Feuer am Hirschenplatz – Ein Abend im Dörfli

21. Juli 2006

Heute nach der Arbeit trafen sich Ruedi und ich und fuhren zuerst mit der 3er-Tram zum Albisriederplatz. Vor dem Hotel Stoller nahmen wir zusammen mit unserem Dütschen Gast Gerhard erst mal einen Apéro. Anschliessend fuhren wir mit der 2er-Tram in die Stadt. Am Paradeplatz stiegen wir aus und gingen bei schönstem Wetter unter heisser Sonne am Fraumünster vorbei zur Limmat.

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Gerhard hatte seine Kamera vergessen und so schoss ich von ihm und Ruedi ein Pic. Dann nahm Ruedie die Cam. Auf dem rechten Bild war ich irgendwie abgelenkt. 🙂

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Auf dem Hirschenplatz war ein richtiger Menschenauflauf. Die Feuerwehr musste kurz vorher angerückt sein, da es in der Spitalgasse 3 einen Wohnungsbrand gegeben hatte. Da das Feuer bereits gelöscht war, wandte ich mich anderen heissen Dingen zu. Leider habe ich weder den Namen noch die Telefonnummer von der hübschen Lady. Ich bin ja soooo schüchtern 😉

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Ruedi hatte für das Abendessen in das „Adler`s Swiss Chuchi“ geladen. Dort sitzen üblicherweise Touristen und essen zu jeder Jahreszeit Fondue und Raclette.

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Nach dem ausgiebigen Mahl nahmen wir Gerhard auf eine kleine Altstadtrunde mit. Wir zeigten ihm den Kehrplatz (sing: *mir zwei kehr`n zam*) und genossen die Aussicht vom Lindenhof. Danach kehrten wir auf dem Rosenhof noch auf ein paar Stangen ein. Dort spielte eine Liveband spontan gute Musik. Es war immer noch angenehm warm. Gegen Mitternacht machten wir uns auf den Weg zurück. Wir bestiegen am Bellevue die Tram und fuhren zurück. Hoffentlich hält das Wetter noch übers Wochenende. Morgen bin ich sicher wieder am Rosenhof, odrrr?


Ich aber sagte Euch….

17. Juli 2006

… es wird kommen ein heisser und trockener Sommer 2006. Das war Anfang April. Kurz nach dem verregneten Züri-Marathon am 09.11. hatte es doch glatt nochmal in Züri geschneit. Und nun scheint schon seit über einem Monat die Sonne heiss auf uns herab.

  

Die Badis haben Hochkojunktur. Das „Nach-der-Arbeit-noch-einen-Drink-im-Dörfli“ ist mittlerweile Tradition. Soll ich mal kurz orakeln, dass die Streetparade am 12.08.2006 pünktlich ins Wasser fällt? Lieber nicht, odrrr? 😉


10.06.2006- Zürich: Ein echter Biergarten in Zürich – Hinter der Reithalle

10. Juli 2006

Eigentlich ist Montag nicht mein Tag, weil „es is eh koa Dog ned„. Fercho hatte mich angerufen gegen 19 Uhr. Er wollte entweder zum Kloster Waid oder an den See etwas entspannen. Eigentlich bin ich immer für sowas zu haben, aber irgendwie war ich heut nicht dieser Laune. Sorry Fercho, noch dazu, weil ich mich dann um 21:30 Uhr dann doch ärgerte bei dem schönen lauen Abend auf dem Sofa zu dösen.

Also rappelte ich mich auf, schnappte mir die Moppedschlüssel und düste planlos stadteinwärts. Am Abend vorher hatte ich den RonOrp-Newsletter gelesen und dort war vermerkt, dass bei der Reithalle – Gessnerallee – in „Stall 6“ ab 21 Uhr gemütliche Reggae-Musik ertönen würde. Ich muss gestehen: Ich war noch nie in der Reithalle, Schande No. 2. Das muss geändert werden. Also steuerte ich das Töff beim Bahnhof vorbei, Richtung Sihlquai. Auf Anhieb fand ich den Bau und parkte die Mühle, verstaute Helm und Jacket in den Koffern und schlenderte „in den Stall“ – leer, nix los. „OK, dann schaust Dir halt die Reithalle an“ dachte ich – geschlossen! Ein Schild „Zum Biergarten hier lang“ lockte mich weiter zu gehen.

