Weihnachten in Regensburg – 1. Weihnachtsfeiertag in der Karma-Lounge

26. Dezember 2005

Heute war erst mal Ausschlafen angesagt. Weder Mike noch ich kamen vor Mittag aus den Betten. Mike sowieso nicht, er schlief nämlich im Wohnzimmer auf dem Sofa. Aber wir waren nicht die einzigen, die so fertig vom Weihnachtsfeiern waren. „Felix the Cat“ kam auch nicht aus dem Körbchen. Mike hatte den Korb eigentlich für seine Zeitungen besorgt. Aber Felix anektierte ohne vorher zu Fragen die Örtlichkeit und nahm das neue Bettchen in Beschlag. Aus die Maus!

Katze Felix auf der Fensterbank

Die Katze hat gewählt und ist umgezogen. Felix the Cat: „Wie was Katze! Ich bin ein fauler Kater! Genau wie Ihr! Und nun lasst mich schlafen.. oder höre ich hier das Scheppern von Dosen?“

Da das Fernsehprogramm wenig erquicklich, der Körper jedoch stark erholungsbedürftig war, kamen wir einfach erst sehr spät aus der „horizontalen“ in die „Vertikale“. Aber der Gesundheit wegen, versuchten wir wenigstens noch etwas frische Luft zu erhaschen. Darum entschlossen wir uns des späten Abends bzw. des frühen Morgens (um 0:30 Uhr) noch in die „Karma-Lounge“ zu gehen. Also wir gingen zu Mike`s Auto, welches vor dem Haus stand, fuhren zur Landshuterstrasse/Finanzamt, wo mein Auto noch vom Vorabend stand und gingen dann die paar Meter zum Eingang der „Karma-Lounge“. Im Internet hatte ich zuvor auf der Website gelesen, dass heute die „GlamouroursDiscoNight“ mit „The best of 70ies and 80ies“ laufen würde. Ich war neugierig, ob am 1. Weihnachtsfeiertag (bekanntlich ein Sonntag) überhaupt irgendjemand „unterwegs“ sein wird. An der Menge der Jacken in der Garderobe des „Karma“ konnte man abzählen, dass doch der ein oder andere Weihnachten in einer Disco verbringt. Wir ja auch 😉 Die Musik hatte erst mal gar nix mit 70er oder 80er zu tun. Der DJ schien eher eine Vorliebe für R&B und HipHop hatte. Hmm.. davon stand nix in der Beschreibung.

 Regensburg Karma-Lounge Peter und Mike  

Egal, wir setzten unsere müden Gebeine auf einen der Barhocker an der Bar und beobachten und kommentierten das Partyvolk. Ich kenne mich ja mit R&B bzw. HipHop nicht so aus, da ist eher Mike der „Spezialist“ – Nein eher ein Fan. Aber wenn Mike dann nach der dritten Nummer die Achseln zuckt und keine Ahnung hat, wie der Song heisst…. Je später der Abend, um so mehr füllte sich der Partytempel. Aber so richtig „voll“ wurde es Gottlob nicht. Was mich aber immer wieder fasziniert: Leute, die mit Cocktail und Ziggi auf der Tanzfläche rumstehen. Oder Mädels, die ihren gesamten Hausstand in eine Umhängetasche zwängen können, aber dann das Feuerzeug nicht finden. 😉 Aber sowas hat man(n) ja immer zur Hand. Aber wir kamen dann doch auch mal zum Tanzen – Motto „Uns kennt ja eh keiner“. 😉 Falsch! Prompt traf ich eine Lady, die ich aus den guten alten Zeiten des „Sudhauses“ kannte. Sie war mit ehemaligen Schulkollegen unterwegs. Der „harte Kern“ war nach dem alljährlich stattfindenden Klassentreffen im „Heuport“ noch ins „Karma“ gegangen.

Karma-Lounge Regensburg am 1. Weihnachtsfeiertag

Nach zwei Stunden Anwesenheit versuchte der DJ es dann doch mal mit 80ies, allerdings nur für drei oder vier Songs. Mike meinte, dass es sicher am Alter des DJs liegen würde. Gemein oder? Er war sicher schon 24, zumindest seine Eltern müssen die ein oder andere Venyl zu Hause haben, muss er sich einfach mal ausleihen. Aber vielleicht scratscht er zuviel und bekommt die elterlichen Scheiben deshalb nicht mit, weil seine Eltern keine verkratzten Schallplatten mögen? Es wird wohl ewig ein Geheimnis bleiben. Um 3 Uhr morgens verliessen wir das „Karma“ und fuhren nach Hause. Felix the Cat lag immer noch im Körbchen. Fauler Kater!


