25.07.2009 – Projekte: „TerraCottaFishTank“ oder „Vom Pflanzkübel zum Aquarium“

26. Juli 2009

Die Idee eines schmucken Aussenbeckens auf unserer Terrasse schwebt mir schon seit dem Frühling vor dem geistigen Auge. Problem Nummer 1: Wo findet man einen passenden Behälter nach meinen Wünschen und Problem 2: Die Angelegenheit sollte natürlich bezahlbar sein.

Ursprünglich sollte ein grosser Pott unter den Regenwasserabflussrohren der Terrrassenüberdeckung stehen. Denn mir gefällt die geschotterte Drainage darunter überhaupt nicht. Zwar lassen wir derzeit Gras darum wachsen und wilde Pflanzen sprossen daraus, aber man weiss leider nie, ob es eben beim Regenwasser bleibt, das von oben kommt; denn die Nachbarn könnten ja mit Putzmitteln die Fliessen säubern und das täte dem Fischbesatz in einem eventuellen Fischbecken überhaupt nicht gut.

Somit hiess es „umplanen“: Wochenlang suchte ich ein passendes Gefäss. Mir schwebte ein glasierter grosser Tontopf mit mindestens 80 Zentimeter Durchmesser vor – möglichst mit Verzierungen. Aber weder die Baumärkte von Coop und Migros noch das Internet gab irgendeinen meinen Vorstellungen entsprechenden Pott her. Es hätte auch eine grosse Pflanzschale sein dürfen. Aber mit einer Höhe von mindestens 60 Zentimetern war nichts Passables zu finden – nirgends.

Doch dann fuhren Mike und ich irgendwann vor Wochen auf dem Weg nach Hause in der „Landi“ in Obfelden. Im Aussenbereich suchten wir uns dann kurz entschlossen einen einen grossen Terrakotta Pflanztopf als passenden Kompromiss aus. Bei der Gelegenheit nahmen wir auch gleich zwei Bürostühle mit, welche gerade im Angebot waren. Die letzten Wochenenden gestalteten sich arbeitsam und so stand der Topf „unbehandelt“ auf der Terrasse, bis heute Nachmittag.

So ein Pflanztopf besitzt ein Problem: Ein Loch im Boden. Und dieses ist natürlich sehr ungünstig, wenn man darin dauerhaft Fische und Pflanzen halten möchte. Somit musste ich mir etwas einfallen lassen, um dieses zuverlässig abzudichten. Terrakotta besitzt eine spröde Oberfläche, der Druck kommt von oben, die Verklebung muss am Terrakotta und an der Abdichtung halten. Im „Coop Bau und Hobby“ in Affoltern am Albis fand ich dann etwas passendes: Einen flachen weissen Türstopper. Dazu kaufte ich eine Tube Sanitärsilikon. Als ich durch die Gartenabteilung schlenderte, sah ich ein Werbeschild. Es wurden Seerosen zum halben Preis angeboten. So erstand ich zusätzlich drei Seerosen zu einem recht günstigen Preis.

Der TerraCottaFishTank würde mit Guppys als Fischbesatz bestückt. Diese befinden sich momentan im „Aussenbecken“. Da diesen Sommer die Temperaturen alles andere als gleichmässig sind, steckt dort momentan ein Heizstab im Becken. Die Guppys benötigen Wassertemperaturen oberhalb von 18 Grad. Letzte Nacht hatte es zum Beispiel nur 14 Grad. Wolldecken wären vollkommen unzweckmässig.

Da ich mir einerseits noch nicht schlüssig bin, wo ich das Terrakotta-Becken letztendlich auf der Terrasse hinstellen möchte, ein mit Wasser gefüllter Pflanztopf jedoch nicht mehr zu bewegen ist, das Terrakotta-Becken in der Sonne stehend eventuell veralgen könnte und die Nähe zur Aussensteckdose angesagt ist, bietet sich wie bei den anderen Becken bisher ein rollender Untersatz an.

Die dazu passenden bisher bereits bewährten Möbelhunde besorgte ich im „Coop Bau und Hobby“ im Einkaufszentrum in Steinhausen. Ein Möbelhund besitzt eine Tragkraft von 150 Kilogramm und würde mit dem Topf samt Wasserbefüllung locker fertig, ist aber für den Topfdurchmesser zu schmal. Somit würde der Topf nicht sicher stehen. Ergo besorgte ich zwei Stück, erhielt somit 300 Kilogramm Tragfähigkeit und stabilen Stand für den Pflanztopf.

