Ein Montagabend im Ausgang – Rimini-Bar, Talacker-Bar und Club Bolero Winterthur

1. Mai 2007

Montag 30. April 2007. Einen Tag vor dem „Tag der Arbeit“. Mike und ich sassen gegen 21:30 Uhr noch auf dem Sofa und dösten vor uns hin. Bis das Natel „pingt“ – eine SMS. Eleni schrieb, sie sei im „Rimini“ – wo wir stecken würden. Ja, stimmt. Eigentlich wollten wir ja schon eher dort sein. Nur war das WE so anstrengend und ich durfte am Montag arbeiten. Ich schrieb an Eleni, dass wir in 40 Minuten im „Rimini“ sein würden. Dann weckte ich Mike, der schnaubend erwachte.

In einer Rekordzeit von 10 Minuten waren wir „ausgangsfertig“. Wir bestiegen das Fahrzeug und steuerten den Bahnhof Zürich an. Dort gleich in der Nähe befindet sich die „Rimini Bar“ – eigentlich eine „Männerbadi“. Das heisst am Tag (bis 17 Uhr) dürfen dort nur „Männer“ rein und im Schanzengraben kraulen. Abends ist Barbetrieb – natürlich gemischt. Ja, das gibt es wirklich in Züri. Es gibt auch eine Frauenbadi! Die liegt direkt an der Limmat bei der Quaibrücke. Dort ist es geschlechtermässig genau umgekehrt.

Am Montag eröffnete die „Rimini-Bar“ offiziell die Freibadsaison mit einem kleinen gemütlichem Fest. Es wurde gegrillt (grilliert) und man konnte sich gemütlich auf die Teppiche und Kissen einrichten.

Rimini Bar Zürich Rimini Bar Zürich

Das Ambiente ist traumhaft. Das „Rimini“ liegt direkt über dem Schanzengraben. Man läuft auf Holzplanken. Die Mädels sollten somit auf Stöckelschuhe verzichten und sich etwas bequemes anlegen. Grilliert wurde nicht mehr. Wir bestellten uns ein Bier und genossen den lauen Abend samt wunderschöner Ausleuchtung der Szene. Es ist gemütlich ruhig. Keine Musik im Hintergrund stört evtl. Diskussionen. Und es wird viel „geratscht“. Die Preise für Getränke sind kommod. Wer noch so spät Hunger verspürt, für den besteht die Möglichkeit sich eine leckere Pizza zu bestellen.

Aber: Eleni ist nicht mehr da. Wir haben wirklich nur 40 Minuten gebraucht. Ich schicke ihr eine SMS und sie antwortet kurz darauf, dass sie weiter gezogen wäre. Sie befände sich in der „Talacker Bar“. Ja, wo ist die denn? Wir tranken unsere Biere aus und machten uns auf die Suche. Auf dem Weg zurück fragte ich einen Entgegenkommenden nach dem Weg. Natürlich kenne er diese! Und ich eigentlich auch. Aber nur vom „Vorbeigehen“. Die „Talacker Bar“ befindet sich gleich gegenüber vom „Kaufleuten“. Da war ich ja erst mit Chris – und zwar arbeitsmässig – wirklich!

Wir betreten die „Talacker Bar“. Direkt vor dem Fenster auf einem bunten Sofa sass Eleni in einer grösseren Gruppe von Freunden. Die Bar sieht interessant aus. Dicker Teppich am Boden. Die Sofas haben sämtlich verschiedene Bezüge. Aus den Lautsprecherboxen dröhnt Musik – welche Richtung – undefinierbar. Trotzdem telefoniert ein Mittvierziger direkt an der Bar mit seinem Natel. Und das lautstark. Spannendes Ambiente: Zum Platz hin deckenhohe Fenster, in einem Eck eine überdimensionale Lichtorgel Marke Eigenbau, an der Wand überdimensionale Pudel als Wandschmuck. Und dazu die erwähnten Sofas.

Talacker Bar Zürich Talackerbar Talacker Bar Zürich Talackerbar

Eleni ist mit Freund Vasili und einer grösseren Gruppe Freunden anwesend. Sie erzählt mir, dass Geburtstag gefeiert wird. Daher wird wenig Zeit sein zum „Ratschen“. No prob. Wir schlürfe unser „Panasche“ (Radler) und rauchen derweil eine. Es gibt eh mehr zu beobachten und zu kommentieren.

