Update – Weihnachten ist vorbei!

27. Dezember 2007

Fast möchte man sagen „endlich!“. Während Mam und Mike auf der Terrasse beim Pool schlafen, komme ich endlich dazu etwas über die letzten Tage zu schreiben. Ja, die Zwei sind fix und fertig. Teils sind es die Nachwehen von den Weihnachtsaktivitäten, aber hauptsächlich liegt die Ursache am Schlafdefizit. Unser Flug ging heute in der Früh um 6 Uhr!

Aber eins nach dem anderen:

Am letzten Freitag fuhr Brüderchen Mike gegen Mittag in Zürich ab. Er wollte noch an der Weihnachtsfeier in seiner Ex-Firma teilnehmen. Allerdings verlängerte sich die Anreisedauer verkehrsbedingt von den sonst üblichen 4 Stunden auf geschlagene 7 Stunden Fahrt. Dadurch traf er nur noch auf den „harten Kern“. Anschliessend feierte man dann im „PfannPfak“ (Funpark) in Regensburg bis in die frühen Morgenstunden. Hingegen zog ich es vor, mich erst am Samstag gemütlich auf den Weg nach Regensburg zu machen; denn am Freitag war auch bei uns Weihnachtsfeier in der Firma und danach ging ich noch auf die „80iesforever-Party“ ins BBQ. Die Stimmung dort war einmalig; denn so viele Bekannte hatte ich schon lange nicht mehr getroffen.

Am Samstag packte ich wie geplant meinen Koffer fertig, als ich einen Anruf erhielt. Tatjana erinnerte mich, dass sie in Zürich weilen würde – sie hätte mir gemailt. Stimmt! Aber zu meiner Schande hatte ich vergessen zu antworten. Also verabredeten wir uns gegen Nachmittag in einem Kaffee in Kloten. Da Tatjana und ihre Freundin Steffi von Zürich eigentlich nicht viel gesehen hatten, beschlossen wir kurzerhand eine kleine Urbi et Orbi Stadtführung zu unternehmen. Wir fuhren durch die Innenstadt, zum See und weiter nach Horgen. Mittels Fähre setzten wir über nach Meilen und hielten beim Zürichhorn auf einen Glühwein.

Danach fuhr ich die beiden noch zum Ausgangspunkt der Runde nach Kloten und startete gegen 19 Uhr auf der Autobahn durch. In Regensburg kam ich kurz vor 23 Uhr an. Im Gegensatz zu Zürich lag in Regensburg etwas Schnee. Aber dies ist der für Regensburg typische „Industrieschnee“. Regensburg ist ein Nebelloch. Und so gefriert der Nebel und fällt als winzige Schneekristalle herab oder setzt sich an Halmen und Ästen als Raureif ab.

Als ich bei Mam eintraf, warteten schon Mike und zwei Freundinnen von Mam – Ilona und Uschi – auf mich. Gleich im Anschluss sah die Planung vor in den „Club Qu“ zu fahren. Willi stiess noch hinzu und so starteten wir in den besagten Club im Regensburger Westen. Hierbei zeigte die eine etwas Haut, die andere flirtete, und die ganz anderen bewegten die müden Beine. Spassig war es allemal und so blieben wir bis das Licht anging, die Security im halben Dutzend um uns herumstand und uns freundlich zum Gehen aufforderte.

Am Sonntag – vor Weihnachten – stand dann ein Treffen Freunden und Kollegen an. Zuerst am frühen Nachmittag bei Brigitte und Bernhard, um dann kurz vor 17 Uhr Andrea abzuholen. Denn dann ging es weiter zum Christkindlmarkt den letzten Glühwein zu geniessen. Klaus und Markus stiessen dort dazu. Nachdem auch der Glühwein nicht mehr gegen die Kälte ankam, wechselten wir in die „Bodega Vino y Tapas“ in den Gemäuern des ehemaligen „Club Sudhaus“ hinter’m Hotel Orpheé, um eine Kleinigkeit zu essen. Den Abschluss machten wir dann bei der traditionellen Weihnachtsfeier in der „Oma Plüsch“. Das Gedränge dort drängte uns jedoch bald die Zelte wieder abzubrechen und den Abend auf Mam’s Sofa ausklingen zu lassen.

Um dem Weihnachtseinkaufwahnsinn nur gedämpft mitzubekommen, fuhren wir erst gegen 12 Uhr ins Donau-Einkaufszentrum. Und wir hatten Glück – anders als dieser Hase. Zwei Stunden vor Ladenschluss tummelten sich nur noch wenige Geschenksuchende in der Shoppingmeile. Wir besorgten noch etwas Elektronik im Saturn, genossen einen Kaffee im „Central“ und Brüderchen Mike schenkte mir neue Business Shoes. Anschliessend kredenzte Mam traditionell die weihnachtlichen bayerischen „Sauren Zipfel“ mit schlesischem Kartoffelsalat und süssem Senf zusammen mit einem sauberen Hefeweissbier. Das üppige Mahl verlangte nach Entspannung und so bereiteten wir uns gemütlich auf den nächsten Tagesordnungspunkt im Sinne der Tradition vor: Weihnachten im Zap.

Von der Weihnachtsfeier im Zap habe ich leider keine Fotos. Die wenigen, welche von mir und anderen geschossen wurden, sind nicht unbedingt zeigenswert – farblich und von der Schärfe versteht sich – und irgendwie habe ich vor lauter Ratschen vergessen auf den Auslöser zu drücken. So blieb so manche Momentaufnahme dieses Mal leider nur (teilweise) im Gedächtnis. Aber die Zeit verging gnadenlos schnell. Und es bleibt die Hoffnung, dass Rainer einige Bilder von der Weihnachtsfeier veröffentlicht. Und mir bleibt nur die Hoffnung, dass ich dann nicht allzu oft abgebildet bin. Der Abend endete übrigens am Morgen beim Würstltoni – gegen 8 Uhr! Ganz tragisch 🙂

Am 1. Weihnachtsfeiertag stand dann ein Treffen mit Chris zwecks weiterer grosser Urlaubsplanung an. Wir verabredeten uns im „Boston Coffee Community“ gegen 15 Uhr, tauschten Infos und Neuigkeiten aus und tranken den ein oder anderen „Latte“, um den Blutdruck wieder in Wallung zu bringen. Anschliessend erholten wir uns auf dem Sofa in Mam’s kuscheligem Wohnzimmer in der horizontalen und liessen alle Viere gerade sein. Bis wir uns gegen 23 Uhr wieder aufrafften. Es stand ein weiterer traditioneller Termin an: Eine Geburtstags-Weihnachts-Party bei Peter beim Verladehof. Vor dem Eingang stand man dort mit Glühwein in der Hand um zwei Kaminfeuer. Die eigentliche Festarena war allerdings eine festlich dekorierte Garagenhalle. Darin tanzten die Gäste zu russischer Musik; denn das Festthema war dieses Jahr „Russia Party„.

Gegen 2 Uhr verliessen wir die grandiose Party und zielten nochmals Richtung „Club Qu“. Ausnahmsweise fand die „Rock-Party“ statt und die wollten wir uns nicht entgehen lassen. Mike traf dort auf Christina und ich auf Renate und Sabine. Es gab viel zu Plaudern und zu Ratschen und am Ende schwang ich noch kurz das kurze Haar und das Tanzbein – bis die Lichter wieder angingen und wir den Rückzug antraten.

Der zweite Weihnachtsfeiertag gehörte ganz der Erholung und Vorbereitung. Erholung von den weihnachtlich-traditionellen Verpflichtungen und zu den Vorbereitungen gehörte das Packen des Reisekoffers. Wie letztes Jahr sind wir bei Thom und Helga auf Mallorca in deren Hazienda eingeladen. Und diesmal ist Mam mit dabei! Erraten: Das ist unser Weihnachtsgeschenk. Zwar sahen wir heute Morgen noch nicht ganz so frisch aus, aber gleich nach der Ankunft inspizierte Mam fachmännisch den mediterranen Garten und befand den Orangen- und Zitronenbewuchs als zu wenig eisenhaltig. Und so sitzen/liegen nun Mam und Mike leise vor sich hinrüsselnd auf der Terrasse und ich tippe den Text – in der Sonne. Sorry 🙂


Das weihnachtliche Wellness-Wochenende in Regensburg

7. Dezember 2007

Am Letzten Freitag – 30.11.2007 – gegen 14 Uhr fuhr ich zum vereinbarten Treffpunkt. Winterthur. Doch mein Benz spürte scheinbar, dass ich ihn allein lassen möchte; denn als ich den Benz bei der Ausfahrt Töss ausrollen liess, bekam ich einfach keinen Gang mehr rein – und raus?? Also liess ich an der Ampel die Kupplung schleifen und fuhr mit dem 5. Gang rechts ab in die Bushaltestelle. Kein Rütteln am Schaltknüppel half. Ich rief Juraj an und informierte über die passende Panne. Dann schaute ich auf das Navi: Noch 5 Kilometer bis zur Wohnung von Juraj. Das schafft ich mit dem 5. Gang nicht. Die Ampeln und die kleinste Steigung würden die Kupplung töten.

Trotzdem versuchte ich es noch einmal und tuckerte durch ein Wohngebiet zum Sulzerareal. In der Zürcherstrasse rollte ich auf einem Parkplatz aus und telefonierte erneut. Am anderen Ende meldete sich Chrigel. Er schlug vor mich abzuholen und eine befreundete Werkstatt zu benachrichtigen. Nach weniger als 10 Minuten traf Chrigel ein und nach weiteren 5 Minuten der Mechaniker. Der diagnostizierte eine stinkende Kupplung und das ausgehängte Schaltgestänge. Auf dem Rücken liegend fummelte er das Gestänge wieder zusammen. Schalten ging wieder, aber der Sicherungsring fehlte. Der Mechaniker setzte sich in mein Auto, ich mich in seinen und Chrigel führte mich in seine Stamm-Auto-Werkstatt „Radhof Garage„, welche wir nach weiteren 15 Minuten erreichten.

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Sofort kam mein Benz auf den Operationstisch. Mit fachkundiger Hilfe versuchte man den Sicherungsring wieder anzubringen. Aber es fehlte das Orignalteil und der Auspuff war zu heiss. Somit beschlossen wir den Wagen über das WE in der Werkstatt zu belassen, am Montag den Ring zu besorgen und das gute Stück abends fertig zu machen. Olé! Abgemacht! Auf ging es mit dem Turbo-Audi-RS von Chrigel in die Wohnung von Juraj. Dort wartete neben Juraj auch der Bruder von Chrigel – Martin – schon gespannt auf uns. Die beiden assen allerdings vollkommen entspannt heisse Maroni. Wir tranken noch einen Kaffee, packten unsere Klamotten in den RS und nahmen anschliessend den Asphalt nach Regensburg unter die Räder.

Nach 3 Stunden 45 Minuten – also in einer erstklassigen Zeit – erreichten wir Regensburg. Da uns der Hunger quälte, steuerten wir sofort die erste Station auf unserer Wellness-Reise an: Den Auer-Bräu in Steinweg. Dort gibt es nicht nur original bayerische Schmankerl, sondern auch Kneitinger Bier. Zur Starkbierzeit muss natürlich der Kneitinger-Bock angetestet werden. Wir liessen uns das Mahl und das Bier schmecken. Zwischenzeitlich traf auch Mam ein und begeisterte die Schweizer Gäste mit kernigen Sprüchen und Geschichten aus Regensburg.