Am letzten Mittwoch Abend fand ich Zeit den Terrakottatopf abzudichten. Vom Plastiktürstopper entfernte ich zuerst das Doppelklebeband indem ich dieses mit einem Haarfön erwärmte. So liess sich das Klebeband ohne Rückstände zu hinterlassen abziehen. Anschliessend entfettete ich die Unterseite mit Aceton. Dann entstaubte ich mit einem leicht feuchten Küchenpapier den Bereich um das Loch im Boden des Terrakottapflanzkübels und behandelte die Fläche ebenso mit Aceton. Dann steckte ich den „Rüssel“ auf die Silikontube und brachte die schwarze Masse auf dem Plastiktürstopper und um das Loch im Pflanzkübel auf. Anschliessend drückte ich den Plastiktürstopper mittig auf die Öffnung und verstrich die Wulst mit dem Finger, den ich vorher in Seifenwasser getaucht hatte. Da das Silikon zwei bis drei Tage zur Durchhärtung benötigt, wäre für das Wochenende soweit alles vorbereitet.

Heute Nachmittag begann ich dann mit der Feuertaufe. Zuerst half mir Mike den Topf auf die Möbelhunde zu heben. Da die Möbelhunde aus Holz bestehen und das Holz nicht behandelt ist, würde eine Undichtigkeit das Holz aufweichen und die Tragfähigkeit beeinflussen. Somit kam unter den Topf ein grosser runder Blumentopfuntersetzer. Dann rollte ich den noch leeren Pflanzkübel zum Befüllen via Wasserschlauch und drehte den Wasserhahn auf. Ich befüllte den Pflanztopf etwa 20 cm mit Wasser und liess ihn anschliessend etwa 30 Minuten stehen. Wenn der aufgeklebte Türstopper nicht dicht halten würde, so würde sich im Untersetzer Wasser zeigen.

Doch der silikonierte Türstopper hielt dicht. So holte ich die Seerosenpflanzen aus den Eimern, in welchen ich diese seit dem Kauf zwischengelagert hatte und setzte sie in ihr zukünftiges neues Biotop. Anschliessend hängte ich den Wasserschlauch wieder in den Topf und befüllte den Terrakottapflanzkübel bis etwa 5 cm unter den Rand. Dann rollte ich das frisch geborene Projekt „TerraKottaFishTank“ an seine derzeitige Endposition neben dem „Aussenbecken“. Da das Wasser noch recht trüb war, setzte ich den kleinen Innenfilter vom „Aussenbecken“, der dort in der Einlaufphase lief, um. Nun heisst es: Abwarten.

Alle Bilder vom „TerraCottaFishTank“


08.06.2009 – ThaiRiver: Meine erste HDR Fotografie mit der Nikon D80 und der HDRI-Software Picturenaut

9. Juni 2009

Vor ein paar Tagen bin ich eher durch Zufall bei „Heise Foto“ auf „HDR“ (High Dynamic Range) Fotografie aufmerksam geworden. Heute las ich mich in das Thema per Websuche ein. Ich wollte das mit meiner Nikon D80 auch ausprobieren. Dazu benötigte ich zuerst das Handbuch der Nikon, in welches ich bisher noch nie hinein geschaut hatte. Auf den Seiten 90 bis 91 und 56 findet man, wie man die Nikon D80 auf „Belichtungsreihen“ einstellt.

Nach ein wenig Ausprobieren und tüfteln fand ich die korrekten Einstellungen: Drei Aufnahmen mit den entsprechenden Belichtungswerten (+/- 2). Somit erhält man ein überbelichtetes, ein unterbelichtetes und ein „normales“ Foto. Nun benötigt man für eine absolut verwackelungsfreie Belichtungsserie von drei Fotos eigentlich nur noch ein Stativ und einen Fernauslöser – beides hatte ich aber nicht zur Hand. Dafür aber eine ruhige Hand. Ich schoss eine ganze Serie von meinem Lieblingsplatz auf der „Malena“ – meiner Wohnzimmergarnitur – auf das, was mir ins Blickfeld kam: Das „ThaiRiver-Becken“ mit den wöchentlich ablaichenden Paradiesfischen. Übrigens ohne sonstige Lichtquelle oder Blitz.

