Los Dos y Companeros – Salsa und Kubanische Musik mit Oberpfälzer Texten

8. Juli 2006

Cubanische Musik und Oberpfälzer Texte – passt das überhaupt zusammen? Die 11-köpfige Guerillos-Combo mit Namen „Los Dos y Companeros“ aus Amberg heizt mit heissen Rythmen jede Fiesta ein. Kein Auge bleibt trocken und kein Muskel unbewegt. Karibische Klänge kombiniert mit bayerischer Mundart – genauer gesagt „oberpfälzer Dialekt“. Schlagartig riecht es nach Rum, Tabak, Bratwürstl und Sauerkraut.

Na dann hört doch mal rein. Hier ein paar Ausschnitte im MP3-Format:

Wou hanna dei:

Kannt ma dau niat oina sogn wau d`Weiba san
wau hanna dei, de souchat ma
kannt ma dau niat oina sogn wa d`Weiba san,
de Weiba, de souchat ma 

mir stehn rum wia fremde Inder, ja wos kannt ma denn dau dou
wau kimma de Weiba finna, schauma in die Discos nau
dau sans a niat des hoat, sogoar die Klofrau hot an Boart 

kannt ma dau niat oina sogn wau d`Weiba san
wau hanna dei, de souchat ma
kannt ma dau niat oina sogn wa d`Weiba san,
de Weiba, de souchat ma

Hey Anne:

Hey Anne, des is woi früia,
mir is, als heide de gestern as letztemal xeng.
Hey Anne, des is wei früia,
woistas nu, damals, wir zwoa,
des wor doch recht schei.

Da Franze:

da Ander hot a deire Anlach fier sei Auto kafft,
der hod halt gmoint das sei Karrn damit nu besser lafft.
blos wia as oschlissn wollt dau is dahie ganga
nix funktioniert mehr und er traut se nimma hielanga wau kannt ma des repariern?
wau, wau, wau, wau, wau, wau, wau? dau geist zum Franze, zum Franze,weil der Franze der konns
dau geist zum Franze, zum Franze,
weil der Franze der konns

Ganzer Titel bei Track4.de „Da Franze“ in Hifi

Was is da lous:

Ja geits eitz dau niat ball weida
wos is dau lous
i mou wau hie und zwar heit nu
wos is eitz dau lous…

am Montoch fräi beim Metzga
i sollt a Brotzeit fier die Baustell holn
dau steiht vor mir d`Frau Schwetzer
doch des is guat wal dei wüll grod zohln owa na na na sie braucht nu 100 Gramm Bierschinknga 
owa na na na sie braucht nu 100 Gramm Bierschinknga


Traveling around with Flickr – Eine Bilderreise

8. Juli 2006

Wo ich momentan hängen geblieben bin? Bei Flickr.com und den vielen interessanten und schönen Bildern und deren Fotografen. Hier eine kleine Auswahl. Angefangen habe ich heute bei Cyberliesl.

  

Pictures by Cyberliesl from Vienna.

Sie schiesst auch ganz hübsche Katzenpix, wie ich meine, odrrr??

Dann war ich bei Aleyna wohnhaft in London.

Pix von Aleyna.

Anschliessend hab ich die tollen Pix von Lara Swift gefunden.

 

Lara ist 16 und wohnt in Deutschland. Sie hat bei Flickr fast 1800 Contacts. Und eine eigene Website. Der Hammer!

Die Reise geht weiter nach Australien – Melbourne. Dort fotografiert Tiffany.

 

Katze müsste man sein. Pix von Tiffany.

Von cherene espino hab ich nicht gleich herausgefunden, wo sie die fantastischen Bilder schiesst.

 

Farbenfroh und effektvoll Cherene1`s Pix.

Und hier noch Stephanie Deissner. Sie hat schon einige Preise abgeräumt mit sagenhaften Bildern.

  

Cat, Kiwi und Stephanie Deissner.

