02.06.2010 – PODs – Pictures of Mai: „The Best of – Going to Thailand“

2. Juni 2010

Es ist gar nicht leicht über 1000 Bilder auszusortieren, um die besten in einem Album zu präsentieren. Nanee meinte noch, ich hätte dieses Mal nicht so viele Bilder geschossen. Und fast unmöglich ist es sich dann zum Ziel zu setzen für jeden Tag nur ein Bild im Beitrag einzubauen, um einen Überblick über die 16 Tage in Thailand zu bieten – sozusagen: „The Best of – Going to Thailand“. Es ging übrigens dieses Mal von Bangkok aus nach Koh Samet und dann weiter nach Koh Chang.


The Best of – Going to Thailand

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08.05. – 24.05.2010 – Pictures of Thailand: Bangkok – Koh Samet – Koh Chang – Bangkok

24. Mai 2010

Um es gleich vorweg zu nehmen: Nein, von den Unruhen in Bangkok haben wir direkt nichts mitbekommen. Ich war sogar einmal direkt bei den Absperrungen, als ich bei der Schweizer Botschaft etwas zu erledigen hatte. Als es dann „losging“ und das Militär die Barrikaden räumte, waren wir auf der Insel Koh Chang – weit im Süden. Nur regelmässige Newssendungen brachten auf allen Kanälen die Neuigkeiten aus Bangkok.

Gut, was gibt es zu erzählen? Viel! Man könnte viel schreiben, zum Beispiel über die Kosmetikindustrie: Europäerinnen rösten sich in der Sonne, um braun zu werden und Thailänderinnen geben Unsummen aus, um weisshäutig zu werden. Oder das Thema: Thailänder können mehr Wärme vertragen, als Europäer. Ja klar! In klimatisierten Hotels und Taxis und Einkaufszentren lässt es sich die Wärme draussen aushalten. Aber ich kann auch von menschenleeren Stränden berichten, Badewannen-warmes Wasser, hammermässigen Abendstimmungen in traumhaften Restaurants mit direktem Meeresanschluss.


Flight to Bangkok: A Brandnew Day


Bangkok: Sukhumvit Hotel Le Fenix – On Top of the „Nest“


Bangkok: Sunset over „The Park“ at „Central Plaza Shopping Mall“


Bangkok: Taking a Ride with a Boat on the River


Bangkok: Wine Red at the „Baan Klang Nam Restaurant“


Bangkok: Traffic through the Red Shirt Barricade


Bangkok: Sometimes hungry Girls 🙂


Koh Samet: Walking on Water


Koh Samet: Stars and Boats


Koh Samet: A Beach-Restaurant is a Restaurant at the Beach


Koh Samet: Go to the Beach?


Koh Samet: Don’t want to kiss a Wave!


Koh Samet: Paint a Picture


Koh Samet: Never stop smiling…


Koh Chang: Don’t pay the Ferryman


Koh Chang: The Water has gone to Europe


Koh Chang: Storm is rising


Koh Chang: Sleeping in the Morning


Koh Chang: How to catch Crabs? Goto Shopping-Center!


Koh Chang: It means Love!


Koh Chang: My Shadow never leaves you alone.


Koh Chang: My Name is „Little steamed Rice“ and my favourite Food is „Gung“!


Ferry back to Chantaburi: I like Soja-Milk and love you!


Ferry back to Chantaburi: „Gate to Koh Chang“


Bangkok: Man in the Mirror


Bangkok: Watching a Watchdog

Wer Lust und Zeit hat, kann sich sämtliche 850 Bilder im Album ansehen:

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19.05.2010 – Thailändische Regierung verhängt nächtliche Ausgangssperre für Bangkok

19. Mai 2010

Wir sind gerade von einem Ausflug an die Südspitze von Koh Chang zurück gekommen. Nach dem Duschen schaltete Nanee den Fernseher ein, um sich über die aktuelle Situation in Bangkok zu informieren. Ihr Eltern hätten sie schon mindestens 10x angerufen, da sie wissen, dass wir eventuell diese Tage in Bangkok verbringen könnten – was aber nicht ist. Wir sind in Koh Chang! Das einzige was für mich gefährlich ist: Die Sonne! Ich hab mir an den Armen einen Sonnenbrand geholt. Mal sehen, wie er sich heute Nacht entwickelt.

