Kurioser Verkehrsunfall – Wenn das Augenmass fehlt,dann kracht’s

16. Mai 2008

Zu eng

(Bild- und Textquelle Kapo BL)
Frenkendorf/BL. Zwei Personenwagen kollidierten beim Kreuzen seitlich. Das eine Fahrzeug kam in Seitenlage zum Stillstand.
Auf der Schönmattstrasse oberhalb von Bad Schauenburg (Gemeindegebiet Frenkendorf BL) kam es am Donnerstagabend, 15. Mai, gegen 18.20 Uhr, zu einem spektakulären Verkehrsunfall. Zwei Personenwagen kollidierten beim Versuch, auf der engen Strasse zu kreuzen, seitlich. Durch die Kollision kam das eine Fahrzeug in Seitenlage zum Stillstand und musste in der Folge durch einen Spezialkran geborgen werden. Verletzt wurde niemand, jedoch entstand an den beiden Fahrzeugen grosser Sachschaden


09.05.2008 Mit 200 Stundenkilometern auf der Zürcher Autobahn?

9. Mai 2008

Die Polizei erwischte am Autobahnende in Zürich neun nagelneue Sportwagen der Marken Ferrari, Lamborghini, Aston Martin und Audi, die bei einer Geschwindigkeitsmessung im Konvoi mit teils bis zu 197 Stundenkilometern unterwegs waren. Die Schweizer Schmierblätter Papiermedien überschlugen sich berichteten von „3 Jahre Gefängnis“ bis zu „1 Million CHF Strafe pro Person„.

200_Stundenkilometer_Autobahn

Währenddessen frage ich mich, wie man um Zürich mit fast 200 Stundenkilometern unterwegs sein kann. Ich stand heute wieder einmal im Stau auf dem Nordring mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 200 Stunden pro Kilometer!

„Luxus-Raser kommen wieder in die Schweiz“ 25.08.08
Und zwar auf die Anklagebank. Die neun ausländischen Pseudo-Rennfahrer müssen sich wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln vor dem Zürcher Bezirksgericht verantworten.

„Luxus-Raser bleiben in Haft“ 09.05.08
Seit dem ist Funkstille. Sind die Geschäftsleute auf dem Heimflug?

„Die Luxus-Raser fuhren zum puren Vergnügen“ 06.05.08
Tja, das kann sich so mancher Redakteur nicht vorstellen. Klar fährt man einfach mal so zum Spass im Konvoi mit Ferraris, DB9, Murcielagos kurz von Mailand nach Paris übers Wochenende, geht dort zum Mittagessen auf den Eifelturm und fährt wieder zurück. Und das kann sogar Spass machen!
Die zwei Videos im Beitrag sind weltklasse! Den Polizisten scheint die Verhaftung richtig Spass zu machen 🙂 Neun Fahrzeuge im Gesamtwert von 3,2 Mio CHF sieht man nicht alle Tage.

„Neun Luxus-Raser in Zürich festgenommen“ 06.05.08

„Neun Sportwagen rasten auf A3“ 06.05.08


25.04.2008 – „Roli’s Billard-Tricks“ oder „Der Köbi Kuhn der Schweizer Billard Nati“

25. April 2008

Direkt im Anschluss an das Zürcher Bloggertreffen (BloggyFriday) stieg ich ins Auto und gab „Schlieren, Industriestrasse 12“ ins Navigationsgerät ein. Die Adresse hatten wir vorher in der Arbeit ausgetauscht. Dann fuhr ich los und kam in der Nähe vom Mojiito in Schlieren an. Nur weit und breit kein „Billard-Laden“. Ich griff mir das Mobiltelefon und wählte die Telefonnummer von Mike – Anrufbeantworter. Dann wählte ich die Nummer von Moni – Anrufbeantworter. Bei Michi das gleiche Ergebnis. Zefix! Irgendwo muss das Lokal doch sein. Aber im Industriegebiet von Schlieren alles dunkel.

Dann erreichte ich nach dreimaligem Anrufen endlich Mike. Er erzählte, dass das Billard-Lokal in Dietikon wäre. Eben „Industriestrasse 12“. Also Navi umprogrammiert und ab durch die Mitte. Ich wunderte mich zwar, dass die Route Richtung IKEA ging, aber was soll’s. Als das Navi „Sie haben ihr Ziel erreicht“ vermeldete, sah ich links und rechts allerdings nur Wiese und Felder auf der Verbindungsstrasse Richtung IKEA in Spreitenbach. Was ist denn jetzt los?

