26.05.2008 – Energy Watch Group veröffentlicht Studie „Zukunft der weltweiten Erdölversorgung Mai 2008“ (Erdöl Report 2008)

27. Mai 2008

Ich vermute schon länger, dass es nicht gut aussieht mit der Erdölversorgung. Die steigenden Benzinpreise/Rohölpreise sind ein Fingerzeig dafür. Die Bauaktivitäten der letzte 10 Jahre in den Emiraten sind ebenso (für mich) ein sicheres Zeichen dafür, dass es einen „Masterplan nach dem Erdöl“ dort gibt – und zwar schon längst geplant und mitten in der Umsetzung. Noch dazu besitzt z.B. Dubai gar keine eigenen Ölfelder – nur einen der grössten Häfen.

Warum meint Bush unbedingt die zweitgrössten Erdölvorkommen „für sich“ kontrollieren zu müssen (Irak)? Putin mischt den Privatisierungsbestrebungen ordentlich auf und schafft Gegner bei Seite. China kauft (angeblich) alles auf, was nur nach Erdöl aussieht? Hmm. Was kann sich denn da anbahnen? Liegt der „Oil Peak“ bereits hinter uns? Und jeder der „Grossen“ versucht noch zu scheffeln, was geht? „Eins und Eins macht zwei“. Kurz mal drüber nachdenken.

Meine Vermutung sehe ich in der soeben frisch veröffentlichten Studie der „Energy Watch Group“ bestätigt, welche mir heute zufällig in die Hände fiel: „Zukunft der weltweiten Erdölversorgung in der überarbeiteten, deutschsprachigen Ausgabe, Mai 2008„.

Zitat:

Allerdings unterscheidet sich das in der vorliegenden Studie entworfene Szenario hinsichtlich seiner Ergebnisse erheblich von den Szenarien, die von der IEA in ihrem regelmäßig veröffentlichten Weltenergieausblick präsentiert werden und in denen ein kontinuierliches Wachstum der Ölversorgung und infolgedessen ein störungsfreier Verlauf der Weltwirtschaft in den nächsten Jahrzehnten als möglich angesehen wird.

Erdoelfoerderung pro Tag

Schlussfolgerungen (Seite 73):

Das wichtigste Ergebnis der vorliegenden Analyse ist die Erkenntnis, dass die weltweite Ölförderung im Jahr 2006 ihren Höchststand erreicht hat.
Die Ölförderung wird künftig um einige Prozentpunkte jährlich zurückgehen. Bis 2020 und erst recht bis 2030 ist ein dramatischer Rückgang der weltweiten Ölförderung zu erwarten. Dadurch wird eine Versorgungslücke entstehen, die innerhalb dieses Zeitrahmens kaum durch die wachsenden Beiträge anderer fossiler, nuklearer oder alternativer Energiequellen geschlossen werden kann.
Die Weltwirtschaft steht am Anfang eines tiefen Strukturwandels. Dieser Wandel wird durch den Rückgang der Versorgung mit fossilen Brennstoffen ausgelöst, und er wird beinahe jeden Aspekt unseres Alltagslebens beeinflussen. Ebenso wird der Klimawandel die Menschheit zwingen, ihre Energieverbrauchsmuster durch eine drastische Reduzierung der Verbrennung von fossilen Brennstoffen zu ändern. Die globale Erwärmung ist ein sehr ernstes Problem.
Der Schwerpunkt der vorliegenden Studie liegt allerdings auf der Erschöpfung der Rohstoffvorräte mit allen zugehörigen Aspekten, da diese für die Öffentlichkeit wesentlich weniger einsehbar sind.
Die jetzt beginnende Übergangsphase besitzt wahrscheinlich ihre eigenen Regeln, die auch nur während diesem Zeitraum gelten. Es könnten Dinge geschehen, die wir nie zuvor erlebt haben und die wir wahrscheinlich nie wieder erleben werden, wenn diese Übergangsphase abgeschlossen ist. Möglicherweise wird sich unsere Art, mit Energieproblemen umzugehen, grundsätzlich und vollständig ändern müssen.
Obwohl sich hier neuerdings ein leichter Umschwung abzeichnet, bestreitet die Internationale Energieagentur, dass ein derart fundamentaler Wandel unserer Energieversorgung kurz- oder mittelfristig bevorsteht. Mit dieser Haltung und insbesondere mit der Botschaft, „Business-As-Usual“ sei auch in Zukunft möglich, sendet die IEA ein falsches Signal an Politik, Wirtschaft, Verbraucher – und nicht zuletzt auch an die Medien.

