Das Süßwasser auf den Kanaren stammt hauptsächlich aus drei Quellen:
der industriellen Entsalzung von Meerwasser (ca. 85% auf Inseln wie Gran Canaria), unterirdischen Wasserstollen (Galerías) und Brunnen, die Grundwasser fördern, sowie durch das Auffangen von Nebelwasser (Nebelkollektoren) in höheren Lagen.

Hier sind die Details zur Wassergewinnung auf den Kanarischen Inseln:
- Meerwasserentsalzung: Aufgrund von Wassermangel wird das meiste Leitungswasser durch moderne Umkehrosmoseanlagen aus dem Atlantik gewonnen. Diese Anlagen sind besonders auf den östlichen Inseln (Lanzarote, Fuerteventura) und in den Städten entscheidend.
- Grundwasser & Stollen (Galerías): Besonders auf den westlichen, bergigeren Inseln (Teneriffa, La Palma) wird Wasser durch ein weitverzweigtes Netz von über 1.000 km langen Stollen (Galerías) und Brunnen aus dem vulkanischen Gestein gewonnen.
- Nebelkollektoren (Wolkenfänger): In höheren Lagen, besonders in Gebieten mit Passatwolken, fangen spezielle Netze Feuchtigkeit aus der Luft auf.
- Niederschlag: Der natürliche Regen wird in Stauseen gesammelt, reicht aber oft nicht für den ganzjährigen Bedarf und wird überwiegend für die Landwirtschaft genutzt.
Da die Entsalzung sehr energieintensiv ist und das Wasser oft aufbereitet werden muss (Chlorzusatz), wird Leitungswasser auf den Kanaren seltener als Trinkwasser genutzt, ist aber laut lokalen Behörden meist sicher.
Zur Meerwasserentsalzung wird elektrischer Strom benötigt. Dieser Strom wird auf den Kanaren hauptsächlich durch fossile Kraftwerke erzeugt – ist somit äusserst umweltschädlich.
Die Stromerzeugung auf den Kanarischen Inseln erfolgt überwiegend (zu über 80%) durch Wärmekraftwerke, die fossile Brennstoffe wie Diesel und Gas nutzen. Um die Abhängigkeit von Ölimporten zu verringern, investieren die Inseln jedoch zunehmend in erneuerbare Energien, insbesondere Windkraft und Photovoltaik, mit dem Ziel, bis 2050 eine weitgehende Umstellung zu erreichen.
Hier sind die Hauptkomponenten der Energieerzeugung auf den Kanaren:
- Wärmekraftwerke (Fossil): Dieselgeneratoren und Dampfturbinen erzeugen den Großteil des Stroms. Auf La Palma decken Dieselkraftwerke beispielsweise über 90 % des Bedarfs.
- Windenergie: Auf vielen Inseln, insbesondere auf Gran Canaria und Teneriffa, tragen Windparks in der touristischen Hauptsaison signifikant zur Stromversorgung bei.
- Photovoltaik (Solar): Solaranlagen auf Dächern und Freiflächen werden zur Nutzung der hohen Sonneneinstrahlung ausgebaut.
- Vorreiter El Hierro: Die Insel El Hierro nutzt ein einzigartiges System aus einem Windpark (11,5 MW) und einem Pumpspeicherkraftwerk, um quasi energieautark zu werden.
- Geothermie/Vulkanenergie: Auf Lanzarote wird experimentell Strom aus der extremen Wärme im vulkanischen Untergrund (in ca. 2 Metern Tiefe bis zu
) erzeugt.
Die Kombination aus Solar- und Windenergie, gepuffert durch Speichertechnologien, ist der Kern der Strategie für eine nachhaltigere Zukunft auf den Inseln.
Der Anteil an erneuerbarer Energie an der gesamten Stromerzeugung auf den Kanarischen Inseln ist trotz hoher Potenziale noch gering und lag in den ersten acht Monaten 2025 bei etwa 15,8 %. Während einzelne Inseln wie El Hierro (durch Wind-Wasser-Kraft) Rekorde verzeichnen, hängt der Archipel insgesamt noch stark von fossilen Brennstoffen ab.
Wichtige Fakten zur Energiewende auf den Kanaren:
- Entwicklung: Trotz eines Wachstums der installierten Leistung um 30 % seit 2021 ist der Anteil an der Gesamtversorgung moderat.
- Herausforderungen: Inselstrukturen, Engpässe im Netz und politische Rahmenbedingungen begrenzen den schnelleren Ausbau.
- Projekte: Es wird intensiv in Windkraft und Photovoltaik investiert, mit dem Ziel, den Anteil deutlich zu steigern.
- Vergleich: Im Gegensatz dazu erreicht das spanische Festland oft über 50-60 % erneuerbare Energien im Strommix.
Einige Inseln, darunter El Hierro, sind Vorreiter und haben das Ziel, komplett auf grüne Energie umzustellen.
Erste Erfolge kann Teneriffa durch die Eröffnung des weltweit ersten CO²- freien Dorfes mit 25 bioklimatischen Häusern verzeichnen. Diese Häuser sollten ursprünglich als Unterkunft für Wissenschaftler dienen, nun wurden die Türen auch für Urlauber geöffnet, die einen außergewöhnlichen Aufenthalt auf Teneriffa erleben möchten. Aufgrund der speziellen und aufwendigen Fertigung werden die Häuser komplett mit regenerativen Energien versorgt und sind somit autark, also unabhängig von externen Energiequellen.







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