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Frisch gestärkt für weitere Sehenswürdigkeiten checkten wir in unsere grosszügige Bleibe fürs Wochenende ein: Mike’s Ex-Wohnung am Hafen. Sofort danach ging es an die Erkundung der Regensburger Altstadt. Nach einem kurzen Rundgang steuerten wir eine weitere Regensburger Kultinstitution an: Das Zap.

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Die Jungs fühlten sich sofort wohl in den Katakomben und setzten sich an der mittleren Bar fest. Dort entspannten wir bei gediegener Musik und nahmen den vergorenen Hopfensaft in halben Massen zu uns. Und wir blieben bis Badeschluss. Dann fuhren wir mit dem Taxi zurück und legten wir uns auf’s Ohr.

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Der nächste Tag begann mit Frühstücken und ging nahtlos in „Schöppelen“ über. Wir steuerten gegen Mittag das Einkaufszentrum Arcaden an. Trotz Weihnachtszeit tummelten sich nur verhältnismässig wenige Kaufwütige dort. Juraj checkte den ersten Schuhladen und besorgte sich eine passende Winterbesohlung. Anschliessend wanderten wir bei leichtem Nieselregen zum Christkindlmarkt am Neupfarrplatz. Es machte aber keinen Spass im Regen Glühwein zu trinken. Deshalb gingen wir auf Herbergssuche. Besser gesagt: Wir entschieden uns zuerst eine gute Unterlage im Magen zu besorgen. Nachdem der Münchner Hof vollkommen besetzt und der Salzstadl verschlossen war, schlenderten wir über die historische Steinerne Brücke zum Restaurant „Alte Linde„. Im schönen Gastraum mit Blick auf Donau und Dom bestellten wir „Saure Zipfl“ und genossen das Ambiente.

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Dann rief Mam an und bat um Unterstützung von „starken Männern“ bei den letzten Auszugsaktivitäten bei Mike’s Wohnung. Wir riefen ein Taxi, fuhren damit zu den Arcaden zurück und anschliessend zu Mikes Wohnung. Nach dem Essen tat etwas Bewegung und Anstrengung ganz gut. Direkt im Anschluss an die Räumungsaktivität ging es mit dem Taxi in die Innenstadt zum nächsten Wellness-Tagesordnungspunkt. Es regnete nicht mehr. Somit stand dem traditionellen Besuch des Christkindlmarktes nichts im Wege.

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So liessen wir uns am Dom absetzen und wanderten zum „brennend heissen Glühweinstand“ auf dem Neupfarrplatz, an welcher wir uns aufwärmten. Original Regensburger Christkindlglühwein schmeckt am besten, wenn man dazu eine original „Knackersemmel mit allem“ geniesst. „Mit allem“ bedeutet: Essiggurkerl, süsser Senf und Kren. Das ist Wellness pur!

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Wie auf den Bildern zu erkennen, schmeckte es den Schweizer Gästen hervorragend! Dazu gab es auf der Bühne noch original Weihnachtsmusik. Zum Beispiel gecoverte Songs von U2. Was will man mehr?

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Auf dem Weg zur Gesandtenstrasse fiel uns die weihnachtliche Dekoration im Torbogen der Dresdner Bank auf. Dort hatte der „Lions Club“ einen Stand aufgebaut. Dort wärmten wir uns kurzerhand mit einem Tee plus Rum etwas auf. Die nächste Etappe war ein kurzer Gang durch die Altstadt inklusive historischer Erklärungen aus der Geschichte der Stadt. Am Haidplatz orderten wir eine „Grossraumknacker“, wie wir die die mehrsitzigen Taxis nannten. Nächstes Etappenziel: Ü30er-Party an der Unimensa. Das traf sich ja prächtig!

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Dort angekommen, trafen wir alsbald auf „die Mädels“ Karina  und Anette. Regina und Bettina weilten ja noch fernab der Heimat im wohlverdienten Urlaub. Wir übernahmen kurzerhand unseren Stammplatz und weihten Chris, Martin und Juraj in die Regensburger Gepflogenheiten ein. Man stösst zum Beispiel öfter mit der Bierflasche an. Und man kommt schneller ins Gespräch. Allerdings drängten die Jungs ab 2 Uhr in die Lokalität vom Vortag zurück zu kehren. Das „Zap“ ist einfach Kult.

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Das heilige Gewölbe war gut gefüllt. Bei einigen Gästen liessen sich leichte Ausfallerscheinungen durch die Christkindlmarkt-Glühwein-Vorabfüllung nicht mehr verheimlichen. Wir hatten eine gesunde Konstitution und ausserdem durch die vorher zu uns genommene gesunde Unterlage ausreichend vorgesorgt. Und so hielten wir wacker durch bis das Licht ausging.

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Um den Abend vollkommen abzurunden, steuerten wir nach dem Zap eine weitere Regensburger Institution an. Beim „Würstltoni“ frühstückten wir „original rengschburgerisch“. Allerdings warteten wir gewohnheitsmässig, bis das Partyvolk „abgefüttert“ war. Denn dann hat man Ruhe und kann gemütlich „Zwoa lange Braune mit allem, a Breznstangerl und an Kaffee“ am Tisch geniessen. Das weckt die Lebensgeister und bringt renkt den Magen wieder ein. Wie man morgens um 5 „Pommes weiss-rot“ essen kann, bleibt uns für immer verschlossen. *bäääh*

Wohl genährt bestiegen wir wieder eine „Grossraumknacker“ und fuhren zurück zum Hafen, um uns „auf’s Ohr zu hauen“ – nicht ohne vorher noch in der Küche bei einem Kaffee das Erlebte zu analysieren und zu diskutieren.

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Leider ging war die Liegezeit recht kurz. Schon um 10 Uhr packten wir unsere Habseeligkeiten wieder in den Turbo-Audi-RS und düsten zur letzten Station auf unserer Regensburger Wellness-Tour. Mam hatte uns zum „Weisswurst-Essen“ eingeladen.

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Mam zog zur Bewirtung der Schweizer Gäste sämtliche Register samt weihnachtlicher Dekoration und kredenzte Weisswürste und Brezn samt Händelmaier-Senf. Darauf hatten sich Chrigel, Martin, Juraj, Mike und ich schon das ganze Wochenende gefreut. Der Würstltopf war schnell geleert und der Vitamin- und Nährstoffhaushalt vollends ins Gleichgewicht gebracht. Nach einem abschliessenden Tässchen Kaffee begaben wir uns auf die Fahrt zurück ins die Schweizer Heimat. Teils ermattet und teils diskutierend erreichten wir Winterthur trotz Boxenstop in Lindau nach 3 Stunden und 45 Minuten. Aber das wird sicher nicht unser letztes „Wellness-Wochenende“ in Regensburg gewesen sein.


Mehr Grün!-Projekt No. 1 – Die Wandwiese – Sisal-Reinigung Hardcore

4. Juni 2007

Brrrrr.. es ist kalt geworden. Hoffentlich kommt bald der Sommer.

Und ich hab das erste Mal in 4 Jahren Schweiz eine Erkältung. Nein, das zweite Mal. Im Januar hatte es mich nach dem Arbeitsurlaub auf Mallorca das erste Mal erwischt. Heute Mittag fing es an. Die Nase fing an zu laufen und das Niesen. Brrrr! Es ist zu kalt! Und jetzt sitz ich gut eingemummelt auf meinem Sofa und trinke Früchtetee.

Aber: Der Sisal-Matte hab ich es heute nach der Arbeit so richtig gegeben. Ok, nach dem Apero. „Apero“ ist „Schweizer gemütliches Beisammensein und irgendwas feiern“. Heute hatte ein Kollege 50. Geburtstag und da sassen oder standen wir ab 18 Uhr gemütlich bei Wein und Bier zusammen und es wurde geratscht und geblödelt. Erst geben 20 Uhr fuhr ich dann gemütlich nach Hause. Da war schon rund um Zürich eine Gewitterfront aufgezogen. Per Natel (Händi) hatte ich eine Unwetterwarnung erhalten. Hagel und Starkregen wurde angekündigt. Es blies auf dem Weg nach Hause zwar kräftig, aber scheinbar drückte die warme Luft das Unwetter an Zürich rechts und links vorbei.

Nun zurück zur IKEA-Sisal-Matte. Wie erwähnt: „Der hab ich es gegeben!“ Es ist schon unverschämt von IKEA eine Vorlegematte aus Sisal offensichtlich mit Pflanzenschutzmittel zu imprägnieren. Auf dem Etikett stand nix davon. Und so ist mein 1. „Mehr-Grün!-Projekt“ so richtig im wahrsten Sinne des Wortes „eingegangen“. Kein Gräslein spriesst nach 14 Tagen bester Hege und Pflege. „Na gut!“ dachte ich „entweder ich schmeiss das Teil weg oder wasche die Erde raus und benutze das Teil als das was es eigentlich sein soll – einen Vorleger für den Balkon“. Aber wenn ich das Teil dann schon auswasche, dann richtig.

Zuerst beutelte ich die nun trockene Erde samt „Wiesenblütensamen“ auf dem Balkon aus. Dann kehrte ich die Reste mit meinem Besen aus und packte das Teil in die Badewanne. Und nun griff ich zu rigorosen Reinigungsmitteln: „Vanish Oxi Action Max“! Davon hatte ich noch etwas in petto. Die Sisal-Matte sollte nicht nur sauber, sondern klinisch rein werden. Aus die Maus mit „Imprägnierungen“. So leicht gebe ich mich nicht geschlagen *Harharhar!*

Zuerst mit der Dusche die feine Erde raus gewaschen – das Wasser schön heiss aufgedreht. Dann die Matte in der Wanne ausgelegt und mit „Vanish Oxi Action Max“ bestreut. Anschliessend wieder mit der Dusche heisses Wasser drauf. Das ganze Prozedere habe ich jetzt zwei Mal erledigt – und ich hoffe damit auch die Imprägnierung erledigt zu haben. Der Sisal quillt auf jeden Fall schön auf. Und ich überlege mir abschliessend noch mit Essigessenz dem Rest der Imprägnierung den Garaus zu machen.

Anschliessend teste ich Morgen dann noch einmal die „Wandwiese Teil 1“ sozusagen „Das zweite Experiment“. Ich gebe dem Teil dann genau 10 Tage – voraussichtlich. Wächst dann überhaupt nix oder nur unzureichend etwas Grün, dann schmeiss ich das Teil „über den Jordan“ oder zünde es an – ganz feierlich. Wenn die Sisalmatte das wüsste, so würde der Sisal selbst zu blühen anfangen. Ganz ohne „Wiesenblütensamen“. Odrrrrr?


Urlaub in Bayern – ein fröhlicher Schulferienbericht

4. Juni 2007

Letztes Jahr im Sommer waren wir in Urlaub in Bayern. Meine grosse Schwester Jessica, meine Eltern und unser Hund Burgsmüller. Ich war auch dabei und ich heisse Torsten und bin sieben Jahre alt. Meine Eltern waren schon öfters in Bayern, aber für mich war es der erste Urlaub im Ausland, weil ich bisher nur in Bibione war. Bayern wäre eigentlich sehr schön, aber man sieht es kaum, weil überall Berge davor stehen und es verdecken.

Sehr cool sind manche Häuser. Sie sind tätowiert, zum Beispiel mit einem Hirsch, einem Berg oder einem Baum. Aber weil die Bayern das Wort „Tattoo“ noch nicht kennen, sagen sie „Lüftlmalerei“ dazu.