Ich will ja nicht den sprichwörtlichen Teufel an die Wand malen, aber ich sehe es bis auf das Thema „Klimaerwärmung“ genauso. Wenn das Erdöl ausgeht, wird es tief schneidende Veränderungen in unserem täglichen Leben geben. Alles um uns herum hat direkt oder indirekt mit Erdöl zu tun. Sicher, unsere Generation wird es eventuell nicht mehr erleben, dass kein Erdöl mehr vorhanden ist. Aber wir werden die Auswirkungen spüren – bald.

Und kommt mir jetzt nicht mit Windenergie oder Solaranlagen. Sucht mal kurz im Netz wie hoch der Anteil dieser „regenerativen“ Energien momentan ist und wie ausbaufähig die Möglichkeit die Lücke zu schliessen heute ist. Wenn ab heute sämtliche Verbrennungsmotor betriebenen Fahrzeuge mit „Strom“ (woher der auch immer kommen mag) fahren sollten… das hatte ich doch schon einmal berechnet?

So, „Was nun sprach Zeus“? Was ist zu tun? Vor ein paar Wochen nahm ich an einem Vortrag der Organisation „Peak Oil Switzerland“ teil. Nicht nur der Vortrag war sehr informativ und lebendig vorgetragen, es steckt auch in der Website viel praktische Information – anschaulich aufbereitet. Ergo: Initiative Nummer 1 – Lesen.

Links und Adressen:

Energy Watch Group
Zinnowitzer Straße 1
10115 Berlin
Telefon +49 (0)30 3988 9664
office@energywatchgroup.org
www.energywatchgroup.org

Peak Oil Switzerland
Manuela Kilchsperger
ASPO Sekretariat
Postfach 817
Goetzstrasse 3
8044 Zürich
Tel. 044 262 68 09
Fax 044 262 68 10
aspo@aspo.ch
www.peakoil.ch

PS: „Oil Peak“ ist das Maximum an Öl, dass jemals an einem Tag gefördert werden kann/konnte.

AGEB Arbeitsgruppe Energiebilanzen e.V.
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)  
Mohrenstraße 58,
10117 Berlin,
Telefon: (030) 89789-666
Telefon: (030) 89789-677
Telefax: (030) 89789-113
MHorn@diw.de
iwernicke@diw.de
www.ag-energiebilanzen.de


22.05.2008 – Also doch: Klimaerwärmung fällt aus!!

22. Mai 2008

Was ich schon lange vermute, wird nun endlich öffentlich diskutiert und bestätigt: Die globale Klimaerwärmung fällt aus – macht zumindest erst mal „Pause“ – vermutlich bis 2020.

Somit zitiere ich hiermit lediglich den heutigen Artikel auf wetter.de mit dem Titel „Keine Erderwärmung“ auszugsweise:

„Bis 2015 oder 2020“ soll sich laut einer deutschen Forschergruppe die Erde nun nicht weiter erwärmen. Kieler und Hamburger Klimaforscher haben dies mit neuen, verfeinerten Modellen nachgewiesen. Woher kommen diese Erkenntnisse und wie zuverlässig sind sie? Kritiker sehen in dieser Studie eine Einsicht und ein Rückrudern.

Entwicklung der Globaltemperatur

Stattdessen werde die erdumfassende Durchschnittstemperatur in etwa konstant bleiben, und könnte für Mittel- und Nordeuropa sogar für einige Zehntelgrad sinken. In der Tat ist bereits zu beobachten, dass die Globaltemperatur sich eher seitwärts bewegt, also weder nach oben noch nach unten (siehe Abbildung).

Und weiter:

Für den Stillstand der globalen Erwärmung soll nun ein 70 bis 80-jähriger Zyklus des Atlantik verantwortlich sein, der die Temperatur der Wasseroberfläche abwechselnd steigen und fallen lässt, genannt die Atlantische Multidekadische Oszillation (AMO). Diese wird auch für den Rückgang der Globaltemperatur zwischen den 40er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts verantwortlich gemacht. Innerhalb dieser Zirkulation transportieren nordwärts gerichtete Meeresströmungen das warme Wasser der Tropen mal stärker, mal schwächer bis nach Südskandinavien, wobei wir uns momentan in der stagnierenden Phase befinden sollen.

Nun bin ich mal auf die Reaktionen von Politik, Wirtschaft und Medien gespannt. Meiner Meinung nach wird sich die „CO2-Diskussion zum Thema Autofahren“, sowie „CO2 verursacht durch das Heizen mit fossilen Brennstoffen“ in den nächsten zwei Jahren auch erledigt haben; denn dann liegt nach meiner Einschätzung der Rohölpreis bei weit über 200 Dollar – wenn nicht schon früher. Heute stand das Barrel bei 134 Dollar – Tendenz weiter steigend. Goldmann Sachs versteht darunter den „Super Spike„.
PS: In 10 Jahren hat sich somit der Ölpreis ver14facht!


