Urlaub Koh Samui 28.02.2008 – Frühstücken um 15 Uhr und aktuelle Wetterlage

28. Februar 2008

Die „Putze“ weckte mich. Mike war schon länger wach, aber auch noch nicht fit. Wir riefen der Putze durch die verschlossene Tür zu „10 Minutes“. Ich verschwand im Badezimmer und versuchte das unbekannte Gesicht im Spiegel zu erkennen. Meine Haare standen nach allen Seiten. Ich sah auf die Uhr: 14:30 Uhr. Warum hatte ich so lange geschlafen? Ach klar. Gestern schrieb ich ja recht lange den gesamten Tag zusammen. Erschwerend kam gestern hinzu, dass sich scheinbar das schlechter werdende Wetter auf die WLAN-Verbindung auswirkte. Immer wieder brach diese zusammen. Mittlerweile kannte ich das Login und das Passwort auswendig.

Ich zog mich an und wir entschlossen uns die Laptops unter den Arm zu nehmen und zum Strandrestaurant zu gehen. „Durchgängig bewölkter Himmel und leichter Nieselregen bei 25 Grad Lufttemperatur“ vermeldete mein autarkes Kleinhirn während ich den Weg zum Strand dahinschlurfte. Zwei Touris liessen sich von den Masseurinnen durchwalken. Die Damen grinsten freundlich zu mir herüber. Ich sah noch nicht alles. Auf meiner Brille befanden sich noch die feinen Salzspuren von der abschliessenden Strandsession gestern Abend.

Mike und ich setzten uns zu unserem „Stammplatz“ im vorderen Bereich des Strandrestaurantes mit Blick auf das Meer. Wie meinte Chris? „Vor zwei Jahren war das Meer blau und spiegelglatt“. Na gut, dann hat sich in der Zwischenzeit etwas daran geändert. Es rollten Wellen mit zwischen einem und zwei Metern auf den Strand zu. Es sei noch angemerkt, dass es hier offensichtlich keinen Tiedenhub gibt. Der „Wasserstand“ bleibt immer gleich. Nur die Wellen werden mal grösser und mal kleiner.

Wie üblich bestellten wir „Kaffee und Mangojuice“ zum Wachwerden und den Vitaminausgleich zu schaffen. Ausser uns sassen noch zwei Pärchen im Lokal. Auf den Strandliegen flätzten doch tatsächlich Sonnenhungrige. Komisch, die Sonne scheint doch gar nicht? Sollte ich die Herrschaften darauf aufmerksam machen? Ach was. Wir stellten die Laptops auf den Tisch und checkten die Mails.

Nach dem ersten Kaffee klopfte Mike bei Chris an der Tür. Er hatte noch etwas Schlaf nachgeholt. Nun sitzen wir gemeinsam im Strandrestaurant und geniessen die Aussicht auf das „rollende Meer“.

Besten Dank an die Comment-Schreiber (Tom, Falki, Steve) für die Tipps betreffend Koh Samui. Wir werden sicher nicht alles schaffen, aber die ein oder andere Location sicher besichtigen.

PeterPan’s Reisefotos von Koh Samui:

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Urlaub Koh Samui 27.02.2008 – Arche Noah, Strand, schönes Haar, Massage und Krabben in Bambus

27. Februar 2008

Es ist 2:30 Uhr bei uns in Koh Samui. Also bei Euch 20:30 Uhr. Während Mike bereits genüsslich im Bett liegt und vor sich hin rüsselt, nehme ich mir die Zeit den heutigen Tag zusammen zu fassen. Morgens und 8 Uhr wachte ich durch ein Rauschen auf. Ich stand schlaftrunken und leicht genervt auf und wollte die Klimaanlage ausschalten. Der Schalter stand aber bereits auf „Aus“! Was rauscht dann bitte so laut?

Ich ging zur Balkontür und schob den Vorhang zur Seite. Es schüttete wie aus Eimern! Während ich mir die Kamera schnappte und die Balkontür zur Seite schob, erwachte Mike und fragte mich verschlafen, was denn los sei. Ich meinte nur „Ich glaub wir sollten aus den vorhandenen Holzteilen der Möbel im Zimmer eine Arche bauen!“ Mike sah sich den Wasserfall vor unserem Fenster an und entgegnete: „Wahrscheinlich hat es Chris mit seinem Bungalow ins Meer getrieben.“ Ich fantasierte weiter: „Der hat sich aus dem Bettlaken McGyver-mässig ein Segel gebaut und ist sicher auf dem Weg nach Bali!“

Da ich schon mal wach war, entschloss ich mich gleich unter die Dusche zu gehen. Kurzzeitig überlegte ich, ob ich mich nicht gleich neben den Pool stelle und einseife – sozusagen als „klimaverträgliche und Grundwasser sparende Alternative“. Doch nach kurzer Zeit hörte es auf zu regnen und die Sonne lugte zwischen den Wolken hervor. Nur der Wind blieb.

Wir zogen uns an und watschelten durch den frisch gegossenen Tropengarten zum Strandrestaurant. Der Bungalow von Chris stand noch da. Im Restaurant sass Chris bereits an einem Zweiertisch – sichtlich etwas genervt. Als er uns sah, deutete er auf einen gedeckten 3er-Tisch und wir setzten uns. Die Bedienung brachte Kaffee, Mike und ich besorgten uns vom Buffet je ein frisches Spiegelei, das uns eine Koh-Samui-anerin auf der Pfanne speziell anrichtete. Dann erzählte uns Chris, was seine Stimmung schon früh morgens verhagelt hatte.

Er kam ins Restaurant, sass noch gar nicht richtig, da kam einer der Österreicher und nahm sich von seinem Tisch das zweite Gedeck. Ohne zu fragen oder nur mit der Wimper zu zucken. Er bat den Haberer dann in feinster oberpfälzer Freundlichkeit das doch bitte zu unterlassen, schliesslich gäbe es ja dafür die netten und zuvorkommenden Bedienungen, um neu aufzudecken. Na, und das mit dem Wetter kam noch dazu.

Der Wind bliess ordentlich und die herab gelassenen seitlichen Markisen konnten den Wind nur mit Mühe von der Restaurant-Terrasse abhalten. Dann das nächste Schauspiel: Kaum konnte man in der Ferne die ersten Wolkenaufhellungen erkennen, sprangen die Touris von der Terrasse und reservierten mit ihren Handtüchern und Strandtäschchen die Holzliegen. Wir schüttelten nur noch den Kopf. Besonders, weil der Wind teils die Handtücher davon fliegen liess. Und zwar in den frischen feuchten Sand. *chichiiii*

„Egaal, mir ham koan Stress – weil, mir san im Ualaub!“ Wir bestellten erst einmal Kaffeenachschub und diskutierten die Lage. Mike und Chris planten „Einkaufen“ zu gehen. Mike braucht neue Badeschlappen; denn seine nagelneuen 70 Euro teuren Markenschlappen von GEOX „Respira“ hinterlassen zwischen der grossen und der nächsten Zehe nicht nur schmerzende Druck-, sondern auch noch offene Scheuerspuren. Also müssen neue besser passende, wenn auch gefakte, her. Chris stellte fest, dass offensichtlich nicht nur das Hautpflegeöl ausgelaufen war und einen Teil seiner Wäsche infiltrierte, sondern zusätzlich seine elektrische Zahnbürste im Koffer während des Fluges eingeschaltet war. Die letzten Tage putzte er aus Mangel an Batterieladung mit der elektrischen auf die alte manuelle Art. Ergo: Batterien kaufen!