26.12.2005 – Ein Gedicht zum Fest: Der Weihnachtsmann kommt hinter Gitter

26. Dezember 2005

Lieber guter Weihnachtsmann,
jetzt ist`s soweit, jetzt bist du dran.
Ich beauftrage einen Rechtsanwalt.
Der klagt dich an, der stellt dich kalt.

Schon seit vielen hundert Jahren,
bist du nun durch das Land gefahren,
ohne Nummernschild und Licht.
Auch TÜV und ASU gab es nicht.

Dein Schlitten eignet sich nur schwer,
zur Teilnahme am Luftverkehr.
Es wird vor Gericht zu klären sein:
Besitzt du ’nen Pilotenschein?

Durch den Kamin ins Haus zu kommen,
ist rein rechtlich strenggenommen
Hausfriedensbruch – Einbruch sogar.
Das gibt Gefängnis, das ist klar.

Und stiehlst du nicht bei den Besuchern,
von fremden Tellern Obst und Kuchen?
Das wird bestraft, das muß man ahnden.
Die Polizei läßt nach dir fahnden.

Es ist auch allgemein bekannt,
du kommst gar nicht aus diesem Land.
Wie man so hört, steht wohl dein Haus
am Nordpol, also sieht es aus,
als kämmst du nicht aus der EU.
Das kommt zur Klageschrift dazu!

Hier kommt das Strafgesetzbuch zum Tragen.
Ein jeder Richter wird sich fragen,
ob deine Arbeit rechtens ist,
weil du ohne Erlaubnis bist.

Der Engel, der dich stets begleitet,
ist minderjährig und bereitet
uns daher wirklich Kopfzerbrechen.
Das Jugendamt will mit dir sprechen!

Jetzt kommen wir zu ernsten Sachen.
Wir finden es gar nicht zum Lachen,
daß Kindern du mit Schläge drohst.
darüber sind wir schwer erbost.

Nötigung heißt das Vergehen
und wird bestraft, das wirst du sehen,
mit Freiheitsentzug von ein paar Jahren.
Aus ist’s bald mit dem Schlittenfahren.

Das Handwerk ist dir bald gelegt,
es sei denn dieser Brief dich bewegt,
meine Freunde und mich reich zu beschenken.
Dann werden wir alles nochmal überdenken.


25.12.2005 – Weihnachten in Regensburg – Feiern und Tanzen im „Zap“

25. Dezember 2005

Schon seit vielen Jahren findet im „Zap“ traditionell die Weihnachtsparty nach der Bescherung statt. Schon im Artikel „Weihnachten – Das bayerische Mahl und das Thema Geschenke“ hatte ich das erwähnt. Mike und ich machten uns also um 22 Uhr für den Abend bereit. Wir hatten mit Mam vereinbart, dass wir zuerst mit dem Taxi bei ihr vorbei kommen, um Sie abzuholen und anschliessend zum „Zap“ fahren würden. Also versuchten wir telefonisch ein Taxi zu bekommen. Keine Chance – entweder belegt, oder es meldete sich nur der Anrufbeantworter. Scheinbar wurden sämtliche Taxis für die Messe im Regensburger Dom benötigt. Als um 22:30 Uhr immer noch kein Kontakt zum Taxidienst zustande kam, entschlossen wir uns doch mit dem eigenen Auto zu fahren. Auf dem Weg dorthin meldete sich Mam per Handy – sie wolle nun doch zu Hause bleiben. Kommt nicht in Frage. Sie hatte sich eh schon für den Ausgang hergerichtet und so war es eh kein Problem. Wir stiegen gemeinsam ins Auto und ich fuhren in die Innenstadt. Gewohnheitsmässig fuhr ich zum Domplatz, aber da war alles voll geparkt – logisch: Es fand gerade die Weihnachtsmesse im Dom statt. Somit versuchte ich in der Obermünsterstrasse einen Parkplatz zu finden. Auch erfolglos. Also liess ich Mam und Mike vor dem „Zap“ aussteigen und versuchte es am Emmeramsplatz. Tja, bei der Fürstin Gloria in der Emmeramskirche ist auch „Christmett`n“. Vierspurig alles verparkt. Weiter Richtung Maximilianstrasse und von dort zurück zum Finanzamt. Da war dann endlich was frei. Zu Fuss ging ich das Stück zurück zum „Zap“.