Die Bayern sind lustige Menschen und lachen viel mehr wie die Leute bei uns zu Hause. Sie mögen uns sehr, denn wenn sie uns sehen, lachen sie noch mehr. Viele heissen Sepp, die meisten jedoch „Hä“ (1). Das lustige in Bayern ist die Sprache. Manche können deutsch, aber nicht alle. Der Ort, wo wir in einer Pension gewohnt haben, war da, wo Bayern „Oberpfalz“ heisst und da ist die Sprache echt krass. Als wir einmal gewandert sind, sind wir an einem Bauerhof vorbeigekommen und davor sass ein alter Mann auf einer Bank, ass ein Stück Torte und trank dazu eine Flasche Bier. Mein Vater sagte zu ihm, dass schönes Wetter ist und der Mann meinte „Loumameirouh“ (2)! Das heisst wahrscheinlich „Guten Tag“. Ich wollte es gleich ausprobieren, ob ich die Sprach auch kann und sagte zu dem Mann „Loumameirouh“ (2)!. Er blickte aber sehr böse und sagte zu mir „Saubougejblosszou“ (3). Da sagten wir lieber nichts mehr und gingen weiter, weil wir ihn nicht reizen wollten. Der Mann stand dann auf, stöhnte und sagte: „Ohboudescheissschouh“ (4). Das heisst wahrscheinlich „Tschüss“ oder so.

Gut gefallen haben wir in Bayern die Feste. Irgendwo ist immer eines. Da sitzen dann die Bayern und trinken Bier aus gläsernen Eimern, die sie „Mass“ nennen. Die Frauen haben kleinere Eimerchen, die heissen „Halbe“. Normale Gläser gibt es nur für Kinder oder ganz alte Frauen. Wir sind auf einem Fest gewesen, und es war sehr schön. Ich habe Pommes mit Ketschup gegessen, meine Schwester Jessica nichts wegen der Kalorien und meine Mutter ein halbes Hähnchen namens „Hendl“. Der Papa hat weisse Spiralen gegessen, die „Radi“ hiessen und dazu einen Einem Bier. Er sagte, das Radi rumort ganz doll in seinem Bauch und als er rülpste, fiel meine Mutter beinahe das Hähnchen hinunter.

Wenn die Bayern einige Eimer Bier getrunken haben, schlafen sie ein oder sie reden in einer Geheimsprache, die man nicht versteht. Es sind nur sehr kurze Wörter und mit dessen reizen sie sich gegenseitig, bis sie raufen.

Auf dem Fest, bei dem wir waren, konnte man dies sehr schön beobachten. An unserem Nachbartisch im Bierzelt sassen einige Bayern mit ihren Eimern. Zuerst lachten sie und guckten zu uns herüber. Einer von ihnen konnte sogar italienisch, den er sagte zu meiner grossen Schwester immer „Dipackiano“ (5). Sie verstand ihn aber nicht, weil sie nicht italienisch spricht. Plötzlich kam ein anderer Bayer am Nachbartisch vorbei und schon spielten sie das lustige Spiel: „Erst reden, dann raufen“. Einer von denen, die am Tisch sassen, sagte zu dem, der vorbeiging: „Hä“ (1)! Darauf sagte der Vorbeigehende: „Wos hä“ (6)?, worauf der andere ziemlich böse meinte: „Hä, gell hä“ (7)! Das hätte er vermutlich nicht sagen sollen, denn der Vorbeigehende sagte nur mehr: „Pass fei aaf, hä“ (8) – und schon rauften sie. Obwohl es ziemlich lustig war, gingen wir, denn meine Mutter mag keine Gewalt.

Etwas anderes ist mir auch noch aufgefallen in Bayern. Bayern reden nicht so gerne wie wir. Manche sind beinahe stumm. Dies kann man am besten im Wirtshaus sehen. Eines Abends ging mein Vater mit mir ins Dorfwirtshaus und wir bestellten Bratwürste mit Kraut, die sehr lecker schmeckten. Es waren ausser uns nur zwei Einheimische da. Diese sassen am Stammtisch, tranken Bier und schwiegen. Mein Vater sagte freundlich zu ihnen: „Die Bratwürste schmecken hervorragend, meine Herren“! Sie aber schwiegen weiter. Sie sagten zu meinem Vater nichts, zu mir nichts und zu sich auch nichts. Wenn sie nicht ab und zu vom Bier getrunken hätten, hätte man meinen können, sie seien tot. Plötzlich, nach ungefähr einer Stunde, tat sich etwas. Einer von den beiden seufzte „jamei“ (9), und wir dachten jetzt beginnt ein Gespräch. Doch der andere sagte nur „owa ehrlich“  (10), und das war es dann.

Mein Vater machte noch einen Versuch und rief hinüber: „Es gefällt uns sehr gut hier bei Ihnen in Bayern! Wir waren auch schon auf dem Feuerwehrfest! Da gab’s eine zünftige Rauferei! Haha! Waren Sie auch schon auf dem Fest, meine Herren“? Da sagte ein Bayer zum anderen: „Eam schaug o“ (11). Dann war es wieder ruhig. Dies war meinem Vater dann doch unheimlich und wir zahlten und verliessen den stillen Ort. Beim Hinausgehen sagte Papa noch zu den Männern: „Gute Nacht, die Herren! Ich wünsche noch einen schönen Abend“! Sie wünschten uns nichts.

Aber die Bayern sind nicht immer so mürrisch. Zum Beispiel sind sie richtig lustig, wenn sie sich gegenseitig beleidigen. Das gefällt ihnen scheinbar sehr. Als mein Vater und ich einmal in unserem Urlaubsort in der Dorfmetzgerei einkauften, kam ein Bayer herein und sagte zum Metzger: „Servus Hans, du oider Hunzkrippl“ (12)! Da lachte der Metzger und sagte: „Habe d`Ehre Sepp, du Berner, du greislicher“ (13)! Sepp, der Berner, freute sich sehr über die nette Begrüssung. Als noch ein weiterer Bayer hereinkam, wurde die Stimmung immer besser. Er begrüsste die anderen beiden mit einem herzlichen „Ja, do schau her, da Sepp und da Hans! Griass Eich, ehs Schlawiner, es elendigen“ (14)!

Auch Hans, der Hunzkrippl und Sepp, der Berner, begrüssten den Neuankömmling und riefen: „Ja griassde Franz, oider Suffbeidl, stingerter“ (15)!

Franz Suffbeutel war total begeistert und lachte über das ganze Gesicht. Dann sagte Sepp, der Berner, zu Hans, dem Metzger bzw. Hunzkrippl: „Hä Hans, gib ma amol drei Boor vo deine greislichen Pflälzer, du Leitbscheisser, du windiger“ (16)! Metzger Hans meinte dazu: „Für dein Saumogn taugns allawei! No, du gschwollkopferter Bauernfünfer, du staubiger Bulldogmisshandler, du grausamer“ (17)!

Es gibt scheinbar nicht schöneres für einen Bayern, als beleidigt zu werden, denn sowohl Hans, der Leutebescheisser als auch Sepp, der Berner und Bauernfünfer und Franz Suffbeutel waren in einer Super-Stimmung und lachten herzhaft.

Mein Vater meinte zu mir: „Pass auf Jochen, jetzt mache ich auch mit bei dem Spass“! Dann sagte er zum Metzger: „Geben Sie mir bitte hundert Gramm von ihrer verfaulten Salami, sie Vollidiot“!

Plötzlich lachte keiner mehr und alle sahen meinen Vater an, sogar die alte Frau, die im Laden war. Der Metzger sagte mit finsterem Gesicht: „Schau bloss dass du weidakimmst, du Preissnschädl, du gfotzerter“! (18)

Das habe ich zwar nicht genau verstanden, aber es hörte sich nicht gut an und wir verliessen ohne Wurst die Metzgerei. Wahrscheinlich ist „Vollidiot“ eine Beleidigung die die Bayern nicht kennen und deshalb freuen sie sich nicht darüber.

Sonst war es in Bayern sehr schön, besonders die Pommes und das Eis. Ich habe mich sehr gefreut, denn ich durfte abends immer mit vier Jungs aus dem Dorf Fussball spielen. Die bayerischen Jungs sind echt nett, sie liessen mich sogar den Ball holen, wenn er in Nachbarsgarten geflogen war und sagten, das ist eine grosse Ehre für mich. Als ich den Ball wieder herausgeholt hatte, sagten sie, dass es nicht nur eine grosse Ehre, sondern auch ein grosses Glück für mich war, weil heute scheinbar der Kampfhund nicht zu Hause ist. Das ist doch voll lustig, oder?

Ich habe mir extra die Namen der Jungs notiert, damit ich ihnen nach dem Urlaub schreiben kann. Sie heissen Ülcgür, Ferdl, Erdal-Alois und Kilian. So, das war’s. Ich freue mich schon auf den nächsten Urlaub in Bayern, weil Bayern ist voll cool. Vorher kaufe ich mir noch ein Wörterbuch.

(Danke Ruedi!)

Lost in Translation oder „Oberpfälzisch für Anfänger“

  • „Hä“ (1) = Freundliche Bayerische Frageform wie „Was bitte?“, „Was meinen Sie?“ oder „Wer genau?“
  • „Loumameirouh“ (2)! = „Lass mir meine Ruhe“
  • „Saubougejblosszou“ (3) = „Saujunge geh‘ bloss weg“ oder „Kümmere Dich um Deine Angelegenheiten“
  • „Ohboudescheissschouh“ (4) = „Oh Junge! Diese scheiss Schuhe!“ Ursächlich schmerzen offensichtlich die neuen Schuhe.
  • „Dipackiano“ (5) = „Dich pack ich auch noch“ oder „Mit Dir könnte ich mir ein Schäferstündchen vorstellen“.
  • „Wos hä“ (6) = Was heisst hier „Wie bitte?“ Höfliche Bayerische Gegenfrage.
  • „Hä, gell hä“ (7)! = „Wie bitte“ heisst halt „Wie bitte“, oder?
  • „Pass fei aaf, hä“ (8) = „Passen Sie jetzt genau auf, (dann gibt es kein) „Wie bitte“ mehr“
  • „jamei“ (9) = Ja, so ist das eben.
  • „owa ehrlich“  (10) = „Aber ehrlich“ oder „Genau, so ist es“
  • „Eam schaug o“ (11) = „Schau Dir diese Person genau an“, aber hier eher sinngemäss „Als ob diese Person wüsste, worum es geht“.
  • „Servus Hans, du oider Hunzkrippl“ (12)! = Grüss Gott Hans, Du alter Hundskrüppel
  • „Habe d`Ehre Sepp, du Berner, du greislicher“ (13) = Grüss Gott Sepp, Du Bär, Du hässlicher!
  • „Ja, do schau her, da Sepp und da Hans! Griass Eich, ehs Schlawiner, es elendigen“ (14) = Ja da schau her. Der Sepp und der Hans, Ihr Schlawiner Ihr elendige
  • „Ja griassde Franz, oider Suffbeidl, stingerter“ (15)! = Ja, Grüss Gott Franz, alter Saufbeutel, stinkender!
  • „Hä Hans, gib ma amol drei Boor vo deine greislichen Pflälzer, du Leitbscheisser, du windiger“ (16)! = Hallo Hans, gebe mir drei Paar von Deinen hässlichen Pfälzer (Würsten), Du Leutebescheisser (Betrüger), Du windiger (verwegener)
  • „Für dein Saumogn taugns allawei! No, du gschwollkopferter Bauernfünfer, du staubiger Bulldogmisshandler, du grausamer“ (17)! = Für Deinen Saumagen taugen die immer! Na, Du mit geschwollenem Kopf herumlaufender Bauernfünfer, Du staubiger Bulldogmisshandler, Du grausamer
  • „Schau bloss dass du weidakimmst, du Preissnschädl, du gfotzerter“! (18) = Schau bloss, dass Du weiter kommst, Du Preussenkopf, Du *piep*

Ein WE in Regensburg – Die Anfahrt: Viel Verkehr, Staus und zwei Unfälle

31. März 2007

… aber ohne meine Beteiligung. Um 17 Uhr belud ich den Boxster mit meinem Reisegepäck für das Wochenende in Regensburg. Am Himmel zeigten sich erste Wolken und ich konnte Regenfahnen erkennen. Somit blieb das Dach zu – leider. Bei Urdorf fuhr ich auf die Autobahn und stand nach wenigen Metern im Stau.