Dann suchte ich nach einer geeigneten Software, welche mir die Belichtungsreihen-Bilder in HDR-Bilder umwandelte. Hierzu konsultierte ich wieder diverse Foren und wurde schliesslich fündig: „Picturenaut„. Diese kostenfreie Software erledigt das Zusammenfügen der drei Bilder mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen zu einem ganzen. Anschliessend kann mit „Tone-Mapping“ noch das Feintuning erfolgen.

Danach lernte ich noch, dass ich mit meinen „Bordmitteln“ sowohl 16-Bit, wie auch 32-Bit-Bilder nicht vom Tiff-Format in das Jpeg-Format umwandeln kann. Somit speicherte ich das in Picturenaut erstellte HDR-Foto nach 8-Bit (Tiff) ab. Dann konnte ich mit Bordmittel „Photoshop Elements“ ein Jpeg-Bild konvertieren, welches aber für den Upload nach Flickr immer noch zu gross war. Diese Kleinigkeit – das Komprimieren nach „Webformat“ – klappte locker mit „Microsoft Office Picture Manager“.

So entstand das erste HDR-Foto (siehe oben) von mir mit der Nikon D80 und „etwas“ Nachbearbeitung. Ich bin selbst über das Ergebnis überrascht. Mike meinte 1.) „Mit dem MacBook ginge das sicher einfacher!“ und 2. „Sieht irgendwie 3D-mässig aus!„.

Was mich an dem HDR-Foto wahnsinnig begeistert, ist diese Tiefenschärfe und Detailtreue. Das Foto zeigt das Szenario absolut realitätstreu. Das Luftblasen im kleinen Artemia-Becken. Das grüne Artemia-Sieb, den blauen Aktenordner, die Pyramidenbox, die Frangipani in der vorderen linken Ecke, die Wasserpflanzen, sogar das Paradiesfisch-Männchen im linken Eck unter seinem Schaumnest erkennt man. Hammer!

Nun sieht man mich sicher öfter mit einer ruhig in der Hand liegenden Nikon auf „Belichtungsreihen-Jagd“.

-> HDR Images Samui on Flickr


03.06.2009 – ThaiRiver: Nachwuchs im Wochentakt oder „Darf’s a bisserl mehr sein?“

4. Juni 2009

Die Paradieser-Männchen synchronisieren momentan die Brutpflege. Kaum entferne ich aus dem „ThaiRiver die beiden Schaumnester mit Babyfischen, bauen die zwei simultan in der jeweils gegenüber liegenden Ecke ein neues. Nach einer Woche befinden sich doch gleich wieder junge Paradies-Zwergerl darin. Serienproduktion oder Wettbewerb? Langsam bekomme ich ein „Platzproblem“; denn das einzige Aquarium zur Aufzucht ist das „BambusBecken“, in welchem sich der Nachwuchs den Platz mit den roten Zwerggarnelen teilt.

Aber noch etwas anderes habe ich mir angetan: Die Zucht von Artemia. Die Älteren unter uns kennen diese „Urzeitkrebse“ noch aus einer Jugendzeitschrift mit dem Namen „Yps“. Und nun steht ein IKEA-Plastik-Gefäss auf dem Querbalken des „ThaiRiver“ und es klappt sogar. Die „Produktion“ von Kleinstlebendfutter floriert und die Paradieser-Zwergerl bekommen täglich rote prall gefüllte Bäuche.

Heute schöpfte ich wieder zwei Nester mit Paradieser-Nachwuchs ab. Nun muss ich mir langsam etwas einfallen lassen; denn ich möchte vermeiden, dass die älteren Geschwister anstatt der Artemia-Krebschen die Neugeborenen als Lebendfutter verwerten. Mal sehen, was sich morgen ergibt. Eventuell bekomme ich ja irgendwo noch ein Zuchtbecken.

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Die Bilder oben (1. Reihe) zeigen meine beiden „Entnahmebecher“, welche die „Suppenkelle“ ablösten. Nein, die sind nicht von Tupper. Bild drei zeigt den Nachwuchs der roten Zwerggarnelen.

In der zweiten Reihe sieht man halbstarke Zwerggarnelen, welche nach den Artemia an der Wasseroberfläche angeln. Es scheint, dass durch die Artemiafütterung auch die Zwerggarnelen in Fortpflanzungsstimmung kommen. Kann aber auch Zufall sein. Bild 5 zeigt ein paar der Paradieser-Zwergerl – auch das Bild 6. Es ist das einzige Bild, welches mir „scharf“ gelungen ist und man sieht den roten Bauch gefüllt mit Artemia.

