06.09.2026 – Gedanken zur Wahl in Sachsen-Anhalt

6. September 2026

Das erste Land, das nach Wahlerfolgen im Jahr 1932 im Vorfeld der „Machtergreifung“ eine alleinige NSDAP-Regierung (mit absoluter Mehrheit im Landtag) stellte, war das kleine Land Anhalt.

Trotz hoher Wahlbeteiligung: Jeder 2. hat die AfD gewählt. Knapp an der Absoluten Mehrheit vorbei. Die CDU verliert „Alles“!! Denkzettel für Merz.

Nachdem die NSDAP bei den anhaltischen Landtagswahlen am 24. April 1932 mit 40,7 Prozent der Stimmen stärkste Fraktion geworden war, wählte das Parlament in Dessau am 21. Mai 1932 eine Koalition aus NSDAP und DNVP. Alfred Freyberg (NSDAP) wurde zum ersten nationalsozialistischen Ministerpräsidenten eines deutschen Landes ernannt.

Erste Regierungsführung (Anhalt, Mai 1932): In Anhalt stellte die NSDAP im Mai 1932 zum ersten Mal den Regierungschef (Ministerpräsidenten). Dessau wurde damit zum Sitz der ersten NS-geführten Landesregierung Deutschlands. Kurze Zeit später, im August 1932, folgte mit dem „Mustergau“ Thüringen unter Fritz Sauckel das zweite Land mit einem NSDAP-Ministerpräsidenten.

Die NSDAP nutzte den Freistaat Anhalt gezielt als „Experimentierfeld“ für ihre spätere Politik auf Reichsebene. Eine der ersten und bekanntesten Amtshandlungen der neuen Freyberg-Regierung war die Schließung des weltberühmten Bauhauses in Dessau im Sommer 1932, das daraufhin gezwungen war, nach Berlin auszuweichen.

1. Mai 1933 (Tag der nationalen Arbeit): Die Nationalsozialisten machten den 1. Mai zum gesetzlichen Feiertag, um die traditionell sozialistisch geprägte Arbeiterbewegung für ihre eigene Propaganda zu vereinnahmen. [1, 2]

2. Mai 1933 (Zerschlagung der Gewerkschaften): SA-Verbände besetzten die Häuser der freien Gewerkschaften. Die Gewerkschaften wurden verboten, ihre Gelder beschlagnahmt und die Führungskräfte verhaftet. Damit wurden wichtige Schutzmauern der Demokratie beseitigt.

10. Mai (Bücherverbrennungen): Mitglieder des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes inszenierten auf dem Berliner Opernplatz (heute Bebelplatz) und in vielen anderen Universitätsstädten die Bücherverbrennung 1933 in Deutschland. Tausende Werke von jüdischen, sozialistischen und kritischen Autoren wurden ins Feuer geworfen.

12 Jahre später endete der Zweite Weltkrieg: Die bedingungslose Kapitulation trat am 08. Mai 1945 um 23:01 Uhr mitteleuropäischer Zeit in Kraft. Über 60 Staaten waren direkt oder indirekt beteiligt, mehr als 110 Millionen Menschen trugen Waffen. Schätzungen zufolge wurden über 65 Millionen Menschen getötet.

Wie kam Hitler an die Macht. Eine Chronik.

Wiederholt sich 2026 und danach die Geschichte?


31.01.2026 – Atemlos auf Sächsisch!

1. Februar 2026

Na denn, Gute Nacht!!


MDR-exactly: Alltagsrassismus in Ostdeutschland

29. Januar 2022

„Als ich angefangen habe, in der Schule zu arbeiten und mir den Schlüssel beim Hausmeister geholt habe, hat der gefragt: ,Kann die überhaupt deutsch?´“

Quelle MDR

Für viele Betroffene sind Rassismus-Erfahrungen so belastend, dass sie wegziehen wollen. So auch für Linh: Die 31-Jährige Vietdeutsche ist in der Nähe von Plauen aufgewachsen und wohnt schon ihr gesamtes Leben in Sachsen. Trotzdem ist Linh von Rassismus betroffen und beschäftigt sich gerade deshalb auch beruflich mit dem Thema. Sie unterstützt Mädchen auf dem Land, die ebenfalls Rassismus erfahren. Die Arbeit macht ihr Spaß, sie will die Mädchen ermutigen und ihnen ein Vorbild sein. Aber genau das schafft sie nicht mehr. Der Alltagsrassismus ist für sie so schlimm geworden, dass sie ihre Sachen packt und wegzieht.

Die neue Folge „exactly: Raus aus Ostdeutschland – Wenn Rassismus nicht mehr auszuhalten ist“ ist ab 31. Januar, 8 Uhr, in der ARD Mediathek und ab 17 Uhr auf dem YouTube-Kanal „MDR Investigativ“ abrufbar.


27.12.2020 – Corona in Sachsen: Wo die Superspreader wachsen?

27. Dezember 2020

Sachsen ist das Bundesland mit der höchsten 7 Tage Inzidenz – also „Ansteckungsrate“. Trotzdem hat die Polizei mehr als 100 Anzeigen aussprechen müssen. Und zwar im Erzgebirge, weil sich dort zu viele nicht an die Sicherheitsvorkehrungen gehalten haben und ohne triftigen Grund angetroffen wurden.

Nach Angaben von MDR-Reportern seien viele Menschen ohne Maske unterwegs gewesen und hätten Mindestabstände ignoriert. Die Autoparkplätze seien überfüllt und nicht nur lokale Autokennzeichen zu sehen gewesen. Dabei ist es Menschen nicht erlaubt, sich weiter als 15 Kilometer von zu Hause zu entfernen und auch das unter anderem nur, wenn sie einkaufen oder Sport machen.

Sport machen ist allerdings nur bedingt möglich, da die Pisten vom Gipfel des Fichtelbergs – dem mit 1215 Metern höchsten Bergs des Erzgebirges – wie in vielen deutschen Skigebieten bis ins Tal gesperrt sind. Rodeln gilt außerdem nicht als Sport. Die Polizisten waren unter anderem durch Hinweise von Anwohnern auf die Situation aufmerksam gemacht worden. Zahlreiche Bilder in den sozialen Netzwerken zeigten das teils dichte Gedränge im Corona-Hotspot.

https://m.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/schnee-zieht-menschenmassen-in-die-berge-mehr-als-100-anzeigen-wegen-corona-verstoessen-im-erzgebirge/26751612.html