Und ich plante mein wenig wind- und wetterangepasstes Haar kürzen zu lassen. Den Frisör entdeckte Chris schon zwei Tage zuvor in der Nähe. Wir beendeten das Morgenmahl und wanderten durch die Hotelanlage, dann rechts über die Brücke, gleich wieder links abgebogen und kamen nach nur 100 Metern beim Frisör an. Die Lady meinte im typisch schwer verständlichen Thai-Englisch, dass die Friseuse erst gegen 14 Uhr wieder eintreffen würde. Na gut, dann tippe ich den gestrigen Tag im Hotelzimmer – Mike und Chris gehen derweil Einkaufen. Die Wolken liessen nun doch die Sonne durch und es wurde sofort merklich schwüler.

Um 11 Uhr klopfte es an meiner Zimmertür. Mike und Chris waren nach nur 45 Minuten wieder eingetroffen. Ich lud den gestrigen Urlaubsbericht samt Bilder ins Netz. Dann schnappten wir uns die Badesachen und gingen wieder hinunter am Strandrestaurant vorbei und ich blickte auf’s Meer. Als ich mich umdrehte, waren Chris und Mike verschwunden. Beide diskutierten mit den Masseurinnen und grinsten über beide Backen. Chris deutete mir an, dass er und Mike sich einer Ölmassage unterziehen. Ok, dann suche ich mir eine Liege im Schatten aus und ruhe etwas aus. Nur von was ist die Frage 🙂

Die „Schlacht um die Sonnenliegen“ mit dem typisch eigentlich deutschen Handtuchwurf ausgeführt von Österreichern schien umsonst gewesen zu sein; denn nur wenige Liegen waren tatsächlich von sich sonnenden Personen belegt. Ganz in der Nähe der Massageeinrichtung – einer grossen flachen überdachten und vom Wind geschützten Massage-Holzliege – konnte ich mich im Schatten niederlassen. Schatten finde ich in den ersten Tagen besser; denn die feine ganzjährige Büroblässe muss sich erst wieder langsam an die hier fast senkrechte Sonneneinstrahlung gewöhnen.

Grinsend verfolgte ich, wie zwei der Masseurinnen Mike und Chris so richtig durchwalkten und verbogen. Tja, das muss einfach gesund sein. Eine Stunde kostet übrigens im Schnitt 300 Baht (etwa 6 Euro). Zur Info für alle Wellnessfans. Ich schnappte mir die Kamera und schoss ein paar Bilder von der Behandlung.

Während die beiden Companieros im sanft-harten Griff der Thailänderinnen lagen, wanderte ich den Strand entlang. Offensichtlich tobte weit draussen ein heftiger Sturm; denn das Meer schäumte und die etwa zwei Meter hohen Wellen schwemmten allerhand Material an den Strand. Tags zuvor las ich in einer örtlichen Zeitung von der Initiative „Haltet den Strand sauber“. Tja, wenn das Meer halt nicht so hinterhältig wäre und den ganzen zuvor eingesammelten Plunder wieder unversehens zurück ans Land spucken würde. Aber die Natur holt sich auch vieles wieder zurück. So finden Muscheln es scheinbar witzig sich an Plastikflaschen zu kleben.

Etwas weiter fand ich ein etwa 3 Meter langes Bambusrohr mit etwa 10 Zentimeter Durchmesser. Meertang hing an der Aussenseite. Ich dachte noch „das wäre doch ein hervorragender Unterschlupf für Krebse und/oder Krabben“, bückte mich und sah in das eine offene Ende. Ha! Tatsächlich, zwei kleine Krabben lugten ängstlich hervor. Digicam eingeschaltet und mehrfach abgelichtet. Ich fotografierte auch ein grösseres Treibholzstück mit unzähligen Muscheln darauf. Nach etwa einer halben Stunde drehte ich um und latsche dort im Sand entlang, wo das Meer schäumend auf das Land trifft.

Auch Chris und Mike kam von der Massage herüber. Beide grinsten immer noch über beide Ohren und benötigten zur Beruhigung einen Kaffee samt Zigarette. Wir entschlossen uns dann die Stellung zu wechseln und bis in den späten Nachmittag unter einem grossen Baum zwischen Restaurant und Strandbar etwas zu Relaxen. Ich ging sogar kurz ins schäumende Meer! Aber ich kam mir vor, wie in der Waschmaschine: Unten kommt die Strömung von der zurück fliessenden Welle, während oben die nächste dicke Welle anrollt. Man hüpft und taucht und rudert ohne Ende. Gut, dass es so flach ist. So hat man fast immer festen Boden unter den Füssen. Übrigens: Rettungsschwimmer hat es keine. Zumindest nicht in unserem Strandabschnitt. Chris meinte auch, dass es die sonst auch nicht braucht. Das Meer wäre um diese Jahreszeit sonst „brett’l-eben“, blau und klar.

Kurz nach 14 Uhr entfernte ich mich vom Strand, um den Friseurladen „um’s Eck“ aufzusuchen. Die junge Lady liess mich auf dem Stuhl Platz nehmen, wickelte den Umhang über meine Schulter, wusch mein Haar (samt Kopfhautmassage) und ich versuchte zuerst auf Englisch, dann mit den Fingern die gewünschte Haarkürzung zu erklären. Die Konversation gestaltete sich interessant; denn ich verstand das wenigste Thai-Englisch. War da nicht etwas mit dem „r“? Deshalb machte ich mir den Spass den Spiess umzudrehen. Ich fragte, die Friseuse antwortete. So erfuhr ich, dass sie seit 5 Jahren auf Koh Samui lebte und eigentlich vom Festland an der Grenze zu Malaysia käme, ihr der Job einigermassen Spass macht und hinten im Nebenraum betreibt sie mit einer Kollegin eine Wäscherei. Dabei deutete Sie durch die Tür zur Waschmaschine, davor sass die Kollegin und sortierte einen Haufen mit Klamotten. (1 kg Wäsche für 30 Baht inkl. Bügeln). Der Haarschnitt passte, gefiel und war mit 150 Baht plus Trinkgeld nach 30 Minuten erledigt.