Chris wünscht Frohe Weihnachten

Am Augustinerplatz angekommen, traf ich auf Christian, der zu Fuss von zu Hause in die Stadt gelaufen war. Chris und ich gaben die Jacke an der Tür ab, begrüssten den gemütlichsten Türsteher Regensburgs (Michel) und stiegen die Treppe hinab in die Gewölbe. Mein Bruder Mike, Mam, Chris älterer Bruder Thom, Beat und Markus (Teddy) hatten sich nahe der „hinteren Bar“ nieder gelassen. Jeder hatte an der Tür einen Jägermeister und ein Überraschungsei (Was süsses, was zum Basteln und was zum Naschen) bekommen. Mit dem Jägermeister wurde angestossen, dann bastelte ich nach Mam`s Anweisungen ein Paar Ostereier-Figuren zusammen. Anschliessend besorgte ich bei Alf(-red) an der „Mittleren Bar“ Getränke (3 Radler und ein Wasser).

Mike und Markus

Mike und Markus diskutieren über die Weihnachtsgeschenke.

Mam tanzt mit dem Weihnachtsmann im Zap

Das „Zap“ füllte sich nur langsam. Chris gab mir den Hinweis, dass Thom ab Null Uhr Geburtstag hat. Also wechselten wir kurz vorher den Platz und gratulierten pünktlich. Der Platz war wesentlich besser: Gute Aussicht und nah an der „Quelle“. Dann stupste mich Harry an. Harry war mit seiner Freundin Susi gekommen. Wir hatten uns schon bei meinem letzten Abstecher nach Regensburg getroffen, da er damals vor hatte für 11 Tage nach Teneriffa zu fahren. Natürlich bekam er Tipps von mir und er erzählte mir von seinem Urlaub dort, dass es ihm und seinem Freund klasse gefallen hatte. Harry und ich kennen uns noch aus meiner „aktiven“ Zeit als DJ und LJ. Wir hatten vor 14 Jahren zusammen in der „Ranch“ in Pielenhofen gearbeitet. Harry legt heut noch auf; und zwar im „PeterPan“ bei Deggendorf – einer Rock-Disko, die zum „MGM-Komplex“ gehört.

Das weihnachtliche Zap

Die Gewölbe füllten sich langsam mit Partygästen und sogar Mam ging mal auf die Tanzfläche mit Mike. Sie hatte einen Weihnachtsmann ergattert und liess diesen nicht mehr los. 😉 Die Musik, die der DJ auflegte, war diesmal wieder weltklasse: Rock und Pop aus den 80ern.

Harry Susie Mike und Mam

Es waren noch einige Freunde aus der „guten alten Zap-Zeit“ da: „Bobesch“, Mane und Tina, sowie Peter Burger. Wir ratschten (pläuderlen) und lachten viel. Aber auch der schönste Abend neigt sich irgendwann dem Ende zu. Chris und Beat verabschiedeten sich dann gegen 2 Uhr. Thom ging wenig später auch. Markus brachte dann Mam nach Hause und Mike und ich blieben noch auf ein Radler. Wir beobachteten und kommentierten noch eine Weile den Abend und das Weihnachtsvolk. Dann, gegen 3 Uhr, holten wir unsere Jacken aus der Garderobe und verabschiedeten uns von „Michel“ – natürlich nicht ohne den Abend mit einer Runde „Tex“ beschlossen zu haben.


Weihnachten – Das bayerische Mahl und das Thema Geschenke

24. Dezember 2005

„Oh Du fröhliche…“ Gerade sind Mike und ich bei Mam gewesen. Es gab ein bayerisches Mahl und den Austausch der Geschenke. Mam hatte was feines gekocht: „Sau`re Zipfel“ mit schlesischem Kartoffelsalat. Hatte ich schon lange nimmer. Ganz fein! Mutti hatte den Tisch wieder feierlich dekoriert mit vielen Kerzen und dem Festtagsgeschirr. Anschliessend wurden bei einem Kaffee die Geschenke gereicht und ausgepackt. Nach der „Al Bundy-Folge: Weihnachten“ sind wir zu Mike nach Hause gefahren. Nun liege ich auf dem Sofa und verdaue den üppigen Festtagsschmaus. Anschliessend bestellen wir uns ein Taxi, holen Mam ab und fahren dann auch zur „Weihnachtsparty“. Derweil ruhe ich mich etwas aus und mach mich gleich fertig für den traditionellen Weihnachtsabend im „Zap„. Chris und Beat haben schon gemeldet, dass sie auch dazu kommen. Markus fährt auch direkt dorthin. Wird sicher wieder lustig, bzw. ein „geruhsamer Weihnachtsabend“ mit open-end 😉

Bayrischer Festtagsschmaus zu Weihnachten - Saure Zipfel

Bayerischer Festtagsschmaus zu Weihnachten – „Sau`re Zipfel“


Optimierte Geschäftsprozesse erfordern moderne Arbeitsteilung – Ein Beispiel aus der Praxis

24. Dezember 2005

Damit die Arbeitsabläufe und Prozesse in Unternehmen optimiert werden können, benötigt man Prozess-Analyse-Tools, FMEA Tools, Benchmarking, Coaching und Supervison. Nur so erkennt man Schwachstellen und und ist in der Lage diese nachhaltig zu beseitigen. Die Prozesse müssen sich den Menschen anpassen nicht umgekehrt. Ein sehr gutes Beispiel für einen optimalen Prozess und die entsprechende Arbeits- und Aufgabenaufteilung habe ich beim Blog "Schweizer Ansichten" gefunden.