Etwas angenervt rief ich nochmals Mike an und teilte ihm mit, dass es hier nur „Wiese“ gab. Er soll mir bitte die korrekte Adresse durchgeben. Er fragte nach und meinte dann selbst verwundert, dass es sich um die „Giessenstrasse“ handeln würde. Die Nummer hätte auch nicht gestimmt (15). „Da war ich doch gerade“ brummelte ich und gab die neue Adresse ein. „Wenn da kein Billard-Lokal ist, dann fahr ich nach Hause“ brummelte ich leise vor mich hin.

Das Navi führte mich wieder den selben Weg zurück und schliesslich landete ich an der „Giessenstrasse 15“. Die Nummer prangte an … einem Autohaus! Ja zefix nomal! Ich fuhr langsam daran vorbei, als ich bemerkte, dass ein Auto den Weg vor mir heraus kam. „Um diese Zeit noch Leute im Gewerbegebiet?“ Ok, dann fahr‘ ich halt um den Block. Und tatsächlich auf der Rückseite einer Lagerhalle/Geschäftshauses spielten ein paar Leut‘ „Tischtennis“???

„Dann parke ich mal“ dachte ich und plante mir das mal genauer anzusehen. Ich ging an den Tischtennisspielenden vorbei und betrat .. einen Billard-Schuppen. Etwa 8 Tische standen in einer grösseren Lokalität. Hinter der Theke ein etwa 50-jähriger, der mich mit den Worten „Kann ich Dir helfen“ empfing. Ich meinte nur kurz: „Ein Bier wäre recht“. Der Laden heisst „Rolis Billard“ und scheint das Billard-Lokal vom Billard-Club Dietikon zu sein.

Ich sah mich um und entdeckte den Rest „der Meute“ am Dartautomaten. Moni, Miri, Michi und Mike warfen Pfeile auf die elektronische Zielscheibe, die jeden Treffer mit melodischen Klängen begleitete. Ich winkte hinüber und setzte mich zuerst auf einen Barhocker an der Theke. Der Herr mit dem roten T-Shirt brachte mir mein Bier und nahm zuerst einmal einen tiefen Schluck nach dieser Odyssee kreuz und quer durch Schlieren und Dietikon.

Dann nahm ich mir mein Bier und ging zu den Kollegen hinüber mit den Worten „Industriestrasse 12“? Mike meinte, er wär‘ den anderen hinterher gefahren. Miri hätte gewusst, wo der Laden ist. Na egal. Dann spielen wir halt ne Runde Dart. Nur die Pfeile wollten irgendwie nicht so, wie es sein sollte. Das Zielwasser fehlte vielleicht? Mit Plastikpfeilen wird das ja auch etwas schwierig.

Keiner wusste auch so recht, wie dieses spezielle Zählspiel funktionierte und wer dann letztlich gewann schien der Dartautomat nach Zufallsprinzip auszulosen. Wir hatten trotzdem unseren Spass. Michi hätte besser manchmal einen Aschenbecher werfen sollen. Speziell, wenn der Dartpfeil vom Ziel einfach lose abprallte. Moni warf mit dem Schwung des gesamten Körpers und Mike nahm alles ganz lässig. Nein, wir spielten nicht „301“ oder „501“, Double-In, Double-Out“, sondern irgendwas anderes.

Gegen Mitternacht verabschiedeten sich Moni, Miri und Michi (die drei „M“) und Mike und ich setzten uns an die Theke, um unser Bier noch auszutrinken. Nur noch wenige Billard-Tische waren belegt. Wir beobachteten ein paar Profis an einem Tisch rechts, die mit Schraub-Queues und Handschuhen sanft die Kugeln bewegten. Die „Schraubschläger“ erinnerten mich an eine nette Story aus früheren Tagen, die ich Mike erzählte – er aber bereits kannte.