Nach etwa einer halben Stunde – gegen 23:30 Uhr – verabschieden wir uns von Eleni und Vasili und schlendern Richtung „Kaufleuten“. Vor dem Club stehen Unmengen von Männern (?) an – ausschliesslich. Heute steht doch „10 Jahre Mezzanotte“ an. Ohne Frauen? Kann ja wohl nicht sein. Wir entscheiden uns zum Auto zurück zu gehen. Moni hatte in der Arbeit verlauten lassen, dass sie mit einer Freundin im „Club Bolero“ in Winterthur sei. Wir bräuchten nur eine SMS schreiben. Das taten wir. Wir erreichten das Auto und steuerten durch das abendliche Zürich Richtung Autobahn.

Kurz nach Mitternacht erreichen wir Winterthur. Das „Bolero“ befindet sich in der Nähe des Bahnhofs. Ich biege zum Parkhaus ab. Es ist voll belegt. Dann steuere ich direkt zum Parkplatz des „Bolero“. Dort steht ein Kassier in einem kleinen Holzhäuschen und verlangt 8 CHF Parkgebühr. Ich folge dem Winken eines Platzanweisers und stelle fest, dass das „Bolero“ gut besucht sein muss. Kurz vor den Bahngleisen hält mich der Platzanweiser auf. Er fragt „Wollen Sie zum Ausgang oder einen Parkplatz?“ Ich antworte: „Ein Parkplatz wär nicht schlecht!“

Er greift zum Walki-Talki und spricht recht ernst mit seinem Kollegen. Er hätte hier einen neuen Porsche Boxster, warum der Kollege mich nicht gleich aufgehalten hätte. Ich schaue Mike verwundert an – Mike schaut mich mit hochgezogener Stirn fragend an. Der Platzanweiser meint, ich solle umdrehen, der Kollege würde mich einweisen. Also zurück zum Eingang. Tatsächlich, da steht direkt vor dem Eingang des „Bolero“ an einer Rampe der Kollege-Platzanweiser. Er nimmt eine Pylone von einem leeren Parkplatz und weist mich an rückwärts einzuparken. Dann entschuldigt er sich vielmals bei mir, dass er mich nicht gesehen hätte und ich solle doch bitte das nächste Mal gleich an Zahlhäuschen Bescheid geben. Man hätte immer eine ausreichende Anzahl an Parkplätzen reserviert – direkt vor dem Eingang. Mike schaut mich immer noch fragend an – ich versteh’s auch nicht und zucke verlegen mit den Schultern. Neben meinem Boxster steht noch ein weiterer 911er und dahinter noch ein Boxster. Ok, dann gibt man sich scheinbar hier echt Mühe. Vallet-Parking kommt demnächst noch? Cool! 😉

Die Treppe zum Eingang frage ich Mike leise „Soll ich mit dem Schlüssel am Membereingang winken oder gehen wir zum Gästeeingang?“. Mike lacht. Wir gehen zum Gästeeingang. Und ich falle fast über das Drehkreuz. Es hält mich nämlich auf. Mike deutet auf die Ampel über der Tür. Diese steht auf „Warten“. Kurz darauf öffnet ein Security kritisch blickend die Tür. Wir bezahlen 20 CHF pro Person und bekommen einen „unsichtbaren“ Stempel. Vorteilhaft, da man sich mit der üblichen schwarzen oder blauen Stempelfarbe das Hemd und/oder die Jeans versaut.

Im vorderen Bereich des „Bolero“ befindet sich die Garderobe und eine schöne Loungezone mit Clubsesseln und vielen Kerzen, welche die Szenerie in ein warmes Licht tauchen. Die Musik kommt standesgemäss aus JBL-Boxen. Ein DJ versteckt sich neben der langen Bar und legt gemütliche House-Musik auf. Wir steuern den Mainfloor an. Interessanterweise dröhnt dort R&B-Musik aus den Lautsprechern. Der Mainfloor ist gut besucht. Kurz hinter der Kontrolle – der unsichtbare Stempel – stauen sich die Gäste. Wir biegen gleich rechts ab und steigen die Treppe zum „Platz zur guten Aussicht mit Quelle“ im 1. Stock an. Mike findet einen Platz direkt mit Blick zur Tanzfläche – ich stelle mich an der Bar an und bestelle zwei „Heinecken“.