Das bisherige Fotografen sind meiner Meinung nach schwer zu toppen. Aber Rebekka Guðleifsdóttir aus Island (Iceland) schafft auch das. Die junge Dame holte sich 2005 „The Flickys Award for excellence in Photography“ in der Kategorie „Selbstportrait“.

  

Mal sehen wohin die Flickr-Reise das nächste Mal geht….


Moers und das kleine Arschloch Adolf

7. Juli 2006

Das Fundstück des Tages – nein der Woche – über das bin ich grad beim Blog Statler und Waldorf gestolpert. Dort wird geschrieben, dass Walter Moers – durch den Comic „Das kleine Arschloch“ bekannt geworden – seinen 3. Band seiner Adolf-Reihe mit dem Titel „Der Bonker – Adolf Du alte Nazisau kapitulier doch endlich“ auf den Buchmarkt gebracht hat. Zum Buch gibt es als Zugabe noch eine DVD, auf welcher ein Musikvideo enthalten ist. Hier also ein kleiner Ausschnitt aus dem Musikvideo:


Und über den Wipfeln ist Ruh`- und Allerorten die Fahnen auf Halbmast

27. Juni 2006

Zürich, 1 Uhr Nachts, 19 Grad Aussentemperatur, 30% Luftfeuchtigkeit. Die Schwiizer Nati hat verloren. Nach spannenden 120 Minuten torloser Spielzeit und 11 Minuten Elfmeterschiessen und nur 7 Schützen starrte die Schweizer Nation entweder auf die flimmernde Beamerleinwand oder die Hände vor das Gesicht geschlagen ins Schwarze. Wie alles heute begann – oder besser endete:

Als es auf einen Schlag im Büro gegen 18 Uhr absolut ruhig wurde, kam Kollege Fercho vorbei. Wir hatten vereinbart, dass wir zusammen in die Innenstadt fahren würden – mit dem Töff. Also sattelten wir die Hufe und ritten wieder gen Downtown. Natürlich wieder ins „Nachtflug“.

Die Vorzeichen – Omen – hatten schon nichts Gutes ahnen lassen.

  • Als ich meinen Laptop heute morgen startete, versagte die USB-Maus den Dienst. Es stellte sich heraus, dass die USB-Ports „tot“ seien. Und das bei einem Marken-Laptop, dessen Motherboard erst vor 14 Tagen auf Garantie gewechselt wurde. Der Ersatzlaptop erkannte das Betriebssystem nicht. Der zweite Ersatzlaptop lief dann inkl. „BillGates“, der „Katze“ und USB-Ports.
  • Der Problembär „Bruno“ wurde am Morgen von einem bayerischen Jäger erlegt. Der erste Braunbär, der uns seit 170 Jahren  besuchte – zu Gast bei Freunden – ist tot.
  • Australien – das Lieblingsreiseziel der Schweizer – verlor unglücklich gegen schwache Italiener durch einen geschenkten Elfmeter in der Verlängerung. Ja gut, die Kiwis hatten 120 Minuten Zeit und einige hochkarätige Chancen. Aber das „Runde“ muss halt mal in das „Eckige“. Und der „gefährliche Schwalbenflug“ der Italiener muss nicht nur dem Schiri, sondern auch den Kängus bekannt gewesen sein.
  • Die Holländer hatten am Tag zuvor gegen die am häufigsten in der Schweiz vertretene ausländische Fangruppe – die Portugiesen – verdient verloren. Dass mich das Spiel mehr an eine Schafkopfrunde erinnerte, lag wohl an den 16 gelben Karten, von welchen 4 Kartons die Farbe nach „Rot“ wechselten“. Trotz „europäischer“ Härte fahren wir nun ohne Holland nach Berlin. Korrektur: Das wäre eigentlich ein positives Omen gewesen. Aber die Holzerei ist wieder negativ zu werten.