Driving home for Christmas – On my way to Regensburg

24. Dezember 2005

Freitag vor Weihnachten hatte ich mir vorsorglich frei genommen. Aber aus meinem Vorsatz schon vor mittags zu starten wurde nichts. Die Bettdecke wollte mich einfach nicht loslassen und ich konnte mich erst um 11 Uhr davon befreien. Kaffee-Kochen, Duschen und Packen. Dann hatte ich noch Bankgeschäfte zu erledigen. Also packte ich meine Habseligkeiten ins Auto und startete um 13 Uhr. Bei der Gelegenheit fuhr ich noch beim Coop in der Badenerstrasse vorbei, besorgte noch Schweizer-Schokki für die Lieben zu Hause. Dabei stellte ich fest, dass der Baumarkt unter dem Coop einem "Otto`s" gewichen war. Ich lud meine Einkäufe ins Auto und schaute mich noch bei "Otto`s" um. Auf einem Schild über einem Klamottenständer las ich "Exklusiv – Lederjacken aus der Mercedes Collection". Ich dachte "Meine Grösse wird sicher nicht dabei sein…". Falsch gedacht. Anprobiert, gefällt, gekauft. So schnell kaufe man(n) ein. Also hatte ich schon mal ein Weihnachtsgeschenk für mich. 😉 Ein Schnäppchen für 149 CHF. Echtes feines Leder mit herausnehmbarem Innenfutter.

(Mercedes Lederjacke, ehemaliger VP 569 CHF, bei "Otto`s" für 149 CHF)

Um 14:30 Uhr war ich auf der Autobahn. Der von mir erwartete Massenverkehr blieb aus. Bis ich an der Ausfahrt St. Margreten beim Zoll ankam. Dort staute es sich. Auch durch Bregenz verlief der Verkehr eher zäher. 2 Stunden nach Abreise in Zürich erreichte ich meinen obligatorisch Zwischenstopp: McDonald in Lindau. Kaffee, Fischmäc und Pommes war mein Frühstück/Mittagessen. Dann liess ich den Motor warmlaufen, trat das Gaspedal durch und startete auf der Autobahn A96 Lindau-München. Bis zum ersten Autobahnende, dort staute es sich wieder. Es wird echt Zeit, dass die beiden Bundesstrassen-Teilstücke durch Autobahnen ersetzt werden. Sonst wurde ich nur von Gelegenheits-Autofahrern aufgehalten, welche mit 120 km/h einen LKW überholten. Nach knapp 4 Stunden erreichte ich München, Mittlerer Ring, Olympia-Stadion, Schwabing und am neuen Allianz-Arena der Bayern entlang. Die Aussenhülle leuchtete heute weiss – also kein Fussballspiel am Freitag. Die neue 4-spurige Autobahn scheint von der Masse der Kraftfahrer gehirnmässig nicht verarbeitbar zu sein. Die beiden linken Spuren sind komplett belegt bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 100 km/h. Eine Stosstange an der anderen. Die 3. von links ist spärlich befahren und für die ganz rechte interessiert sich kein Fahrer(!?) – Da fährt überhaupt keiner. Bis zum Kreuz-Erding klappte das hervorragend ohne besondere Vorkommnisse. Dann teilt sich die Strecke und es geht weiter Richtung Nürnberg. Wenig LKWs, dafür viele "Ganz-Links-Fahrer". What shells, es sind ja nur noch ein paar Kilometer bis Holledau. Dort gehts runter Richtung Regensburg. Der Beschleunigungsstreifen ist zum Beschleunigen da. Vom Vordermann ansaugen lassen, rausziehen, und vorbei, hinunter den Berg nach Wolnzach. Berg wieder hoch und dann ganz brav 120km/h einhalten – da wird gern geblitzt. Aber das langsam dahin "crusing" ändert sich ja gleich wieder vor Siegenburg. Bei Nieselregen das letzte Stück wieder fast Vollgas durch das Hopfenanbaugebiet. Nach genau 4 3/4 Stunden erreichte ich das Regensburger-Dreieck. Noch ein Stück die Passauer-Autobahn bis Burgweinting, dann kann sich der Motor wieder abkühlen.