Verkehrsunfall Zürich Autobahnkreuz NordVerkehrsunfall Zürich Autobahnkreuz Nord

Offensichtlich war ich nicht der Einzige, der auf die brillante Idee gekommen war, sich zur Hauptverkehrszeit auf die Strasse zu begeben. Nur schleppend kam ich durch den zäh fliessenden Verkehr weiter. Die gesamte Westumfahrung Richtung Autobahnkreuz Zürich Nord war vollkommen überlastet. Am Autobahnkreuz stellte sich dann heraus, dass die Ursache der kompletten Stauung ein Unfall auf der linken Spur in Höhe der Ausfahrt Dübendorf war. Ein Auto war in der Leitplanke gelandet. Zwar forderte ein Polizist die die passierenden Fahrzeuge zur schnelleren Vorbeifahrt auf, aber die Neugier der Herrschaften ist stärker.

Anschliessend lichtete sich der Verkehr und es ging recht gut voran. Bis Winterthur. Dort bremste ein weiterer Stau die Weiterfahrt. Nach einer geschlagenen Stunde hatte ich die Strecke Urdorf – Winterthur gemeistert. Sonst bin ich nach einer Stunde schon fast in St. Margreten. Vor St. Gallen dann der nächste Stau.

Verkehrsunfall Zürich Autobahnkreuz NordVerkehrsunfall Zürich Autobahnkreuz Nord

Die rechte Spur war komplett gesperrt und ein vollkommen zerstörtes Fahrzeug stand auf dem Pannenstreifen. Zwei Unfälle auf 50 Kilometern Strecke – und das bei einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Wie geht das denn?

Bis St. Margreten verlief die Fahrt vollkommen reibungslos. Als ich einen LKW mit der kuriosen Werbeaufschrift „Schiess Umzugsfirma“ entdeckte, musste ich natürlich die DigiCam zücken.

Verkehrsunfall Zürich Autobahnkreuz Nord

Erst durch Bregenz zeigte sich erneut das erwartete Bild: Stau! Nach weiteren 30 Minuten Verzögerung erreichte ich endlich die Autobahnauffahrt Lindau. Ich holte kurz Schwung in der Kurve, schaute nach hinten, kein Auto kam, Gaspedal durchgetreten und der Boxster zog spielend leicht den Berg hinauf.

Um exakt 22 Uhr erreichte ich das Hafengebiet in Regensburg. Somit benötigte ich für die gesamte Strecke Schlieren – Regensburg 5 Stunden 15 Minuten. Abzüglich der Stauzeiten eine hervorragende Zeit, odrrr?


So klein ist die Welt – Peter Sperlich meets Tom Sperlich

17. März 2007

Am 7. Juli 2006 stiess ich auf einen Artikel in heise.de zum Thema „ideesuisse.ch – Archiv der Schweizer Radio- und Fernsehgesellschaft online„. Schon damals fiel mir auf, dass es einen Journalisten gibt, der „Tom Sperlich“ heisst. Er verfasste eben diesen Artikel. Schon damals recherchierte ich über den Namensvetter Tom Sperlich. Es kam aber nicht zu einer Kontaktaufnahme. Die Welt ist ja so gross. Allerdings ist der Nachname „Sperlich“ nicht allzu verbreitet. Ganze 17 Sperlichs sind in der Schweiz bei Twixtel registriert – bei 7 Millionen Einwohnern und ca. 5 Millionen Haushalten.

Nun stolperte ich bei heise.de erneut über einen interessanten Artikel „Tiefbauamt Zürich informiert via Google Earth über Baustellen„. Autor: Tom Sperlich. Ich zitierte seinen Artikel und Tom Sperlich wurde auf meinen Blog aufmerksam. Er schrieb mir einen Kommentar auf meine „Über mich“-Seite.

Da ich über Kommentare per Mail informiert werde, antwortete ich Tom per Mail. Es stellte sich heraus, dass Tom ebenfalls in Zürich wohnt. Dann ging alles ziemlich schnell. Nach ein paar Mails stellten wir zusätzlich diverse Gemeinsamkeiten beruflich und hobby-mässig fest. Am letzten Donnerstag stand ein Besuch aus Abu Dhabi an zum Thema Smart-Home an. Hierzu reiste am Mittwoch Thom aus Mallorca an. Abends entschlossen sich Thom und ich zum Essen in das Lokal „In der Ey“ zu fahren. Ich erzählte ihm während der Fahrt dorthin über den Kontakt zu Tom Sperlich. Plötzlich klingelte das Natel und Tom Sperlich war dran. Tom teilte mir mit, dass er am Donnerstag Zeit hätte und somit die Einladung zur Besichtigung des „Smart-Home’s“ am Bodensee mitfahren könnte. Es stellte sich heraus, dass er beim Triemli wohnen würde. Also keine 3 Minuten entfernt. Wir vereinbarten spontan ein Treffen im „Ey“. Und tatsächlich: Tom kam gegen 21 Uhr hinzu. Somit entstand eine interessante Konstellation: 2 x Sperlich und 2 x Thom (Tom). Wir nahmen einige Stangen und diskutierten bis die Stühle hochgestellt wurden. Am darauf folgenden Tag besichtigten wir gemeinsam mit dem Besuch aus Abu Dhabi das Smart-Home am Bodensee. Anmerkung: 2x Chris waren auch dabei.

Peter Sperlich und Tom Sperlich

Peter Sperlich meets Tom Sperlich

Ob wir verwandt sind, ist noch nicht letztendlich geklärt. Fest steht, dass auch seine Verwandtschaft väterlicherseits aus Schlesien stammt – nähe Breslau. Mein Vater ist in Steindorf Kreis Ohlau geboren. Das ist gleich in der Nähe.

PS: Erwähnte ich bereits meine 4 Vornamen? Peter Thomas Gottfried Michael. 🙂 (kein Scherz!)


EU und Schweiz verbietet Motorfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren ab 2010

16. März 2007

04.10.2009 Brüssel: Wie die Sprecherin Renate Künast des Europäischen Parlamentes soeben exklusiv mit einer Pressemitteilung veröffentlichen liess, nahmen die Delegierten einstimmig den historischen Beschluss an ab 01.01.2010 sämtliche Motorfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren von Europas Strassen zu verbannen. Die 8 monatige Debatte war heftig und kontrovers geführt worden. Doch der Winter 2008/09 mit einer gemessenen Durchschnittstemperatur von 21 Grad und dem darauf folgenden heissesten Sommer seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen hatte die letzten Zweifler aus Deutschland, Frankreich und Italien letztlich überzeugt. Schon im Sommer 2008 schmolzen die Polkappen von Nord- und Südpol erstmals komplett ab und der um 30 Zentimeter erhöhte Meeresspiegel sorgte für katastrophale Zuständen durch Überschwemmungen in Holland, an der Deutschen Nord- und Ostseeküste, sowie in Italien. Hamburg und Venedig evakuierten die Bewohner nachdem die Frischwasserversogung für fast 6 Wochen zusammenbrach. Die Ozon, Feinstaub und Stickoxyd-Belastung stagnierte von Ende Februar bis heute (Oktober) dauerhaft erheblich über den 2005 verschärften Grenzwerten. In der Folge starben allein in Nordbayern an einem Tag 26 Personen am heissesten Tag des Jahres (20.07.09 mit 43 Grad gemessen in Nürnberg). Ausgenommen von der Entscheidung seien lediglich Fahrzeuge der Not- und Rettungsdienste, sowie die Einheiten der Polizei und des Militärs.

Auch der Schweizer Bundesrat schloss sich einstimmig nur Minuten später in einem Eilantrag dem Beschluss des Europäischen Parlamentes an. Der ehemalige Stadtpräsident von Zürich und neue Ratspräsident Ledergerber äusserte, dass man seit 2 Jahren über diesen für die Autoindustrie einschneidenden Entschluss diskutiere – und sich bereits seit Dezember 2008 zu einem Konsens durchgerungen hatte. Schneelose Alpengipfel und komplett enteiste Gletscher hätten zu dieser Entscheidung gedrängt.

Der ehemalige Gouverneur von Kalifornien und neu gewählte Präsident der Vereinigten Staaten Arnold Schwarzenegger unterbrach nach der Meldung spontan die Einweihungsfeier des ersten Weltraumhotels und gratulierte dem Europäischen Parlament zu dessen Entscheidung. Er war Wegbereiter eines Förderprogramms mit dem Vorbild des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Am UN-Umwelttag am 1. Juni 2005 unterzeichnete er eine Durchführungsverordnung, wonach die Treibhausgasemissionen in Kalifornien bis 2010 auf das Niveau des Jahres 2000 und bis 2020 auf das von 1990 reduziert werden müssen. Nachdem die Werte von 2020 durch einschneidende Massnahmen in Industrie und Wirtschaft bereits im Januar 2009 deutlich unterschritten wurden, folgte ein fulminanter Wahlsieg und der ehemalige Bodybuilder wurde vom Volk förmlich mit 63 Jahren zur Präsidentschaft gezwungen.

Die Umweltorganisation Greenpeace sprach von einer bahnbrechenden Entscheidung und von der letzten Chance den offensichtlichen Klimawandel doch noch aufhalten zu können.

feinstaub

Lediglich der Präsident der Volksrepublik China – Co Nox Soxid – welcher sich derzeit in Nordkorea aufhält, verhielt sich mit seinen Kommentaren zurückhaltend. „Man werde sich momentan nicht zu einer ähnlichen Entscheidung zwingen lassen“ war seine einzige Aussage. Die Lobbyisten der Automobilindustrie nahmen den Beschluss mit Protest entgegen und kündigten Massnahmen zur Entwicklung umweltfreundlicher Fahrzeuge an. Nur die Reittierhändler reiben sich die Hände und verzeichnen hingegen schon seit Monaten eine rasant ansteigende Nachfrage an Pferden und Ponys. Man importiere derzeit massiv aus dem Nahen Osten und Argentinien und versuche so den Engpass auszugleichen. Auf dem Schwarzmarkt würden horrende Preise bezahlt und es sei im Gespräch übergangsweise Kamele aus Marokko zu beziehen. Nur die Versorgung und Pflege der Reittiere bereite diesem neuen Wirtschaftszweig Sorge, da der massiv gesunkene Grundwasserspiegel und der extrem trockene Sommer 2009 zu einem Engpass an Wasser und Futter gesorgt hatte. Man hoffe aber, dass sich die Situation durch die vom Meteorologischen Institut angekündigte Regenzeit in Mitteleuropa in den Wintermonaten entspannen würde. So hätte es bereits im Süden des Kaukasus vereinzelt Gewitter mit erheblichen örtlichen Niederschlägen gegeben.

