Ich bin ein wirklich netter Kunde

21. Januar 2007

Sie kennen mich. Ich bin ein netter Kunde: Ich klage nie, egal, wie ich bedient werde. Ich gehe ins Restaurant und warte brav, bis mir ein Kellner einen Platz zeigt z.B. in einem Hinterzimmer oder gleich neben der Toilette. Ich wundere ich mich dann.. Noch dazu, wenn andere Tische die ganze Zeit frei bleiben. Oder wenn die Tische so nah beieinander stehen, dass nicht mal die Bedienung daran vorbei kommt. Manchmal warte ich lange bis eine Bedienung kommt, welche mir dann nur mitteilt, dass sie gerade für diesen Tisch nicht zuständig ist. Dauert es dann noch lange, bis mein Essen kommt und es dann verkocht schmeckt oder kalt ist, so esse ich es trotzdem. Nur dann bezahle ich gleich und gehe schnell wieder.

Gehe ich zu einer Autogarage, so denke ich auch an meine Mitmenschen. Werde ich von einem ungeduldigen Mitarbeiter bedient, der mir versichert alle Fehler in meinem Auto zu beheben, dann aber nur mein Auto wäscht und eine teuere Rechnung präsentiert, während die Fehler noch immer vorhanden ist oder nur kaschiert wird, so hat er damit einen Fehler gemacht. Ich finde nicht, dass es deshalb wert ist einen Aufstand zu machen. Dann bringe ich das Auto noch mal hin und frage, ob er eine Probefahrt nach der Reparatur gemacht hat. Entgegnet er dann, dass dies nicht nötig sei und nur noch mehr kosten würde, so lächele ich freundlich und fahre nach Hause.

Ich stampfe nie mit dem Fuss, spreche nie mit lauter erregter Stimme. Ich denke nicht daran, jemandem eine Szene zu machen, wie es andere Kunden vielleicht tun. Ich bin der schlechten Autogarage sogar dankbar! Denn so habe ich nun eine viel zuverlässigere Werkstatt gefunden, die alles tadellos und preiswert erledigt und die mir sogar kurzfristig Termine gewährt.

Wie gesagt: Ich bin ein netter Kunde! Wissen Sie aber auch, was ich noch bin? Ich will es ihnen verraten: Ich bin der Kunde der nie wieder kommt! Und bei vielen Gelegenheiten erzähle ich von meinen Erfahrungen – und schreibe zusätzlich darüber in meinem Blog. Das ist meine Rache dafür, dass man mich manchmal nicht als Kunde sieht. Und ich gehe nie wieder dorthin, wo man mich schlecht behandelt hat. Denn mein sauer verdientes Geld gebe ich nur dort gern aus, wo ich eine Gegenleistung bekomme. Für anderen Firmen ist es auf weite Sicht eine vielleicht tödliche Rache.

In der Tat kann ein Kunde wie ich ein Geschäft ziemlich zu Grunde richten – mit vielen anderen Kunden multipliziert. Es gibt nämlich auf der Welt viele nette Kunden, die wie ich handeln. Wenn man uns auf die Füsse tritt, gehen wir einfach woanders hin. Wir gehen dorthin, wo die Mitarbeiter freundliche, zuverlässig und pünktlich sind. Die anderen, die das nicht tun, verlieren an uns Millionen im Laufe eines Jahres – und manchmal sogar Arbeitsplätze.

Man sagt „Wer zuletzt lacht, lacht am besten“. Ich lache, wenn ich beobachte wieviel Geld für Werbung ausgegeben wird, um mich zurückzugewinnen, während man mich schon am Anfang hätte gewinnen können.


Klimaerwärmung – ach was – nur ein Januar-Herbst-Sturm

19. Januar 2007

Nur keine Panik. Das ist sicher nicht die Klimaerwärmung, die uns einen grossflächigen Herbststurm mit dem Rennernamen „Kyrill“ im Januar beschert. Nein, nein, niemals. Ja das kommt schon mal vor, dass am Flughafen Frankfurt 300 Flüge storniert werden und der Bahnverkehr in ganz Deutschland zum Erliegen kommt. Es ist auch ganz normal, dass wir den wärmsten Herbst seit 326 Jahren hatten, ein Tornado über London fegt und die Gletscher abschmelzen. Es ist alles bestens! Von Feinstaub ist auch weit und breit nichts zu lesen und zu hören. Daran sind eh die Hochdruckgebiete schuld – und bei Sturm kollidiert dies meist mit einem Tiefdruckgebiet.