Kurz darauf geht die Party los. House-Musik ist angesagt. Auf einem Podest in der Mitte der Tanzfläche räkeln sich die leuchtend grün bekleidete Damen – auch auf der Bühne beim DJ. Wir geniessen die Musik und gehen unserer Lieblingstätigkeit nach „Beobachten und Kommentieren“. Gegen 3 Uhr morgens treten wir den Rückzug an. Langsam schlägt wieder die Müdigkeit vom anstrengenden Wochenende durch.

Rimini Bar
Am Schanzengraben
8002 Zürich
Tel: +41 44 211 95 94
www.rimini.ch

Talacker Bar
Talacker 41
8001 Zürich
www.talackerbar.ch

Club Bolero Winterthur
Beim Hauptbahnhof
8400 Winterthur
www.bolerolifestyle.ch


Sonntägliche Ausfahrt mit SLKs und Boxster

30. April 2007

Ich komme zu gar nichts mehr hier im Blog-Tagebuch. Mike ist seit Freitag in Zürich und wir sind eigentlich nur unterwegs. Samstag fuhren wir ins Rheintal nach Altstätten – natürlich liessen wir uns Zeit und genossen das Wetter. Es ging zur RHEMA zum Auftritt von Trashdeluxe. Da ging schon die Post ab. Anschliessend feierten wir mit Benno, Fredy und Lippi auf der grössten Regionalmesse ab bis in die Morgenstunden. Hammermässig! Die Pix kommen noch!

Heute morgen ging es gleich recht früh (10 Uhr) wieder los. Wir trafen uns mit Fercho beim Mövenpick im Sihltal. Mit zwei SLK und einem Boxster ging es zur Ausfahrt Richtung Luzern, Brüningpass, Brienz, Thun und zurück über das Entlebuch. Gegen 19 Uhr kamen wir wieder in Zürich ein und schlossen den Abend mit einem gemütlichen Mahl „In der Ey“ ab.

Und hier das Video von der Ausfahrt – wir sind wirklich fast nur gefahren:


Ausflug ins Rheintal – Rhema – die grösste After-Gig-Party aller Zeiten

29. April 2007

Nachdem wir das Bandwerkzeug im Tourbus verstaut hatten, wanderten wir durch die Zeltgassen immer dem Sound nach. Mike und ich konnten unseren Augen nicht trauen. So etwas wäre in Regensburg unmöglich. Ab 22 Uhr wird auf der „Dult“ die Musik abgedreht. Hier auf der RHEMA ist das ganz anders. Hier geht die Party um diese Zeit erst so richtig los! Vom Eingang her strömten Unmengen von Leuten auf das Messegelände. Aus den drei Partyzelten dröhnte die Musik, dass es eine reine Pracht war.

Wir genehmigten uns zuerst ein Bier im „Verbindungszelt“. Das lag genau in der Mitte der Partyzelte. Wir setzten uns auf an einen Biertisch und beobachteten die herumlaufenden Menschenmengen. Dann teilten wir uns auf, um Ursula zu suchen.

Früher traf man sich auf den Dorffesten – heute trifft man sich auf der RHEMA! Drei riesige Partyzelte! Jedes um die 1000 Quadratmeter. In jedem mindestens 10 Bars! Der Alkoholkonsum muss enorm sein. Mike konnte keine Bierpipeline finden, aber irgendwo musste eine vergraben sein. 

Ich nahm mir das Partyzelt vor, welches wie ein dreimastiges Zirkuszelt aufgebaut war. Es ist aber vollkommen unmöglich hier jemanden zu finden.

Dann kam Fredy auf die geniale Idee im „Saloon“ nachzusehen. Dort wird Rockmusik gespielt. Ja, welch ein Zufall! Ursula und der Rest der Gang waren dort tatsächlich auf der Terrasse.

Eigentlich wollten Benno, Fredy und Lippi schon gegen Mitternacht gehen. Aber ich konnte die Drei noch auf ein Verlängerungsbier überreden. Ja, und wie die das Leben eben so spielt, blieben die Jungs noch bis um 1:30 Uhr. Ich trank schon das dritte Cola – als Fahrer muss man clean bleiben. Ich hasse Cola! Das nächste Mal übernachten wir wieder in einem der „Promille-Zimmer“, welche Lippi und Fredy parat halten. Und der nächste Gig von „Trashdeluxe“ kommt bestimmt. Soviel ist sicher! Es hat riesig Spass gemacht!

