Kanton Obwalden wird Steuerparadies – Firmenansiedlungen und private Superreiche als Zielgruppe

12. Dezember 2005

Moment mal. Auf der Rückfahrt vom Hochzeitswochenende (Petra und André) hörte ich im Schweizer Radio folgende Meldung: „Obwalden wird Steuerparadies. Neues Steuergesetz mit 86-Prozent-Mehrheit angenommen. Der Kanton Obwalden wird wie manche seiner Innerschweizer Nachbarkantone zu einem Steuerparadies. Die Stimmberechtigten haben am Sonntag das neue Steuergesetz mit einer Mehrheit von 86 Prozent angenommen. Der Kanton hofft nun auf den Zuzug von Superreichen und kapitalkräftigen Firmen.“

Mit dem neuen Steuergesetz wird Obwalden auf einen Schlag vom Hoch- zum Tiefsteuerkanton. Dank einem Gewinnsteuersatz von 6,6 Prozent zahlen Firmen nun nirgends in der Schweiz weniger Steuern. Auch die Privaten profitieren: Wer bis 70’000 Franken verdient, zahlt künftig acht bis zehn Prozent weniger Steuern. Einkommen bis 300’000 Franken werden um bis zu sechs Prozent entlastet. Noch besser sieht es für die Superreichen aus: Ab einem Einkommen von 300’000 Franken schrumpft der Steuersatz kontinuierlich von 2,35 Prozent auf bis zu 1,0 Prozent. Anstatt der sonst üblichen Progression setzt Obwalden auf Degression. Die Vermögenssteuer wird um mindestens 30 Prozent gesenkt. (Quelle bei NZZ)

Der Kanton Zug war bisher der bei Firmen und gut situierten Privaten einer der beliebtesten Kantone. Das liegt am niedrigen Steuersatz, welcher dort zu entrichten ist. Aber der Kanton Zug ist auch der finanzstärkste Kanton in der Schweiz. Das kann man aus einer weiteren Pressemeldung vom 9. November entnehmen:

Zug an der Spitze, Obwalden am Schluss – Auch nach der Neuberechnung gelten weiterhin fünf Kantone als finanzstark. Trotz eines Rückgangs um 3 Indexpunkte auf 224 liegt Zug weiterhin klar an der Spitze. Basel-Stadt folgt mit 173 (+7). Genf (152/-3) hat Zürich (147/-10) vom 3. auf den 4. Platz verdrängt. Rang 5 hält weiterhin Nidwalden (128/-1). Die Gruppe der Mittelstarken umfasst neu 15 statt 14 Kantone. Bern (68/+10) und Neuenburg (63/+7) sind neu dabei, Graubünden (58/- 5) ist in die Gruppe der Finanzschwachen abgestiegen. Zu dieser gehören noch 6 statt 7 Kantone. Die rote Laterne trägt wiederum Obwalden mit unverändert 30 Indexpunkten. (Quelle bei NZZ)

Nun wirft sich mir eine Frage auf: „Wenn der Kanton Obwalden die Steuern senkt, um die Ansiedlung von Firmen und reicheren Privatpersonen zu fördern und durch die dadurch resultierenden Steuereinnahmen die Finanzkraft des Kantons zu erhöhen, warum werden dann in Deutschland grossflächig, kontinuierlich alle möglichen Steuern (z.B.: 19% Mehrwertsteuer) erhöht und zusätzliche Abgaben (Diskussion über Autobahngebühr für private Kraftfahrzeuge etc.) geschaffen? Möchte die neue Rot/Schwarze Regierung die Firmen aus dem Land vertreiben und gut situierte Privatpersonen animieren ins Ausland zu gehen?“

Interessante Schlussfolgerung, odrrr?


Papstbesuch steht: Wird Benedikt XVI. in Regensburg wohnen?

8. Dezember 2005

Deutschland steht Kopf. Bayern flippt aus. Was passiert dann erst in Regensburg? Papst Benedikt XVI. kommt vom 10. bis 15. September 2006 nach Bayern. Das teilte der Münchner Erzbischof und Kardinal Friedrich Wetter am Donnerstag mit. Auf dem Programm stehen laut Wetter München, Regensburg und der Altötting. Na das sollte man sich als nichtkonservativer katholischer Erdenbürger nicht entgehen lassen. In den Medien wird schon rege spekuliert, wo der Papst die jeweiligen heiligen Messen abhalten wird. In München steht das Olympiastadion im Gespräch. In Altötting wird man den Platz um die Wallfahrtskirche nehmen. Aber in Regensburg? Der Dom würde aus allen Nähten platzen und die Bänke würden bei EBAY höhere Preise erzielen, als die Tickets für Robbie Williams oder sicherlich ein Vielfaches eines Tickets für die Fussball-Weltmeisterschaft. Das Jahn-Stadion würde aus Altersschwäche zusammen brechen. Bleibt nur noch die Donau-Arena. Aber die fasst auch grad mal knapp 6000 Betende. Ausserdem nehmen die Medien an, dass Benedikt sicherlich bei seinem Bruder nächtigen wird. Man darf gespannt sein.


