Neulich beim neuen IKEA in Spreitenbach – Deutsche lieben ihn – Schweizer vergöttern ihn – odrrrr?

18. Mai 2007

Heute hatte ich frei – „Fenstertag“. Gegen Mittag setzte ich mich ins Auto mit dem Ziel IKEA in Spreitenbach. Schon vor 14 Tagen war ich nach der Arbeit in Spreitenbach. Es schüttete aus vollen Eimern. Als ich den IKEA fand, stellte ich fest, dass der Wohnmöbel-Outlet umgezogen war. Damals dachte ich, dass ich zu spät dran war um 19 Uhr. Aber heute stellte ich fest, dass der Laden bis 20 Uhr geöffnet hat. Eigentlich wollte ich ja nur mal „Schauen“. Aber eigentlich trage ich mich schon länger mit dem Gedanken drei Ideen umzusetzen. Alle Drei Projekte haben mit „Mehr Grün!“ zu tun. Aber natürlich keine „normalen“ Ideen, sondern etwas Aussergewöhnliches oder Abgedrehtes, wie von mir gewohnt. Für diese drei Projekte benötige noch die Einzelteile. Aber dazu später.

Ich kam gegen 13 Uhr beim neuen, noch grösseren IKEA in Spreitenbach an. Offensichtlich war ich nicht der Einzige, der auf die gnadenlose Idee gekommen war, gerade am „Fenstertag“ den IKEA zu besuchen. Ich zog am Eingang ein Parkticket und die Schranke öffnete sich. Der Parkplatz vor dem Eingang im Freien war komplett überfüllt. So fuhr ich in das riesige Parkhaus – aber dort staute sich der Verkehr und es war kein Plätzchen frei. So blieb mir erst einmal nichts anderes übrig, als eine Ehrenrunde zu drehen. Beim zweiten Versuch klappte es dann zumindest mit dem Abstellplatz für meinen Boxster.

IKEA Spreitenbach Bilder Tiefgarage Restaurant

Also Ring frei für die in sämtlichen IKEA-Shops gleiche Runde durch die „Wohnerlebniswelten“. Ich hatte Zeit. Somit störte es mich nicht, dass weibliche Zielgruppen mit gelben grossen Taschen bepackte, irgendeinen Kaufgegenstand fixierend, meinen Weg kreuzend, mich über den Haufen laufen wollten. Ein kurzer Schritt zur Seite oder ein Schlenker durch einen anderen Regalgang und schon war die Kollision vermieden. Am Ende der Runde durch das Obergeschoss traf ich im Restaurationsbereich ein.

IKEA Spreitenbach Bilder Tiefgarage Restaurant

Gott sei Dank war nicht grad 12 Uhr. Dann wäre der Restaurationsbereich Schweiz-typisch hackevoll gewesen. So, gegen 14 Uhr waren die Tische nur locker mit Personen besetzt. Sogar ein „Raucherraum“ für Süchtlinge befand sich in diesem Bereich – vorbildlich. Ich verschaffte mir an der Essenstheke einen Überblick und stellte mich brav in die Reihe an der Essensausgabe. Mit Fleischbällchen und Pommes ging ich zur Kasse. Vorher besorgte ich mir noch eine Kaffeetasse und ein Glas für ein Getränk. Bei Getränken verfolgt IKEA in Spreitenbach das in den USA bekannte Prinzip. Man bezahlt nur eine Kaffeetasse und/oder das Glas, dann kann man soviel trinken wie man möchte. IKEA rechnet damit, dass man eh nur jeweils einmal auffüllt. Schnorrer und „Freibiergesichter“, die mit einem Glas eine ganze 5-köpfige Familie abfüllen, gehen als Colateral-Schaden in der Gesamtrechnung unter. Alles im allem zahlte ich ganze 13 Franken 55 Rappen für Mahlzeit, Kaffee und Cola.