Die ersten beiden Bilder in der dritten Reihe zeigen eine Posthornschnecke und ein paar Garnelen, die nach den Artemia angeln. Ob sich die Posthornschnecke am Mahl beteiligt, kann ich nicht bestätigen. Dir restlichen Bilder zeigen den Paradiesfisch-Nachwuchs, der im Strom des kleinen Aussenfilters schwimmend die Artemia herauspickt.

Die Bilder von der aktuellen Situation findet man wieder auf dem Server


28.05.2009 – Thairiver: „Fightclub im Paradies“ oder „Balzende Paradiesfische“

28. Mai 2009

Heute ging es hoch her im „Thairiver“-Aquarium. Die beiden Paradiesfisch-Gockel plusterten sich auf und kämpften um die Gunst der beiden Mädels. Eigentlich ist das Revier ja klar aufgeteilt. Der eine baut seine Schaumnester im linken hinteren Eck und der andere im rechten hinteren Eck. Aber heute schienen die beiden ihre Grenzen neu abstecken zu wollen.




Wärend sich die Makropoden-Männer an die Lippe gingen, schauten die beiden Mädels gespannt zu, wie es ausgeht. Ich würde meinen „Unentschieden“, da nun am Abend beide wieder in ihren „Ringecken“ Platz genommen haben.


14.05.2009 – Projekte: „Do it yourself“ oder „Spicy Thai Chilly Oil“

14. Mai 2009

Aus Samui habe ich zwei Päckchen Chillies mitgebracht. Einmal rote und einmal grüne. Sofort nach der Ankunft gab ich diese in das Gefrierfach. Um die Schärfe zu testen, warf ich vor ein paar Wochen ein paar rote Chillies in die Sosse für die „Sweet and Sour Chicken„-Mahlzeit. Und es war wirklich extrem spicy!

Heute kam mir eine andere Idee: Nachdem die Thai-Chillies wirklich extrem spicy sind – zumindest nach meiner geringen Vergleichserfahrung – dachte ich daran ein „Spicy Thai Chilly Oil“ herzustellen. Das könnte man dann ganz vorsichtig zum Würzen verwenden; z.B. für die Pizza zum darauf tröpfeln oder für meinen „famous Nudelsalat ala Sperlix„.

Gesagt – getan. Mittags besorgte ich mit Mike Sonnenblumenöl (3,15 CHF) und fand im Coop auch gleich die passenden Behältnisse (vier Gläser mit Schraubdeckel für 8,40 CHF). Abends zu Hause angekommen, packte ich dann Testweise etwa 14 Chillies aus der Tiefkühlpackung, taute diese in warmen Wasser auf, trocknete diese ab und gab sie in einen Plastikbehälter mit Messskala. Dann gab ich etwa 200 ml Sonnenblumenöl dazu, steckte den Mixer an und gab etwa 4-5 kräftige Rührstösse Vollgas. Ergebnis: Eine gefährlich rötlich-warnende zähflüssige Masse, welche ich sogleich in eines der Gläser umfüllte.

Ich konnte nicht widerstehen und probierte mit dem Zeigefinger ein wenig vom Chilly-Oil aus dem Plastikbehältnis. Zuerst passte gar nix, aber dann fing es langsam aber sicher im Gaumen höllisch zu brennen an. Ok, es reicht zum Würzen eine Messerspitze. Aber wer mehr aushält darf gerne auch einen Teelöffel voll nehmen.

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Beflügelt vom positiven Ergebnis meines Tests ging ich nun zur doppelten Menge über – Chillies und Öl – aber diesmal grüne Chillies. Wieder im warmen Wasser auftauen lassen und anschliessend in den Plastikbehälter. Rührstab kurz 5-8 Mal zucken lassen und fertig ist die diesmal giftig hellgrün rauchende Chilly-Öl-Masse. Flugs füllte ich diese in zwei bereit stehende Gläser um.

Schliesslich kam die letzte Ladung – wieder rote Chillies – dran. Und fertig waren die Spicy-Thai-Bomben für heisse Stunden. Ach übrigens: So ein Päckchen prall gefüllt mit Spicy Chillies kostete mich doch glatte 20 Baht. Es reicht sicher noch für ein paar weitere Gläser 🙂


13.05.2009 – Thairiver: Paradiesischer Nachwuchs im Mai 2009

13. Mai 2009

Es wird Frühling! Die Bäume schlagen aus. Die Hormone spielen verrückt und die Paradiesfische (Macropodus opercularis) vermehren sich. Schon seit etwa 3 Wochen gibt es eine richtige Schaumnestbau-Rallye. Die beiden Männchen übertrumpfen sich im Blasenschlagen – der eine in der linken Ecke und der andere in der rechten Ecke des „Thairiver“-Aquariums. Und dann fand ich letzte Woche in beiden Schaumnestern gleichzeitig kleine Eier.