Mit dem Beschluss des Schweizer Bundesrates steuert die Schweiz auf die Situation von 1925 zu. Damals herrschte im Kanton Graubünden ein allgemeines Fahrverbot für Kraftfahrzeuge.
Zitat aus der Eröffnungsrede des Bundespräsidenten Samuel Schmid anlässlich der Eröffnung des 75. Automobilsalons in Genf 2005:

1905 waren in der Schweiz rund 1’500 Autos zugelassen – heute sind es über vier Millionen! Dass die Strassen damals in einem eher erbärmlichen Zustand waren, muss ich nicht speziell betonen. Im Kanton Graubünden herrschte bis 1925 ein allgemeines Fahrverbot für Automobile. Wer trotzdem fahren wollte, hatte einen Ochsen vorzuspannen.
Ich weiss nicht, wie es Ihnen geht. Aber wenn ich auf der Autobahn unterwegs bin, frage ich mich manchmal, wie viele dieser Ochsen nun hinter dem Lenkrad sitzen…


Ein Wochenende in Regensburg – Deggendorf, Christkindlmarkt, Doschauher.tv, DEZ, Arcaden, Fürstin Thurn&Taxis, Kneitinger

17. Dezember 2006

Schon vor Wochen vereinbarten Chris mit mir an einem der Dezemberwochenenden nach Regensburg zum Christkindlmarkt zu fahren. Dieses Wochenende war es dann soweit. Seine Frau nette Frau Jacky war natürlich mit von der Partie und verband den Wochenendausflug mit einer ausführlichen Shoppingtour durch Regensburger Einkaufszentren. Aber der Reihe nach:

Schönes Spätherbstwetter im DezemberChris telefoniert bei einer kurzen Pause mit Robert

Am Freitag den 15.12.2006 starteten wir gegen 13 Uhr von Wallisellen bei schönstem Wetter. Unterwegs rief dann Robert an und wir entschlossen uns einen Schlenker über Deggendorf zu fahren.

Eine wilde Katze am Fenster von Roberts HausDer Deggendorfer WeihnachtsmarktRobert, Jacky und Chris am Deggendorfer WeihnachtsmarktPeter, Robert, Jacky und Chris am Deggendorfer Weihnachtsmarkt

Der Navigator lotste uns Zielsicher zum Haus von Robert in Deggendorf. Nach einem Begrüssungs-Kaffee wanderten wir zum kleinen feinen malerischen Deggendorfer Christkindlsmarkt. Dort genehmigten wir uns einen Heidelbeerglühwein und eine Wurstsemmel.

Das Fernseh-Studio von Doschauher.tv in DeggendorfDas Fernseh-Studio von Doschauher.tv in DeggendorfDas Fernseh-Studio von Doschauher.tv in DeggendorfDas Fernseh-Studio von Doschauher.tv in Deggendorf

Anschliessend zeigte uns Robert das Fersehstudio von Doschauher.tv in der Nähe der Fachhochschule Deggendorf.

Das Fernseh-Studio von Doschauher.tv in DeggendorfDas Fernseh-Studio von Doschauher.tv in DeggendorfIm Ratskeller Deggendorf

Dort baute eine Rockgruppe gerade das Set um, damit ein Musikvideo gedreht werden konnte. Danach verspürten wir Hunger und Robert führte uns in die Gewölbe des Deggendorfer Rathauskeller zum Essen aus.

Die Wohnung von MikeEine Katze sonnt sich

Frisch gestärkt verabschiedeten wir uns von Robert und Deggendorf und fuhren nach Regensburg weiter. Jacky begeisterte sich sofort für die Wohnung für Mike. Nach ein wenig Plaudern gingen wir früh zu Bett – gegen Mitternacht. Jacky wollte sich ja am Samstag in den Weihnachtstrouble stürzen und ausgiebig „schöppelen“ gehen.

Jacky und Chris beim Einkaufen in den Regensburger ArcadenJacky und Chris beim Einkaufen in den Regensburger ArcadenEinkaufsstau am Parkhaus Peterstor

Schon um 9 Uhr standen Jacky und Chris auf und begaben sich in das Donau-Einkaufs-Zentrum in Regensburg. Mike und ich schliefen uns aus und stiessen dann in den Regensburger Arcaden zu den beiden „Schöppeler“. Dann liessen wir das Auto in den Arcaden stehen und gingen zu Fuss am Peterstor vorbei – Ziel der Weihnachtsmarkt im Hof des Fürstlichen Schlosses von Gloria von Thurn&Taxis. Das Auto in den Arcaden stehen zu lassen, war die richtige Wahl. Vor dem vollkommen überfüllten Peterstorparkhaus staute sich der Verkehr bis zur Maximilianstrasse hinauf.

Weihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&Taxis

Dort bezahlten wir 3,50 Euro pro Person Eintritt und schauten uns um.

Weihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&Taxis

Vor den vielen Ständen und im Innenhof des Schlosses tummelten sich massenweise Touristen und versorgten sich mit Ess- und Trinkbarem.

Chris und Jacky beim NateltäschchenkaufChris und Jacky beim NateltäschchenkaufChris und Jacky beim Nateltäschchenkauf

Vom Schloss wanderten wir die Obere Bachgasse entlang. Jacky entdeckte neben einem „Kinder-Second-Hand“-Shop (gibt es nun schon gebrauchte Kinder) einen netten kleinen Laden. Dort lag in der Auslage eine Schweizer Nateltasche, für welche sie sich sofort begeisterte und diese erstand.

Peter, Jacky und Chris am Regensburger ChristkindlmarktPeter, Jacky und Chris am Regensburger ChristkindlmarktPeter, Jacky und Chris am Regensburger Christkindlmarkt

Anschliessend stürzten wir uns in den Regensburger Christkindlmarkt am Neupfarrplatz und besorgten uns je eine original „Regensburger Knackersemmel mit allem“ zusammen mit einem weiteren Glühwein. Jacky suchte auf dem Weg zurück noch das ein oder andere Schuhgeschäft auf, konnte aber leider kein passendes paar Schuhe für sich finden.

Peter, Jacky und Chris am Regensburger Christkindlmarkt

Gegen 18 Uhr begaben wir uns auf den Nachhauseweg, um uns für den Abend ein wenig auszuruhen; denn um 20 Uhr würde uns Markus mit dem Auto abholen.

Mike, Chris, Jacky, Markus und Peter im Regensburger Kneitinger am ArnulfsplatzMike, Chris, Jacky, Markus und Peter im Regensburger Kneitinger am ArnulfsplatzMike, Chris, Jacky, Markus und Peter im Regensburger Kneitinger am ArnulfsplatzMike, Chris, Jacky, Markus und Peter im Regensburger Kneitinger am Arnulfsplatz

Zum Abendessen führte ich Jacky, Chris, Markus und Mike in das Traditionslokal Kneitinger aus. Das Kneitinger-Bier ist legendär und über die bayerischen Landesgrenzen bekannt. So liessen wir uns eine Halbe zusammen mit 6 Bratwürstl auf Kraut schmecken.

Mike, Chris, Jacky, Markus, Martina und Peter in der Oscar-BarMike, Chris, Jacky, Markus, Martina und Peter in der Oscar-BarMike, Chris, Jacky, Markus, Martina und Peter in der Oscar-Bar

Am späten Abend stiess dann Martina – die Freundin von Markus – zu uns dazu und wir entschlossen uns auf den ein oder anderen Cocktail in die „Oscar-Bar“ in der Roten-Hahnen-Gasse zu gehen. Dort ergatterten wir den Fensterplatz und plauderten bis kurz 1 Uhr Morgens.

Dann verabschiedeten wir uns von Martina und Markus und besorgten uns nach einer kurzen Wanderung durch die altehrwürdige Altstadt von Regensburg am Domplatz ein Taxi zurück zu Mike’s Appartement.

Am heutigen Sonntag um 13 Uhr beluden Jacky, Chris und ich das Auto und verliessen Regensburg. Die Fahrt zurück verlief vollkommen reibungslos – ohne Stau, nur regnete es ohne Ende. Aber das konnte den Gesamteindruck der Schweizer Gäste nicht trüben: Es war wieder ein fantastisches vorweihnachtliches Wochenende in Regensburg.

Nun kommt die letzte Arbeitswoche in diesem Jahr auf mich zu. Am kommenden Samstag „sattele ich die Hühner“ und reite wieder nach Regensburg. Weihnachten und Sylvester stehen an.


Vor sieben Jahren – 2x Dauerchat-Weltrekord gebrochen

22. November 2006

Durch ein Interview und durch Mam’s „40 Jahre Peter – Das Buch“ wurde ich wieder daran erinnert. Muss ich wahnsinnig gewesen sein. Vor sieben Jahren war das. So lang her? Da war ich noch jung und verrückt. Nun bin ich nur noch verrückt 🙂

1999 war ich noch regelmässig im Chat „Atlantis“ unterwegs. Der gibt es schon lange nicht mehr. Das war ein ganz „antiker“ Chat. Per Button musste noch selbst aktualisiert werden. Das hatte aber den Vorteil, dass dieser Chat für „Kiddies“ nicht interessant war. Auch gab es keine „Privates“ oder sowas ähnliches. Das hat mich bei den anderen Chats immer genervt. Man sah 153 User im Chat und in der Lobby schrieb keiner. Absolute Gruppenbildung. Das gab es im „Atlantis“ eben nicht. Jeder sah jeden und las alles von jedem. Besser war das. Viele Abende verbrachte ich vor der Mattscheibe und tippte drauf los. Daraus ergaben sich Freundschaften, die noch heute lose halten. Zu „Mr.L“ beispielsweise oder „Anaconda“ und „Lukas“. Letztere besuchte ich letztes Jahr in Heidelberg. Es fand sogar eine richtige „Chatterhochzeit: Momo und Bubu“ statt. Nein, nicht virtuell. Die beiden lernten sich im Chat kennen und lieben. Ach und „Traumtänzer“ und „Anja“ gab es damals auch noch eine Hochzeit. Regelmässige „Chattertreffen“ zu Geburtstagen in Regensburg und Viernheim waren der Hammer. Die Chatter, die man sonst nur vom Schreiben kannte einmal richtig zu treffen und zusammen zu feiern.

Ja, und dann las ich eine Pressemitteilung von Berlin.de: „Auf der IFA99 in Berlin soll der Dauerchat-Weltrekord von 59 Stunden geknackt werden. Hierfür werden 4 Teilnehmer gesucht. Bewirb Dich per Mail“. Da werden bestimmt massenhaft Leute schreiben, dachte ich. Egal, als Bayer könnte man die „Praisn“ schon mal etwas aufmischen. Also sendete ich eine Bewerbungsmail – kurz und knackig. Vergass diese dann aber auch wieder. Einige Wochen später kam Post von Berlin.de. Man bat einen Bogen auszufüllen und zurück zu faxen. Das war schnell erledigt. Und tatsächlich kam ein paar Tage später die schriftliche Einladung. Nun versucht mal 14 Tage vor der IFA in Berlin einen Flug zu bekommen. Weil, hinfahren wollte ich von Regensburg nicht. Da bin ich ja schon nach der Anreise fertig. Ich bekam einen Bussiness-Flug und besorgte mir einen Leihwagen (sogar mit Navi!). Nach der Anreise ging es zum Doktor und zum Belastungstest (EKG).