  

Zürich, 19 Uhr, 28 Grad Aussentemperatur. Da Fercho ein flaues Gefühl in der Magengegend verspürte, entschlossen wir uns erst einmal in der „Spagetti Factory“ zu stärken. Den Eingangsbereich des „Nachtflug“ hatten wir beim Essen immer im Blick.  Aus reiner Vorsicht; denn wir wollten „gute Sitzplätze“ haben.

Zürich, 20 Uhr, 27 Grad Aussentemperatur. Fercho und ich zahlten und wechselten die Lokalität. Die Sessel waren schon besetzt. Auch die 2. Reihe, somit blieb uns nur noch die Dritte Reihe. Auch gut. Fercho war so nervös, dass er sich mindestens 4 Mal entschloss von der Sitzecke den Stuhl vorzuziehen – und dann doch lieber den Stuhl – nein man sieht von der Sitzecke besser – aber wenn dann noch wer kommt – besser den Stuhl. Ich war dann letztendlich so verwirrt, dass ich erst mal die Kaffesahne in den Aschenbecher leerte. Als ich mit dem Sahneaschenbecher kopfschüttelnd vor dem Ober stand, lächelte dieser und gab mir eine neue. Scheinbar war das heute schon öfters passiert.

Köln, 21 Uhr, 26 Grad, 59% Luftfeuchtigkeit, feuchter Rasen. Anpfiff. Die Schwiizer Nati versucht sofort die Oberhand zu gewinnen. Hat auch mehr Ballbesitz in der ersten Halbzeit, aber kommt überhaupt nicht mit den früh störenden Ukrainern zurecht. Und mit dem feuchten Rasen. Nachdem zum x-ten Mal ein Spieler ausrutsch, meint der Reporter, dass „die Spieler wohl heute gleitende Arbeitzeiten“ hätten. In der 20. Minute köpft Schewtschenko nach einem Freistoss den Ball an die Latte. Die anwesenden Fans im „Nachtflug“ – besonders die weiblichen – schreien kurz auf. Kurz darauf Freistoss für die Schweizer. Alex Frei zirkelt aus 30 Metern den Ball als Bogenlampe um die Mauer und millimetergenau an das Tordreieck. „Schwiizer Nati!“-Rufe durchhallen den Raum. Bis zur Halbzeit spielt sich die Partie eher um den Mittelkreis ab. Oder besser jeweils vor dem Sechzehner kommt es zum Ballverlust. Beide Mannschafte tun sich schwer das durch taktische Manöver geprägte Spiel für sich zu entscheiden.

Dann Halbzeit. Das Publikum in Köln und in Zürich harrte gespannt der Dinge, die da wohl noch kommen sollten. In der zweiten Halbzeit konnte keine der beiden Mannschaften energisch genug in den gegnerischen Strafraum eindringen. Die Abwehrbollwerke waren zu stark. Der Sechzehner wurde hart aber fair verteidigt. Jeder Fehler konnte der entscheidende sein. So verging auch die 2. Halbzeit des spannenden Spieles. Verlängerung. Die Schweizer präsentierten sich frischer. Barnetta hatte eine heisse Chance und auch Vogel, aber die Ukrainer blieben kontergefährlich. Auch die Verlängerung bleibt ohne Ergebnis.

Das Elfmeterschiessen muss die Entscheidung bringen. Die Schweizer gewinnen die Torwahl. Die Ukrainer müssen vor der Schweizer-Fan-Kurve antreten. Das Elfmeterschiessen wurde zum Krimi. Schewtschenko legt sich den Ball zurecht und schiesst. Zuberbühler hält bravurös! Die Schweizer toben! 

 

Streller nimmt anlauf und schiesst. Schowkoski hält! Das darf doch nicht wahr sein. Milewski läuft locker an und hebt den Ball ins Tor. Zuberbühler fliegt zu schnell in die Ecke. 1:0 für die Ukraine. Dann haut Barnetta nur die Latte. Das darf doch nicht wahr sein. Als Cabanas zum Elfmeter antritt, ist die Schweiz bereits durch Rebrow 0:2 im Rückstand. Schowkoski hält erneut. Gussew schliesslich macht das 0:3 zur Realität. Die Ukraine ist im Viertelfinal gegen Italien, die Schweizer Nationalmannschaft muss den Heimweg antreten. Masslose Enttäuschung bei den Fans. Nach nur 11 Minuten ist alles vorbei.