ABER: Zur Lage in Bangkok und immer aktuell (siehe unten)

Ein Regierungssprecher teilte soeben in Englischer Sprache mit, dass heute Abend ab 20 Uhr bis morgen Früh 6 Uhr eine AUSGANGSSPERRE (Curfew) für Bangkok ausgesprochen wird – zum ersten Mal in der Geschichte Thailands. Ausserdem wird das Fernsehprogramm auf sämtlichen zur Verfügung stehenden Fernsehsendern gleichgeschaltet, damit jeder immer über das aktuelle Geschehen auf dem Laufenden ist.


Lad Prao Live Webcam Bangkok 18:40 Uhr
Weitere Webcam HIER

Aktuelle Verkehrssituation in Bangkok MIT Webcams HIER

Man solle sich als Thailänder möglichst nur in dringendsten Fällen auf die Strasse begeben. Darüber hinaus werde speziell für die Sicherheit der ausländischen Bürger und Reisenden gesorgt. Wenn Urlauber in dieser heutigen Nacht (19.05. auf 20.05.) von 20 Uhr bis 6 Uhr Ortszeit in Bangkok unterwegs sein müssten (wegen Transfer etc.), so sind auf jeden Fall REISEPASS und TICKETS griffbereit zu halten, damit die Abfertigung an den Strassensperren zügig von Statten gehen können. Es bestehe kein Grund zur Sorge. Die Transferrouten seien speziell abgesichert. Die Truppen und Volunteers würden heute Nacht überall in Bangkok Poste beziehen und Strassenkontrollen durchführen.

Die Situation eskalierte heute am frühen Morgen gegen 6 Uhr, als Regierungstruppen mit gepanzerten Fahrzeugen und Baggern die Barrikaden rund um das Konsularviertel Silom beseitigten. Dabei sei es vereinzelt zu Schusswechseln und Molotowwürfen gekommen. Der itialienischer Photojournalist Fabio Polenghi aus Milano kam dabei ums Leben. Die Redshirt-Demonstranten hätten Reifenbarrikaden entzündet, worauf das Militär vorrückte. Bei einer gezielten Operation seien vier leitende Führer der Redshirts festgenommen worden.

Daraufhin zündeten versprengte Demonstranden Teile des Einkaufszentrums CENTRAL WORLD PLAZA an und behinderten die Rettungskräfte und anrückenden Feuerwehren das Feuer zu löschen. Die Sendestation des Fernsehsenders HSTV Thai TV Color Ch3 im MALONEEN TOWER (3199 Maleenon Tower, Rama-4 Road, Klongtoey, Bangkok) wurde von den Redshirts gestürmt, besetzt und teilweise in Brand gesetzt – aktuell sendet er nicht – Mattscheibe. Während der Maloneen Tower brannte, wurden über die Helikopterplattform Menschen gerettet. In einigen Gebäuden und Strassenzügen fällt der Strom ganz oder teilweise aus.

Ebenso betroffen ist die THAI STOCK EXCHANGE im selben Viertel. Das Gebäude wurde gestürmt und angezündet. Auch das Areal rund um den Lumpini Park (Nightmarket) steht teilweise in Flammen. Darüber hinaus existieren Bericht von mindestens 5 weiteren nördliche Provinzen neben Bangkok. Dort wurden zeitgleich mehrere Gebäude der Regierung gestürmt, besetzt und beschädigt. 7/11-Geschäfte und Bankfilialen in Bangkok sind dem Redshirt-Feldzug zum Opfer gefallen.

Wärend es in den Urlaubsgebieten sehr ruhig zugeht und nichts von den fernen Ausschreitungen zu spüren ist, kann von Ruhe in Bangkok leider nicht mehr gesprochen werden – zumindest ist jetzt unsicherer, als bis heute Morgen, als man noch wusste, wo sich die Redshirt-Demonstranden aufhalten. Ausserdem fehlen ihnen nun die Führer, die regulierend eingreifen könnten und der Mob regiert. Oder es handelt sich um eine von langer Hand eingefädelte und geplante Aktion nach dem Motto: „Wenn wir gefangen werden, dann stehen 10x so viele auf!“. Das wird sich noch zeigen. 

