06.06.2008 – „Das EM08 Weekend“ oder „Public Viewing zu Hause mit vielen Gästen“

8. Juni 2008

Schon am Freitag begann unser „EM08 Weekend“. Unsere Gäste für Freitag – Olivia und Jeannine – kamen mit ein wenig Verspätung. Frau hatte sich ein ganz leicht im Aargau verfahren. Mike und ich lernten die beiden im Frühjahr in Lamai kennen, als wir mit dem Sammeltaxi zur „Escape“-Party fuhren. Somit kochte ich natürlich etwas Thailändisches: Chicken Sweet and Hot with „Flied Lice“. Ja, ich kann kochen – wenn ich will 🙂

Natürlich mussten beide den SBW-Visums-Antrag ausfüllen, bevor sie bayerisches Territorium betreten durften. Olivia brachte mir weitere schöne Pflanzen thailändischen Ursprungs für meine Sammlung mit. Eine Curcuma Cyanensis (Gelbwurzel, Gelbwurz, indischer Safran) und eine Adenium Obesum (Wüstenrose). Ausserdem eine Efeutute für mein „Experimental-Projekt„. Wir liessen es uns schmecken und plauderten viel. Gegen Mitternacht starteten die beiden Ladies wieder mit dem Versprechen demnächst wieder vorbei zu schauen.

Am TagX – EM08 Beginn – fuhren Mike und ich zuerst einmal zum Einkaufen. Martin kündigte sich kurz nach dem Frühstück – gegen 13 Uhr an und fuhr gleich mit. Auf der Liste standen neben einem Holzkohlegrill eben Lebensmittel für die Gäste der nächsten beiden Tage.

Zuerst hissten wir zum ersten Mal feierlich die Bayerische Staatsflagge. Diese kaufte Mike auf der Warendult in Regensburg. Die Stange dazu im Jumbo. Dort machten wir ein „Schnäppchen“: Einen Schlauchwagen, den Martin und Mike sofort zusammen bauten. Währenddessen richtete ich meinen „Nudelsalat ala Pan“ her.

Gegen 17 Uhr kam Chrigel an und brachte die T-Bone-Steaks mit, welche Bruder Martin Tags zuvor frisch „geschlachtet“ hatte. Um 18 Uhr begann dann die EM08 mit dem Spiel Schweiz gegen Tschechien, das die Schweiz prompt verlor, natürlich vollkommen unglücklich.

Nachdem die beiden Mädels – Moni und Tina – mit erheblicher Verspätung (Navigationsgerät wäre toll!) eintrafen, konnten die hungrigen Männer endlich den heissen Grillrost mit den Steaks belegen. Nein, nicht alle gleichzeitig: Martin übernahm das Grillen fachmännisch.

Vor dem zweiten Spiel (Türkei – Portugal) schlugen wir gewaltig zu – Essens-mässig! Anschliessend wurde es recht lustig.

Aber das sollte noch nicht das „Letzte“ sein. Spät – sehr spät – erreichten schliesslich Mam, Uschi und Willy noch das Ziel. Sie trafen irgendwann nach Mitternacht ein. Und brachten Mike’s neues Bett und viel Gaudi mit.

Wir plauderten und blödelten bis spät in die Nacht.

Nachdem Uschi und Willy am Sonntag zu Fuss die Umgebung erkundeten, gab es es ein anständiges, kräftiges Frühstück (gegen Mittag). Anschliessend bauten wir gemeinsam Mike’s neues Bett auf.

Während die einen sich verabschiedeten, traf der nächste hohe Besuch bei den Sperlix-Brothers ein: Sperlich Tom mit Gattin Edith. Letztere brachte einen leckeren Schochki-Chuchä mit. Natürlich ging es sofort an das Ausfüllen des SBW-Visums. Dann erwarteten wir bei Chüppli und Bier den Anpfiff zum ersten Sonntag-Spiel: Österreich erwartete Kroatien – und verlor.

Wir freuten uns auf das nächste Spiel mit bayerischer Beteiligung: Deutschland – Polen. Schweinsteiger bereitete das 2:0 vor. Podolski traf gleich zwei Mal. So ging unser „Public Viewing EM08 Weekend“ zu Ende.