 

Und so eine rote Wetterkarte sieht doch auch mal ganz hübsch aus.  

Ausserdem, wo kann man schon ohne Porsche-Motor oder Rakete im Heck den Geschwindigkeitsrausch von über 200 km/h erleben? Die Schüler in Bayern bekommen so einen schulfreien Tag am Freitag. Nein, nicht wegen des Stoibers Rücktritt.

Gott sei Dank hat die Klimaerwärmung damit nix zu tun.


Turit Fröbe schuf einzigartigen Abreisskalender – Weg damit!

14. Januar 2007

Seit 4 Jahren fotografiert die Kulturhistorikerin Turit Fröbe Bausünden oder Architektursünden. Der normale Abreisskalender ist wirklich spiessig. Daher sortierte Turit Fröbe aus ihren Fotos genau 356 Bilder heraus und schuff so einen Abreisskalender der besonderen Art. „Weg damit – Abreisskalender 2007“ – Statt Augen zu empfielt Turit Fröbe „Augen auf“ und jeden Tag ein neues Blatt/Haus abzureissen – aus dem Kalender.

ISBN: 3-551-68303-4
Erschienen bei: Carlsen Verlag
Reihe:Kalender
Illustrator:Turit Fröbe
Erscheinungstermin:06.2006
Einband: Kalender Deutschlands Bausünden – weg damit! 366 farbige Blätter Format 11,5 x 16,5 cm


Events in Regensburg – Stromberg liest Vollidiot am 19.01.2007

8. Januar 2007

Wen kennt das Publikum mehr? Den kleingeistigen Versicherungsvertreter Stromberg oder Christoph Maria Herbst? Beim Versicherungsvertreter Stromberg hat sich jeder schon mal gedacht „Was für ein Vollidiot“! Daher liegt es nahe, dass eben der Schauspieler und Comedy-Experte aus dem Buch „Vollidiot“ von Tommy Jaud vorliest. Keiner könnte es ihm besser abnehmen. 

 

Was? Christoph Maria Herbst liest „Vollidiot“ von Tommy Jaud.

Wo? Kulturspeicher Regensburg

Wann? 19.01.2007

Einlass ab 19 Uhr – Beginn 20 Uhr


Ein Wochenende in Regensburg – Deggendorf, Christkindlmarkt, Doschauher.tv, DEZ, Arcaden, Fürstin Thurn&Taxis, Kneitinger

17. Dezember 2006

Schon vor Wochen vereinbarten Chris mit mir an einem der Dezemberwochenenden nach Regensburg zum Christkindlmarkt zu fahren. Dieses Wochenende war es dann soweit. Seine Frau nette Frau Jacky war natürlich mit von der Partie und verband den Wochenendausflug mit einer ausführlichen Shoppingtour durch Regensburger Einkaufszentren. Aber der Reihe nach:

Schönes Spätherbstwetter im DezemberChris telefoniert bei einer kurzen Pause mit Robert

Am Freitag den 15.12.2006 starteten wir gegen 13 Uhr von Wallisellen bei schönstem Wetter. Unterwegs rief dann Robert an und wir entschlossen uns einen Schlenker über Deggendorf zu fahren.

Eine wilde Katze am Fenster von Roberts HausDer Deggendorfer WeihnachtsmarktRobert, Jacky und Chris am Deggendorfer WeihnachtsmarktPeter, Robert, Jacky und Chris am Deggendorfer Weihnachtsmarkt

Der Navigator lotste uns Zielsicher zum Haus von Robert in Deggendorf. Nach einem Begrüssungs-Kaffee wanderten wir zum kleinen feinen malerischen Deggendorfer Christkindlsmarkt. Dort genehmigten wir uns einen Heidelbeerglühwein und eine Wurstsemmel.