Das „Nachtflug“ leert sich schnell. Fercho sitzt neben mir und schimpft. Ich nehme eine Zigarette und trinke das Glas Panasch aus. Danach gehen wir gemütlich zurück zum Stadthaus. Auf dem Weg dorthin ruft Mike an. Er hatte das Spiel auch mitverfolgt und ist nun traurig, dass es mit der Traumhalbfinalpaarung „Schwiiz – Dütschland“ nichts wird.  

Und morgen fliegen die Brasilianischen Ballkünstler gegen Ghana zuerst aus dem Turnier und dann an die Copa Cobana. Popp! Die Watte quillt!


Wir fahren nach Berlin – Deutschland meets Schweden

25. Juni 2006

Heute standen in der Fussballweltmeisterschaft im Achtelfinale zwei weitere Paarungen an. Wie sich das anhört "Paarungen". Zuerst Deutschland gegen Schweden – oder Ballack meets Allack. Gegen 16 Uhr sattelte ich wieder mein Töff und ritt gen Downtown of Zürich. Im Saloon war ein riesiger LED-Fernseher aufgebaut. Ach was: Ich besuchte die Kampfarena "Sportpalast" auf der Sechseläutenwiese. Das Wetter war wieder weltklasse. Temperaturen um die 32 Grad. Die Sonne lud eher in die Badi ein. Aber ich hatte meine Badehose nicht dabei.

Die Arena war gut gefüllt, aber nicht übervoll. Die Tribüne bot Schatten, aber Zutritt nur als "VIP". Den "VIP" hatte ich zu Hause vergessen 🙂

Podolski und Elchi waren auch da.

Gespannt warten die Fans der Dütschen und Schwedische Schlachtenbummler auf den Anpfiff.

Scheint die Sonne auf den Rücken – sollte man die Sonnencreme zücken.

Während die Schweden eher verkatert auf dem Grün sitzt, feiern die Deutschen Fans das erste Tor nach nicht mal 5 Minuten.

Da hilft kein Fingernägelkauen, Podolski schiesst sein 2. Tor – 2:0 nach 12 Minuten. Wenn das so weiter geht…..

Aus! Aus! Aus! Deutschland ist… im Viertelfinale!

Die beiden hier scheinen sich schon auf das Halbfinale vorzubereiten; denn dann besteht die Möglichkeit (wenn alles glatt geht), dass die Deutsche Nationalmannschaft auf die Schwiizer Nati trifft. Aber vorher "fahren wir nach Berlin" – am Freitag 30.06.2006 um 17 Uhr ist Anpfiff. Da können sich die Klinsmänner schon mal an das Stadion gewöhnen. Der nächste Gegner steht auch schon fest: Argentinien. Die Argentinier haben nach lauer Leistung gegen eine in der 1. Halbzeit spielfreudige Mannschaft aus Mexiko (leider) mit 2:1 gewonnen. Das Spiel habe ich mir wieder im Nachtflug angesehen.


Callboy Torsten oder Geschichten gibt es die gibt es gar nicht

19. Juni 2006

Auf meinem täglichen Streifzug durch Web stösst man ja ab und zu mal auf ganz interessante und kuriose Sachen. Und man lernt täglich dazu. Zum Beispiel habe ich heute gelernt, dass mit "Karnivoren" die Gattung der fleischfressenden Pflanzen umschrieben wird. Es gibt sogar einen eingetragenen Verein, deren Mitglieder sich in der Freizeit "mit der Kultur und Erhaltung fleischfressender Pflanzen und der Verbreitung des Wissens über diese befasst". Bei mir ist es dem Verein gelungen das Wissen zu erhöhen. Der Verein nennt sich G.F.P.-e.V. und hat nichts zu tun mit der Gemeinde der fremdgehenden Partner im eheähnlichem Verhältnis. Trotzdem kein schöner Gedanke von einer Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula) lebendig verspeist zu werden.