04.06.2008 – Projekt „Waterworld II: Garnelen im Glas“ – aktueller Stand

5. Juni 2008

Tja, aller Anfang ist schwer. Die im Qualipet gekauften Amano-Garnelen sind leider in einen anderen Zustand gewechselt: Den unsichtbaren. Somit befinden sich im „blauen Windlicht“ momentan nur der Schwarm „rote Neon“. Aber man lernt ja dazu. Somit suchte ich Kontakt zu einem Profi – und fand diesen in Form von Reto via Garnelen-Forum (CH). Über seine Website bietet er diverse Zwerg-Garnelen aus eigener Zucht zum Verkauf an. Per Mail kontaktiert, vereinbarten wir am Sonntag Abend einen Abholtermin.

garnelen00002garnelen00003
garnelen00005garnelen00004

Somit erstand ich jeweils ein Dutzend „Red Fire“ und „White Perl“ im jugendlichen Alter nebst einem Büschel Wasserpflanzen. Diese „wohnen“ nun seit Sonntag vorübergehend in einem grösseren Deko-Einweckglas.

Es regnete die letzten Tage in Strömen. Und so sammelte ich Regenwasser – eigentlich für die Grünpflanzen in der Wohnung. Da ich vermute dass meine erste Besatzung Amanos an „Überkalkung“ verstorben sind (weisse milchige Verfärbung), dürfte angenommen werden, dass das Leitungswasser die Schuld trägt. Deshalb füllte ich das vom Transport im Beutel befindliche Wasser mit Regenwasser auf. Auch das Wasser im „blauen Windlicht“ ergänzte ich mit Regenwasser.

Garnelen scheinen nicht nur Algen und die im Glas befindliche Grünpflanze pausenlos zu verspeisen, sondern alles was nicht niet und nagelfest ist. So fand ich eine Futterliste im Internet, die Obst, Gemüse und Grünzeug enthält. Darunter z.B. „Brennnessel, vorher mit heissem Wasser abgebrüht, um die Nesseln weicher zu machen“. Brennessel wächst hier in Jonen gleich ein paar Schritt weit am Waldesrand. Und es schmeckt ihnen tatsächlich.

Nun „schau mer amal“, ob wir am Wochenende das Projekt „Thai River“ in Angriff nehmen können.


27.05.2008 – Projekt „Waterworld II“ oder „Garnelen im Glas“

28. Mai 2008

Heute fuhr ich nach der Arbeit nach Schlieren. Dort parkte ich in der Tiefgarage im Lilien-Einkaufszentrum und kaufte ein paar Lebensmittel. Dann fiel mir ein, dass direkt neben der Post sich eine der Tierhandlungsfilialen befindet. Ich betrat den „Qualipet“-Laden eigentlich ohne bestimmtes Ziel. Ich sah mir die Aquarien und die darin befindlichen Zierfische an. Dann wanderte ich durch die Regale und nahm mir einen kleinen Kescher mit. Den brauche ich für die Reinigung der beiden Gläser aus dem „Waterworld“-Projekt Nummer 1 – Die Fische fischt man damit nämlich ab.

Dann sah ich mir die Aquarien genauer an und entdeckte Garnelen. Von „Garnelen“ las ich bereits auf einer sehr informativen Website: Labyrinthfische.de, als ich nach Infos zu Kampffischen suchte. Diese interessanten wirbellosen Lebewesen wären eine interessante Befüllung für meine Sammlung an speziellen Aquarien; denn die Garnelen dienen als Putztrupp. Hinzu kam, das mir am Wochenende ein grösserer Glasbehälter in die Hände, als Mike und ich im Einkaufszentrum „Arcaden“ unsere Besorgungen erledigten. Diesen plante ich zu befüllen und die Garnelen aus Asien gefielen mir. Ich rief die Dame und während ich feinkörnigen blauen Kies besorgte, fing sie mir 4 Stück Amano-Garnelen (Caridina japonica) aus dem Aquarium.

garnelen00001

Und so nahm das Projekt „Waterworld II“ oder „Garnelen im Glas“ seinen Anfang. Ich verlud vorsichtig die neuesten tierischen Errungenschaften in den Boxster und fuhr direkt nach Hause. Dort schaute ich im Beutel nach, ob die Garnelen die Fahrt überlebt hatten. Ziemlich nervös schwammen diese im Beutel herum.

