ideesuisse.ch – Archiv der Schweizer Radio- und Fernsehgesellschaft online

7. Juli 2006

Bei heise.de habe ich einen Artikel von Tom Sperlich gefunden. Darin wird berichtet, dass die Schweizer Radio- und Fernsehgesellschaft SRG SSR idée suisse ihr reichhaltiges Angebot an Radio- und Fernsehsendungen online zur Verfügung stellt. Die SRG SSR wurde 1931 gegründet und archivierte seitdem sämtliche Beiträge zum täglichen Geschehen in der Schweiz und der Welt. Diese Schweizer Chronik aus dem Blick der Medien steht nun auf der Website der SRG SSR idée suisse der Öffentlichkeit zur Einsicht bereit.

Zitat: „Die neu eingerichtete audiovisuelle Archiv-Site umfasst derzeit neun Rubriken zu den Bereichen Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Sport sowie zum Alltag in der Schweiz. Jede Rubrik umfasst mehrere Dossiers aus verschiedenen Themenbereichen mit Ausschnitten aus Radio- und Fernsehsendungen in den vier Landessprachen der Schweiz sowie aus Schweizer Filmwochenschauen. Sie sollen, so die SRG, „regionale Besonderheiten und Sichtweisen zu wichtigen Ereignissen und gesellschaftlichen Debatten zeigen“.

Ideesuisse.ch gibt auch Einblick in die Mediengeschichte und verdeutlicht, wie sich die Radio- und Fernsehberichterstattung seit Einführung des Radios in den 30er Jahren und des Fernsehens in den 50er-Jahren entwickelt hat. Hintergrundtexte in den Rubriken liefern Zusatzinformationen, mit einer Suchfunktion kann nach AV-Dokumenten gefahndet werden. Die Clips werden in einem separaten Real-Player-Fenster abgespielt, die Videos sind in 450 oder 160 kBits/s codiert. Das Angebot soll laut SRG SSR idée suisse laufend erweitert werden, bis Ende des Jahres sollen rund 400 Ausschnitte online gestellt sein.“

Die Rubrik „Beliebteste Clips“ sortiert – wie der Name schon sagt – die Videos nach deren Abrufzahlen. Eine Suche nach Begriffen vervollständigt das Angebot.

Beispiele aus dem reichhaltigen Archiv:

Beispiele aus den Dossiers:

Das Angebot wird laufend erweitert.


Ab sofort füge ich mich dem Bloggerkodex!

7. Juli 2006

Ich fasse es nicht – was es alles gibt!?! Beim Blog mit dem ausgefallenen Titel „Die Welt ist Scheisse“ fand ich soeben den Bloggerkodex, welchem ich mich ab sofort unterwerfe. Hossa!

Nicht nur das. Es gibt auch mittlerweile einen Blog(g)ausweis! Nun warte ich nur noch auf den Blogrrr-Ausweis.

Ab sofort kommt hier in diesen Blog nur noch jemand rein, wer einen Blog(g)ausweis vorweisen kann 🙂

So, jetzt hab ich auch das Bild eingefügt. Gibt es auch einen Stempel?

Bis jetzt bin ich der einzige bei Flickr.com der den Bloggerausweis auch mit bloggerausweis getagt hat. Da werden sicher noch mehr auftauchen.


Moers und das kleine Arschloch Adolf

7. Juli 2006

Das Fundstück des Tages – nein der Woche – über das bin ich grad beim Blog Statler und Waldorf gestolpert. Dort wird geschrieben, dass Walter Moers – durch den Comic „Das kleine Arschloch“ bekannt geworden – seinen 3. Band seiner Adolf-Reihe mit dem Titel „Der Bonker – Adolf Du alte Nazisau kapitulier doch endlich“ auf den Buchmarkt gebracht hat. Zum Buch gibt es als Zugabe noch eine DVD, auf welcher ein Musikvideo enthalten ist. Hier also ein kleiner Ausschnitt aus dem Musikvideo:


Zigarettenetiketten zum Selbstaufkleben

7. Juli 2006

Eigentlich müsste jeder wissen, dass Rauchen wirklich schädlich ist. Aber was wäre das Leben ohne den „Blauen Dunst“? Nach einer erfolgreichen Teilinbetriebnahme oder einer kniffeligen Fehlersuche sehnt man sich einfach nach einer kleinen Ruhepause. Zusammen mit einer Tasse ungesundem Kaffee schmeckt die „Zigarette danach“ noch besser. Außerdem fördert man durch die zusätzlichen staatlichen Abgaben ja so manches Finanzloch. Das beruhigt das Gewissen, wenn man einmal zu Gunsten der Terrorismusbekämpfung oder für mehr Lehrbücher oder etwas für die sicheren Renten unternimmt. So nebenbei bei einer Ziggi.
Und seitdem der „Gesundheitsminister“ mit den trauerfarben umrandeten Werbeflächen für so manche böse Nebenwirkung wirbt, kommt in jedem Raucher ja erst recht der „Revoluzzer“ zum Vorschein.

Als ich dann eines Tages in einer Tankstelle die wirklich hässlichen Überzieher für die Zigarettenschachteln sah, welche doch tatsächlich zum Kauf angeboten wurden und andererseits dann in einem Fernsehbeitrag von einer Website hörte, welche sich ausschließlich mit Zigarettenaufklebern beschäftigt, hab ich mich kurzerhand mal hingesetzt und so alles aufgeschrieben, was mir in den Sinn kam.

Diesen ersten „Wurf“ an Zigarettenetiketten stelle ich allen Rauchern und Nichtrauchern hiermit zum Download zur Verfügung. Einfach ausdrucken, ausschneiden und auf die Zigarettenschachtel aufkleben. Es sind so viele Sprüche geworden, dass man für jeden Tag in Monat eine Schachtel bekleben kann (oder 2 oder 3, aber dann wird’s wirklich ungesund).

Die Etiketten passen für die „Small-Packs“ und für die „Big-Packs“; und zwar wie die Faust aufs Auge auf die schwarz umrandete Fläche.
Viel Spaß…


Hunting in the City – schussstark und treffsicher

5. Juli 2006

Während ein Sommergewitter zuckenden Blitzen und grollendem Donner vorbei zieht und Portugal und Frankreich sich die Bälle zuschiessen, finde ich Zeit die Bilder und Gedanken von gestern zu Blog zu bringen. Ja momentan zieht ein Sommergewitter vorbei.

Und zwar ein heftiges. Es war ja eigentlich abzusehen, dass es mal wieder so richtig regnet. Und es ist Zeit geworden; denn es war heute nur noch warm. Ach ja, zu „gestern“: Gestern fand ja das Spiel der Spiele „Deutschland – Italien“ statt. Deutschland hat verloren – bzw. Italien hat Deutschland in 40 Sekunden – in den letzten – abgeschossen. Tja, wenn man 118 Minuten Zeit nicht nutzt, um den Ball zu versenken, dann kann es doch passieren, dass die Italienischen Freunde die einzige Chance nutzen. Ja schlagt mich. Pfosten und Latte ist halt mal nicht im Tor. Wo ich das Spiel angesehen habe? Nein, nicht zu Hause. Kollege Fercho und ich fuhren nach der Arbeit mit dem Töff in die Stadt und parkten die Mühle beim Urania.

An der Ampel war dann wieder einer dieser Momente, an welchen PeterPan LuckyLuke-mässig in die Hosentasche greift, die DigiCam zückt, in der Bewegung blind auf Serienschuss stellt und Richtung „Zielobjekt“ abdrückt. (Guckst Du Bild oben). Mitten in Zürich an der Ampel „Rudolf Brun Brücke“ steht eine schlanke Schönheit im Bikini. ByTheWay: Der Bikini hat heute 60. Geburtstag *zurückblend*. Na der Abend fängt ja gut an 🙂

Fercho und ich schlenderten am der momentan aufgepflügten Limmatquai entlang Richtung Rosenhof. Ja genau. Es geht ins „Nachtflug“. Besser gesagt: Erst mal davor.