Nach ersten Erfahrungen dauert es somit ein bis zwei Tage bis aus den Eiern stecknadelkopf-grosse Paradiesnachwuchs schlüpft. Anfänglich zwar meist auf dem Rücken hängend, halten sich ganze Scharen unter dem Nest auf – immer bewacht vom Paradiesfisch-Gockel. Vom letzten Wurf im Herbst letzten Jahres brachte ich doch glatt sechs Zöglinge durch. Diese halten sich momentan im „GreenGras“-Aquarium zusammen mit einem Kampffisch-Pärchen und sechs roten Neon auf – immer hungrig.

Vorgestern schöpfte ich dann mit einer gewöhnlichen Suppenkelle einen Teil der Zwergerl unter den Nestern ab und beförderte diese langsam und vorsichtig in das daneben stehende „BambusBecken“. In diesem Aquarium tummeln sich bisher unkontrolliert vermehrende rote Zwerggarnelen. Somit kann ich mir einerseits sicher sein, dass die Paradiesfisch-Zöglinge nicht gefressen werden und andererseits gibt es nachweislich Infusorien in diesem Becken.

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Heute Abend fand ich Zeit ein paar Bilder mit der Nikon im Makromodus zu schiessen. Wer genau hinsieht, der entdeckt die immer noch durchsichtigen Individuen. Noch schwimmen die Winzlinge nicht frei und hängen in den Schwimmpflanzen oder am Beckenrand an der Wasseroberfläche. Aber es dauert sicherlich nicht mehr lange und sie erobern sich das Becken.


08.04.2009 – Zürich: Unterwasserbilder im Aquarium mit der Olympus mju Touch 8000

9. April 2009

Morgen fliege ich nach Koh Samui. Dort ist am nächsten Wochenende „Songkran“ – das Thailändische Neujahresfest. Dieses Fest wird mit viel Wasserspritzen begangen. Ausserdem ist meine „Canon IXUS 750“ durch die fast tägliche Benutzung schon etwas betagt. Meine Nikon D80 werde ich zwar in den Kurzurlaub mitnehmen, aber wasserfest ist diese nicht. Auch kann ich diese nicht einfach in die Hosentasche stecken, wie meine „Alte“- die Canon. Daher ist der Zeitpunkt günstig eine neue kleine Kompaktdigitalkamera zu besorgen. Neulich fand ich „genau mein Ding“: Die „Olympus mju Touch 8000″Dieses kleine Wunderding kaufte ich heute im „MediaMarkt“ in Kriens. Warum? Das Teil ist wasserdicht bis 10 Meter! So tief werde ich nie tauchen, aber zumindest hält die Digitalkamera die Wasserschlacht zum Songkran locker aus. Neben der Wasserresistenz steckt die Digicam auch harte Schläge weg; denn sie ist bis zu einer Fallhöhe von 2 Meter zugelassen. Letzteres möchte ich eher nicht ausprobieren.

ABER: Die Wasserdichtigkeit erprobte ich in kleinem Rahmen gleich einmal in einem meiner Aquariumprojekte: Unterwasserbilder im „Thairiver“. Die Paradieser zeigten sich von den plötzlich im Wasser befindlichen Gegenständen (rechte Hand mit Digicam) etwas verwirrt und wollten einfach nicht stillhalten. Nur der kleinste der 5 Paradieser schwamm immer ganz nah an der Kamara. Er wollte einfach nicht auf Distanz gehen. Und so musste ich ihn förmlich immer wieder verscheuchen. Gut, die Bilder sind nun nicht unbedingt als Musterbeispiele zu bezeichnen. Es handelt sich ja schliesslich um die ersten Aufnahmen in verschiedenen Modis. Am Ende gelang mir sogar ein ansehnliches Bild einer Garnele und einer Anetome Helena im Säulenaquarium.

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Somit ist die „Olympus mju Touch 8000“ der ideale Reisebegleiter für jede Gelegenheit. Die Eigenschaften werde ich im Kurzurlaub auf Koh Samui sofort einsetzen. Schliesslich möche ich überprüfen, ob diese Digicam das Prädikat „tropenerporbt und wüstengetestet“ verdient!