Um 19:30 Uhr rollte ich am Hafenbecken vorbei, parkte das Auto, schleppte meine Habseligkeiten (2 Laptops und eine grössere Sporttasche) in die Wohnung von Mike. Er war nicht da, also rief ich mit dem Natel (Handy) an. Mike ist auf noch auf der Weihnachtsfeier in der Hafenverwaltung. Ich solle rüber kommen. Alles klar. Also ging ich die paar Meter hinüber zur Hafenverwaltung. Markus, Hans, Herbert, Willi und noch ein paar Kollegen von Mike sassen im Kerzenschein um einen Tisch in der "Kantine". Zusätzlich noch eine neue Teamassistentin Namens "Susi". Ich setzte mich dazu, Mike brachte eine halbe Bier im Steinkrug. Die Crew war scho leicht "lustig". An den verschiedenen ausgetrunkenen Gläsern und Flaschen am Tisch konnte man die Ursache erkennen (Prosecco, Williams, Whisky, etc.) – Gute Mischung 😉 Wir alberten bis etwa 23 Uhr herum, dann startete der "harte Kern" zu Mike in die Wohnung auf einen Kaffee.

Ich wollte aber noch in den Ausgang und mal sehen, wie es momentan am Freitag so abgeht in Regensburg. Mike und Wille waren mit von der Partie, wir riefen ein Taxi mit dem Ziel "Zap". Das "Zap" war aber leider nur wenig besucht, ausserdem stimmte das M/F-Verhältnis überhaupt nicht, dafür aber der Promille-Gehalt der Mehrzahl der Gäste. Dies veranlasste uns den Laden schon nach einer Radler (Willi ein grosses Wasser) die Lokalität wieder zu verlassen. An der Tür oben (!) kam uns Ali vom "Oma Plüsch" entgegen. In der "Oma" sei Weihnachtsfeier und wir sollten noch vorbei schauen. Das taten wir im wahrsten Sinne des Wortes. Das "Oma" war gut gefüllt, die Gäste auch. Thom, der Chef, war leider nicht zu sehen, also "Absatz-Kehrt" wieder raus – war die einstimmige Meinung. Mike schlug das "QU" vor, da wäre heute "HipHop" (na toll!). Ich schlug die "Karma-Lounge" vor. Mike wurde überstimmt. Das ist das tolle an Regensburg, man fällt zwei Mal auf die Strasse und ist im nächsten Lokal – nur das "QU" wäre zu Fuss zu weit gewesen; denn es liegt im Stadtteil Königswiesen. "Zap", "Oma Plüsch" und "Karma-Lounge" sind grad mal 500 Meter auseinander.

Die Musik war überraschenderweise eine Mischung aus House und Rave. Hoppla, hat sich die Musik auch in Regensburg angesiedelt? Nach dem Motto "Es kennt uns eh keiner mehr" bewegten sich Mike und ich gleich Richtung Tanzfläche. Offenbar war kurz vorher ein Tablett mit Gläsern genau dort zu Bruch gegangen; denn ich hatte laufend irgendwelche Glas-Scherben an und in den Sohlen. Der DJ verpasste nur regelmässig einen sauberen Übergang von einem Song zum nächsten zu erreichen, was längere Tanzpausen nach sich zog. Gut, dabei konnte man sich im Dämmerlicht wenigstens mal die "Umstehenden" etwas genauer ansehen. Publikum altersmässig/klamottenmässig bunt gemischt, M/F-Verhältnis ausgeglichen. Sogar ein paar ganz hübsche Exemplare dabei. Der zweite DJ des Abends hatte sich auf Effekte spezialisiert. Genauer gesagt die "Hallmaschine" hatte es ihm extrem angetan. Bei jedem Titel kam diese mindestens 3x zum Einsatz. Was sich beim ersten Mal noch gut anhört, nervt dann beim 5. Mal und beim 10. Mal hat man es gehört. 😦 Auch liessen die wirklich tanzbaren Stücke zum Ende des Abends dann stark nach. Zudem scheint die Soundanlage "unlastig" eingestellt zu sein; denn die Boxen kamen je später der Abend immer mehr an ihre Grenzen und liessen das am "Durchschlagen" erkennen.