garnelen00002

Dann schnappte ich mir einen Eimer und leerte die 5 Kilogramm blauen Kies hinein. Zuerst wusch ich nämlich diesen. Anschliessend befüllte ich auf der Terrasse den Glasbehälter, der eigentlich ein grosses Windlicht darstellen sollte, mit dem gewaschenen Kies.

garnelen00003

Ich trug den Glasbehälter zurück in die Küche und befüllte ihn halb mit Wasser. Dann schnappte ich mir die beiden Projekte „Waterworld I“ und pflanzte die Wasserpflanzen um. Ja, Wasserpflanzen hatte ich dummerweise nicht besorgt – kommt noch.

garnelen00004

Die nächsten zwei Stunden vertrieb ich mir damit den neu angelegten Rasen zu wässern. Es hatte heute nämlich in Zürich den heissesten Tag in diesem Jahr. Die Sonne wurde zwar die meiste Zeit von Wolken verdeckt, aber der Fön und der Wüstenwind liess das Thermometer auf über 30 Grad ansteigen. Gegen Abend flaute der Fön ab und ich schaltete den Rasensprenger ein.

Warum? Einmal damit das frische Grün vor unserer Terrasse nicht vertrocknet und zum Zweiten, damit sich die Wassertemperatur im neuen Behälter der Temperatur bei den bestehenden „Waterworlds“ anpassen kann. Somit bekommen die Fische und Garnelen keinen Temperaturschock.

garnelen00005

Anschliessend startete ich den ersten Versuch: Zuerst siedelte ich die Neon um, indem ich das Glas in eine flache Plastikschüssel leerte und anschliessend den Inhalt über die flache Hand in das „Windlichtglas“ laufen liess – samt der Neon. So verwirbelte das Wasser den feinen Kies nicht auf und die Pflanzen blieben dort, wo sie sein sollten.

Nach einer weiteren Stunde sah ich nach, ob die Fischlein den Umzug überlebten. Ergebnis: Alles wohlauf! Dann nahm ich den Kescher und fing den Kampffisch aus dem Glaspokal zur Umsiedlung. Ha! Der Kampffisch freute sich nicht nur über die Gesellschaft der sieben Neon, sonder ging sofort auf die Jagd nach ihnen. Das klappt somit nicht. Schnell schnappte ich mir den Kampffisch wieder mit dem Kescher und es ging für ihn zurück in den Glaspokal.

garnelen00006

Somit nahm ich den Beutel mit den Garnelen und füllte diese vorsichtig in die flache Plastikschüssel. Von dort aus ging es für sie auch in das Windlichtglas. Und: Es schien ihnen zu gefallen. Die Neon kümmerten sich nicht um die Garnelen und umgekehrt, sondern erkundeten die Umgebung. Die Neon schwammen anfänglich gruppenmässig in die eine Richtung ein paar Runden, wendeten dann und schwammen in die andere Richtung. Man konnte glatt Rundenzeiten nehmen.

Der Kampffisch schaut dem Treiben sehr interessiert zu und findet es wahrscheinlich schade, dass er sich keinen netten Happen genehmigen kann. Tja! Pech für Oskar! Und schon hat er seinen Namen weg. „Oskar, der Kampffisch“.

Mittlerweile sind die Fische umgezogen – in komfortablere Wohneinheiten. Aus dem Wiedereinstieg in die Aquaristik mit den beiden „Senfgläsern“ sind mittlerweile 5 Becken mit minimaler Technik (eines komplett ohne) entstanden. Wer mehr über die weitere Entwicklung seit Mai 2008 erfahren möchte, der klicke einfach auf das Bild unten. 

Viel Spass beim Stöbern und Lesen!