Frisch und schön schlenderte ich zurück zum Strand und besorgte mir als erstes einen Kaffee im Restaurant. Dann legte ich mich zu Chris und Mike in den Halbschatten des grossen Baumes. Als die Sonne langsam hinter den landeinwärts sich auftürmenden Wolken verschwand, packten wir unsere Sachen und zogen uns auf die Zimmer resp. in den Bungalow zurück. Apropos „Bungalow“: Bei der Gelegenheit sei der elektrische „Hausanschlusskasten“ und der „Hauptsicherungsautomat“ erwähnt. Den Anschlusskasten hat sich auch die Natur zurück geholt. Es wächst irgendwas blumiges heraus. Und dem Hauptschalter schalten nur Wagemutige.

Wir trafen uns gegen 20 Uhr in unserem Zimmer. Frisch geduscht und zum Abendessen hergerichtet. Diesmal planten wir eine lokale Lokalität aufzusuchen – in Lamai. Dort hatten wir uns vorgestern untergestellt, als es zu regnen begann. Also wanderten wir die wenigen Meter zu diesem Lokal (Name folgt noch) und platzierten uns an einem Tisch zur Strasse hin. Eine Bedienung brachte die Speisekarte und nahm während wir diese studierten die Getränke auf. Mike nahm einen Kokos-, ich einen Mangosaft und Chris wie üblich ein Cola.

Da es sich um ein original thailändisches Lokal handelte und wir in Thailand Urlaub machen, wäre es Blödsinn gewesen italienische Nudeln oder Pizza zu bestellen (welche es auch auf der Karte hatte). Wir wählten natürlich etwas gutes Thailändisches – logisch „spicy!“. Und uns wurde wirklich warm beim Essen. Da half kein kühlender Windhauch, der ab und zu durch das Lokal wehte und kein Lutschen irgendeines Eiswürfels. Durchhalten Männer! Rechnung für drei Personen mit jeweils einer Vor- und Hauptspeise samt Getränken etwa 700 Baht (zum Selbstumrechnen).

PeterPan mit Thaifood abgefüttert und wer erkennt es? Mit kürzeren Haaren! (genau hinsehen! oben!)

Nach dem schon wieder üppigen Mahl – mir hätten eigentlich die 4 grossen Frühlingsrollen gereicht – schrie der Körper förmlich nach Bewegung. Aber ganz langsam und gemütlich. Wegen der schwülen Luft (und gefüllten Bäuchen) gingen wir nur sehr langsam die Hauptstrasse in Lamai entlang. Als wir noch im Restaurant sassen, fuhr mehrmals ein Werbeträgerkleintransporter vorbei. Auf dem Plakat stand, dass es im „Club Bauhaus“ Cocktails für 99 Baht geben würde. Na gut. Überredet! Das Ziel wäre ausgemacht.

Das Gesamtszenario in Lamai ist allerdings deutlich ruhiger und wesentlich überschaubarer, als in Chaweng. Weniger Touri-Krimskramsläden mit dem sich wiederkehrenden Warenangebot, weniger Massagesalons, weniger pakistanische Massschneider, überhaupt ist alles sehr gemütlich für einen Urlaubsort. Wenn da nicht der groteske Platz mit den Mädchenbars wäre, könnte man sich fast dran gewöhnen. Aber „Sex sells“ und wo ein Markt ist, braucht man auf das Angebot nicht zu warten.

Wie alt ist die Parodiestory von Gerhard Polt? „Mai Ling“ (zum Video 1979)? Über 15 Jahre? Ja habe die Ehre! Und es ist grösstenteils wirklich hammermässig hinter welchen Gestalten die teils wirklich ansehnlichen Mädels da wenig motiviert dreinlaufen. Aber auf der anderen Seite gibt es auch positive Beispiele. Ich will da gar nix abstreiten. Kenne da selbst ein Pärchen in Regensburg, welches mittlerweile über 20 Jahre zusammen lebt und geschäftlich soweit ich weiss auch ein kleines Thai-Imperium aufgebaut haben. Aber die beiden haben sich sicher nicht hier kennen gelernt. Und wenn ich da an Silla aus Bodrum denke.. Aber das ist auch mehr als 20 Jahre her, waren komplett andere Randbedingungen und das gehört nicht hierher, odrrr? 😉

Backflash: Von der „Cocktailparty“ ist im Club „Bauhaus“ selbst nicht viel zu spüren. Verschiedenste Touristen und einheimische Gäste unterschiedlichstem Alter und verschiedenster Nationalitäten sitzen vor den Bartheken. Unser Platz vom letzten Mal an der Theke mit Aussicht ist frei und wir entschliessen uns dort Platz zu nehmen. Mike bestellt seinen obligatorischen „Singapore Sling“, ich den „kann ich mir schon wieder nicht merken, ich sag immer Batida de Coco, ist es aber nicht“ und Chris ein „Singa-Bier“. Wir hören der heute etwas gemischteren Musik zu und beobachten das Szenario. Eigentlich ein guter Platz mit Aussicht; denn irgendwie habe ich das Gefühl, dass jeder irgendwann mal in den „Seven Eleven Laden“ gegenüber zum Einkaufen geht/fährt. Und wir erkennen auch den ein oder anderen wieder vom letzten Mal, als es so schwer regnete. Aber irgendwie will heute keine Stimmung aufkommen.

Dann bringt ein Werbungsverteiler einen Flyer vorbei und legt diesen vor uns auf die Theke. Morgen Donnerstag findet die „Escape“-Party an der Lagune in Chaweng statt. Chris kennt die Freiluftveranstaltung von vor zwei Jahren und erzählt darüber. Das schauen wir uns morgen auf jeden Fall an. Und am Freitag ist „Halbmondparty“. Naja, die Abende scheinen gerettet zu sein. Wir zahlen und verlassen das „Bauhaus“. Chris meint, er hätte in einem Reiseführer von einem Club in Lamai gelesen „Super Sub“ oder so ähnlich. Wir fragen an einem Taxistand zwei Fahrer. Beide verstehen zuerst uns nicht und als diese uns verstehen, verstehen wir sie fast nicht. Aber soweit wir die Worte interpretieren können, schein der Club gegenüber dem grotesken Mädels-Bar-Platz zu sein. Gut, machen wir uns auf die Suche.

Auf der Suche nach dem Club „Super Sub“: Wir kommen an besagter Stelle an. Zwei schillernd verkleidete Transen stehen am Eck und drücken uns einen weiteren Flyer in die Hand. Gleich in der Bar, dort wo wir das „Super Sub“ vermuten, wäre eine Cabaret-Veranstaltung. Na, das brauchen wir jetzt wirklich nicht. Aber wir müssen da vorbei. Egal, beim Passieren des Lokals sehen wir ganze Touri-Familien samt Kind und Kegel (um kurz vor Mitternacht?) an den Tischen sitzen. (???). Dann müssten wir eigentlich den Ort erreicht haben. Vom „Super Sub“ aber keine Spur. Kein „Sie haben die Zielstrasse erreicht“ ist zu hören. Vor uns ein anderer Club namens „Seed“ (spannender Name).