Gerade wird berichtet, dass die THAI STOCK EXCHANGE und ALLE BANKEN in THAILAND am Donnerstag und am Freitag schliessen werden.

Ich werde versuchen die aktuellen Ereignisse zeitnah hier zu ergänzen.

18:25 Uhr: Es wird von mindestens 20 brennenden Gebäuden in Bangkok gesprochen. Das Fernsehbild zeigt menschenleere Strassen und nur vereinzelt Fahrzeuge.

Update 20.05.2010: In Bangkok scheint weitgehend Ruhe eingekehrt zu sein. Recht eindrucksvolle Bilder zeigt der Tagesanzeiger in einer Online-Serie. Das grösste Einkaufszentrum Thailands (das zweitgrösste Süd-Ost-Asiens) – das Central World Plaza – ist komplett ausgebrannt. Der Lumpinipark gleicht einem ehemaligem Schlachtfeld. Die Rama IV-Road ist von abgebrannten Reifenstapeln in Mitleidenschaft gezogen und von Müll übersäht.

Die Ausgangssperre für Bangkok wurde mittlerweile bis Samstag (Quelle) auf weitere 23 Provinzen ausgedehnt (Quelle). Insgesamt wurden seit Beginn der Proteste Mitte März 82 Menschen – darunter ein italienischer Photojournalist – getötet und rund 1800 verletzt. 45 51 der 82 Menschen starben bei im Zeitraum der Ausschreitungen.

Update 15:41 Uhr: Die Bankfilialen in Thailand werden am Freitag wieder geöffnet sein, nachdem Beschwerden eintrafen, weil dadurch Zahlungen und Buchungen über Tage nicht mehr durchgeführt werden könnten. Die Tourismusbehörde vermutet mittlerweile einen Verlust im Tourismussektor bis zu 120 Milliarden Baht (120 billion baht in revenue). (Quelle)

Update 21:03 Uhr: Der Bangkok Skytrain und die Subway werden am Freitag 21.05.2010 den Betrieb einstellen. (Quelle)

Kommentar:
Welche Auswirkungen die anhaltenden Unruhen auf die Wirtschaft und den Ruf von Thailand – das Land des Lächelns – haben wird, ist noch unabsehbar. Manche Quellen sprechen bereits von einem Schaden von über 3 Milliarden US-Dollar allein für die Tourismusindustrie, welchee 15% des Bruttosozialproduktes von Thailand ausmacht und woran auch Tausende von Arbeitsplätzen hängen. Auch wenn es in den südlichen Urlaubsgebieten ruhig ung gelassen zugeht, wird sich dies in den Buchungszahlen niederschlagen; denn für die Reiseanbieter ist es ein absolutes Übel Reisende in ein unsicheres Land zu senden bzw. ein unruhiges Reiseland zu empfehlen. Quellen sprechen z.B. von Buchungsrückgängen von über 20% im Vergleich zum Vorjahr, in welchem die Gelbhemden schon einmal den Hauptflughafen Thailands für Tage blockierten. Zuerst der Tsunami und nun politische Zerwürfnisse mit einem noch noch nie dagewesenen aufeinandertreffen von Demonstranden und Militär wird das Land für Jahre im Schockzustand behalten.


17.05.2010 – Welcome to Nanee Adventure Tours oder „Going Koh Chang“

18. Mai 2010

Zuerst zu den Reisewarnungen für Bangkok oder Thailand. Die Schweizer Botschafterin in Bangkok liess heute mitteilen, dass das Schweizer Konsulat wegen der Unruhen geschlossen werde. Sie rate auch von nicht dringlichen Reisen nach Bangkok und Thailand ab. Es seien auch nicht mehr viele Schweizer in Bangkok. Gleichzeitig betonte Frau Christine Schraner Burgener, dass ein Transfer über den Flughafen Bangkok in anschliessende Feriendestinationen vollkommen problemlos möglich sei. Siehe auch Reisehinweise des EDA.