17.05.2008 – „Local River“ oder „Anregungen für Einrichtungsideen“

17. Mai 2008

Eine Wohnung ist eine Wohnung und bleibt eine Wohnung? Das ist uns zu langweilig. Klassische Einrichtung ala „Möbelhaus“-Standard ist nicht unser Geschmack. Deshalb suche ich immer nach kreativen und ausgefallenen, aber einfach umzusetzenden Ideen. Vielleicht erinnert sich ja der ein oder andere Leser noch an die beiden Projekte „Wandwiese“ und „Upside Down Tomatos“ im Rahmen von „Mehr Grün!“

'local river' by mathieu lahanneur with anthony van den bossche

Diese findet man dann in meinem Blog unter der Rubrik „Projekte“. Das oben gezeigte Bild ist ein schönes Beispiel für meine Vorgehensweise. Von der spontanen Idee „Waterworld“ bzw. „Fisch im Glas“ angeregt, spielen wir mit dem Gedanken uns ein grosses Aquarium in die Wohnung zu stellen. Der Stil sollte zum Gesamtbild passen. Und dabei herrscht der „Asia-Style“ vor. Deshalb ist eine der Anforderungen ein Thailand-geprägtes Aquarium einzurichten.

Aber: Wie sehen „Aquarien“ denn üblicherweise aus? Unten ein Holzschrank, darauf ein Aquarium, oben eine Kiste mit Beleuchtung. Ausserdem steht das Aquarium einmal mit Wasser gefüllt gewichtsbedingt immer an der gleichen Stelle. Ein Verrutschen ist dann unmöglich. Somit ist der einmal gefundene Platz „fest zementiert“. Das alles gefällt uns gar nicht. Dafür muss eine Lösung her.

Beim Stöbern im „Design Boom Blog“ stiess ich nun zufällig auf eine Anregung (siehe Bild oben). Im Architekturbereich der „artist space gallery“ in New York www.artistsspace.orgzeigen Mathieu Lahanneur zusammen mit Anthony van den Bossche ihr Projekt „Local River“. Dabei stehen die zwei unterschiedlich hohe Aquarien direkt auf dem Boden. Die sicherlich mit etwa 300 bis 400 Liter Wasser gefüllten Aquarien scheinen jedoch ganz leicht zu sein; denn sie „schweben“ – sind also an den Unterseiten nicht mit einer kompakten Unterlage versehen.

'local river' by mathieu lahanneur with anthony van den bossche

Ein Glasdeckel verschliesst das Aquarium auf der Oberseite, jedoch nicht vollständig. Eine Bohrung lässt den Luftaustausch zu. Auf dem Deckel befinden sich weitere Glasbehältnisse mit kleinen offenen Biotopen. Dies bringt den Faktor „Grünpflanzen“ in Kontrast mit dem pflanzenlosen, dafür aber mit Lebewesen bestückten Aquarien. Oder kurz: „Oben: Pflanzen, Erde und Luft – Unten: Fische, Sand und Wasser“.

Beide „Welten“ stehen im direkten Bezug. Die Pflanzengefässe stehen in Bohrungen im Deckel und erreichen mit der Unterseite die Wasseroberfläche. Dadurch versorgen sich die Pflanzenbiotope mit der erforderlichen Flüssigkeit. So stehen die beiden Biotope in direkter Verbindung. Ein durchsichtiger Wasserschlauch verstärkt die Wirkung zusätzlich.

Sehr schön geheimnisvoll wirkt auch die Beleuchtung von unten. Sonst ist diese immer in einem mehr oder weniger hässlichen Deckel versteckt.

Hier also Plan für das Konzept zu unserem Projekt „Thai River“ made by Sperlix-Brothers:

Dieses Projekt „Local River“ wandeln wir nun ein klein wenig ab. Das Aquarium wird ebenso am Boden stehen. Aber nicht direkt. Um das Aquarium ebenso „schweben“ zu lassen, kommt eine relativ dünne aber tragfähige Holz- oder Metallplatte darunter. In Schichttechnik wird diese zum Zentrum hin immer dicker, um das Gewicht tragen zu können. Damit das Aquarium mobil bleibt und auch befüllt jederzeit verschoben werden kann, kommen stabile Rollen unten an die Trägerplatte.

Als Beleuchtung befestigen wir entweder dünne Spagetti-Neonröhren oder LEDs in weiss an den beiden oberen Längsseiten in einem schräg abgewinkelten Gehäuse. Die Oberseite dient dann gleichzeitig als Glasdeckelträger. Damit das Aquarium möglichst ohne Kabel und Strom auskommt, wird eine genügend grosse Solarzelle in den Glasdeckel integriert. Am Tag kommt das Aquarium ohne Licht aus. Bei einbrechender Dunkelheit schaltet sich dann die Beleuchtung gespeist von flachen Akkus ein. Soweit der Plan. „Schaumeramal-odrrr?