Wir setzten uns in den Hof und ich erlegte einen Puma. (Siehe Bild oben). Kurz darauf kam „Silicon“, wie Silke liebevoll von Fercho genannt wird, mit dem Velo (Fahrrad) angerad`lt. Wir pläuderleten (ratschten) ein wenig über dies und jenes.

Bis dann urplötzlich der „Don – The DesperateBusinessMan“ samt Date auftauchte. Höhö.. ja auch davon gibt es Bilder. Die beiden Pairship-Singles hab ich natürlich auch abgeschossen. Alle Bilder gibt es gegen Überweisung eines noch zu überlegenden Betrages auf mein Schweizer Nummern-Konto ausgehändigt. *grinsel*.

Tja, und dann schiessen die Italiener doch glatt die Dütsche Nationalmannschaft ab. Und Frankreich bekommt grad einen Elfmeter. Zinedine Zidane versenkt den Ball zum 1:0 für Frankreich. Welch ein Schützenfest!


Sonntag Abend in der Frauenbadi – heisse Musik in der Barfussbar

3. Juli 2006

Gestern Abend – Sonntag – war ich das erste Mal in der Barfussbar. Kollegin Anne hatte mich am Freitag angemehlt und informiert, dass dort ab 20 Uhr Salsa-Musik gespielt wird und getanzt werden kann. Die Lokation ist mir schon länger bekannt. Kein Wunder, denn ums Eck parke ich mein Töff regelmässig am Stadthaus. Die Frauenbadi liegt sehr schön auf der Limmat. Besonderheit: Man zieht nach Einlass gleich mal die Schuhe aus – daher auch der Name Barfussbar.

Somit startete ich gegen 19 Uhr mit besagtem Töff und parkte diesmal nicht beim Stadthaus, sondern bei der Sternwarte Urania. Ich schlenderte erst mal durchs Niederdorf „Dörfli“ und schaute auf einen Kaffee in der Bar-Lounge Nachtflug vorbei. Gegen 20 Uhr machte ich mich dann zur Frauenbadi auf. Vor dem Eingang standen schon ein paar Leut an. Der Eintritt kostet 10 Franken, dann Schuhe ausgezogen, in einer der Umkleidekabinen abgestellt und an der Bar ein Bier besorgt.

 

Die DJane versprach einen heissen Abend. So stellte ich mich an einen der Stehtische und harrte der Dinge, die da kommen sollten.

 

Einige Tanzbegeisterte bewegten sich zur Musik und die Lokation füllte sich langsam.

Ab 21 Uhr war die Lokation gefüllt. Es wurde keiner mehr eingelassen. Etwa 30 Leut standen vor der Tür und warteten bis sich einige der Anwesenden entschloss das Lokal zu verlassen.

 

Die Barfussbar an der Limmat liegt traumhaft und ist eines der schönsten Lokale in Zürich. Die Musik wechselte zwischen afrikanisch, orientalisch auf südamerikanisch und die Tanzfläche war immer gut gefüllt. 

  

Gegen 23 Uhr machte ich mich auf den Heimweg. Es war ein schöner lauer Abend in einer netten Lokation. Wer wissen möchte, wann was in der Barfussbar los ist, der kann dies auf deren Website tun.


Sommergewitter bei Zürich

29. Juni 2006

Zürich 28.06.2006 Mitternacht.
Ein heftiges Sommergewitter zieht an Zürich vorbei. In einer Sekunde 3 Blitze. Schnell die Digicam auf das Stativ geschraubt und Serienbilder geschossen.