Das Schweizer Konsulat liegt an der „Wireless Road“ direkt in der Nähe des abgesperrten Viertels. Das Militär lässt niemanden mehr in die Absperrungen hinein. Somit ist es unmöglich zum Konsulat zu gelangen. Rund um das abgesperrte Viertel läuft in Bangkok alles seinen gewohnten Gang. Bangkok ist riesig und kaum einen Strassenzug weiter merkt man nichts – nein – nicht ganz: Das Militär und die Polizei haben ihre Präsenz verstärkt aus Sicherheitsgründen. Zum Beispiel sind die Haupteinfallsstrassen rund um Bangkok Polizeikontrollen sporadisch zu erkennen. Dies soll verhindern, dass weitere Redshirts nach Bangkok kommen oder Materiallieferungen stattfinden (Reifen zum Anzünden oder Benzin für eventuelle „Cocktails“). Es wird aber nicht, wie in den bekannten amerikanischen Spielfilmen, jedes Auto und die Insassen gefilzt mit „Don’t move. Stand still. Hands on the Car. Spread your Feet!“ Vergesst das – Alles geht ganz locker und wir sind problemlos aus Bangkok raus und kommen auch ganz locker wieder zu unserem Hotel nach Sukhumvit.

Koh_Samed_Beach
Koh_Samed_Restaurant

Aber zurück zum Urlaub. Ja, wir machen vollkommen entspannt Urlaub in Thailand. Gestern (ich schreibe am 18. den Artikel für den 17. Mai) brachen wir gegen 14 Uhr von Koh Samed auf. Wir setzten mit dem Speedboot nach  Ban Phe über. Anschliessend fanden wir ein Shutteltaxi, das uns nach Chantaburi brachte. In der belebten Innenstadt stiegen wir am grossen Markt um in ein weiteres Taxi, das uns in die Nähe des Pier nach Koh Chang fuhr. Dort erlebten wir einen richtig schönen tropischen Gewitterregen. Anschliessend setzten wir gemütlich mit der Fähre nach Koh Chang über.

Koh_Chang_Fähre
Koh_Chang_Landesteg

Allerdings verpassten wir das Taxi und eigentlich hatten wir noch nicht einmal ein Zimmer reserviert. Macht nichts; denn Nanee fungierte als Travelagency und telefonierte ein paar mal. Dann erzählte sie mir, dass uns der Bruder einer Freundin von ihr vom Pier abholen würde. Er fuhr uns zu einem Resort (Coconut Beach Resort) gleich in der Nähe seines Ladens, den er mit seiner Frau führt. Der Rezeptionist zeigte uns die Zimmer und Villen in verschiedenen Kategorien und Preisklassen und wir entschieden uns für die „Superior Beach Villa“ direkt am Strand, welche für gerade 2200 Baht in der Nebensaison inkl. Frühstück (*smile* Wann frühstücken wir eigenlich mal?) zu haben war.

Koh_Chang_Villa_00
Koh_Chang_Villa_02

Nach dem Einchecken gingen wir gleich nebenan im Restaurant am Strand etwas Essen und genossen noch etwas den schönen Abend am Meer. Es ist aussergewöhnlich ruhig, trotz Nebensaison und Ausschreitungen in Bangkok. Der Resort eignet sich hervorragend für Pärchen und Familien. Es hat einen schönen Pool und der Strand ist grosszügig breit und läuft ganz flach ins Meer.

Wegen der Schliessung der Botschaft, welche wir am Freitag aufsuchen wollten, bleiben wir länger auf Koh Chang – wahrscheinlich bis Samstag oder Sonntag. So haben wir auch genügend Zeit uns die schöne Abwechslungsreiche Insel näher anzusehen. Die Insel ist gross genug, um sich 14 Tage abwechslungsreich zu vergnügen. Es hat Berge und der Nationalpark lädt zum Besuch ein. Taucher finden sicherlich auch schöne Plätze rund um die Insel oder auf einer der nahen Inseln rund herum. Wir werden uns einen Scooter mieten und anschliessend etwas in der Gegend herumfahren.