ET goes Skiing – Ab ins Zillertal – Webcam und Visionen

21. November 2005

Könnt Ihr Euch vorstellen mit 41 Arbeitskollegen ein Wochenende zum Skifahren aufzubrechen? Aus ganz Europa kommen die Kollegen zusammen und fallen im Zillertal ein. Genauer gesagt in Vorderlanersbach. Angefangen hatte es vor Jahren mit 3 Autos und 9 Personen. Mittlerweile ist die Freizeitveranstaltung zu einem Arbeitstreffen ausgeartet. Einige Regeln sollten eingehalten werden. Als Link noch ne Webcam zum Dessert.

Und das Unwahrscheinliche dabei ist: Versucht mal 41 Arbeitskollegen gleichzeitig auf einen Termin zu bringen. Der Organisatorin zolle ich höchsten Respekt und volle Anerkennung. „Caro“ (wie nur ich Sie nennen darf) muss die unterschiedlichsten Wünsche, und was noch schwieriger ist, Charaktere unter einen Hut bekommen. Eigentlich wollte ich dieses Mal nicht mitfahren. Grund: Ich bin dann diese Woche eigentlich nur noch unterwegs. Eigentlich benötige ich einen Learjet, aber ich arbeite noch dran. Am Mittwoch Abend starte ich von Zürich nach Regensburg zu einem Workshop. Dort bleibe ich dann bis Freitag. Freitag-Abend stelle ich mich dann mit vielen anderen in den…

  1. Freitags-Wahnsinn-Wochenendverkehr Richtung München und
  2. da der erste Schnee gefallen ist in den „Schnell-mal-auf-die-Piste“-Stau weiter Richtung Kufstein.

Caro hat eine detailierte Mail mit sämtlichen Infos an die Teilnehmer verteilt – einfach weltklasse.
Allerdings werd ich eventuell keine 2 Tages-WE-Ski-Karte nehmen. Grund:

  1. Freitag wird scho mal bis spät (oder früh) diskutiert…
  2. dabei das ein oder andere Bier getrunken…
  3. für mich ist Skifahren eh nur Nebensache…
  4. weil ich eh Snowboarder bin…
  5. das WE nicht in Stress ausarten soll…
  6. und dazu gehört ausschlafen…
  7. und gemütlich frühstücken…
  8. und der erste am Lift bin ich eh nie…
  9. die Liftkarte ist ja scho bezahlt…
  10. und wenn das Wetter so ist wie heut…
  11. ist es eh viel besser in der Hütte…
  12. falls es stahlblauen himmel und Sonne gibt…
  13. ist ein Lumumba in der Sonnenliege viel entspannter..
  14. als Anstehen am Lift..
  15. mit hunderten von Ski-Verrückten…
  16. welche die Liftkarte ums Verrecken ausnützen müssen…
  17. mir dann nur auf dem Bügelbrett stehen…
  18. und ich muss mich eh schonen für den Samstag-Abend…
  19. weil der sicher wieder spät (oder früh) wird…
  20. und dann steh ich am Sonntag (Tag des Herren) garantiert ned um 7 Uhr auf…
  21. sondern erst kurz vor Ende der Frühstückszeit…
  22. ist das Wetter so mies und neblig wie heute (Webcam)…
  23. fahr ich gegen 11:30 Uhr höchstens rauf in die Hütte (Mittelstation etc.)…
  24. ist das Wetter schön…
  25. fahr ich 11:30 Uhr mit Brett rauf …
  26. und schau, ob man lange anstehen muss…
  27. ist dies der Fall,…
  28. dann leg ich mich in die Sonne…
  29. und versuche mich vom Abend vorher zu erholen…

Was letztes Jahr der absolute Sonntags-Wahnsinn war: In einer Karawane ein Auto hinter dem Anderen wieder aus dem Tal heraus zu fahren, um dann Richtung Vorarlberg wieder irgendwie in die Schweiz aus dem Stau heraus zu kommen. Dessen hab ich dieses Mal vorgebeugt. Ich nehme mir mal den Montag vorsorglich frei. ist das Wetter schlecht, dann fahre ich schon Sonntag-Abend. Passt das Wetter einigermassen, dann bleibe ich bis Montag und fahre dann gemütlich über Kufstein-München-Ammersee zu meiner „Mam“. Die ist nämlich aktuell dort am Ammersee auf Kur.