Davor auf einem Barhocker eine junge Thailänderin. Ich geht zu ihr und frage nach dem „Club Super Sub“. Sie deutet mir an, dass sie kein Englisch versteht. In diesem Moment kommt ein junger Thailänder mit einer Art Uniform die Treppe herauf. Ich frage, ob er Englisch versteht. Er verneint. Ich denke „Tolle Einstellungsvoraussetzungen“. Dann ruft mich Chris und winkt. Direkt neben dem „Seed“ hinter Gebüsch eine Reklametafel – unbeleuchtet. Darauf steht „Super Sub“. Nicht nur das Schild sieht etwas mitgenommen aus, auch der gesamte Vorhof (ehem. Parkplatz) ist mit mobilen Absperrung begrenzt. Da lebt nichts mehr. Der junge Thailänder mit der Uniform kommt zu uns und zeigt auf das Gelände „Super Sub closed“. Dafür drückt er uns Gutscheine des „Seed“ in die Hand. Beim „Seed“ scheint es sich um eine Tabledance-Bar zu handeln. Wir bedanken uns freundlich und lehnen ab.

Jetzt ist aber „Ende Patente!“. Wir gehen zum Hotel zurück. Auf dem Weg dorthin besorgen Mike und ich noch den gestern angesprochenen „Notfall-Pack“ (3 Singa-Bier) in einem der „Seven Eleven Läden“. Wir lassen den Abend an der hoteleigenen um diese Zeit nicht mehr geöffneten Strandbar mit Blick auf das rauschende Meer ausklingen. Teils sitzen wir nur das Ambiente geniessend da, teils lassen wir das heute Geschehene Revue passieren und teils befassen wir uns mit dem, was morgen eventuell ansteht. Denn das Wetter soll so wechselhaft bleiben und in der ferne blitzt es bereits. Aber das macht nix; denn wir sind spontan, odrrr?

PeterPan’s Reisefotos von Koh Samui:

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Urlaub Koh Samui 26.02.2008 – Besser Dinieren in Chaweng – oder „Wer suchet der geniesst“

26. Februar 2008

Heute schliefen wir wirklich lang. Wenn ich dann einmal erwachte, sah ich aus der gläsernen Terrassentür, erblickte blauen Himmel und den Sonnenschein auf dem Dach des Hotels „Patio“ gegenüber, merkte, dass Mike auch noch schlief, sah auf die Uhr, egal, und nickte erneut ein. Mike muss zwischendurch auch immer wieder erwacht sein; denn er erzählte hinterher, dass er das „Do not disturb“-Schild an die Tür gehängt hatte. So blieben wir verschont von der „Putze“. Chris meldete sich gegen Mittag. Er sei am Strand – die Sonne scheint. Seit gestern vermutet er kleine Haustiere im Bungalow zu haben und die Glühbirne im Bad hätte sich laut krachend beim Einschalten verabschiedet.

Mike und ich schliefen weiter. Erst gegen halb zwei rappelten wir uns die Augen reibend hoch. Zuerst ging ich duschen, Mike machte Kaffee und dann wechselten wir uns ab. Vor der Abreise packte Mike geistesgegenwärtig den löslichen Kaffee ein. Die Milch dazu kauften wir in einem Laden in Lamai schon gestern. Ohne Kaffee geht gar nix am Morgen – äh – nach Mittag.

Wir packten unsere Badesachen zusammen und verliessen das Hotelzimmer, schlenderten den Weg zum Strand durch die Bungalows entlang. Unten angekommen, blickten wir zuerst über das Meer hinaus. Mike meinte nur „Is des scheee!“. Wir wandten uns dem Strandrestaurant zu „Erst mal einen Kaffee“ und setzten uns in die erste Reihe an den schweren Holztisch und ich legte die Füsse auf den Stuhl neben mir. Die hölzernen Sonnenliegen im Schatten vor dem Strandrestaurant waren vollständig bis auf wenige gefüllt mit sich sonnenden mehr oder weniger ansehnlichen Personen. Einige davon schienen schon länger hier zu sein – eher braun – und einige erst vor Kurzem angereist – blass oder mittlerweile leicht rötlich. Auf jeden Fall durchgängig europäisch.

Mike winkte dem Ober und bestellte zwei Kaffee. Ich klappte meinen Laptop auf und versuchte mich ins WLAN einzuwählen, was auch sofort funktionierte. Das gesamte Areal des Hotelkomplexes schien komplett WLAN-vernetzt zu sein. Während ich begann die Bilder von gestern von der Speicherkarte auf den Laptop zu speichern, servierte der Ober den Kaffee. Langsam gewöhnt man sich an dessen Stärke. Mit viel Milch und Zucker steht man davor ihn zu lieben. Besonders am Morgen. Sorry, es war etwa halb drei Uhr nachmittags.

Von Chris fanden wir keine Spur. Er war sicher auf die andere Seite der Lagune gewandert. Dort ist die bessere Musik und eventuell nicht so viel los. Ich tippte den Reisebericht von gestern schnell in den Laptop und kopierte das Ganze ins Web. Mike genoss derweil das Ambiente bei der ein oder anderen Zigarette. Zwischendurch genehmigten wir uns für den Flüssigkeitshaushalt und die Vitamine einen Mangojuice – frisch gekühlt. Über der Meerseite der Insel scheinte die Sonne mit blauem Himmel. Doch auf der Landseite hingen Wolken. Die Sonne verschwand dann irgendwann gegen 16 Uhr dahinter. Es kühlte aber trotzdem nicht ab. Jedoch lichteten sich die Reihen der Sonnenanbeter auf den Holzliegen.

Chris kam tatsächlich von der anderen Strandseite herüber. Er wollte sich auf’s Ohr hauen, denn er hatte sich das „komplette Programm“ gegeben. Zuerst Wasser testen, dann Ganzkörper-Ölmassage, und dann Sonne tanken. Wir verabredeten uns für später und der verschwand in seinem Bungalow neben dem Restaurant. Als ich den gestrigen Bericht im Web abspeicherte, entschlossen wir uns selbst das Meer anzutesten. Wir packten unsere Taschen auf je eine der frei gewordenen Liegen und sprangen in die leichten Wellen. Das Wasser ist gut gesalzen und „woacherl-warm“ (bayerisch). Die Uferzone verläuft flach ins Wasser. In gut 50 Metern steht man immer noch auf dem Sandgrund. Wir liessen uns treiben und genossen. Im weiten Umkreis waren wir fast die einzigen im Meer.

Nach etwa 30 Minuten Treibenlassen „flaggten“ (bayerisch für „liegen“) wir uns auf die Liegen und liessen uns vom warmen leichten Wind trocknen. Anschliessend packten wir wieder unsere Sachen und zogen uns auf das Zimmer zurück. Duschen und Herrichten war die Devise; denn gegen 19 Uhr kam Chris bei uns vorbei. Seine Planung: Auf nach Chaweng mit dem Sammeltaxi. Somit schlossen wir das Zimmer ab und kletterten die Treppe zur Eingangshalle hinab. Ein angenehmer warmer Wind kam vom Meer her. Es roch nach Salzwasser. Der Pool leuchtete blau. Vor dem Hotel winkten wir einem Sammeltaxi. Chris machte den Preis klar für die Fahrt nach Chaweng (300 Baht).