IKEA Spreitenbach Bilder Tiefgarage Restaurant

Ich besorgte mir einen „Tagesanzeiger“ vom natürlich mit Preis ausgezeichneten Aluwandregal und setzte mich an einen hohen Tisch mit Barhocker. Dann nahm ich gemütlich die original IKEA-Fleischbällchen mit Pommes zu mir. Ich blätterte in der Zeitung und beobachtete das Treiben um mich herum. Anschliessend schaute ich im „IKEA-Family“-Bereich vorbei. Dabei fiel mir die Reise- oder Sporttasche „UPPTÄCKA“ auf. Das besondere daran: Die Tasche hat Rollen und einen Teleskopgriff. Ausserdem ist der Boden stabiler als die meiner Sporttasche. Na, wenn ich meine mal wegschmeisse, dann besorge ich mir so ein Teil. Dann stieg ich die Treppe hinab in die Hochregal-Etage. Von dort aus geht es weiter in den Bettzeug- und Gardinen-Bereich und weiter zu Wohnutensilien. Dort fand ich dann die ideale Grundlage für mein „Mehr Grün!-Projekt No. 1 – Die Wandwiese“: Einen Sisalfussabstreifer mit rutschfester silikonierter Rückseite. Preis 4,50 Franken. Das Teil heisst „SINDAL“.

IKEA Spreitenbach Bilder Tiefgarage Restaurant

Guter Hoffnung noch etwas für meine anderen Projekte zu finden, ging ich mit „SINDAL“ unter dem Arm weiter in die Beleuchtungsabteilung. Dort stolperte ich über eine Papiertütenleuchte mit dem kreativen Namen „MAREK“. Hihi! Da wird sich André aber freuen. Wenn André mal kein Licht aufgeht, dann kann er „MAREK“ einschalten.

IKEA Spreitenbach Bilder Tiefgarage Restaurant IKEA Spreitenbach Bilder Tiefgarage Restaurant

Eine andere Leuchte hatte es mir auf den ersten Blick angetan. Die 8-flammige Deckenleuchte „HÖRBY“ für etwas weniger als 50 Franken. Aber damit würde ich selbst mein „Mehr Grün!-Projekt No.3 – Flowerlamp“ selbst torpedieren. Also weiter und einen Drahtlampenschirm suchen. Leider fand ich keinen passenden. Offensichtlich hat sich die Mode geändert. So durchwanderte ich die Grünpflanzenabteilung. Dort fand ich aber bis auf Efeu keine Utensilien für meine „Mehr Grün!-Projekte“. Also ging ich zur Kasse. „Zur Kasse“ ist gut. Es waren unzählige!

IKEA Spreitenbach Bilder Tiefgarage Restaurant

Und die ein oder andere war sogar frei. Ohne Wartezeit bezahlte ich meinen „Grosseinkauf“ (SINDAL). Gegenüber der Kasse standen unzählige Leute an der Kaffeebar an. Auch dort musste man/frau nur den Becher mit einem Franken bezahlen und konnte sich soviel Kaffee aus der Maschine lassen, wie er/sie wollte.

IKEA Spreitenbach Bilder Tiefgarage Restaurant

Das einzige, was es ich von „IKEA“ built in Germany nicht kenne, aber in der Schweiz vorfinde, sind Parkautomaten. Aber mein fascht 3-stündiger Aufenthalt kostete lediglich 3 Franken. Das geht noch. Aber dann ging der Kampf wieder weiter. Erst mal vom IKEA-Gelände kommen und dann kam der Stau vor einem der Spreitenbacher Kreisel. Ich entschloss mich Richtung Spreitenbacher-Einkaufszentrum zu fahren. Aus der Fahrzeugschlange heraus entdeckte ich das „MIGROS Gartencenter“. Dort finde ich sicher noch das ein oder andere für meine Projekte. Ich bog links in die Tiefgarage ein und parkte.