Koh Chang – oder Elefanteninsel – liegt etwa 300 Kilometer von Bangkok in südlicher Richtung direkt bei Kambodga im Golf von Thailand. Man erreicht Koh Chang bequem in einer Stunde über den Flughafen in Trat mit Bangkok Airlines oder mit den Shuttlebussen (dauert „etwas länger“). Die Insel ist 30 Kilometer lang und an der breitetsten Stelle 14 Kilometer breit. Die Vegetation ist üppig und das Klima angenehm – auch für Europäer. Es hat Berge, die von suptropischen Regenwäldern bedeckt sind! Der höchste Punkt ist der Khao Jom Peasat mit 744 Metern. Insgesamt gehören 52 kleinere Inseln zu Koh Chang, wobei die grössten zwei ebenso über Resorts verfügen: Koh Mood und Koh Maak. Strom hat die Insel übrigens seit dem Jahr 2000 🙂

Reisebericht und weitere Informationen zu Koh Chang


09.05.2010 – Meeting Muay and Shopping in Bangkok

10. Mai 2010

Heute trafen wir uns mit Muay im Central Plaza Rama 2 in Bangkok. Zuerst gingen wir freundlich etwa 4 Stunden einkaufen, nein, zuerst etwas Essen „Hot Pot“ zum Selberkochen, und dann gab es Dauershopping. Sonntag ist der einzige freie Tag für Stadt-Thailänder. Was tut man, wenn es draussen heiss ist? Man überbrückt die Zeit in einem sauber herunter gekühlten Einkaufszentrum – dementsprechend war das „Besuchsaufkommen“. Verschiedene Shops nutzen die Gunst der Stunde für Sonderangebote oder Räumungsverkäufe. Je, schnell erkannt: Am Sonntag haben die Läden geöffnet, war ja klar oder?

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Leider ist der Lärmpegel im Einkaufszentrum entsprechend. Durch Ansagen, jeder Shop möchte noch selbst auf sich aufmerksam machen, Musik über Grossleinwand in einem der „Tempel-Wandel-Hallen“ – irgendwann hat man genug – nur raus hier. Zum Glück gibt es gegenüber einen Park mit See, der auch noch ein Restaurant besitzt: „The Park“ – findiger Name. Gegen 17 Uhr sitzt man dort noch alleine, weil die Sonne eine geschätzte Direkteinstrahlungstemperatur von über 60 Grad besitzt, gehen eigentlich die Wenigsten zu Fuss ohne Schirm durch den Park zum Restaurant. Im Schatten ist es mit etwas Wind erträglich. Somit genehmigten wir uns ein paar kühle Getränke und etwas gesundes zum Naschen.

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Kaum senkt sich die Sonne über den Horizont, so belebt sich der Park und das Restaurant zusehens. Eigentlich geht es jetzt erst richtig los. Spaziergänger, Kinder tollen herum, Jogger laufen die exakt 1000 Meter um den See, eine Aerobic-Gruppe tänzelt nach Ansage, die Temperatur wieder erträglich, wobei die beiden Mädels mehr litten als ich – komischerweise.

Die Bilder sind übrigens für Dich Mike! Muay vermisst Dich – extrem. But don’t worry. Alles wird gut. Just a question of Time.


08.05.2010 – Bangkok im Mai – Up and Away!

8. Mai 2010

So schnell hatte ich noch nie gepackt! In einer Rekordzeit von 45 Minuten hatte ich meine 7 Sachen zusammen. Was war geschehen? Am Donnerstag fuhr ich erst um Mitternacht von Altdorf nach Jonen zurück. Wie der Teufel es will, stand ich bereits in Flüelen im Stau: Wegen eines Schwertransporters war die Axenstrasse gesperrt worden. Als die beiden überbreiten LKWs durch waren konnte es weiter gehen. Gegen 1 Uhr morgens zu Hause angekommen, sortierte ich die wichtigen Reiseutensilien zusammen: Pass, Ticket, Kreditkarte, Digitalkamera. Gegen 2:30 Uhr ging ich ins Bett, nicht ohne vorher den Wecker auf 8 Uhr zu stellen.