„Sammeltaxis“ sind halboffene bunt beleuchtete Kleintransporter. Die Dinger halten nach einem Winken an jeder Ecke und fahren die Gäste nach Wunsch. Hinten auf der Ladefläche befinden sich zwei Sitzbänke quer zur Fahrtrichtung. Das Heck ist offen und dient als Ein- oder Ausstieg. Seitenfenster gibt es nicht. Aber ein Dach in dessen Mitte zwei Relings zum Festhalten eingebaut sind. Der Federungskomfort ist erträglich, man sollte sich aber gut festhalten.

Zuerst führte uns die Fahrt weiter nach Lamai hinein. Nach dem „Club Bauhaus“ bog das Taxi rechts ab und fuhr durch eine Strasse, welche uns Tags zuvor wärmstens empfohlen wurde. Die Strasse säumen unzählige offene Animierschuppen. Na toll. Gute Empfehlung. Mit schneller Fahrt ging es weiter hinaus aus dem Ort auf die Umgehungsstrasse, welche sich dann irgendwann am Meer entlang den Hang hinaufschlängelt. Chris erzählte, dass die ganzen neuen Häuser am „Cliff“ vor zwei Jahren da noch nicht standen. Es wären aber schöne Plätze, um auf das Meer hinaus zu schauen und gemütlich etwas zu essen.

Wir schaukelten weiter und erreichten irgendwann Chaweng – den grössten Ort auf Koh Samui. Das Taxi fuhr langsamer durch die Beach Road. Einen Strand sieht man aber von der Strasse aus nicht. Chris meinte, der wäre gleich hinter der Häuserzeile. Wir stiegen irgendwo in der Mitte der Beach Road aus und schlenderten auf ihr entlang. Chaweng kann man sich vorstellen, wie jeden anderen durch Tourismus entstandenen und gewachsenen Ort. Alles künstlich. Man könnte hier alles kaufen, von Bekleidung bis zu DVDs, Handtaschen für die Dame und natürlich Schuhe. Unzählige Läden und Basare säumen die Strasse auf beiden Seiten. Leuchtreklame, Strassenbeleuchtung, und lärmende Bars. Zusammen mit den Rollern, den hupenden Taxis und den Touristen eine faszinierende Mischung.

Nach etwa 30 Minuten Herumwandern entdeckte Chris ein interessantes Lokal. In den offenen Fenstern rieselte Wasser auf halber Höhe aus langen Blumengefässen heraus, welche mit einer Art Gras bewachsen waren. Aus dem inneren erklang gemütliche Jazzmusik von einer Livekombo. Wir entschlossen uns das Restaurant näher anzusehen. Und es gefiel. Gediegene Einrichtung. Ein gläserner „Weinkeller“ in der Mitte des Lokals. Eine Dame führte uns zu einem Tisch mit Ausblick auf die Strasse. Die Karte versprach ein feines Essen. Es handelt sich um das „Red Snapper Bar & Restaurant„.

Es schien wie eine Ruheoase inmitten des Troubles zu sein. Wir lehnten uns zurück und lasen die Speisekarte durch. Die Entscheidung gestaltete sich schwierig. Lauter leckere Sachen. Mike bestellte sich einen Cesar-Salad, Chris Chickensticks in the Box und ich eine Mushroom-Suppe mit Garlic. Anschliessend nahm Mike ein Stroganow auf Kartoffel, Chris hatte Red Snapper und ich bestellte mir „White Prawn on Whitewine and Rice“. Alles nach Erinnerung. Die genauen Beschreibungen sind seitenlang.

Und: Das Essen schmeckte vorzüglich, delikat, grandios, extrem lecker! Die Bedienungen waren perfekt, freundlich, zuvorkommen. Und das Lokal verdient 5 PeterPan-Sterne in Gold. Nur den Sänger würde ich auswechseln. Die Sängerin war erstklassig. Eigentlich wäre eine Zigarre das Richtige für „Danach“ gewesen. Aber Chris drängte uns zum Aufbruch. Vor zwei Jahren fand er sich immer nach der Disco in einem Lokal direkt an der Beach Road – es nennt sich „Solo Bar“.

Die „Solo Bar“ ist eigentlich nicht zu übersehen – besser „zu überhören“. Der Techno-/House-Sound ist von guter Distanz zu hören. Die JBL-Boxen geben dem hohen offenen Raum eine extrem gleichmässige Beschallung. An einer Abzweigung gelegen, öffnet sich die im hinteren Teil 2-etagige Bar eben nach zwei Seiten – ohne Fenster oder ähnlichem. Unten stehen flache Sitzmöbel und im hinteren Teil der prophylaktische Billardtisch. Dazwischen nimmt der DJ seine Fläche in Beschlag. An der Decke hängen ein paar Gobo-Scanner. Vor der Bar nehmen wir Platz (zur guten Aussicht). Das Publikum ist durchwachsen – jedes Alter und unterschiedlichste Alkohol-/Blutkonzentrationen. Vor uns nehmen zwei stark durchtrainierte und schwerstens tätowierte den Drink gleich in Eimern mit. Neben Chris an der Ecke der Bar lassen sich drei Ladyboys wild kichernd, hampelnd und kreischend nieder. Wir bleiben beim Bier aus Flaschen.

Die Musik ist extrem gut. Vor dem Eingang jongliert eine Bedienung mit allem was man so zum Servieren eines Drinks braucht – Flaschen, Gläser, Mixer, sogar Flambieren kann er im Flug. Von unserer Position lässt sich das Lokal gut überblicken. Aber die Aussicht ist durchwachsen.

Nach je zwei Bier verlassen wir die „Solo Bar“ wieder und schnappen uns gegen 1 Uhr ein Sammeltaxi, das uns zurück zum Hotel bringt. Ich schlage vor noch an den Strand hinunter zu gehen. Die beiden Jungs nicken und gehen leise diskutierend den Weg zwischen den Bungalows hinunter. Wir lassen uns auf der Liegefläche der Massagedamen nieder, welche nun ganz verlassen ist. Wir schauen auf’s leicht wellenschlagende Meer. Vom Mond scheint die untere Hälfte abgeschnitten worden zu sein. Die Strandbar hat leider geschlossen, sonst hätten wir uns einen Absacker besorgt – nur der Nachtwächter sitzt noch dort. Wir sollten uns einen kleinen Vorrat für den Notfall anschaffen. Man weiss ja nie.