19.05.2008 – Dubai „Da Vinci Rotating Towers“

20. Mai 2008

Dem Bauboom in Dubai wurde schon einige Male ein baldiges Ende prophezeit. Nach meiner Meinung fängt der Bauboom dort aber erst so richtig an. Bei „Design Boom Blog“ existiert ein aktueller Artikel über „The Future in Dubai“ mit eindrücklichen Berichten über laufende und zukünftige Grossprojekte.

Dubai Da Vinci Rotating Tower
Foto davincitowersdubai.blogspot.com

Eines davon ist meiner Meinung nach das mit der innovativsten Idee: „Da Vinci Rotating Towers“. Jede der 68 Etagen ist individuell drehbar. So ändert sich die Struktur, Ansicht und das Aussehen des Gebäudes kontinuierlich. Auch die Bauart des 350 Millionen Dollar Turms ist innovativ. Der Tower wird nicht etwa, wie üblich, von unten nach oben gebaut. An einem zentralen Drehkern fahren die vorgefertigten Einzelsegmente an einem Lift nach oben und drehen sich an die entsprechende Position. Der Tower wird somit von oben nach unten gebaut. Und das in einem Drittel der sonst üblichen Zeit. Ein Fertighaus-Tower sozusagen.

Links:


Aufgemerkt! Pelzig nicht nackt! Kein Transrapid in München!

29. März 2008

Erwin Pelzig verkündete in einem Streitgespräch mit Christine Haderthauer in seiner Sendung vom 14.12.2007, dass er sich für einen eigenen speziellen Kalender ausziehen und ablichten lassen würde, wenn der Transrapid in München gebaut werden würde. Das muss er nun nicht. Schade! Nein, ich meine: Schade, dass es keinen Kalender mit Nacktbildern von Erwin Pelzig geben wird.  🙂

Partei (CSU) und Wirtschaft bedauern gleichermassen das Scheitern des Projektes. Der Steuerzahler dürfte sich freuen; denn der Bund hätte 925 Mio. Euro beigesteuert. Das wären die Hälfte der Kosten gewesen, die 2004 im Rahmen eines „Expertengutachtens“ angenommen wurden und den ehem. Ministerpräsidenten Bayerns – Edmund Stoiber – zu einer Realisierungsvereinbarung mit dem Umsetzungskonsortiums bewegte. 40 km Transrapid für begutachtete 1,85 Mrd. Euro.

Interessant ist an diesem „Expertengutachten“ (aus dem Jahr 2004), dass die tatsächlichen Pläne von der Bahn erst im November 2007 an die Firma Hochtief (Bauträger) abgegeben wurden, damit Hochtief eine Kostenschätzung abgibt. Im Planfeststellungsverfahren sei es dann zu einer ganzen Reihe von Schwierigkeiten gekommen, welche den effektiven momentan kalkulierten Preis des Transrapid auf 3,2 bis 3,4 Mrd. Euro katapultieren liessen.

Und ich dachte immer, um eine Kalkulation oder ein Angebot zu erstellen benötigt man vorher einen Plan.

Und noch was: Bei der aktuell veranschlagten und ursächlich für das Scheitern verantwortlichen Summe von 3,2 bis 3,4 Mrd. Euro hätte jeder Millimeter (!) der 40 Kilometer langen Strecke vom Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen des Transrapid exakt 80 bzw. 85 Euro gekostet. Gut, einen Millimeter kann man sich vielleicht schlecht vorstellen. Rechnen wir um auf einen Zentimeter: 800 bzw. 850 Euro.

Update 29.03.2008: Welt online berichtet im Artikel „Industriepolitisches Fiasko“ gar von einer Finanzierungssumme von 3,8 Mrd. Euro!


Wikileaks.org von US-Gericht abgeschaltet – Ursache Enthüllungen über verstecktes Geld?

20. Februar 2008

Ob dieser Schuss nicht doch nach hinten losgeht?

Heise.de meldet heute 19.02.2008 (Auszug):

