01.10.2024 – Konstanz: Die Imperia

1. Oktober 2024

Die Imperia ist eine Statue im Hafen von Konstanz am Bodensee, entworfen und ausgeführt von Peter Lenk.

Die am 24. April 1993 aufgestellte Figur ist aus Beton gegossen, neun Meter hoch, 18 Tonnen schwer und dreht sich tagsüber mit Hilfe eines Drehtisches innerhalb von vier Minuten einmal um die eigene Achse.

Im Sockelbauwerk ist eine ältere Pegelmessstation integriert, die von einem begehbaren Steg umgeben ist. Die satirische Darstellung des Konzils von Konstanz geht auf eine frivole Erzählung von Honoré de Balzac aus dessen Tolldreisten Geschichten zurück.

Die Statue der Imperia erinnert satirisch an das Konzil von Konstanz (1414–1418). Sie zeigt eine üppige Kurtisane, der ein tiefes Dekolleté und ein Umhang, der nur von einem Gürtel notdürftig geschlossen wird, eindeutige erotische Ausstrahlung verleihen.

Auf ihren erhobenen Händen trägt sie zwei zwergenhafte nackte Männlein. Der Mann in ihrer rechten Hand trägt auf seinem Haupt die Krone eines Königs und hält einen Reichsapfel in der Hand; die Figur in ihrer Linken trägt eine päpstliche Tiara und sitzt mit übereinandergeschlagenen Beinen.

Es ist nicht eindeutig, ob die Figuren Porträts von den Machthabern zur Zeit des Konstanzer Konzils, Kaiser Sigismund und Papst Martin V., darstellen, oder ob sie allgemein als Personifikationen die weltliche und die geistliche Macht repräsentieren sollen.

Während der 4 Jahre des Konstanzer Konzils befanden sich durchschnittlich 700 gemeldete Huren in der Stadt. Man schätzt, dass nochmals die doppelte Anzahl nicht gemelderter Damen anwesend waren und gutes Geld sowohl unter den weltlichen, wie auch mit den geistlichen Vertretern verdienten.


02.02.2024 – Barcelona: Monasterio de San Pedro de las Puellas

3. Februar 2024

Ich kam viel zu früh zum Palau de la Música! Also schlenderte amim Viertel „San Pere“ herum. Und ich fand ein echtes Schmuckstück! Eine romanische Kirche aus dem 10. Jahrhundert mit original Fresken. Der Wahnsinn.

„Ein Nonnenkloster wurde von Graf Sunyer I. und seiner Frau Riquilda Toulouse neben einer alten Kirche, die San Saturnino gewidmet war, gegründet. Die Kirche wurde am 16. Juni 945 von Bischof Guilarà geweiht. Die erste Äbtissin war Adelaide, Witwe von Sunifredo von Urgel. Im Jahr 985 wurde das Kloster von den Truppen von Almanzor angegriffen. Graf Borrell II. restaurierte es; die neue Äbtissin war Adalet. Das Kloster wuchs langsam. Am Ende des 10. Jahrhunderts bestand die Gemeinschaft aus einem Dutzend Ordensleuten. Im darauffolgenden Jahrhundert stieg die Zahl auf 20, die meisten von ihnen waren Töchter der damaligen Adligen. Den mächtigen Ordensfamilien oblag die finanzielle Unterstützung des Klosters. Im Jahr 1147 wurde eine neue, größere Kirche geweiht, die sowohl das Kloster als auch die alte, dem heiligen Sadurní geweihte Kirche umfasste.

Die Gemeinschaft litt unter der Säkularisierung im Jahr 1835 und das Kloster wurde zum Gefängnis. Im Jahr 1879 zog die Religionsgemeinschaft an einen neuen Standort im Bezirk Sarria-Sant Gervasi.“

Zum Stadtteil:
„Sant Pere ist wie das benachbarte El Born ein angesagtes Viertel, in dessen alten Gassen sich unabhängige Modegeschäfte und kleine Cafés angesiedelt haben. Hier befinden sich der im Jugendstil gestaltete Konzertsaal Palau de la Música Catalana und der Markt Mercat Santa Caterina, wo Fisch und Meeresfrüchte, Räucherschinken und katalanische Käsesorten unter einem riesigen, mit Mosaiken geschmückten Dach verkauft werden. Am Abend ziehen die lokalen Bars ein junges Publikum mit Wein und leckeren Tapas an.“

Wenn ich mich nicht täusche heisst Sant Pere Heiliger Petrus. Und der sitzt in der Kirche.

Location
https://maps.app.goo.gl/r9SY5FioAbp5qkzv6


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