Rückblende: Dereinst wohnten wir in Regensburg in der Kurt-Schumacher-Strasse. Ein Schulkollege von mir wohnte schräg gegenüber und er besass einen Billardtisch im Keller. Dort vertrieben wir uns manchmal die Zeit und feierten auch ab und zu eine nette Party, an der ich dann unter dem Tisch wieder wach wurde. Ausserdem spielte mein Kollege damals im ersten Regensburger Billard-Club im Gewerbepark. Dieser Billard-Club richtete dann die „1. Regensburger Stadtmeisterschaft“ aus. Der Schulkollege meinte, ich solle doch mitkommen und auch teilnehmen. Da ich nichts Dümmeres zu tun hatte, ging ich einfach mit und meldete mich spasshalber an. Ich hatte keinen Plan von den Turnierregeln.

Ich stand also bei Spielbeginn am Billardtisch mit den Händen in den Hosentaschen. Mein Kontrahent legte derweil sein Köfferchen auf den Tisch und packte feinsäuberlich ein Stück nach dem anderen seines Spielutensils aus, schraubte den Queue zusammen, polierte diesen mit einem feinen Tuch und spitzte es liebevoll mit Kreide an. Dann fragte er mich, wo ich denn meinen Queue hätte. Ich antwortete: „Es wird doch sicher unter dem Tisch noch so ein Schläger rum liegen“ und griff den dort befindlichen Alu-Queue. Vollkommen verdutzt und perplex wandte sich der „Profi“ ab und es ging zur Auslosung des ersten Stosses.

Ich durfte dann anstossen und lochte gleich mal eine Kugel ein. Ich fragte vor jedem Stoss den Schiedsrichter, ob ich alles korrekt mache. Er meinte nur „Vorher andeuten, wohin Du welche Kugel spielen möchtest“ und ich nahm noch zwei Kugeln vom Tisch. Dann war der „Profi“ an der Reihe und – vereierte den Schuss. Schweisströpfchen bildeten sich langsam auf seiner Stirn, als ich die nächsten Kugeln versenkte und das erste von zwei Spielen gewann – mit einem Alu-Queue ohne Turniererfahrung.

Nachdem mein Gegner offensichtlich um Contenance und mit den Nerven rang, gewann ich auch das zweite Spiel. Ich war eine Runde weiter und er in der Trostrunde. Ich kam gut über die Runden spielte schliesslich um Platz 3 auf dem „Centercourt“ – dem Haupttisch mit Videoübertragung in die Gasträume – gegen den späteren Gewinner des Turniers. Ich verlor zwar den ersten Satz, gewann jedoch den zweiten. Erst im dritten verlor ich knapp beim Kampf um die schwarze Kugel, die bei meinem letzten Schlag knapp vor dem Loch hängen blieb. Pech!? Nein, dafür, dass ich einfach zum Spass mitgemacht hatte, war ich durchaus mit dem 4. Platz und einer Flasche Moet einverstanden.

Gut, dazu muss ich noch zugeben, dass ich frisch aus Portugal kam. Dort hielt ich mich ein halbes Jahr berufsmässig während der Ausbildung auf. Abends blieb mir „leider“ oft nicht viel mehr, als in einem benachbarten Lokal fast allabendlich mit ein paar dortigen Stammgästen zu viert Billard zu spielen. Jeden Abend spielten wir die Getränke aus. Der Tisch war umsonst. Wer verlor durfte die Getränke der anderen beiden Gegner bezahlen. Wir spielten regelmässig bis tief in die Nacht und sahen regelmässig auch tief ins Glas. 🙂

Diese Geschichte bekam eben der Herr hinter der Theke mit dem roten T-Shirt mit und meinte „dann können wir ja auch mal eine Runde spielen“. Ich bejahte lachend. Aber zuerst teste ich den Tisch mit meinem Brüderchen. Wir fragten, was eine Stunde Billard kosten würde (20 Franken) und nahmen die Kugeln mit. Dann spielten wir ein paar Runden.

Das Lokal leerte sich und nur noch ein weiterer Tisch war besetzt. Ich bestellte noch ein Bier und der Herr meinte, ob ich denn nun fit wäre für ein Match. Ich entgegnete, dass ich ihn auf eine Zigarre herausfordern würde. Er nahm gleich zwei Queue mit, steckte sich eine der Zigarren an, gab mir die andere und kam an den Tisch. Ich solle anstossen, was ich dann auch tat. Ich legte gut vor und er legte exzellent nach. Wir plauderten während des Spielens und es kristallisierte sich heraus: Mein Gegner ist nicht nur der Inhaber des Billard-Clubs, sondern auch noch der ehemalige Schweizer Nationaltrainer im Billard. Der „Köbi Kuhn der Billard-Nati“ sozusagen. Ich bekam also eine erstklassige Lehrstunde.