PeterPan’s Restaurant-Tipp:

Red Snapper at Chaweng Regent
Chaweng Beach Road, Chaweng Center
155/4, Moo 2, Tambon Bo Phut
84320 Koh Samui, Suratthani, Thailand
Tel: 0 7742 2008-10, 0 7742 2389-90, 0 7723 0391-400 Ext.557
Fax: 0 7742 2222, 0 7723 1013
E-mail: admn@chawengregent.com 
Website: http://www.chawengregent.com

PeterPan’s Link-Tipp:

PeterPan’s Reisefotos von Koh Samui:

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Urlaub Koh Samui 25.02.2008 – Am Abend thailändisch Essen und Tanzen im Patio und der grosse Regen in der Trockenzeit

26. Februar 2008

Nachdem wir uns etwas ausruhten, holte uns Chris ab. Er erzählte uns von der etwas unruhigen Nacht. Wir zogen uns um und machten uns ausgehfertig. Dann gingen wir die Treppe hinunter zum Pool und durch den Haupteingang des Hotels. Zuerst etwas Essen war geplant. Das Hotel „Patio“ nebenan schien die richtige Wahl zu sein. Ansehen kostet ja nichts. Wir stiegen die breite Treppe hinauf und durchschritten die sehr schöne offene Eingangshalle, begrüssten die Damen an der Rezeption und liefen die Treppe auf der anderen Seite der Eingangshalle wieder hinab.

Das Hotel „Patio“ besitzt seinen Namen zurecht. Um einen Innenhof gruppieren sich zwei Langhäuser mit hohen Türen. Dahinter befindet sich ein kleiner Garten, der vor den eigentlichen Wohnräumlichkeiten liegt. Sehr schön im thailändischen Architekturstil eingerichtet. Wir durchschritten den Hof und erreichten den Restaurationsbereich, welchen ein Garten mit Teichen einfasst und man über Brücken betritt. Auf quadratischen hellen Steinsäulen trohnt die hölzerne achteckige Kuppel. In der Mitte befindet sich eine ebenso achteckige Bar. Das Restaurant selbst ist wieder ein eigenes offenes Gebäude, allerdings quadratisch. Dazwischen befindet sich eine Pagode und davor ein quadratisches Becken mit grossen metallischen Gefässen, die wie überdimensionale Blumentöpfe aussehen. Der gesamte Restaurationsbereich öffnet sich mit einer die gesamte Breite der Anlage umfassenden Treppe dem Strand bzw. Meer hin. Es sieht alles sehr edel und durchdacht angelegt aus.

Wir werden von einem Rezeptionisten empfangen, der uns nach der Reservierung fragt. Natürlich besitzen wir keine und er fragt bei einer Dame hinter einem Stehpult nach, wo noch Platz sei. Er führt uns zu einem Tisch im Barpavillon nebenan. Wir haben einen schönen Blick auf das flache Becken und die quadratische Pagode. Kurz darauf bringt der Ober die Getränke- und Speisenkarten. Für den Durst entscheiden wir uns für je einen Mangoshake. Dann sehen wir uns die Karte an. Diese scheint für europäische Gäste angepasst zu sein. Erst nach Teigwarengerichten und Pizzas finden wir thailändische Speisen. Wir wählen als Vorspeise Frühlingsrollen mit Gemüse- und Fischfüllung. Als Hauptgang Hühnchen und Reis auf Gemüse (Mike), Fischfilets süss/sauer auf Reis (Peter) und Mixed Fish auf Reis (Chris).

Dann erfahren wir, warum man uns nach einer Reservation fragte. In der Pagode zwischen Restaurant und Bar nehmen vier Musiker auf dem Boden Platz. Die beiden vorderen sitzen hinter einer Art hängendes Xylophon, die hinteren beiden Musiker spielen Schlaginstrumente – eine Art Bongo. Während wir die Vorspeise geniessen, treten dann in traditionelle Gewänder gehüllte Tänzerinnen auf. Das rechteckige Wasserbecken dient als Tanzfläche. Das Wasser bedeckt eine grosse Granitplatte nur wenige Zentimeter. So sieht es aus, als würden die Tänzerinnen auf dem Wasser stehen.

Die Tänzerinnen ziehen sich mehrmals um und es gelingt mir ein paar tolle Fotos in diesen grandiosen Ambiente zu schiessen. Wir geniessen das sehr gute Essen und den Glücksgriff dieser Veranstaltung beiwohnen zu dürfen. Nachdem die Tanzdarbietung beendet ist, nehmen wir noch einen Kaffee und verlassen den Ort über die grosse Treppe zum Strand hin.

Die Lufttemperatur liegt bei etwa 26 Grad – also ein lauer Abend. Vom Meer her kommt eine leichte Briese zu uns herüber. Die Sterne leuchten, nur der Mond fehlt heute. Immer wieder steigen gelb leuchtende „Wunschballons“ in der Ferne auf. Das ist ein thailändischer Brauch einen Papierballon steigen zu lassen. Unten hängt eine Kerze als Wärmequelle – sozusagen ein Miniheissluftballon. Ausser uns sind nur ganz wenige weitere Personen am Strand. Wir geniessen die Ruhe und das Rauschen des Meeres und wandern immer weiter von unserem Hotel weg. In diesem Strandabschnitt scheint es lediglich ein paar wenige Strandbars zu geben. Und wenn, dann gehören diese zu einer Bungalow-Anlage und nur ein paar Gäste sitzen davor oder darin. Wir entdecken das „Chill-In“. Es soll eine bekannte Lokalität in Lamai sein, direkt am Strand. Auch hier nur wenige Gäste und die Musik ist nicht unbedingt unser Ding. Wir wandern weiter und entschliessen uns schliesslich durch eine Hotelanlage zur Hauptstrasse zu gehen. Vielleicht ist dort mehr los.

Wir schlendern durch die Hotelanlage, die als Gartenanlage mit hohen Palmen und Farnen, wie ein Urwald erscheint. Dann erreichen wir die Hauptstrasse mit den vielen Geschäften und Bars. Auch hier ist nicht unbedingt „die Hölle“ los. Ein paar Roller und Taxis kommen uns entgegen. Chris schlägt den „Club Bauhaus“ vor und wir suchen diesen. Nach wenigen Metern dringt etwas lautere Musik an unser Ohr und tatsächlich. Gegenüber eines „Seven-Eleven“ befindet sich das „Bauhaus“ Ein paar wenige Gäste sitzen um 22 Uhr darin. Die Musik ist hörbar und so entschliessen wir uns auf vorerst ein Bier dort zu verweilen. Wir setzen uns an die Theke zur Strasse hin, um das Treiben zu beobachten. Eine Bedienung bringt uns je eine „Singa-Bier“ und wir schauen uns um. Heute – Montag – soll eine Schaumparty angesagt sein, steht auf einem grossen Plakat am Eingang. Na denn mal abwarten.

Zuerst nieselt es nur eine zeitlang leicht. Aber plötzlich beginnt es wie aus Eimern zu schütten. Die wenigen Leute auf der Strasse suchen einen Unterstand oder flüchten in angrenzende Bars oder unter Schirme. Strassenhändler versuchen schnell ihre Ware in Sicherheit zu bringen.

Trotz des kräftigen Regens fahren immer wieder Roller vorbei. Teils in Plastikumhänge gehüllt, teils mit aufgespannten Schirmen. Von den Dächern und den Regenrinnen läuft der Regen wie aus Wasserfällen herunter.

