4. Juni 2009
Um den Paradieser-Zwergerl ein geeignetes Zuhause zu bieten, erstand ich heute in Altdorf ein nagelneues kleines Becken. In Altdorf hat es beim Lehnplatz eine Kleintierhandlung. Dort bin ich schon ab und zu vorbei gelaufen – jedoch hatte der Laden ebenso Mittagspause. Aus gegebenem Anlass – die Paradiesfisch-Nachwuchs-Flut – beschloss ich gestern in diesem Laden nach einem geeigneten Aufzuchtbecken zu suchen.
Heute schlenderten Mike und ich kurz vor Mittag Richtung Lehnplatz und betraten das Geschäft. Es nennt sich „Tierlihuus am Lehn“ und ist klein aber fein eingerichtet. Während ich mir die Fischaquarien ansah, unterhielten wir uns mit dem Besitzer – Oski Inderbitzin – der mir nach Schilderung meines Problems sein Aquariensortiment zeigte. Ich entschloss mich ein Komplett-Set von „Aquael“ zu kaufen. Dieses holte ich aber erst nach der Arbeit gegen 18 Uhr ab. Den Preis von 139 CHF für das Becken, Beleuchtung, Innenfilter und Heizstab hielt ich für durchaus angemessen. Ich nahm noch zwei 5 Kilogramm-Säcke mit feinem Kies dazu. Schliesslich bezahlte ich für alles 150 CHF inkl. freundlich gewährtem Rabatt.