Wenden wir uns etwas ganz anderem zu: Callboy Torsten. Schon mal diesen Namen gehört? Nein? Dann lernt ihr heute auch etwas dazu.

Über den Blog "Mein-Parteibuch.de" stiess ich das erste Mal auf Einträge über den etwas neben der Spur lebenden Homo Sapiens. Beim Blog "Die Memoiren des Josh K. Phisher" fand ich ein Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse über den "Wohl erfolglosesten Callboy aller Zeiten". Im "Das FarliBlog" – Beitrag "Callboy Torsten – Dem ganze Wahrheit" erklärt Callboy Torsten wie alles seiner Meinung nach anfing. Dann geht es weiter auf den Seiten von Udo Vetter. Seines Zeichens Fachanwalt für Strafrecht und Betreiber des LawBlog, welcher einen kleinen Beitrag über "Callboy – Allein im Netz" verfasste. Daraufhin droht Callboy Torsten dem Rechtsanwalt mit einer Anzeige. Worauf Udo Vetter nett zurück bloggt. Dann aber doch eine Anzeige erhält. Die Polizei informiert ihn davon.

Mittlerweile hat ElbeLaw einen Schriftsatz vom Gericht erhalten, mit welchem Torsten eine einstweilige Verfügung erwirken möchte. Dies mit dem Ziel des Berufsverbotes und Domainentzuges. Wirklich lesenswert – auch ohne jegliche Deutschkenntnisse oder Duden neben dem Schreibtisch.

Zitat (Auszug unkorregiert, PISA lässt grüssen): "Sehr geehrte Damen und Heren von Amtsgericht ! Dank Herrn Knoche , Herrn Knoblich und Herrn Vetter bin ich auf mindestens 78 Domainen mit Verleubnungen , Beleidigungen , teilweise Urheberrechtsverletzungen nach § 22 Urhebergesetzt ( das Recht am eignen Bild ) und teilweise mit üblen Nachreden das ich angeblich Pornovideos verschicken soll und mich an unter 16 jährigen Sex haben soll wo ich diese angeblich eine Handykarte dafür geben soll … Mein Antrag daher : Eine Einstweilige Verfügung das keiner der Blogger einen Artikel über mich schreiben darf , es sei denn ich veranlasse das , im Wiederholungsfall im ermessen des Gerichtes eine Geldstrafe sowie das der jenige seine Domainen für immer gesperrt bekommt , alle Domainen die Verleubnungen , Beleidigungen und üble Nachreden beinhalten vorläufig bis sämmtliche Inhalte entfernt sind eine Sperre zu veranlassen ( eine Liste mit fast allen Domainenanbietern sowie welche Domainen betroffen sind ist beigefügt – in der Akte Akteneinlage 15 ) ,eine Unterlassung der T-Shirtsproduktion und Vertrieb – jedes T-Schirt was ab sofort an die Frau oder Mann gebracht wird mit 1000 € Geldstrafe , sowie die Kosten des Verfahrens Herrn Knoche ,Udo Vetter & Jens Knoblich aufzuerlegen …" Den gesamten Wortlaut gibt es hier.

Ich bin überzeugt, dass die Schriften von Callboy Torsten demnächst in die Schulbücher der Grundstufe Einzug halten werden, damit die Lehrer den Kindern die korrekte Orthografie beibringen.

Nun hat Callboy Torsten einen Blogger – den Kollegen von mybigmouth.net – vor Gericht eingeladen. Und zwar am 21.06.06 auf das Amtsgericht Hohenschönhausen. Vorher hat das Gericht Torsten aber gebeten seine Anschuldigungen genauer zu erläutern.