Aber im Grossen und Ganzen kann man die "Karma-Lounge" empfehlen. An diesem Freitag war es nicht ganz so voll wie beim letzten Mal. Auch die Musik war etwas besser. Hoffentlich hört das Pfeiffen in den Ohren auch mal wieder auf 😉

Gegen 3:30 Uhr verliessen Mike und ich die Lokalität. Wir wanderten zurück zu Mikes Wohnung, was uns Frischluft und Zeit zum Plaudern brachte. Nun "schau mer a mal" wie der "Heilige Abend" morgen heute abläuft. Mam (ja wirklich!) will nämlich morgen ins "Zap" zur Weihnachtsparty mitgehen. Da führen die beiden "Juniors" die "Mam" zu Weihnachten in die Disko aus! Mal sehen, ob es wieder so gemütlich und lustig wird, wie vor zwei Jahren. 😉

Links:


Vom langsamen Ende der Tram in Zürich – Die Cobra kommt

23. Dezember 2005

Die NZZ meldet heute, dass, nach der langen Pannenserie, die erste von 68 Cobras fertig gestellt worden ist. Die Cobras werden in Villeneuve beim Bombardier/Alstom-Konsortium gebaut. Ab März 2006 sollen jeden Monat zwei bis drei neue Cobras an Zürich ausgeliefert werden. Der Verkehrsrat hatte sich vor gut 9 Jahren für die neuen Fahrzeuge entschieden. Vor fast 5 Jahren wurde der erste Prototyp ausgeliefert. 6 Fahrzeuge fahren derzeit auf den Schienen in Zürich für die Linien 4 und 9. Bis 2009 soll die Flotte komplett sein. Auch so genannte "Sänften" werden beschafft. Diese sind im Mittelteil weiter abgesenkt und ermöglichen den Einstieg ohne Treppensteigen.

Der Bahnhofsplatz

Die gute alte Tram der Linie 2.

Cobra-Tram am Hauptbahnhof Zürich

Wer sich für die Geschichte der Tram in Zürich interessiert, sollte dringend das "Tram-Museum-Zürich" in der Limmattalstrasse besuchen.

Weiter Infos:

Übrigens: Auch in Regensburg gab es mal eine "Tram". Das Bild unten zeigt die Linie 1, welche damals vom Pürkelgut nach Prüfening und zurück fuhr. In Prüfening bin ich übrigens aufgewachsen.

Es gibt sogar einen Eintrag bei Wikipedia über die "Strassenbahn in Regensburg". Die erste Strassenbahn in Regensburg wurde 1903 in Betrieb genommen. Dieselbusse ersetzten diese nach und nach. 1964 wurde die letzte Teilstrecke des Strassenbahnnetzes in Regensburg still gelegt. Heute fahren Diesel- und Erdgasbusse durch die Stadt. Einige Fahrzeuge entgingen der Stahlpresse.

Von der stillgelegten Straßenbahn in Regensburg wurden vier Triebwagen, in Darmstadt als ST 6' mit den Nummern 86 – 89 erworben. 1990 wurde Tw 88 nach Regensburg zurückgegeben, der Rest wurde dann zwischen 1989 und 1992 verschrottet.


Das NATEL – Des Schweizers liebstes Handy

23. Dezember 2005

Eines der ersten "Schweizer Worte", welches ich lernte, war das Wort NATEL. So heisst nämlich das "Handy" oder "Mobile" hier in der Schweiz. Sogar auf der Visitenkarte stand "Natelnummer" drauf. Woher kommt der Begriff eigentlich? Wikipedia weiss dazu:

Der Begriff Natel ist eine geschützte Bezeichnung der Schweizer Telekomgesellschaft Swisscom. Historisch stammt er vom Begriff "Nationales Autotelefon" ab und wurde früher mit einer Bezeichnung für die Netztechnologie verwendet. Natel A (1978), Natel B (1983), Natel C (1987) waren analoge Netze und Natel D (1992) ein digitales Netz nach dem GSM-Standard.
Unter diesem Begriff werden heute die Mobiltelefon-Angebote der Swisscom vermarktet.
Da die Swisscom für lange Zeit der einzige Mobilfunk-Anbieter war, wurde der Begriff Natel im Volksmund zu einem Synonym für Mobiltelefone. Heute hat das Wort Natel in der Schweiz in allen vier Sprachen weiterhin größere Verbreitung als der Begriff "Handy".

Aber woher kommt überhaupt der Begriff "Handy"? In England und den USA sagt man nämlich "mobile" oder "cellular", kurz "cell". Sagt man dort "I will give you my Handy-number", dann runzelt der Gegenpart lediglich die Stirn. Im Duden steht zu "Handy": Handliches, schnurloses Telefon". Offensichtlich ist "Handy" ein urdeutsches Wort, was sich englisch anhört (Das Wort "handy" und "Herkunft und Verwendung Handie, Handy und seinen Synonymen"). 