Weitere Gigs von „Trashdeluxe„:


Ausflug ins Rheintal – Trashdeluxe auf der Rhema

29. April 2007

Von Hinwil fuhren wir auf kurvenreichen Strassen weiter nach Appenzell. Wir hielten an der Bahnhaltestation und genossen die Aussicht über das Rheintal. Dann ging es weiter und das letzte Stück war ein Genuss. Man merkte dass es dem Boxster Spass machte. 🙂 Unten in Altstätten angekommen, mussten wir nur noch das Messegelände finden. Einfach dorthin, wo die meisten Leute hinfahren, war die Devise. Und prompt lagen wir richtig. Wir parkten das Auto auf dem Parkplatz des Messegeländes und löhnten das Eintrittsgeld.

Gleich hinter den Messekontrolleuren befand sich ein „Fressstand“. Und dort fanden wir die drei von der Tankstelle – äh – von „Trashdeluxe“. Sie starkten sich mit Cervelat und Bier vor dem Auftritt. Dann war es Zeit für das Interview mit „Radio Liechtenstein“. Fredy sprach mit dem Reporter. Anschliessend sammelten sich Benno, Fredy und Lippi vor der Kamera für ein Gruppenbild.

Dann besorgten wir uns an der Bar neben dem Zelt selbst ein Bier und stiessen auf einen erfolgreichen Auftritt an. Dieser Gig begann gegen 10 nach Sieben. Und da ging mächtig die Post ab.

 

Benno, Fredy und Lippi rockten was das Zelt hielt. Die Fans und Gäste trieben die Drei von einer Höchstleistung zur nächsten.

Ursula und Ruth sind die härtesten der harten Fans und reisen zu jedem Gig von „Trashdeluxe“.

Eigentlich war das Zelt kein Tanzzelt, aber die Anwesenden konnten sich einfach nicht mehr ruhig auf den Plätzen halten. Es wurde getanzt und mitgesungen, dass die Zeltstreben wackelten.

Lippi und Fredy zupften die Saiten und brachten besten „Bloody Burning Rock’n’Roll“ zum Besten.

 

Nach mehreren Zugaben muss auch der schönste Auftritt sein Ende finden. Aber das war noch lange nicht das Ende des Abends. Es warteten die Partyzelte auf uns. Aber vorher betätigten sich Mike und ich noch als Groupies und halfen „der Band“ beim Verladen der Soundanlage. Dann ging es zur After-Gig-Party.


Ausflug ins Rheintal – Via Albispass nach Horgen und mit der Fähre nach Meilen

29. April 2007

Ich wurde von der Sonne geweckt. Wie immer blauer Himmel und um die 22 Grad. Gegen 11 Uhr frühstückten Mike und ich. Dann setzte ich mich an den Laptop und plante mit Mike die Route ins Rheintal nach Altstätten. Benno, Fredy und Lippi – alias “ Trashdeluxe“ – hatten dort ihren Auftritt auf der RHEMA. Aber erst gegen 19 Uhr. Somit konnten wir eine gemütliche Ausfahrt machen und uns Zeit lassen.

Zuerst ging es über den Albispass. Es macht riesig Spass mit dem Boxster. Die Strassenlage ist genial. Er liegt wie ein Brett auf der Strasse, die Lenkung ist absolut direkt und das Fahrwerk springt regelrecht von Kurve zu Kurve.

Oben auf dem Pass parkten wir beim Restaurant Hirschen das Auto und gingen das Stück zum Aussichtspunkt in der Kehre. Von dort hatten wir eine traumhafte Aussicht über den Zürisee und die Alpen Richtung Chur. Dann fuhren wir weiter Richtung Langnau am Albis und Bogen dann Richtung Thalwil ab. Dort erreichten wir die Seestrasse und hielten uns Richtung Horgen.

In Horgen reihten wir uns in die Wartenden Fahrzeuge für die Fähre ein. Nach wenigen Minuten fuhren wir auf die Fähre. Diese setzt von Horgen nach Meilen über. Die Überfahrt dauert etwa 10 Minuten und beläuft sich auf 10 Franken für ein Fahrzeug und zwei Personen.

In Meilen angekommen bogen wir rechts ab und fuhren weiter Richtung Rapperswil. Die nächsten Stationen auf der Route sind dann Jona, Hinwil und Appenzell.