Er meinte, dass er dieses Jahr erst zum 3. Mal wieder Billard spielen würde, was ich natürlich überhaupt nicht glauben konnte. Als Inhaber würde ich jeden Tag selber spielen. Das Pärchen nebenan hatte mittlerweile zu spielen aufgehört und schaute uns an der Theke sitzend schmunzelnd zu. „Roli“ und ich scherzten beim Spielen viel und kommentierten unsere Stösse. Ich verlor zwar jedes Mal, aber immer nur knapp. Er meinte, er müsse mich auch mal gewinnen lassen, sonst käme ich nicht wieder. Und ich entgegnete, für eine Lehrstunde komme ich allemal!

Während der vielen Runden kamen wir irgendwie auf „Trick-Billard“. Und ein paar Tricks zeigte uns „Roli“ zum Abschluss des Abends. Leider hielt der Akku meiner Digicam nicht bis zum Ende durch. Es wäre noch viel mehr Filmenswertes dabei gewesen. Die „Züri-8er-Tram“ hat übrigens noch funktioniert!

Erst gegen kurz vor drei Uhr verliessen Mike und ich „Rolis Billard“ und verabschiedeten uns. Roland „Roli“ meinte noch, dass am nächsten Tag Vereinsmeisterschaft wäre. Schade, denn am nächsten Tag planten wir zum Möbeleinkaufen zu gehen. Sonst hätten wir schon noch vorbei geschaut, ob es einen „Alu-Queue“ im Lokal hat. 🙂

RolisBillard.ch – Billard Club Dietikon
Roland Zellweger
Billard & Dart Center
Giessenstrasse 15
8953 Dietikon
Tel: 044 742 33 33
Fax: 044 742 33 34
rz@billardclubdietikon.ch


14.04.2008 – Smart auf Abwegen

14. April 2008

Heute morgen fuhr ich gegen 8:30 Uhr wie gewohnt auf den Parkplatz der Firma – und staunte nicht schlecht: Ein Smart stand mitten in der Zufahrt zu den Parkplätzen. Eigentlich nichts Aussergewöhnliches möchte man meinen. Aber es sass kein Pilot in der „fahrenden Telefonzelle“. Weit und breit kein Mensch!

smart auf abwegen

Der/die Fahrer/in vergass wohl die Handbremse anzuziehen. Und so rollte der grauen Einkaufswagen rückwärts wieder aus der Parklücke heraus. Tja, so ein Pech. Macht nix. Dann fahre ich halt eine Reihe weiter.


Nateldiebstahl auf der Überholspur der A96 bei Landsberg am Lech

2. April 2008

Nachdem ich soeben den Artikel in der „Augsburger Allgemeinen“ gefunden habe, darf ich nun auch in einem Beitrag über die wohl kurioseste Story meines Lebens berichten. Heute fand die Hauptverhandlung am Amtsgericht Landsberg vor dem Verkehrsgericht statt und ich war dort als Zeuge vorgeladen.

Ich muss dazu sagen, dass ich keineswegs auf der Jagd nach Verkehrsündern bin, wenn ich mit dem Auto unterwegs bin. Nur der geneigte Stamm-Leser und meine Freunde und Kollegen kennen mich: Ich hab immer die Digitalkamera in der Hosentasche; denn jeden Tag passiert irgendetwas Kurioses. Und da man sich nicht mehr alles merken kann, was rund um mich herum alles passiert, lichte ich das dann ab. Üblicherweise entstehen dann Bilder von Landschaften, Tieren, Pflanzen, Veranstaltungen und sonstigen Erlebnissen – und eben Kuriositäten.

Aber am 27.08.2007 geschah etwas Einmaliges, Aussergewöhnliches, absolut Verrücktes: Ich befand mich auf der Rückfahrt von Deggendorf zurück nach Zürich. Auf der A96 München-Lindau bei Eching am Ammersee fuhr ein Kleintransporter mit offener Ladefläche ganz nah auf mein Heck auf. Ich überholte noch das neben mir fahrende Fahrzeug und wechselte nach rechts.