Und da war der Biergarten – ein echter Biergarten. Holztische, Sonnenschirme, Linden, SelbstabholerTheke, sogar ein Flüsschen (die Sihl der Schanzengraben) umrahmte das gekieste und gepflasterte Areal. „Heureka„! Na denn besorge ich mir ne Stange – „A Platzerl is immer frei„. Oder wie der Schafbauer einst sprach „Setz`n`s erna scho mal hi – an Stui bring i glei„. Ja mei is des griabig! Und de Leit – so zünftig. Empfehlenswert! Fercho, sorry, ich tue`s nie wieder 🙂


Italien ist Weltmeister und feiert in Zürich – Bilder und Videos

10. Juli 2006

Italien ist Weltmeister! Ich gratuliere! Aber gefeiert wird in Zürich!

 

Bilder und Videos aus Zürich vom Bellevue und aus der Langstrasse:

WM-Finale Italien-Frankreich Zürich Langstrasse WM-Finale Italien-Frankreich Zürich Langstrasse

Das 1:0 und das Elfmeterschiessen aufgenommen im „Nachtflug“

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Party im Berliner Olympiastadion – Pokalübergabe

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Grossmünster – Limmatquai

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Langstrasse und Volkshausplatz

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Videos von der Langstrasse in Zürich:


ideesuisse.ch – Archiv der Schweizer Radio- und Fernsehgesellschaft online

7. Juli 2006

Bei heise.de habe ich einen Artikel von Tom Sperlich gefunden. Darin wird berichtet, dass die Schweizer Radio- und Fernsehgesellschaft SRG SSR idée suisse ihr reichhaltiges Angebot an Radio- und Fernsehsendungen online zur Verfügung stellt. Die SRG SSR wurde 1931 gegründet und archivierte seitdem sämtliche Beiträge zum täglichen Geschehen in der Schweiz und der Welt. Diese Schweizer Chronik aus dem Blick der Medien steht nun auf der Website der SRG SSR idée suisse der Öffentlichkeit zur Einsicht bereit.

Zitat: „Die neu eingerichtete audiovisuelle Archiv-Site umfasst derzeit neun Rubriken zu den Bereichen Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Sport sowie zum Alltag in der Schweiz. Jede Rubrik umfasst mehrere Dossiers aus verschiedenen Themenbereichen mit Ausschnitten aus Radio- und Fernsehsendungen in den vier Landessprachen der Schweiz sowie aus Schweizer Filmwochenschauen. Sie sollen, so die SRG, „regionale Besonderheiten und Sichtweisen zu wichtigen Ereignissen und gesellschaftlichen Debatten zeigen“.

Ideesuisse.ch gibt auch Einblick in die Mediengeschichte und verdeutlicht, wie sich die Radio- und Fernsehberichterstattung seit Einführung des Radios in den 30er Jahren und des Fernsehens in den 50er-Jahren entwickelt hat. Hintergrundtexte in den Rubriken liefern Zusatzinformationen, mit einer Suchfunktion kann nach AV-Dokumenten gefahndet werden. Die Clips werden in einem separaten Real-Player-Fenster abgespielt, die Videos sind in 450 oder 160 kBits/s codiert. Das Angebot soll laut SRG SSR idée suisse laufend erweitert werden, bis Ende des Jahres sollen rund 400 Ausschnitte online gestellt sein.“

Die Rubrik „Beliebteste Clips“ sortiert – wie der Name schon sagt – die Videos nach deren Abrufzahlen. Eine Suche nach Begriffen vervollständigt das Angebot.