   

Dann sahen wir uns die „Aquarien“ – wie wir die verglasten 2er-Kabinen nannten – in einer der Messehallen auf der IFA an, testeten die Rechner und gingen schlafen. Am nächsten Tag um 9 Uhr ging es los.

  

Chatten bis die Finger knacken. Nein, so schlimm war es nicht. Innerhalb von einer Stunde hatte man 5 Minuten Pause. Diese 5 Minuten konnten gesammelt werden. Chatten musste man folgendermassen: Pro Minute mindestens zwei sinnvolle Sätze. Kein „Copy and Paste“.

 

Niemals den Chatraum verlassen, ausser während der Pause. Schlafen war nicht. Aber Duschen und dergleichen war dann schon mal drin. Während der Öffnungszeiten war es im Chatraum unsagbar voll. Ohne direkte Ansprache im Text ging da gar nix. Richtig langweilig war es dann erst ab 3 Uhr nachts.

  

Neben der süssen Jenni in „real“ lernte ich eine Lady „virtuell“ aus Amerika/Florida kennen. Durch die Zeitverschiebung war es für sie einfach regelmässig vorbei zu schauen. Die Presse war regelmässig da. Funk und Fernsehen belagerte die beiden Aquarien.

  

Eine weitere Auflockerung hatte ich auch rein visuell. Der Messestandbetreiber gegenüber hatte die „Miss Germany 1999 – Yvonne Wölke“ engagiert. Eine Augenweide. Nach 53 Stunden schlief der erste ein. Aber die anderen 2 und ich hielten fast 62 Stunden durch (61 Stunden 50 Minuten). „Yummy“ Susanne Clark überliessen wir beiden Männer den Sieg. Wir konnten nicht gleichzeitig aufhören.  Sie bekam einen MAC und wir Männer je zwei Tickets nach NewYork.

   

Ich wandelte dieses dann in zwei Tickets nach Florida um, wo ich dann die „Lady aus Florida“ und ihre Familie besuchte. Auf dem Rückflug von Berlin nach München hatte ich auch noch eine lustige Begegnung. Ich sass in der Business-Class linken Reihe am Mittelgang und „Beinhard Werner Brösel“ sass direkt gegenüber. Zuerst erkannte ich nur seinen Bruder, der zwar am Fenster sass, aber gleichzeitig mit mir einen Kaffee nachbestellte. Brösel grinste und ich grinste zurück. In München angekommen stand direkt neben einem Aschenbecher am Gepäckband und wartete auf auf meinen Koffer. Jemand tippte mich an und fragte leise „Haste mal ne Fluppe?“.

  

Ich dreh mich um und flüsterte zurück: „Wenn Du mir unauffällig ein Autogramm gibst!“. Unauffällig? Er zog eine Autogrammkarte aus der Lederjacke, bat mich um einen Kugelschreiber und unterschrieb auf meinem Rücken. Karte gegen „Fluppe“. Feuer gab ich ihm auch noch. Dann standen wir beide am Aschenbecher und plauderten. Er und Brüderchen sind zur Premiere von „Werner – Volles Rooääää!!!“ in München. Sein Bruder kam nach und rauchte auch erst Mal eine. So standen wir zu dritt um den Aschenbecher und frotzelten über die Leut‘ rund um uns rum, über den Zoll der uns sicher rausziehen wird und tonnenweise Bölkstoff im Koffer findet und dann selber trinkt. etc.etc. Das war im September 1999.

 

Zwei Monate später klingelte im Büro mein Telefon. „Antenne Bayern“ wär dran. Ob ich der „PeterPan“ wäre, der in Berlin den Weltrekord geknackt hätte. Ich beantwortete die Frage und der Gesprächsgegenüber teilt mir mit „Wir sind live on air“. Wie meinen? Er fragte, wie das so war, über was wir geplaudert hätten und ob ich es wieder versuchen würde. Äh! Warum nicht. Es gäbe da einen weiteren Weltrekordversuch – der würde am Donnerstag anfangen. Ich entgegenete „Wenn mein Chef mir frei gibt – klar!“ Ob der „Chef“ da sei, war die Frage. Ich blickte über die Schulter und Herr Driessle war da. Ob er den „Chef“ sprechen könnte – ich leitete das Telefon um und verband die beiden. Nicht ohne den Hinweis „Chef, Sie sind live im Radio“. Mein Chef gab mir natürlich die Erlaubnis. Und so startete ich mit 25 weiteren Chattern verteilt über ganz Bayern in verschiedene Internet-Cafés den 2. Dauerchat-Weltrekord.

  

Diesmal war die Anreise einfach. Das Internet-Café war in Regensburg in der Glockengasse. Auch die Nächte waren leichter zu „überleben“; denn ich hatte Besuch ohne Ende. Nach 62 Stunden wurde der alte Rekord von Berlin eingestellt und die Parties live im Radio übertragen. Mein Interview konnte man fast nicht verstehen, weil im Regensburger Internet-Café gefeiert wurde ohne Ende. Aber ich konnte nur kurz Pause machen; denn es galten die gleichen Regeln wie in Berlin. Aber ich hatte meine Leibspeise geschenkt bekommen: „Zwei lange Braune mit allem, a Bretzn und an Kaffee“. Und so schafften wir das Limit für Dauer-Wettbewerbe: 72 STunden! Sonntag Mittag war es vollbracht. Anschliessend gingen wir noch Pizza-Essen und ich danach für 24 Stunden ins Bett.

Antenne-Bayern-Chat-Weltrekord Pressemeldung

Die Meldung vom Chat-Weltrekord ging auch in Regensburg durch die Medien. „Blizz“ berichtete genauso wie die „Mittelbayerische Zeitung“. Ein paar Tage später war ich dann auch im Regionalfernsehen. Die Videokassette habe ich auch noch rumliegen.

Wer mich oder die anderen im Guinessbuch der Rekorde sucht, wird nix finden. Warum? Der lese hier. Nö, mir reichen die Erinnerungen. Der Eintrag ins Buch bringt mir zusätzlich nix.

Übrigens: Knacken kann man den Rekord nur noch durch die Anzahl an Personen. Die Länge des Rekordes wurde auf 72 Stunden begrenzt. Wir waren 25 beim „Antenne-Bayern“-Dauerchat-Weltrekord.


Bali Kuta Beach – Der erste Tag auf Bali

20. November 2006

Heute fand ich etwas Zeit die Reiseaufzeichnungen von unserem Urlaub in Bali ins Web zu bringen. Hier also – nach den ersten Tagen in Singapore – der erste Tag in Bali.  Zum Inhaltsverzeichnis geht es hier lang 🙂

14.10.06 – Die ganz Nacht hatte ich schlecht geschlafen. Einmal war es mir zu kalt, dann wieder zu warm. Dann stand ich auf und setzte mich auf den Balkon. Dort erwischten mich dann die Mücken. Ich ging Duschen und las anschliessend im Reiseführer. Mike schnorchelte leise im Bett neben mir. Sonst schnarcht er ab und zu, aber diese Nacht näselte er nur leicht. Er scheint den Schlaf von einem ganzen Jahr nachzuholen. Dann, als die Sonne aufging, dachte ich schon ich könnte eigentlich zum Strand gehen. Morgens um 7 Uhr schlafe ich dann endlich ein. Bis mich der Roomservice weckt gegen 11 Uhr.

Ich weckte Mike. Er rappelte sich müde hoch und er setzte sich auf den Balkon, damit der Roomservice sein Bett beziehen konnte. Mike rappelte sich langsam und ächzend auf, schnappte sich die Zigaretten, schleicht auf den Balkon und lehnt sich in den Liegestuhl. Ich bestelle heisses Wasser und mache Kaffee. Als ich mit zwei Tassen auf den Balkon komme, lag Mike mit halb geöffnetem Mund und geschlossenen Augen leise rüsselnd da. Eingeschlafen. Ich zünde mir eine Zigarette an und schaue mir den Garten des Hotels an. Vom Trubel an der Uferstrasse ist hier überhaupt nichts zu spüren. Leise hört man unsere Klimaanlage rauschen. Irgendwo spielt leise Musik – kaum hörbar. Der Roomservice-Boy wischt derweil den Boden. Ich frage ihn, ob er bitte nochmals die Thermoskanne mit heissem Wasser befüllen könnte. Er verschwindet kurz und bringt eine frische Kanne. Dann verabschiedet er sich mit etwas, was mit viel Fantasie und Interpretationsvermögen nach „Have a nice Day“ klingen könnte. Von Chris und Beat keine Spur. Alles ist ruhig um uns herum. Ich wecke Mike und er wankt murmelnd zurück ins Bett. Ich dusche und setze mich anschliessend wieder auf den Balkon. Der Garten besteht aus Palmen verschiedener Grössen, Büsche blühen bunt, weisse und weinrote Blüten. Ich schnappe mir den Bali-Reiseführer und den Kaffee, dann mache ich es mir am Balkon gemütlich.

Gegen 15 Uhr reckte Chris den Kopf an der Balkonabtrennung vorbei. „Schläft der Mike noch?“ Ich nickte und fragte, wann er aufgestanden sei. Cris erzählte, dass er und Beat gleich nach dem Frühstück mit dem Taxi zum Jimbaran Beach gefahren seien. Dieser liegt etwa 3 km südlich des Flughafens „Ngurah Rai“. Die Brandung sei ähnlich stark, wie an der „Kuta Beach“, nur wäre es deutlich ruhiger. Keine „Heuschrecken“, wie ich die Fliegenden Händler nenne. Chris und Beat wären etwa eine Stunde dort gewesen, kurz das Meer angetestet und hätten sich gesonnt. Aer es wäre zu heiss für den Anfang gewesen. Die Taxifahrt kostete pro Tour 50 000 Rp. was etwa 5 Euro entspricht.

Dann reckte auch Beat den Kopf von seinem Balkon herüber und grinste. Wir beschlossen Mike schlafen zu lassen und uns den Pool näher anzusehen. Also packte ich leise meine Habseeligkeiten und ing mit Chris und Beat zum Hotelpool. Dieser hat etwa eine Grösse von 200 qm Wasserfläche und ist in drei Ebenen eingeteilt. Einen 2,2 Meter tiefen, einen mit 1,2 Meter Tiefe und einen flachen an dessen Ende vier Steinfiguren als Wasserspeier zu Massage dienen. Links vom Pool befand sich eine strohbedeckte halboffene Hütte, in welcher eine professionelle Masseurin ihre Dienste anbietet. Rechts hinten befindet sich eine Theke, an welcher die Handtücher ausgegeben werden. Davor steht halb im Wasser eine halbrunde Steintheke, auf Wasserniveau mit Pizzaofen (Poolpizza) allerdings nicht in Betrieb. Rechts davon erstreckt sich der Barbereich und davor der offene Restaurationsbereich mit runden 4er Tischen und Bali-Deko. Rund um den Pool stehen einige Holzliegen. Wir entschlossen uns vier davon im Halbschatten einer Palme zusammen zu stellen. Wir breiteten die Handtücher aus und dann wurde das Wasser angetestet, erfrischend aber nicht kalt. Gerade richtig und kein Chlorgeruch. Aber an die Sonne muss ich mich erst noch langsam gewöhnen. Das ganze Jahr in geschlossenen Räumen sorgt für vornehme Blässe, welche nicht zu intensiv von der Sonne bestrahlt werden sollte.