03.03.2009 – Thairiver: Katzenfutter für Fische oder „verkehrte Aquaristik-Welt?“

4. März 2009

Meine etwas anderen Aquaristikprojekte „Thairiver“, „GreenGras“, „Säulenaquarium“ und „BambusBecken“ entwickeln sich hervorragend. Auch wenn ich auf Technik weitgehend verzichte und gängige Aquaristikgewohnheiten vollkommen ausser Betracht lasse bzw. „gegen den Strom schwimme“. Dass die Becken alle samt auf Rollen stehen ist noch das Wenigste. Gewöhnlich trohnen Aquarien auf massiven Unterschränken, die dann die Technik und das Zubehör beherbergen. So einen fest verwurzelten Schrank mit dem schweren mit Wasser gefüllten Aquarium bewegt keiner mehr. Somit entschied ich mich für „Fische auf Rädern“. So kann ich diese leicht verschieben, wenn ich möchte. Männer denken praktisch; denn das Wischen des Fussbodens klappt so auch perfekt.

Technik benötige ich auch (fast) keine. Heizstab, Blubberpumpe und Filterpumpe mit der Grösse eines 10 Liter Eimers, sowie ein aufgelegter Leuchtbalken entfällt ganz. Im „Thairiver“ mit um die 400 Liter Fassungsvermögen läuft ein selbst gewickelter Schaumstofffilter mit zwei kleinen Lufthebern leise vor sich hin. In den anderen Becken tröpfeln kleine Hängefilter. Und Licht? Bis auf das „Säulenaquarium“ stehen die restlichen drei Becken an den Fensterfronten. Aber auch beim erstgenannten schaltet sich die Klemmbeleuchtung erst am späten Nachmittag ein und um 22 Uhr wieder aus. Auf dem „Thairiver“ steht auf der mittleren Verstrebung eine Tischleuchte mit 11 Watt Niedrigenergiebirne, welche auch mit einer Zeitschaltuhr läuft. Beim „Bambusbecken“ steht eine Halogen-Tischleuchte und beim „GreenGras“ eine LED-Lampe von IKEA, die ich nach der Arbeit bei Dunkelheit einschalte. Schliesslich will ich die Bewohner ja noch sehen abends.

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Aber nun kommt ein weitere interessante Revolution – oder auch nicht – welche aus purem Zufall entstand. Wie der aufmerksame Leser weiss, besucht uns ein Nachbarskater regelmässig. In letzter Zeit zwar nicht mehr so oft, vielleicht einmal pro Woche, aber wir haben vor Monaten eine Schachtel Katzentrockenfutter gekauft. Als ich die Inhaltsstoffe des Katzentrockenfutters mit den Inhaltsstoffen der Fischfutterflocken verglich, stellte ich damals ungeahnte Gemeinsamkeiten fest. Diese veranlassten mich zu einem Experiment: Was passiert mit Katzentrockenfutter, wenn ich es den Fischen und den Garnelen „vorwerfe“?


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Dieses Experiment im Oktober letzten Jahres verlief ungeahnt erfolgreich. Jeweils ein Stück warf ich in je ein Becken. Das Garnelen „Allesverwerter“ sind war mir bekannt, aber dass sich diese roten kleinen Viecher im „Bambusbecken“ zielgerichtet auf den Brocken stürzen und diesen zuerst schwimmenden dann durch das gemeinsame Gewicht nach unten schwebenden Happen vernaschen, überraschte mich doch ziemlich. Auch die Paradiesfische und die siamesischen Rüsselbarben hatten ihren Spass am Katzenfutter. Sie balgten sich förmlich um den Happen. Anfangs schwimmt dieses Katzenleckerli an der Oberfläche und die Paradieser reissen sich um das langsam aufweichende Teil. Sinkt es dann zu Boden bekommen die Rüsselbarben „Oberwasser“ und saugen sich daran fest.