Beispiele aus dem reichhaltigen Archiv:

Beispiele aus den Dossiers:

Das Angebot wird laufend erweitert.


Hunting in the City – schussstark und treffsicher

5. Juli 2006

Während ein Sommergewitter zuckenden Blitzen und grollendem Donner vorbei zieht und Portugal und Frankreich sich die Bälle zuschiessen, finde ich Zeit die Bilder und Gedanken von gestern zu Blog zu bringen. Ja momentan zieht ein Sommergewitter vorbei.

Und zwar ein heftiges. Es war ja eigentlich abzusehen, dass es mal wieder so richtig regnet. Und es ist Zeit geworden; denn es war heute nur noch warm. Ach ja, zu „gestern“: Gestern fand ja das Spiel der Spiele „Deutschland – Italien“ statt. Deutschland hat verloren – bzw. Italien hat Deutschland in 40 Sekunden – in den letzten – abgeschossen. Tja, wenn man 118 Minuten Zeit nicht nutzt, um den Ball zu versenken, dann kann es doch passieren, dass die Italienischen Freunde die einzige Chance nutzen. Ja schlagt mich. Pfosten und Latte ist halt mal nicht im Tor. Wo ich das Spiel angesehen habe? Nein, nicht zu Hause. Kollege Fercho und ich fuhren nach der Arbeit mit dem Töff in die Stadt und parkten die Mühle beim Urania.

An der Ampel war dann wieder einer dieser Momente, an welchen PeterPan LuckyLuke-mässig in die Hosentasche greift, die DigiCam zückt, in der Bewegung blind auf Serienschuss stellt und Richtung „Zielobjekt“ abdrückt. (Guckst Du Bild oben). Mitten in Zürich an der Ampel „Rudolf Brun Brücke“ steht eine schlanke Schönheit im Bikini. ByTheWay: Der Bikini hat heute 60. Geburtstag *zurückblend*. Na der Abend fängt ja gut an 🙂

Fercho und ich schlenderten am der momentan aufgepflügten Limmatquai entlang Richtung Rosenhof. Ja genau. Es geht ins „Nachtflug“. Besser gesagt: Erst mal davor.

Wir setzten uns in den Hof und ich erlegte einen Puma. (Siehe Bild oben). Kurz darauf kam „Silicon“, wie Silke liebevoll von Fercho genannt wird, mit dem Velo (Fahrrad) angerad`lt. Wir pläuderleten (ratschten) ein wenig über dies und jenes.

Bis dann urplötzlich der „Don – The DesperateBusinessMan“ samt Date auftauchte. Höhö.. ja auch davon gibt es Bilder. Die beiden Pairship-Singles hab ich natürlich auch abgeschossen. Alle Bilder gibt es gegen Überweisung eines noch zu überlegenden Betrages auf mein Schweizer Nummern-Konto ausgehändigt. *grinsel*.

Tja, und dann schiessen die Italiener doch glatt die Dütsche Nationalmannschaft ab. Und Frankreich bekommt grad einen Elfmeter. Zinedine Zidane versenkt den Ball zum 1:0 für Frankreich. Welch ein Schützenfest!


Sonntag Abend in der Frauenbadi – heisse Musik in der Barfussbar

3. Juli 2006

Gestern Abend – Sonntag – war ich das erste Mal in der Barfussbar. Kollegin Anne hatte mich am Freitag angemehlt und informiert, dass dort ab 20 Uhr Salsa-Musik gespielt wird und getanzt werden kann. Die Lokation ist mir schon länger bekannt. Kein Wunder, denn ums Eck parke ich mein Töff regelmässig am Stadthaus. Die Frauenbadi liegt sehr schön auf der Limmat. Besonderheit: Man zieht nach Einlass gleich mal die Schuhe aus – daher auch der Name Barfussbar.