Mein erstes Mobiltelefon war übrigens ein Motorola 5200. Gekauft ca. 1996. Der Standard-Akku war lausig. Die Antenne musste man heraus ziehen. Vorne war eine Klappe zum Schutz der Tastatur. Ich kaufte mir einen sauteueren Zusatzakku. Damit passte das Gerät aber kaum in die hintere Hosentasche. Damals war ich noch der absolute Aussenseiter mit einem "Handy". "Zu was brauchst Du ein Handy?". Na zum Telefonieren halt. Arbeitskollegen versteckten das Gerät dann sehr kreativ auf dem Fensterbrett, im Regal hinter Büchern oder sogar in der Zwischendecke. Als es dann beim Kollegen Albert in der Schublade klingelte, es sich heraus stellte, dass er nun auch ein Handy hatte, war die Ausrede "Damit mich meine Frau, wegen dem Baby immer erreichen kann…". Jaja… 😉

Dann besorgte ich mir 1998 ein "Siemens S10 Active" in schwarz (Mitte).

Das Teil hatte ein vierfarbiges Display (!) und war unverwüstlich. Einer Freundin von mir fiel es in die Toilette :-). Sie fischte es heraus, demontierte den Akku und eine Nacht auf dem Heizkörper brachten das Gerät wieder zurück ins Leben. Meinem Bruder Mike fiel das S10 Active beim Besteigen eines Hafenkranes aus der hinteren Hosentasche. Es prallte beim Hinunterfallen gegen sämtliche Streben des Krans und landete schliesslich im Schotter am Boden. Mike dachte "Das Teil ist sicher hinüber…", reparierte die Kransteuerung im Führerhaus, kletterte anschliessend die Leiter wieder hinunter, nahm das Handy in die Hand, befreite es vom Staub und stellte fest, dass er einen Anruf bekommen hatte. Was man auf jeden Fall bekam, war eine ausgebeulte hintere Hosentasche. Auch konnte man damit noch "zu lange" oder "gerade unpassende" Telefonate einfach beenden. Man schob die Antenne ein oder schraubte diese einfach ab. "Sorry, ich hatte grad keinen Empfang". 😉 Auch denke ich, dass es der ideale Begleiter für junge Damen des nächtens in der Tiefgarage war. Wurde das Mädel überfallen, so nahm es das Siemens-Handy bei der Schlaufe, streckte mit einem gezielten Schwinger den Gegner nieder und rief dann die Polizei an. 🙂

Das nächste Handy war dann 2001 ein "Siemens S35i". Deutlich kleiner, leichter und keinen "Antennen-Schnirpfel" mehr dran. Passte hervorragend in die Hosentasche. Das Teil war auch so robust, wie das S10 active. Typisch war der "Sturz aus der Brusttasche" beim Einsteigen in`s Auto. Das Telefon hatte ich dann auch, wie ich in 2002 in die Schweiz "auswanderte". Ich musste mich erst von dem guten Stück verabschieden, als ich eine "Europe-Roaming-Card" von der Swisscom bekam. Die neue SIM-Card funktionierte einwandfrei in der Schweiz. Aber sobald ich über Bregenz nach Lindau fuhr, stürzte es unverhofft ab. Ich musste den Akku entfernen und mich wieder neu einloggen. Bei der nächsten Funkzelle war dann wieder Schluss "Kartenfehler". Also war nix mit "Europe-Roaming". Zurück in Zürich erzählte ich das der Servicestelle der Swisscom. Der Typ meinte dann, "Ihr Handy ist zu alt, da die Karte zu schnell ist. Besorgen Sie sich ein Neues!". Klasse, wegen der neuen Karte brauch ich ein neues Handy. 😦

Seit Herbst 2004 habe ich nun einen "QTEK 2020". Zwar wesentlich grösser, als mein gutes, altes S35i, aber dafür brauch ich keinen extra Organizer mehr.


Suchbegriffe 2005 bei 20Minuten: Schnappi, Robbie Williams, Paris Hilton, Tsunami und Fussball-Skandal

22. Dezember 2005

20Minuten meldet heute, dass am häufigsten die Begriffe "Schnappi", "Robbie Williams", "Paris Hilton", "Tsunami" und der "Fussball-Skandal" in der Website-eigene Suchmaschine im Jahr 2005 eingegeben wurden. Na toll. Bei "Schnappi – dem kleinen Krokodil" hatte ich damals im Auto blitzschnell gelernt, wie ich während der Fahrt die Sendersuch-Taste des Autoradios finde. Da der Song aber auf jedem der erreichbaren Sender innerhalb einer Sendestunde mindestens ein Mal lief, erreichte ich dadurch zumindest eine Erhöhung meiner "blind-Sendersuchtaste-drücken-Reaktionszeit".

