Emsworth and Portsmouth


Das Navi führt mich zielsicher in das Zentrum von Emsworth. An das „Linksfahren“ habe ich mich mittlerweile auch etwas besser gewöhnt. Ebenso an die vielen Kreisel. Sofort finde ich den Carpark und schaue mich dann ein wenig in dem Städtchen um.

 

Dabei stolpere ich über „Heidi´s Swiss Patisserie“ – eine Schweizer Konditorei? Das muss ich mir näher ansehen. Tatsächlich, es gibt dort Kuchen und Gebäck swiss-like. Ich setze mich und bestelle erst mal einen Kaffee und ein Erbeertörtchen. Nach langem warten kommt beides. Der Kaffee ist sauheiss aber das Törtchen schmeckt vorzüglich. Am Tisch gegenüber nimmt eine Dame einen Toast mit Bohnen zu sich. Ich trinke den Kaffee aus und bezahle. Ich frage die Servierlady nach dem Hotel und sie erzählt mir, wie ich dahin komme.

Dann verlasse ich die Bäckerei und gehe zum Hafen von Emsworth. Die Tide setzt gerade ein und ein paar Segler machen sich in See zu stechen. Es ist windiger als die Tage zuvor und Wolken ziehen auf. Ich wandere um die Kaimauer und schiesse ein paar Bilder. Dann drehe ich um und gehe zum Parkplatz zurück, steige in den Wagen und fahre zum Hotel.

Das Hotel liegt an der Hauptstrasse Richtung Portsmouth. Ich checke ein und trage meine wenigen Habseeligkeiten in das Zimmer. Das Zimmer hat unteren Standard, aber was soll`s. Ich bin eh nur eine Nacht da. Sofort besteige ich das Auto wieder mit dem Ziel mir Portsmouth anzusehen.

Das Navi führt mich zufällig genau an den historischen Hafen. Zufällig deshalb, weil ich nur den Ort, aber nicht die Strasse kenne und einfach Seasite eingebe. Dann geht es auf die Autobahn und nach Portsmouth. Von weitem ist das antike Segelschiff „Victoria“ und ein hoher Turm zu sehen. Ich parke das Auto und wandere in das Hafenviertel. Das Wetter ist schlechter geworden und es hatte unterwegs kurz geregnet.

Das antike Hafenviertel hat etwas non einem Miniatur-Disneyland. Am Eingang kann man Tickets für die Sehenswürdigkeiten kaufen. Besichtigungen der „Rose Mary“ und „Victoria“, sowie Hafenrundfahrten und diverse navale Museen. Auch das D-Day-Museum ist darunter.

Nix da. Ich habe aber keine Lust auf Touri-Aktivitäten und schiesse nur ein paar Pix von den grossen Seglern vergangener Tage. Dann schnell wieder raus aus dem Nudeltopf.
Nach nicht mal einer Stunde Aufenthalt sitze ich wieder im Auto und fahre zurück in das kleine ruhige Emsworth.

Dort angekommen stelle ich das Auto wieder auf dem kleinen Grossparkplatz ab und gehe zu dem Tapas-Restaurant, welches ich am zentralen Platz gesichtet hatte. Gute Musik aber Menschenleere empfängt mich. Hinter der Theke putzt ein Waiter Gläser. Ich frage, ob das Lokal schon geöffnet hätte. Dem ist so, nur aktuell sei die etwas ruhigere Zeit. Somit ordere ich „half a pint“ und ratsche etwas mit dem Waiter. Nach einer halben Stunde wechsle ich die Lokalität und setze mich vor „The blue Bell“ – Einen Pub. Nun bekomme ich langsam Hunger und ich gehe zurück, um mir ein paar Tapas zu bestellen.

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