IKEA Spreitenbach Bilder Tiefgarage Restaurant

Zwei für die Schweiz etwas „spezielle“ Dinge fielen mir in der Tiefgarage erneut auf: 1. Die Parkplätze sind von der Breite her nicht für normale Fahrzeuge geeignet. Daher auch die vielen Dellen in den Türen. Schaut mal bei Euch am Fahrzeug nach. 2. Die Beschilderung ist nicht nur auf der Strasse etwas kurios, auch in dieser Tiefgarage gelinde gemacht „seltsam“ (siehe Bild). Warum? Ja, klar. Die beiden Aufsteller zeigen ganz klar den Weg zum „Lift Garten-Center“. Das versteht jeder. Aber das beleuchtete Bild in der Mitte besitzt ebenso die Schrift „Lift Garten-Center“. Und wo zeigt der Pfeil hin? Nach oben!!! Das sorgt für ein erheblich Mass an Verwirrung! Bei der Dame, welch vor mir den Lift an der Decke suchend durch das Parkhaus lief und für mich hiess es selbstredend: „Digicam zücken!“.

Der schliesslich in einer Niesche entdeckte Lift brachte mich in das „MIGROS Garten-Center“ und gleich gegenüber fand ich eine weitere Zutat für „Mehr Grün!-Projekt No. 1 – Die Wandwiese“: Samen für eine Blumenwiese und ein Säckchen Blumenpflanzenerde. Auch für „Mehr Grün!-Projekt No. 2 – HangingGardens“ fand ich einen Blumentopf mit Kette und zwei Cherry-Tomaten-Zöglinge. Nur bei Projekt No. 3 hapert es noch mit den Einzelteilen.

Ich packte die Sachen zusammen und suchte mein Auto in der Tiefgarage. Anschliessend fuhr ich noch zu Tom – er hatte sich zwischenzeitlich telefonisch gemeldet – auf einen Kaffee in einem Restaurant beim Triemli. Dann fuhr ich nach Hause, um mit „Mehr Grün!-Projekt No. 1 – Die Wandwiese“ anzufangen.


Markus Güntner – Regensburg (rmx)

18. Mai 2007

Grad gebe ich spasseshalber bei „Youtube“ im Suchfeld „Regensburg“ ein. Das Ergebnis ist interessant. Als erstes Suchergebnis lese ich „Markus Guentner – Regensburg (rmx)“. Ist das ein Musikvideo? Tatsächlich!

Wie was!?! Ein DJ mit Namen „Markus Guentner“ hat eine Techno-Nummer mit dem Titel „Regensburg“ komponiert? Naja, das Musikvideo ist nicht grad ereignisreich. Sieht aus, als ob das Video in der Damentoillette des „Suite 15“ aufgenommen wurde *lach*. Die jungen Mädels scheinen recht „Durst“ zu haben 🙂 Und zu wenig Geld für ein Cola. Ergo: Suite!

Na gut. Weiterrecherchieren. Na denn geben wir doch mal „Markus Guentner Regensburg“ bei Google ein. Erster Treffer: „Wolfs Kompaktkiste“. Was ist das denn? Keine Ahnung. Auf jeden Fall ist dort der Song gelistet. Draufklicken. Als erstes auf „Markus Güntner – Regensburg„. Tatsächlich. Der Kollege hat mehrere 12“ komponiert. Beim Behrle im Studio aufgenommen? Noch nicht herausgefunden. Das Bild vom Cover will ich erst einmal nicht kopieren. Im Impressum lese ich, dass man dafür eine schriftliche Genehmigung braucht. Die „Regensburg remix“ finde ich etwas tiefer auf der Liste.

Aha! Einen Wikipedia-Eintrag gibt es von Markus auch schon. Dort lese ich, dass der Kollege Baujahr 1981 ist und mit 8 Jahren seinen ersten Plattenspieler geschenkt bekam. Na gut, also dass ist noch kein Alleinstellungsmerkmal. Ich bin Baujahr 1966 und hatte einen „ganzen“ Partykeller mit Mike gebaut als wir so alt waren. Zwar nicht gleich mit Technics MKII-Playern, aber doch mit Geräten vom „Otto-Versand“ oder „Neckermann“; denn da war Mama Stammkunde. Die Lichtanlage war vom Conrad aus Hirschau. Eine echte Dreikanal-Lichtorgel, eine Schwarzlichtröhre und eine kleine Spiegelkugel ohne Motor.  Das Strobo lötete ich damals selbst zusammen. War ein Bausatz. 🙂 