Und über den Wipfeln ist Ruh`- und Allerorten die Fahnen auf Halbmast

27. Juni 2006

Zürich, 1 Uhr Nachts, 19 Grad Aussentemperatur, 30% Luftfeuchtigkeit. Die Schwiizer Nati hat verloren. Nach spannenden 120 Minuten torloser Spielzeit und 11 Minuten Elfmeterschiessen und nur 7 Schützen starrte die Schweizer Nation entweder auf die flimmernde Beamerleinwand oder die Hände vor das Gesicht geschlagen ins Schwarze. Wie alles heute begann – oder besser endete:

Als es auf einen Schlag im Büro gegen 18 Uhr absolut ruhig wurde, kam Kollege Fercho vorbei. Wir hatten vereinbart, dass wir zusammen in die Innenstadt fahren würden – mit dem Töff. Also sattelten wir die Hufe und ritten wieder gen Downtown. Natürlich wieder ins „Nachtflug“.

Die Vorzeichen – Omen – hatten schon nichts Gutes ahnen lassen.

  • Als ich meinen Laptop heute morgen startete, versagte die USB-Maus den Dienst. Es stellte sich heraus, dass die USB-Ports „tot“ seien. Und das bei einem Marken-Laptop, dessen Motherboard erst vor 14 Tagen auf Garantie gewechselt wurde. Der Ersatzlaptop erkannte das Betriebssystem nicht. Der zweite Ersatzlaptop lief dann inkl. „BillGates“, der „Katze“ und USB-Ports.
  • Der Problembär „Bruno“ wurde am Morgen von einem bayerischen Jäger erlegt. Der erste Braunbär, der uns seit 170 Jahren  besuchte – zu Gast bei Freunden – ist tot.
  • Australien – das Lieblingsreiseziel der Schweizer – verlor unglücklich gegen schwache Italiener durch einen geschenkten Elfmeter in der Verlängerung. Ja gut, die Kiwis hatten 120 Minuten Zeit und einige hochkarätige Chancen. Aber das „Runde“ muss halt mal in das „Eckige“. Und der „gefährliche Schwalbenflug“ der Italiener muss nicht nur dem Schiri, sondern auch den Kängus bekannt gewesen sein.
  • Die Holländer hatten am Tag zuvor gegen die am häufigsten in der Schweiz vertretene ausländische Fangruppe – die Portugiesen – verdient verloren. Dass mich das Spiel mehr an eine Schafkopfrunde erinnerte, lag wohl an den 16 gelben Karten, von welchen 4 Kartons die Farbe nach „Rot“ wechselten“. Trotz „europäischer“ Härte fahren wir nun ohne Holland nach Berlin. Korrektur: Das wäre eigentlich ein positives Omen gewesen. Aber die Holzerei ist wieder negativ zu werten.

  

Zürich, 19 Uhr, 28 Grad Aussentemperatur. Da Fercho ein flaues Gefühl in der Magengegend verspürte, entschlossen wir uns erst einmal in der „Spagetti Factory“ zu stärken. Den Eingangsbereich des „Nachtflug“ hatten wir beim Essen immer im Blick.  Aus reiner Vorsicht; denn wir wollten „gute Sitzplätze“ haben.

Zürich, 20 Uhr, 27 Grad Aussentemperatur. Fercho und ich zahlten und wechselten die Lokalität. Die Sessel waren schon besetzt. Auch die 2. Reihe, somit blieb uns nur noch die Dritte Reihe. Auch gut. Fercho war so nervös, dass er sich mindestens 4 Mal entschloss von der Sitzecke den Stuhl vorzuziehen – und dann doch lieber den Stuhl – nein man sieht von der Sitzecke besser – aber wenn dann noch wer kommt – besser den Stuhl. Ich war dann letztendlich so verwirrt, dass ich erst mal die Kaffesahne in den Aschenbecher leerte. Als ich mit dem Sahneaschenbecher kopfschüttelnd vor dem Ober stand, lächelte dieser und gab mir eine neue. Scheinbar war das heute schon öfters passiert.