Bloggy Friday – Das Meeting der interessanten Art

28. April 2007

Am Freitag trafen sich ein paar stadtbekannte 🙂 Blogger in einem speziellen Lokal im Hauptbahnhof Zürich. Ich hatte noch leicht Zeit dort zu erscheinen, da Mike erst um 0:38 Uhr in Lindau ankommen sollte. Somit fuhr ich gegen 19 Uhr in die Stadt, stellte das Auto in das Parkhaus Sihlquai und wanderte gemütlich zum Hauptbahnhof.

Bis auf Roger den Hasen kannte ich bisher niemanden der Anwesenden persönlich. Trotzdem schien sich zu bestätigen, was ich schon aus der Chatwelt kannte: Wer sich vom Lesen her sympatisch findet, hat auch persönlich keine Probleme mit der Kommunikation und schon gar keine Berührungsängste. Es wurde viel diskutiert und gelacht. Speziell die Krähengeschichte brachte interessante Diskussionen mit sich. An kreativen Lösungsvorschlägen mangelte es auf jeden Fall nicht 😉

Hat Spass gemacht! Bis zum nächste Mal!


Bloody Burning Rock’n’Roll – Neue Promo-CD von Trashdeluxe

28. April 2007

Fredy lernte ich vor vier Jahren über das Geschäft kennen. Beim Mittagessen in einer urigen Beiz in Gams stellten wir fest, dass wir den gleichen Musikgeschmack haben – Gotthard und Kingdom Come zum Beispiel. Und: Fredy sammelt nicht nur Fender-Gitarren, sondern spielt in einer Rock-Band. „Trashdeluxe“ heisst diese, welche schon seit Jahrzehnten besteht. Zusammen mit Bassisten Lippi (Christian Lippuner) – alles Gute zum Geburtstag nachträglich an dieser Stelle – und Benno (Benno Kaiser – Drums) steht Fredy auf den Planken und rocken das Rheintal bei jeder Gelegenheit.

Nun steht an diesem Wochenende auf der RHEMA in Altstätten der Release der neuen Promo-CD „dirty-burning rock’n’roll“ an. Heute – Samstag 28.04.2007 stehen die Fredy, Lippi und Benno um 19 Uhr auf der Bühne von Radio Lichtenstein und fetzen los, was das Zeug hält.

Die Songs lassen erkennen, dass die drei Musiker fetteste StatusQuo-Fans sind. Wer sich den Gig nicht entgehen lassen möchte, der schaut einfach in Altstätten auf der Rhema vorbei.

Event: Trashdeluxe Promo-CD (und vieles mehr)

Wo: RHEMA Altstätten Bühne Radio Lichtenstein

Wann: 19 Uhr (Auftritt)


BloggyFriday – Treffen in Zürich

26. April 2007

Diesen Freitag treffen sich einige Züri-Blogger beim HB. Roger organisiert die Angelegenheit. Leider weiss ich noch nicht wann es stattfindet. Aber Roger sagt bestimmt „Bescheid“.


Restaurant-Tipp – Restaurant „Müli“ Mülligen

26. April 2007

Endlich sassen Dominik und ich im Boxtäär und liessen nach dem Laptop-Desaster das Büro und Zürich hinter uns. Wir hatten ab 13:30 Uhr einen Kundenbesuch in einem „intelligenten Haus“ in Mülligen. Das Navigationssystem leitete unsere Fahrt die A1 Richtung Brugg, dann weiter nach Birmenstorf und schliesslich bogen wir links ab nach Mülligen.

Es war Mittag und es schien wie seit Wochen die Sonne am wolkenfreien, blauen Himmel. Wir fuhren über eine kleine Brücke und durch auf einer engen Strasse durch ein Waldstück an der Aare entlang. Dominik entdeckte das Schild zuerst „Restaurant Müli“. Ich wendete und wir bogen in die Einfahrt. Nur drei Fahrzeuge standen auf dem Parkplatz.

Restaurant Müli Mülligen Familie Struck Mülirain 1 Birmenstorf

Restaurant Müli Mülligen Familie Struck Mülirain 1 Birmenstorf Restaurant Müli Mülligen Familie Struck Mülirain 1 Birmenstorf

Das Restaurant „Müli“ liegt sehr romantisch direkt am Fluss. Nur zwei Gäste sassen an einem Tisch im Schatten eines alten grossen grünbelaubten Baumes. Wir entschieden uns für einen Tisch im Halbschatten. Vollkommene Ruhe. Nur das Rauschen der Blätter und des Flusses war zu hören. Ein Hund sonnte sich vor einem Brunnen in der Sonne.