Links:

Wir halten Euch auf dem Laufenden. PS: Der „Design Boom Blog“ ist übrigens eine wahre Quelle an Inspiration und gehört zum festen Bestandteil meiner Blogroll.

Aus den Anregungen durch „Local River“ ist mein „ThaiRiver“-Projekt enstanden. Ein Aquarium, welches auf Rollen auf dem Boden steht.


11.05.2008 Antrag auf ein zeitlich begrenztes Aufenthaltsvisum für die Sperlix Brothers Wohnung (SBW)

11. Mai 2008

So, jetzt ist das Formular für den „Antrag auf ein zeitlich begrenztes Aufenthaltsvisum für die Sperlix Brothers Wohnung (SBW)“ fertig. Was das soll? Tja, bevor man die SBW (Sperlix-Brothers-Wohnung) betritt, gilt es für Gäste ein Visum für den Aufenthalt in dieser zu beantragen. Und eben dafür ist das genannte Formular da.

Chrigel_Visum_02

Freund und Kollege Chrigel wurde heute die Ehre zuteil das erste Formular ausfüllen zu dürfen. Mike und ich genehmigten natürlich sofort ohne jegliche Umschweife sein Visum bis Ende Jahr. Somit darf er uns nicht nur jederzeit besuchen kommen, sondern darf sogar in die Wohnung 🙂

Antrag Sperlix Brothers Wohnung

Das Antragsformular kann ab sofort hier herunter geladen werden. Bitte vorher ausfüllen und ein Foto per Mail mit übermitteln. Mike und ich werden dann sämtliche Visa-Gesuche wohlwollend umgehend bearbeiten.

Nur ein einziges Individuum benötigt kein Visum (momentan): Garfield


10.05.2008 – Projekt „Waterworld“ oder „Wie ein Fisch im Glas“

10. Mai 2008

Heute fuhren wir zum Einkaufen ins Glatt-Zentrum. Eigentlich standen nur Lebensmittel auf dem Einkaufszettel. Aber ich wollte eine Idee umsetzen, die schon seit dem letzten Einkauf bei IKEA im Kopf herum schwirrte. Dort kaufte ich diverse Wasserpflanzen ein und platzierte diese in einem hohen Glas und einem Glaspokal. Zusammen mit den Glassteinen, die Mike damals noch mitnahm, sah das schon mal nicht schlecht aus. Die Glasbehältnisse standen die letzten Jahre vollkommen unbeachtet in der Vitrine im Wohnzimmer und staubten lese vor sich hin.

Nun stand das hohe Wasserglas neben den Kakteen in der Gästetoilette und der Glaspokal in der Küche vor dem Fenster. Nach den Lebensmitteleinkäufen machten wir einen Abstecher in den Zoofachhandel „Qualipet Atlantis“ im Erdgeschoss. Zielstrebig steuerte ich die Zierfischbecken an. Mike grinste leise vor sich hin und folgte mir. Dann erzählte ich ihm, was ich vor hatte und er war von der Idee begeistert: „Projekt Waterworld“.

Projekt_Waterworld_04Projekt_Waterworld_03

Für das hohe Glas im Gäste-WC liess ich sieben kleine „Rote Neon“ aus einem der Aquarien schöpfen. Der farbenreich leuchtende „Rote Neon“ stammen aus dem Amazonas. Eigentlich wollte ich nur ein halbes Dutzend. Aber einer schmuggelte sich noch zusätzlich in den Käscher.

Projekt_Waterworld_02Projekt_Waterworld_01

Und für den grossen Glaspokal nahm ich einen schönen blau-rot schimmernden „Siamesischen Kampffisch“ mit. Der Kampffisch kommt, wie der Name bereits verrät, aus Thailand. Dieser wurde vom Verkäufer beim Verpacken in einen durchsichtigen Beutel dermassen durchgeschüttelt und herumgeschleudert, dass ich schon dachte, der Fisch gibt seinen Mageninhalt freiwillig wieder her.

Währenddessen organisierte Mike noch eine kleine Packung Fischfutterflocken. Die 250 ml Dose reicht sicherlich einige Jahre bei der aktuellen „Besetzung“ der beiden Projekte „Waterworld“. Gut, dass ich den Thermokoffer ins Auto geladen hatte. Dort hielt es die empfindliche Fracht gut klimatisiert bis zur Umsiedlung aus.