Das Fernseh-Studio von Doschauher.tv in DeggendorfDas Fernseh-Studio von Doschauher.tv in DeggendorfDas Fernseh-Studio von Doschauher.tv in DeggendorfDas Fernseh-Studio von Doschauher.tv in Deggendorf

Anschliessend zeigte uns Robert das Fersehstudio von Doschauher.tv in der Nähe der Fachhochschule Deggendorf.

Das Fernseh-Studio von Doschauher.tv in DeggendorfDas Fernseh-Studio von Doschauher.tv in DeggendorfIm Ratskeller Deggendorf

Dort baute eine Rockgruppe gerade das Set um, damit ein Musikvideo gedreht werden konnte. Danach verspürten wir Hunger und Robert führte uns in die Gewölbe des Deggendorfer Rathauskeller zum Essen aus.

Die Wohnung von MikeEine Katze sonnt sich

Frisch gestärkt verabschiedeten wir uns von Robert und Deggendorf und fuhren nach Regensburg weiter. Jacky begeisterte sich sofort für die Wohnung für Mike. Nach ein wenig Plaudern gingen wir früh zu Bett – gegen Mitternacht. Jacky wollte sich ja am Samstag in den Weihnachtstrouble stürzen und ausgiebig „schöppelen“ gehen.

Jacky und Chris beim Einkaufen in den Regensburger ArcadenJacky und Chris beim Einkaufen in den Regensburger ArcadenEinkaufsstau am Parkhaus Peterstor

Schon um 9 Uhr standen Jacky und Chris auf und begaben sich in das Donau-Einkaufs-Zentrum in Regensburg. Mike und ich schliefen uns aus und stiessen dann in den Regensburger Arcaden zu den beiden „Schöppeler“. Dann liessen wir das Auto in den Arcaden stehen und gingen zu Fuss am Peterstor vorbei – Ziel der Weihnachtsmarkt im Hof des Fürstlichen Schlosses von Gloria von Thurn&Taxis. Das Auto in den Arcaden stehen zu lassen, war die richtige Wahl. Vor dem vollkommen überfüllten Peterstorparkhaus staute sich der Verkehr bis zur Maximilianstrasse hinauf.

Weihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&Taxis

Dort bezahlten wir 3,50 Euro pro Person Eintritt und schauten uns um.

Weihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&TaxisWeihnachtsmarkt Christkindlmarkt Fürstliches Schloss Fürstin Gloria von Thurn&Taxis

Vor den vielen Ständen und im Innenhof des Schlosses tummelten sich massenweise Touristen und versorgten sich mit Ess- und Trinkbarem.

Chris und Jacky beim NateltäschchenkaufChris und Jacky beim NateltäschchenkaufChris und Jacky beim Nateltäschchenkauf

Vom Schloss wanderten wir die Obere Bachgasse entlang. Jacky entdeckte neben einem „Kinder-Second-Hand“-Shop (gibt es nun schon gebrauchte Kinder) einen netten kleinen Laden. Dort lag in der Auslage eine Schweizer Nateltasche, für welche sie sich sofort begeisterte und diese erstand.

Peter, Jacky und Chris am Regensburger ChristkindlmarktPeter, Jacky und Chris am Regensburger ChristkindlmarktPeter, Jacky und Chris am Regensburger Christkindlmarkt

Anschliessend stürzten wir uns in den Regensburger Christkindlmarkt am Neupfarrplatz und besorgten uns je eine original „Regensburger Knackersemmel mit allem“ zusammen mit einem weiteren Glühwein. Jacky suchte auf dem Weg zurück noch das ein oder andere Schuhgeschäft auf, konnte aber leider kein passendes paar Schuhe für sich finden.

Peter, Jacky und Chris am Regensburger Christkindlmarkt

Gegen 18 Uhr begaben wir uns auf den Nachhauseweg, um uns für den Abend ein wenig auszuruhen; denn um 20 Uhr würde uns Markus mit dem Auto abholen.