Nach etwas mehr als einer Stunde beendeten wir das Relaxen am Pool und gingen zurück zu den Zimmern. Mike war aufgestanden und hatte sich ebenso poolfertig gemacht. Ich hatte einen Zettel hinterlassen mit der entsprechenden Nachricht und er wollte gerade nachkommen. Ich informierte ihn über unsere Planung zuerst zum Kuta-Strand den Sonnenuntergang zu geniessen und anschliessend zum Essen ins Restaurant „B`Couple“ zu gehen. Dieses Lokal hatte Chris auf der Taxirückfahrt entdeckt. Wir zogen uns um und Chris und Beat kamen kurz vor 18 Uhr auf unsere Zimmer. Wir setzten uns kurz und rauchten eine. Dann gingen wir die Hotelausfahrt entlang zur Uferstrasse.

Schon wurden wir von Taxifahrern empfangen, welche uns „Transport“ anboten. Wir überquerten die Strasse und gingen im Sand Richtung Meer. Der berühmte Surferstrand Kuta-Beach war wegen der langen gleichmässigen Dünung bekannt und beliebt. Zum Baden ist der Strand aber eben deshalb nur wenig geeignet. Die Strömung einen bei einer Gegenströmung schon mal ins Meer zurück ziehen. Rote Flaggen mit Totenkopfsymbolen machen dies unmissverständlich deutlich. „Don’t swim in this area!“ Schon kamen wir mit den ersten „Heuschrecken“ in Berührung.

Alle paar Meter wollte uns ein Balinese Tücher, Getränke, Eis oder Lenkdrachen verkaufen. Auch temporäre Tattoos oder Massage war im Angebot. Wir schlenderten am Strand und beobachteten das Treiben darauf un dim Meer. Denn dort surften etwa sieben oder acht Surfer die regelmässigen Wellen ab. Als sich die Sonne senkte und langsam von orange in rot verwandelte, schoss ich einige Bilder vom Szenario. Nach Sonnenuntergang spazierten wir die teils befestigte Uferpromenade entlang zurück zur Uferstrasse, um uns auf den Weg zum Restaurant „B’Couple“ beim Paradiso Hotel zu machen.

War es am Strand noch relativ ruhig gewesen, so schien die Jalan Pantai Kuta, wie die Uferstrasse heisst, von Taxis und Motorrollern überzuquellen. Schnell hatte diese Strasse den Kosenamen „Idiotenkreisel“ weg. Wir gingen am Hardrockcafe und Starbucks vorbei immer von Hupen und Transportrufen der Taxifahrer begleitet. 

Wir bogen in die Verkaufsstrasse mit den vielen Plagiatenshops ein, durchquerten diese flotten Schrittes und landeten schliesslich vor der „B`Couple Bar and Restaurant vor dem Hotel Paradiso“. Am Eingang des rundherum offenen Lokals stand eine traditionell gekleidete Dame und einen Security-Mann. Wir suchten uns einen Tisch in der Mitte des Restaurantes aus. Die Getränke- und Speisekarte wurde gereicht und wir suchten uns „Corona-Bier“ sowie einen Seafruit-Basket mit verschiedenen Fischköstlichkeiten aus. Chris und Beat tranken Cola, Beat nahm Chopsticks. Dazu wurde Salat und Reis gereicht. Das Essen schmeckte vorzüglich. Die Chopsticks wurden auf einem kleinen Holzgrill an den Tisch gebracht. Das fischallerlei in einem Palmenblattkörbchen. Babylobster und Tintenfisch war auch mit dabei. Das Restaurant „B’Couple Bar ’n‘ Grill“ ist wie eine grosse offene Lagerhalle gestaltet.

Die offene moderne Chromküche mit blau hinterleuchteter Glastheke befindet sich an der Strassenseite. Daran schliesst sich der gediegene mit Tischdecken und Deko geschmückte Restaurationsbereich an. Daneben laden breite Cordsofas und flache Holztische zum Chillen ein. Daneben der Barbereich mit Chromtischen und -Stühlen. Dahinter befindet sich eine Bühne für Livebands mit Tanzfläche davor. Etwas erhöht noch ein weiterer Barbereich mit zwei Billardtischen. Die Bars und die einzelnen Restaurationsbereiche sind aus Glasbausteinen gestaltet, welche durch RGB-LED-Leuchten indirekt beleuchtet werden. Die Soundanlage ist überdimensioniert, hervorragend gleichmässig, stören die Unterhaltung aber nie. Auf einer Grossleinwand wurden Musikvideos gezeigt. Nach dem üppigen Mahl verlangte der Körper nach Bewegung.

 So entschlossen wir uns die Jalan Kartika weiter zu erkunden. Der Verkehr wütete noch immer und unzählige Taxis machten durch Hupen auf sich aufmerksam. Ich überlegte mir schon ein T-Shirt anfertigen zu lassen. Auf der Vorderseite steht dann „I don’t need a Taxi“ und auf der Rückseite „And i had a Massage today“. Die Strasse ist gesäumt von Restaurants, Shops, zwischendurch mal ein Rollerverleih oder ein fliegender Händler. Dann ein Taxifahrer auf dem Gehsteig sitzend, der mal grad nicht im Auto sitzt und hupt. Nach etwa 1000 Meter wechselten wir die Strassenseite und kehrten um. Das Bild blieb gleich. Ab und zu mal eine Karaoke-Bar. Die Sätze der Taxifahrer scheinen einstudiert zu sein. Es sind nämlich immer die gleichen: „Taxi? Transport? Were do you come from? Where do you stay? You like young girls? Go to the Disco? Manchmal steht sogar mal jemand am Strassenrand und bietet angeblich Hasch und Marihuana an. Der Besitz von Drogen dieser Art kann hohe Geldstrafen nach sich ziehen und wir vermuten, dass die Dealer und die Polizei hier Hand in Hand arbeiten (wie treffend formuliert).

Im Hotel angekommen machten wir uns ausgangsfertig. Direkt am Ausgang des Hotels schnappten wir uns einen Taxifahrer und Chris machte den Preis klar. 50 000 Rp. für die Fahrt zur Legian Beach. Chris erzählte etwas von einer Freiluftdisco „Double Six“ und die wollten wir uns ansehen. Auch sonst soll es in Ufernähe interessante Bars und Restaurants geben. Die Fahrweise der Taxisteuerer ist aus europäischer Sichtweise schon etwas abenteuerlich, aber was auf Bali veranstaltet wird hat mit Einhalten irgendwelcher Verkehrsregeln nichts zu tun. Auch der TÜV scheint unbekannt. Während der Fahrt stellte ich eine kurze Fahrzeugdiagnose: Radlager rechts vorne, Querlenker, Lenkradspiel eine halbe Umdrehung. Wir diskutierten auch darüber wieviel Fahrstunden man zur Fahrerlaubnis benötigt und ob überhaupt. Geht es mit dem Taxi langsamer, so überholen sofort links und rechts die Roller. Ist die Strasse dann frei, überholt das Taxi wieder wo es nur irgendwie geht. Einen Unfall habe ich trotzdem noch nicht beobachtet. Bei einer Engstelle oder Baustelle gewinnt der, der schneller dran ist. Roller weichen dann schon mal schnell auf den Gehsteig aus.

Wir durchfuhren im raschen Tempo dunkle leergefegte Strassen mit von Rollerjalousien verschlossenen Geschäften. Brannte irgendwo Licht, so handelte es sich dabei um ein Restaurant oder eine Bar. Es stellte sich mir die Frage, wo wohnen all die Balinesen und Shopinhaber? Hier sicher nicht. Auch deutete die riesige Anzahl von Shops darauf hin, dass jeder hier an dem Touristen-Boom verdienen möchte. Nach 22 Uhr sind diese Gegenden menschenleer und ausgestorben. Willkommen im Urlaubsparadies. Ähnliche Geschichten erzählen Touristenzentren wie Las Americas auf Tenerife, Ballermann auf Mallorca, Cersonissos auf Kreta. Irgendwann ist die Regierung und die Stadtverwaltung den lärmenden Massentourismus Leid und man besinnt sich auf alte Qualitäten, wie Tradition und individuelle Angebote, die dann gediegenere Touristen anlocken und den Ruf verbessern. Aber noch herrscht Goldgräberstimmung in Kuta. Vor 30 Jahren war hier noch Sumpf.

Nach 10 Minuten Fahrt kamen wir im Strandbereich von Legian an. Chris bezahle den Fahrer und wir orientierten uns kurz. Wir waren an einer T-Kreuzung gelandet. Vor uns der Strand mit Strahlern erleuchtet. Links eine Pizzabar, die Strasse gesperrt und ein Parkplatzbewacher kassierte 1000 Rp. für Autos und 500 Rp. für Roller. Links ging es zum „Double Six“. Dorthin gingen wir zuerst. Es war etwa 23 Uhr aber der Parkplatz war leer. Nur ein Auto und einige Roller standen dort. Vor dem Eingang langweilten sich drei Securities. An der Tür hing ein Schild „50 000 Rp.“. Wir assozierten, dass es sich dabei um um den Eintrittsbetrag handelte. Direkt neben dem „Double Six“ stand ein weiteres Gebäude. Auf einem Schild stand „Papparazi-Bar“. Wir sahen hinauf zur Terasse, aber nur drei oder vier Personen standen dort an Tische gelehnt. Also drehten wir um und gingen zurück zur Kreuzung an dem Parkplatzkassierer vorbei und beschlossen in eine der Bars zu gehen, um dort etwas abzuwarten. Die Auswahl war nicht recht gross. Die bereits erwähnte Pizzabar, ein Restaurant und eine schlecht besuchte Bar. Wir gingen weiter unnd aus der Ferne schallte Technosound an unser Ohr. Die Quelle der Musik fanden wir. Eine Musikbar mit Terrasse und Liegesesseln.

„De ja vu“ war der Name der Lokalität. „Draussen oder Drinnen“ war die Frage. Ausserhalb hiess immer noch drückende Schwüle und innerhalb Kühlung und lauterer Sound. „Drinnen hiess die Entscheidung. Mitten im Eingangsbereich stand eine übergrosse silberfarbene moderne Frauenskulptur, welche mich an das Wandgemälde in der Rockdisko Factory erinnerte. Die grosse Bartheke lag im hinteren Bereich. Links an der Wand, sowie in der rechten Hälfte luden bequeme Loungesessel und Sofas zum Verweilen ein. Wir entschieden uns für das Sofa und die Sessel auf der linken Seite. Sofort kam eine Bedienung an unseren Tisch, begrüsste uns freundlich und reichte uns die Getränkekarten. Bier zwischen 20 000 und 30 000 Rp. und cocktails zwischen 35 000 und 50 000 Rp. Mike bestellte zuerst einen „Singapore Sling“, Chris einen „Caipirinha“, Beat ein Corona und ich ein „San Miguel“. Die Bedienung verschwand, kam aber kurz darauf zurück und wollte mir etwas mitteilen. Ich verstand sie aber überhaupt nicht. Erst beim 3. Mal enträtselte ich „Sorry, San Miguel finish!“. Also nahm ich ebenso ein Corona, welches sie kurze Zeit später mit den restlichen Getränken servierte. Die Musik war House-Trance-mässig hervorragend. Die Soundanlage hochklassig. Nach und nach kamen auch immer mehr Nachtschwärmer, welche sich aber hauptsächlich im Aussenbereich einfanden. Sämtliche deckenhohen Glastüren waren geöffnet. Anders als bei uns im westeuropäischen Klima sind bei der Tür Deckenklimaanlagen installiert, welche einen Kältevorhang erzeugen. Auch die bisher freien Plätze im Innenbereich füllten sich langsam.