„Wer heute die Seite Wikileaks aufruft, erhält nur eine Fehlermeldung: Der Domainname wurde nicht gefunden. Grund ist eine Verfügung gegen den US-Registrar Dynadot, die den Provider nicht nur zur Löschung des Domainnamens der Whistleblower-Webseite verpflichtete, sondern auch die Offenlegung sämtlicher Account-Daten anordnete. Der Registrar wurde ebenso angewiesen, den Umzug der Domain zu einem anderen Provider zu verhindern. Dennoch sind die Inhalte von Wikileaks weiter verfügbar, zum Beispiel über die Ausweich-Domain wikileaks.cx.
Vorausgegangen war ein Rechtsstreit mit der Niederlassung des Schweizer Bankhauses Julius Baer auf den Cayman Islands. Wikileaks hatte im Januar mehrere hundert Dokumente veröffentlicht, die Steuerhinterziehung und Geldwäsche in dem Bankhaus belegen sollen. Darunter sind interne Schreiben, Korrespondenz und Kalkulationen.
Kurz nach der Veröffentlichung der Dokumente aus der Niederlassung des Bankhauses hatte eine Anwaltskanzlei die Löschung verlangt, wie Wikileaks auf einer eigenen Seite dokumentiert. Darin führt der Anwalt aus, dass es sich bei den Dokumenten um illegal veröffentlichtes Material handele, und fordert die Löschung der Dokumente.“

Telepolis.de berichtet über das gleiche Thema unter dem Titel „Schweizer Bank geht gegen Whistleblower-Seite vor“ (Autor Florian Rötzer ebenso im Auszug)

„Bei den auf der Webseite veröffentlichten Dokumenten geht es um Geschäfte, die mit Steuerhinterziehung verbunden sind – auch Deutsche sollen hier beteiligt sein
Während in Deutschland mit dem Kauf der DVD durch den BND, und die Razzien gegen Steuersünder Liechtenstein wieder einmal als Paradies für Steuerhinterziehung ins Visier geriet, geht es bei der gerichtlich durch eine einstweilige Verfügung gegen die 2006 gegründete Website wikileaks.org um einen ähnlichen Fall (
Bestrafe einen und warne hundert). 
Erwirkt hat die Verfügung gegen die Whistleblower-Seite, auf der allerdings für die Informationen kein Geld angeboten wird (Anm. d. Red. Der BND zahlte angeblich 5 Millionen Euro für die DVD), die Schweizer Bank Julius Baer, die auch eine Niederlassung auf den Cayman Islands besitzt. Wikileaks hat Dokumente über die Geschäfte der Bank auf den Cayman Islands veröffentlicht, wobei es auch um Steuerhinterziehung und Geldwäsche gehen soll.
Ein kalifornischer Richter verfügte nicht nur, dass die Webseite durch den Provider vom Netz genommen werden muss, sondern auch, dass der Domainname nicht an einen anderen Besitzer übertragen werden darf. Über die URL ist die Seite zwar nun nicht mehr zu finden, wohl aber über die IP-Adresse 88.80.13.160/wiki/Wikileaks, da sie in Schweden gehostet ist. Dort sind dann auch alle Dokumente zu finden. Zudem sind andere Websites des Whistleblower-Netzwerkes wie wikileaks.de oder wikileaks.be noch zugänglich und berichten über den Vorfall.“

Mittlerweile berichtet auch „Der Spiegel“ (Schweizer Bank bekämpft Enthüllungs-Wiki), sowie erste Schweizer online-Medien. Es werden stündlich mehr News.
Aber nicht nur deutschsprachige Medien berichten aktuell. Auch die internationalen Nachrichtenmagazine reagieren. 

Zum Beispiel NBC11.com unter der Schlagzeile „Judge Shuts Down SF Based Whistleblower Web Site„. Die „New York Times“ schreibt über diesen einmaligen Fall der Internet Zensur (Auszug):

„Web Site That Posts Leaked Material Ordered Shut
In a move that legal experts said could present a major test of First Amendment rights in the Internet era, a federal judge in San Francisco on Friday ordered the disabling of a Web site devoted to disclosing confidential information.
…
The case in San Francisco was brought by a Cayman Islands bank, Julius Baer Bank and Trust. In court papers, the bank claimed that “a disgruntled ex-employee who has engaged in a harassment and terror campaign” provided stolen documents to Wikileaks in violation of a confidentiality agreement and banking laws. According to Wikileaks, “the documents allegedly reveal secret Julius Baer trust structures used for asset hiding, money laundering and tax evasion.” „
 

Ihr kennt Wikileaks nicht? Wikileaks wurde 2006 gegründet, um jedem die Chance zu geben, anonym brisante Dokumente zu veröffentlichen. Das Motto der Seite ist: „Wir schützen Ihre Identität und maximieren die politische Wirkung.“ Auf der Seite wurden schon mehrere brisante Dokumente veröffentlicht. Die Gruppe gibt an, Geldwäsche in Höhe von 4,5 Milliarden Dollar aufgedeckt zu haben. Im Dezember sorgte die Gruppe für Schlagzeilen, als sie aufdeckte, wie vom US-Stützpunkt Guantanamo Informationen in der Wikipedia manipuliert wurden.
Auch veröffentlichte Wikileaks im Januar vertrauliche Dokumente, in welchen ersichtlich sein soll, was es sich der Freistaat Bayern kosten lässt, um Skype-Telefonaten und Skype-Buddy-Listen online auszuspionieren. Auch bekannt unter dem Namen „Bayern-Trojaner“.

