Vor 5000 Jahren hatten alle Menschen dunkle Haut!
Eine geheimnisvolle Frau aus der Steinzeit gibt der Nachwelt Rätsel auf.
Entdeckt wurde das Skelett zur Zeit des Nationalsozialismus. Damals erklärt man die menschlichen Überreste zum Ur-Arier, interpretiert das reiche Grab als das eines blonden und weißhäutigen Anführers.
Tatsächlich handelte es sich bei dem Fund um die mächtigste Frau ihrer Zeit, bestattet wie eine Königin. Wer war die Tote wirklich? Es ist das reichste Grab dieser Zeit, des Mesolithikums in Mitteleuropa, und es gehörte einer Frau!
Und weiß war sie auch nicht. Als „Schamanin von Bad Dürrenberg“ stellt sie die Forschungsgeschichte auf den Kopf. Terra X zeigt einen der wichtigsten, spannendsten und spektakulärsten Fälle der Archäologie Europas.
Zwar bestehe tatsächlich eine Korrelation zwischen hellerer Haut und nördlichem Wohnsitz – dies sei aber vor allem ein sekundärer Effekt. Denn Genanalysen zeigen, das Nordeuropäer deutlich häufiger auch eine Mutation tragen, die das Gen Filaggrin funktionslos macht.
Die im sonnenarmen Norden hilfreiche Filaggrin-Mutation hat übrigens auch Nachteile: Die hellhäutigen Betroffenen haben insgesamt eine deutlich trockenere Haut, leiden häufiger unter Dermatitis und wohl auch unter Nahrungsallergien und Asthma. Dass die Genveränderung sich im Laufe der Wanderung des Menschen nach Norden dennoch in sonnenarmen Regionen durchgesetzt hat, musste also sehr gute Gründe haben.