Mike, Chris, Jacky, Markus und Peter im Regensburger Kneitinger am ArnulfsplatzMike, Chris, Jacky, Markus und Peter im Regensburger Kneitinger am ArnulfsplatzMike, Chris, Jacky, Markus und Peter im Regensburger Kneitinger am ArnulfsplatzMike, Chris, Jacky, Markus und Peter im Regensburger Kneitinger am Arnulfsplatz

Zum Abendessen führte ich Jacky, Chris, Markus und Mike in das Traditionslokal Kneitinger aus. Das Kneitinger-Bier ist legendär und über die bayerischen Landesgrenzen bekannt. So liessen wir uns eine Halbe zusammen mit 6 Bratwürstl auf Kraut schmecken.

Mike, Chris, Jacky, Markus, Martina und Peter in der Oscar-BarMike, Chris, Jacky, Markus, Martina und Peter in der Oscar-BarMike, Chris, Jacky, Markus, Martina und Peter in der Oscar-Bar

Am späten Abend stiess dann Martina – die Freundin von Markus – zu uns dazu und wir entschlossen uns auf den ein oder anderen Cocktail in die „Oscar-Bar“ in der Roten-Hahnen-Gasse zu gehen. Dort ergatterten wir den Fensterplatz und plauderten bis kurz 1 Uhr Morgens.

Dann verabschiedeten wir uns von Martina und Markus und besorgten uns nach einer kurzen Wanderung durch die altehrwürdige Altstadt von Regensburg am Domplatz ein Taxi zurück zu Mike’s Appartement.

Am heutigen Sonntag um 13 Uhr beluden Jacky, Chris und ich das Auto und verliessen Regensburg. Die Fahrt zurück verlief vollkommen reibungslos – ohne Stau, nur regnete es ohne Ende. Aber das konnte den Gesamteindruck der Schweizer Gäste nicht trüben: Es war wieder ein fantastisches vorweihnachtliches Wochenende in Regensburg.

Nun kommt die letzte Arbeitswoche in diesem Jahr auf mich zu. Am kommenden Samstag „sattele ich die Hühner“ und reite wieder nach Regensburg. Weihnachten und Sylvester stehen an.


Siemens-Affäre – Von 20 auf 200 Millionen und von 12 auf 50 Beschuldigte

7. Dezember 2006

Als 30 Büros der Siemens AG in Deutschland Mitte November überfallartig durchsucht wurden und die ersten Meldungen an die Öffentlichkeit kamen, handelte es sich noch um einen „niedriger 2-stelliger Millionenbetrag“. Dann vermeldete die Staatsanwaltschaft, dass gegen 12 Personen Ermittlungen eingeleitet wurden. Nach 20 Millionen standen schnell 200 Millionen im Raum. Und nun scheint die Mitwisserschaft auf 50 Personen inkl. des ehemalige Zentral-Vorstandsmitglied Thomas Ganswindt, der in den kommenden Tagen als möglicher Beschuldigter erstmals vernommen werden soll, vergrössert zu haben. Wie gross ist der Eisberg? Und: Wieviele Akten wurden mittlerweile in anderen Unternehmen vernichtet?

Siehe auch


Ab 11.01.2007 im Kino: Helge Schneider – Mein Führer

2. Dezember 2006

Bei BasicThinking soeben gefunden. Helge Schneider hat die Titelrolle in Dani Levy´s neuem Film MEIN FÜHRER – DIE WIRKLICH WAHRSTE WAHRHEIT ÜBER ADOLF HITLER übernommen. Die Dreharbeiten sind abgeschlossen. Derzeit ist der Film in der Endmischung.

Trailer 1

Trailer 2

Autor und Regisseur des Filmes ist Dani Levy, dessen vielfach ausgezeichnete Komödie ALLES AUF ZUCKER! der Überraschungserfolg des vergangenen Jahres war. In seinen neuen Film MEIN FÜHRER – DIE WIRKLICH WAHRSTE WAHRHEIT ÜBER ADOLF HITLER erzählt Dani Levy mit einer großen Portion subversivem Humor seine ganz eigene und völlig überraschende Version der Geschehnisse im Führerhauptquartier gegen Ende des zweiten Weltkrieges. Produziert wird der Film von Stefan Arndt, der bereits Filme wie LOLA RENNT und GOOD BYE, LENIN! produziert hat.