Die Karte verspricht Spezialitäten aus allen Meeren und Seen, welche täglich frisch angeliefert werden. Argentinisches Angusbeef von Tieren auf saftigen Weiden wird gesprochen. Momentan ist Spargelzeit und ich entscheide mich für ein Nudelpesto mit Spargelspitzen – vorher einen kleinen gemischten Salat mit French-Dressing. Dominik entschied sich für einen Fitness-Teller mit Pouletstreifen.

Alles schmeckte vorzüglich und die Bedienung ist stets freundlich und zuvorkommend. Die Preise sind fair und alles im allem war das Mittagessen in der „Müli“ ein entspannendes Erlebnis.

Mit der Rechnung übergab uns der Chef noch einen Flyer zur nächsten kulturellen Veranstaltung. Am Samstag 12. Mai finden sich Christoph Zehnder & Peter Wyss ein und präsentieren unter dem Motto „Gäng sövu…“ einen KARIBUM-Abend mit Menü. Sie verfeinern den Abend mit „Bärndütschi Chansons“ von Mani Matter, Jakob Stickelberger etc.

Als erstes Lokal erhält das „Restaurant Müli“ 7 von 7 möglichen Pan-Sternen 🙂

Restaurant „Müli“ Mülligen

Familie Struck
Mülirain 1
CH-5236 Mülligen


Technikstress, Kommunikationsattacken und verlorene Arbeitsstunden

26. April 2007

Heute war wieder einer dieser Tage. Morgens ins Büro. Dann stecke ich den Rechner an und logge mich ein. Ein Biospasswort, dann das Windows-Anmeldefenster. Anschliessend dauert der Bootvorgang 7 bis 10 Minuten bis der Rechner üblicherweise endlich bedienbar ist. Ich hole mir immer zwischenzeitlich einen Kaffee und schaue die Post durch. Das „Grauen“ erfolgt immer dann, wenn ein CAT-Update auf dem Bildschirm auftaucht. Das dauert dann inklusive Reboot im Schnitt eine halbe Stunde.

Heute war es wieder soweit. „Wollen Sie die das Encryption-Programm für Ihre Festplatte installieren?“ Nur der „JA!“-Button ist hinterlegt. „Nein“ ist nicht möglich. Also drücke ich mit einem Grummeln auf den Bestätigungsbutton. Es folgt „Bitte sämtliche externe Festplatten und Speicher entfernen!“. Ich vermute, dass dann diese Speichermedien gleich mit „encryptet“ werden, falls man dies nicht beachtet. Ich schaue nach, ob ich die Zweit-Karte meiner Kamera gesteckt habe – dies ist nicht der Fall – somit drücke ich auf „weiter“.

Der Installationsbalken wandert langsam über den Bildschirm. Zwischenzeitlich schliesse ich die aufpoppenden Programme, welche durch die „Autostart-Funktion“ am Bildschirm erscheinen. Nach 10 Minuten ist die Installation des „Festplatten-Encrypters“ beendet. Im Hintergrund verschlüsselt das Programm nun meine Festplatte. Klar! Ich habe ja soooo wertvolle Dateien auf meinem Harddrive. Produkt- und Kundenpräsentationen zum Beispiel. Produktdokumentation und Marketinginfos.

Verärgert stelle ich fest, dass die Systemleistung durch das im Hintergrund laufende Encrypt-Programm so richtig in die Knie geht. Der Start von Outlook dauert über 2 Minuten. Ich starte zwischenzeitlich parallel ein Excelformular, in welches ich seit Monaten Daten über meine Tätigkeiten einfüge und täglich aktualisiere. Ein Tagebuch also. Ich fülle zwei Spalten aus und möchte die Grafische Auswertung auf einem anderen Blatt in der Exceldatei ansehen.

Plötzlich ist die Exceldatei vom Bildschirm verschwunden. Häh? Excel abgestürzt? Also noch mal. Hoffentlich sind meine Daten nicht verloren gegangen. Ich starte die Datei erneut. Erleichtert stelle ich fest, dass meine Eingaben „recovered“ wurden. Ich klicke erneut auf das Auswertegrafikblatt. Schwupp! Schon ist die Exceldatei wieder vom Bildschirm verschwunden.

