Graubünden – Eine kleine Welt, in der alles vorkommt

10. Oktober 2007

Zitiert aus einem Artikel von Florence Hervé mit dem Titel „Die Schöne, die Wilde und das Biest“ (jungewelt.de)

Freie Sicht auf die Berge haben wohl die Chefs der im Nachbarort Domat-Ems, fast 7000 Einwohner, international tätigen Ems-Chemie-Holding AG. Sie zählt zu den wichtigsten Industriebetrieben in Graubünden und gehört der Familie von Christoph Blocher, dem Chemiefabrikanten und Milliardär, dem rechtsextremen Politiker und Populisten, Bundesratsmitglied der konservativen Schweizerischen Volkspartei. Dieser wettert gegen Gleichheit und Ausländer, Sozialausbau und Sozialismus und kämpft gegen jede Wiedergutmachung der Schweiz für ihre Rolle in der Nazizeit. Was nicht erstaunt, da Blochers Ems-Chemie, die frühere »Hovag«, nach dem Zweiten Weltkrieg maßgeblich vom Know-how eines Auschwitz-Managers profitierte: Johann Gieser, Ems-Forschungsleiter, war während des Krieges Leiter des IG-FarbenWerks Leuna, plante und überwachte die neuen Produktionsanlagen in Auschwitz, wo der Konzern ein großes Chemiewerk errichtete – mehr als 30000 KZ-Häftlinge starben auf der IG-Farben-Baustelle. Dies sei ihm nicht bekannt, sagt Blocher.

Die Ems-Chemie macht heute Rekordgewinne, von der Sonderdividende profitiert die Familie Blocher gewaltig. Für die Ems-Angestellten wurde dafür die wöchentliche Arbeitszeit von 42 auf 43 Stunden verlängert, wogegen die Gewerkschaft Unia Ende März vor den Betriebs­toren protestierte. Es sei eine »Sauerei«, empört sich der Regiosekretär der Unia, Stefan Schmutz, und eine »unverschämte Ausbeutung«. Üblich seien in der Chemiebranche 36 bis 38 Arbeitsstunden die Woche. Blocher-Familie wie Aktionäre kassierten viel Geld – dabei werde die Firma »ausgeblutet«. Arbeiteten hier Ende der achtziger Jahre noch 2500 Menschen, seien es heute nur noch 1200.


Christoph Blocher – Wie ein 68er seine Brüder zur Sonne, zur Freiheit und zu seinem Volke führte

10. Oktober 2007

Zitiert aus einem Artikel von Aldo Clerici in der Zeitschrift „Moneta“ vom 21. Juni 2004 Seite 14 von 24 (PDF)

Es geht um den Auftrag, empfangen im Dunkeln wie die Jungfrau ihr Kind, auserwählt von höchster Stelle, um den Auftrag, von dem dieser Mann ständig spricht. Dieser Pfarrerssohn, dessen Vorfahren im 19. Jahrhundert in die Schweiz eingewandert sind und sich hier niedergelassen haben. Nicht als Asylanten.

Und weiter….

Er gaukelt seiner Gefolgschaft eine Welt vor, die er sich in seinem Schloss als Millionenwert verankert hat. Eine Welt, die es längst nicht mehr gibt, als angeblich noch wahre Werte galten und nicht der Wert der Ware wie der seinigen (welche auch Bestandteile für die Waffenproduktion sind).


