01.12.2008 – Thailand/Bangkok: 88 gestrandete Flugzeuge dürfen Suvarnabhumi Airport verlassen

1. Dezember 2008

Heiko schickte mir gerade eine News:

AOT: Gestrandete Flugzeuge dürfen Suwannaphum verlassen – ohne Passagiere
Die PAD erlaubt den Airlines, ihre Flugzeuge vom Flughafen Suwannaphum zu evakuieren, jedoch ohne Passagiere an Bord.

Ihn lernte ich über meinen letzten Reisebericht über Thailand per Mailkontakt kennen. Eigentlich sollte sein Flug heute – am Montag – nach Dubai und dann weiter nach Bangkok – gehen. Aber leider machte ihm, wie vielen anderen Urlaubern, die Sperrung des Suvarnabhumi Airports in Bangkok einen Strich durch die Rechnung.

Zuerst fand ich keine News im Deutschsprachigen Netz, welche diese Meldung bestätigen konnte. Also machte ich mich in den englischsprachigen Raum auf. Und siehe da, die „Bangkok Post“ schrieb vor wenigen Minuten:

PAD releases 88 stranded airliners – Planes will help get passengers back home
International and local airlines were removing their aircraft from Suvarnabhumi airport last night after the People’s Alliance for Democracy (PAD) agreed to release 88 planes stranded there, at the request of Airports of Thailand (AoT).

Somit scheint ein erster Schritt getan zu sein. Allerdings wird es sicherlich den ganzen Tag dauern, bis die verschiedenen Fluggesellschaften ihre Maschinen der Reihe nach vom Flughafen ordnungsgemäss abfliegen können; denn dazu sollte zuerst das Boden- und Flughafenpersonal wieder zum Airport zurückkehren.
Von offizieller Seite wurde heute bekannt, dass es locker eine Woche dauert, bis der Airport Bangkok wieder voll funktionsfähig ist.

Beim Stöbern durch’s Web fand ich noch diesen folgenden absolut interessanten und aufschlussreichen Bericht. Ein CNN-Reporter lässt sich dabei filmen, wie er durch den riesigen vollkommen leeren Suvarnabhumi Airport läuft. Er mahnt an, dass weder im Visa-Bereich, noch im Taxfree-Bereich, noch in der Abfertigungszone sich irgendein Mitarbeiter des Airports befindet. Für den Reporter stellt das eine absolute Sicherheitslücke dar.

Völlig verständlich für einen Amerikaner, der mittlerweile gewohnt ist, dass vom Fingerabdruck bis zum genetischen Fussnagel sämtliche Daten bei der Einreise in die USA überprüft werden – aus lauter Angst vor terroristischen Anschlägen. Dabei braucht er nur mal ins nahe Kanada zu fahren oder zu fliegen. Dort wird er merken, dass die Einwohner Kanada’s nicht mal ihre Türen absperren.

Klar, eine Haustür ist mit einem Airport nicht direkt zu vergleichen. Aber den Demonstranten in Bangkok geht es überhaupt nicht darum in der Taxfree-Zone irgendwelche Duftwässerchen oder iPods zu stehlen oder am Flugfeld Nägel für die Reifen der Flugzeuge zu verstreuen. Es handelt sich bisher um einen friedlichen politischen Protest. Und nicht um einen Angriff der staatseigenen Sicherheitsorgane (CIA und FBI) auf das eigene Volk. Nebenbei: Die Überwachungskameras und die Aufzeichnungsgeräte laufen noch. Und ob der nette Walk des CNN-Mannes durch den Airport wirklich unentdeckt geblieben ist?

Achja, als kleiner Trost für alle Thailand-Fans habe ich es endlich geschafft die Bilder unseres letzten Urlaubs in Koh Samui und Bangkok in ein Fotoalbum zu packen. Um das Fotoalbum zu erstellen, testete ich die Software von jalbum, welche sich bisher als recht praktisch erwiesen hat. Den Speicherplatz stellte mir dankenswerter Weise Tom zur Verfügung. 

Fotoalbum-Thailand

Klick on Image for the Thailand-Fotoalbum

Übrigens: Im Irak-Krieg waren sie an forderster Front dabei, aber bei der Evakuierung von 5000 Touristen verweigert die Englische Regierung die Hilfe: Die Britischen Touristen bekommen keine Hilfe. Alle anderen Staaten chartern Sonderflüge für die Evakuierung. Komisch.

Wobei diese Aussage die gestrandeten Touristen sicher „aufmuntern“ dürfte:
„The operation to help return passengers home may take around one month from now to be done,“ Thai Deputy Premier Olarn Chaiprawat said yesterday.


12.10.2008 Urlaub Koh Samui II – Relaxing means „Sabai“

12. Oktober 2008

Nachdem ich nicht dazu komme täglich einen kurzen Tagesbericht zu verfassen (z.B. grad klopfte Mike an die Tür, dann kam eine SMS von Nanee, vorher am Strand, dann wegen Onlineaccount den Hotelmanager gesprochen, mit ihm einen Kaffee getrunken), habe ich gestern und heute zumindest die Bilder auf den Picasa-Account geladen. Im Gegensatz zur Bilderflut der letzten Tage, schoss ich gerade ein Bild heute (siehe unten).

Ein Problem ist auf jeden Fall, dass hier pünktlich um 18 Uhr die Sonne untergeht. Das wirft meinen ganzen Biorhytmus durcheinander; denn um 6 Uhr (Sonnenaufgang) bin ich noch nicht einmal in der ersten Tiefschlafphase. Es gäbe viel zu erzählen – auch kuriose Dinge.

Zum Verlängerte ich den Hotelaufenthalt um eine Woche. Die Damen hinter dem Tresen nahmen einen grossen „Taschenrechner“ mit Solarzelle und versuchten im Halbschatten „8 mal 995 Baht“ zu rechnen. Durch das schlechte Licht funktionierte aber der Taschenrechner nicht. Nachdem ich die Szene leicht in mich hineingrinsend beobachtete, schrieb ich 7960 Baht auf einen kleinen Notizzettel, der auf der Theke lag. „You are right!“ entgegnete mir die Lady lachend und zeigte mir das Ergebnis auf dem Taschenrechner-Display.

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Mein Online-Account funktionierte letzte Nacht irgendwann nicht mehr. „Nacht“ ist gut gesagt; denn wir waren bis 5 Uhr bei einer Poolparty in Lamai – „Buddy’s“ heisst die Lokalität. Der obligatorische „Heimkehrerkaffee“ auf dem Zimmer liess mich jedoch diesmal nicht wie sonst sofort einschlafen. Also versuchte ich die Bilder vom Abend zu bearbeiten und ins Web zu laden. Ich konnte mich weder mit Mike’s noch mit meinem Account einloggen.

Somit ging ich heute, nachdem ich etwa eine Stunde am Strand lag und im Buch „Das Peter Prinzip – oder die Hierarchie der Unfähigen“ weiterlas, zur Rezeption und traf dort zufällig den Managingdirector des Hotels. Er „managte“ dann auch sofort kompetent und rasch den Zugang zum Internet für mich. Übrigens: Kapitel 3 „Scheinbare Abweichungen“ Absatz „Eine Frage des Massstabes“ ist äusserst aufschlussreich (Seite 42 oberer Absatz) – wie vieles in diesem Buch. Der Name „Peter Prinzip“ passt übrigens rein zufällig.

Chris holte heute nach einer Woche „Schwuler-Roller-Fahren“ endlich seinen Chopper bei Jonathan („Easy Rider Lamai“) ab. Und sofort war er auf Tour. Zuerst in Lamai und anschliessend rund um Chaweng. Nach ein paar kurzen Stunden Schlaf am Nachmittag setzte er sich gleich wieder auf den Bock – eine Honda Phantom 200 ccm schwarz mit rattenscharfer Flammenbemalung am Tank *lach* – und ging gegen 20 Uhr wieder auf Tour.

Mike kam grad – wie oben kurz in Klammern erwähnt – bei mir auf dem Zimmer vorbei. Er fährt mit Mauy (so schreibt man den Spitznamen von seiner Maus aus Bangkok wirklich) ins „Bangkok Restaurant“. Eh klar. Dort kann man gut essen, es sind keine Farangs dort und zudem gibt es gute Musik.

So, und ich starte nun nach Lamai und statte meinem Lieblingsrestaurant einen Besuch ab. Im grossen und ganzen ist heute im Vergleich zu den vorangegangen Tagen herzlich wenig passiert. Das Wetter ist immer noch traumhaft, das Meer ist immer noch ruhig und blau. Sagte ich, dass nebenbei der Fernseher läuft? „Catwomen“ auf Englisch ist auch ganz interessant – aber nicht wirklich wichtig auf der Trauminsel. Also hier sind zumindest die Bilder. 🙂 Und wech….

Tja, und hier bin ich wieder. Zuerst fuhr ich nach Lamai zu Nanee ins Restaurant, bestellte mir eine „schön scharfe“ Fischsuppe und nahm noch einen Gin Tonic während Jaeb mit mir plauderte. Dann gegen 23 Uhr räumte die Crew die Tische ab und Nanee und ich beschlossen – eigentlich – nach Hause zu fahren. Sie zu sich und ich ins Hotel. Die langen Nächte und zeigten langsam bei uns beiden ihre Wirkung. Nanee führt ja nicht nur ein Restaurant, sondern steht früh morgens gegen 7 Uhr auf, um das Gästehaus eines Engländers zu bewirtschaften – und dann noch der Einkauf für’s Restaurant und Behördengänge und…. Egal. Wir waren beide müde.

Also verabschiedeten wir uns und ich setzte mich auf meinen Chopper, während Nanee zum Parkplatz zum Auto ging. Ich fuhr am „roten Platz“ vorbei, es kamen mir Roller in der Lamai-Beach-Road entgegen, obwohl eigentlich Einbahnstrasse, und bog dann in die Querstrasse zur „Samui RingRoad“ ab. Eigentlich besass ich einen netten Vorsprung, doch am Pass zwischen Lamai und Chaweng Noi sah ich zwei helle Punkte im Rückspiegel, die ziemlich schnell näher kamen und schliesslich überholte an einer Engstelle Nanee.

Ja, es gibt durchaus Geschwindigkeitslimite und entdeckte ich auch die zugehörigen runden Schilder mit rotem Ring und „45“ drauf. Aber darüber sorgt sich eh keiner. Der ganze Pass verfügt im Übrigen über eine gelbe durchgezogene Linie zwischen den Fahrspuren – interessiert auch keinen. Dafür bittet man ja am Aussichtspunkt beim Vorbeifahren an den unzähligen Totenstehlen um Beistand von den dort ums Leben gekommenen durch Drücken auf die Hupe.

Ich fuhr dann Nanee eher gemütlich mit Sicherheitsabstand hinterher – schliesslich machte sie „den Weg frei“. Am Ende hielt sie nahe dem Einkaufszentrum „Big C“ und besorgte sich noch etwas zum Naschen für die Nacht. Wir verabschiedeten uns noch kurz und als sie die Wagentür schloss, fuhr ich an ihr vorbei. Nur etwa 500 Meter später sah ich Mike’s Chopper auf der gegenüber liegenden Strassenseite stehen. Er befand sich offensichtlich immer noch im „Bangkok Restaurant“. Ich blieb am Strassenrand stehen und wartete auf Nanee. Auf ein Bier können wir den beiden noch Gesellschaft leisten.