Köln, 21 Uhr, 26 Grad, 59% Luftfeuchtigkeit, feuchter Rasen. Anpfiff. Die Schwiizer Nati versucht sofort die Oberhand zu gewinnen. Hat auch mehr Ballbesitz in der ersten Halbzeit, aber kommt überhaupt nicht mit den früh störenden Ukrainern zurecht. Und mit dem feuchten Rasen. Nachdem zum x-ten Mal ein Spieler ausrutsch, meint der Reporter, dass „die Spieler wohl heute gleitende Arbeitzeiten“ hätten. In der 20. Minute köpft Schewtschenko nach einem Freistoss den Ball an die Latte. Die anwesenden Fans im „Nachtflug“ – besonders die weiblichen – schreien kurz auf. Kurz darauf Freistoss für die Schweizer. Alex Frei zirkelt aus 30 Metern den Ball als Bogenlampe um die Mauer und millimetergenau an das Tordreieck. „Schwiizer Nati!“-Rufe durchhallen den Raum. Bis zur Halbzeit spielt sich die Partie eher um den Mittelkreis ab. Oder besser jeweils vor dem Sechzehner kommt es zum Ballverlust. Beide Mannschafte tun sich schwer das durch taktische Manöver geprägte Spiel für sich zu entscheiden.

Dann Halbzeit. Das Publikum in Köln und in Zürich harrte gespannt der Dinge, die da wohl noch kommen sollten. In der zweiten Halbzeit konnte keine der beiden Mannschaften energisch genug in den gegnerischen Strafraum eindringen. Die Abwehrbollwerke waren zu stark. Der Sechzehner wurde hart aber fair verteidigt. Jeder Fehler konnte der entscheidende sein. So verging auch die 2. Halbzeit des spannenden Spieles. Verlängerung. Die Schweizer präsentierten sich frischer. Barnetta hatte eine heisse Chance und auch Vogel, aber die Ukrainer blieben kontergefährlich. Auch die Verlängerung bleibt ohne Ergebnis.

Das Elfmeterschiessen muss die Entscheidung bringen. Die Schweizer gewinnen die Torwahl. Die Ukrainer müssen vor der Schweizer-Fan-Kurve antreten. Das Elfmeterschiessen wurde zum Krimi. Schewtschenko legt sich den Ball zurecht und schiesst. Zuberbühler hält bravurös! Die Schweizer toben! 

 

Streller nimmt anlauf und schiesst. Schowkoski hält! Das darf doch nicht wahr sein. Milewski läuft locker an und hebt den Ball ins Tor. Zuberbühler fliegt zu schnell in die Ecke. 1:0 für die Ukraine. Dann haut Barnetta nur die Latte. Das darf doch nicht wahr sein. Als Cabanas zum Elfmeter antritt, ist die Schweiz bereits durch Rebrow 0:2 im Rückstand. Schowkoski hält erneut. Gussew schliesslich macht das 0:3 zur Realität. Die Ukraine ist im Viertelfinal gegen Italien, die Schweizer Nationalmannschaft muss den Heimweg antreten. Masslose Enttäuschung bei den Fans. Nach nur 11 Minuten ist alles vorbei.

Das „Nachtflug“ leert sich schnell. Fercho sitzt neben mir und schimpft. Ich nehme eine Zigarette und trinke das Glas Panasch aus. Danach gehen wir gemütlich zurück zum Stadthaus. Auf dem Weg dorthin ruft Mike an. Er hatte das Spiel auch mitverfolgt und ist nun traurig, dass es mit der Traumhalbfinalpaarung „Schwiiz – Dütschland“ nichts wird.  

Und morgen fliegen die Brasilianischen Ballkünstler gegen Ghana zuerst aus dem Turnier und dann an die Copa Cobana. Popp! Die Watte quillt!


