Events in Regensburg – 12 Stunden Programm zum „Weltkulturerbe – Fest“

19. November 2007

Am 24. November wird die offizielle Urkunde von Dr. Mechtild Rössler, Mitarbeiterin am Welterbezentrum der Unesco, an Oberbürgermeister Hans Schaidinger überreicht. Und dieses Ereignis wird in der ganzen Stadt mit einer großen Welterbe-Party gefeiert.

So gibt es zum Beispiel ein mittelalterliches Spectaculum und Mittelalterfest mit Handwerkern, Händlern, Gauklern und Musik in den Runtingersälen, Unesco-Welterbeführungen und Führungen der Stadtmaus über den ganzen Tag verteilt, ein Erlebnis-Planspiel im Salzstadel, der mit verschiedenen Ständen, einer Stadtrallye und Aktionen bespielt wird. Improvisationstheater, eine Wirtschaftsausstellung oder szenische Lesungen runden das Angebot im Salzstadel ab. Ab 22.30 Uhr gibt es dann ein großes Abschlussfeuerwerk für den Welterbe-Tag auf der Steinernen Brücke. Und das Beste: Bis auf ganz wenige Ausnahmen sind alle Angebote kostenlos.

Im Internet unter der Adresse www.regensburg.de ist das gesamte Programm für die Welterbe-Party einsehbar. Kostenlose Eintrittskarten für die Stadtführungen und die Pralinen-Degustation sowie Menü-Tickets für den „Kulinarischen Brückenschlag“ in der Wurstkuchl sind in der Tourist Information am Alten Rathaus (Führungen der Regensburg Tourismus GmbH) und bei der Stadtmaus (Stadtmaus-Führungen, Degustation und Menü) erhältlich. Die Anzahl der Tickets pro Person ist auf maximal fünf beschränkt.

Quelle „Donau-Post“


Die Schweiz erklärt – Was ist eine „Degu-Station“

18. November 2007

Eine Tramstation oder Krankenstation kennt ja jeder. Fährt man in der Schweiz durch die Lande, so trifft man ab und zu auf Schilder, welche eine „Degustation“ ankündigen. An einer Tramstation hält die Tram und man kann dann zu- oder aussteigen. In einer Krankenstation steigt man weniger gerne als Kranker zu – lieber steigt man als Gesunder wieder aus. Was ist aber eine „Degu-Station“? Wer steigt da ein? Oder aus? Was ist überhaupt ein „Degu“? In Wikipedia findet sich folgender Eintrag (Auszug):

Der Degu oder Gewöhnliche Degu (Octodon degus) ist eine Nagetierart aus der Gattung der Strauchratten innerhalb der Familie der Trugratten (Octodontidae). In jüngerer Zeit ist er auch in Europa als Heimtier beliebt geworden. Degus sind etwas kleiner als Ratten, mit denen sie trotz geringer Ähnlichkeit immer wieder verwechselt werden. Die Größe der Tiere schwankt erheblich, was auf die Herkunft von Vorfahren aus unterschiedlichen Populationen zurückgeführt wird. Sie sind meist agouti-farben („wildfarben“), selten gibt es Mutanten mit blaugrauem, silbernen, weiß-geschecktem oder sandfarbigem Fell. Degus stammen aus Chile. Man findet sie dort an der Küste, im Wald und in der Hochebene bis in etwa 1200m Höhe. Auch auf der Isla Mocha, die vor der Küste Chiles liegt, wurden Degus gefunden.

Wie das kleine possierliche Tierchen aussieht? Hierzu ein Link auf die Bilder-Suche bei Google: Degu-Fotos. Ah, jetzt, ja! Jetzt ist alles klar. An der „Degu-Station“ treffen sich die „Degu„-Liebhaber. Tja, wieder was gelernt. Jetzt ist mir auch klar wieso das Verb „degu-s-tiere-n“ heisst.