Ich rufe die IT-Hotline an. Die Herren kennen mich mittlerweile. Festplattencrash, volles Systemlaufwerk C:, Outlook lässt sich nicht mehr starten – ein kurzer Auszug aus den letzten Monaten. Ich erkläre dem IT-Hotline-Mitarbeiter auf der anderen Seite, dass ich langsam genug habe von den Schwierigkeiten nach den CAT-Updates. Er empfiehlt die Datei noch mal zu starten und fragt, ob die Exceldatei Makros enthält. „Natürlich!“ antworte ich, aber das war ja vorher auch schon so!

Er fragt, ob die Datei recht gross sei. Man hätte mit Bill-Gates-Office immer Probleme mit grossen Dateien. Aha! Bill-Gates ist schuld. Und, die CAT-Updates würden vom IT-Headquater kommen, regional könnte man nichts dagegen tun. Man müsse mitziehen.

Zwischenzeitlich öffne ich die Datei erneut und schaue unter „Eigenschaften“, wie gross die Datei ist. Ja glatte 258 kB! Das ist ja riiiieeesig. Ich lache kurz auf. Er meint „Die ist ja winzig!“ Ich solle die Datei an ihn weitermailen. Ich antworte „Ja, sofort! Sobald das Outlook komplett gestartet ist“. Outlook ist nämlich immer noch nicht offen. Ich versuche auf den „Neue Mail“-Button zu drücken. Nichts rührt sich. Zwischenzeitlich kopiere ich die Datei im Explorer. Dann ist das Mailedit-Fenster offen. Ich kopiere die Datei und schicke diese an den netten IT-Kollegen. Mein Natel klingelt. Ich schaue auf das Display. Es ist Dominik, wir haben ab Mittag einen Kundentermin. Ich habe ab und teile Dominik mit, dass ich ihn zurück rufe, sobald das Laptop-Desaster geklärt ist.

Kurz darauf kommt diese bei dem IT-Hotliner an. Er könne diese ohne Probleme öffnen. Ob mein Encryption-Programm noch laufen würde. Ich bejahe. Na denn würde es sicher am Encryptionprozess liegen. Hervorragend! Somit ist nicht nur die Systemleistung miserabel, ich kann auch keine Dateien bearbeiten. Aus dem Augenwinkel erkenne ich, dass Silke lächelnd auf meinen Arbeitsplatz zusteuert. Ich schau auf die Uhr: kurz nach 10 Uhr. Wir haben einen Marketingtermin, aber immer noch den Hotliner an der Strippe. Ich versuche das Gespräch zu beenden und bitte um seine Telefonnummer, um ihn im Anschluss an die Besprechung direkt erreichen zu können.

Ich lege auf und begrüsse Silke. Sie fragt, ob ich ihre Mail schon gelesen habe. Ich entgegne, dass ich wegen der Encryption-Laptop-Geschichte noch keine Zeit hatte, irgendwelche Mails zu lesen. Ich wüsste nur, dass sich in den letzten 3 Tagen meiner Abwesenheit etwa 40 neue angesammelt hätten.

Wir verziehen uns in ein Besprechungszimmer und diskutieren die nächsten Veranstaltungen durch. Zwischendurch klingelt mein Natel sechs Mal. Zwei wichtige Telefonate beantworte ich direkt. Eigentlich nehme ich während Besprechungen gar keine Telefonate an, aber beide hatten mit den Veranstaltungen zu tun.

Gegen 11 Uhr verabschiede ich Silke und wähle die Nummer des Hotliners. Er könne momentan gar nichts tun und ich solle abwarten bis die Encrpytion der Festplatte beendet sei. Parallel klingelt das Natel. Ein Kollege von der Laptop-Abteilung wäre dran. Er benötigt für meinen neuen Laptop mein Kennwort und das Passwort.

Wie bitte? Telefonisch? Ja, das ginge nicht anders, sonst könne er meinen neuen Laptop bis Montag nicht fertig installieren. Auf der einen Seite wird meine „hochwichtige“ Festplatte verschlüsselt und auf der anderen Seite soll ich meine Zugangsdaten telefonisch weitergeben. Ich muss nicht mehr alles verstehen.

Dann steht Dominik vor meinem Schreibtisch. Ich beende beide Telefonate mit den IT-lern. Dann fahre ich meinen Laptop herunter und packe für den Kundenbesuch. Ich schnappe mir meine Jacke und folge ihm Richtung Treppenhaus. Auf dem Weg dorthin kommt mir Alessandro entgegen. Wie es mit der Veranstaltungsplanung aussehen würde. Gerade als ich zur Antwort ansetzen will, klingelt mein Natel. Ich schaue auf das Display: „unbekannt“ steht da.