Die Diskussionen unter uns beschränkte sich musiklautstärkemässig bedingt entweder auf lautes Zurufen kurzer Satzfragmente oder direkt in das Ohr des Angesprochenen deutlich gesprochen. So blieb uns grösstenteils nur die Hälfte unserer Lieblingsbeschäftigung: Beobachten (ohne Kommentieren). Kommentieren konnten wir nur durch Handgesten. Meine Beobachtung war zum Beispiel, dass für diese Grösse des Lokales ungewohnt viele Bedienungen anwesend waren. Auch waren diese sehr freundlich und aufmerksam. Ich zählte mit Thekenpersonal 22 Bedienstete. Jeder trug die gleiche Bekleidung: dunkles T-Shirt mit „De ja vu“-Aufdruck, dunkle Hose/Jeans und einen Barcodeanhänger, welcher am Band um den Hals getragen wurde. Ich kombinierte und überlegte, wie ich „den Laden schmeissen“ würde. Die Barcodeanhänger sind der Bedienungsperson zugeordnet. Jede Bestellung kann dann der Person zugeordnet werden. Somit auch der Tagesumsatz der entsprechenden Bedienung. Es ird zentral abgerechnet – nur eine Kasse. Das Trinkgeld wird zentral gesammelt. Die Bedienungen sind prozentual am Umsatz beteiligt und erhalten entsprechend des persönlichen Umsatzanteils ihre Entlohnung und den Trinkgeldanteil. Mit der Voraussetzung „geringes Grundgehalt auf Stundenbasis“ entteht so ein Wettbewerb unter den Bedienungen. Zusätzliche Motivation könnte die direkte Zuordnung des Trinkgeldes zur Bedienung bringen. Somit spielt die Anzahl der Bedienungen keine Rolle. Steigert lediglich den Wettbewerb. Nur wer flink ist und schnell den Gast bedient und das möglichst freundlich, verdient am Ende des Abends am meisten. Warten oder gar Sätze wie „Das ist nicht mein Tisch“ gibt es dann überhaupt nicht.

Nach einer weiteren Runde Cocktails und Bier zahlten wir gegen halb eins und starteten den zweiten Versuch beim „Double Six“ nicht ohne bei der Kreuzung unzählige „Taxi“ und „Transport“-Versuche abwehren zu müssen. Beim „Double Six“ war immer noch nichts los. Und das am Samstag. Nach kurzer Beratung entschieden wir uns nach Kuta zu fahren und dem „Hard Rock Cafe“ einen Besuch abzustatten. Der Taxifahrer liess nicht mit sich handeln. Für 50 000 Rp. fuhr er uns zurück. Dabei hatte ich das Gefühl im Kreis geführt zu werden, aber der Taxifahrer verteidigte seine Route. Nicht ohne Zusatzoptionen anzubieten: Nice Girls und TikiTiki. Wir lehnten dankend ab. Wir stiegen beim „Hard-Rock-Cafe“ aus. Der Türsteher hielt uns auf und fragte nach, was wir trinken möchten. Ich gab vier San Miguel an, erhielt einen Zettel, den ich an der Kasse abgab und berappte schlappe 240 000 Rp. für vier Bier und viermal Eintritt. Chris und Beat waren schon erwartungsvoll vorgegangen, Mike folgte mir in die Arena. Gleich rechts von der Tür sassen die beiden. Ich folgte den Blicken und sah auf die Bühne. Eine Liveband spielte und zwei etwas fülligere junge Damen sangen dazu. Die Band nannte sich „AZ-1“ und schien entweder aus England oder Australien zu kommen. Die beiden stämmigen Damen hatten zwar anhörbare Stimmen, aber der Manager sollte ihnen raten 20 kg. abzunehmen – jede. Ich gab den zettel an eine Bedienung ab und blickte in die Runde. Plötzlich stand ein Kleinwüchsiger zappelnder neben mir. Ich machte einen Schritt zur Seite. Daraufhin sprach er mich an „Haiiii!“ How are you?“ kam es extrem sanft und weich an mein Ohr. Ich drehte mich um und deutete Mike an, dass ich mal für kleine Pans muss. Als ich zurück kam, reichte die Bedienung gerade die Bierflaschen. Zu dem warmen Kleinwüchsigen hatte sich ein weiterer extrem sanfter gesellt. Orange Halbjacke mit Kapuze und hautenger Sporthose – süss. Das hatte uns grade noch gefehlt. Beide tänzelten zur Musik direkt neben Beat. Es dauerte nicht lang und der zweite Halbjackenträger schnurrte Beat um eine Zigarette an. Chris beobachtete das Szenario und grinste leise vor sich hin. Nun hatte der Halbzwerg bemerkt, dass ich wieder da war. Er drehte sich zu mir um und fragte „Where do you come from?“. Ich verschränkte die Arme und beugte mich zu seinem Ohr „Go your own way, Boy. I don’t like you!“. Der Zwerg grinste gezwungen, tuschelte dann kurz mit seinem Halbjackenkollegen und beide verschwanden.

Nachdem die Band „YMCA“ anstimmte, ging gleichzeitig unser Bier aus. Keiner von uns wollte eines nachbestellen und wir empfanden, dass dieses Lokal ab sofort nicht mehr unser Geschmack sei. Gründe? Preisfrage! Hinweis: 3 Gründe sind es insgesamt. Enttäuscht vom Samstag Abend auf Bali, verliessen wir die wenig besuchte Location. Wir waren fast soweit uns im Shop ums Eck Sixpacks zu bestellen und unsere Privatparty im gemütlichen bekannten Stil auf dem Balkon fortzusetzen. Aber wie das Schicksal so spielt. Geht eine Tür zu – dann öffnen sich im nächsten Moment zwei neue. Als wir vor der Hoteleinfahrt ankamen, vernahmen wir in der Ferne wieder Technosound. Eine Disko in dieser uns noch unbekannten Richtung? Das musste erkundet werden. Wenn da nix ist, dann läuft uns der Minimarket mit dem Bier auch nicht davon. Zuerst sahen wir nur ein überdimensionales McDonald-Schild. Ja, auch hier sind die Jünger der Fettlebigkeit eingetroffen. Mit jedem Schritt erhöhte sich die Lautstärke. Chris meinte „Die Musik ist genau das, was ich jetzt brauche!“.

Die Musik kam aber nicht aus dem McDonald. Auch nicht aus dem Massagesalon daneben. Wir umrundeten das Gebäude, als eine junge Balinesin „Hallo“ rief und aufgeregt winkte. Zuerst dachte ich an die übliche Touristenfängerei, aber als wir die kleine Treppe zur Dachterrasse des Massageladens erklommen, stellten wir fest, dass dies hier nicht zutreffen konnte. Die junge Balinesin (etwa 25 Jahre alt) sass zusammen mit Freundinnen und Freunden an einem flachen Tisch mit Getränken vor sich. Wir grüssten zurück und wurden von einer einer jungen Dame – einer Bedienung – mit den Worten „Wellcome to my Beachbar“ empfangen. Sie stand vor einer halbrunden Theke. Im Zentrum davor stand ein Stahlgestell auf dem ein DJ sein Equipment aufgebaut hatte. Auf einem Klapptisch lagen CD-Mappen aus denen sich der DJ das entsprechende Stück heraussuchte. Rechts und links davon stand je eine riesige PA-Lautspecherbox mit Hörnern. Der Boden war mit Sand aufgefüllt. Verschiedene Tische mit unterschiedlicher Form und Grösse, sowie diverse Stühle standen auf dem ehemaligen Dach des Massagesalons.

Alles sah eher improvisiert aus. Die Terrasse war locker mit Gästen – nur Balinesen – besetzt. Wir suchten uns einen Holztisch in etwa der Mitte vor den grossen Lautsprecherboxen aus und setzten uns alle vier frontal davor. Nur so kann man den Sound und das Ambiente voll geniessen. Die Bedienung verteilte Getränkekarten, welche uns die nächste positive Überraschung bescherte: Longdrinks und Cocktails nur 35 000 Rp. Wir bestellten 4x Caipirinha! Der Barmixer hatte zwar nur weissen Zucker, dafür aber auch nur wenig Eis. Somit musste (leider) mit mehr Pitu aufgefüllt werden. Dementsprechend gut war die Mischung. Die junge Balinesin am Tisch am Eingang tuschelte pausenlos mit ihren beiden Freundinnen und behielten Blickkontakt. Die Bedienung brachte uns die Cocktails, stellte diese auf den Tisch und wir stiessen an. Die Musik war einfach weltklasse. Stil und Titel fast wie bei der Streetparade. Einige kannten wir von dort, andere waren in Mike’s MP3-Sammlung hinterlegt. Die Bedienung nahm sich Zeit mit uns zu plaudern. Zwar waren auch hier die „Standardfragen“ am Anfang mit dabei, aber mit dem Unterschied, dass sie mehr von sich erzählte, als sie von uns wissen wollte. Echtes Interesse? Auch sah man ihr an, dass sie sich über unseren Besuch freute. Speziell Mike schien sie in ihr Herz geschlossen zu haben. Oder lag es einfach daran, dass er ganz aussen sass? Sie stellte sich vor „Nita“ und wir nannten unsere Namen. Nur bei „Beat“ hatte sie anfängliche ein Problem mit der Verständigung, bis er ihr seinen Ausweis zeigte.

Zwischenzeitlich hatte sich die Maharania-Beachbar etwas mehr gefüllt. Und mit den Gästen kam eine weitere Begegnung. Eine junge Balinesin und deren Freundin grinsten uns an. Scheinbar weil wir vier auch die ganze Zeit grinsten. Wegen der Location, der günstigen Cocktails und nicht zuletzt wegen der klasse Musik aus einer riesigen Soundanlage. Die etwas festere von beiden war die aktivere. Sie und ihre Freundin war mit fünf jungen Balinesen zur Strandbar gekommen und hatte nachdem sie uns zugewunken hatte, sofort einen Spitznamen weg (Mike „Zahnfee“). Ursache: Nachlässige Mundhygiene. Sie kam herüber und setzte sich neben Beat. Eine Lustige Diskussion mit Händen und Füssen begann. Immer wieder wechselte sie von unserem Tisch zu den ihrer Freunde und zurück. Die Balinesinnen vom Tisch am Eingang bei der Treppe schauten bisweilen etwas bedröppelt. Ich würde diese Situation als „Crossfighting“ bezeichnen, auch wenn die Geschmäcker bei uns sich zu ähneln schienen. Nach zwei Runden Caipirinha musste wegen fehlender Lagerbestände auf Caipirovka umgestellt werden. Die Reihen lichteten sich, je mehr der Ladenschluss des Lokales gegen 3 Uhr sich näherte. Die drei Freundinnen vom Tisch am Eingang verabschiedeten sich winkend von uns. Die sechs Balinesen vom Nachbartisch hatten die beiden Mädels allein zurück gelassen. Beide hielten sich im Thekenbereich auf nicht ohne jede Möglichkeit zu nutzen uns einen Blick oder ein Lächeln zuzuwerfen. Nach zwei weiteren Runden verabschiedete sich Chris, um sich in sein Hotelzimmer zurück zu ziehen. Beat lud uns auf die Getränke ein, worauf Mike noch eine Runde spendierte.

Danach verabschiedeten wir uns von Nita mit dem Versprechen in den nächsten Tagen wieder vorbei zu schauen. Gemütlich diskutierend wanderten wir ins Hotel zurück und legten uns schlafen.