Hatte Mike nicht mal eine Lehrerin an der Realschule Judenstein, die „Güntner“ hiess? Könnte Markus der Sohn von „Frau Güntner“ sein? Weiter lese ich, dass er in Regensburg im „Sudhaus“ aufgelegt hatte. Hmmm… mit Jörg? Aha! Und in der „Suite 15“ legt er heute noch auf. Wonach sich meine Vermutung der Location mit dem Video erhärten könnte. Er hat eine eigene Website – wen wunderts. Und dort finden sich auch die CDs und ein Video. Unter Links steht neben der „Suite“ sogar die „Toni-Molkerei“ drin. Und die ist übrigens in Zürich. Da war ich heute in der Nähe. Direkt daneben: „Club BBQ“. Ach, und das Schweizer Modelabel „Alprausch“ ist einer der Partner von Markus Güntner. Na vielleicht kommt er ja wieder einmal nach Zürich.

Dann schau mer Mal, ob es terminlich klappt ihn zumindest in „Action“ zu erleben. Die Termine auf seiner Website sind nicht mehr so ganz aktuell. Sie enden im März 2007. Abwarten.


„Heavy Metal“ – The Movie

18. Mai 2007

Wer kann sich eigentlich noch an den Film „Heavy Metal“ erinnern?

Der Soundtrack war einfach weltklasse! Wie lange ist das denn schon her?


Google nimmt Youpieps.com aus dem Index

18. Mai 2007

Nur am Rande diese Kuriosität beobachtet – von meinem Baumhaus aus. Zuerst finde ich in den letzten Tagen irgendwo im Web, dass mehr als 45% der Downloads irgendwas mit Pornografie zu tun haben. Leider hab ich mir gerade die Seite nicht gebookmarkt. Vielleicht finde ich diesen Bericht resp. diese Auswertung noch. Und gerade entnehme ich auf dem Blog von onSEO, dass Google die Websites von Yourporn.com aus dem Suchindex genommen hat. Ja, so ein Pech aber auch. Scheinbar bricht bei Google regelmässig der Server zusammen, wenn die Leut alle auf Pornografiesuche sind. Eine Auswirkung auf die Blogeinträge über Youpieps.com beschreibt DrekHead. Die Rankings der Blogs, welche über Yourpieps.com irgendwann einmal etwas geschrieben haben stiegen rapide nach oben. Ebenso die Visits auf den Beiträgen. Scheinbar können tatsächlich viele viele User Webadressen nicht direkt eingeben. Das Leben ist ja so grausam. So, und ich geh jetzt in den „Uusgang“. Und tschüss!

UPDATE: Sorry, ich habe mich vertan: 35% aller Downloads im Internet haben mit Pornografie zu tun. Habe nämlich heute bei BasicThinking diese Statistik gefunden. Sehr interessante Präsentation übrigens 🙂

UPDATE: Ich hab jetzt Youpieps.com geschrieben. In der Hoffnung, dass dieser Thread in den Suchmaschinen auf die hinteren Ränge fällt. Es nervt.


16.05.07 Club X-Tra – More than Mode – Oder: Mit der Zeitmaschine 20 Jahre zurück

17. Mai 2007

Mittwoch vor „Auffahrt“ – einem Feiertag – erzählte sie am Abend mit „Patch“ auf eine Party gehen würde. Die Party heisst „More than Mode“ und diese würde im „X-Tra“ in Zürich an der Limmatstrasse steigen. Die Musikrichtung sei irgendwas in Richtung „Depeche Mode“, daher der Name der Party. Na gut, dann schau mer uns die Sache halt mal an. Digicam geladen und gegen 23 Uhr ausgangsfertig gemacht.

X-Tra club Zürich Bilder More Than Mode X-Tra club Zürich Bilder More Than Mode

Es schüttete wie aus Eimern. Ich war patschnass, als ich beim Auto war. Ich fuhr zur Limmatstrasse und parkte in der Nähe. Ich folgte einigen Leuten, welche Richtung „X-Tra“. Spinnenwebendekoration und rotes Licht im Eingangsbereich. Schwarze Bekleidung im Gothic-Style war klar in der Überzahl. Auch in den Treppenaufgängen hingen masseweise Spinnenweben herum. Wo bitte geht’s zu Dracula?