Nun stehen die beiden Glasdekorationen (Aquavase) mit frischem Grün bepflanzt und mit tierischem Leben erfüllt an den entsprechenden halbsonnigen Plätzen. Unser erster SBW-Visum-Beantragende bewunderte heute schon die ausgefallene lebende Deko mit den Worten „Sag mal, wann genau fallen Dir solche Sachen eigentlich ein?“ Antwort: „Spontan!“

Mittlerweile sind die Fische umgezogen – in komfortablere Wohneinheiten. Aus dem Wiedereinstieg in die Aquaristik mit den beiden „Senfgläsern“ sind mittlerweile 5 Becken mit minimaler Technik (eines komplett ohne) entstanden. Wer mehr über die weitere Entwicklung seit Mai 2008 erfahren möchte, der klicke einfach auf das Bild unten.

Viel Spass beim Stöbern und Lesen!


05.05.2008 – Google Earth: Flying over Jonen to the Mountains

6. Mai 2008

Wenn das Wetter, wie heute, so schön ist, dann geniesse ich es erst recht nach Hause zu fahren. Heute zeigte das Thermometer 23 Grad an. Blauer Himmel und Sonnenschein den ganzen Tag! Fahre ich dann über Aesch und Arni nach Oberlunkhofen und schaue aus dem Seitenfenster, dann sieht man im Hintergrund die noch schneebedeckten Alpengipfel.

Jonen mit Aussicht in die Berge
See on Flickr (PeterPanCH)

Dieses Bild habe ich nun versucht auf „Google Earth“ nachzubilden. Gut, auf dem Bild oben „fliege“ ich in etwa 600 Meter Höhe. Aber es kommt doch in etwa die Aussicht zustande, die ich auf der Fahrt nach Hause geniesse. Darüber hinaus wollte ich seit unserem Umzug wissen, wie denn die Berggipfel heissen, die man im Hintergrund sieht.

Somit setzte ich mich heute an den Laptop und erstellte ein paar Landmarks mit Texten aus Wikipedia. Wer sich die Landmarks nun von meinem Server lädt und nach Google Earth importiert, der kann sich die Landmarks ansehen und zu den Bergen „fliegen“.

Viel Spass!


03.05.2008 – Von einer Einkaufstour am Samstag und einem Kollegen vor dem Abflug

4. Mai 2008

Heute ging es daran „etwas Grün“ und noch ein paar Einkäufe für die Dekoration des Wohnbereichs zu besorgen. Während ich ein paar Fotos vom aktuellen Stand der Dinge schoss, schrieb Mike den Einkaufszettel – natürlich am Mac.

Schöner Wohnen 01Schöner Wohnen 02

In der Planung stand Lebensmittel beim Coop zu besorgen und gleich nebenan beim Jumbo vorbei zu fahren. Dort gab es diese Woche ein Angebot für Tessiner Palmen, die bis minus 17 Grad winterresistent sind. Wie man grad auf „Minus 17 Grad“ kommt, ist für uns die grosse Frage. Wie teilt die Palme den Qualitätsprüfern mit, dass es genau „17 Grad“ sind? Aber egal. „Winterfest“ ist für uns wichtig – und der Preis. Eine Palme von 160 Zentimeter Grösse für unter 200 Franken ist ein Schnäppchen.

Ausserdem wollten wir noch zu IKEA. Einmal um die regelmässig anfallende Menge an Verpackungsmaterial der dort gekauften Möbel fein säuberlich wieder zu entsorgen und uns fehlten noch drei Gardinenstangen für die Schiebegardinen im Wohnzimmer.

In Affoltern am Albis beim Coop angekommen, stellten wir fest, dass wir nicht die Einzigen waren, die ausgerechnet am Samstag Lebensmittel einkauften. Aber mit unserem ausgedruckten Einkaufszettel in der Hand teilten wir uns auf und trafen uns nach wenigen Minuten wieder an der Kasse, um möglichst bald aus dem lauten und übermässig bevölkerten Laden zu verschwinden.