Somit startete ich gegen 19 Uhr mit besagtem Töff und parkte diesmal nicht beim Stadthaus, sondern bei der Sternwarte Urania. Ich schlenderte erst mal durchs Niederdorf „Dörfli“ und schaute auf einen Kaffee in der Bar-Lounge Nachtflug vorbei. Gegen 20 Uhr machte ich mich dann zur Frauenbadi auf. Vor dem Eingang standen schon ein paar Leut an. Der Eintritt kostet 10 Franken, dann Schuhe ausgezogen, in einer der Umkleidekabinen abgestellt und an der Bar ein Bier besorgt.

 

Die DJane versprach einen heissen Abend. So stellte ich mich an einen der Stehtische und harrte der Dinge, die da kommen sollten.

 

Einige Tanzbegeisterte bewegten sich zur Musik und die Lokation füllte sich langsam.

Ab 21 Uhr war die Lokation gefüllt. Es wurde keiner mehr eingelassen. Etwa 30 Leut standen vor der Tür und warteten bis sich einige der Anwesenden entschloss das Lokal zu verlassen.

 

Die Barfussbar an der Limmat liegt traumhaft und ist eines der schönsten Lokale in Zürich. Die Musik wechselte zwischen afrikanisch, orientalisch auf südamerikanisch und die Tanzfläche war immer gut gefüllt. 

  

Gegen 23 Uhr machte ich mich auf den Heimweg. Es war ein schöner lauer Abend in einer netten Lokation. Wer wissen möchte, wann was in der Barfussbar los ist, der kann dies auf deren Website tun.


Sommergewitter bei Zürich

29. Juni 2006

Zürich 28.06.2006 Mitternacht.
Ein heftiges Sommergewitter zieht an Zürich vorbei. In einer Sekunde 3 Blitze. Schnell die Digicam auf das Stativ geschraubt und Serienbilder geschossen.


Und über den Wipfeln ist Ruh`- und Allerorten die Fahnen auf Halbmast

27. Juni 2006

Zürich, 1 Uhr Nachts, 19 Grad Aussentemperatur, 30% Luftfeuchtigkeit. Die Schwiizer Nati hat verloren. Nach spannenden 120 Minuten torloser Spielzeit und 11 Minuten Elfmeterschiessen und nur 7 Schützen starrte die Schweizer Nation entweder auf die flimmernde Beamerleinwand oder die Hände vor das Gesicht geschlagen ins Schwarze. Wie alles heute begann – oder besser endete:

Als es auf einen Schlag im Büro gegen 18 Uhr absolut ruhig wurde, kam Kollege Fercho vorbei. Wir hatten vereinbart, dass wir zusammen in die Innenstadt fahren würden – mit dem Töff. Also sattelten wir die Hufe und ritten wieder gen Downtown. Natürlich wieder ins „Nachtflug“.

Die Vorzeichen – Omen – hatten schon nichts Gutes ahnen lassen.

  • Als ich meinen Laptop heute morgen startete, versagte die USB-Maus den Dienst. Es stellte sich heraus, dass die USB-Ports „tot“ seien. Und das bei einem Marken-Laptop, dessen Motherboard erst vor 14 Tagen auf Garantie gewechselt wurde. Der Ersatzlaptop erkannte das Betriebssystem nicht. Der zweite Ersatzlaptop lief dann inkl. „BillGates“, der „Katze“ und USB-Ports.
  • Der Problembär „Bruno“ wurde am Morgen von einem bayerischen Jäger erlegt. Der erste Braunbär, der uns seit 170 Jahren  besuchte – zu Gast bei Freunden – ist tot.
  • Australien – das Lieblingsreiseziel der Schweizer – verlor unglücklich gegen schwache Italiener durch einen geschenkten Elfmeter in der Verlängerung. Ja gut, die Kiwis hatten 120 Minuten Zeit und einige hochkarätige Chancen. Aber das „Runde“ muss halt mal in das „Eckige“. Und der „gefährliche Schwalbenflug“ der Italiener muss nicht nur dem Schiri, sondern auch den Kängus bekannt gewesen sein.
  • Die Holländer hatten am Tag zuvor gegen die am häufigsten in der Schweiz vertretene ausländische Fangruppe – die Portugiesen – verdient verloren. Dass mich das Spiel mehr an eine Schafkopfrunde erinnerte, lag wohl an den 16 gelben Karten, von welchen 4 Kartons die Farbe nach „Rot“ wechselten“. Trotz „europäischer“ Härte fahren wir nun ohne Holland nach Berlin. Korrektur: Das wäre eigentlich ein positives Omen gewesen. Aber die Holzerei ist wieder negativ zu werten.