X-Tra club Zürich Bilder More Than Mode X-Tra club Zürich Bilder More Than Mode

Ich betrat den riesigen Mainfloor. Waren das 10 Meter Deckenhöhe? An den Deckentraversen hingen riesige Beschallungsanlagen und die Beleuchtungsanlage warf fantastische Lichteffekte in den dunklen nebligen Raum. Irgendwie war ich unpassend angezogen. Alle anderen waren in tiefschwarz unterwegs. Sogar schwarze Umhänge sah ich hier und da. Die kurzen Minis samt Inhalt gefielen mir recht gut 🙂

X-Tra club Zürich Bilder More Than Mode

Aber erst einmal eine Quelle besorgen. Die Musik erinnerte mich schwerstens an gute alte „M“-Zeiten. Das war eine Disco in Regensburg in der Ostengasse. Wie lange war das her? Ach nur 22 Jahre. Äh, da lief doch gerade „Ann Clark – Our Darkness„. Stimmt, ich hatte eine Zeitmaschine bestiegen und war über 20 Jahre in der Vergangenheit gelandet.

X-Tra club Zürich Bilder More Than Mode X-Tra club Zürich Bilder More Than Mode

Ich fragte mich nur, wie ich bei dem Andrang Anne und Patch finden sollte. Egal, erst einmal einen guten Platz mit Aussicht und Quelle suchen. Es gab zwei Möglichkeiten: Entweder von der „oberen Bar“ auf der Vorderseite oder auf der gegenüber liegenden Seite auf der linken Seite der Bühne. Ich entschied mich für letzteres. Dort lockten auch gemütliche Sitzgelegenheiten. Diese waren allerdings voll besetzt. Aber das kann sich ja noch ändern, vielleicht.

X-Tra club Zürich Bilder More Than Mode X-Tra club Zürich Bilder More Than Mode

Ich stellte mein Bier auf die Theke bei der Bar und rauchte erst einmal eine. In der Mitte der Bühe stand ein überdimensionales Kreuz. Also eine christliche Veranstaltung. Ja ham mir glacht. Die gesamte Bühne überspannte eine riesige Spinnenwebe. Und das schien der ein oder andere nicht ganz überrissen zu haben; denn es verfingen sich doch tatsächlich ein Paar Gäste im klebrigen Gewebe. Ich wartete auf die überdimensionale Urzeitspinne. Die kam aber leider nicht.

X-Tra club Zürich Bilder More Than Mode X-Tra club Zürich Bilder More Than Mode

Als ich mein Bier wieder nehmen wollte, hielt ein „Langzoderter“ mein Glas in der Hand. Ich fragte freundlich, ob es denn schmecken würde. Er verstand mich nicht. Ich wiederholte „Na? Schmeckt mein Bier?“. Er schien etwas abwesend zu sein, so nahm ich ihm mein Bier freundlichst wieder ab. Er schien es nicht zu merken; denn seine Hand umschloss hinterher immer noch das virtuelle Glas, als ich mich abwandte. Ja, ist schon lustig hier.

Ich schaute den Leuten auf der Tanzfläche zu. Wie vor zwei Jahrzehnten war der „Schreit-Stil“ die vorherrschende Methode der Körperbewegung. Was das ist? Na ganz einfach. Man geht zwei/drei Schritte nach vorne und anschliessend wieder zurück. Das macht es auch Gästen ohne Taktgefühl einfach sich auf der Tanzfläche zu bewegen. Das Publikum war altersmässig und typmässig kunterbunt gemischt. Von der kleinen Lady ganz in Schwarz mit Mini, schwarzen Plateau-Stiefeln und Dracula-Umhang bis zum Pfeiffe-rauchenden Kollegen mit Cowboystiefeln und „St. Pauli“-T-Shirt war das modemässige Outfit vielfältig. „St. Pauli“-T-Shirt? Ich grübelte kurz. Egal, auch recht.

