Urlaub Koh Samui 23.02. und 24.02.2008 – On the Fly „Zurück in die Zukunft“, Bangkok und Koh Samui

25. Februar 2008

Samstag 23.02.2008 20:30 Uhr MEZ. Warum ich MEZ schreibe? Mike, Chris und ich sitzen in einem Airbus A330 auf einer Höhe von irgendwo um die 10 000 Meter. Wir fliegen Richtung Schwarzes Meer, Türkei, Iran (Teheran), Pakistan, Indien, Golf von Bengalen, Burma nach Bangkok. Ich sitze am Fenster und kann so etwas in die dunkle Nacht spähen. Der Vollmond wirft sein Licht auf die Wolkengrenze, welche eigentlich eine Dunstgrenze ist, da es keine Wolken hat die meiste Zeit. Der Blick über Teheran ist eindrücklich. Die vielen Lichter. Es muss eine riesige Stadt sein. Von oben so friedlich. Ich denke mir, von unten auch.

Aber zurück zum Anfang: Gegen 12 Uhr erhoben wir uns nach kurzem Schlaf müde aus den Betten. Noch leicht „groggy“ nahmen wir einen Kaffee und zogen uns an, um noch Besorgungen vor der Abfahrt zu erledigen. Der erste Weg führte uns in DEZ. In der Drogerie kauften wir die lebenswichtigen Dinge ein, wie z.B. Sonnencreme und Aftersun-Lotion. Um die Laptops zu sichern, fragten wir im Saturn nach, ob diese Kensington-Locks hätten. Versteckt hinter einem Regalfach griff der Verkäufer nach genau einer Packung. Scheinbar möchte man bei Saturn nicht, dass Kunden die Laptops sichern. Wir verzichteten freundlich und machten uns auf den Weg zum Media-Markt. Dort erhielten wir die Locks sofort. Massenhaft davon hingen an der Wand der Computerabteilung.

Trotzdem gestaltete sich der Nachmittag noch hektisch. Irgendwie war die Zeit verflogen. Mit einer halben Stunde Verspätung kam wir bei Chris an. Schnell seinen Koffer ins Auto geworfen und mit rauchenden Reifen ging es auf die Autobahn zum Airport München. Beim Terminal A sprangen wir aus dem Auto und griffen uns die Koffer. Am Schalter angekommen, checkten wir ganz alleine ein? Keine weiteren Fluggäste? Überhaupt war der Flughafen sehr locker belegt. Entspannte Atmosphäre. Das Gepäck werde durchgecheckt bis Koh Samui erfuhren wir von der ausgesprochen netten Lady am LTU-Schalter.

Dann passierten wir ohne Anstehen und sonstige Komplikationen die metallischen und durchleuchtenden Sicherheitsvorkehrungen und nahmen im Warteraum vor dem Gate Platz. Nach 10 Minuten rief die selbe nette Lady vom Check-In den Flug aus und es schien, als ob sämtliche Personen im kompletten Gate mit diesem Flieger nach Bangkok fliegen würde. Wir warteten, bis sich die Hektik gelegt hatte und bestiegen den Airbus.

Nach 8800 km Flugstrecke erreichen wir nach genau 10 Stunden Flug den nagelneuen Airport in Bangkok um 11:25 Uhr (Ortszeit) – am Sonntag!. Meine Armbanduhr stelle ich sogleich um – sie zeigt noch 05:25 Uhr an. Ergo: wir sind in die Zukunft geflogen. Logisch, gen Osten führte uns der Weg in den Sonnenaufgang. Im Flieger füllten wir die Visa für Bangkok aus. Aber die Schlange am Immigration Bureau war ewig lang und bewegte sich nur langsam vorwärts.

Gegen 13 Uhr sitzen wir in der „Bangkok Airlines Boutique Lounge“. Für Gäste der Airline sind die Getränke und kleinen Naschereien kostenlos. Sogar Streuselkuchen hat es mit Fruchtfüllung (Wenn hier einer Ananas macht, dann bin ich das!). Zuerst besorgen wir uns einen O-Saft für den Durst, dann ein wenig Kaffee und den oben genannten Streuselkuchen. Dann suchen wir den Raucherraum. Der befindet sich nicht weit weg von der Lounge. Es ist aussergewöhnlich ruhig im Terminal. Ein paar wenige Touristen verlieren sich in den riesigen Räumlichkeiten. Um 15 Uhr betraten wir das Gate und um 15:35 Uhr startete der Flieger von Bangkok den Transfer nach Koh Samui.