19.11.2007 – Der Knigge Swiss-Edition (Teil 1) – Anleitung für die Schweiz

17. November 2007

Die Diskussion in Medien und im Web2.0 betreffend „Die Deutschen in der Schweiz“ in den letzten Monaten warf in mir die Frage auf „Wie passt man sich als Deutscher in der Schweiz am besten an?“. Den Stein des Anstosses gab einmal eine Kommentar auf den Beitrag „NZZ-Artikel: (Die Deutschen) Jetzt gehen sie wieder“ und die aktuelle Diskussion bei Jens-Rainer’s „Blogwiese“ zum Thema „Die Schweiz ist kein Ausland – Denken alle Deutschen so?“

Gibt es kulturelle Unterschiede? Existieren Gewohnheiten oder charakterliche Eigenschaften „der Deutschen“, welche bei „den Schweizern“ nicht so gut ankommen? Könnte man daraus eine Art „Knigge für die Schweiz für Deutsche Migranten“ erstellen? Na, denn schau mer mal. Hier also der erste Teil des „Schweizer Knigge“. Oder eher der Versuch einen solchen zu gestalten.

Auf meine Frage im Beitrag von Jens-Rainer postete er vorerst „Die fünf Fettnäpfchen, in die Sie als Deutscher in der Schweiz nicht hineintappen sollten„, welche ich kurz zusammenfassen und kommentieren möchte:

  1. „Am Telefon nicht in die Luft gehen“
    Eigentlich sollte man niemals in die Luft gehen. Weder am Telefon, noch in persönlichen Gesprächen. Schon gar nicht öffentlich. Laute Auseinandersetzungen oder gar verbale Streitigkeiten habe ich noch nie erlebt.
    Tipp: Bleiben Sie ruhig. Wenn eine Besprechung lange dauert, oder ein Kollege das Thema ausführlichst umschreibt, dann hören Sie sich den Vortrag auch an. Vermeiden Sie es den Redner im Redefluss zu unterbrechen. Wenn Sie glauben, dass der Redner seinen Vortrag beendet hat, so warten Sie noch etwas; denn es kann durchaus sein, dass er nur einen kurze Pause macht. Schwierigkeiten werden immer bilateral geregelt und gelöst.
  2. „Alle Inlaut-I’s in Zür-i-ch vermeiden“
    Ja, das stimmt! In Zürich ist das tatsächlich so. Es gibt keinen Einwohner in Zürich, der sich „Zür-i-cher“ nennt oder eine in Zürich geborene Lady, die dann „Zür-i-cherin“ heissen würde. Richtig ist: „Zürcher“ oder „Zürcherin“. Das Nationalgericht der „Zürcher“ ist nicht etwa „Züricher Geschnetzeltes“, sondern „Zürcher-Gschnetzelts“. Nur beim See macht man eine Ausnahme: Der See wird nicht „Zürich-See“ genannt, sondern „Zürisee“.
    Bei einem Städtchen direkt an der Grenze zu Zürich gibt es einen weiteren Sonderfall: Die Einwohner von Schlieren heissen „Schlieremerinnen und Schlieremer“! Der Name des bekanntesten Schweizer Kinderchores ist nicht zuletzt „Schlieremer Chind„, der dieses Jahr sein 50. bestehen feiern durfte.
    Tipp: Beachten Sie die Sprechweise und Eigenheiten. Machen Sie sich nicht darüber lustig. „Es is so“ 🙂
  3. „Sie meinen, Emil’s Schwiizdertüütsch gut zu verstehen?“
    Von meinen Kollegen bekam ich 2002 bei der Abschiedsparty den Klassiker unter den Schweizer Filmen geschenkt:
     Der Film „Die Schweizermacher“ aus dem Jahr 1982 mit Emil Steinberger, Walo Lüönd und Wolfgang Stendar nimmt die Schweizer Einbürgerungspraxis mächtig aufs Korn. Die DVD enthält zwei Sprachversionen: Deutsch und „Schwiizerdütsch“ mit Untertiteln. Wählt man „Deutsch“, so sprechen die Schauspieler in der uns „Deutschen“ leicht verständlichen „Schwiizerdütschen“ Sprache. Dadurch, im täglichen Leben und speziell in der Arbeit glaubte ich so „ich verstehe ja ganz viel von der Landessprache“. Bis ich zum ersten Apéro eingeladen wurde. Da stellte ich fest, dass die Leute untereinander ganz anders sprechen. Erst wenn ich angesprochen wurde, „schaltete“ der Redner auf „sein Hochdeutsch“ um. Es dauerte locker 6 Monate, bis ich das „Umschalten“ als unnötig empfand und die Beteiligten – etwa in einer Besprechung – bat, doch im Dialekt weiter zu sprechen.
    Tipp: Die Schweizer geben sich grosse Mühe Hochdeutsch zu sprechen. Also erkennen Sie diese Leistung entsprechend an. Sobald Sie einer Diskussion unter Schweizern recht gut folgen können und auch Schweizeigene Wörter wie „Bünzli“, „Cheib“, „Siech“, „Gopf“ oder „vöörige Schoggi“, sowie „I gang go poschte“ verstehen, können Sie getrost mitplaudern – und den Film auf original Schwiizerdütsch ansehen. Wenn Sie Emil Steinberger im Dialekt hören möchten, so besuchen Sie eine der Lesungen.
  4. „Eine Tür zufallen lassen, wenn in 15 Metern Entfernung noch ein Schweizer naht“
    Na ganz so extrem ist das nun nicht zu sehen. 15 Meter ist etwas übertrieben. Generell gilt es allerdings als unhöflich, wenn man ohne über die Schulter zu schauen eine Tür zufallen lässt.
    Tipp: Sie haben die Zeit sich zu vergewissern, ob direkt hinter Ihnen noch jemand durch die selbe Tür möchte. Auch beim Lift gilt es als üblich eine sich schliessende Tür durch einen Knopfdruck wieder zu öffnen, wenn noch ein Kollege mitfahren möchte. Selbiges gilt für Bus- (Cars) und Tram-Türen.
  5. „Was für ein hübscher Dialekt hier in der Schweiz“
    Wie schon unter Punkt 3 erwähnt, gibt es einen grossen Unterschied zwischen dem Standarddeutsch der Schweizer und dem Dialekt in der Deutschsprachigen Schweiz. „Den Dialekt“ gibt es eigentlich nicht. Es gibt, wie in Deutschland, teils massive regionale Unterschiede. Man braucht teilweise nur eine Kantonsgrenze zu überschreiten und schon spricht es sich anders. Zürcher sprechen anders, als Aargauer und Thurgauer ganz anders als Rheintaler. Das Interessante daran ist allerdings, dass Schwiizerdütsch der Sammelbegriff für diejenigen alemannischen Dialekte ist, die in der Schweiz gesprochen werden.
    Tipp: Lassen Sie sich bei den ersten Erkundungen der Schweizer schönen Gegend und bei den unvermeidlichen Begegnungen mit „Eingeborenen“ niemals zum Satz „Was für ein hübscher Dialekt hier in der Schweiz“ hinreissen. Es mag ja „hübsch“ erscheinen, wenn sich das „ch“ in der Aussprache, wie die Auswirkung einer chronischen Kehlkopfentzündung anhört. Aber was sagen dann erst die Sachsen? Gewöhnen Sie sich die typische Schweizer Gelassenheit an. „Es is so!“