Zuhause angekommen packte ich das Set sofort aus. Dabei fand ich heraus, dass „Aquael“ eine polnische Firma ist; denn die erste Sprache der Bedienungsanleitungen war polnisch. Das stört mich aber nicht im geringsten. In diesen „Aquarianer-Einstiegs-Sets“ sind immer irgendwelche Wasseraufbereiter und sonstige Zaubermittelchen dabei. Diese lasse ich aber weg. Auch den Heizstab benötige ich sicher nicht. Es sei denn die Wettervorhersage bewahrheitet sich und es wird in den nächsten Nächten wirklich „saukalt“. Dann stecke ich diesen Heizstab in das Aussenbecken – wenn ich es nicht noch heute ausräume, und die Garnelen rette.
Ich stellte das Aquarium auf einen Möbelhund; denn auch das Aquarium wird „mobil“ sein. Um das Gewicht gleichmässig zu verteilen, legte ich zwischen Möbelhund und Aquariumboden ein passendes Styroporstück. Dann rollte ich die Kombination zum „ThaiRiver“-Becken und zapfte mit Hilfe eines Schlauches Aquarienwasser aus dem grossen Becken in das zukünftige „Zwergerl-Paradies“. Während drinnen das Wasser lief, wusch ich auf der Terrasse den feinen Kies, welchen ich dann anschliessend in das Aquarium umfüllte. Für die Bepflanzung wählte ich aus den anderen Becken einzelne „schnell wachsende“ Pflanzen aus und setzte diese in den frischen Kies. Das fehlende Wasser im „ThaiRiver“ füllte ich nach einer vorischtigen Reinigung des freigelegten Glases mit Weinessig mit dem Gartenschlauch wieder nach.
Nun steht das „Zwergerl-Paradies“ links neben der Terrassentür und „fährt ein“. 100% mit „ThaiRiver“-Wasser gefüllt, wird die Einlaufzeit voraussichtlich eine Woche dauern. Noch ist das Wasser etwas trüb von den feinen Schwebeteilchen, welches ich nicht aus dem Kies waschen konnte. Aber der Filter läuft auf mittlerer Stufe und morgen sieht das sicher anders aus. Damit die Paradieser-Zwergerl nicht in den Innenfilter gezogen werden, muss ich in den nächsten Tagen noch Damenstrümpfe besorgen. Das wird sicher noch interessant. 🙂
Tierlihuus am Lehn
Oski Inderbitzin
Dipl. Tierpfleger
Dätwylerstrasse 2
6460 Altdorf/Uri
www.tierlihuus-altdorf.ch
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4. Juni 2009
Die Paradieser-Männchen synchronisieren momentan die Brutpflege. Kaum entferne ich aus dem „ThaiRiver die beiden Schaumnester mit Babyfischen, bauen die zwei simultan in der jeweils gegenüber liegenden Ecke ein neues. Nach einer Woche befinden sich doch gleich wieder junge Paradies-Zwergerl darin. Serienproduktion oder Wettbewerb? Langsam bekomme ich ein „Platzproblem“; denn das einzige Aquarium zur Aufzucht ist das „BambusBecken“, in welchem sich der Nachwuchs den Platz mit den roten Zwerggarnelen teilt.
Aber noch etwas anderes habe ich mir angetan: Die Zucht von Artemia. Die Älteren unter uns kennen diese „Urzeitkrebse“ noch aus einer Jugendzeitschrift mit dem Namen „Yps“. Und nun steht ein IKEA-Plastik-Gefäss auf dem Querbalken des „ThaiRiver“ und es klappt sogar. Die „Produktion“ von Kleinstlebendfutter floriert und die Paradieser-Zwergerl bekommen täglich rote prall gefüllte Bäuche.
Heute schöpfte ich wieder zwei Nester mit Paradieser-Nachwuchs ab. Nun muss ich mir langsam etwas einfallen lassen; denn ich möchte vermeiden, dass die älteren Geschwister anstatt der Artemia-Krebschen die Neugeborenen als Lebendfutter verwerten. Mal sehen, was sich morgen ergibt. Eventuell bekomme ich ja irgendwo noch ein Zuchtbecken.
Die Bilder oben (1. Reihe) zeigen meine beiden „Entnahmebecher“, welche die „Suppenkelle“ ablösten. Nein, die sind nicht von Tupper. Bild drei zeigt den Nachwuchs der roten Zwerggarnelen.
In der zweiten Reihe sieht man halbstarke Zwerggarnelen, welche nach den Artemia an der Wasseroberfläche angeln. Es scheint, dass durch die Artemiafütterung auch die Zwerggarnelen in Fortpflanzungsstimmung kommen. Kann aber auch Zufall sein. Bild 5 zeigt ein paar der Paradieser-Zwergerl – auch das Bild 6. Es ist das einzige Bild, welches mir „scharf“ gelungen ist und man sieht den roten Bauch gefüllt mit Artemia.
Die ersten beiden Bilder in der dritten Reihe zeigen eine Posthornschnecke und ein paar Garnelen, die nach den Artemia angeln. Ob sich die Posthornschnecke am Mahl beteiligt, kann ich nicht bestätigen. Dir restlichen Bilder zeigen den Paradiesfisch-Nachwuchs, der im Strom des kleinen Aussenfilters schwimmend die Artemia herauspickt.
Die Bilder von der aktuellen Situation findet man wieder auf dem Server
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13. Mai 2009
Es wird Frühling! Die Bäume schlagen aus. Die Hormone spielen verrückt und die Paradiesfische (Macropodus opercularis) vermehren sich. Schon seit etwa 3 Wochen gibt es eine richtige Schaumnestbau-Rallye. Die beiden Männchen übertrumpfen sich im Blasenschlagen – der eine in der linken Ecke und der andere in der rechten Ecke des „Thairiver“-Aquariums. Und dann fand ich letzte Woche in beiden Schaumnestern gleichzeitig kleine Eier.
Nach ersten Erfahrungen dauert es somit ein bis zwei Tage bis aus den Eiern stecknadelkopf-grosse Paradiesnachwuchs schlüpft. Anfänglich zwar meist auf dem Rücken hängend, halten sich ganze Scharen unter dem Nest auf – immer bewacht vom Paradiesfisch-Gockel. Vom letzten Wurf im Herbst letzten Jahres brachte ich doch glatt sechs Zöglinge durch. Diese halten sich momentan im „GreenGras“-Aquarium zusammen mit einem Kampffisch-Pärchen und sechs roten Neon auf – immer hungrig.
Vorgestern schöpfte ich dann mit einer gewöhnlichen Suppenkelle einen Teil der Zwergerl unter den Nestern ab und beförderte diese langsam und vorsichtig in das daneben stehende „BambusBecken“. In diesem Aquarium tummeln sich bisher unkontrolliert vermehrende rote Zwerggarnelen. Somit kann ich mir einerseits sicher sein, dass die Paradiesfisch-Zöglinge nicht gefressen werden und andererseits gibt es nachweislich Infusorien in diesem Becken.