Wir fahren nach Berlin – Deutschland meets Schweden

25. Juni 2006

Heute standen in der Fussballweltmeisterschaft im Achtelfinale zwei weitere Paarungen an. Wie sich das anhört "Paarungen". Zuerst Deutschland gegen Schweden – oder Ballack meets Allack. Gegen 16 Uhr sattelte ich wieder mein Töff und ritt gen Downtown of Zürich. Im Saloon war ein riesiger LED-Fernseher aufgebaut. Ach was: Ich besuchte die Kampfarena "Sportpalast" auf der Sechseläutenwiese. Das Wetter war wieder weltklasse. Temperaturen um die 32 Grad. Die Sonne lud eher in die Badi ein. Aber ich hatte meine Badehose nicht dabei.

Die Arena war gut gefüllt, aber nicht übervoll. Die Tribüne bot Schatten, aber Zutritt nur als "VIP". Den "VIP" hatte ich zu Hause vergessen 🙂

Podolski und Elchi waren auch da.

Gespannt warten die Fans der Dütschen und Schwedische Schlachtenbummler auf den Anpfiff.

Scheint die Sonne auf den Rücken – sollte man die Sonnencreme zücken.

Während die Schweden eher verkatert auf dem Grün sitzt, feiern die Deutschen Fans das erste Tor nach nicht mal 5 Minuten.

Da hilft kein Fingernägelkauen, Podolski schiesst sein 2. Tor – 2:0 nach 12 Minuten. Wenn das so weiter geht…..

Aus! Aus! Aus! Deutschland ist… im Viertelfinale!

Die beiden hier scheinen sich schon auf das Halbfinale vorzubereiten; denn dann besteht die Möglichkeit (wenn alles glatt geht), dass die Deutsche Nationalmannschaft auf die Schwiizer Nati trifft. Aber vorher "fahren wir nach Berlin" – am Freitag 30.06.2006 um 17 Uhr ist Anpfiff. Da können sich die Klinsmänner schon mal an das Stadion gewöhnen. Der nächste Gegner steht auch schon fest: Argentinien. Die Argentinier haben nach lauer Leistung gegen eine in der 1. Halbzeit spielfreudige Mannschaft aus Mexiko (leider) mit 2:1 gewonnen. Das Spiel habe ich mir wieder im Nachtflug angesehen.


WM-Spiel Schweiz-Korea – Bilder aus Zürich

24. Juni 2006

Freitag 23.06.2006. Das dritte und entscheidende Spiel in Gruppe G. Schweiz geben Korea. Korea muss gewinnen um ins Achtelfinale zu kommen. Der Schweiz reicht ein Unentschieden. Gegen 20 Uhr sattelte ich mein Töff und fuhr in die Zürcher Innenstadt. Zwischen Bellevue und Opernhaus war eine Arena aufgebaut. Ich bog in den Uto-Quai ab und parkte die BMW am Zürisee beim Molino Frascati. Dann schlenderte ich an der Seepromenade zurück Richtung Opernhaus. Am Restaurant Pumpstation sammelten sich einige Fans vor einem Flatscreen. Das Wetter war traumhaft schön. Überall an der Seepromenade sassen Fans mit Schweizer Shirts und freuten sich auf das Spiel. Der Vorplatz des Restaurant Belcanto am Theaterplatz war vollkommen überfüllt. Einer der Securities entschuldigte sich freundlich, dass er keine weiteren Personen – also mich – mehr einlassen könnte. Die Arena auf der Sechselütnwiese war ebenfalls vollkommen überfüllt. Die nicht mehr eingelassenen Fans standen rund um die Arena. Ich ging weiter am Café Odeon vorbei und bog dann in die Torgasse ab und über die Oberdorfstrasse ging ich Richtung Grossmünsterplatz.