Dann fuhren wir zum Jumbo nebenan. Die Palmen waren natürlich längst ausverkauft. Auf Nachfrage teilte eine nette Mitarbeiterin uns mit, dass es Ende nächster Woche noch einmal ein Angebot für die Palmen geben würde. Dafür nahmen wir 9 kleine Kakteen mit, die gut in die „Nassräume“ passen; denn Gegensätze ziehen sich an. Also auf zum IKEA nach Spreitenbach, wegen der drei Gardinenstangen.

Mittlerweile kennen wir uns in den verwinkelten Gängen des IKEA bestens aus. Wir satteln das Pferd von hinten auf und betreten den Laden über die Kassen. So erreichen wir die Fensterbehang-Abteilung direkt und schnell. Wir kamen aber nicht weit und blieben in der Grünpflanzenabteilung hängen. Dort fielen uns neben zwei halbhohen Palmen, Wasserpflanzen in die Hände. Für die Palmen braucht es noch Untertöpfe. Aber die sind langweilig. Wir entschieden uns für Flechtkörbe mit einem passenden Einsatz, um eben die Flechtkörbe vor dem Wasser zu schützen.

Auch zwei längliche flache Glasgefässe für die im Jumbo erstandenen Mini-Kakteen samt Quarzbruch in Beuteln musste her. Mike nahm noch einen Satz dicke Duftkerzen in unterschiedlichen Höhen und ein paar Beutel Glasperlen zur Deko mit. Am Ende ging es mit einem mit Pflanzen und Dekomaterial beladenen Einkaufswagen zur Fensterbhang-Abteilung, um die drei Gardinenstangen zu holen, wegen derer wir eigentlich hier waren. Egal.

Schöner Wohnen 03

Zuhause angekommen, ging es sofort darum die Grünpflanzen und Wasserpflanzen herzurichten. Während Mike sich mit viel Fingerspitzengefühl den Kakteen widmete (Auh! Auh! Aua!), setzte ich die Wasserpflanzen in Glasbehälter ein und steckte die Fächerpalmen in die Flechtkörbe. Dann ging es an das Finish der Schiebegardinen, wobei und noch eine gute Idee betreffend dem „Einpacken“ der Satellitenboxen kam.

Schöner Wohnen 04Schöner Wohnen 05
Vorher: Lautsprecherbox mit Ständer – Nachher: Sound-Deko-Element designed by Sperlix-Brothers

Als wir gerade unser „Werk“ betrachteten, klingelte Mike’s iPhone. Steve meldete sich für einen Besuch an. Er würde morgen früh in den Urlaub nach Costa Rica fliegen und käme noch auf einen Sprung vorbei. No Prob! Wir liessen derweil die Kaffeemaschine warmlaufen.

Schöner Wohnen 06

Steve setzte sich sofort an meinen Mac und seine Finger klimperten auf der Tastatur. Dann nahmen wir ein spätes Abendessen und plauderten über seinen Urlaub und sonstige wichtige Themen bis – ja – bis morgens um 7 Uhr. Richtig gelesen. Wir machten freudig die ganze Nacht durch. Bei Kaffee und Mac. Dann verabschiedete sich Steve und fuhr nach Hause. Gegen 8 Uhr wartet sein Bring-Service zum Flughafen Zürich und um 10 Uhr geht die Maschine. Viel Spass!

Bin mal gespannt, ob wir heut rechzeitig zum Konzert von „China“ in Dübendorf bei der „LoveRide 16“ – dem grössten Motorradtreffen der Schweiz – aufschlagen. Es wird berichtet. So oder so 🙂


03.05.2008 – Projekt „Die Verwandlung der Lautsprecherbox“ oder „Typisch: Vorher – Nachher“

4. Mai 2008

Das erste, was bei uns in der Wohnung nach dem Umzug zusammengebaut und angeschlossen, war die Stereoanlage. Einmal sind Mike und ich von jeher „Soundfanatiker“ und zweitens haben wir nun endlich Platz das Wohnzimmer ausgewogen mit zwei Boxenpaaren zu beschallen. Das Wohnzimmer besitzt zudem einen rechteckigen Grundriss und bildet insgesamt einen erstklassigen Schallraum. „Soundfanatiker“ heisst übrigens nicht, dass es „laut“ zugehen muss. Schön gleichmässig und gut eingestellt muss es sein.