Nach etwa einer Stunde ist der Spuk vorbei. Wir trinken unser Bier aus und entschliessen uns zurück zum Hotel zu gehen. Es ist etwa 1 Uhr morgens. Wir kommen an interessanten und teils bizarren Bars vorbei. In einer spielt eine Live-Band Rockmusik. In einer anderen gegenüber tanzen zwei Mädchen an je einer Stange. Kurios dabei ist jedoch, dass nur etwa fünf oder acht Gäste an der Theke sitzen, zusätzlich zu etwa zehn weiteren thailändischen Mädchen. Wir schlendern weiter und erreichen einen extrem unrealen Ort. Auf einem Platz stehen unzählige gleich gebaute offene Bars. Aus jeder einzelnen dicht an dicht schalt eine andere laute Musik. Der gesamte Platz strahlt von der Leuchtreklame her rötlich/violett. Rund um die Bars und darin zahllose Thai-Mädchen. Freundlich, aber bestimmt wehren wir nette „Einladungen“ ab. Nein, das ist nix für uns. Nur kein Stress im Urlaub.

Wir wandern die Strasse weiter und je weiter wir kommen um so verlassener und dunkler wirken die Gebäue. Vereinzelt noch auf der einen oder anderen Strassenseite eine Bar oder ein Massagesalon. Aber sonst sind die Läden geschlossen – kurz nach Mitternacht. Auch an der Billard-Bar vom Nachmittag kommen wir vorbei. Dieser ist noch geöffnet gegen halb Zwei. Auch hier rufen die Mädels herüber. Wir winken und gehen weiter. Lieber noch ein Bier an unserer Strandbar. Das ist etwas ruhiger und gemütlicher.

Im Hotel angekommen, begleiten wir Chris zum Bungalow. Die Strandbar ist geschlossen, aber im Restaurant an der Bar sitzen noch 3 Personen. Wir gesellen uns dazu und bestellen noch je ein Bier. Wir kommen mit den aus Wien beziehungsweise aus Mainz angereisten Stammgästen ins Gespräch. Somit nehmen wir noch ein Bier und geniessen das ruhige gemütliche Ambiente direkt am Meer. Gegen 3 Uhr fallen wir ins Bett. Morgen soll die Sonne sich endlich zeigen. Abwarten.

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Urlaub Koh Samui 25.02.2008 – Sandstrand, Palmen, Meer und Regen?

25. Februar 2008

Nachdem schon eine besorgte Anfrage aus Regensburg bei uns ankam: „Regnet es wirklich pausenlos? Ist das Wetter wirklich so mies?“ hier nun ein kleiner Update zum Thema „Wetter auf Koh Samui“:

Also, das letzte Mal so richtig Sonne gesehen haben wir a) in Zürich b) in Regensburg c) in München und d) in Bangkok. Wie bereits berichtet, hängen tagsüber Wolken über Koh Samui. Aber, es bleibt zu erwähnen, dass es uns nicht schlecht geht. Mike und ich ärgern uns überhaupt nicht, kein Blödsinn, ehrlich. Wie ich der Fragestellerin (keine Namen nennen, ratet, beginnt mit „A“ und hört mit „A“ auf) bereits am Freitag mitteilte, geht es uns Dreien um „Erholung“! Das ist doch langweilig? Nein, mit Nichten! Wir schlafen lange, Frühstücken gemütlich, wandern bei weniger oder keinem Regen durch Lamai, sitzen irgendwo bei einem Kaffee, oder Abends in einer der vielen Bars, wenn es regnet und gehen unserer Lieblingsbeschäftigung dabei nach: Beobachten und Kommentieren!

Nun aber zur aktuellen Wetterlage in Koh Samui, dem Ausblick und wie ist es denn eigentlich statistisch gesehen? Hierzu bemühe wir die aktuelle Satellitenkarte.


Source kohsamui-spas.com

So, sieht es momentan aus. Schwere Regenfälle ziehen von links unten nach rechts oben. Offensichtlich regnet das Meiste davon bei Thailand ab. Hinter Thailand – der kleine winzige schwarze Fleck rechts neben Thailand – das ist Koh Samui. Ich glaub ich male noch einen roten Kreis drum herum. Es kommt kein Wind zu uns herüber. Nur der Rest der Regenwolken. Deshalb regnet es bei uns nicht so stark (siehe linke Seite von Thailand die violetten Flecken). Nur ab und zu erwischt es uns halt zeitweise.

Nun sehen wir uns den Forecast – die Vorhersage für die nächsten 24 bzw. 48 Stunden an:


Source samuixl.com

Heute hat es also leicht geregnet. Stimmt! Es hat am Abend sogar richtig tropisch geschüttet – ganze 20 Minuten lang. Bilder gibt es morgen. Bei „kühlen“ 25 Grad Luft- und „saukalten“ 27 Grad Wassertemperatur. Also, falls es uns an der Luft zu kalt ist, dann wärmen wir uns im Wasser auf :-). Für morgen – Dienstag – sieht es folgendermassen gut lesbar aus: „allgemein sonnig, vereinzelt Gewitter möglich“. Wir sind also guter Hoffnung, dass morgen doch mal die Sonne zumindest zeitweise zwischen den Wolken herauskommt. Wie auch jetzt um 3 Uhr Nachts die Sterne bei voller Windstille durchscheinen. (siehe auch Bilder vom Mond – ich glaube gestern?). Und genauso soll das Wetter auch in den nächsten Tagen sein: sonnig, gewittrig, bei Lufttemperaturen um die 27 Grad.

Zuletzt noch ein Blick in die Wetterstatistik für Koh Samui.


(Draufklicken zum Vergrössern)
Source samuixl.com

Das rötliche ist die Lufttemperatur und das blaue (erraten!) die Niederschlagsmenge im Durchschnitt der letzten Jahre. Wir sind im Februar. Da steht in der Statistik „9 mm“! Also so gut wie nix! Temperatur so um die 26 Grad. Stimmt! Nur die 9 mm Regenmenge hatten wir heute am frühen Abend in 2 Minuten. Aber: Wir sassen in einem Lokal in Lamai, welches sich sinnigerweise „Club Bauhaus“ nennt und zwar trockenen Fusses mit Blick auf die Strasse bei einem gemütlichen Singa-Bier vor uns auf dem Tresen. Ich fotografierte vorbeifahrende Roller-Fahrer und -Fahrerinnen im strömenden Regen 🙂 Also, keine Sorge – uns geht’s gut. Aber trotzdem besten Dank der Nachfrage. Und: Andrea, es wird alles gut, wenn Du hier demnächst Urlaub machst 😉 Wir sind die Regenmacher, wenn Engel reisen, dann scheint die Sonne, odrrr?

PS: Übrigens: Mam ist endlich erfolgreich online! *jubel* Per extreme Fernwartung bekamen wir das Problem irgendwie in den Griff!