Dicht vor mir wechselte auch der Kleintransporter auf die rechte Spur, beschleunigte dann und zog an einer Kolonne im Tunnel rechts überholend vorbei. Auf einen LKW aufschliessend zog er unvermittelt nach links. Dadurch musste ein ebenfalls den LKW überholdender BMW stark bremsen. Nach dem Tunnel wird die Geschwindigkeitsbegrenzung aufgehoben und es geht bergauf. Auf den folgenden circa 12 Kilometern bis zur nächsten 120er-Zone vor Landsberg Ost holte ich den Kleintransporter wieder ein und liess ihn hinter mir.

Nach dem 120er-Schild fuhr ich rechts, legte den Tempomat ein und öffnete das Fenster ein Hand breit. Dann zündete mir eine Zigarette an und tuckerte gemütlich dahin. Bis ich plötzlich im Rückspiegel zwei Kleintransporter – einen auf der linken und einen auf der rechten Spur – von hinten parallel auf mich zukommen sah. In diesem Moment löschte ich die Zigarette und nahm die Fotokamera vom Beifahrersitz, stellte mit dem Daumen auf „Filmen“ und drückte auf den Auslöser. Der auf meiner rechten Spur hinter mir fahrende Kleintransporter mit offener Ladefläche schloss dicht zu mir auf und zog dann knapp hinter dem auf der linken Spur fahrenden Kleintransporter an mir vorbei. Ich folgte mit der Digicam in der Hand dem Geschehen.

Scheinbar lieferten sich insgesamt drei Kleintransporter ein privates Rennen im dichten Berufsverkehr gegen 17 Uhr. Zwei der Transporter verliessen dann die Autobahn bei Landsberg Ost. Der mit der offenen Ladefläche fuhr mit etwa 120 km/h weiter auf der A96 auf der linken Spur. Aber nur bis wenige 100 Meter nach dem Beschleunigungsstreifen der Zufahrt Landsberg Ost.

Nateldiebstahl auf der Autobahn

Denn dann wurde ich auf der Autobahn A96 auf der Überholspur nach der Ausfahrt Landberg Ost ausgebremst. Der Kleintransporter setzte die Warnblinkanlage, bremste bis zum Stillstand ab. Ich dachte zuerst, dass einen Stau vor uns gibt, drückte auf den Knopf der Warnblinkanlage, verringerte zuerst sanft die Geschwindigkeit und bremste dann stark ab, bis ich neben der linken Leitplanke versetzt hinter dem Kleintransporter zum Stehen kam.

Ich  legte die Digicam auf den Beifahrersitz zurück. Es gab aber keinen Stau – zumindest vor uns nicht. Der Fahrer stieg aus und kam auf mein Auto zu. Ich nahm das Mobiltelefon vom Beifahrersitz. Bei der Beifahrertür angekommen, griff er plötzlich durch den Spalt des Seitenfensters nach meinem auf dem Schoss liegenden Mobiltelefon, nahm es an sich, lief zurück zu seinem Kleintransporter und stieg wieder in den Kleintransporter ein! Dann fuhr er im fliessenden Verkehr mit eingeschalteter Warnblinkanlage nach rechts über die rechte Spur auf den Standstreifen und verliess die Autobahn bei Landsberg Nord.

Richtig gelesen: Handyklau auf der Überholspur! So konnte ich nicht anders, als den Übeltäter anzuzeigen. Und das Tollste an der Angelegenheit: Ich filmte das eigentliche Vergehen mit meiner Foto-Digitalkamera. Die Polizisten staunten nicht schlecht, als ich vor einem halben Jahr auf die Frage „Was liegt den vor“ meine Aussage mit dem Titel „Diebstahl eines Mobiltelefons auf der Überholspur der A96“ einleitete und sie dann das Video auf der Dienststelle ansahen. Der Richter präsentierte dieses Video auch heute in der Hauptverhandlung.

Am Ende stand dann das Urteil für den Fahrer des Kleintransporters fest: Gefährlicher Eingriff in den Strassenverkehr, Nötigung und „Veränderung von Datenmaterial“. Strafe: 10 Monate auf Bewährung (3 Jahre Bewährung), 20 Monate Führerscheinentzug (ab Urteil), 120 Stunden gemeinnützige Arbeit, Tragen der Gerichtskosten. (ohne Gewähr auf korrekte rechtliche Schreibweise).