Nach etwas über einer Stunde landeten wir auf dem kleinen aber sehr schönen Flughafen auf Koh Samui. Schon beim Anflug stellten wir fest, dass der Sonne in Bangkok nun Wolken über Koh Samui entgegen standen. Hey! Wir hatten Sonne gebucht! Da müssen wir uns bei der Reiseleitung beschweren. Doch unsere Reiseleitung – Chris – folgte im Flugzeug hinter uns. Wir landeten auf der feuchten Piste. Als wir die über eine mobile Treppe den Flieger verliessen, schlug uns warme, feuchte Tropenluft entgegen. Mit einem offenen Bus (der keinerlei Sicherheitsbestimmungen entsprach) fuhren wir die paar hundert Meter zum Empfangsgebäude. Zwischen Landebahn und Flughafen-Pavillon ist die Distanz nicht mehr als 200 Meter. Somit landen die Flieger förmlich vor der Nase.

Während wir auf das Gepäck warteten, rauchten wir erst Mal eine. Dann rollten wir die wenigen Meter zum „Meeting-Point“, wo wir eine nette Lady mit einem Schild von unserem Reisebüro entdeckten („Mr. Michael“). Diese organisierte prompt den Transportservice. Während wir mit Linksverkehr nach Lamai Beach zu unserem Hotel chauffiert wurden, betrachteten wir die Umgebung rund um die Strecke. Die Elektroinstallation ist abenteuerlich – klar schaut man da als E-Techniker als erstes hin 🙂 Wie erwähnt regnete es leicht und das Wasser stand teilweise in grossen Pfützen auf der Strasse. Nach etwa 30-minütiger Fahrt erreichten wir unsere Bleibe für die nächsten 20 Tage: „Samui Laguna Resort“ direkt an der Lamai Beach.

Die Hotel-Check-In-Prozedur gestaltete sich einfach und freundlich. So bezogen wir nach wenigen Sekunden unser Zimmer. Während wir auspackten, kam eine SMS von Chris. Er sei ebenso angekommen und schaue gleich bei uns vorbei. Dann klopfte es und wir besichtigten sein Zuhause. Der Pavillon stand direkt neben dem Restaurant in zweiter Reihe vor dem Strand. In der direkten Umgebung befindet sich noch eine zum Hotel gehörende Strandbar. Es nieselte noch ganz leicht. Somit fiel die Besichtigung des Strandes kürzer aus, als die des nahen Restaurants. Dort nahmen wir unseren Begrüssungstrink: Frischen, gekühlten Mangosaft, gefolgt von einem Singa-Bier. Mike bestellte danach den obligatorischen „Singapore-Sling“ – für uns drei (Ja, für mich auch bitte drei!).

Zu den Preisen: Abgesehen davon, dass Thailand recht günstig ist, es ist wirklich sehr günstig. 50 Baht entsprechen 1 Euro. Ein frischer Saft kostet 50 Baht. Ein Bier 65 Baht. Ein Cocktail um die 100 Baht. Eine Mahlzeit um die 200 Baht. Also, nicht lange nachdenken oder „Preise vergleichen“. 🙂

Das Restaurant liegt direkt am Meer dort, wo das Meer auf das Land trifft – wir sind nahezu die einzigen Gäste. Der Sandstrand liegt dazwischen. Das Restaurant ist einfach – das Personal ausnahmslos freundlich und zuvorkommend. „Somebody may repair my Porch“ fällt mir nur ein. Über die E-Installation gehe ich nicht näher ein. 🙂 In einem Plexiglasgehäuse hängt eine Riesen-Königskrabbe (oder soetwas ähnliches) an der Wand. Wir werden von zwei Seiten beschallt. Im Restaurant singt eine gemischte Mann/Frau-Kombo und von der nahen Strandbar dringt PinkFloyd zu uns herüber. Aber alles sehr angenehm. Besonders das Klima. Wir sind gar nicht traurig, dass es momentan nicht ganz so warm ist. Schätzungsweise um die 28 Grad. What shells!

Irgendwann wechseln wir zur Strandbar für einen weiteren „Singapore-Sling“. Scheinbar meint es „Buck“ – der Barman – gut mit uns; denn die Mischung ist granatenmässig. Wie wir feststellen, ist er selbst schon leicht mit Cocktails vorbelastet. Wir sitzen auf gemütlichen Barhockern und ich durchsuche die CD-Sammlung nach hörenswerter Musik. Zuerst reiche ich „Buck“ Bob Marley und anschliessend Moby. „Why does my heart feel so bad“ passt zwar vom Text her überhaupt nicht, aber der Sound trifft die Stimmung ideal. Nachdem der Spezial-Cocktail langsam seine Wirkung entwickelt, spüren wir leichte Müdigkeit und verabschieden uns. Es wird Zeit den ausgebliebenen Schlaf und die Anstrengungen der Reise nachzuholen. Müde fallen wir ins Bett. Es ist Sonntag – 20:30 Uhr.