UPDATE 26.02.2008: Nach einer heftigen Beschwerde bei der Reiseleitung und dem Hotelmanagement, welche dann die örtliche Regierung spät nachts aufweckte, um die aktuelle Wetterlage in einer Eilsitzung zusammen mit den obersten religiösen Führern zu besprechen, versprach man uns direkten Kontakt mit Petrus aufzunehmen. Das Ergebnis: Heute scheint die Sonne!

Koh-Samui-2008-Tag03-147

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Urlaub Koh Samui 25.02.2008 – Erste Eindrücke und Beobachtungen in Lamai Beach

25. Februar 2008

So, wenn ich schon dabei bin, dann schreib ich den heutigen Tag mit den Erlebnissen bisher auch gleich noch. Übrigens: Das Hotel hat WLAN. Der Zugang kostet pro Woche 500 Baht (=10 Euro). Ich sitze gemütlich entweder im Hotelzimmer (klimatisiert) oder im Strandrestaurant mit Blick aufs Meer. Nur mal so zur Info 🙂

Wir schliefen lang, tief und fest. Chris klopfte bei uns Punkt 9 Uhr. Wir rappelten uns aus den Federn und zogen uns an. Dann wanderten wir zwischen den Pavillons zum Strandrestaurant. Es regnete immer noch. Die Wetterseiten des offenen Restaurants schützten Plastikplanen vor dem warmen Nass. Sämtliche Tische waren besetzt – zum Erschrecken in der überwiegenden Mehrzahl mit deutschsprachigen Feriengästen. Das Buffet sah interessant, wohl aber einfach aus. Ich benötigte zuerst einmal nur einen Kaffee. Den brachte eine der Serviererinnen vorbei. Mit dem ersten Schluck kamen die Lebensgeister zurück und die halb offenen Augen öffneten sich langsam ganz. Ganz schön stark das Gebräu.

Mike und Chris testeten eine thailändische Mahlzeit. Und stellten fest, dass diese etwas zu sehr „hot“ gewürzt war. Ich liess mir ein Spiegelei machen und nahm noch Schinken und Speck dazu. Ein halber Liter Saft schaffte den Vitaminausgleich zusammen mit einer abschliessenden Portion Ananas- und Mangofrüchten.

Mike besitzt eine magische Anziehungskraft auf Katzen. Egal wo, sollte eine oder mehrere dieser haarigen Monster in der Nähe sein, nach wenigen Minuten kuscheln die bei Mike unterm Tisch. So auch diesmal. Zwei kleine schwarze junge Schleicher begaben sich in Mike’s Nähe. Vielleicht beruht die Anziehungskraft auch an den kleinen Leckereien, die Mike stets verabreicht. Etwas „hot“ Fleischstückchen oder einen Finger voll Milch scheinen auszureichen.

Chris erzählte währenddessen von seinen nächtlichen Erlebnissen. Zum einen schien bei ihm der letzte „Singapore-Sling“ etwas zu heftig gemischt worden zu sein; denn er gab diesen samt sämtlichen anderen im Magen befindlichen Flüssig- und Feststoffen des nächtens wieder her. Zum anderen zog sein in direkter Umgebung zur Strandbar gelegener Pavillon eine anziehende Wirkung auf deren späte Gäste auszuüben. Zumindest seine Terrasse; denn dort hatten sich gegen 2:30 Uhr ein paar Gäste eingefunden, deren Gespräche und ein Raketengeballer ihn geweckt hatte. Raketen? Scheinbar feierte man am Strand von Lamai öfter Mal mit Raketen.

Als er dann morgens seinen Koffer komplett auspackte, stellte Chris fest, dass sein Kokosöl geplatzt war. Somit roch ein Teil seiner Wäsche nicht nur gut, sondern musste auch gleich zur Wäscherei gegeben werden. (Kostenpunkt 50 Baht = 1 Euro inkl. Bügeln). Beim Versuch zu duschen musste er in kauf nehmen, dass das Wasser nur leise plätscherte. Der Wasserdruck liess zu wünschen übrig. Aber wir vermuten, dass just in diesem Moment einige andere Gäste ebenso unter der Dusche stehen würden. Mal abwarten.

Nach dem Frühstück trafen Mike und ich unseren „local Travelagent“, mit dem wir schon wieder die Abreiseformalitäten besprachen. Wir würden am letzten Tag um 6 Uhr (!!!) vom Hotel abgeholt, um unseren „Early Fly to Bangkok“ zu erwischen. Aber daran wollen wir jetzt einfach noch überhaupt nicht im entferntesten denken. Wir stehen ja erst am Anfang unseres Urlaubs. Früh aufstehen – pah! Alle anderen vorgestellten „Touristenaktivitäten“, wie Elefantenreiten oder Besichtigungen von irgendwelchen Krokodilfarmen wehrten wir freundlich aber bestimmt ab. Wir versuchen ja immer weit weg von den üblichen Touristenrouten zu bleiben.

Dann wechselten wir in der praktisch gelegenen Bank (direkt gegenüber des Hotels) etwas Geld und machten uns auf Schusters Rappen auf den Weg Lamai Beach zu erkunden. Erwähnte ich, dass es immer noch bewölkt war? Ja, und es soll die nächsten Tage auch so bleiben. Gute Wahl! Somit fallen Strandaktivitäten und „in der Sonne braten“ erst einmal für uns flach. Aber egal. Wir liefen also die „Mainstreet“ entlang. Hupende Taxis wie in Bali gibt es hier deutlich weniger. Die einzigen, die uns anquatschen sind die Kundenfänger vor Schneidereien und die obligatorischen mehr oder weniger hübschen Ladies vor Massageläden. Aber wir wehren die Anmache freundlich aber bestimmt ab.

Wie es in Lamai aussieht? Tja, wie in jedem anderen durch Tourismus geprägten Ort. Bars und Restaurants wechseln sich mit T-Shirt-, DVD-, Jeans-, Sonnenbrillen- und sonstigen Krimskramsläden ab. Zwischendurch mal wieder ein Bankomat oder ein „Seven-Eleven“-Lebensmittelladen. Ach, die Rollerverleihschuppen hab noch ganz vergessen. Roller prägen das Strassenbild. Es wird ohne Helm gefahren – bei dem schwülen Klima kein Wunder. Zwischendurch fahren auch ganz abenteuerliche Kisten vorbei. Wir laufen eine Runde und als es zu regnen beginnt, suchen wir Schutz in einem offenen aber gedeckten Restaurant. Eine gute Gelegenheit vorbeiziehende oder -fahrende Passanten und Touristen zu beobachten.

Eigentlich ist gar nicht viel los in Lamai – personenmässig. Es sieht am Tag alles ganz ruhig und gelassen aus. Wir sind gespannt, wie es abends aussehen wird. Nach der „anstrengenden“ Wanderung durch Lamai Beach gingen wir zurück zum Hotel und zogen uns in die Zimmer resp. ins Pavillon zurück. Wir mussten noch etwas Schlaf nachholen – schliesslich fehlt uns durch die 6 Stunden Zeitverschiebung ein halber Tag.

Übrigens: So sieht unsere Bleibe aus:

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