Komödien über Nazis haben Tradition
Die humoristische Darstellung der Nazis hat Tradition in der Kinogeschichte. Bereits 1940 erschien Charlie Chaplins „Der große Diktator“, nur zwei Jahre später der Film „Sein oder Nichtsein“ von Ernst Lubitsch. Zu dieser Zeit war das ganze Ausmaß des Nazi-Terrors allerdings noch gar nicht bekannt. Beide Regisseure sagten später, sie hätten ihre Komödien nicht gedreht, wenn sie davon gewusst hätten.

Ob der Film ein Erfolg wird, bezweifele ich allerdings.


Neues von der Gewinnspielfront – Schwarze Liste mit mehr als 300 Firmen

1. Dezember 2006

Die Schwindelbriefe mit den Gewinnversprechen verstopfen immer stärker die Briefkästen. Mal ist es eine Reise, mal ein Sachpreis, mal ein Bargeldgewinn. Doch in den Briefen wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Denn immer soll der angeblich glückliche Gewinner etwas bezahlen – „Verwaltungs-Gebühren“, die Anreisekosten für den „gewonnenen“ Hotelaufenthalt oder Schundprodukte auf einer Kaffeefahrt. Den Gewinn erhält man nie.

Die Verbraucherzentrale Hamburg sammelt seit vielen Jahren die Namen und Adressen von sog. „Gewinnspiel-Firmen“. Dadurch entstand eine „Schwarze Liste“ mit mehr als 300 Firmen. Steht „Ihre“ Firma auch auf der Liste? Dann ab in den Papierkorb mit dem Brief. Steht sie noch nicht drauf? Dann senden Sie den Namen an die Verbracherzentrale! info@vzhh.de Diese nimmt ständig neue Firmen in die Liste auf – auch, wenn es sich meist um Scheinfirmen und Fantasienamen handelt. 

Um dem Treiben ein Ende zu setzen, führt die Verbraucherzentrale Hamburg Musterprozesse, stellt Strafanzeigen, unterstützt Verbraucher und ihre Anwälte durch rechtliche Hinweise und eine Urteilsübersicht.  

Einige Verbraucher haben aufgrund einer Gewinnmitteilung etwas bestellt, die Ware aber nicht bezahlt, sondern den Kaufpreis und Gewinn miteinander verrechnet. Gerichte haben bestätigt! Das geht und ist erlaubt!


Altweibersommer im November – Rekordtemperaturen um die 22 Grad

26. November 2006

Die aktuelle Hochwetterlage mit kräftigem Fönwind von Nordafrika über das Mittelmeer zu den Alpen sorgt für Rekordtemperaturen in Europa. Zum Beispiel stieg in Fischen im Oberallgäu heute das Thermometer auf 21,8 Grad. Eine solch hohe Temperatur wurde seit Anbeginn der Messungen in Deutschland noch nie erfasst. Die Pflanzenwelt kommt dabei etwas durcheinander. So blüht derzeit in Seeg (Schwaben) der Löwenzahn.

Auch in der Schweiz treibt der Fönsturm die Temperaturen in die Höhe. In Bad Ragaz zeigte das Thermomenter 22,2 Grad an.

(Quelle Mittelbayerische Zeitung vom 26.11.06 und Die neue Epoche)


Vor sieben Jahren – 2x Dauerchat-Weltrekord gebrochen

22. November 2006

Durch ein Interview und durch Mam’s „40 Jahre Peter – Das Buch“ wurde ich wieder daran erinnert. Muss ich wahnsinnig gewesen sein. Vor sieben Jahren war das. So lang her? Da war ich noch jung und verrückt. Nun bin ich nur noch verrückt 🙂