  

Zürich, 19 Uhr, 28 Grad Aussentemperatur. Da Fercho ein flaues Gefühl in der Magengegend verspürte, entschlossen wir uns erst einmal in der „Spagetti Factory“ zu stärken. Den Eingangsbereich des „Nachtflug“ hatten wir beim Essen immer im Blick.  Aus reiner Vorsicht; denn wir wollten „gute Sitzplätze“ haben.

Zürich, 20 Uhr, 27 Grad Aussentemperatur. Fercho und ich zahlten und wechselten die Lokalität. Die Sessel waren schon besetzt. Auch die 2. Reihe, somit blieb uns nur noch die Dritte Reihe. Auch gut. Fercho war so nervös, dass er sich mindestens 4 Mal entschloss von der Sitzecke den Stuhl vorzuziehen – und dann doch lieber den Stuhl – nein man sieht von der Sitzecke besser – aber wenn dann noch wer kommt – besser den Stuhl. Ich war dann letztendlich so verwirrt, dass ich erst mal die Kaffesahne in den Aschenbecher leerte. Als ich mit dem Sahneaschenbecher kopfschüttelnd vor dem Ober stand, lächelte dieser und gab mir eine neue. Scheinbar war das heute schon öfters passiert.

Köln, 21 Uhr, 26 Grad, 59% Luftfeuchtigkeit, feuchter Rasen. Anpfiff. Die Schwiizer Nati versucht sofort die Oberhand zu gewinnen. Hat auch mehr Ballbesitz in der ersten Halbzeit, aber kommt überhaupt nicht mit den früh störenden Ukrainern zurecht. Und mit dem feuchten Rasen. Nachdem zum x-ten Mal ein Spieler ausrutsch, meint der Reporter, dass „die Spieler wohl heute gleitende Arbeitzeiten“ hätten. In der 20. Minute köpft Schewtschenko nach einem Freistoss den Ball an die Latte. Die anwesenden Fans im „Nachtflug“ – besonders die weiblichen – schreien kurz auf. Kurz darauf Freistoss für die Schweizer. Alex Frei zirkelt aus 30 Metern den Ball als Bogenlampe um die Mauer und millimetergenau an das Tordreieck. „Schwiizer Nati!“-Rufe durchhallen den Raum. Bis zur Halbzeit spielt sich die Partie eher um den Mittelkreis ab. Oder besser jeweils vor dem Sechzehner kommt es zum Ballverlust. Beide Mannschafte tun sich schwer das durch taktische Manöver geprägte Spiel für sich zu entscheiden.

Dann Halbzeit. Das Publikum in Köln und in Zürich harrte gespannt der Dinge, die da wohl noch kommen sollten. In der zweiten Halbzeit konnte keine der beiden Mannschaften energisch genug in den gegnerischen Strafraum eindringen. Die Abwehrbollwerke waren zu stark. Der Sechzehner wurde hart aber fair verteidigt. Jeder Fehler konnte der entscheidende sein. So verging auch die 2. Halbzeit des spannenden Spieles. Verlängerung. Die Schweizer präsentierten sich frischer. Barnetta hatte eine heisse Chance und auch Vogel, aber die Ukrainer blieben kontergefährlich. Auch die Verlängerung bleibt ohne Ergebnis.