Schliesslich bringt es „blogs.mediapost.com“ auf den Punkt:

„But despite Julius Baer’s preliminary court victory, the bank may well have already lost the public relations war. As of Tuesday morning, Wikileaks is still accessible online here, while its description of the court case is available here. Even if Julius Baer should succeed in taking down those links, the documents are also available via BitTorrent.“


Rekord: Schweiz exportiert 59 000 Tonnen Käse

5. Februar 2008

Alles Käse oder was? Die Schweizer Käseorganisation (KOS) meldet, dass im vergangenen Jahr so viel Schweizer Käse exportiert wurde, wie noch nie! Genau 59 303 Tonnen gingen über die Grenze. Spitzenreiter bleibt der „Emmentaler“ – der mit den gebohrten Löchern.

Weitere Infos zum Presseartikel bei baz.ch und switzerland-cheese.ch

PS: Wie viel CO2 wird bei der Käseproduktion eigentlich freigesetzt? Bezogen auf die reine Produktion?

Lochung

Lochung ist der Fachbegriff für die berühmten Löcher im Käse. Der Reifevorgang, der die Löcher entstehen lässt, nennt sich Propionsäuregärung. Der Milch werden bestimmte Propionsäurebakterien zugeführt. Diese bauen die bei der Vergärung des Milchzuckers durch Milchsäurebakterien entstehende Milchsäure weiter ab zu Propionsäure, Essigsäure und CO2. Zu Beginn des Milchsäureabbaus bindet sich das CO2 mit Wasser. Ist das im Käse vorhandene Wasser mit Co2 gesättigt, wird das Co2 in Gasform frei. Durch die Rindenbildung beim Käse kann das Gas nicht mehr entweichen. Es sammelt sich an schlecht verwachsenen Stellen im Käseteig und bildet Hohlräume – die Löcher im Käse.

(Quelle http://www.bewusst-leben-mit-globus.de/kaese_abc.html )


Nichtraucherschutzgesetz oder „Wo der Spass aufhört“ – ein Leserbrief

1. Februar 2008

In Deutschland gilt ab 01.01.2008 ein totales Rauchverbot in gastronomisch genutzten Räumlichkeiten. Das betrifft sämtliche Bars, Restaurants, Discos, Clubs, Cafes etc. pepe. Seit dem riecht es z.B. in einer unserer Stammdisco in Regensburg nicht mehr nach kaltem Rauch – nein, es riecht nach Methan. Geraucht werden darf nur noch vor der Tür. Aber nicht direkt vor der Tür auf dem Platz, weil sich die Anwohner schon beschwert haben, sondern ein paar Meter weiter in einer Querstrasse. Die Strassen Regensburg sind Nachts am Wochenende gefüllt von Rauchern, die vor den Lokalen stehen, um die „Zigarette danach“ sich einzuverleiben. In Bayern gilt es sogar für Festzelte. Welche Auswirkungen dies auf das Oktoberfest in München haben wird, ist noch offen.

Heute erreichte mich folgende Mail von Fred: 

„Als überzeugter Raucher bin ich der Meinung, dass der Spass (der Politiker) dort aufhört, wo meine persönliche Freiheit angegriffen wird (und das wird sie nicht nur durch das Nichtraucherschutzgesetz). Natürlich bin auch ich dafür, dass überzeugte Nichtraucher ebenso das Recht haben, Lokalitäten aufzusuchen, in denen nicht geraucht wird. Aber sind wir mittlerweile ein derart ignorantes Volk geworden, dass wir die Unternehmer (Wirte) nicht mehr selbst entscheiden lassen, für welches Klientel, also Gäste, sie die Pforten ihres Lokals öffnen? In der soviel gepriesenen freien Marktwirtschaft bestimmt normalerweise immer noch Kunde den Bedarf und nicht der Gesetzgeber.Das Rauchverbot in Bayern hat mit Nichtraucherschutz nicht das geringste am Hut. Wirksamen NR-Schutz kann man durch kurzzeitiges Einschalten des Verstandes wesentlich intelligenter, effizienter und vor allem liberaler gestalten. Doch dieses Rauchverbot ist aus Ideologie, Fanatismus, Machtgier und Selbstherrlichkeit entstanden. Es gibt kein einziges schlüssiges Argument für diese Diskriminierung.
Wegen Wegfalls bisheriger Feindbilder braucht man in der Politik offensichtlich neue Minderheiten an denen man demagogische Gelüste ausleben kann. Ausgehend von Amerika entstand das Feindbild „Raucher“ und viele europäische Staaten laufen dem hinterher.