Mike und Mauy kamen uns halb entgegen – eigentlich wollten die beiden gerade aufbrechen. Aber was soll’s. Die Band machte Pause und so setzten wir uns an einen der Tische im Aussenbereich. Nanee bestellte einen Gin Tonic und Mike und ich nahmen uns ein Bier.

Bild oben: Das ist übrigens der noch nicht ganz volle Mond dort droben. Sternenklar und wolkenlos bei gemütlicher Schwüle und etwa 28 Grad inklusive Frangipani Plumeria in der rechten Bildhälfte samt weissen Blüten – und das im Herbst bzw. in der Regenzeit. Ach ja, und die beiden „Grinsekatzen“ sind Mike und Mauy bzw. „Dingdong und Kinky“.

Die Band begann wieder zu freudig thailändische Liebeslieder und Rockmusik zu spielen. Langsam habe ich da so eine Vorahnung warum die „Lovesongs“ immer von Trauer und Trennung handeln und so extrem melancholisch wirken. Zwar verstehe ich nur die Übersetzungen von Nanee, aber der Hintergrund der Story im Song scheint oft „similar“ zu sein.

Bild oben: Nanee mit Frangipani Plumeria im Haar. Zusammen mit einem Kugelschreiber, mit welchem sie sich das Haar irgendwie kunstvoll hoch knüpfte.

Wir blieben bis Badeschluss gegen 3 Uhr – bis die Lichter ausgingen. Zwei der Bandmitglieder gesellten sich zu uns und wir plauderten über Rockmusik und deren Auftritte. Dann tranken wir aus und während Mauy bei Mike’s Töff aufsattelte, fuhr Nanee nach Hause – und ich folgte Mike’s Töff zum Hotel. C u tomorrow.

Jetzt lese ich noch die ein oder andere Geschichte eines Münchner’s in Bangkok zum Beispiel mit dem Titel „Der romantische Idiot„. Das ist wieder einmal eine der Websites (Bangkok für Singles), die es sich zu lesen lohnt.


09.10.2008 Urlaub Koh Samui II – Lazy Times am Hotelstrand

9. Oktober 2008

Ein Klopfen an der Tür weckte mich. Vor der Tür stand eine Roommate. Die Frage von ihr, ob ich wünschte, dass sie meinen Room „upcleante“ wehrte ich freundlich ab. Ich wankte zurück zum Bett und sah auf die Uhr: 12 Uhr Mittags. Doch mal 6 Stunden geschlafen. Dann nahm ich das Natel und fand eine SMS von Mike. Er sass mit Moey und Nanee in der hoteleigenen Strandbar. Die SMS war etwa 30 Minuten „alt“.

Somit stellte ich mich unter die Dusche und versuchte wach zu werden. Ohne Kaffee – keine Chance. Ich schlüpfte in die nächstbesten greifbaren Kleidungsstücke und stopfte die „wichtigen Dinge“ (Natel, Geldbeutel, Ziggis, DigiCam) in die Hosentaschen. „Zimmerkarte nicht vergessen!“ So einen Zettel sollte ich mir an die Türinnenseite kleben. Schon zwei Mal verliess ich das Zimmer ohne die Karte mitzunehmen. Diesmal nicht.

Das Wetter zeigte sich das erste Mal etwas anders. Es windete etwas unangenehm vom Meer her und Wolken hingen am Himmel. Ich setzte mich zu Mike und den beiden Mädels und bestellte bei unserem Stammservierer per Handzeichen „das Übliche“: Mangoshake and Coffee (strong). Nanee naschte ein Portion Früchte. Sie sei bereits um 10 Uhr aufgestanden und seit 11 Uhr an der Strandbar – allerdings sah man ihren Augen noch den Rest an GinTonic im Blut von gestern Abend ein wenig an. Sie lächelte und feixte, unterhielt sich abwechselnd mit Moey auf Thai oder auf Englisch mit Mike und mir.

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Das Bild zeigt die Aussicht von meinem Zimmer aus auf die Hotelanlage und das Meer. Links die Strandbar, Mitte verschieden Tiefe Pools, rechts nicht im Bild der Massagepavillon.

Chris war noch nicht aufgetaucht. Seit etwa 3 Tagen fühlte er sich nicht so gut. Ihn plagte eine leichte Erkältung. Er antwortete auf eine SMS von mir, dass er sich im Hotelzimmer befinde und sich noch auszukurieren plante mit frischen Säften und Erkältungsmedikamenten, die er im Notfallpack immer dabei hätte.

Gegen 2 Uhr nachmittags zog es Nanee und mich an den Hotelstrand, während sich Mike mit Moey noch ein wenig Schlaf nachholten. Es war zwar windig, aber nicht kalt. Das Wasser sowieso nicht. Von der Windseite her verzogen sich die Wolken langsam und liessen die Sonne und blauen Himmel wieder durch. Nanee sprang mit „vollen Klamotten“, wie bei Thaimädels so üblich in die leichten Wellen. Dann legten wir uns auf die Strandliegen und dösten vor uns hin. Gegen 4 Uhr tauchte Chris dann auf und meinte, dass er sich etwas zu essen bestellen würde. Wir gesellten uns zu ihm und Nanee bestellte sich etwas Vegetarisches – allerdings schön scharf – und einen GinTonic (?), der ihr allerdings nicht schmeckte und ich dann austrinken durfte.

Als Chris sich in sein Zimmer zum Auskurieren seiner Erkältung zurück zog, gingen wir ebenso ins Zimmer. Nanee duschte und richtete sich für ihre tägliche Einkaufstour für ihr Restaurant her. Gegen 17:30 Uhr verabschiedeten wir uns und vereinbarten uns später telefonisch zu verabreden. Zwischendurch stand noch der Techniker vor meiner Tür und meinte, dass es im Restaurant unter mir eine Leckage gäbe. Ich zeigte ihm die Dusche bzw. den etwas dichten Ablauf und wenig später kamen zwei Mann und pumpten mit einen Plömpel den Abfluss frei. Tja, das neue Hotel Ibis muss sich wirklich erst noch ein wenig „einlaufen“ – im wahrsten Sinne des Wortes.


08.10.2008 Urlaub Koh Samui II – Starfish&Coffee, Zazen, Irish Times Pub und Bangkok Restaurant

8. Oktober 2008

Momentan nur der Abend getippt (ohne Bilder):

Moey, Mike und ich verabredeten uns am Abend im „Irish Times Pub“ / „Bangkok Restaurant“ mit Nanee und Jaeb gegen 23 Uhr. Wir parkten unsere Chopper davor auf der Strasse und stiegen die kurze Treppe zur Terrasse hinauf. Die Location befindet sich direkt an der Hauptstrasse von Bophut kommend auf der linken Seite nach dem neu eröffneten riesigen Einkaufstempel „Big C“. Das „Irish Times Pub“ ist eher für Farangs von der englischen Insel konzipiert – rustikale dunkle Holzausstattung mit einem wuchtigen Tresen, Sportsouvenirs and den Wänden und im Eck hängt der obligatorische Flatpanel, auf welchem immer Fussballspiele stupide vor sich hin plätschern (Manu vs. Leeds zum Beispiel).

Direkt neben dem „Irish Times Pub“ befindet sich das „Bangkok Restaurant“. Der grosse offene Gastraum enthält eine Bühne, auf welcher sich eine Thailändische 3-Mann-Combo die Finger warm spielte. Direkt darüber hängt ein grosser Flatpanel-TV – er zeigt abwechselnd Werbung und eine Thai-Game-Show. Ist die Musik zu langweilig, was aber wirklich nicht der Fall war, so könnte man Fernsehen. Der grosse Gastraum ist zur Strasse und zum Einkaufszentrum hin offen, rechts vom Eingang befindet sich die Theke und dahinter die Küche. Es befanden sich im locker gefüllten Restaurant lediglich Thais, was sehr angenehm war – Mike und ich die einzigen Farangs.

Wir setzten uns an einen der Tische zur Strasse hin und bestellten uns etwas Thailändisches gegen den späten Hunger. Die Thai-Band spielte währenddessen thailändische Lieder, welche immer von verlorener Liebe, der Trauer darüber oder dem Abschied handeln. Moey kannte einige davon und sang leise mit. Nach etwa 20 Minuten trafen Jaeb und Nanee ein und gesellten sich zu uns an den Tisch. Da wir uns der Musik wegen nur schwerlich verständigen konnten, wechselten wir die Stellung an einen Tisch im äusseren Terrassenbereich. Dort nahmen wir unser Essen ein.

Moey trinkt von Haus aus nur Wasser und überhaupt keinen Alkohol. Bekam aber von Jaeb einen Cocktail mit Baileys offeriert, den sie nur extrem widerwillig mit kleinen Schlucken trank. Es ging ihr hinterher auch ganz schlecht. Sie schien gar kein Gen zum Abbau von Alkohol zu besitzen. Nanee bestellte einen Gin-Tonic, Jaeb trank „Redwine“ und Mike und ich blieben beim „Singha Bier“. Wir plauderten viel und lachten. Dann hörte ich plötzlich bekannte E-Gitarren-Klänge. „Die spielen von Queen Bohemian Rhapsody?“. Einwandfreie Interpretation von der Band, stimmige Gitarrenriffs und dann die Stimme! Es schien mir, als ob Fredy Mercury in gestalt eines Thais wiedergeboren wäre.

Gleich im Anschluss stand Jaeb plötzlich auf und ging zur Bühne. Er kannte die Bandmitglieder und hatte vorher in einer Pause vereinbart, dass er einen Song selbst singen würde. Natürlich handelte er von Liebe. Jaeb fragte uns, was wir gerne hören möchten. Worauf Mike und ich unisono antworteten: „No Women – No Cry“. Alle lachten. Er meinte, dass er diesen nicht geübt hätte und sang einen seiner Lieblings-Love-Songs – perfekt übrigens (fast).

Wir blieben im „Bangkok Restaurant“ bis die Lichter erloschen und trollten uns gegen 2 Uhr morgens. Vorher genossen wir noch die Gesellschaft der gesamten Band und lachten viel. Mike und ich bestiegen die Chopper und fuhren ins Hotel zurück, während Jaep und Nanee nach Lamai zurückkehrten. Letztere beiden allerdings nicht mehr ganz so nüchtern.

Ich liess mir von Mike die Zugangsdaten zum hoteleigenen WiFi-Netz geben und rief das erste Mal meine Mails ab. Dann sortierte ich die Bilder der letzten beiden Tagen und bearbeitete diese nach. Das dauerte dann doch bis kurz vor 6 Uhr morgens. Zwischendurch ergoss sich der erste nächtliche Tropenregen während unseres Urlaubs über der Insel. So fiel ich erst ins Bett, als der Morgen graute. Ein weiterer wirklich traumhafter Tag ging zu Ende, während die Sonne sich ihren Weg durch die morgendlichen Wolken bahnte.