Heute Abend fand ich Zeit ein paar Bilder mit der Nikon im Makromodus zu schiessen. Wer genau hinsieht, der entdeckt die immer noch durchsichtigen Individuen. Noch schwimmen die Winzlinge nicht frei und hängen in den Schwimmpflanzen oder am Beckenrand an der Wasseroberfläche. Aber es dauert sicherlich nicht mehr lange und sie erobern sich das Becken.
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9. Mai 2009
Wo fange ich an? Chrigel war in Mallorca, um „Claus sein Haus“ KNX-technisch zu erweitern. Claus sein Haus wird zudem komplett mit LED-Technik ausgestattet, da er ja keinen Stromanschluss vom Energieversorger bekommt und sich deshalb mit Solar inkl. Akku-Anlage, Wind und Generator versorgt. Und so kam es, dass ich am Freitag nach meinem Ausflug nach Oberfranken noch spät abends bei Chrigel vorbeischaute, um meine frisch gelieferten LED-Lampen für die Sperlix-Brothers Wohnung abzuholen.


Und so kam es, dass wir die alten E14er-Lampen mit je 25 Watt gegen die neuen LED-Lampen mit je 3 Watt auswechselten. Somit brennen nun über der Küchentheke keine 125 Watt mehr, sondern nur noch 15 Watt. Das wird unsere Stromrechnung natürlich nur marginal beeinträchtigen, aber es sieht trotzdem irgendwie „cool“ aus, odrrrr?
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25. April 2009
Tja, unser ab-und-zu-Untermieter mit dem schönen Namen „Bist-Du-a-scho-wieder-da!“ fühlt sich immer mehr, wie zu Hause in unserem Hause. Eigentlich heisst er ja nicht wirklich so, sondern „Chicco“.

Und eigentlich ist er ja auch gar kein „Er“, sondern eine „Sie“ und müsste eigentlich „Chicca“ heissen, aber da sind wir äusserst nachsichtig. Nur mit der neuesten Schlafstätte ist speziell Mike nicht ganz einverstanden: Sein Kleiderschrank!
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Veröffentlicht von PeterPan
5. November 2008
ThaiRiver: Vor dem Urlaub entdeckte ich Blattläuse auf den Schwimmpflanzen. Diese vermehrten sich rege. Letzten Samstag fischte ich die gesamten Schwimmpflanzen heraus, verfrachtete diese in einen Eimer (vorher mit Aquarienwasser gefüllt) und behandelte diese mit Insektizit. Anschliessend nahm ich einen Müllsack und stülpte diesen Luftdicht über den Eimer. Zwei Tage gewartet und dann die Schwimmpflanzen im Spülbecken gut gewässert und „abgespült“. Die Blattläuse sind weg (hoffentlich) – zumindest entdecke ich seit Samstag keinen einzigen (Filz-)Laus mehr im Becken.
Es hat keinen Nachwuchs mehr im ThaiRiver. Die grossen Paradieser scheinen trotz sehr guter Fütterung im Urlaub (u.A. mit Katzentrockenfutter) die kleinen Zwergerl restlos verputzt zu haben. Neben dem Katzenfutter gab es Flockenfutter und Spirulinatabs.



Projekt „ThaiRiver“ mit 5 Paradiesfischen und 5 siamesische Rüsselbarben. Der selbstgebastelte Luftheber-Mattenfilter ist auf „schwache“ Durchlüftung eingestellt. Die Leuchte brennt erst ab 18 Uhr momentan. Oben das „Katzenfutter“ nebst Spirulina und Flockenfutter. Ausser den Apfelschnecken sind keine weiteren zu sehen. Ich vermute mal schwerstens, dass sich noch ein paar „räuberische Turmdeckelschnecken“ im Bodengrund befinden und die unregelmässige „Impfung“ mit Blasenschnecken kurzerhand vertilgen.



Projekt „BambusBecken“ mit etwa 10 weissen und 10 roten Zwerggarnelen. Dazu noch ungefähr 10 Stück vom Paradiesfisch-Nachwuchs (Bild unten rechts). Rechts am Becken hängt der auf kleine Stufe (rieseln) eingestellte Aussenfilter. Die Beleuchtungskonstruktion nebst Eimer steht nur zum Fotografieren da. Die Teichpflanze sowie das Zyperngras ist eingegangen. Ich habe diese aber nicht aus dem Wasser entfernt. Die Schnecken (TDS, Blasenschnecken, Apfelschnecken und eine Posthornschnecke) vertilgen zusammen mit den Garnelen die Blätter und Stile langsam. Die Turmdeckelschnecken (TDS) graben sich bis zu den Wurzeln vor und lassen sich diese schmecken. Mit Freude entdeckte ich zufällig, dass ich mehrfacher Papa geworden bin. Die RedFire-Garnelen haben Nachwuchs bekommen.