Ergänzung: Einen kleinen Überblick über die sprachlichen Unterschiede in der Schweiz gibt die Website Dialekt.ch mit eindrucksvollen Tondokumente zum Anhören.

Hier gehts weiter mit der 6.


Pech gehabt – Falsch geparkt

17. November 2007

Pech gehabt

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Wieder wurde mir von einem Informanten ein geheimes Foto zugespielt. Tatort Regensburg. Typischer Fall von „Dumm gelaufen„. Eingeweihte werden wissen wo der Pechvogel dummerweise sein Fahrzeug abgestellt hat. Offensichtlich wurde Rückwärtsgang und 1. Gang verwechselt. Wie das Fahrzeug aus der misslichen Lage befreit wurde, ist mir nicht bekannt. Aber es war sicher der Lacher des Tages.


Auto vs. Zug bei Sattel Kanton Schwyz

16. November 2007



Auto vs. Zug bei Sattel Kanton Schwyz

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Sattel/SZ. Ein Autofahrer im Schneegestöber versehentlich auf ein Gleis der Südostbahn geraten war, verursachte am Donnerstagabend eine Störung des Eisenbahnverkehrs.

Ein 27-jähriger Mann fuhr am Donnerstag, 15. November, nach sechs Uhr abends auf der Dorfstrasse in Richtung Dorf Sattel. Weil sich der Bahnübergang auf einer Kuppe befindet, verpasste der Lenker eine Kurve und fuhr geradeaus auf das eingeschneite Gleis der Südostbahn. Der wenige Minuten später von Goldau her herannahende Zug konnte wenige Meter vor dem im Schnee versunkenen Auto stoppen und eine Kollision vermeiden. Mit Hilfe eines Patrouillenfahrzeuges der Kantonspolizei Schwyz konnte das Auto wieder auf die Strasse zurückgezogen und so das Bahntrasse wieder befahrbar gemacht werden. Im Regionalzug befanden sich 57 Personen, welche alle unverletzt blieben. Sie und die Passagiere in zwei Schnellzügen des Voralpen-Expresses erlitten durch den aussergewöhnlichen Vorfall Verspätungen von mehreren Minuten.