Urlaub Koh Samui II 03.10.2008 – Koffer-Packen und Abreise nach Regensburg

3. Oktober 2008

Endlich ist es soweit: Der jährliche Oktober-Urlaub beginnt. Da wir morgen – am Samstag – von München abfliegen, nahmen Mike und ich bereits den Freitag frei. Nach unserer Erfahrung ist es nämlich immer so, dass in der Woche vor dem Urlaub in der Arbeit am meisten los ist. Und dann bleibt einfach keine Zeit mehr, um die Reisevorbereitungen zu erledigen.

Was soll’s! Der Urlaub beginnt – mit Aufräumen und Packen. Aufräumen ist einfach. Aber was packt man für 2 Wochen Koh Samui und eine Woche Bangkok ein? Im Frühjahr befanden wir uns ja schon einmal auf Koh Samui und ich schrieb mir eine Packliste „Was nimmt man nach Thailand mit„. Das hilft mir jetzt das Benötigte abzuhaken.

 


Mike ist wie üblich im Reisefieber und fetzt nur so durch die Wohnung, wie man auf den Bildern oben leicht erkennt. Natürlich ist „fetzt“ eher ironisch gemeint. In seinem Koffer befindet sich bereits das Badehandtuch. Und das am Nachmittag. Der Rest seines Krams liegt auf einem „klar sortierten“ Haufen auf dem Wohnzimmersofa.

Und mein Koffer? Der ist noch leer. Zum einen weiss ich ganz genau, was ich einpacken werde (siehe Packliste oben) und zum einen stellte ich fest, dass sich eher nur „Technik“ mitnehmen werde. Laptop, 2 Digicams, Natel und diverse Ladegeräte. Sonst hält sich der Kofferinhalt eher im Rahmen. Man(n) braucht eigentlich nur die Reiseunterlagen, den Pass, Geldbeutel nebst Kreditkarten und die Klamotten, welche man(n) am Leibe trägt – basta! Badehose? Selbst dieses wichtige Strandutensil ist natürlich in einem Einkaufszentrum auf der Insel erhältlich.


Wettervorhersage Zürich


Wettervorhersage Koh Samui

Zum Wetter: Momentan kommt etwas blauer Himmel durch, aber es hat den ganzen Tag geregnet. Die Vorhersage ist eigentlich für Zürich und Koh Samui von der Bewölkung und dem Niederschlag gleich. Während es in den nächsten Tagen in Zürich am Tag zwischen 9 und 19 Grad haben wird, bleibt es in Koh Samui „lediglich“ bei Temperaturen um die 32 Grad. Im Frühjahr reisten wir während der „Trockenzeit“ nach Thailand und erhielten eher durchwachsenes Wetter. Daher hoffen wir in der angehenden Regenzeit auf Sonnenschein.

So, und jetzt werde ich meinen Koffer packen. Das ist gleich erledigt. Gegen 20 Uhr ist die Abreise nach Regensburg geplant und morgen geht es zusammen mit „Reiseleiter“ Christian Nachmittags zum Airport München und direkt nach Bangkok. Ab in die Wärme! Hopefully.

<– Inhaltsverzeichnis Urlaub Koh Samui II

–> Urlaub Koh Samui II 04.09.2008 – I believe i can fly


03.06.2008 – Fundstück „Damals an der Algarve“

4. Juli 2008

Das Web verliert nix. Gerade fand ich zufällig alte, sehr alte Bilder und ein altes Tagebuch. Im September 1999 flog ich mit Chris an die Algarve nach Portugal

September 1999 Carvoeiro Algarve (Links „PeterPan“ und rechts „Chris“ auf analogem Bild damals noch eingescannt zum Digitalisieren)

Diebstahlanlage auf portugiesisch. Der Hund fuhr mit, wartete auf sein Herrchen und fuhr damit auch wieder weg. Aufgenommen in Faro am Hafen.

Speziell der Stierkampf bleibt mir ewig in Erinnerung; denn der Stier nahm einen der Kämpfer auf die Hörner.

Somit muss es bereits über 10 Jahre her sein, dass ich mit Chris regelmässig jedes Jahr in den Urlaub fahre; denn die Algarve war nicht unser 1. Urlaub. Das war Lanzarote. Und danach kam Teneriffa. Ich muss mal in alten analogen Papierbildern kramen, odrrr?

Wer Lust hat, der kann mein Tagebuch „PeterPan’s Urlaub an der Algarve in Portugal“ aus dem Jahr 1999 lesen.


Urlaub Koh Samui 21.02.2008 – Inhaltsverzeichnis des Reisetagebuchs

21. März 2008

Hier nun das vollständige Inhaltsverzeichnis meines Reisetagebuches über unseren 3-wöchigen Urlaub auf Koh Samui in Thailand:

Nachtrag:

<— Zurück zu „Urlaub Koh Samui Einleitung (fehlt noch)“

Vor nach –> Urlaub Koh Samui 22.02.2008 – Zürich, Regensburg, Blutegel und Früchte werfende Affen


16.03.2008 – Urlaub auf Koh Samui – Tipps, Links und Wissenswertes rund um die Insel

16. März 2008

(to be continued)

Was nimmt man nach Thailand mit?

Wie bereits in einem der Beiträge beschrieben, ist die Antwort sehr einfach: Nichts! Gut, die Reiseunterlagen nebst Reisepass, Geldbeutel, Digicam, Natel und Laptop sollte man dabei haben. Alles andere ist in Koh Samui (im TESCO) wesentlich günstiger zu kaufen, als bei uns.
Ich für meinen Teil hatte mit 10,8 Kilogramm Koffergewicht auf dem Hinflug zu viel Klamotten dabei. Neben den Sachen, die ich angezogen hatte (Turnschuhe, Socken, Unterhose, lange Jeans, T-Shirt, langärmliges Hemd, Ledersakko), kamen folgende Dinge in den Koffer:

Waschzeug (Zahnbürste, Rasierer, Schweizer Sackmesser, etc.)

  • 3 T-Shirts
  • 3 kurze Hemden
  • 1 langärmeliges Hemd
  • 1 kurze abgeschnittene Jeanshose
  • 1 lange Jeans
  • 1 Badehose
  • 1 grosses Handtuch
  • 1 elektrischer Mosquito Killer
  • Diverse Ladegeräte für Natel und Digicam

Zusätzlich noch eine leichte Laptoptasche inkl. Laptop und Digicam.

Auf dem Rückflug waren es übrigens 19,1 Kilogramm. Das waren die Bekleidungsstücke, die ich bei zwei Einkäufen im TESCO erstanden hatte. Auch Haarwaschmittel, Duschmittel und Aloe Vera Creme kaufte ich im TESCO, was allein schon 1 Kilogramm ausgemachte.

Mike liess sich für etwas mehr als 280 Euro vom „local Schneider“ neue massgeschneiderte Sakkos, Hemden aus tollen Stoffen und Lederschuhe anfertigen:

  • 3 massgeschneiderte Sakkos
  • 4 massgeschneiderte Langarmhemden
  • 2 paar massgeschneiderte Lederschuhe

Wäsche waschen

Bitte outen Sie sich nicht mit vor dem Bungalow aufgehängter Wäsche als „Selbstwäscher“! Das ist wirklich peinlich und zieht nicht nur das Gelächter der anderen Gäste, sondern auch die Resort-Mitarbeiter grinsen sich dann einen ab.

  • An jedem Eck in Lamai gibt eine „Laundry“, die pro Kilogramm 30 bis 40 Baht verlangen. Frisch gewaschen, gebügelt und perfekt zusammengelegt. Man gibt die dreckige Wäsche an einem Tag ab und am nächsten Tag ist diese fertig!

Ich fliege das nächste Mal nur mit Handgepäck. Den Koffer für die Rückreise kaufe ich dann in Koh Samui im Grossmarkt. So komme ich schneller aus dem Flughafen und muss nicht erst auf den dämlichen Koffer warten. Den von mir verwendeten „schwarzen Stoff-Trolley“ gibt es wie Sand am Strand von Bo Phut. Deshalb wird es sicher ein etwas einzigartiger werden. Es nervt einfach den Koffer auf dem Fliessband nicht sofort zu erkennen.

Wichtige Reisedokumente und Kreditkarten

Das gehört in den Hotel-Safe. Ich glaube zwar nicht, dass sich ein Mitarbeiter eines Resort es sich karrieremässig leisten kann, etwas zu entwenden. Ausserdem müsste er befürchten, dass er sein Gesicht verliert, was viel schlimmer für einen Thai ist. Wir hatten unsere Laptops im Hotelzimmer an Kensington-Locks gehängt, wenn ich ihn nicht irgendwo dabei hatte. Auch hier glaube ich nicht, dass die Beine bekommen hätten.

Essen und Trinken

Ich gurgelte mit dem Wasser aus der Leitung beim Zähneputzen – einfach aus Gewohnheit. Ich lebe noch. In unserem Hotel bekam man täglich pro Person einen Liter Trinkwasser auf das Zimmer. Nutzen Sie es zum Zähneputzen oder um evtl. Medikamente einzunehmen. Bitte nehmen sie diese Hotelflaschen nicht zum Strand mit (Blamage Effekt); denn das erinnert mich an die Zeit, als man im Skiurlaub in Österreich beim Frühstücken die Semmeln gerafft hat, um diese mit der Wurst vom Buffet in von zu Hause mitgebrachten Frischhaltebeuteln auf den Berg mitzunehmen. Nur: Eine Flasche Wasser kostet im Restaurant am Strand zwischen 10 und 30 Baht. Dafür lohnt es sich nicht die Flasche einzupacken.

Das Essen schmeckte uns (bis auf eine Ausnahme) in Koh Samui überall sehr gut. Wir sind absolute Fans von „originalem“ Thai-Food. Das heisst, wir meiden, wenn möglich touristisch entschärftes flach schmeckendes thailändisches Essen. Die „originalen“ Speiserestaurant findet man, wenn man sich die Gäste ansieht. Überwiegen thailändische Gäste, dann ist das eines der von uns bevorzugten Restaurants. Befindet sich in der Speisekarte kein „Wiener Schnitzel“ oder eine spezielle Seite gespickt mit „altdeutschen Gerichten“, sind wir richtig. Am „originalsten“ sind Lokale, in welchen die Bedienung kein englisch versteht und die Speisen in der Karte nicht übersetzt sind.

Essen konnten wir (fast) alles. Wir verzichteten nur auf die fahrenden Händler, da es uns (noch) nicht zusagte, das frittierte Krabbeltierzeug zu probieren. Thais knabbern die Sachen aber bei jeder Gelegenheit und leben auch noch. Dieses Experiment wage ich vielleicht das nächste Mal. Soll ja sehr kalorienarm und nahrhaft sein und angeblich nach Kartoffelchips schmecken.

Trinkgelder

Eigentlich steht auf jeder Rechnung, dass die Preise inklusive Steuern und Trinkgelder zu verstehen sind. Trotzdem gaben wir stets einen kleinen angemessen Betrag als Trinkgeld – abhängig vom „Nasenfaktor“ (Nasenfaktor = Ambiente x Essensgenuss x freundliche Bedienung). Wir finden das mehr als richtig, speziell dann, wenn man selbst einmal im Gastgewerbe gearbeitet hat. Mike sagte manchmal: „Ihnen tut’s gut, und uns tut’s nicht weh!“.