Wann kommt der Stern für Raucher?!?

Es gibt keine medizinisch- wissenschaftliche Studie, die diese Rauchverbote rechtfertigen würde. Die angeblichen Passivrauchtoten sind aus einer Statistik hochgerechnet worden und mit enormen Fehlerpotential behaftet (1/3 älter als 85 Jahre, 2/3 älter als 75 Jahre). Wie man sich Statistiken für die jeweilige Sache zurechtbiegt dürfte jedem bekannt sein.

Das Feindbild „Raucher“ entspricht einfach dem Zeitgeist! Übersehen wurde dabei, dass man das Rad auch überdrehen kann. Es ist eine Tatsache, dass man einen Staat oder Staaten (EU) auch von innen her zersetzen kann. Dazu braucht es keine äußeren Feinde.

Ein Bericht in Deutschlands Bildungszeitung Nr.1 zeigt eigentlich erst bei näherer Betrachtung die ganze Ironie dieses unsinnigen Gesetzes!

Ich zitiere: „Kinder leiden am meisten unter dem sog. Passivrauchen. 8,4 Mio. Kinder müssen in der elterlichen Wohnung das Rauchen ihrer Eltern ertragen.“

Jetzt einfach mal Verstand eingeschaltet und kurz nachgedacht!

Wie viel Kinder besuchen im Normalfall eine Kneipe, Bar etc.? Wahrscheinlich eine Quote unter 0,01 %, aber dem erwachsenen mündigen Bürger und Gast erklärt unsere ach so glorreiche Regierung das er eigentlich zu blöd ist, um für sich selbst zu entscheiden was er tut. Rauchen zu Hause oder im Auto, was nachweislich wesentlich schädlicher ist als jede Zigarette im Wirtshaus ist ein Tabuthema. Sollte man doch besser das Rauchen nur noch in Gaststätten erlauben und sofort würden Millionen von Menschen in Deutschland wesentlich gesünder leben….

Wobei ich allen Rauchern und ganz dringend auch den Nichtrauchern folgendes zu bedenken geben möchte, wo der eigentliche Sinn diese „Nichtraucherschutzgesetz “ steckt:

Ein Staat hat üblicherweise für das Wohl seiner Bürger zu sorgen; soll heißen, Arbeitsplätze schaffen, Kranken- und Altersversorgung sicherstellen, bestmögliche Ausbildung gewährleisten usw. usw.. Aber was passiert tatsächlich in Deutschland? Trotz steigender Unternehmensgewinne, welche nicht zuletzt aufgrund der gewaltigen Subventionen (finanziert durch unsere Steuergelder) seitens der Regierung an die Großkonzerne, erzielt werden, wandern immer mehr Unternehmen ins Ausland ab oder zerpflücken alteingesessene Firmen und hinterlassen ein weiteres Heer von Arbeitslosen. Bestes und jüngstes Beispiel: Nokia. Der nächste Hammer wird wohl BMW sein, welche mit der Produktion ins Ausland gehen wollen oder müssen, wie sie selbst sagen.

Gute Nacht München, Regensburg und Niederbayern…

In der Nachkriegszeit haben die Unternehmer weit weniger Gewinne erzielt als heute, trotzdem war die soziale Grundsicherung für alle gewährleistet und zwar mit weitaus besseren Leistungen als heute.

All das lässt einen natürlich an der Zuverlässigkeit und Kompetenz unserer politischen Führungskraft zweifeln und das mit steigender Tendenz. Nicht zuletzt die unübersehbare „Amerika-Hörigkeit“ (oder vielleicht besser: Amerikanismus) mit welcher alles was von drüber rüber kommt, unverzüglich bei uns Fuß fasst und mit einer Begeisterung umgesetzt wird, dass einem schon fast schlecht wird. MacDonalds und Burger King lassen grüßen (übrigens sind das auch Gewinner des Nichtraucher- Schutzgesetzes, wie man sich vorstellen kann) Statt gemütlich in einem Restaurant der guten alten Zeit zu sitzen, stopft man sich eben mal schnell unterm Gehen einen Hamburger oder rein. (Fragt doch einfach mal bei Eurer Krankenversicherung nach, wie viele Milliarden Euro, verursacht durch falsche Ernährung, jährlich für die dadurch entstehenden Krankheiten ausgegeben werden müssen.)