Zitat: “Dem Antragsteller (d.h. Torsten) wird aufgegeben bis zum Termin zu erläutern und glaubhaft zu machen, für welche der angegriffenen Äußerungen der Antragsgegner verantwortlich ist. Ferner ist geordnet darzustellen, welche Äußerungen untersagt werden sollen und warum. Das überreichte Anlagenpaket (Torsten hatte seinem Antrag eine Mappe mit unzähligen Ausdrucken diverser Blogs uvm. beigelegt) ist ungeordnet und als Glaubhaftmachung ungeeignet. Ein Verstoß gegen Urheberrechte ist bisher nicht erkennbar, da offenbar kein Kunstwerk oder Lichtbild geschützt werden soll, welches der Antragsteller (immer noch Torsten) hergestellt hat.” Das Aktenzeichen des Falles ist übrigens 9 C 123/06.

Mittlerweile hat sich eine grosse Fangemeinde eingefunden, welche das rege Treiben in der Angelegenheit "Callboy Torsten" verfolgen – mich eingeschlossen. Sogar eine Spendenaktion zu Gunsten der bisher verklagten Blogs wurde eingerichtet. Der "XSBlog2.0beta" verkauft "Verleubner"-T-Shirts mit dem Aufdruck "Verleubnung" (345 Treffer bei Google 🙂 Torstendeutsch für "Verleumdung"). Die Einnahmen aus dem Verkauf bis Juli kommen den drei Blogbetreibern zu Gute. Wer also unterstützen möchte, kann im Shop ein T-Shirt kaufen…

Mehr zum Thema "Callboy Torsten":


Marathon-Mike und der Sommerlauf in Bernhardswald

18. Juni 2006

Mike mutiert langsam zum Tier. Heute war ich bei Fercho zum Grillieren eingeladen. Grad als das Fleisch auf dem Teller landete, klingelte das Natel. Brüderchen Mike war dran. Er erzählte mir, dass er heute beim 21. Sommerlauf – einem Halbmarathon – in Bernhardswald zusammen mit seinem Freund und Kollegen "Somali"-Peter mitgemacht hatte. Respektabel bei den heissen Temperaturen. Ausserdem kenne ich Berhardswald und dessen Umgebung eben nicht als ebenes Gelände, sondern eher als Berg-auf-Berg-ab-Gegend (Laufstrecke als PDF mit Höhenkennlinie). Er schilderte mir die Laufstrecke als Feldweg mit Stock-und-Stein und Steigungen/Gefälle bis 18 Prozent. Respekt! (Laufstrecke als Flug-Film-avi)

Da fällt es dann auch weniger ins Gewicht, dass die beiden mit einer respektablen Zeit von 2:40:00 den Halbmarathon auf Platz 152 (Mike) und 153 (Somali-Peter) gelaufen sind (von 153 Teilnehmern). Mike erreichte in seiner Altersklasse (67-71; M35) den respektablen 15. Platz. Die beiden Freunde haben sich der schweren Aufgabe gestellt die zurück fallenden Läufer anzufeuern. Auf der Wegstrecke stand zum Trinken auch nur Wasser und zum Essen Energieriegel oder Bananen bereit. Weder das angeforderte "Radler" noch "Wiener-Schnitzel mit Pommes" konnte zur Stärkung der beiden Kämpfer gereicht werden, was der Motivation nur wenig Auftrieb gab. Zwischendurch unterhielten sich die beiden mit Läuferschönheiten, welche sich aber nur kurz aufhalten liessen und schlanken Schrittes davon zogen.

Mike und Peter die Marathon-Kämpfer

Marathon-Mike und Somali-Peter nach dem 21. Sommerlauf in Bernhardswald


Internet-Steuer – ab 01.01.2007 Gebühr für Internet-PC

11. Juni 2006

Noch kann ich nicht genau einordnen, was dieser Quatsch „Made in Germany“ nun wieder soll. Aber wie es aussieht, ist die neue kreative Steuer auf Internet-PCs beschlossene Sache. 17,03 Euro werden ab 01.01.2007 für all die Haushalte fällig, die bisher weder Radio noch TV-Gerät ihr eigen nennen, aber einen Computer mit Internetzugang besitzen.