Strandverkäufer und Animierer

Äusserst positiv ist uns das Verhalten der Strandverkäufer und sonstigen „Animierer“ aufgefallen. Im Gegensatz zu Teneriffa (Los Cristianos) oder Bali (Kuta Beach, Padang Padang), wo man förmlich belagert wird, reicht ein nettes Lächeln und kurzes Kopfschütteln, um ein freundliches Abwenden inkl. Verabschiedung zu erreichen. Rudelbildung entsteht erst überhaupt nicht. Umso grösser ist aber dann die Freude, wenn man dann doch beim nächsten Vorbeikommen winkt und eventuell ein Eis oder einen frisch gepressten Saft kauft – zu einem geringen Preis und etwas Trinkgeld.

Sonnenbrand oder Sonnebräune?

Auf keinen Fall die bürogebleichte Haut in den ersten beiden Tagen direkt der Sonne aussetzen. Die Sonne scheint hier in Äquatornähe nahezu senkrecht vom Himmel. Zusammen mit der indirekten Reflexion vom Meer her hilft kein Sonnenschutzfaktor die Haut vor Sonnenbrand zu schützen. Bitte bleiben Sie in den ersten beiden Tagen gut eingekremt unter einem Sonnenschirm oder im Schutz von Palmen. Rote glänzende Gesichter sahen wir reihenweise in unserem Urlaub. Und ist der Sonnenbrand einmal da, dann ist es erst einmal aus mit Strandaktivitäten. Zudem schält sich nach ein paar Tagen bekanntlich die Haut fetzenweise, was dem Aussehen beim Ausgang in leichter Bekleidung einen negativen Reiz verleiht. Bleiben Sie gemütlich im Schatten in den ersten beiden Tagen. Sie haben genug Zeit sich die knackige Bräune während ihres Urlaubs vorsichtig anzufärben.

Scooter, Motorräder und andere Gefährte

Roller, Motorräder, Autos und Jeeps gibt es an jeder Ecke. Am besten fragt man nach unserer Erfahrung direkt beim Hotel nach. Warum? Dann ist das Teil sicher zugelassen und versichert. Das erkennt man an einem roten Aufkleber irgendwo am Fahrzeug und an den Kennzeichen. Fehlende Kennzeichen deuten auf ein eben nicht zugelassenes Fahrzeug hin. Die Gefährte sollten neuerer Bauart sein. Verrostete oder verbogene Fahrzeuge sollten sie nicht mieten. Wie im „richtigen Leben“ auch. Die Preise fangen bei 200 Baht für einen kleinen Roller an und gehen bis 1000 Baht und mehr für einen Jeep pro Tag. Wenn sie von vornherein wissen, dass sie das Fahrzeug länger nutzen möchten, dann lässt sich immer ein wenig Feilschen. Aber bedenken Sie: 50 Baht sind ungefähr ein Euro.

Man sollte ausserdem beim Ausleihen immer bedenken, dass man für etwaige Schäden – verschuldet oder unverschuldet – selbst aufkommen muss. Bei einem Umfaller (Motorrad) oder einem Totalschaden möchte der Verleiher den Schaden ersetzt – und zwar „Neuersetzt“ beim Totalschaden. Also sollte man als Noch-Nie-Harley-Fahrer oder noch schlimmer, als Noch-Nie-Motorrad-Fahrer dessen bewusst sein, dass nach einem Wheely und anschliessendem Abflug des Motorrads auf den Beton nicht nur die Mühle, sondern auch die Urlaubskasse erhebliche Dellen erleidet.

Motorradfahren mit oder ohne Helm:

Am liebsten würde ich mich in der Schweiz und in Deutschland Helmbefreien lassen. Nein, ich bin nicht plemplem oder lebensmüde. Denn mit einer Helmbefreiung „darf“ man ohne Helm fahren – muss aber nicht. Ich weiss durchaus, was passiert, wenn ich selbst abfliege oder eher wahrscheinlich, mich irgendein netter vollverblechter und verknautschzonter Verkehrsteilnehmer vom Töff holt. Und deshalb fahre ich auch so vorsichtig. Als Töff-Fahrer beachtet man sogar den rückwärtigen Verkehr im Spiegel automatisch. „Man muss immer mit der Dummheit der anderen im Strassenverkehr rechnen!“ hatte mir mein Fahrlehrer eingetrichtert.

Auf längeren Strecken fuhr ich auch in Koh Samui mit Halbschale und Visier. Man bekommt dann einfach den mal kleineren oder auch mal grösseren Feinstaub der vor einem Fahrenden nicht ins Gesicht oder die Augen. Mund auf jeden Fall schliessen, sonst knirscht es zwischen den Zähnen. Aber es gibt trotzdem nichts Schöneres, als ohne Helm auf wenig belebten Strassen des nächtens gemütlich im letzten Gang mit 60 bis 80 dahin zu tuckern.

Eigentlich existiert nach meinen Informationen eine Helmpflicht auf der Insel. Bei den Strassenkontrollen, welche wir beobachten konnten, wurde aber keiner der Roller- und Motorradfahrer wegen des Nichttragens des Helms irgendwie belangt. Wir sind lieber mit Motorrädern gefahren, auch wenn das soooo gefährlich sein soll. Gut, Mike und ich fahren seit dem 15. Lebensjahr motorisierte Zweiräder in verschiedensten Grössen – und das unfallfrei bis heute (toitoitoi). Und das soll auch so bleiben.

Auf Koh Samui benötigt man nur einen Pass beim Ausleihen eines Motorrads. Diesen behält der Verleiher bis zur Rückgabe. Kopien werden nicht akzeptiert. Es wird somit nicht kontrolliert, ob man tatsächlich einen Motorrad-Führerschein besitzt. Deshalb fahren dann eben Typen auf den Rollern und noch schlimmer auf den Motorrädern jeglicher PS-Stärke und Gewichtsklasse, die keinerlei Erfahrung mit den Geräten haben.

Die konzentrieren sich in den ersten Tagen darauf, ob man nun zuerst den Gang runter- oder rauf und mit welchem Fuss und ob man die Kupplung oder den Bremshebel oder vielleicht erst einmal aufblenden muss. Dabei passiert es zwangsläufig, dass eben nicht auf Strasse und die Schlaglöcher geachtet wird oder auf den fliessenden Verkehr samt kreuz und quer sich einsortierenden Fahrzeugen.

Auch trägt meist ein gewisses männliches Brunftverhalten bei der Beförderung einer Teilzeitliebschaft dazu bei, dass über die Verhältnisse von Strassenbelag, Reibungswiderstand, Bremsvermögen und eigenem fahrerischen Können, dümmsten Falles vermischt mit etwas Alkohol im Blut gefahren wird. Etwas Sand in der Kurve oder ein plötzlich zum Überholen ausscherender Minivan und schon ist es passiert.

TukTuk und Sammeltaxis

Das eigentliche Verkehrsmittel für den schnellen unkomplizierten Transfer überall hin auf der Insel sind die bunten Sammeltaxis. Man vereinbart vorher den Fahrpreis mit dem Fahrer, der auf der rechten Seite im Auto sitzt und setzt sich dann hinten auf die etwas harten Bänke. Gut festhalten ist angesagt. Für Fahrten zahlt man egal zu welcher Tageszeit um die 100 Baht. Und sie kommen auf der Insel wirklich überall damit hin ohne sich zu verfahren; denn die Strassenkarten – besonders die kostenlosen – sind zwar kostenlos, aber unbrauchbar und nur mit Werbung vollgepflastert.

Taxis mit Taximeter und Taxiroller haben wir nicht genutzt, daher keine Bewertung und kein Kommentar.

ACHTUNG: Die immer mehr beliebter werdenden Quads sind für den thailändischen Strassenverkehr nicht zugelassen! Also besser nicht ausleihen. (Link zum Artikel bei Der-Farang.com)

Drogen auf Koh Samui

Wir bekamen eigentlich nur auf der „Escape“-Party welche angeboten. Was für welche? Keine Ahnung. Wir haben freundlich aber bestimmt abgelehnt. Drogenbesitz oder gar Drogenverkauf in Thailand ist eines der am härtesten Bestraften Vergehen überhaupt. Trotzdem wird es doch immer wieder angeboten. Ob es sich bei den Anbietern oder von der Regierung/Polizei eingesetzte verdeckte Ermittler handelt, war uns auch egal. Wir haben nicht gefragt. „Nein, danke“ ist der beste Satz in diesem Fall.

Andernfalls drohen mehrere Tage Knast und eine Geldstrafe von mindestens 2000 US-Dollar. Ausserdem in jedem Fall sofortige Ausweisung und man wird in eine Schwarze Liste eingetragen. Somit wird man nie mehr Thailändischen Boden betreten können. Was schade wäre. Wir hatten selbst das passive Vergnügen eine Waffen- und Drogenkontrolle vor unserem Hotel zu beobachten. Und Polizei geht bei eventuell Verdächtigen nicht freundlich mit den Herrschaften um. Es wird alles durchsucht inklusive kompletten Ausziehen auf offener Strasse bis auf die Unterhose. Sollte nur ein Joint in der Zigarettenschachtel gefunden werden, dann ist der Urlaub schnell vorbei. Für Leute, die im Urlaub nicht auf „ihr Gras“ verzichten möchten, denen rufe ich hiermit einfach nur zu „Good Luck!“.

Alkohol und Fahrzeug auf Koh Samui

Das verträgt sich auf einer Ferieninsel genauso wenig, wie in jedem anderen Land. Nur mit dem Unterschied, dass in Thailand die Null-Promille-Grenze gilt. Verkehrskontrollen gibt es seit den steigenden Unfallzahlen in den letzten Jahren ebenso häufig und regelmässig. Wer mit Alkohol im Blut erwischt wird, der darf sofort sein Fahrzeug stehen lassen und kann mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen.

Kommt es zu einem Unfall, egal wer die Schuld daran trägt, muss ausserdem damit rechnen, dass ihm die Fahrerlaubnis für ganz Thailand entzogen wird. Komisch, warum schreibe ich das? Ist in jedem anderen Land auch so. Müsste eigentlich jedem klar sein. Lassen sie das Fahrzeug im Hotel und schnappen sie sich ein Sammeltaxi. Das kostet dann nicht den Führerschein, sondern lediglich zwischen 50 und 200 Baht. Und man fährt mitunter genauso schnell.

Kameras und Fotografieren

Wo immer ich ausserhalb meiner Wohnung bin, die DigiCam gehört in die linke Hosentasche. Es gibt so viel zu fotografieren auf Koh Samui, dass es einem eigentlich innerhalb von 2 Wochen die Festplatte sprengt. Aussortieren ist dann angesagt. Es kann alles fotografiert werden. Nur bei Personen sollte man bitte vorher fragen. Es wird meist mit einem Lächeln geantwortet. Bei Tempelanlagen bitte auch vorher fragen.