X-Tra club Zürich Bilder More Than Mode X-Tra club Zürich Bilder More Than Mode

Kurz darauf winkte mir Anne. Sie stand nur wenige Meter von der Bar entfernt bei den Sitzgruppen mit Patch und der gesamten Clique. Deniz und Roswita trafen kurz nach Mitternacht ebenfalls ein – ganz ohne Bissspuren 🙂 Gegen 2 Uhr lichtete sich die Tanzfläche etwas, so dass ich mir auch etwas die Beine vertrat. Die Musik wechselte freudig zwischen Wave, Metall und Gothic hin und her. Viele der Songs kannte ich von meiner Zeit im „M“. Gegen 4 Uhr morgens löste sich die Clique dann langsam auf. Auch ich verschwand dann irgendwann. Es regnete immer noch wie aus Eimern. Alles im Allem eine nette und sehr interessante Party „More than Mode“ im „X-Tra„.


16.05.07 ab 23 Uhr – Sudhaus Revival in Regensburg

16. Mai 2007

Die Regensburger Disko-Legende kehrt zurück! Für eine Nacht – und zwar am 16.05.2007 um 23 Uhr treffen sich die „alten“ Sudhausgänger und -Stammgäste im ehemaligen Gloria-Kino in der Simadergasse 2A. Das original Sudhauspersonal serviert original Sudhaus-Drinks zu original Sudhaus-Preisen. Und: Natürlich gibt es original Sudhaus-Musik auf die Ohren! Schade, dass ich nicht dabei sein kann 😦

Event: Sudhaus Rivival
Wann: Mittwoch 16.05.07 ab 23 Uhr
Wo: Gloria, Simadergasse 2A in Regensburg

An alle die hingehen: Trinkt ein/zwei Bier für mich mit!


Möge der Saft mit Dir sein, sprach Yoda – Das Kaffee-Stöckchen

14. Mai 2007

„Möge der (Bohnen-)Saft mit Dir sein!“ sprach Yoda und reichte mir das Kaffee-Stöckchen weiter. „Kaffee-Stöckchen“? Wie schmeckt das denn? Auch egal. Es ist schon faszinierend, was den „Stöckchen-Designern“ so für Themen einfallen. Dann schreibe ich einfach auf, was mir zu den Fragen einfällt.

1. Deine erste Tasse Kaffee, wann trinkst Du sie?
Morgens steht mein Körper auf, wankt wie ferngesteuert in die Küche, die Hände füllen robotergleich den Wasserkocher auf und schalten diesen ein. Anschliessend stellt sich die Menschenhülle hoffentlich ausgezogen in die Dusche und die Hände drehen den Wasserhahn auf. Anschliessend dauert es mindestens 10 Minuten bis der Gehirn-Bootvorgang nach etlichen neuronalen Abstürzen einigermassen abgeschlossen ist und sich die Körperfunktionen eingepegelt sind. Nach dem die Netzhaut die von der Pupille angebotenen Bilder durchgängig verarbeiten kann, greifen die Hände nach dem Handtuch und die Beine finden den Weg unfallfrei zurück in die Küche. Die Grobmotorik der Finger ist dann wieder soweit funktionsbereit hergestellt, dass diese fast ohne Verluste das Kaffeepulver in die nächste greifbare möglichst noch saubere Tasse versenken können.

Optimierte Abläufe sparen Zeit beim Kaffeekochen

Nach jahrelanger Optimierung der Lagerplätze für Würfelzucker und Milch (im Kühlschrank daneben) in direkter sichtbarer Umgebung, sind die morgendlichen Arbeitsabläufe auch nach harten Nächten fehlerfrei zu bewältigen. Nachdem der nackte Körper anschliessen mit zum Einsatzzweck passender Bekleidung versehen ist, hat der Kaffee die ideale Konsistenz und geschmackliche Reife erlangt. Zeitoptimierung am Morgen – erspart Kummer und Sorgen.

Kaffeesatzlesen am Morgen erspart Kummer uns Sorgen

Nach dem letzten Schluck ist es oftmals möglich etwaige zukünftige Vorkommnisse aus dem Kaffeesatz zu lesen. Dieses Beispiel sieht nicht so gut aus. Ohoh… mit Sicherheit ein Montag!

