlebuden vom Metzger „Jaques“, dem Import-Export-Fachmannes „Jay“ und und vom superweichgespülten Hairstylisten „Justin“ an, um sich am Ende für ihren Trammann zu entscheiden.

Nach etwas Suchen im Internet fand ich bei Chapi:de heraus, dass die Filme aus der FH Deggendorf kommen, Fachbereich/Studiengang Medientechnik. Äh, das kenne ich doch!

Erstens vom Studienbereich Elektrotechnik durch das Fach Gebäudesystemtechnik EIB und zweitens ist dort Freund und Kollege Robert bei eben diesem Studiengang mit dem Internetsender doschauher.tv aktiv. Hier noch ein Presseartikel zu einer der Sendungen aus der „Deggendorfer Zeitung“

Was beweist: Die Welt ist sooo klein.


PeterPan`s Geburtstag – Bilder von 2 Parties

13. November 2006

PeterPan wird ja eigentlich nicht älter 🙂 bis er seine Wendy findet und irgendwann küsst. Aber trotzdem feiert er jedes Jahr Geburtstag. Am 04.11.2006 – diesmal ein Samstag – war es soweit. Die erste Geburtstagsparty stieg in Regensburg.

Gute Freundinnen und Freunde fanden sich in der Wohnung von Brüderchen Mike (Hook) ein, um des Abends zusammen zu feiern. Als um 1 Uhr Morgens die letzten Gäste den Heimweg antraten, sannen die Brüder nebst Chris (de la Radde) an der Ü30er-Party an der Uni Regensburg den Abend ausklingen zu lassen.

Am letzten Freitag den 13.11.2006 gab es dann Teil 2 – einen bayerischen Geburi-Apéro – in Züri. Etwa 50 Freunde und Kollegen kamen zusammen, um bei Bayerischer Musik (Danke Mam) und Bayerischem Essen mit mir Geburtstag zu feiern.

Gefeiert wurde mit Kneitinger- und Weltenburger-Bier, es gab Weisse, Leberkäs und Händelmeier-Senf mit echten Brezen. Für Mädels organisierte ich Dirndl und ich selbst zog mal wieder eine Hirsch-Lederhose an. Auch hier lief die zünftige Party bis nach Mitternacht.

Die Bilder von beiden Geburtstagsparties sind nun online:


Events in Regensburg – Halloween-80ies-Party im Club Scala

31. Oktober 2006

Heute ist Hallo-Wien – äh Halloween – und da morgen ein Feiertag ist, findet im Club-Scala in Regensburg eine Party statt: „Remember the 80ies“. Beginn 23 Uhr. Special von Heute: „Longdrinks zu Preisen wie in den 80ern“.


Mike packt Koffer

9. Oktober 2006

Mike packt Koffer. Und das schon seit Stunden. Morgen Nachmittag geht es los. Der Jahresurlaub steht an. Nein, diesmal geht es nicht nach Teneriffa. Der Zielort ist weit – sehr weit – weg: 2 Tage Singapore und 17 Tage Bali. Und Mike weiss nicht, was er einpacken soll. Und worin überhaupt? Zuerst wollte er den grossen Hartschalenkoffer nehmen.

Ich konnte ihn aber davon überzeugen, dass die paar Dinge, die er für Bali brauchen würde locker in den kleinen Trolley passen würden. Gegen 18 Uhr fragte er sich, was er mitnehmen sollte. Ich gab folgende Tipps: 5 T-Shirts, 5 Unterhosen, 5 Paar Socken, Badehose, kurze Hose, Jeans, 2 Hemden, Turnschuhe, Sonnenbrille, Pass, Geldbeutel, MP3-Player, Digicam, Tickets und das „Schönheitstäschchen“. 🙂

Jetzt ist es kurz nach Mitternacht. Also Stunden später hat er es doch geschafft ein Handtuch in den Koffer zu legen. Mal sehen, wann der Rest drin ist. 🙂