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Im „Säulenbecken“ befinden sich neben den gelben Garnelen und deren vielfältigem Nachwuchs in allen Grössen ein paar „Killerschnecken“. Diese tauchen dann aus dem weissen Sand auf und schleichen zum gedeckten Katzenfuttertisch. Im „GreenGras“ befinden sich folgende Unterwasserbewohner: Ein Kampffischmännchen (seine blaue Majestät), ein Kampffischweibchen (!), 6 verbliebene Paradiesfisch-Zöglinge, 7 rote Neon und etwa 8 rote Garnelen nebst einer unbestimmten Anzahl diverser Schnecken. Dass sich ein Kampffischpärchen in einem kleinen 60 Liter Becken verträgt ist schon eine kleine Revolution. Aber auch dort freut sich Gross und Klein über die Katzentrockenfutter-Beigabe. Nach Rangordnung füllt sich die Gemeinde die Mägen. Den Rest genehmigen sich die Garnelen – also das Aufräumkommando.

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Natürlich gönne ich den Unterwasserlebewesen ein abwechslungsreiches Mahl. Aber auch hier versuche ich ausserhalb der Aquaristik-Gewohnheiten zu bleiben. Beim Coop kaufte ich ebenso vor Monaten eine Packung tiefgefrorene „Bio Cocktail Crevetten – gekocht und geschält“. Für alle Nichtschweizerdeutsche: Crevetten sind Shrimps, also Garnelen. Das kann nur gesund sein, schliesslich kommen diese direkt aus Ecuador. Diese Packung liegt im Tiefkühlfach des Kühlschranks. Regelmässig entnehme ich genau eine der Crevetten und schnipple diese in mehr oder weniger kleine Stücke. Dann wird dieses Frischfleisch gleichmässig auf die Becken verteilt. Und wieder versammelt sich die gesamte Unterwasserfauna um den gedeckten Tisch. Warum sollte ich also Fischfutterflocken kaufen?

Übrigens: Meine Untermieter haben 10 Tage ohne Futter locker weggesteckt. Wir waren ja nach Weihnachten über Sylvester auf Mallorca. Die Garnelen vermehrten sich sogar still und heimlich und nach meiner Rückkehr wimmelte es nur so vor Nachwuchs. Wer auf dem letzten Bild ganz genau hinschaut, der entdeckt einen der Winzlinge am unteren Bildrand in der Mitte auf dem Pflanzenast sitzen.

Siehe auch:


08.12.2008 – Zürich: Hormon Oxytocin erzeugt gleichgültigere Menschen

9. Dezember 2008

Der Presseartikel auf welt.de „Streitende brauchen ein Hormon gegen Stress“ erinnerte mich an ein Schreckenszenario, welches sich im Science Fiction Movie „Serenity“ als Roter Faden durchzog. Aber zuerst zu den Fakten aus einer Studie von – natürlich – Wissenschaftlern der Universität Zürich:

Mit einer Verabreichung des Hormons Oxytocin kann offenbar das Sozialverhalten von Menschen verbessert werden. Die Substanz hilft nämlich dabei, Stresshormone im Gehirn zu reduzieren. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Universität Zürich. Dabei wurde das Streitverhalten von 47 Versuchspaaren zwischen 20 und 50 Jahren analysiert, wie die Fachzeitung „Biological Psychiatry“ berichtet.

Und weiter:

Dabei kamen sie zum Schluss, dass die Paare, die Oxytocin erhalten hatten, wesentlich besser abschnitten, als die mit einem Placebo abgespeisten Vergleichspaare. Laut der Studie verlängerte das Oxytocin zudem die Dauer von positivem im Verhältnis zu negativem Verhalten. Daraus zogen die Forscher den Schluss, dass Oxytocin generell für positives Verhalten oder Stressreaktionen bei Partnerschaften verantwortlich ist.

Also reicht nur eine Priese „Oxytocin“ in der Luft und der Mensch regt sich weniger auf und wird gleichgültiger, die Schwelle zum Streiten und zur Gewalt wird deutlich höher und alles riecht nach „Friede, Freude, Eierkuchen“. Welche Auswirkungen das auf den Strassenverkehr hätte! Keine Streitereien, keine Raser, keine Macho-Überholmanöver, weniger Unfälle. Und erst in der Politik! CVP und SVP verbrüdern sich im Bundesrat, bieten sich gegenseitig die Ämter an, die Armee wird abgeschafft und Blocher geht mit Maurer in den Ruhestand, züchten wie einst Cesar Rosen oder begrüssen am 12.12.2009 Grenzgänger mit warmem Händedruck und tonnenweise Fondue und Röschti.