Flüelen_Donnerstag_01

Als ich aufwachte, schaute ich auf den Wecker „Ach, kurz vor 8 Uhr, dann kann ich ja noch etwas Natzen (bayerisch für Mümmenln).“ Mike kam wenig später herein und meinte, ob ich schon gepackt hätte. Diesmal noch nicht. Wie auch. Eigentlich wollte ich in den letzten Tagen vor dem Urlaub die letzten Dinge für die Arbeit erledigen. Denkste! Am Montag kam ein Grossprojekt, was bis Donnerstag kalkuliert sein musste. Ergo: Planung komplett über den Haufen geworfen und jeden Tag wurde es spät. Bin ich ja mittlerweile gewohnt, oder auch nicht.

Thailand_Freitag_01

Also raffte ich mich auf, trat auf den Wecker und blickte auf die Armbanduhr: 10:30 Uhr!! Um 15 Uhr geht der Flieger. Also um 14 Uhr steht Einchecken an, also 13 Uhr Abfahrt, also 2 Stunden 30 Zeit zum Herrichten und Packen! Unter der Dusche sortierte ich meine bereits gebooteten Hirnzellen und versuchte nachzuvollziehen, wieso der Wecker mich um 8 weckte, es aber bereits 10:30 Uhr sei. Beim Zähneputzen fiel es mir ein: Ich hatte die Weckzeit gestellt, aber nicht die Uhrzeit – die blieb auf 0:00 Uhr als ich das Teil einsteckte! Genau 2:30 Stunden fehlten!

Thailand_Freitag_02

Nach dem ersten Kaffee öffneten sich auch meine Augen wieder und der Motor begann zu brummen: Was brauch ich eigentlich „alles“? Die wichtigen Dinge lagen ja „bereits“ am Tisch. Also nahm ich den mittleren Koffer und packte die Zweitwichtigen Dinge ein: Ladegeräte für die Natel, Digicam etc. 3 Hemden, 5 T-Shirts in den Standardfarben Schwarz und Weiss, eine Jeans, die Turnschuhe, das Waschzeug. Pause: Zigarette, Kaffee, Überlegen: Was noch? Mit dem Blick auf den Aschenbecher „Klar, zwei Schachteln Zigaretten!“ Fertig! 12:45 Uhr.

Mike fährt mich zum Airport, bevor er sich in die absolut entgegengesetzte Richtung nach Bern aufmacht. Er muss am Freitag am späten Nachmittag noch ein Projekt fertig machen. Super Sache! Andere gehen Freitag Mittag ins Wochenende, andere machen sich auf einen langen Freitag Nachmittag gefasst. Wieder andere setzen sich in den Flieger.

Ich hatte nicht mal Zeit das Ticket näher anzusehen. Also merkte ich erst am Freitag morgen (nachdem ich von der Arbeit nach Hause kam), dass ich mit AirBerlin via Düsseldorf fliege. Na toll! Chickenstall-Class mit Umsteigen. Mike lieferte mich am Zürich Airport ab und ich checkte ohne langes Anstehen sofort direkt ein. Der Flieger nach Düsseldorf war noch recht voll. Aber der Flieger nach Bangkok war locker gefüllt. Offensichtlich hatten sich die meisten Urlauber durch die „Unruhen“ in Bangkok einschüchtern lassen und den Urlaub storniert.

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Dass die Unruhen nur örtlich begrenzt waren und seit Donnerstag gänzlich zum Erliegen kamen, weil der Premierminister vorgezogene Neuwahlen angeboten hatte und die Redshirts daraufhin abzogen, verschaffte mir einen Fensterplatz und viel viel Platz zum Ausbreiten. Der Flieger war wirklich nur leicht gefüllt. In der Mittelreihe des A330 machte es sich ein Reisender auf 5 Sitzen breit. Und das zog sich durch den ganzen Flieger. Nur ich hatte wieder „Glück“, weil direkt hinter mir ein älteres Ehepaar sass und der Ehegatte schiefte die ganze Flugdauer wegen einer satten Erkältung.