2. Wie viele Tassen trinkst Du täglich?
Da das Zählen von so ans Herz gewachsenen Gewohnheiten im Alltag im Unterbewusstsein untergehen, ist an dieser Stelle nur eine Schätzung möglich. An guten Tagen zwischen zwei und vier – an schlechten Tagen kann die Anzahl auf bis zu 7 Tassen steigen.

3. Koffeinfrei oder Bohnenkaffee?
Weder noch. Auch keine negativ kostenoptimierte Kaffee-Tampons oder -Minibecherchen mit viel Müll und wenig Inhalt. Schon wegen der sperrigen Zubereitungsmaschine wird diese Art und Weise von mir abgelehnt. Die erlesene Komposition aus hocharomatischen Kaffeesorten, die dem Kaffee seinen ausgezeichneten, besonders ausdrucksstarken Geschmack und Aroma verleihen, kann nur von professionell gemahlenen und anschliessend sofort vakuumverpacktem feinen Kaffeepulver gezaubert werden.

4. Zucker, Milch oder Sahne?
„Süss, blond, mit Löffel drin!“ ist die Standardantwort in diesem Fall. Es sollte – muss aber nicht. Richtig guter Kaffee benötigt keine verfälschenden Beigaben und muss dann – wie guter Whiskey auch – pur genossen werden. Mit weissem Zucker und Milch ist es hingegen sogar möglich sog. „Bodensee-Kaffee“ den versteckten Geschmack zu entlocken

5. Deine bevorzugte Zubereitungsart?
Selbst zubereitet bevorzuge ich die traditionelle Art des „Aufbrühens“. Morgens aus Zeitoptimierungsgründen die direkte Art – sonst die gute alte „Kaffeemaschine“, welche durch die „Heim-Espressomaschinen-Tampon“-Methode fast gänzlich in Vergessenheit und aus der „Mode“ geraten ist. Das „Kaffee-Trinken“ möchte ich nämlich geniessen resp. zelebrieren. Das geht meiner Meinung aber nur, wenn für den Brühprozess ebenso viel Zeit aufgewendet wird, wie für den Konsum. Erst wenn das Kaffeearoma in der Wohnung gänzlich verbreitet ist, können sich Körper und Geist dem Trinkgenuss vollends hingeben.
Während der Arbeitszeit muss hingegen auf ein Gebräu zurückgegriffen werden, welches schon allein durch die maschinelle Vergewaltigung der edlen Bohnen samt lautstarker Zerkleinerung dieser und anschliessendem schockartigem Hindurchpressen von heissem Leitungswasser jegliches Trinkerlebnis samt Geschmack vermissen lässt.

6. Mit wem geniesst Du Deinen Kaffee am liebsten?
Eigentlich in Ruhe alleine – oder in angenehmer gemütlicher Begleitung.

7. Deine Lieblingsmarke?
Momentan „Eduscho Gala No. 1“ frisch importiert aus dem grossen Kanton.

8. Wo trinkst Du Deinen Kaffee vorzugsweise?
Morgens wie erwähnt in der Küche, vor dem Essen im Restaurant als Aperitif, nach dem Essen, um der Müdigkeit zu begegnen. Im Urlaub am Strand, während einer Ausflugspause oder um den Sonnenuntergang von der Terrasse aus zu geniessen. Vor dem Ausgang in die Stadt, im Club als Starter, nach dem Ausgang zum Katerfrühstück beim Würstltoni zu zwei langen Braunen mit Stangerl. Im Büro, während der Rechner bootet, nach dem Mittagessen, während langwieriger kontroverser Besprechungen und zum Abschluss des Arbeitstages während der Laptop wieder runterfährt.

9. Wie sieht Deine Lieblingstasse aus?
Jede saubere nächste greifbare Tasse.

Die nächste freie Kaffeetasse steht immer bereit - hoffentlich sauber

10. Espresso, Cappuccino oder Latte Macchiato?
„Espresso“ ist zu kurz, „Cappucchino“ ist eine Mogelpackung (Der Milchschaum verdeckt die Menge und bleibt am Ende in der Tasse oder auf der Oberlippe), „Latte Machiato“? Schon mal eine „Latte“ bestellt? Ausserdem zu milchig. Der Kaffeegeschmack wird von zuviel „Kuh“ verdeckt. Bitte „einen Kaffee“.