Langsam wächst natürlich hier mit Recht die Gefahr, dass des Volkes Unwille Überhand nimmt und es irgendwann zu einer gewaltigen Demonstration, Generalstreik oder sonst einer Explosion kommt. Um dies jedoch zu verhindern, bedient man sich eines seit Urzeiten erfolgreichen Mittels. „Spalte das Volk, auf dass es sich nicht einig ist“. Im Klartext: Autofahrer gegen Fußgänger – Junge gegen Alte (noch nie hat man von so viel von sog. Jugendkriminalität gelesen wie momentan) und siehe da: Raucher gegen Nichtraucher! Schon wieder hat man einen Weg gefunden, einen Keil in die Bevölkerung zu treiben. Ein uneinig Volk ist schließlich leichter zu führen, zu bevormunden und selbstverständlich zu überwachen (siehe Vorratsdatenspeicherung, Onlineüberwachung etc.), als 80 Millionen Menschen, die, natürlich nicht immer, aber im Wesentlichen einer Meinung sind.

Was kommt als nächstes?

Ganz klar, das Alkoholverbot! (Es wird bereits über ein Verbot für Alkoholwerbung von unseren sogenannten „Volksvertretern“ nachgedacht). Genauso begann es auch mit dem Rauch! Erst die Werbung, und dann sind die Tankstellen dran die mit einem Verkaufsverbot belegt werden. O-Ton aus dem Gesundheitsministerium: „Frustsaufen beginnt abends um zehn an den Tankstellen!“

Wo das Ganze dann endet kann sich wohl mittlerweile jeder selbst ausmalen! Vermutlich in einer kaum besuchten Kneipe mit wunderbarer Luft und Holunderblütenschorle.

In diesem Sinne appelliere ich an alle Fraktionen unseres Volkes – ob Raucher oder Nichtraucher, Pizzabäcker oder Gourmetkoch, ob Autofahrer oder Fußgänger, Jugendliche oder Rentner usw.:

Steht endlich auf und wehrt Euch gegen diesen zynisch dilettantischen politischen Führungsstil – wir sind das Volk und wir sind nicht dumm!!! (in Abwandlung von Westerwelles Ansprache)

Bevor mich der Herr Beckstein nun in den Kerker sperren lässt:
Dies ist kein Aufruf und kein Putschversuch, sondern lediglich meine Meinung (Meinungsfreiheit), in der Hoffnung, dass sich weitere Mitmenschen ebenfalls Gedanken um unser „freies“ Land machen…

Fred

Übrigens, der schlimmste politische Führer den dieses Land je gesehen hat, war militanter Vegetarier, und hat trotzdem nie den Versuch unternommen das deutsche Volk zu vegetarisieren!!!

P.S: Ich fordere ein Gesetz, dass das Niesen und Husten in der Öffentlichkeit bei der Androhung öffentlichen Auspeitschens strengstens verbietet und dieses Gesetz muss rücksichtslos und unnachsichtig „exekutiert“ werden. Schliesslich werde ich durch diese Bazillenschleudern schwer in meiner Gesundheit gefährdet – wie (ausnahmsweise) wissenschaftlich erwiesen ist, sterben jährlich tausende, ach was hunderttausende, an den Folgen einer Tröpfcheninfektion. Extrem gefährlich! Und es ist eine unzumutbare Beeinträchtigung meiner Bewegungsfreiheit.. ich will immer und überall mich an jedem Ort aufhalten können, der mir beliebt, ohne mich der Gefahr passiver Ansteckung aussetzen zu müssen – nur weil diese renitenten Schwerstbazilliker überall herum schnäuzen und ihre ekligen Rotzfahnen liegen lassen müssen. Ich werde nach erfolgter Verabschiedung durch „Schüttelschorsch Schmid“ (Erfinder des dümmstem bayrischen Gesetztes aller Zeiten) umgehend eine mit Flammenwerfern und ABC-Schutzanzügen ausgerüstete Anti-Bazillen-Miliz gründen und für Ordnung in meinem Viertel sorgen.

WEr REchtschriebveler und Ironie findet, kann sie behalten oder bei Ebay versteigern!

Nachtrag für den Blog:

  1. Seit den ersten Studien über Passivrauch 1981 in Kalifornien ist es bis heute niemandem gelungen, die angebliche Schädlichkeit des Passivrauchens zu beweisen. Die Polit-Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) hält einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht stand, ebensowenig wie deren „Wissenschaftler“ keiner wissenschaftlichen Dikussion gewachsen sind.
  2. Alle von mir angeschriebenen Politiker sind bislang nicht in der Lage gewesen, Auskunft über die wissenschaftliche Basis ihrer politischen Entscheidung beim Rauchverbot zu geben (z.B. in Bayern: Georg Schmid/CSU, Barbara Rütting/Grüne). Kathrin Sonnenholzner/Bayern-SPD verweist auf die fehlerhafte DKFZ-Studie. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung ist überhaupt nicht auskunftsfähig.