Internetzugang und WLAN

Unser Hotel besass einen WLAN-Zugang. Dieser kostete pro Woche 500 Baht (10 Euro). Einschränkungen gab es bei uns nur im Hotelzimmer, da er Empfang stark nachliess. Daher schrieb ich oftmals im Strandrestaurant. Da gab es einen Access Point und „volle Balken“. Jedes mir bekannte Hotel besitzt mittlerweile WLAN. Und ich war nicht der einzige mit einem Laptop unter dem Arm.

Internet Cafés hat es an fast jeder Ecke. Die Preise sind passabel. Aber irgendwie konnte ich für mich persönlich mir nicht vorstellen einen schönen Urlaubstag im Internet Café – zwar klimatisiert – vorstellen. Aber wer eben keinen Laptop mitnehmen möchte, der kann jederzeit Skypen oder Chatten oder Mailen.

Schuhe ausziehen!

Sehr sympathisch ist die Gewohnheit beim Betreten von Räumlichkeiten die Schuhe auszuziehen. Ob im Hotelzimmer die sandgefüllten Strandschuhe, im geschlossenen Restaurant (Mr. Samui), Massagesalon oder in der Apotheke. Wenn vor der Lokalität schon Schuhe stehen, dann bitte ausziehen. Wer Angst vor Fusspilz hat, der kann sich gleich in der Apotheke ein Spray kaufen. Wir hatten keinerlei Befürchtungen.

An den Stränden stehen oftmals hölzerne offene rechteckige oder quadratische Gebäude, die wie Unterstände aussehen. Das sind aber keine! Es handelt sich dabei um buddhistische Tempel. Auch hier gilt es vor dem Betreten die Schuhe abzustellen, wie bei allen anderen Tempeln auch. Handtuch ausbreiten und in den Schatten legen, kommt hier äusserst ungut an.

Schlangen und andere Tierarten

Es soll in Koh Samui durchaus giftige Schlangen geben. Wir haben nur eine gesehen und die hat Chris auf der Strasse nach Lamai überfahren. Auch auf unsere etwas anderen Dschungel-Tour sahen wir keine. Die Viecher sind einfach zu scheu. Von „handtellergrossen“ Spinnen können wir auch nicht berichten. Die waren offensichtlich schon aus. Eine winzige Spinne befand sich bei Nanee auf dem Armaturenbrett. Nach etwas freundlichem Bitten, empfahl sich diese durch das geöffnete Fenster. Chris erzählte von einer einzigen Kakerlake in seinem Bungalow und wir hatten eine auf dem Rücken liegende und strampelnde Riesenkakerlake auf dem Balkon. Und das in drei Wochen. Enttäuschend.

Was wirklich mitunter nervt, sind die Mücken. Unser Hotelzimmer hielten wir durch nur kurzzeitiges Öffnen der Eingangs- und Balkontür möglichst Blutsaugerfrei. Ausserdem vernichteten wir eventuell doch eingeschmuggelte Ministukas in den ersten Tagen mit der mitgebrachten elektrischen Fliegen-Tennisschläger-Klatsche. Das sprach sich dann in der Mückenwelt herum und die restlichen beiden Wochen hatten wir Ruhe.

Zusätzlich besorgten wir uns in der Apotheke in Lamai „Autan“. Damit sprühten wir uns des Abends die frei zugänglichen und nicht von Bekleidung verdeckten Extremitäten ein. Dann war auch hier Ruhe und wir konnten ungestört auf der Bungalow- oder Restaurant-Terrasse sitzen und geniessen.

Die Katzen und speziell die Strandhunde hatten es uns angetan. Selbst Hunde, die hierzulande als „Kampfhunde“ verrufen sind, zeigten eine Zutraulichkeit von erster Kajüte. Siehe zum Beispiel die interessanten Mischlinge vom Restaurant „Gecko“ beim Strand in Bo Phut.

Muscheln und Krebstiere sind eher ungefährlich, frisch, schmackhaft und können gegessen werden.

Geld und Geldautomaten

Wir fanden überall und immer einen funktionierenden Geldautomaten. Überhaupt kein Problem die Angelegenheit. Man sollte allerdings etwas die englische Sprache beherrschen.

Verhaltensregeln in Thailand

  • Schuhe ausziehen beim Betreten von entsprechenden Locations und speziell bei Tempeln (hatten wir oben)
  • Sauber anziehen. Thais achten speziell auf saubere passende Bekleidung. Rippshirts und andere „Flodder“-Bekleidung evtl. auch noch schmutzig immer vermeiden. Gepflegtes sauberes Auftreten wird geschätzt.
  • Der Austausch von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit ist unüblich.
  • „Oben Ohne“ liebe Damen bitte unterlassen. Auch wenn es schmerzt.
  • Sei immer nett und freundlich. Lautes Auftreten, Anschreien, Beschweren, Beleidigen oder Schimpfen gilt als Gesichtsverlust.
  • Der Kopf gilt als reinstes Körperteil. Also unterlassen Sie es diesen anzufassen.
  • Der Fuss gilt hingegen als unreinstes Körperteil. Niemals mit dem Fuss auf jemanden zeigen oder über jemanden steigen.
  • Mit dem Finger auf jemanden zeigen sollte ebenso unterlassen werden.

Koh Samui Airportcode: USM

  • Für Schweizer ist der Airportcode leicht zu merken; denn der Schweizer Highend Designermöbel Hersteller heisst USM

Flüge nach Koh Samui buchen

Nicht jeder kennt einen PTA (Personal Travel Agent) und kann auf diesen jederzeit zugreifen. Diese Websites werten verschiedene Anbieter aus und liefern ein umfassendes Suchergebnis.

Wettervorhersagen für Thailand und Koh Samui

Währungsumrechnung Baht in sämtliche Währungen

Günstig Telefonieren von der Schweiz nach Thailand

  • Mobil Telefonieren mit Lebara:
    Seit gut 2 Jahren telefonieren wir mit dem PrePaid-Tarif von Lebara.ch
    1 Minute ins Thai-Festnetz kostet 0.07 CHF
    1 Minute ins Thai-Mobilnetz kostet 0.11 CH
    Es können Verbindungskosten entstehen.
    Die SIM-Karte ist bei „Kiosk“ oder „Mobilezone“ erhältlich.
    Wir laden die Karte bequem via Internet.
    www.lebara.ch

    (Stand 14.08.2010)

Günstig Telefonieren von der Thailand in die Schweiz

Informationen über Koh Samui (online)

Online-Zeitungen und Zeitschriften

Webcams Koh Samui

Wer mal kurz einen Blick nach Koh Samui werfen möchte, der ist bei „Samuicam“ genau richtig. Die Webcams liefern Live Streaming Videos und sind sogar teils mit Remote Control ausgestattet. Verfügbare Orte: Lamai Beach, Lamai Beach Road, IT Complex Samui, Chaweng Beach, Chaweng Beach Road, ITC-Plaza Cam und eine zeigt Bangkok.

Blog „Samui? Samui!“ – Must-Read-Before-Entering-the-Island

Einen absolut empfehlenswerten deutschsprachigen Blog fand Mike gerade. Auf „Samui? Samui!“ schreibt der auf eben diese Insel ausgewanderte und nun im Nordwesten der Insel (Bang Por) lebende Patrick Kollitsch über seine Erlebnisse und das ganz alltägliche Leben auf Samui, die er oftmals zusammen mit seinen beiden Hunden Pokki und Soosie erlebt. Und zwar auf lustige ironische Art und Weise. Wir kringelten uns vor Lachen und wischten uns bei den letzten Beiträgen bereits die Tränen aus den Augen.

Blog von Khun Ebi (Betreiber von samui-finder.com)

Onlinewörterbücher Thai in verschiedene Sprachen (dt.)

Software zum Erlernen der Thailändischen Sprache (dt.)

  • Thaitrainer111 ist auch eine Software um Thai zu lernen, die Sharewareversion reicht zum ausprobieren. Hier kann man auch Thainumbers (Zahlen lernen) herunterladen.
    http://www.thaitrainer111.de

Podcasts und Websiten zur Thailändischen Sprache (engl.)

Sprachlinks gefunden bei Jokkel http://jokkel.wordpress.com/2008/02/23/links-zur-sprache/

Beziehung zwischen Farang und Thaifrau

Der Autor von Samufinder.com beschreibt die beiden Seiten in der Beziehung zwischen Farang/Westler und Thaifrau in einem sehr lesenswerten und witzigem Schreibstil.

Am Ende des Textes wird auf ein Buch verwiesen, welches auf der einen Seite in Deutsch und auf der anderen Seite auf Thailändisch geschrieben ist. Das Buch heisst „Thailand Fieber“. Das Buch ist in Deutsch, English, Holändisch und Italienisch erhältlich.

Weitere Links als Reminder

(to be continued)

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Urlaub Koh Samui 15.03.2008 – Urlaubsnachverarbeitung in Regensburg oder „Buchen wir gleich für Oktober?“

16. März 2008

Die Frage: „Buchen wir gleich für Oktober?“ lässt sich einfach beantworten: Ja! Eh klar! Sowieso! Des mach ma gleich klar! Aber langsam von vorne. Wir haben ja noch Urlaub. Ergo, geht es an die Nachbearbeitung und Verarbeitung. Ein Resümee mit Tipps zu Stränden und interessanten Locations kommt noch extra. Während ich jetzt die Bilder der letzten beiden Tage auf den Server lade, fange ich langsam an die letzten Tage nachzuschreiben. Ab dem 09.03. ging es ziemlich ereignisreich und turbulent los und dann hatte ich keine Zeit und Lust mehr die Tage sofort in der Nacht zu schreiben. Mir also die Nächte um die Ohren zu schlagen. Das Thema „Mädchen“ behandle ich auch noch. Da soll es ja den ein oder anderen geben, den das speziell interessiert. Aber bei uns war das natürlich wieder ganz anders, als etwa der geistige Kleingärtner erwarten würde. Die dürfen dann trotzdem lesen. Kommen aber nicht auf ihre Kosten; denn von „käuflicher Liebe“ steht bei uns nix drin – verständlicher Weise. Wir haben leider „normale Mädels“ kennen gelernt.

Nachdem wir gestern mit leichter Verspätung gegen 19:40 Uhr landeten im schönen, aber vollkommen verregneten Münchner Airport und uns freundlicherweise Uschi vom Flughafen abholte, fuhren wir etwas leicht ermüdet nach Regensburg. Vorher stoppten wir noch bei Pfaffenhofen; denn die Tochter von Uschi gelüstete es nach „McDonald“-Food. Nein, danke. Ich benötigte nur einen Kaffee und bezog bei der Theke einen Fruchtsalat. Dafür rauchten wir noch eine draussen vor der Tür. Saukalt und Regen. Die Zigi drückte ich halb geraucht aus. In Regensburg angekommen, stand sofort Mam auf dem Programm, die uns in 10 Minuten die letzten wichtigen Ereignisse der vergangenen 3 Wochen auf die Ohren drückte.

Nur, irgendwie hatten sich zumindest bei mir die Prioritäten leicht verschoben. Was ist wichtig im Leben? Ob nun ein Kran gegen eine Brücke in Regensburg gefahren ist und dadurch die Gasleitung Feuer fing? Pfeiff‘ drauf! Wen interessiert das. Bürgermeister-Wahlen in Regensburg? Scheidinger oder Wollbergs? Mir vollkommen egal! Was kommt im Fernsehen? Total nebensächlich! Mittelbayerische Zeitung lesen? Wen interessiert denn der Kram! Komisch, irgendetwas hatte sich in meinem Hinterkopf geändert.