Bereits am 15.05.06 berichtet Heise über diese Geldmaschine der GEZ. Scheinbar zielt die „GebührenEinzugsZentrale“ auf jene Personen und Haushalte ab, die bisher weder Radio noch Fernsehen nutzen. „Wir bekommen Euch schon noch irgendwie“, scheint der Slogan zu sein. Was nun allerdings die „öffentlich rechtlichen Radio- und Fernsehanstalten (ARD, ZDF etc.)“ mit dem allgemeinen weltweiten Internetangebot zu tun haben wollen, verschliesst sich mir vollkommen. Sie bieten weder die Grundlage hierfür noch sind diese mit irgendwelchen Weiterentwicklungen befasst. Also warum zum Teufel soll nun ein Internet-Nutzer zusätzlich zu seinen Providergebühren auch noch GEZ-Gebühren zahlen? Welche Dienstleistung erbringen die öffentlich rechtlichen Anstalten im Gegenzug? Die Neuregelung trifft insbesondere die Selbstständigen, Handwerker und Gewerbe­treibenden mit Internet-PC, die kein Radio- und Fernseh­gerät zum Empfang bereithalten. Betroffen sind aber auch zahlreiche Personen, die in ihren Privat­räumen ihren Internet-PC nicht ausschließlich für private Zwecke nutzen (z. B. Lehrer, Richter, Studenten, Powerseller). Sie werden ab dem 1.Januar 2007 EUR 17,03 pro Monat für ihre Internet-PCs bezahlen müssen, obwohl sie mit ihrem PC ausschließlich arbeiten und nicht fernsehen. Auch für multimedia­fähige Mobiltelefone wird die GEZ ab dem 1.1.2007 zur Kasse bitten.

Im Gebührenlexikon der GEZ findet man heute schon unter Abschnitt 20, dass ein „Internet-PC mit TV/Radio-Karte“ bereits gebührenpflichtig ist. Andere Internet-PCs haben noch eine Gnadenfrist bis 31.12.2006. Die GEZ ist eh der Meinung, dass die wenigen Haushalte, welche keinen Fernseher haben, diesen aus religiösen Gründen verweigern. Somit trifft es angeblich eh nur auf wenige Haushalte zu. Aber es gibt auch Gegenstimmen. Die „Vereinigung der Rundfunkgebührenzahler“ (VRGZ) hat eine Verfassungsbeschwerde gegen die Rundfunkgebühr für Internet-PCs initiiert. Man darf also gespannt sein.

Nebenbei sollten sich die Werbefachleute bei der GEZ mal Gedanken machen. Die Werbung der GEZ erscheint mir nämlich etwas zu dunkel und martialisch.

Update 07.07.2006 (Heise.de) Bund der Steuerzahler kritisiert GEZ-Gebühr für Firmen-PCs als unternehmerfeindlich


30.04.2006 – Fotoshooting im Regensburger Hafen – Katze im Trafohäuschen und Hitzler-Werft

30. April 2006

Brüderchen Mike fuhr heute – Sonntag – mit zwei Kollegen zu einer Trafostation im Gelände der Hitzler-Werft. Die Trafostation musste abgeschaltet werden, da eine Reinigung anstand. Er rief mich an, ich solle meine Digicam mitnehmen, eine tote Katze wäre in der Trafostation. Makaber, aber ich fuhr trotzdem hin. Das „Katzen-Shooting“ entwickelte sich dann aber in eine Fotodoku mit dem Thema „Hitzler-Werft vor dem Abriss“; denn die Schiffsbauhallen werden demnächst abgerissen und sollen einer Lagerfläche für Schrottmaterial eine Händlers weichen.

Die Katze lag dort schon länger und musste einem Stromschlag bei 11 KV zum Opfer gefallen sein.