Quelle Bild und Text http://www.polizeinews.ch


Schiffeversenken am Regensburger Westhafen

16. November 2007

Schiffsunfall 14[1].11.2007 009

Ursprünglich hochgeladen von PeterPanCH

Wie bereits berichtet, brach am Mittwoch Morgen ein ungarischer Frachter beim Beladen von 400 Tonnen Erz in der Mitte auseinander. Hier das Foto eines Augenzeugen.


16.11.2007 – Video des Tages – Schlange unter dem Rock

16. November 2007

Vodpod videos no longer available.

Tod eines Feuerwehrmannes bei Grossbrand in Zürcher Altstadt

16. November 2007

Ein tragischer Arbeitsunfall ereignete sich am Mittwoch direkt an der Limmat. Das Zunfthaus „Zur Zimmerleuten“ stand am Mittwoch-Abend in Flammen. Ein Grossaufgebot der angerückten Feuerwehr versuchte das Feuer zu löschen. Dabei stürzte plötzlich der brennende Dachstuhl ein und begrub einen der 44-jährigen Rettungskräfte unter sich, welcher noch vor Ort verstarb. Weitere 7 Personen erlitten teils schwere Verletzungen.

Polizeinews.ch vom 15.11.2007 „Feuerwehrmann gestorben“ (mit Bildern vom Brand)

Polizeinews.ch vom 15.11.2007 „Tod eines Feuerwehrmannes“ mit neuen Informationen


Westhafen Regensburg – Frachter bricht in der Mitte auseinander

16. November 2007

Es ist schon interessant, was Google-News mir so alles in den Postkorb spült. Eigentlich habe ich dort das Wort „Schlieren“ im Newssucher und lasse mich täglich informieren. Heute kam eine andere Headline bei mir an:

Frachtschiff im Hafen von Regensburg
Ad-Hoc-News (Pressemitteilung) – Germany
Das Eisenerz habe auf dem Wasser Schlieren gebildet, die irrtümlicher Weise für Öl gehalten worden seien. Regensburg (ddp).

Erzfrachter im Hafen Regensburg
Ad-Hoc-News (Pressemitteilung) – Germany
Einem Polizeisprecher zufolge hatte das Eisenerz auf dem Wasser Schlieren gebildet, die irrtümlicherweise für Öl gehalten wurden. Ein Schaden für die Umwelt

Ups! Das ist ja direkt das Hafenbecken vor Mike’s ehemaliger Wohnung in Regensburg und seiner ehemaligen beruflichen Wirkungsstätte! Ob es da Bilder im Netz gibt?

Auch hier hilft die Google-Suche unter News „Westhafen Regensburg

Vielleicht treibt Mike am kommenden Wochenende bessere Foto’s auf. Einer seiner ehemaligen Kollegen hat das sicher dokumentiert.


Ein WE in Regensburg im November

13. November 2007

Ja, letztes WE war es wieder soweit. Mike und ich machten uns auf die Räder und fuhren nach Regensburg. Und wie es der liebe Wettergott so wollte, regnete es in Strömen – und zwar ab St. Gallen. Aber es kann noch schlimmer kommen: Es schneite ohne Ende im Allgäu. Gut, dass Mike nagelneue Winterreifen aufgezogen hat – auf das Auto.

Wir starteten gegen 21:30 Uhr in Zürich. Es hatte verhältnismässig wenig Verkehr bis zur Grenze in St. Margreten. Nur der Regen störte die Sicht. Die „Mühle“ von Mike hatte nämlich ein Leck in der Scheibenwaschanlage, aber neue Wischerblätter. Was zuerst aber wenig half. Erst als es so richtig zu schütten begann, verschwanden die Schlieren auf der Scheibe. Als es dann bei Memmingen so richtig schneite, brauchte es eigentlich keine Wischer mehr. Nur dann, wenn wir einen LKW überholten. Aber die neuen Wischer arbeiteten gut. Ab und zu musste bei offenem Fenster bei gemässigter Geschwindigkeit mit einem Sprutz aus der Scheibenreinigerflasche nachgeholfen werden. Es wird Zeit für ein anderes Auto. Aber noch braucht Mike die Mühle noch für den „allfälligen“ Umzugskram, der scheibchenweise aus Regensburg im Opel Omega antransportiert wird und langsam die freien Flächen in unserer Wohnung in Zürich füllt.