Der öffentlichen Hauptverhandlung wohnten zwei Pressemitarbeiter bei. Auf die Frage, warum beide anwesend seien, meinten diese, dass so etwas, wie dieser Fall, wohl einmalig sei. So findet man nun die Kurzform der Angelegenheit eben bei der „Augsburger Allgemeinen“ unter dem reisserischen Titel „Duell auf der Autobahn„. Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht.


POD – Picture of the Day „Schwänzchen in die Höh“

1. April 2008

Ja, der Frühling kommt. Die Bäume schlagen aus. Der gelbe Ginster blüht. Die Primel brechen überall aus dem Boden. Narzissen und Tulpen recken die farbenprächtigen Köpfe der Sonne entgegen. Und in der Tierwelt geht es mit der Partnersuche los.

Schwänzchen in die Höh

Dieses nette Pärchen entdeckte ich am 01.04.2008 im quadratisch praktischen guten Tümpel vor unserem Firmenrestaurant. Aber: Irgendwas stimmt hier nicht. Nur was?


Aufgemerkt! Pelzig nicht nackt! Kein Transrapid in München!

29. März 2008

Erwin Pelzig verkündete in einem Streitgespräch mit Christine Haderthauer in seiner Sendung vom 14.12.2007, dass er sich für einen eigenen speziellen Kalender ausziehen und ablichten lassen würde, wenn der Transrapid in München gebaut werden würde. Das muss er nun nicht. Schade! Nein, ich meine: Schade, dass es keinen Kalender mit Nacktbildern von Erwin Pelzig geben wird.  🙂

Partei (CSU) und Wirtschaft bedauern gleichermassen das Scheitern des Projektes. Der Steuerzahler dürfte sich freuen; denn der Bund hätte 925 Mio. Euro beigesteuert. Das wären die Hälfte der Kosten gewesen, die 2004 im Rahmen eines „Expertengutachtens“ angenommen wurden und den ehem. Ministerpräsidenten Bayerns – Edmund Stoiber – zu einer Realisierungsvereinbarung mit dem Umsetzungskonsortiums bewegte. 40 km Transrapid für begutachtete 1,85 Mrd. Euro.

Interessant ist an diesem „Expertengutachten“ (aus dem Jahr 2004), dass die tatsächlichen Pläne von der Bahn erst im November 2007 an die Firma Hochtief (Bauträger) abgegeben wurden, damit Hochtief eine Kostenschätzung abgibt. Im Planfeststellungsverfahren sei es dann zu einer ganzen Reihe von Schwierigkeiten gekommen, welche den effektiven momentan kalkulierten Preis des Transrapid auf 3,2 bis 3,4 Mrd. Euro katapultieren liessen.

Und ich dachte immer, um eine Kalkulation oder ein Angebot zu erstellen benötigt man vorher einen Plan.

Und noch was: Bei der aktuell veranschlagten und ursächlich für das Scheitern verantwortlichen Summe von 3,2 bis 3,4 Mrd. Euro hätte jeder Millimeter (!) der 40 Kilometer langen Strecke vom Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen des Transrapid exakt 80 bzw. 85 Euro gekostet. Gut, einen Millimeter kann man sich vielleicht schlecht vorstellen. Rechnen wir um auf einen Zentimeter: 800 bzw. 850 Euro.

Update 29.03.2008: Welt online berichtet im Artikel „Industriepolitisches Fiasko“ gar von einer Finanzierungssumme von 3,8 Mrd. Euro!


20.03.2008 – Vor Ostern mit dem iPhone auf einen EY-Burger ins „In der EY“ – oder „Schöner Spielen vor Ostern“

21. März 2008

Na? Das Wortspiel mit „Ostern“ und „iPhone“, „Ey-Burger“ und „In der Ey“ bemerkt? Auch egal. Es geht eigentlich um „Schöner Spielen vor Ostern“. Warum das? Üblicherweise treffen wir uns mit ein paar Freunden einmal im Monat an einem Donnerstag in der Lokalität „In der Ey“ in Zürich.