CSI-mässig wurde der Leichenfund vermessen und dokumentiert, um den Unfalltathergang zu rekonstruieren. Wie kann auch eine Katze so unvorsichtig sein, sich in den Traforaum zu wagen ohne den Hauptschalter zu betätigen. Tja….

Die Schalttafel auf im Werkraum muss ungefähr aus dem Jahr 1946 stammen. Man fühlt sich direkt in den Film von Charlie Chaplin „Moderne Zeiten“ oder an Jules Verne`s Klassiker „Die Reise zum Mond“ versetzt.

Amperemeter, riesige Hauptschalter, Drehräder für die Trafospannung – alles antik. Ich konnte gar nicht glauben, dass diese Gerätschaften tatsächlich noch intakt und noch in Gebrauch und Funktion sind.

Die Schalttafel Marke „antik“ steht in einem alten verlassenen Schweissraum auf dem Gelände der Hitzler-Werft.

Da wir auf den Rewag-Mann warten mussten, der die Anlage nach der Reinigung wieder einschalten sollte, ging ich das kurze Stück hinunter zur Donau. Dort liegt ein Betankungsschiff festgemacht direkt vor der Marina-Regensburg.

In der Marina-Regensburg liegen kleine und grössere Sportboote vor Anker.

Nachdem der Trafo wieder zugeschaltet war, begutachteten Mike, Kollege Peter (genannt „Somali“) und Willi die funktionierende, prähistorische Elektroanlage.

Ich dreht schon mal am Rad, welches die Trafospannung dereinst veränderte. Links die Maschine ist ein Notstromdiesel.

Anschliessend sahen wir uns noch die Schiffbauhallen der Hitzler-Werft an, welche demnächst der Abrissbirne zum Opfer fallen. Im Grunde genommen bin ich der Meinung, dass diese der Nachwelt als Industriedenkmal erhalten werden sollte. In Zürich hat sich der Schiffbau ja auch zu einem kulturell sehr wertvollen Bestandteil der Stadt entwickelt.

In der zweiten Schiffbauhalle liegen Anker herum und die Elektrik ist stark renovierungsbedürftig.

Im Ersatzteillager stapeln sich die Requisiten und sogar ein Biotop entdeckte ich in einer Ecke der Halle: Pilze spriessen bei den klimatischen Verhältnissen schon im April hier.


Dokumentarfilm – We feed the World

29. April 2006

Auf der Rückfahrt von Frankfurt nach Regensburg hörte ich im Radio ein Interview über den neu angelaufenen Film vom Dokumentarfilmer Erwin Wagenhofer: "We feed the World". Es geht um unser "täglich Brot". Die Lebenensmittel und deren Ursprung. Das Soja für die bei Vegetarieren beliebte Tofuwurst wird in einer Gegend produziert, die ich noch nie gehört habe. Von Matto Grosso reist das Soja 2500 Kilometer bis zum Hafen und wird von dort weltweit exportiert. Erwin Wagenhofer reiste nach Spanien. Das Hauptproduktionsland der roten Tomate – von den Züchtern dort "Kampftomate" genannt. Kampftomate deshalb, weil die am häufigsten verkaufte Tomate eine dicke Haut besitzt, um das Ernteverfahren schadlos zu übersehen. Anschliessend den Transport zum Grossverteiler und die Tomate sieht auch nach 3 Wochen im Kühlschrank noch tadellos aus. Die Kiwi aus Neuseeland – gegessen wegen des (angeblich) hohen Vitamin-C-Gehaltes – reist 25000 Kilometer zu uns. Die frischen Erdbeeren aus Israel oder Spanien sind tagelang unterwegs und der Transport vernichtet unnötig Energie; denn um das Eck kann man bald auch Erdbeeren vom Feld selbst ernten. Um diese Themen dreht es sich im Film. Das Buch zum Film gibt es schon seit März im Handel. Der Film selbst ist am 27.04.2006 angelaufen. Falls ein Kino in meiner Nähe diesen zeigt, werde ich ihn mir sicher ansehen.