Trotz der miesen Wettersituation kamen wir flüssig voran und erreichten Regensburg nach nur 4 Stunden – also gegen 0:30 Uhr. Wir überlegten kurz, ob wir zuerst in die Wohnung von Mam fahren sollten, entschlossen uns aber zuerst anzurufen. Mam war eben nicht zu Hause, sondern auf der Jahninsel beim dortigen traditionellen Bauerntheater. Ergo entschlossen wir uns in die Regensburger Innenstadt zu fahren. Ich hatte nämlich mit Andrea abgemacht – und zwar im Scala. Dort fand am Freitag eine „80ies-Party“ statt.

Somit parkten wir in der Bismarckplatz-Tiefgarage und wanderten die Gesandtenstrasse zur Pustet-Passage. Beim „Gaffel“ kondensierte die feuchte alkoholschwangere Luft an den kalten Glasscheiben, was auf eine miese Klimaanlage schliessen lässt. Nachdem vor dem „Scala“-Eingang eine Menschentraube in laut diskutierender Runde stand, entschlossen wir uns zuerst ins „Paletti“ zu gehen. Erstens um nicht in der Reihe zu stehen, zweitens um uns aufzuwärmen und drittens um uns ein wohlverdientes Regensburger Bier zu genehmigen.

Leider stellte ich im „Paletti“ fest, dass ich meine Digicam im Auto vergessen hatte. Somit gibt es von diesem Abend keine Fotos, weil es mir einfach zu kalt war, wieder zum Parkhaus zurück zu gehen. Pech! Nach dem Bier hatte sich die Schlange vor dem „Scala“ gelichtet. Vor uns standen lediglich vier Frauen mit leichtem Kalorienabbaudefizit – händchenhaltend – und direkt vor der Tür liess sich der Türsteher den Ausweis von einer offensichtlich noch nicht ganz 18-Jährigen zeigen. Sie hatte nur einen Schülerausweis, den er nicht akzeptierte. Dafür erklärten gleich zwei Damen davor auf das Mädchen aufzupassen – Erziehungsberechtigte? Der Türsteher wies die vier mittlerweile eng umschlungenen Damen ab und wir schlängelten uns zwischen Tür und Türsteher durch. Wir sind in Regensburg, odrrr?

Wir stiegen ungehindert die Treppe hinauf, aber dann: Vor der Garderobe standen bereits die Leute an. Ein Blick über das Steingeländer Richtung Discothekenbereich bestätigte unsere Befürchtungen. Das „Scala“ ist proppevoll. Ein Durchkommen unmöglich. Die Menge waberte unkontrolliert – Hineindrängende und Hinausdrängende verstopften die letzten freien Poren zwischen den stehenden oder wankenden Discogängern. Aussichtslos hier Andrea zu finden. Hoppla! Wer winkt da? An der rechten Säule gelehnt und zwischen ihrer Freundin und zwei Unbeteiligten eingeklemmt. Wir begrüssten uns kurz und versuchten uns zu unterhalten. No Chance. Immer drängte Jemand von hinten oder von der Seite vorbei. Ende! Mike besorgte an der Bar neben der Garderobe zwei Bier. Aber sogar das Trinken war ein Akt für sich. Man musste sich vor dem Anheben der Flasche vergewissern, dass einem Niemand in den Ellbogen läuft oder man sich mit dem Flaschenhals die eigene Lippe blau schlägt.

Nix wie raus hier! Wir verabschiedeten uns von Andrea und – vielleicht kommen wir wieder so gegen 3 Uhr. Wir verliessen das proppevolle „Scala“ und wanderten durch das nächtliche feucht-kalte Regensburg die Gesandtenstrasse entlang an der frisch renovierten Schnupftabakfabrik. Dann bogen wir in die Obere Bachgasse ein und schlenderten am Bäcker „Schwarz“ zum Augustinerplatz. Dort stand die Tür vom „Zap“ halb offen. Wir begrüssten die Tür-Runde – wo ist Michi? Michi sei krank, hätte eine Sehnerventzündung, seit der „Grauer Panther“-Party am 12.10.2007. Na, denn gute Besserung!