11. Bevorzugte Tätigkeit beim Kaffee trinken?
Sitzen! Oder im Liegen auf der „Malena“ während einer Kommunikations-Siesta.

Malena

Oh, grosser weiser Yoda! Ist es nun angesagt das „Kaffee-Stöckchen“ an zwei weitere Blogisten gleichmässig zu verteilen? Nun denn – auf das es gelinge! Dann schmeiss ich mal eine Hälfte an Helga und Tom, die für ihren noch jungen Blog sicherlich den ein oder anderen starken Kaffee – Anschubs – benötigen. Besonders wenn beide an ihren Urlaub in Amerikas Süden denken. Die zweite Hälfte an „Otto Normal“ auf dessen sprachliche Gelenkigkeit bei der Beantwortung ich nun mit Spannung warte.


POD – Picture of the Day „Sonntag Morgen ist die Welt noch in Ordnung“

13. Mai 2007

 


POD – Zwei lange Braune mit allem beim Würstltoni in Regensburg

13. Mai 2007

Wenn ich meinen Kollegen in Zürich vom „Uusgang“ in Regensburg erzähle, dann spielt der „Würstltoni“ oftmals eine tragende Rolle. Schon allein, dass man morgens „Würstl“ isst, stösst auf Unverständnis. Dabei ist der morgendliche Gang zum „Würstltoni“ und der Verzehr von der Regensburger Spezialität „Zwei lange Braune mit allem“ seitdem ich „unterwegs bin“ Tradition. „Pommes rot/weiss“ stehen zwar mittlerweile auch auf dem Speiseplan des „Würstltoni’s“, aber das bestellen nur die Nordlichter und Preissn. Ebenso „Currywurst und Pommes“. Für einen „Rengschburger“ ist allein schon der Gedanke daran schrecklich. Besser ist das:

Zwei lange Braune mit Allem beim Würstltoni

Pünktlich um 5 Uhr öffnet die wohl bekannteste Wurstbude Regensburgs „Schmidl’s Wurstbraterei“ oder kurz „Würstl-Toni“ genannt. Die ersten hungrigen Partygänger treffen allerdings schon meist eine halbe Stunde vorher ein. Öffnen sich die Läden, so scheinen die Massen die Bude umwerfen zu wollen, so beliebt sind die Schmankerl.

Was gehört nun zu einer standesgemässen Morgenmahlzeit, um die Sinne zu wecken. Also zuerst sollte man sich Zeit lassen. Vor 5:30 Uhr geht eigentlich kein Stammgast zu den drei Ladies vom Grill. Der Andrang wäre zu gross und der Kaffee würde sich nicht lange auf einem der Tische halten können. Die korrekte Bestellung lautet dann wortgemäss: „Zwoa lange Braune mit allem, a Stangerl und an Kaffee, bitte!“ Alles andere wird von einer der Ladies im besten Dialekt wortreich kommentiert. Ausserdem sollte man das Geld möglichst schnell und passend bereit halten. Verzögerungen oder gar dumme Sprüche werden nicht akzeptiert und die „Knacker mit allem“ (neben dem „Schmidl-Burger“ eine andere Spezialität) ist ratzfatz an den Nächsten verkauft. Wer sich als absoluter Neuling, Turnbeutelvergesser, Märchenprinz oder Uni-Späteinschreiber outen möchte, der ordert frech „A Bier hätt i gern!“. Er empfängt mit Sicherheit verwunderte Blicke und in minder schweren Fällen ein „hamma ned! Foa hoam!“

Aber am besten bestellt man das, was oben abgebildet ist. „Zwoa Braune“ sind angebratene Wiener, „mit allem“ steht für die Garnierung mit sauren Essiggurken, Kren (Meerrettich) und original Händlmeier-Senf. „Kaffee“ versteht sich von selbst. „Des Stangerl“ ist ein Laugengebäck und leider nicht auf dem Foto. Warum da noch „a Bratwurst“ drauf liegt? Ja, das erklärt sich aus dem Begriff „Extrawurst“.


POD – Picture of the Day „Morgentliche Donau“

13. Mai 2007

Donau Regensburg