Gruß und schönes WE aus dem totalitären Bayern in die liberale Schweiz
Fred Feslbeck“


Die nackte Panik – DAX verliert zeitweise bis zu 9 Prozent

21. Januar 2008

Der klassische Crash an der Börse Frankfurt. Die Immobilienkriese, die WestLB, der Ölpreis und die Spekulanten treiben den Aktienindex in die Tiefe (comdirect.de und dpa):

„FRANKFURT (dpa-AFX) – Panikstimmung hat den deutschen Aktienindizes am Montag massive Kurseinbrüche beschert. Am frühen Nachmittag rutschte der DAX  um 5,97 Prozent auf 6.877,62 Punkte ab und fiel damit unter die Marke von 7.000 Punkten zurück. Mit einem Kurseinbruch um zeitweise 7,54 Prozent auf 6.762,77 Punkte, das Niveau von März 2007, stand dabei der größte Tagesverlust seit dem 11. September 2001 zu Buche. Für den MDAX  ging es um 4,32 Prozent auf 8.065,44 Punkte nach unten. Der TecDAX  brach belastet vom erneut schwachen Solarsektor um 6,31 Prozent auf 742,35 Zähler ein – zwischenzeitlich ging es gar um gut 9 Prozent nach unten.“

Auch der Schweizer Aktienindex SMI büsst zur Stunde bis zu 3,79 % ein.  

Da fällt mir der Song ein „Haindling – (Es geht runter) und dann wieder auf„.


Und der Rest? „Strom für Licht macht nur 10 Prozent aus“

10. Dezember 2007

Was zu beweisen war, meldet der Tagesanzeiger via Pressesprecher des Schweizer Energieversorgers AXPO:

Der Sprecher des Stromkonzerns Axpo, Hansjörg Schnetzer, sprach von «Schwankungen im Bereich des Üblichen». Das Licht mache nur 10 Prozent der 2000 Megawatt Strom aus, die an einem Samstagabend zu dieser Uhrzeit benötigt würden. Hätten sich 10 Prozent der Bevölkerung an der Aktion beteiligt, wären also Schwankungen im Bereich von nur einem Prozent entstanden.

  1. Der Energieanteil „Licht“ beträgt am Gesamtverbrauch lediglich 10 Prozent. (entspricht 200 Megawatt pro Tag) 
  2. Hätten 10 Prozent der Schweizer Bevölkerung das Licht – wohlgemerkt sämtliches verfügbares – Licht abgeschaltet, so hätte die Reduzierung lediglich 1 Prozent betragen. (entspricht 20 Megawatt pro Tag)

zu 1. folgende Fragen:

  • Wofür werden dann die restlichen 90 Prozent elektrische Energie verbraucht? Wohlgemerkt 1800 Megawatt oder 1.8 Gigawatt.
  • Wo liegen in diesen Sektoren die Einsparungspotentiale?

Alles CO2 oder was? Der Letzte macht das Licht aus!

7. Dezember 2007

Bitte, bitte! Macht alle mit mit! Am Samstag um 20 Uhr das Licht ausschalten! Für 5 Minuten! Jaaaa! Ich möchte miterleben, wie das Europäische Stromnetz zusammenbricht!

Mit dieser Möglichkeit eines Blackout wird die symbolische Aktion aber womöglich doch zu einem interessanten Ereignis, bei dem wirklich etwas passieren könnte. Mit einer Beteiligung von 10 Millionen Menschen kann durchaus gerechnet werden. Und vielleicht werden es auch noch viel mehr, die einmal sehen wollen, was die Massen durch eine kleine Geste mit der Hand bewirken können, wenn dann nicht nur die Lichter in den Wohnungen ausgehen, sondern vielleicht auch die Städte schwarz werden und die Fernsehschirme mitsamt der Tagesschau und der angekündigten Live-Berichterstattung von Pro 7 erlöschen.

Quelle Heise.de

Mittlerweile entwickelt sich die Aktion zu einem Glaubensbekenntnis. Wer mitmacht ist ein „Gutmensch“ – wer kritisiert der „böse Feind und Umweltverschutzer“. Jeder der etwas mehr Publicity einheimsen möchte, äussert möglichst medienwirksam seine Teilnahme an „Licht aus“ oder „Licht an„. Tja, sogar Regensburg schalten den Dom ab.

Zumindest weiss nun jeder was das Wort „Klimakatastrophe“ bedeutet:

Das „Wort des Jahres 2007“ lautet „Klimakatastrophe“. Das gab die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) am Freitag in Wiesbaden bekannt.

Quelle Donau.de

Ich mach auch mit! Wenn jemand einen „Licht an/aus“-Sticker übrig hat, bitte zusenden. Den klebe ich mir auf den Spoiler meines Boxster 😉