Solltest Du Dich (lieber Leser) für das Ski-WE eingetragen haben, bitte beachte:

  • Ein Satz über ein Arbeitthema oder eine Frage dazu kostet ein Bier (für alle, die zuhören mussten),
  • Zwei Sätze über ein Arbeitthema oder Fragen dazu kosten einen Wodka-Feige (für alle, die zuhören mussten)
  • Drei Sätze über ein Arbeitthema oder Fragen dazu führen zum Entzug der Liftkarte inkl. Entwertung. (jeder, der zuhören musste reisst ein Stück der Liftkarte ab)
  • Wiederholungstäter bzw. Unbelehrbare werden von weiteren Einladungen zum Skiweekend ohne Vorwarnung für mindestens ein Jahr ausgeschlossen.

Damit Ihr Euch gleich mal einen Eindruck vom Pistenzustand und vom Wetter machen könnt, hier ein paar Links auf Webcams:


Und einen Link zur Website „Hintertuxer-Gletscher“

Grüassli aus Züri (hier liegt überhaupt noch kein Schnee, falls jemand fragt)


Zwei Wochen Teneriffa sind so schnell vorbei – Bilder online

1. November 2005

Tja. Scho simmer wieder da. 14 Tage Teneriffa sind einfach zu kurz. Kaum angekommen und eingewöhnt, packt man schon wieder die Koffer und es geht wieder ins kalte Zürich. Es war aber trotzdem weltklasse. Und so ziemlich alles dabei, was man zum erholen braucht. Eines ist sicher: Nächstes Jahr werdens 3 Wochen und ich nehm nur Handgepäck mit. Die Bilder hab ich schon mal online gestellt.

Wer ist wir? Die „Hondlers“ (Los irmaos Chris, Mario, Thom) und die „Sperlichs“ (Los irmaos Mike und Peter) plus Beat. Die Zickenjäger on Tour to „La isla bonita“. Es war eine interessante Anreise. Es gibt meiner Meinung drei Kategorien von Fluggesellschaften: Charter, Billigflieger, Iberia. Genau in der Reihenfolge. Iberia ist zwar extrem billig, aber.. Naja. Wir sind über München geflogen. Das hiess für mich zuerst nach von Zürich nach Regensburg, dann von Regensburg nach München (Airportshuttle), München Flug nach Madrid (Iberia-Donnerflug) und abschliessend Madrid Flug nach Tenerife-Sur (Iberia-Donnerflug). Da der Flieger Madrid-Tenerife ein „Sammeltaxi“ war und wir „nur“ eine Stunde Aufenthalt hatten, war es nicht verwunderlich, dass von 6 Leuten grad mal 3 Koffer ankamen. Da das „Sammeltaxi“ ein Airbus war mit über 300 Fluggästen, waren leider über 150 Leut ohne Koffer unterwegs. Weltklasse, aber halb so schlimm. Ich stellte nämlich fest, dass man locker auch ohne Gepäck in Tenerife auskommt. Ich hatte nämlich vergessen (Alzheimer), dass man in Tenerife (wenn man weiss wo) supergünstig zum „shoppen“ gehen kann. Tja, und das tat ich dann auch, aber halt zu wenig. Das wird sicherlich auch das nächste mal erheblich besser funktionieren. Da nehm ich nur Handgepäck mit – aus basta – und kauf dann gemütlich das ein, was ich brauch. Wir hatten weltklasse Wetter, was nicht verwunderlich ist, denn das Wetter ist in Teneriffas Süd-Westen immer klasse. Nein, wir waren nicht in einem der künstlichen Touri-Massen-Orte (Las Americas oder Los Cristianos) untergebracht. Wir waren wieder in Las Galletas (etwa 15 km vom Flughafen entfernt). Da wohnen mehrheitlich Einheimische und Dauerurlauber. Wenn ihr mal einen gemütlichen und fast Touri-freien Urlaub machen wollt, dann schaut mal hier vorbei www.atlantic-view.de. Sagt dann Hans und Petra Witjes einen schönen Gruss von mir. Wir waren auch wieder fast jeden Abend im Vai Moana – unserer Lieblingsbar direkt an der Marina in Las Galletas. Eines der besten Lokale in Teneriffa. Regelmässig gibts dort Live-Konzerte. SinSemilla Reggae mit der hübschen Sängerin Ruth Barreto www.sinsemillareggae.com und das Fiesta Luna Llena waren Highlights des Urlaubs. Aber nun genug geschrieben. Ihr seid sicher gespannt auf die Bilder von Playas (La Tejita und El Medano) und natürlich von den Ausflügen (El Teide, Canadas, Santa Cruz, Puerto de la Cruz etc.). Hier sind die Fotos:

Bilder Tenerife 2005