Moment mal! Eine Substanz in der Luft stellt die Bewohner ruhig und macht sie friedlich? Sofort fühlte ich mich an DEN Science Fiction Film des Jahrhunderts erinnert, den ich vorher aber nicht kannte, aber nach dem ersten Anschauen auf DVD (für das Kino zu spät) sofort in meine Sammlung wanderte: „Serenity“! Was Ihr kennt den auch (noch) nicht? Dann wird es aber Zeit ihn sich mal näher zu Gemüte zu führen; denn nicht nur ich bin Fan von diesem Film (und der Serie auf DVD). Dieser Film wurde zum Top-Science-Fiction Film des Jahrhunderts gewählt. Und das vor „Star Wars“, „Matrix“, „Alien“, „Terminator“ und „Zurück in die Zukunft“.

Kurzabriss des Film’s „Serenity“:

500 Jahre in der Zukunft. Die Rohstoffe der Erde sind ausgebeutet und die Menschheit ist dermassen gewachsen, dass die Erde sie nicht mehr ernähren kann. Man hat die Technik um ferne Planetensysteme zu erreichen und findet dort erdähnliche Planeten, welche mit Terraforming lebenswert umgestaltet werden. Die Entwicklung geht von den Zentralplaneten aus. Dort sitzt auch die Regierung der „Allianz“. Allerdings wollen sich so manche Bewohner der äusseren Planeten von der Bevormundung der „Allianz“ nicht unterdrücken lassen. Es kommt zu einem erbitterten Krieg, den die „Allianz“ zu gewinnen scheint.

Das Raumschiff „Serenity“ unter der Führung eines ehemaligen Rebellen Mal Reynold nimmt eines Tages Dr. Simon Tam und seine etwas seltsame Schwester River auf. Sie bestehen einige Abenteuer, bis man sich im Laufe der Zeit dazu entschliesst unter grossen Gefahren den Planeten „Miranda“ aufzusuchen. Dort findet man einen bewohnbaren Planeten vor. Allerdings weisen die vielen Leichen auf eine Katastrophe hin. Schliesslich entdeckt man ein abgestürztes Raumschiff und darin eine Nachricht als Hologramm. Darin wird geschildert, dass die „Allianz“ einen Versuch auf dem Planeten „Miranda“ gestartet hatte, der gründlich fehlschlug.

Die Wissenschaftler entliessen eine Substanz mit dem Namen „Pax“ in die Athmosphäre des Planeten „Miranda“ mit dem Ziel die Bewohner friedlich und genügsamer zu machen. Das gelang auch zu Beginn. Allerdings wollte der Grossteil der Bevölkerung dann irgendwann gar nichts mehr machen und verstarb. Auf den restlichen Teil der Bevölkerung zeigte das „Pax“ aber schreckliche Nebenwirkungen – nämlich das Gegenteil. Diese „Reaver“ wurden viel aggressiver und fielen über die friedlichen Menschen her und töteten den Rest der ruhig gestellten Personen.

Na hoffentlich kommt auf unserem Planeten niemand auf so eine bombastische Idee! Obwohl … die SVP könnte doch am Mittwoch im Bundesrat auf den Posten ganz gemütlich und ruhig …

Mehrwert gefällig?


09.11.2008 – ThaiRiver und andere Aquaristik-Projekt – Bilder bei Tageslicht

12. November 2008

Nach den Bildern der Aquarien am Abend fand ich nun am Wochenende bei schönstem Wetter Zeit ein Fotoshooting bei Tageslicht durchzuführen.

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Auf dem grossen Bild sieht man „ThaiRiver“ auf der linken Seite und das „Bambusbecken“. Darunter ein paar Aufnahmen vom „ThaiRiver“.

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Und hier das Projekt „GreenGras“ vor dem grossen Ostfenster.

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Oben ein paar „NearShots“ vom Projekt Säulenaquarium. Aus dem Coop besorgte ich am Samstag tief gefrorene Garnelen, die ich fein portioniert den gelben Garnelen und den Amentome Helena (räuberische Turmdeckelschnecken) verabreichte. Man sieht deutlich, dass es beiden Tierarten so richtig schmeckte. Der 400 Gramm Beutel reicht sicher ein paar Monate. Auch die Paradiesfische im „ThaiRiver“ stürzen sich mit Begeisterung auf die leckeren Häppchen.

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Zum Schluss noch ein paar Nahaufnahmen aus dem „BambusBecken“. Auf den beiden grossen Bildern sieht man den Garnelennachwuchs, der nur wenige Millimeter gross ist. Zwischen den beiden grossen Bildern sind auf den beiden Aufnahmen die kleinen Paradiesfischerl zu sehen.