Ich hebe ab. Ein Kunde fragt nach einer technischen Unterstützung, ob die Hotlinedame durchstellen darf. Ich bejahe und der Kunde fängt an den Fall zu erklären. Ich zwinkere Alessandro an und flüstere, dass ich eine Sitzung mit Silke hatte und alles gut aussieht. Dominik deutet mir an, dass er auf dem Parkplatz auf mich warten würde. Ich entschuldige mich beim Kunden am Telefon für die kurze Unterbrechung und höre dem Problem zu und beantworte die Fragen. Währenddessen steige ich die Treppen zum Parkplatz hinab.

Dominik grinst. Ich stelle die Tasche neben dem Auto ab und suche den Autoschlüssel. Dabei habe ich das Telefon zwischen Ohr und Schulter eingeklemmt und beantworte weiterhin die Fragen des Kunden. Wir steigen ins Auto und ich öffne das Dach. Nach weiteren 5 Minuten und einer Zigarette starte ich den Motor. Der Kunde ist zufrieden. Ich lege auf und entdecke, dass während meines Telefonates zwei weitere Anfrufer auf meiner Combox gelandet sind.

FACTS.CH veröffentlicht zu eben diesem Thema heute einen Artikel mit dem Titel: „Pro Jahr gehen über eine Milliarde Arbeitsstunden verloren. Schuld sind Technikstress und Kommunikationsattacken der Mitmenschen. “

Ich zitiere: „Jetzt endlich hat die Wirtschaft das Problem erkannt», sagt Pascal Sieber, Geschäftsführer des Schweizerischen Produktivitätsinstituts in Bern. Vor lauter Ablenkungen durch E-Mail, Handy und SMS kommen die Manager kaum noch dazu, produktiv und kreativ zu arbeiten. Sich längere Zeit auf eine Aufgabe zu konzentrieren, ist kaum noch möglich. Die Fehlerrate schnellt nach oben, die Kreativität saust in den Keller. «Den Firmen entsteht dadurch ein riesiger Schaden», sagt Sieber. Was jeder ahnt, der per Handy und E-Mail kommuniziert, ist jetzt wissenschaftlich genau beschrieben: Fast 60 Prozent aller einmal angefangenen Tätigkeiten werden gestört, unterbrochen und erst später wieder fortgesetzt.“

Und weiter: „«Viele Unternehmen sehen klar, dass hier Produktivität verschenkt wird», sagt Sieber. Für die USA hat das Beratungsunternehmen Barex errechnet, dass sich der Produktivitätsverlust auf 588 Milliarden Dollar beläuft. Das entspricht knapp acht Prozent des US-Bruttosozialprodukts. Jedes Jahr werden so etwa 28 Milliarden Arbeitsstunden verplempert. Auf die Schweiz umgerechnet, beziffert sich der Produktivitätsverlust auf etwa 34 Milliarden Franken. Pro Jahr gehen zwischen einer Milliarde und 1,2 Milliarden Arbeitsstunden verloren.“

Aber ich bin zuversichtlich; denn Abschottung kann man lernen: „Der deutsche Zeitmanagement-Experte Lothar Seiwert empfiehlt: «Deaktivieren Sie die Benachrichtigung über neue Mails, bearbeiten Sie die Mails nur zu bestimmten Tageszeiten und in Blöcken, löschen Sie dann Unnötiges sofort.» Der Engländer Jean-Carl Honoré hat mit seinem Buch «Slow Life» gleich auch eine Slowmail-Bewegung ins Leben gerufen, die die elektronische Kommunikation entschleunigen soll. «Seien Sie einfach nicht immer erreichbar», empfiehlt er.“

Aber ob „Abschottung“ die Lösung für mein Laptop-Desaster ist?

So, und zur Krönung stelle ich gerade fest, dass ich mich in meinen Arbeits-Laptop nicht einloggen kann. Nach dem Einschalten erscheint ein Fenster, dass mich an alte DOS3.3-Zeiten erinnert. Der Hinweistext lautet „After entering your Passwort press F10 to change it“. Nachdem ich drei Mal versucht habe ein Passwort – dass ich nicht kenne – einzugeben und Betätigen der Taste F10, ändert sich der Bildschirm nicht. Das wird morgen sicherlich wieder interessant – das Gespräch mit der IT-Hotline.