Im Gegensatz zum „Scala“ führt hier die Treppe in das Kellergewölbe. Direkt hinter der Glastür traf ich auf einen guten Bekannten und wurde gleich auf meinen Blog angesprochen. Er würde regelmässig lesen, aber hätte noch nicht kommentiert. Zeit wird’s! Er wäre mit weiteren Vätern einer Kindergarten-Runde unterwegs. Die Frauen würden schon länger regelmässig in den Ausgang gehen. Dann hätten die Männer sich zusammen getan und wären heute das erste Mal unterwegs.

Mike war schon an die mittlere Bar gegangen und hatte zwei Radler besorgt. Das „Zap“ war locker gefüllt. Was sich hier hoffentlich nie ändert, ist die Musik. Egal welcher DJ auflegt. Das Portfolio bleibt das gleiche. Auch so mancher Gast verändert sich offensichtlich nie. Die Atmosphäre ist gemütlich. Wo waren wir eigentlich am 12.10.2007? Da war doch der „Graue Panther„? Nach der traditionellen Weihnachtsparty am 24.12. das eigentliche Hauptevent im „Zap„. Auch nach längerer Überlegung konnten wir nur feststellen „Da war irgendwas“. Den Termin hätten wir nie vergessen, oder? Keine Ahnung.

Wir setzten  uns auf die Bank bei der mittleren Bar und plauderten mit den Stammgästen. Rainer war auch da, schien aber keine Zeit zu haben. Nach der erwähnten Radler und zwei „Tex“ verliessen wir das „Zap“ wieder und schauten noch einmal im „Scala“ vorbei. Die Reihen hatten sich zwar einigermassen gelichtet. Wir bezogen unseren Platz zur guten Aussicht. Andy legte gute Songs aus den 80ern und danach auf. Es war aber immer noch gut voll. Mike hatte ein nettes Erlebnis. Ein Lady verwechselte ihn offensichtlich nach einem WC-Besuch mit ihrem Begleiter und plauderte über intime Dinge aus dem Leben ihrer Freundin. Schliesslich machte Mike sie darauf aufmerksam, dass ihr Begleiter direkt auf anderen Seite rechts neben ihr stehen würde. Erst dann bemerkte die Lady das Missverständnis. Sachen gibt’s in Regensburg. Ist da irgendwas im Wasser (oder Red Bull?) drin? Was rauchen manche Mädels hier?

Wir blieben bis Badeschluss – bis das Licht anging und verabschiedeten uns dann schnell, schlenderten zurück zur Tiefgarage und fuhren zur Wohnung von Mam. Mam war noch wach – natürlich. Sie hatte noch Kaffee gemacht und wir plauderten noch ein Weilchen. Dann bezogen wir die Schlafgelegenheiten, während Draussen immer noch der Wind blies und Schneeregen zusammen mit der Kälte den Winter nach Regensburg brachte.

Am Samstag wurde zuerst ausgeschlafen. Dann Nachmittags gefrühstückt. Und anschliessend fuhren Mike und ich zum Einkaufen. Natürlich kurz vor Ladenschluss – zwei Stunden davor um 18 Uhr trafen wir im „Arcaden“ ein. Mein Haar verlangte nach einer Verkürzung. Ich eigentlich nicht. Mit den kurzen Mecki-Haaren fühle ich mich einfach nicht wohl. Aber es musste wieder einmal sein. Mike wollte zwar ebenfalls seine kurzen Haare noch kürzer schneiden lassen, jedoch zog sich sein Einkauf durch eine Nichtakzeptanz der Schweizer-Post-Scheckkarte und der dadurch erzeugte Gang zum Geldautomaten etwas in die Länge. Wir entschlossen uns dann „Schöppelen“ zu gehen. Mike besorgte sich neue schwarze Turnschuhe mit drei weissen Streifen und ich besorgte mir ein weisses Hemd mit dünnen schwarzen Streifen. Dazu ein „Longhornteeschört“.

Pan Hook und Katze

Diese anstrengende Einkaufstour von doch fast zwei Stunden schrie förmlich nach Entspannung, welche wir in Mam’s Wohnzimmer bei Kaffee, Katze, Buch und Sofa liegend verbrachten. Mam hatte mir zum Geburtstag ein Buch von Dieter Nuhr geschenkt mit dem Titel „Gibt es intelligentes Leben?“ und amüsierten uns köstlich.