Projekt „GreenGras“ mit einem Siamesischen Kampffisch-Bock und seit gestern mit etwa 10 roten Neon. Das Becken läuft meiner Meinung am besten. Das Sumpfgras habe ich schon einmal zurückgeschnitten, weil es dermassen aus dem Becken wucherte. „GreenGras“ läuft komplett ohne Technik. Die Schnecken (TDS, Blasenschnecken und Apfelschnecken) räumen das Aquarium auf und halten die Scheiben und Pflanzen algenfrei. Die Beleuchtung steht nur wieder zum Fotografieren auf dem rechten Elefantenhocker. Jetzt steht dort wieder eine weisse Diamantorchidee im grossen Windlicht-Biotop.
Auf dem oberen Bild links auf dem Elefantenhocker (aus Koh Samui importiert) steht das „BeginnerGlas“. Dieses war das erste „Aquarium“ – komplett ohne Technik. Es durchlief sämtliche Algenstadien (ich wollte es schon ausräumen), bis irgendwann Blasenschnecken damit begannen die Grünalgen von der Scheibe zu putzen. Auch das Moos sieht wieder wesentlich besser aus. Dorthinein zog eine der Kampffisch-Damen aus dem Säulenaquarium.

Projekt „Säulenaquarium“ mit etwa 12 gelben Zwerggarnelen und einer unbekannten Anzahl Anentome Helena (räuberische Turmdeckelschnecke, umgangssprachlich „Killerschnecke“) . Die Garnelen liessen sich einfach nicht fotografieren (Licht und kein Stillhalten), fressen seit gestern mit Wonne die braunen Algen von Scheiben und Pflanzen und das verwitterte Seemandelbaumblatt. Ein Aussenfilter auf kleinster Stufe sorgt für Wasserbewegung und eine Klemmleuchte für braune Algen an den Schwimmpflanzen und am hinteren Eck.
Gestern bekam ich von Guido zum Geburtstag die gelben Zwerggarnelen geschenkt Somit zogen die beiden Kampffisch-Weiber aus. Eine ins „BeginnerGlas“ und eine in das grosse „Einweckglas“ (rechts im Bild). Zusammen wollten die beiden offensichtlich nicht in ein Glas. Die beiden jagten sich gegenseitig. Wahrscheinlich war man sich nicht über die karge Einrichtung einig (Zicken? *lach*). Eventuell ziehen beide dieses Wochenende in das dann geleerte „Aussenbecken“ an einen neuen Platz irgendwo in der Küche oder im Arbeitszimmer – natürlich komplett techniklos, dafür mit vielen Pflanzen.
Mehrwert:
Natürlich ist die „ThaiRiver-Webcam“ immer noch online.
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Veröffentlicht von PeterPan
4. September 2008
Anbei zwei Bilder vom Nachwuchs der Paradiesfische (Macropodus opercularis). Als Grössenvergleich dient die an der Scheibe hängende Turmdeckelschnecke an der rechts unten eine Blasenschnecke hängt.


Heute fing ich etwa 40 Stück mit der „Kelle“ aus dem „ThaiRiver“ und versetzte diese in das „BambusBecken“. Mal sehen wie es mit den Zwergerln weitergeht.
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Veröffentlicht von PeterPan
2. September 2008
Heute Abend schaute ich nach, was eigentlich aus dem zweiten Nest des „Konkurrenten“ geworden ist. Es ist deutlich kleiner und hängt mickrig an einer Wasserhyazinthe beim Filter. Ich rückte die auf der Mittelstrebe befindliche Schreibtischlampe zurecht und nahm die Taschenlampe. Dann leuchtete ich hinein ins Nest und: Da wuselt doch was!


Sofort schnappte ich mir die neue DigiCam und schoss eine Serie mit unterschiedlichen Zoomstufen. Erst auf dem Bild konnte ich die Winzlinge erkennen. Speziell in den Blasenlücken sind die kleinen reflektierenden Augen zu erkennen. Ich hab‘ zum zweiten Mal „paradiesischen Nachwuchs“!
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Veröffentlicht von PeterPan
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