Die Frage in einer schön eingerichteten Wohnung ist dann aber immer: „Was macht man mit den hässlichen Lautsprecherboxen“? Das fängt schon bei den Kabeln an. Die liegen auf dem Boden rum, oder laufen mal quer oder senkrecht die Wände entlang. Wir grübelten länger über eine Lösung nach die Satellitenboxen auf der Rückseite irgendwie in das Gesamtbild der Wohnung zu integrieren. „Schwarzes Gehäuse, Chromstahlständer und Steinfuss“ passt da nun überhaupt nicht mehr. Und wenn dann da noch bis zu 80 cm ein kupferfarbenes Kabel unsortiert vom Boden in die Box läuft? Das ist „NO-GO“!

Schöner Wohnen 04
Vorher: Lautsprecherbox mit Ständer

Mike griff heute für mich und komischerweise auch für sich vorerst unverständlich in einen Verkaufsständer und nahm zwei Büschel grünes Trockengras und Bambus mit. „Für sich“ heisst, dass er das grüne Graszeugs einfach mitnahm ohne irgendein Ziel zu haben, wo er es einsetzen soll. „Als Deko“ antwortete er Schulter-zuckend auf meine Frage. „Das kann man in hohe Vasen stecken“. Ja „kann man“, aber wir haben keine hohe Vase zu Hause.

Egal. Wir nahmen es einfach mit. Mike bestand darauf. In der Wohnung widmeten wir uns zuerst dem „Versorgen“ der neuen Grünpflanzen und Kakteen, sowie Wasserpflanzen und anschliessend den neuen Schiebegardinen, welche wir an der grossen Fensterfront im Wohnzimmer anbrachten.

Schöner Wohnen 05
Nachher: Sound-Deko-Element designed by Sperlix-Brothers

Als ich die Schiebegardinen-Bahnen auf Länge schnitt, blieb mir immer ein etwa 50 cm langes Reststück übrig. Mit Mike sprach ich schon vor Tagen darüber, dass ich die Boxen einfach irgendwie gerne „einpacken“ möchte. So nahm ich das Reststück der Gardine und wickelte es über die Box. Oben kam ein schwarzer Gummiring dran. Mike sah das und meinte „ned schlecht“, und „da könnte man doch…“. Dann schnappte er sich das oben erwähnte grüne getrocknete Gras-Bambus-Zeugs und hielt es an den Ständer. „Sieht gut aus!“ war meine Antwort. Mike: „Na, denn halt mal“.

Ich hielt das Graszeugs und Mike band die grüne Schnur darum. Fertig! Steve, der heute noch Abends zu Besuch kam, erkannte die Boxen erst, nachdem wir ihm sagten, dass es Lautsprecherboxen sind. Erst als er sein Ohr direkt daneben hielt, grinste er und meinte vollkommen überrascht: „Stimmt!“ Ergo hiess das für uns: „Ziel erreicht!“ Die Boxen sind nun ein „Sound-Deko-Element“. Neben gutem Sound ist auch das Aussehen wichtig.Und der Sound kommt nach wie vor weltklasse rüber.


03.05.2008 – Thai Woodcarving oder „thailändische Kunstwerke“

3. Mai 2008

Wie bereits berichtet, montierten Elvis und ich die aus Koh Samui importierten Holzschnitzereien in unserer neuen Wohnung. Nun kommt langsam etwas „Wohnlichkeit“ in unsere „Sperlix-Brothers“-Männer-WG. Das grosse 5-teilige Element und die „Elefanten“ im Wohnbereich sind mit etwa 3 Zentimeter Distanz zur Wand montiert. So kommen die filigranen Schnitzereien zusammen mit Licht und Schatten viel besser zur Geltung.

Thai Woodcarving 02
Thai Woodcarving 01Thai Woodcarving 09
Thai Woodcarving 05
Thai Woodcarving 10Thai Woodcarving 07
Thai Woodcarving 11Thai Woodcarving 06
Thai Woodcarving 04

Was noch fehlt in der Wohnung? Einiges. Aber immer mit der Ruhe. Die sonstigen Möbel und Dekorationen wählen wir wohlüberlegt aus. Pflanzen und Blumen zum Beispiel fehlen noch. Aber auch hier berät uns eine Spezialistin. 🙂