Diese konnte ich dann im Herbst und Winter wieder sehr gut gebrauchen; denn dann brach die "Robbie-Williams-Hysterie" nach dem Erscheinen seiner neuen Platte CD aus. Ganz extrem wurde es dann, als angekündigt wurde, dass die Tickets für seinen Auftritt in der Schweiz über das Internet und über Bahnhöfe (?) verkauft werden. Gut, der Kerl ist ja ganz in Ordnung. Nur muss man die Songs wirklich jede Stunde spielen? *pfitz-Taste-getroffen* Sicherlich bringt er pünktlich zu Weihnachten (wie so viele Stars und Ex-Stars) eine "Best-Of"-CD raus. Der Trouble um "Paris Hilton" ist zwar wegen Ihrer Millionen (Erbe) und Ihres netten Aussehens verständlich, aber muss es wirklich die Hilton sein? Richtig toll fand ich TV-Werbespot von GoYellow, bei der das Blödchen die bestellten Brötchen geliefert bekam.

Der "Tsunami" vor fast genau einem Jahr war wirklich extrem schlimm. Und forderte mehr Todesopfer als 9/11. Dass es beim Fussball bzw. danach nicht immer sanft abgeht, zeigte das entscheidende Gruppenspiel der Schweizer gegen die Türkei. Die Untersuchungen dazu sind noch nicht abgeschlossen. Mal sehen, wie die "Vorbilder der sportlichen Jugend" sich dann bei der WM in Deutschland zeigen.

Bei den Suchbegriffen 2005 ging der Platz 1 (wie oben erwähnt) an "Schnappi". Hart gefolgt auf Platz 2 kommt das Suchwort "Unfall", was mich wundert. Kann mich nicht erinnern im Internet einmal nach "Unfall" gesucht zu haben. Auf Platz 3 erscheint dann schon "Sex", was mit "Orgasmus" auf Platz 8 die Frage aufwirft, ob man beides wirklich im Internet findet. Platz 4 geht an "Hund", Platz 5 an "SBB", Platz 6 an "Tsunami" und Platz 7 an "Street Parade" – einem wirklich "weltklasse" Event. Noch musikalischer geht es dann auf Platz 9 (iPod) und 10 zu (Musikstar).

Bei den am meisten gesuchten Persönlichkeiten steht "Robbie Williams" bei den männlichen ganz oben. Wie schon erwähnt, ist die Most-Wanted-Lady "Paris Hilton". Platz 2 teilen sich Mister und Miss Schweiz, gefolgt von "Ueli Maurer" und "Miss Bern" auf Platz 3. Platz 4 geht an "Michael Jackson" und "Madonna". Auf Platz 5 stehen "Jack Johnson" und die nicht mehr so junge "Britney Spears"

Bei den "Storys – Ausland" geht der Platz 1 an "Tsunami-Katastrophe: Touristen-Videos" und bei den "Inland-Storys" an "Fussball-Skandal: Schweizer Spieler im Stadion von Türken angegriffen".

Jahresende ist Rückblickzeit – auch bei Yahoo: Dort hat man die Suchbegriff-Hitliste des Jahres 2005 aufgeführt. So war laut Google Zeitgeist Janet Jackson der beliebteste Suchbegriff auf der Google-News-Seite.


Wer hat`s erfunden? Schweizer Hai zu verkaufen! Monteverdi – Hai 450 SS, BJ1970

22. Dezember 2005

Kaum zu glauben: Es gibt gab Haie in der Schweiz. Und diesen hier können Sie kaufen. Für nur 170000 CHF können Sie einen reinrassigen 2-Sitzer Rennwagen fahren. Mit 450 PS und einer Spitzengeschwindigkeit von 180 MPH (295 km/h) ein Geschoss auf der Landstrasse. Und Sie haben auf jeden Fall ein echtes Unikat „Made in Switzerland“; Auf der ganzen Welt gibt es nur noch 4 Stück vom „Hai 450 SS“. 3 Stück stehen im Monteverdi Museum und eben das 4. steht zum Verkauf.

Der SuperSport-Wagen (SS) wurde erstmals 1970 auf dem Genfer Autosalon gezeigt. Das Auto wurde nach Skizzen von Peter Monteverdi gebaut. Die Kraft von 450 PS holt sich das Leichtgewicht aus einem 7-Liter V8 Chrysler-Motor. Damit sprintet das Teil von 0 auf 100 in nur 4,9 Sekunden. Damit war der Monteverdi „Hai 450 SS“ eines der Glanzlichter auf dem Genfer Autosalon 1970. Damals kostete das superflache Rennfahrzeug 90000 CHF. Also wer sich eine Wertanlage besorgen möchte, sollte sofort zuschlagen. Kreditkarten werden akzeptiert (Visa, Mastercard, AmericanExpress), sollten aber mindestens in der Gold- oder besser in Platinversion vorgelegt werden 🙂