Das Vorspiel beginnt in der Zürcher Innenstadt. Die Blaskapelle Albisrieden gibt ein Konzert. Schliesslich landete ich am Rosenplatz und schaute in der Bar-Lounge Nachtflug vorbei. Die Lokalität war schon recht gut gefüllt. Auf einer Grossleinwand lief gerade der Vorbericht zum Spiel.

Die Bar Nachtflug ist bis auf den letzten Quadratzentimeter gefüllt. Die Spannung steigt. Anstoss!

Das 1:0 für die Schweiz. Der Jubel kennt keine Grenzen.

Ole Ole Schwiizer Nati! Wir fahren nach Berlin! Das 2:0 für die Schweiz. Alex Frei hat den Ball ins Tor befördert.

Der Schlusspfiff! Schweiz bezwingt Korea mit 2:0 und ist damit die den 1. Platz in der Gruppe vor Frankreich erreicht. Von wegen "Frauen interessieren sich nicht für Fussball!" Dass dies nicht zutreffen kann und nur ein wildes Gerücht ist, merkt man unter anderem, wenn es um den Torschrei geht.

Und dann wird der Begeisterung freien Lauf gelassen. Auf dem Weg über den Limmat-Quai Richtung sind nur noch jubelnde und feiernde Fans zu sehen.

Spontan formiert sich ein Autokorso, der sich hupend, singend und lärmend durch die Innenstadt bewegt.

Am Bellevue geht verkehrstechnisch nichts mehr. Fröhlicher Ausnahmezustand.

Schweizer Fans – Schweizer Fahnen.

Am Bellevue treffen sich die Fanmassen. Auf dem Dach der Tramhaltestelle tanzen und singen die Schwiizer-Nati-Fans. 

Eine Reporterin von Radio NRJ versucht beim hohen Umgebungspegel ein Interview zu führen.

Die fantasievollsten Fans am Bellevue.

Der Autokorso schlängelt sich durch den Bellevue. Feiernde Fans wohin man blickt.

Anmerkung zu den Pressemeldungen (Ausschreitungen)
Allerdings kann ich die Deeskalationsstrategie der Polizei nicht ganz verstehen. Es wurde Tränengas eingesetzt. Eine vollkommen überzogene Massnahme der Polizei (meine Meinung). So erscheint die fröhliche und friedliche Feier der Fans in einem negativen Licht, was für die Presse und sicherlich im Anschluss für Politiker ein gefundenes Fressen sein wird. Einige Fans feierten auf dem Dach einer Tramhaltestelle. Als ein Polizeiwagen anrückte, verliessen alle Fans bis auf 3 bis 4 das Dach. Diese wurden dann freundlich aber nachdrücklich davon überzeugt das Dach zu verlassen. Dabei flogen dann Bierdosen und Plastikflaschen von ein paar ganz Dämlichen Richtung Polizei. Die Fangemeinde empfand die "Räumung des Tramhaltestellendaches" nicht als Sicherheitsmassnahme der Polizei, sondern als Provokation und pfiff die Beamten aus. Als der Polizist von einer Flasche getroffen wurde, setzte ein anderer Tränengasgeschosse ein. Die Fans (etwa 1000) stoben panikartig auseinander und verliessen die in Gasnebel gehüllten Tramhaltestelle Bellevue. Unbeteiligte Fans bekamen Reizungen an den Augen und wuschen sich diese dann am Brunnen beim Bellevue. Das unprofessionelle Verhalten der Polizei sorgte also zu dieser Eskalation. Die Strassen wurden nicht wegen der "Krawalle" gesperrt, sondern weil es eben bei 5000 feiernden Fans am Bellevue weder für Trams noch für Busse noch für Autos ein durchkommen gab. Es wäre im Interesse und der Sicherheit der Fans viel zu riskant gewesen den normalen Verkehr freizugeben. Aber es kann ja durchaus sein, dass ich am Bellevue die Ausschreitungen, um die es ging gar nicht mitbekommen habe, odrrr?