1999 war ich noch regelmässig im Chat „Atlantis“ unterwegs. Der gibt es schon lange nicht mehr. Das war ein ganz „antiker“ Chat. Per Button musste noch selbst aktualisiert werden. Das hatte aber den Vorteil, dass dieser Chat für „Kiddies“ nicht interessant war. Auch gab es keine „Privates“ oder sowas ähnliches. Das hat mich bei den anderen Chats immer genervt. Man sah 153 User im Chat und in der Lobby schrieb keiner. Absolute Gruppenbildung. Das gab es im „Atlantis“ eben nicht. Jeder sah jeden und las alles von jedem. Besser war das. Viele Abende verbrachte ich vor der Mattscheibe und tippte drauf los. Daraus ergaben sich Freundschaften, die noch heute lose halten. Zu „Mr.L“ beispielsweise oder „Anaconda“ und „Lukas“. Letztere besuchte ich letztes Jahr in Heidelberg. Es fand sogar eine richtige „Chatterhochzeit: Momo und Bubu“ statt. Nein, nicht virtuell. Die beiden lernten sich im Chat kennen und lieben. Ach und „Traumtänzer“ und „Anja“ gab es damals auch noch eine Hochzeit. Regelmässige „Chattertreffen“ zu Geburtstagen in Regensburg und Viernheim waren der Hammer. Die Chatter, die man sonst nur vom Schreiben kannte einmal richtig zu treffen und zusammen zu feiern.

Ja, und dann las ich eine Pressemitteilung von Berlin.de: „Auf der IFA99 in Berlin soll der Dauerchat-Weltrekord von 59 Stunden geknackt werden. Hierfür werden 4 Teilnehmer gesucht. Bewirb Dich per Mail“. Da werden bestimmt massenhaft Leute schreiben, dachte ich. Egal, als Bayer könnte man die „Praisn“ schon mal etwas aufmischen. Also sendete ich eine Bewerbungsmail – kurz und knackig. Vergass diese dann aber auch wieder. Einige Wochen später kam Post von Berlin.de. Man bat einen Bogen auszufüllen und zurück zu faxen. Das war schnell erledigt. Und tatsächlich kam ein paar Tage später die schriftliche Einladung. Nun versucht mal 14 Tage vor der IFA in Berlin einen Flug zu bekommen. Weil, hinfahren wollte ich von Regensburg nicht. Da bin ich ja schon nach der Anreise fertig. Ich bekam einen Bussiness-Flug und besorgte mir einen Leihwagen (sogar mit Navi!). Nach der Anreise ging es zum Doktor und zum Belastungstest (EKG).

   

Dann sahen wir uns die „Aquarien“ – wie wir die verglasten 2er-Kabinen nannten – in einer der Messehallen auf der IFA an, testeten die Rechner und gingen schlafen. Am nächsten Tag um 9 Uhr ging es los.

  

Chatten bis die Finger knacken. Nein, so schlimm war es nicht. Innerhalb von einer Stunde hatte man 5 Minuten Pause. Diese 5 Minuten konnten gesammelt werden. Chatten musste man folgendermassen: Pro Minute mindestens zwei sinnvolle Sätze. Kein „Copy and Paste“.

 

Niemals den Chatraum verlassen, ausser während der Pause. Schlafen war nicht. Aber Duschen und dergleichen war dann schon mal drin. Während der Öffnungszeiten war es im Chatraum unsagbar voll. Ohne direkte Ansprache im Text ging da gar nix. Richtig langweilig war es dann erst ab 3 Uhr nachts.

  

Neben der süssen Jenni in „real“ lernte ich eine Lady „virtuell“ aus Amerika/Florida kennen. Durch die Zeitverschiebung war es für sie einfach regelmässig vorbei zu schauen. Die Presse war regelmässig da. Funk und Fernsehen belagerte die beiden Aquarien.

  

Eine weitere Auflockerung hatte ich auch rein visuell. Der Messestandbetreiber gegenüber hatte die „Miss Germany 1999 – Yvonne Wölke“ engagiert. Eine Augenweide. Nach 53 Stunden schlief der erste ein. Aber die anderen 2 und ich hielten fast 62 Stunden durch (61 Stunden 50 Minuten). „Yummy“ Susanne Clark überliessen wir beiden Männer den Sieg. Wir konnten nicht gleichzeitig aufhören.  Sie bekam einen MAC und wir Männer je zwei Tickets nach NewYork.