Ich rolle jetzt auf jeden Fall mal das Tagebuch von hinten auf, bis sich die fehlenden Stücke der Reisegeschichte füllen. Ich bitte lächelnd um wohlwollendes Verständnis der Leserschaft.

Zur Story: Gegen Mittag wurde ich durch Stimmen im Flur wach. Ich rappelte meine müden Glieder hoch. Sah an mir herunter und entdeckte mit halb geöffneten übermüdeten Augen viele kleine weisse Katzenhaare auf meinem schwarzen T-Shirt. „Sehr schön“ dachte ich „da hat sich wohl der liebe dämliche Kater Felix gestern Nacht noch schön auf meiner Bettdecke breit gemacht“. Ich stand auf und öffnete die Tür. Willy stand mit Mam diskutierend im Flur. Er hätte seine Tochter im Auto und könnte nicht lange bleiben. Man hielt dafür ein Spielzeugpferd in der Hand und Willy holte dann doch sein Töchterchen. Während ich ins Bad stolperte und mich duschte, plauderten die zwei im Flur bzw. im Wohnzimmer weiter. Da schlief Mike auf dem Sofa. Nein, er war durch die Plauderei bereits wach geworden.

Ich holte mir neue Katzenhaare-freie Klamotten aus dem Koffer und zog mich an. Willy blieb wirklich nur wenige Minuten. Dann fuhr Mam das Frühstück auf. Allerdings setzte sie sich nicht zu uns, sondern wetzte pausenlos zwischen Schlafzimmer, Küche und Bad hin und her. „Das ist viel zu hektisch“ dachte ich. Aber was will man machen. Mir fiel der Song „Numb“ von „Linking Park“ ein und ich summte diesen leise. Mam drängte uns schnell zu frühstücken; denn sie hätte einen Termin um 13 Uhr zwecks dem Verkauf ihres Gartens und wir sollten dabei sein. Na gut, dann fahren wir mit.

Nachdem die Fahrzeug-Frage geklärt war, fuhren wir in den Regensburger Stadtteil „Margartenau“. Dort hatte ich vor meinem Umzug nach Zürich jahrelang gewohnt. Dort befinden sich zwei Kleingartenanlagen. Erwähnte ich, dass ich eine natürliche Abneigung gegen alles, was mit Kleingärten zu tun hat, besitze? Nur, wenn ich diese Anlagen sehe, bekomme ich eine natürliche körperliche Abwehrreaktion. Nein, ich liebe Pflanzen und Tiere, solange beide sich rein vegetarisch ernähren, aber diese Mischung aus gutdeutschem, kleinbürgerlichem und neidgeprägten Revierdenken und der Bastion der letzten Kaiser über die Gartenzwerg-Parzellen hinter einem Verein mit dem sinnigen Namen z.B. „Grüne Laubenfreunde“ zu verbergen, lässt in mir die Gedärme verbiegen.

Aber es stellte sich heraus, dass sich der Verkauf von Mam’s „altem“ Kleingarten recht einfach abwickeln liess. Der neue Pächter besorgte sich Mam’s süssen Kleingarten. Was soll’s. Die Formalitäten waren in Minuten abgewickelt und der Ablösepreis in Sekunden ausgehandelt. Ich verabschiedete mich schnell; denn ich wollte den restlichen Tag fernab jeglicher Zwänge in der Regensburger Altstadt geniessen.

So zog ich zu Fuss über die Prüfeninger Strasse Richtung Innenstadt. Vor dem Jahnstadion drängten sich die ersten Massen; denn der einzige einigermassen erfolgreiche Fussball-Club „Jahn Regensburg“ schien sich dort mit irgendeinem Provinzgegner zu messen. Nein, ich wollte kein Fussballspiel – ich wollte Ruhe! Der Weg führte mich durch das Jakobstor über den Bismarckplatz am Theater vorbei zur Ludwigsstrasse. Die Sonne kam doch das eine oder andere Mal durch die Wolken und vor dem „Goldenen Kreuz“ sassen in Jacken und Anoraks gepackt die ersten Frischluftfanatiker in der Sonne. Es wird echt Zeit, dass der Frühling kommt. Dann lief ich am Alten Rathaus vorbei, in dem dereinst Karl V. residierte und die ersten deutschen Gesetze über das Fenster des Reichssaals ausrief, weiter zur Goliathstrasse und ging hinunter zur Steinernen Brücke.



 

Viele Touristen tummelten sich in der Stadt. Es fingen ja an diesem Wochenende die Osterferien an und die Freie Reichsstadt Regensburg ist seit der Ernennung zum „UNESCO Weltkulturerbe“ als Reiseziel noch beliebter. Ich schlenderte über die Steinerne Brücke und entdeckte, dass der Biergarten des „Spitalgartens“ bereits geöffnet war. An einigen Tischen sassen Gäste und ich schlenderte hinüber.




Die Donau führte leichtes Hochwasser; denn auf den angrenzenden Auen stand das Wasser. Zuerst schoss ich ein paar Bilder. Der Stammleser und sicherlich meine Freunde und Kollegen wissen es: Ich stecke meine Digicam immer ein. Egal wohin ich gehe. Nur in der Wohnung liegt die Digicam zusammen mit Geldbeutel, Zigaretten, Feuerzeug und Autoschlüssel auf der Ablage. Sobald ich das Haus verlasse, nehme ich die Digicam zusammen mit den anderen Sachen mit und stecke diese in die linke vordere Hosentasche. Mit einem Handgriff ist die „CANON IXUS 750“ betriebsbereit und mit einem Finger der linken Hand sofort so eingestellt, dass ich entweder mit Blitz (Auto) oder ohne Blitz (Manuell) abdrücken kann. Meine bevorzugte Einstellung ist allerdings „Serienschuss“. Dafür braucht es lediglich zwei Handgriffe „Manuell“ und einmal auf den Menüring und zwar „unten“ gedrückt. Fertig! Wer übrigens Tipps zum Digital Kamera Kauf benötigt, der lese die Seite des Pro’s Ken Rockwell nach.

Dann setzte ich mich an einen der freien Tische in der ersten Reihe und genoss die Sonne in meinem Gesicht. Ich bestellte mir einen Kaffee und sass einfach nur da. Dann „pingte“ mein Handy  und ich zog es heraus. Nanee hatte mir eine Nachricht geschickt, welche ich umgehend beantwortete. Und es sollte nicht die letzte sein für heute.

Dort sass ich etwa 20 Minuten. Ich bezahlte die Rechnung für ein „Haferl Kaffee“ und verliess den „Spitalgarten“, um wieder zurück in die Regensburger Altstadt zu gehen. Als ich bei der Goliathstrasse am „Reisebüro Venus“, in dem Chris ab Montag wieder arbeitet, vorbei ging, nahm ich das Mobile Phone aus der Tasche und rief ihn an. Er teilte mir mit, dass er etwas geschlafen hatte und gegen 15:30 Uhr im „Boston Coffee“ auf mich warten würde. Wir vereinbarten uns dort zu treffen.

Ich ging vorher noch beim „Foto Zacharias“ vorbei. Irgendwann sollte ich mir doch einmal eine neue Digicam kaufen. Und zwar gleich was richtiges. Ich sah mir die Auslagen an und entdeckte ein Angebot. Allerdings sollte so eine Entscheidung wohl überlegt sein. Und ich benötige den Rat von sachkundiger Seite. Ich kenne zwei Foto-Profis in meinem Umfeld. Wolfgang – den Rennsportfotografen – und Detlef zusammen mit Jolanda, die beide fotoverrückt sind und ihr Hobby zum Beruf machen könnten. Beide rief ich an und erkundigte mich nach deren Rat. Ergebnis: Beide stehen eher auf die Marke „Nikon“ und die angebotene „Pentax“ stand nicht so hoch im Kurs. Na gut, dann wird diese Anschaffung eben verschoben. Es soll eine neue Nikon werden, laut Empfehlung beider Profis.

Dann ging ich zum Alten Rathaus zurück und betrat das „Boston Coffee“. Ich stieg die wenigen Treppen hinauf zum Tresen und bestellte bei einer der Damen einen Kaffee. Irgendwie vermisste ich das Lächeln der Serviertochter. Das war mir sonst nie aufgefallen. Dann nahm ich die Treppe zum ersten Stock und setzte mich auf die Terrasse; denn nur dort darf man mittlerweile noch Rauchen. Nach wenigen Minuten entdeckte ich Chris auf dem Platz vor mir, welcher mir zuwinkte.

Wenig später öffnete sich die Tür zur Terrasse hinter mir und Chris kam grinsend an den Tisch. Er hätte soeben einen Kaffee bestellt und mit einem Euroschein bezahlt. Als Wechselgeld bekam er unter den anderen Münzen eine 10 Baht-Münze als 2 Euro Münze in die Hand. Dies hätte er sofort bemerkt und der Dame mitgeteilt. Mit der Vermutung, dass diese Thai-Münze von mir kommen würde. Klar! Ich musste diese beim Aussortieren des Geldbeutels übersehen haben. Natürlich ging ich sofort zur Theke hinunter und klärte das Versehen auf. Ich nahm die 10 Baht Münze und gab der Dame 2 Euro.

Mike traf kurz darauf ein und wir plauderten über den gestrigen Abend. Wir waren mit Mam und ihren Freundinnen zuerst in der „Partymaus“ im Gewerbepark. Aber nach wenigen Minuten wieder draussen. Die Musik und das Ambiente samt Aussehen der Gäste liess vermuten, dass ich unwissender Weise auf dem „Ball der Gremlins“ anwesend war. Auch die nächste Location – „PfunnPfark“ – konnte meine Stimmung nicht heben. Gut, es war glaub ich das 3. Mal, dass ich überhaupt in dem Schuppen drin war – und es gibt sicher kein 4. Mal. Beweis: Nach 5 Gin-Tonic sahen die Gäste immer noch komisch aus. Aber lag sicher an den Nachwirkungen des langen Fluges.

Während Mike versuchte mit seinem iPhone die Webcam von Lamai zu erreichen, erzählte Chris, dass er eine ganze Flasche thailändischen Wiskey (eine kleine mit 0,3 Liter) zusammen mit einem Liter Cola am gestrigen Abend vernichtet hätte, nur um einschlafen zu können. Anfänglich hätte er noch die an seiner Wohnung mit etwas Distanz vorbei fahrenden Güterzüge gehört. Aber je weniger der Wiskey in der Flasche wurde, desto ruhiger wurde es auch. Schliesslich sei er direkt auf dem Sofa im Wohnzimmer eingeschlafen und hätte sich nicht mehr ins Schlafzimmer schleppen wollen.

