Das Wetter war weltklasse. Blauer Himmel und nicht eine Wolke zu sehen. Am Freitag hatte ich Andrea bei der 80ies-Party im Scala getroffen und wir hatten uns um halb Zwölf zum Brunchen verabredet. Trotz nur 4 Stunden Schlaf, kam ich recht gut aus den Federn. Schnell geduscht und einen Kaffee gemacht. Dann fuhr ich in die Stadt. Andrea hatte verschlafen und wir verabredeten uns um 1 Uhr. Die nette Maus Andrea kenne ich schon sooo lange – noch aus der „Factory“-Zeit. Sie hat eine passable CD- und LP-Sammlung und wir schwelgten ausgiebig in Erinnungen. Anschliessend fuhr ich zum DonauEinkaufZentrum. Meine Haare verlangten nach einer Kürzung.
Frisch gestylt machte ich mich um 19 Uhr zu Fuss auf den Weg an der Donau entlang zum Donaumarkt. An der Donaulände hatte eine Flusskreuzfahrtschiff aus der Schweiz festgemacht.
Entlang der Thundorferstrasse waren die üblichen Fress- und Trinkstände. Auf zwei Bühnen begannen die Konzerte. Hannes Ringelstetter alias „Schinderhannes“ war grad beim Soundcheck, als ich die Fotos schoss.
Da ich mich mit Chris und Beat vor dem Reisebüro Venus verabredet hatte, schlenderte ich an der „Historischen Wurstkuchl“ vorbei weiter Richtung Goliathstrasse. Auf den Strassen rund um die Steinerne Brücke drängelten sich die Massen.
Chris, Beat und meine Wenigkeit wanderten dann über die Steinerne Brücke. Dort gaben Apache-Indianer ein Konzert. In StadtamHof spielte die GongFM-Band. Aber ab 22 Uhr war musikalischer Feierabend. Überhaupt keine Musik mehr! Nirgends! Keiner der Stände hatte auch nur einen Radiowecker dabei. Das hatte ich noch nie erlebt. War das Fest zu einem Trink und Fressgelage umfunktioniert worden? Schade. 😦 So verlagerte sich das Festgeschehen bei schönstem Wetter in die geschlossenen Räumlichkeiten der Lokale in der Stadt. Falls man reinkommt. Wenn das beim „Jazzweekend“ nächstes Wochenende in Regensburg genauso ist, dann wird das eine traurige Angelegenheit am Abend.
Apropos „Reinkommen“: Bestes Beispiel für „provinzielles Bemühen im Rahmen der Fähigkeiten eine VIP-Selektion durchzuführen“ zeigte sich bei der „Orange-Bar“. „Hier kommen nur Stammgäste rein“, war die dumpfe Antwort zweier Türsteher – einer davon allerdings mit militaristischem Äusserem und wenig Weiblichem an sich. Die „Orange-Bar“ ist angeblich die „In-Lokalität“ momentan. Wobei die Betonung auf „momentan“ steht. Es ist auffallend, wie häufig Lokale in Regensburg mal schnell aufgemacht werden – sich zur In-Lokalität entwickeln – und anschliessend in die Bedeutungslosigkeit fallen oder wieder schliessen. Die Gäste wandern scheinbar immer mit – die Stammgäste. Das ist eben der Unterschied zu Zürich: Dort etablieren sich die „In-Lokalitäten“ durch ansprechende kulturelle Angebote, gutes Essen oder Veranstaltungen. Nicht durch „Schnell eröffnen – Pseudo-In – Wieder schliessen“.
Mike stiess gegen 23 Uhr zu uns und wir besorgten uns an einem Stand eine Halbe Kneitinger. Anschliessend gingen wir noch auf einen KubaLibre ins „Peaches“.
Als die letzten Stände schlossen, entschlossen wir uns ins „Zap“ zu gehen. Dort trafen ich die „Wilde Hilde“ zusammen mit ihrem Freund (*heul* Name vergessen *tztztz*).
Wir blieben bis zum „bitteren Ende“. Gegen 5 Uhr morgens wanderten wir noch zum Frühstücken zum „Würstl-Toni“. So gemütlich, wie es am Freitag dort war – so ungemütlich war es an diesem Morgen. Die Meute schien schon tagelang nichts mehr Festes zu sich genommen zu haben. Die Drängelei und die dämlichen Sprüche toppten diesmal alles. Die Krönung aber war eine Gruppe von jungen Amis. Speziell die „Witzfigur“ auf dem letzten Bild rechts stach durch seine Arroganz und Dämlichkeit alles aus. Gibt es eigentlich auch eine PISA-Untersuchung in den Staaten?
Um 6 Uhr morgens nahmen wir uns ein Taxi und fuhren nach Hause.
Anmerkung: Sehr interessant ist die Tatsache, dass mein Blog regelmässig von Freunden und Bekannten gelesen wird. Rainer – Chefe vom Zap – z.B. meinte, er lese meinen Blog ab und zu und ich solle etwas über das ZAP schreiben. Michel Gabler hatte ich am Freitag am Haidplatz getroffen. Er sei regelmässiger Leser meines Blogs. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich von meinen Lesern (am Freitag waren es über 600) einen Gruss per Comment bekommen würde 😉 Also auf geht`s!




















Veröffentlicht von PeterPan 