Zum Beispiel über die oft gestellte Frage nach den Dingen, welche man auf eine einsame Insel mitnehmen würde. Dieter Nuhr empfiehlt: 1. Einen Apache-Hubschrauber mit Pilot, welcher einen bei Gefahr sofort von der Insel evakuieren und vor Komodowarane rettet. Ausgewachsen über drei Meter gross könnten diese Überbleibsel aus der Urzeit einen Menschen mit nur einem Schwanzhieb töten, was umgekehrt unmöglich wäre. 2. Eine Brücke zu einer voll funktionsfähigen Grossstadt mit Nachtleben und Gesundheitswesen 3. Damen. Voll überzeugend, logisch und intelligent logisch urteilten wir lachend.

So verstrich der Abend und auch die Nacht in trauter Viersamkeit. Mam regte sich nur riesig auf, dass der Kater Felix nur bei Mike rumlag und ihr untreu war. Wir ratschten und blödelten bis in die frühen Morgenstunden.

Temporäre Dauerwelle

Der Sonntag war kalt und kurz in Regensburg. Trotzdem kam nie Langeweile auf. Mike fuhr mit dem Opel Omega zu seiner Wohnung und besuchte das andere Geburtstagskind Claudia. Mam richtete sich für ihren Besuch her: Mit einer temporären Dauerwelle – auch „Donauwelle“ genannt. Ich durfte das erste Mal Mam’s Opel Corsa fahren und begab mich zu Mane und Tina nach Neutraubling, um die T-Shirts für Adrian abzuholen. Zwischenzeitlich hörte es auf etwas weniger stark zu regnen. Es war saukalt für die Jahreszeit. Die Wolkenformationen hatte ich sonst nur im Fernsehen gesehen bei Filmen über Tornados in Florida. Trotzdem kam ich ohne Komplikationen mit einer Spitzengeschwindigkeit von 90 Stundenkilometern auf der Autobahn voran. Mane, Tina und Sabinchen hatten sich vor Kurzem ein Häuschen mit Gaststätte gekauft. Die Gaststätte wird momentan entkernt und umgebaut. Im März soll die Wirtschaft als Wohnung im neuen Glanz erstrahlen und bezugsfertig sein. Mit schwedischen Kanonenofen samt neuem Kamin, neuer Küche und viel Freiraum im Wohn-Ess-Zimmer. Unter der Wohnung ist eine Kellerbar. Eigentlich direkt unter dem Schlafzimmer. Eigentlich genial, odrrr? Wenn der eine Kopfweh hat, kann der andere derweil ein Weissbier trinken.

Es gibt KuchenTee und Rum

Nach der Besichtigung der Baustelle und einem ausgiebigen Ratsch sattelte ich den Corsa und fuhr durch das Novembersturmwetter zurück nach Regensburg – die T-Shirts im Kofferraum zusammen mit Mam’s Sommerreifen und diversen Sträuchern aus Mam’s Gärten. Ich traf bei Mam ein, als diese grad nach allen Regeln der Kunst ihren Besuch aus der Nachbarschaft bewirtete. Es gab (mitbrachten) Kuchen und Tee? Ich besorgte mir einen Kaffee und setzte mich dazu. Der Tee wurde allerdings mit Zucker und Rum gewürzt. Teekultur inspirativ – aber bitte mit Sahne.

Mike traf gegen 19 Uhr wieder ein. Das Auto mit den letzten Kleinigkeiten beladen. Wir verabschiedeten uns eine Stunde später und machten uns auf den Weg zurück nach Zürich. Es regnete fast durchgängig. Bei Lindau stand dann der traditionelle Boxenstopp (Wasser ablassen und Kaffee nachtanken) an – ja, im McDonald. Sorry, aber um die späte Uhrzeit bekommt man nirgends sonst was. Die Fahrt durch autoleere Strassen durch Bregenz verlief vollkommen problemlos. Es schüttete nur wie aus Eimern. Wir schlossen eine Wette ab, ob bei dem Sauwetter ein Zöllner an der Grenze stehen würde. Ja, er stand dort warm bekleidet – nur direkt bei der Tür zum Zollhaus gut überdacht im Windschatten – und winkte uns durch. Bei St. Margreten ging der Schnürdlregen in Schneeregen über. Die Temperatur sank auf 1 Grad Celsius. Erst bei Winterthur liess der Regen nach. Um ein Uhr Morgens trafen wir zu Hause ein. Tja, es wird wirklich Zeit, dass es Sommer wird.