Blocher und EMS-CHEMIE – Viele sind abhängig

10. Oktober 2007

Quelle des Zitats espace.ch Artikel „Hassliebe zur EMS-Chemie

So seien sehr viele Leute von der mächtigen Unternehmung irgendwie abhängig, sagen Beobachter. Kein Wunder, dass man beim Thema Ems-Chemie gern höflich bleibe. SP-Präsident Peyer sieht in der Bevölkerung eine Art «Hassliebe». Personalabbau, die 2005 verfügte Arbeitszeitverlängerung von 42 auf 43 Stunden und Tiraden gegen «Scheininvalide» hätten die Identifikation mit dem Unternehmen aufgezehrt. Wenn man verspricht, keine Namen zu nennen, reden Leute, die das Unternehmen von innen kennen, von Geringschätzung der Mitarbeiter. Bei längeren Arbeitszeiten und real sinkenden Löhnen zeigt man sich von den steigenden Unternehmensgewinnen und vom von der Zeitschrift «Cash» auf 2 bis 3 Milliarden Franken geschätzten Vermögen von Christoph Blocher verärgert. Die neue Konzernchefin, so wird berichtet, sei in Ems präsenter als ihr Vater und führe die Unternehmung kalt rechnend an kurzer Leine. Auch Leute, die mit der Führung der Bündner Sektion der Gewerkschaft Unia Mühe haben, finden es inakzeptabel, dass der Blocher-Konzern die Beziehungen mit dieser Gewerkschaft abgebrochen hat und nur noch mit «zahnlosen» Personalverbänden redet.

Mehr Informationen: EMS-Chemie bei Wikipedia


Immigration, Black Sheeps and Swiss Rage – Titelseite der New York Times

10. Oktober 2007

Subtitle: „A powerful party takes Hard Line on Foreigners“.

 Via Der Gabriel und infamy

Den gesamten Artikel der New York Times ist online erhältlich.


Flugzeugentführung wegen SVP-LOGO am Flughafen Zürich

10. Oktober 2007

Es ist unglaublich, was alles passiert vor dem Wahltag in 2 Wochen.

Näheres zum Vorfall bei Narrenfreiheit.ch

Hier noch ein Paar weitere Videos zum Thema


06.10.2007 Bericht und Fotos – „Superdiscount Disco Party“ im Maag Music Hall Foyer

9. Oktober 2007

 Mike und ich waren am Samstag auf einer „Denner-Disco-Party“ – „alles war so anders“ bei dieser riesigen Veranstaltung. (Siehe Bilder).

Für die Regensburger: Stell Dir vor LIDL macht im Eisstadion eine Promo-Fete. Eintritt ab 28 Jahren. Bier kostet 1,50 Euro, Longdrinks 3 Euro und es gibt ein Eck in welchem LIDL-Ware kostenlos aus den Regalen mitgenommen werden kann. Vom 10kg-Waschmittel, über Windeln und Hundefutter bis zu Pom-Chips und Cracker! Sogar Zahnpasta wurde gesichtet.

So ähnlich war es im Maag-Areal am letzten Samstag. „Denner“ lud zur „Superdiscount Disco Party“ ein. Eintritt 8.95 CHF und das Bier zu 1.95 CHF. Die Theke/Bar/Ausschankmöglichkeit ging über die ganze Länge der Halle. Und die Barkeeper hatten massig zu tun.

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Wir kamen im Maag-Areal gegen 12 Uhr Mitternacht an. Die Party lief schon seit 22 Uhr. Dementsprechend waren „die Leut drauf“. Schon am Weg dorthin kamen uns schwer bepackte „Party-Gänger“ mit unzähligen vollen Denner-Tüten entgegen. In der riesigen Halle selbst standen/tanzten die Gäste um gefüllte Dennertüten mit Bier/Longdrinks in der Hand.

Durch die Luft flogen Toilettenrollen und Chipstüten. Man trat ständig auf irgendwelche Plastikbecher oder rutschte auf Gummibärlesaftgetränkten Küchentüchern umher. Wir sahen uns die Sache aus gemässigter Distanz an. Alle hatten Spass – am meisten die DJs auf ihrem Podest im VIP-Bereich. Dort gab es die Drinks umsonst. Je später der Abend umso höher der Promillewert der Gäste. Ab 3 Uhr verliessen wir die dampfende Halle und fuhren gemütlich nach Hause.


Anteil von 24% ausländische Beschäftigte arbeitet für die Schweizer Wirtschaft

9. Oktober 2007

Gemäss der letzten BZ (Betriebszählung) waren in der Schweiz Ende September 2005 knapp 3,7 Millionen Beschäftigte in rund 373’000 Arbeitsstätten im 2. und 3. Wirtschaftssektor tätig. Verglichen mit 2001 stieg die Zahl der Beschäftigten um 26’500 (0,7%), während die Arbeitsstättenzahl um 10’000 (2,7%) sank. Die Lehrlingszahl stieg um 4000 (2,3%) auf zirka 175’000. Am meisten Lehrlinge (28’000) wurden in der Baubranche erfasst.