Vorher telefonierte er noch kurz mit Beat. Beat wäre nach unserer Mail aus Koh Samui so deprimiert gewesen, dass er nicht antworten konnte und sofort ein Weissbier trinken musste. Auch Chris’s Bruder Mario hätte es schwer erwischt. Am Sonntag nach unserer Abreise, wäre er beim Fussballspielen gewesen. Aber als er den ersten Ball trat, riss ein Sehnenband im linken Unterschenkel. Schon war für ihn nicht nur das Fussballspielen, sondern auch der Sonntag vorbei. Geradeaus könnte er laufen – mit Krücken. Aber er wohnt im 3. Stock. Deshalb verlässt er nur noch die Wohnung, wenn es unbedingt sein muss. Sein Nachbar trägt die Einkäufe für ihn nach oben – und den Müll nach unten. Der Arzt verordnete ihm eine Abmagerungskur – nicht dem Ball, sondern Mario. Gute Besserung an beide 🙂 (Beat und Mario – nicht dem Ball)

Als Hauptdiskussionsthema kristallisierte sich allerdings bei uns die nächste Reiseplanung heraus. Der Start-Termin ist schon fix (03./04. Oktober). Aber ob wir es überhaupt so lange hier aushalten ist eine andere Frage. Die Urlaubsdauer steht auch schon fest (3 Wochen). Wohin? Na, das dürfte wohl klar sein. Sofort am Montag schaut Chris im Reisebüro nach günstigen Flügen. Und die Unterkunft wird später geregelt. Es stehen zwei/drei Locations zur Auswahl – Ort: Bo Phut. Da hatte es uns am besten gefallen.

Plötzlich klingelte mein Mobile Phone. Keine Nummer im Display, das kann nur Mam sein. Doch zu meiner Freude und Verwunderung hatte ich Nanee am Draht. Ich stand auf uns suchte mir ein ruhigeres Plätzchen innerhalb des Restaurants, da die Verbindung recht schlecht zu sein schien. Sie erzählte, dass sie im Büro oberhalb ihres Restaurants sitzen würde und den Laden gleich schliesst. Seit gestern sei das Wetter wieder schön auf Koh Samui – ich meinte „Klar, jetzt sind die Regenmacher aus Regensburg, ja auch wieder abgereist“. Wir telefonierten nur wenige Minuten, aber meine Stimmung verbesserte sich um das 10-fache – ihre offenbar auch.

Gegen 17 Uhr brachen wir vom „Boston Coffee“ auf. Mike wollte sich nach einem „Thai Dictionary“ umsehen. Wir strebten somit Richtung Pustet-Passage – eben zum „Bücher Pustet“. In den Regalen fanden wir zwar alles über Thailand, aber kein Wörterbuch. Dafür aber die oft in oder vor Restaurants genutzten „Mosquito-Räucher-Spiralen“. Komisch, was treibt einen Buchladen dazu diese Räucherringerl zu verkaufen?

Da Mike das gesuchte Thai Wörterbuch nicht fand, entschlossen wir uns gemeinsam, aber mit getrennten Autos beim „Hugendubel“ im DEZ zu fahren. Nach wenigen Minuten parkte Mike den alten Omega in der Tiefgarage beim „Saturn“. Dort stiegen wir die Treppe hinauf standen – nein, nicht vor dem „Hugendubel“, sondern vor einem anderen Bücher-Grossmarkt „Sapia“ oder „Tapia“ oder so ähnlich. Hoffentlich meinte Chris nicht den Büchermarkt im „Arcaden“. Mike zog sein nagelneues iPhone heraus und wählte die Nummer von Chris. Doch der stand plötzlich vor uns. Also waren wir doch richtig.

Wir betraten den Büchermarkt und sahen uns den Wegweiser an der Rolltreppe an. Reiselektüre 1. Stock. Alles klar. Rauf ging es. Nach etwas Suchen in den Regalen fand Mike die gewünschte Lektüre. Wir fuhren wieder hinunter und Mike bezahlte. Chris schlug vor den Urlaub beim „Thailänder“ mit einem Essen zu beschliessen. Na klar! Ergo vereinbarten wir uns bei einem Thailändischen Restaurant namens „BaanThai“ in der Dechbettenerstrasse 6 in der Nähe des „Rosariums“ zu treffen.


Wir fuhren wieder mit getrennten Autos zum gleichen Ziel: „BaanThai“ und parkten die Autos in einer Nebenstrasse. Draussen im Vorgarten stand unter einem Verschlag auf einem Tischchen eine leere Flasche „Singha Beer“ und wir fühlten uns schon zu Hause. Wir betraten lächelnd das Restaurant. Auf den meisten Tischen standen „Reserviert-Kärtchen“, aber im hinteren linken Eck war noch ein grösserer Tisch frei. Wir setzten uns zur Wand, damit keiner von uns die Wand anschauen musste.


Einer der Servierer kam an unseren Tisch und brachte die in einen hölzernen verzierten Umschlag gehüllten Speisekarten. Wir bestellten gleich frech „Mango-Shake“, in der Annahme, dass es keinen hätte. Doch der Ober meinte, dass es entweder Mango mit Jogurt gemixt oder einen Cocktail mit Alkohol gäbe. Chris und Mike bestellten ersteres, ich letzteres. So kann jeder vom anderen probieren. Als der Ober die Getränke brachte, bestellten wir die uns bekannten Speisen. Mike nahm eine flambierte Entenbrust, ich „Massaman-Curry“ und Chris „Chicken-Curry“.

Nach nur einer Zigarette im Vorgarten brachte der Ober mit Verstärkung die Schüssel mit Reis und unsere bestellten Speisen, welche wir genussvoll vertilgten. Währenddessen füllte sich das Restaurant zusehends fast bis auf den letzten Platz. Wir beobachteten das Treiben und grinsten uns reihenweise „einen ab“. Es schmeckte zwar nicht ganz so gut, wie bei Nanee oder Sa, aber als Urlaubsabschluss passte das Essen allemal. Auch die „Schärfe“ fehlte durchwegs. Zum Abschluss genehmigten wir uns als „Verdünner“ je einen Thai-Whiskey und verliessen den gemütliche Ort, als es drinnen immer lauter durch die Gespräche der Gäste wurde. Wir verabschiedeten uns von Chris, der versprach sofort in den nächsten Tagen nach den Flügen nach Samui zu schauen. Na das ist doch schon ein kleines Licht am Ende des Tunnels (Urlaubs).

Gegen 23 Uhr trafen wir wieder bei Mam in der Wohnung ein. Nun hatte ich auch die Ruhe um das Abschiedsgeschenk von Nanee auszupacken. Ich löste die Klebebänder auf der einen Seite der Plastikrolle und zog die zusammengerollte Leinwand heraus. Sie hatte mir tatsächlich ein Bild geschenkt. Ich rollte es auseinander und da lag sie: Die Blume, welche beim „Butterfly Garden“, als wir zum Auto gingen, direkt vor uns auf den Boden fiel. Welche Nanee aufhob, mir dann vorsichtig in die Hand gab mit der Bitte diese zu behalten.

Bei der Blume handelt es sich übrigens um eine „Plumeria Obtusa“ aus der Gattung „Frangipani“, soweit ich das nun via Internet Suche heraus gefunden habe.

Frangipani (Plumeria), auch Frangipandi, Wachsblume, Flor de Cebo oder Tempelbaum
http://de.wikipedia.org/wiki/Frangipani 
http://en.wikipedia.org/wiki/Plumeria_obtusa
Ausführlicher sehr inoformativer Artikel
http://en.wikipedia.org/wiki/Frangipani
Und hier noch ein viel schönerer und noch informativer Blogbeitrag
http://lakecounty.typepad.com/../frangipani_plum.html

PeterPan’s Tipp Webcam Koh Samui:

Webcam Koh Samui in Lamai
http://www.samuicam.com

PeterPan’s Restaurant-Tipp (Regensburg):

BaanThai – Thailändische Spezialitäten
Dechbettenerstr. 6
Regensburg
Telefon 0941/21877

PeterPan’s Reisefotos von Koh Samui:

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Urlaub Koh Samui 14.03.2008 – Abschied aus Neverland – Schlafen gehen oder gleich Durchmachen?

14. März 2008

Tja, diese Situation ging 1:2 aus; denn die Sperlix machten durch und Christl legte sich kurz auf’s Ohr. Aktuelle Location: 10 000 Meter Höhe irgendwo über dem Schwarzen Meer, Distanz bis München 1070 Kilometer. Richtig geraten: Im LTU-Flieger auf dem Luftweg in der Holzklasse nach Regensburg. Seit Stunden fliegen wir der Sonne hinterher – gen Westen – aber leider wird es immer kälter. Ortszeit übrigens 17:15 Uhr. Erwartete Temperatur in München: 5 Grad und Regen. Die nächste Erkältung ist somit bereits einge-Tempo-tüchert. Nach dem Abendessen bleibt mir noch etwas Zeit den heutigen Tag zusammen zu fassen, welcher recht früh begann.

Mein „Nicht-Schlafen-Gehen“ gestaltete sich recht einfach. Geplant hatte ich eigentlich gar nix. Hauptsache der Koffer ist zu. Wie die letzten Tage auch, sass ich ab 22:30 Uhr mit Nanee auf der Terrasse ihres Restaurants mit bestem Blick auf die Lamai Beach Road und plauderten gemütlich. Diesmal bei dem ein oder anderen Gin-Tonic. Sie hatte tags zuvor erkältungsbedingt Medikamente nehmen müssen (Paracetamol) und erzählte, dass sie dafür heute lange vormittags schlief. Zwischenzeitlich ginge es ihr besser, was sich auch in guter Laune und dem Genuss von 2 Gin-Tonic äusserte. Wobei Nanee offensichtlich ein Gen fehlte, nämlich eben das Alkohol-Verträglichkeits-Gen. Gegen 2 Uhr morgens sperrte sie die Tür des Restaurants zu und sie fuhr mich „nach Hause“ vor mein Hotel mit ihrem neuen Honda – und das über die „lange Runde“; denn zu Fuss wäre es eigentlich kürzer und schneller gewesen – einfach links abbiegen und 200 Meter zu Fuss – aber sie bestand darauf mich fahren zu wollen. Ob sie sicher gehen wollte, dass ich ins Hotel uns sonst nirgends anders hingehe? Wer weiss? *lach*

Da die Lamai Beach Road eigentlich als Einbahnstrasse konzipiert ist, was die wenigsten Scooter-Fahrer interessierte, fuhr Nanee hingegen ganz vorschriftsmässig aus dem Parkplatz heraus, liess mich einsteigen (auf der richtigen Seite, nur ohne Lenkrad), bog rechts in die Lamai Beach Road ab und fuhr dann gemütlich am „Roten Platz“ vorbei. Kurvte dann nach dem „Bauhaus“ um den Betonpoller herum, bog erneut rechts ab und es ging durch den Rotlichtbezirk vorbei an den lärmenden Animierschuppen auf die Hauptrasse. Dort bog sie wieder rechts ab. Und nach 500 Metern schliesslich noch einmal. Dann ging es durch eines den Touristen eher verborgenem Teil von Lamai – ein paar schmale Strasse an flachen Häusern – vorbei, welcher fast direkt vor dem Hotel endete. Sie hielt und wir verabschiedeten uns – beide schweren Herzens – und leider nicht ohne Tränen. Dann griff Sie in den Fussraum der Rücksitze und zog eine etwa 50 Zentimeter lange Plastikrolle hervor und reichte mir diese. Es sei ein kleines Erinnerungsgeschenk. Wir verabschiedeten uns und ich winkte ihr beim Wegfahren noch nach.