Dieses Mal lief die Einladung etwas kurzfristig. Peter „Zimmi“ kam schon Nachmittags bei mir in der Arbeit vorbei. Wir programmierten ein wenig an Lichtszenen mit RGB-LEDs herum. Da er das Projekt noch heute fertig machen wollte/musste, fuhr er anschliessend gegen 18 Uhr dorthin. Daher fiel für ihn als alten Stammtischler der Stammtisch flach. Namenskollege Tom Sperlich kam allerdings. Wir besorgten uns einen Billardtisch und versenkten ein paar Kugeln während wir auf Mike warteten.

In der Ey Maerz 2008-009

Nach zwei Stunden des Wartens und Billardspielens, traf dann Mike mit Steve im Schlepptau ein. Wir setzten uns an einen der Tische und diskutierten ein paar Urlaubserlebnisse durch. Mike fühlte sich wieder wesentlich besser, nachdem sich morgens um 5 Uhr Moe endlich gemeldet hatte.

In der Ey Maerz 2008-011In der Ey Maerz 2008-022

Sie schickte eine SMS auf sein Natel – nein „iPhone“. Was tut man, wenn man einen Mann rund um die Uhr beschäftigen und ablenken möchte? Man schenkt ihm ein „iPhone“. Seit er das Teil auf Koh Samui beim „Local Dealer“ kaufte, spielt er nur noch mit dem Teil. Steve besass schon ein paar Wochen vorher ebenfalls ein „iPhone“ und nun sitzen die Beiden gegenüber am Tisch und blättern und tippen mit starren Augen nur noch auf dem Gerät herum. Alles muss ausgetestet und ausprobiert werden.

Dann bestellten Mike und Steve den berühmten „Ey-Burger“ und liessen es sich schmecken. Tja, ich spiele lieber mit echten Kugeln. Und morgen geht’s ans „Eiersuchen“. Nein, nicht virtuell – hoffe ich. Und: Mam hat heute Geburtstag! Alles Gute auf diesem Wege! Bis morgen in Regensburg.

Peter Pan’s Restaurant-Tipp für Zürich

Spielhaus Bar Restaurant Ey
In der Ey 29 
8047 Zürich
Telefon: 044 – 491 65 48
Telefax: 044 – 401 25 00
E-Mail: ey-mail@ey-site.ch
Website: www.ey-site.ch


Urlaub Koh Samui 25.02.2008 – Sandstrand, Palmen, Meer und Regen?

25. Februar 2008

Nachdem schon eine besorgte Anfrage aus Regensburg bei uns ankam: „Regnet es wirklich pausenlos? Ist das Wetter wirklich so mies?“ hier nun ein kleiner Update zum Thema „Wetter auf Koh Samui“:

Also, das letzte Mal so richtig Sonne gesehen haben wir a) in Zürich b) in Regensburg c) in München und d) in Bangkok. Wie bereits berichtet, hängen tagsüber Wolken über Koh Samui. Aber, es bleibt zu erwähnen, dass es uns nicht schlecht geht. Mike und ich ärgern uns überhaupt nicht, kein Blödsinn, ehrlich. Wie ich der Fragestellerin (keine Namen nennen, ratet, beginnt mit „A“ und hört mit „A“ auf) bereits am Freitag mitteilte, geht es uns Dreien um „Erholung“! Das ist doch langweilig? Nein, mit Nichten! Wir schlafen lange, Frühstücken gemütlich, wandern bei weniger oder keinem Regen durch Lamai, sitzen irgendwo bei einem Kaffee, oder Abends in einer der vielen Bars, wenn es regnet und gehen unserer Lieblingsbeschäftigung dabei nach: Beobachten und Kommentieren!

Nun aber zur aktuellen Wetterlage in Koh Samui, dem Ausblick und wie ist es denn eigentlich statistisch gesehen? Hierzu bemühe wir die aktuelle Satellitenkarte.


Source kohsamui-spas.com

So, sieht es momentan aus. Schwere Regenfälle ziehen von links unten nach rechts oben. Offensichtlich regnet das Meiste davon bei Thailand ab. Hinter Thailand – der kleine winzige schwarze Fleck rechts neben Thailand – das ist Koh Samui. Ich glaub ich male noch einen roten Kreis drum herum. Es kommt kein Wind zu uns herüber. Nur der Rest der Regenwolken. Deshalb regnet es bei uns nicht so stark (siehe linke Seite von Thailand die violetten Flecken). Nur ab und zu erwischt es uns halt zeitweise.