Das Elfmeterschiessen muss die Entscheidung bringen. Die Schweizer gewinnen die Torwahl. Die Ukrainer müssen vor der Schweizer-Fan-Kurve antreten. Das Elfmeterschiessen wurde zum Krimi. Schewtschenko legt sich den Ball zurecht und schiesst. Zuberbühler hält bravurös! Die Schweizer toben! 

 

Streller nimmt anlauf und schiesst. Schowkoski hält! Das darf doch nicht wahr sein. Milewski läuft locker an und hebt den Ball ins Tor. Zuberbühler fliegt zu schnell in die Ecke. 1:0 für die Ukraine. Dann haut Barnetta nur die Latte. Das darf doch nicht wahr sein. Als Cabanas zum Elfmeter antritt, ist die Schweiz bereits durch Rebrow 0:2 im Rückstand. Schowkoski hält erneut. Gussew schliesslich macht das 0:3 zur Realität. Die Ukraine ist im Viertelfinal gegen Italien, die Schweizer Nationalmannschaft muss den Heimweg antreten. Masslose Enttäuschung bei den Fans. Nach nur 11 Minuten ist alles vorbei.

Das „Nachtflug“ leert sich schnell. Fercho sitzt neben mir und schimpft. Ich nehme eine Zigarette und trinke das Glas Panasch aus. Danach gehen wir gemütlich zurück zum Stadthaus. Auf dem Weg dorthin ruft Mike an. Er hatte das Spiel auch mitverfolgt und ist nun traurig, dass es mit der Traumhalbfinalpaarung „Schwiiz – Dütschland“ nichts wird.  

Und morgen fliegen die Brasilianischen Ballkünstler gegen Ghana zuerst aus dem Turnier und dann an die Copa Cobana. Popp! Die Watte quillt!


Wir fahren nach Berlin – Deutschland meets Schweden

25. Juni 2006

Heute standen in der Fussballweltmeisterschaft im Achtelfinale zwei weitere Paarungen an. Wie sich das anhört "Paarungen". Zuerst Deutschland gegen Schweden – oder Ballack meets Allack. Gegen 16 Uhr sattelte ich wieder mein Töff und ritt gen Downtown of Zürich. Im Saloon war ein riesiger LED-Fernseher aufgebaut. Ach was: Ich besuchte die Kampfarena "Sportpalast" auf der Sechseläutenwiese. Das Wetter war wieder weltklasse. Temperaturen um die 32 Grad. Die Sonne lud eher in die Badi ein. Aber ich hatte meine Badehose nicht dabei.

Die Arena war gut gefüllt, aber nicht übervoll. Die Tribüne bot Schatten, aber Zutritt nur als "VIP". Den "VIP" hatte ich zu Hause vergessen 🙂

Podolski und Elchi waren auch da.

Gespannt warten die Fans der Dütschen und Schwedische Schlachtenbummler auf den Anpfiff.

Scheint die Sonne auf den Rücken – sollte man die Sonnencreme zücken.

Während die Schweden eher verkatert auf dem Grün sitzt, feiern die Deutschen Fans das erste Tor nach nicht mal 5 Minuten.

Da hilft kein Fingernägelkauen, Podolski schiesst sein 2. Tor – 2:0 nach 12 Minuten. Wenn das so weiter geht…..

Aus! Aus! Aus! Deutschland ist… im Viertelfinale!

Die beiden hier scheinen sich schon auf das Halbfinale vorzubereiten; denn dann besteht die Möglichkeit (wenn alles glatt geht), dass die Deutsche Nationalmannschaft auf die Schwiizer Nati trifft. Aber vorher "fahren wir nach Berlin" – am Freitag 30.06.2006 um 17 Uhr ist Anpfiff. Da können sich die Klinsmänner schon mal an das Stadion gewöhnen. Der nächste Gegner steht auch schon fest: Argentinien. Die Argentinier haben nach lauer Leistung gegen eine in der 1. Halbzeit spielfreudige Mannschaft aus Mexiko (leider) mit 2:1 gewonnen. Das Spiel habe ich mir wieder im Nachtflug angesehen.