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Urlaub Koh Samui 22.02.2008 – Zürich, Regensburg, Blutegel und Früchte werfende Affen

22. Februar 2008

Am Freitag sass ich noch in Zürich gegen 19 Uhr und wartete auf Mike. Meine wenigen Reiseutensilien lagen auf dem Bett sortiert. 4 T-Shirts, 2 Jeans (lang), 1 Jeans (kurz), Badehose, 4 Paar Socken, Turnschuhe, Badeschlappen, 2 Hemden, „Schminktäschchen“, Digicam, Laptop, Natel. Fertig! Gähnende Leere im eh schon kleinen Kurzreisekoffer. Was will man schon mitnehmen nach Thailand? Man braucht eigentlich nur Tickets, Geldbeutel und Pass. Alles andere kann man sich dann vor Ort für wenige Baths kaufen. Eigentlich unsinnig überhaupt etwas zum Anziehen mitzunehmen. Egal – aus Gewohnheit wird gepackt – halt nur das Nötigste.

Nur diesmal plante ich den Laptop für den Reisebericht gleich mitzunehmen. In Bali schrieb ich meine täglichen Geschichten in ein Büchlein, um es später zu Hause dann ins Web zu tippen. Aber das stellte sich als zeitintensiver heraus, als ursprünglich angenommen. Deshalb wollte ich die Bilder von der Digicam gleich vor Ort in Koh Samui nachbearbeiten, ins Webalbum hochladen und zusammen mit dem täglichen Bericht fertigstellen. Mal sehen, wie sich das bewährt.

Irgendwann gegen 20 Uhr kommt Mike dann doch zum Packen nach Hause. Er ist anfänglich etwas hektisch. Aber beruhigt sich dann. Wir haben Urlaub. Egal, ob wir um 21 Uhr von Zürich wegfahren, oder um 22 Uhr. Ab jetzt gibt es nur noch einen Fixpunkt: Den Abflug in München. Komplikationen lassen sich davor allemal regeln. Tatsächlich fahren wir erst um 22 Uhr von Zürich los. Noch getankt und dann geht es auf die Anreise nach Regensburg.

Bei München kontaktiere ich Andrea. Sie wollte uns noch ein paar Tipps betreffend Koh Samui geben. Eigentlich hatten wir vereinbart uns noch am Abend zu treffen, aber durch die späte Abfahrt kommen wir frühestens um 2 Uhr in Regensburg an. Ich schreibe, dass wir noch auf ein Bier ins „Zap“ fahren werden. Andrea antwortet, dass sie sich bei Freundinnen aufhält und dann nach Hause fährt. Als wir das Auto am Emmeramsplatz parken, schicke ich eine weitere SMS. Wir seien auf dem Fussweg ins „Zap“. Wir begrüssen Michi und Stephan an der Tür und steigen die Treppe hinab. An der Kaffeebar dann die Überraschung: Andrea steht dort!

Dann plauderten wir mit Andrea über die letzten Tage und über die anstehende Reise. Andrea erzählte von einem Ausflug in den Dschungel. Sie hätte eh schon panische Angst vor Kleintieren Blutegeln. Es hätte vor dem Ausflug geregnet und sie sei mit „Treckingsandalen“ unterwegs gewesen. Treckingsandalen? Mit offenen Schuhen im Dschungel. Aber Hauptsache „Trecking“. Was die Freizeitindustrie so alles an den Mann/Frau bringt. Plötzlich hätte Andrea am Fuss etwas „Schwarzes“ entdeckt. Es war ein Blutegel! Der hätte sich bereits festgesetzt! Na toll! Natürlich kommentierten Mike und ich die Story entsprechend 🙂 Daraufhin wollte Andrea die zweite Reisegeschichte ihres Marsches durch den wilden Dschungel nicht mehr erzählen.

Nach langem Bitten war sie dann doch dazu bereit. Nachdem der lästige lutsaugende Parasite von Andreas Fuss entfernt hatte, kam wenig später der nächste Hammer: Auf den Bäumen sassen ein paar niedliche Affen. Doch die waren nicht so niedlich; denn die schmissen mit faulen Früchten. Alle anderen der Reisegruppe konnten rechtzeitig in Deckung gehen. Nur bei Andrea landeten die haarigen Monster ein paar Treffer. Dementsprechend roch sie und sah sie danach aus. Mike und ich vermuteten, dass der Reiseführer die Affen trainiert und dann bei den Führungen auf Touristen ansetzt. Auf jeden Fall war die Story der zweite grosse Lacher des Abends. Schliesslich muss es sich ja lohnen in den Dschungel zu gehen. Man erlebt die Flora und Fauna unverfälscht in Reinnatur – und man(n)/frau hat etwas lustiges zu erzählen.

Gegen 4 Uhr morgens verabschiedeten wir uns und fuhren zum Mam, die sich bereits für den samstäglichen Flohmarkt herrichtete. Während Mam nach Weiden aufbrach, fielen wir müde ins Bett. Schliesslich wollten wir noch Nachmittags zum DEZ und gegen 16 Uhr zum Flughafen München aufbrechen.

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