Nun sehen wir uns den Forecast – die Vorhersage für die nächsten 24 bzw. 48 Stunden an:


Source samuixl.com

Heute hat es also leicht geregnet. Stimmt! Es hat am Abend sogar richtig tropisch geschüttet – ganze 20 Minuten lang. Bilder gibt es morgen. Bei „kühlen“ 25 Grad Luft- und „saukalten“ 27 Grad Wassertemperatur. Also, falls es uns an der Luft zu kalt ist, dann wärmen wir uns im Wasser auf :-). Für morgen – Dienstag – sieht es folgendermassen gut lesbar aus: „allgemein sonnig, vereinzelt Gewitter möglich“. Wir sind also guter Hoffnung, dass morgen doch mal die Sonne zumindest zeitweise zwischen den Wolken herauskommt. Wie auch jetzt um 3 Uhr Nachts die Sterne bei voller Windstille durchscheinen. (siehe auch Bilder vom Mond – ich glaube gestern?). Und genauso soll das Wetter auch in den nächsten Tagen sein: sonnig, gewittrig, bei Lufttemperaturen um die 27 Grad.

Zuletzt noch ein Blick in die Wetterstatistik für Koh Samui.


(Draufklicken zum Vergrössern)
Source samuixl.com

Das rötliche ist die Lufttemperatur und das blaue (erraten!) die Niederschlagsmenge im Durchschnitt der letzten Jahre. Wir sind im Februar. Da steht in der Statistik „9 mm“! Also so gut wie nix! Temperatur so um die 26 Grad. Stimmt! Nur die 9 mm Regenmenge hatten wir heute am frühen Abend in 2 Minuten. Aber: Wir sassen in einem Lokal in Lamai, welches sich sinnigerweise „Club Bauhaus“ nennt und zwar trockenen Fusses mit Blick auf die Strasse bei einem gemütlichen Singa-Bier vor uns auf dem Tresen. Ich fotografierte vorbeifahrende Roller-Fahrer und -Fahrerinnen im strömenden Regen 🙂 Also, keine Sorge – uns geht’s gut. Aber trotzdem besten Dank der Nachfrage. Und: Andrea, es wird alles gut, wenn Du hier demnächst Urlaub machst 😉 Wir sind die Regenmacher, wenn Engel reisen, dann scheint die Sonne, odrrr?

PS: Übrigens: Mam ist endlich erfolgreich online! *jubel* Per extreme Fernwartung bekamen wir das Problem irgendwie in den Griff!

UPDATE 26.02.2008: Nach einer heftigen Beschwerde bei der Reiseleitung und dem Hotelmanagement, welche dann die örtliche Regierung spät nachts aufweckte, um die aktuelle Wetterlage in einer Eilsitzung zusammen mit den obersten religiösen Führern zu besprechen, versprach man uns direkten Kontakt mit Petrus aufzunehmen. Das Ergebnis: Heute scheint die Sonne!

Koh-Samui-2008-Tag03-147

Weitere Links:

<— Zurück zu „Urlaub Koh Samui 25.02.2008 – Erste Eindrücke und Beobachtungen in Lamai Beach“

Vor nach „Urlaub Koh Samui 25.02.2008 – Am Abend thailändisch Essen und Tanzen und der grosse Regen zur Trockenzeit “ —>


Es lebe die Glühlampe – Designleuchten der Extraklasse

22. Februar 2008

Die Diskussion um die „Glühlampe“ hält unvermindert an. So überdenken einige Leuchtendesigner das langweilige Konzept von der einfachen seelenlosen Beleuchtungsdekoration. Dylan Kehde Roelofs entwirft zum Beispiel sehr interessante Lichtobjekte. Oder sagen wir besser: Leuchtskulpturen. Die einzigartigen Kunstwerke sollen eine Lebensdauer von 25 000 Stunden besitzen und ziehen ungefähr 1 Ampere bei 12 oder 24 Volt. Das erhellt zwar nicht unbedingt die Nacht – lässt aber den Raum in einem speziellen Licht erscheinen.

Designerleuchte Glühlampe Mundgeblasen

Gefunden bei funforever.net