Zwischen 2001 und 2005 sank die Anzahl Beschäftigten im 2. Sektor um 37’500. Hingegen wurden im 3. Sektor mehr als 64’000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Das stärkste Wachstum der Beschäftigtenzahl erzielten das «Gesundheits- und Sozialwesen» (+44’000) und «unternehmensbezogene Dienstleistungen» (+18’000). Der Detailhandel sowie die Beherbergungs- und Gaststätten registrierten die bedeutsamsten Abnahmen der Beschäftigtenzahlen (je -14’000). Der Detailhandel registrierte auch den grössten Verlust an Arbeitsstätten (-3000).

Immer mehr Personen arbeiten Teilzeit (30% im Jahr 2005), sowohl Männer als auch Frauen. Der Unterschied zwischen dem Anteil Männern (13%) und Frauen (53%) blieb jedoch gross. Der Anteil an ausländischen Beschäftigten stieg ebenfalls und erreichte 24%. Ausserdem arbeiteten in der Schweiz 2005 mehr als 170’000 Grenzgänger.

Ende September 2005 zählte man rund 307’000 Unternehmen d.h. 8000 weniger als 2001. Davon waren 99,6% kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit weniger als 250 Vollzeitäquivalenten und 87% Mikrounternehmen mit weniger als 10 Vollzeitäquivalenten.

Quelle: 

BFS
Neuchâtel 2007, 88 Seiten, Gratis
Bestellnummer: 042-0518
Erschienen am 28.09.2007

Publikation komplett
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Siehe auch: SECO – Arbeitslosigkeit in der Schweiz sinkt auf 2,5%


SECO – Arbeitslosigkeit in der Schweiz sinkt auf 2,5%

9. Oktober 2007

Arbeitslosigkeit im September 2007. Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO waren Ende September 2007 99’681 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 1’076 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank damit von 2,6% im August 2007 auf 2,5% im Berichtsmonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat verminderte sich die Arbeitslosigkeit um 22’195 Personen (-18,2%).

Zitat aus der Pressemitteilung vom 08.10.2007

Ausführliche Statistik des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO (als PDF) mit

  • Registrierte Arbeitslose nach Regionen, Geschlecht, Nationalität, Alter, Erwerbsstatus,
  • Dauer der Arbeitslosigkeit und Erwerbssituation
  • Arbeitslosenquote nach Regionen, Geschlecht, Nationalität und Alter
  • Registrierte Arbeitslose nach Kantonen
  • Arbeitslosenquote nach Kantonen
  • Registrierte Stellensuchende nach Kantonen
  • Registrierte Arbeitslose nach Wirtschaftszweigen
  • Registrierte Arbeitslose nach Berufsgruppen
  • Registrierte Arbeitslose nach Altersklassen
  • und vieles mehr

Schweizer sprechen Hochdeutsch ganz anders

9. Oktober 2007

Das Wort „Labilisierung“ wurde soeben bei Roger im Zusammenhang mit dem „Wetter“ diskutiert:

labil (Eigenschaftswort)
Labilität (Hauptwort)
Labilisierung (Hauptwort „mehr Labilität schaffen“)
labilisieren (Verb?)

stabil (Eigenschaftswort)
Stabilität (Hauptwort)
Stabilisierung (Hauptwort „mehr Stabilität schaffen“)
stabilisieren (Verb!)

Logisch!

Womit das zuerst plausibilisiert und plafoniert wäre. Womit wir das schubladisieren können – nicht zu verwechseln mit einer Abhumusierung mit abschliessender Begrünierung. 😉


WordPress funktioniert nicht mehr??

8. Oktober 2007

Also seit 2 Stunden ist von meinem Blog nur noch die Hälfte zu sehen. Die Navibar oben fehlt komplett. WordPress-Forum nicht zu erreichen. Best-Blogs und Best-Threads auch nicht mehr. Klicke ich auf www.wordpress.com , dann kann die Seite nicht angezeigt werden. Pinge ich die Domain an, dann reagiert diese tadellos. Meine Sidebar ist vollkommen verhunzt. Zefix! Was ist denn hier los? 😦