   

Ich wandelte dieses dann in zwei Tickets nach Florida um, wo ich dann die „Lady aus Florida“ und ihre Familie besuchte. Auf dem Rückflug von Berlin nach München hatte ich auch noch eine lustige Begegnung. Ich sass in der Business-Class linken Reihe am Mittelgang und „Beinhard Werner Brösel“ sass direkt gegenüber. Zuerst erkannte ich nur seinen Bruder, der zwar am Fenster sass, aber gleichzeitig mit mir einen Kaffee nachbestellte. Brösel grinste und ich grinste zurück. In München angekommen stand direkt neben einem Aschenbecher am Gepäckband und wartete auf auf meinen Koffer. Jemand tippte mich an und fragte leise „Haste mal ne Fluppe?“.

  

Ich dreh mich um und flüsterte zurück: „Wenn Du mir unauffällig ein Autogramm gibst!“. Unauffällig? Er zog eine Autogrammkarte aus der Lederjacke, bat mich um einen Kugelschreiber und unterschrieb auf meinem Rücken. Karte gegen „Fluppe“. Feuer gab ich ihm auch noch. Dann standen wir beide am Aschenbecher und plauderten. Er und Brüderchen sind zur Premiere von „Werner – Volles Rooääää!!!“ in München. Sein Bruder kam nach und rauchte auch erst Mal eine. So standen wir zu dritt um den Aschenbecher und frotzelten über die Leut‘ rund um uns rum, über den Zoll der uns sicher rausziehen wird und tonnenweise Bölkstoff im Koffer findet und dann selber trinkt. etc.etc. Das war im September 1999.

 

Zwei Monate später klingelte im Büro mein Telefon. „Antenne Bayern“ wär dran. Ob ich der „PeterPan“ wäre, der in Berlin den Weltrekord geknackt hätte. Ich beantwortete die Frage und der Gesprächsgegenüber teilt mir mit „Wir sind live on air“. Wie meinen? Er fragte, wie das so war, über was wir geplaudert hätten und ob ich es wieder versuchen würde. Äh! Warum nicht. Es gäbe da einen weiteren Weltrekordversuch – der würde am Donnerstag anfangen. Ich entgegenete „Wenn mein Chef mir frei gibt – klar!“ Ob der „Chef“ da sei, war die Frage. Ich blickte über die Schulter und Herr Driessle war da. Ob er den „Chef“ sprechen könnte – ich leitete das Telefon um und verband die beiden. Nicht ohne den Hinweis „Chef, Sie sind live im Radio“. Mein Chef gab mir natürlich die Erlaubnis. Und so startete ich mit 25 weiteren Chattern verteilt über ganz Bayern in verschiedene Internet-Cafés den 2. Dauerchat-Weltrekord.

  

Diesmal war die Anreise einfach. Das Internet-Café war in Regensburg in der Glockengasse. Auch die Nächte waren leichter zu „überleben“; denn ich hatte Besuch ohne Ende. Nach 62 Stunden wurde der alte Rekord von Berlin eingestellt und die Parties live im Radio übertragen. Mein Interview konnte man fast nicht verstehen, weil im Regensburger Internet-Café gefeiert wurde ohne Ende. Aber ich konnte nur kurz Pause machen; denn es galten die gleichen Regeln wie in Berlin. Aber ich hatte meine Leibspeise geschenkt bekommen: „Zwei lange Braune mit allem, a Bretzn und an Kaffee“. Und so schafften wir das Limit für Dauer-Wettbewerbe: 72 STunden! Sonntag Mittag war es vollbracht. Anschliessend gingen wir noch Pizza-Essen und ich danach für 24 Stunden ins Bett.

Antenne-Bayern-Chat-Weltrekord Pressemeldung

Die Meldung vom Chat-Weltrekord ging auch in Regensburg durch die Medien. „Blizz“ berichtete genauso wie die „Mittelbayerische Zeitung“. Ein paar Tage später war ich dann auch im Regionalfernsehen. Die Videokassette habe ich auch noch rumliegen.

Wer mich oder die anderen im Guinessbuch der Rekorde sucht, wird nix finden. Warum? Der lese hier. Nö, mir reichen die Erinnerungen. Der Eintrag ins Buch bringt mir zusätzlich nix.

Übrigens: Knacken kann man den Rekord nur noch durch die Anzahl an Personen. Die Länge des Rekordes wurde auf 72 Stunden begrenzt. Wir waren 25 beim „Antenne-Bayern“-Dauerchat-Weltrekord.