Als der Wagen ausser Sichtweite um die Ecke fuhr, ging ich ein letztes Mal über den verlassenen Strand zum Hotel und rauchte noch eine dort. Bei den beiden Pavillons von Chris und Mike brannte um 2 Uhr auch noch Licht. „Die werden wohl auch packen“. Ich ging den Weg der durch die Bungalows führte zum Hotelhaupthaus zurück, um meinen Schlüssel an der Rezeption zu holen. Der extrem weichgespülte in grüne Uniform gehüllte Nachtportier meinte „Fliend has key“. Ich nickte lächelnd und ging am Pool vorbei zur Treppe. Als ich die Tür öffnete, sass Mike auf dem Bett und qualmte leise vor sich hin. Neben ihm stand auf dem Holzboden der fertig gepackte Koffer von ihm.

Mit gesenktem Kopf sass er da und erzählte, dass es ein schwerer Abschied wird. Moe sei eine ganz natürliche total nette zärtliche und süsse Maus. Aber auch ihr Urlaub würde am Samstag enden und sie müsste zurück nach Bangkok. Es sei doch der Hammer, dass man ausgerechnet in Lamai eine „Normale“ Maus treffen würde, die sich noch dazu in ihn (und umgekehrt) verknallt. Ich ging zum Kühlschrank, entnahm zwei Dosen Bier und reichte Mike eine davon. Dann setzte ich mich neben ihn und kramte eine Zigarette heraus. Ich erzählte vom Abend mit Nanee und zeigte ihm die Plastikrolle, welche auf beiden Seiten verklebte Enden besass. „Sicherlich ein Gemälde“ meinte Mike. „Wenn es eines von ihr ist, bekomm‘ ich die Krise“ entgegnete ich. Wir plauderten bei Bier und Zigarette über die Unterschiede zwischen „normalem Thai-Mädel“ und „normalem D-/CH-Mädel“. Uns wurde langsam klar, warum Europäerinnen die Thai-Mädels hassen.

Nach einer weiteren Zigarette und als wir den Boden in der Bierdose sahen, verliess Mike das Zimmer und kam gegen 5 Uhr wie vereinbart wieder. Diesmal mit Moe zusammen. Wir schossen noch die letzten Bilder und warteten beim Kaffee auf unsere Abholung. Diese klopfte um Punkt 6 Uhr an unsere Tür. Der weichgespülte Nachtrezeptionist meinte, dass unser Pickup angekommen sei. Wir packten unsere wesentlich schwereren Koffer, als diese bei der Anreise wogen und schleppten diese die Aussentreppe hinunter zur Rezeption. Dann checkte wir aus dem Hotel aus, bezahlten die schwulen Roller für zwei Tage und die zwei Bier aus dem Kühlschrank. Feierabend! Abreise!

Wir verluden mit tatkräftiger Hilfe des Fahrers die Koffer in den silberfarbenen Kleinbus. Ich stieg links auf dem Beifahrersitz ein (ja links!) – Mike und Moe nahmen auf dem Sitz dahinter gemütlich Platz. Dann ging unsere wirklich gemütliche Fahrt los. Keine Ahnung warum, aber normalerweise kenne ich nur rasende Taxifahrer. Der Kleinbus-Fahrer liess sich aber erheblich Zeit. Wir fuhren in den Sonnenaufgang, den wir sicherlich gesehen hätten, wenn nicht grad wieder dicke dunkle Regenwolken die Sicht auf diese versperrte.

Ein letzter Blick vom Cliff aus über das Meer und dann ging es nach Chaweng hinein. Der Fahrer nahm irgendeine uns vollkommen unbekannte Abkürzung zum Flughafen? Nein, das konnte nicht sein. Wir fuhren den gleichen Weg, wie zum Thai-Holzschnitzer. Nur bogen wir vorher rechts ab Richtung Meer. Dort standen hinter leicht verwitterten Mauern mit schönstem Stacheldraht oben drauf vollkommen überwucherte Bungalows, die mit altem Eternitwell-Material eingedeckt waren. Wir hielten allerdings vor einem hohen Hotel im Stil der 60er-Jahre erbaut. Ebenso rundherum vollkommen verwachsen. Es stiegen vier Personen zu – Deutsche!

Wir grüssten freundlich die Neuzusteiger, welche sich allerdings weniger um uns kümmerten. Vielmehr diskutierten die vier darüber, dass man nun endlich wieder nach Hause kommen würde und sich darauf freue wieder deutsches Fernsehen zu empfangen; denn das würde man verstehen. Als wir auf einer Art Müllhalde am Ende der Strasse wendeten, verstanden wir die Freude ansatzweise. Offenbar trauten sich die Urlauber die ganzen Ferien nicht aus ihrem etwas antikem Hotel heraus.

Wir erreichten nach weiteren holprigen 10 Minuten die frisch geteerte Zufahrt zum Airport und hielten vor dem Eingang. Während ich die Koffer in Empfang nahm, verabschiedeten sich Mike und Moe, bei der schwere Tränen die Backen herunter liefen. Auch die grosse Sonnenbrille konnte das nicht verheimlichen. Dann schloss sich die Seitentür und wir winkten dem abfahrenden silbernen Kleinbus hinterher. Dann rauchten wir unsere letzte Zigarette und betraten die Sicherheitskontrollen zum Flughafen.

Anschliessend checkten wir unsere Koffer ein. Ich schaffte die Gewichtsgrenze mit 19,1 Kilo knapp. Mike lag mit 18,6 Kilo im sicheren Bereich. Gut, ich hatte meine Lederjacke im Koffer gelassen. Die brauche ich in Bangkok nicht. Erst in München plante ich diese anzuziehen.

Wir bekamen unsere Tickets und folgten den Wegweisern zum Gate.

Im offenen Gate beobachteten wir neben einer der ersten startenden Maschinen eine der witzigen Katzen. Sie sass breit ausgestreckt vor dem einzigen Kaffee im Gate – leckte und maunzte abwechselnd.

Nach etwa 10 Minuten Wartezeit bestiegen wir einen der offenen Transportfahrzeugen und liessen uns zum Flugzeug kutschieren. Eine Amerikanerin mit einem etwa 4 Jahre alten Mädchen erzählte während dessen ihre gesamte Lebensgeschichte einem chinesischen Pärchen, dass sich nach eigener Auskunft in den Flitterwochen befand. Pech für uns: Die Amerikanische Lady samt strampelndem Kind sass dann im Flieger direkt hinter uns. Das Chinesische Pärchen direkt neben uns. Schlief dann aber nach kurzer Zeit sofort ein und verpasste sogar das gute Essen.


Dann hob die Maschine bei einsetzendem Regen vom Koh Samui Airport ab. Mike schoss aus dem Seitenfenster die letzten Bilder der in Wolken gehüllten Insel mit den schönen Sandstränden.

Tja, so Flitterwochen können anstrengend sein. Das chinesische frisch verheiratete Pärchen schlief nach wenigen Minuten ein. Während Mike die frischen Thai-Kenntnisse ausprobierte: „Sapperlot“ heisst Ananas.

Nach etwas mehr als einer Stunde Flug landeten wir wohlbehalten auf dem Airport in Bangkok.

Die Fahrt zum Gate dauerte dann allerdings sage und schreibe 10 Minuten. Keine Ahnung, wo wir auf dem riesigen Flughafen einen Standplatz bekommen hatten.

Sehr klug angeordnet sind die lokalen und internationalen Gates. Man muss zu Fuss durch die ganze Längsachse des Flughafens laufen. Natürlich befindet sich genau in der Längsachse auch auf allen Etagen so etwas wie ein riesiges Einkaufzentrum. Um den Reisenden die Vorzüge des günstigen Einkaufens näher zu bringen, wiederholen sich die Shops alle 200 Meter. In der Kernzone befindet sich ein Verköstigungsbereich. Ebenso in den Enden der Achse findet man Restaurant und Cafés.

Mike hielt bei fast jedem Elektronik-Shop und sah sich nach Zubehör für sein neues Spielzeug um. Leider gab es aber nichts brauchbares für sein iPhone, sondern nur massenweise Krimskrams für den iPod.

Auch Schweizer Errungenschaften bringen die zahllosen wiederkehrenden Shops den Reisenden aus allen Herren Ländern näher. Ab Schokki oder Glitzerstein oder Uhren – es hat alles, was das Herz begehrt.

Aber auch thailändische Kunst wird überdimensional gezeigt.


Der Weg zum Gate wird übersichtlich auf grossen Tafeln dargestellt. Wir wollten zum Gate E9. Dahin führten zwei Wege. Warum der Pfeil allerdings geradeaus in die Fensterscheibe führt, war Mike ein echtes Rätsel. Mich hingegen irritierte, dass auf dem Weg zum Gate zwei Rolltreppen auf uns zu fuhren, anstatt uns hinauf zu bringen. Nach der insgesamt 5. Sicherheitskontrolle erreichten wir den Wartebereich des Gate E9.

Dort befanden sich mittlerweile nicht nur massenweise weitere Fluggäste, sondern auch Chris. Wir trafen Chris bereits im Café vor dem Gate.

Als nach etwa einer halben Stunde Verspätung unser Flug aufgerufen wurde, tummelten sich bereits einige Dutzend Fluggäste vor dem Schalter. Meinen die Herrschaften, dass sie nicht mitgenommen werden, wenn sie sich Zeit lassen? Oder freuen sich die auch schon auf das „deutsche Fernsehen“? Keine Ahnung. Ich steckte meinen Laptop an eine Steckdose und liess ihn wieder etwas Laden; denn ich hatte bereits im Cafe vor dem Gate etwas an den Blogeinträgen geschrieben.

Wir stiegen als ziemlich die letzten ein. Eigentlich hätten wir gerne jetzt schon auf den Flug verzichtet; denn wir bekamen per SMS die Info, dass es in München regnete – bei 6 Grad. Tolle Aussichten. Während des Fluges ging dann gen Westen ging dann in der Ferne die Sonne auf und wickelte den Globus in ein wechselndes farbenfrohes Lichterspiel.

Chris versuchte etwas zu schlafen und sah hinterher eigentlich nicht unbedingt besser aus. Auch Mike und ich versuchten zu schlafen. Was uns leider wegen der Enge in der Holzstuhlklasse nur selten gelang.

Gegen 20 Uhr landete der Flieger bei strömendem Regen in München. Unsere Stimmung gelangte an den Tiefpunkt des Tages. Kann denn nicht irgendwann mal wirklich die Sonne scheinen?


Nach 20 Minuten Wartezeit sahen wir endlich unsere Koffer auf dem Band und verliessen den Terminal. Draussen rauchten wir nach 14 Stunden Flug unsere erste Zigarette vor der Tür des Terminals. Es fror uns ohne Ende und wir waren froh, dass Uschi bereits auf uns wartete. Wir wanderten zur Tiefgarage und verluden die Koffer in den Van von Uschi. Dann verliessen wir München und fuhren durch die verregnete Nacht nach Regensburg.

PeterPan’s Reisefotos von Koh Samui:

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