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Aber zurück zum Umsteigen in Düsseldorf. Kein Vergleich mit dem Zürcher Airport! Schmuddelig und dämlich. Wir landeten um 16:15 Uhr und um 16:30 ging der Anschlussflug nach Bangkok. Nur, dass wir im A-Bereich landeten und der Weiterflug im C-Bereich weiterging. Also spurten, um noch rechzeitig zum Einchecken zu kommen. Da war dann noch die nochmalige Passkontrolle mit einer Witzfigur als Zöllner; denn er meinte bei der Kontrolle: „Ja, Herr Sperlich. Ich würde mir an Ihrer Stelle Bundeseigentum (den Pass) nicht mit einem Gepäckaufkleber kaputt machen lassen.“. Ich hatte keine Zeit, um irgendwas zu erwiedern. Ich meinte nur: „Aber sonst ist alles in Ordnung“. Der Zöllner nickte und drückte mir das Dokument wieder in die Hand. Der Gepäckaufkleber hängt schon seit Jahren im Pass. Zieht man den ab, so besteht die Gefahr, dass die Seite ganz reisst. Aber der eingeschweisste Teil zum Scannen ist ja voll in Ordnung. Wollte sich wieder ein Schengengeschädigter Zöllner nach der Masche „Herr Lehrer, ich weiss was!“ Wichtig machen.

Am Gate C47 angekommen, weil so stand es auf meinem Ticket, prangte jedoch eine andere Destination über der dem Gate: „Monastir“. Wo bitte ist der Flug nach Bangkok? Die Ladies von LTU wussten es nicht. Dämlich! „Ja, wir sind nicht von AirBerlin! (Weiss ich auch!) Da müssen Sie schon auf die Anzeigen schauen, wenn sich das was geändert hat!“ Hatte ich auch schon! Beim Aussteigen im Bereich A, bevor ich in den Bereich C gesprintet bin und von dem eigenartigen Zöllner wegen Bundeseigentum, das ich bezahlt habe, angemacht wurde! Der Song „Destination Unknown“ sollte mich darfür ab diesem Zeitpunkt durch den Tag begleiten als Ohrwurm. Also eine Anzeigetafel suchen und nochmal nachsehen: „Gate 45“! Ja – Nein! Das ist ja direkt neben C47! Kein Wunder, dass die LTU-Ladies das NICHT wissen konnten. Vor mir waren bestimmt noch 50 weitere am „geänderten“ Schalter direkt neben C45. Service? Nein Danke! Zonk, LTU sieht mich nicht mehr.

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Also setzte ich mich etwas in Distanz, aber in Sichtweite zu Gate 45 auf einen der „bequemen“ tropengetesteten und wüstenerprobten Ganzmetallsitzgelegenheiten. Als sich kurz nach 17 Uhr noch nichts tat am Gate, schlenderte ich beherzten Schrittes zum „Raucheraquarium“ in unmittelbarer Nähe. Es gibt schöne „SmokerLounches“ (Zürich), hässliche (Düsseldorf) und es gibt grässliche (Bangkok). Ich weiss auch nicht, aber irgendwie bekommt man es nicht hin auch für die „bösen“ Raucher, die ja auch Steuern zahlen und Tickets kaufen annehmbare und gemütliche „Lounches“ zu gestalten mit einer Klimaanlage, die funktioniert, z.B. wie in Zürich. Wir sind schon verwöhnt, oder?

Schliesslich kam dann doch die Durchsage, dass der Flug AB 7150 nach Bangkok nun einsteigefertig sei (was immer das auch heissen soll). Und es kam die immer gleich sinnlose Ansage, dass bitte erst die Sitzreihen 30 bis 45 einsteigen sollten; denn sobald das Gate offen ist, stehen durchgängi ALLE, bis auf wenige Ausnahmen auf und stellen sich ins Gedränge vor dem Gate, weil der Flieger ja sonst ohne sie geht. Und vergisst dabei den Laptop mitzunehmen, wie die Dame gegenüber von mir. Ja klar! Aber was soll’s. Dann trage ich ihn halt hinterher. Früher hat man ein Taschentuch fallen lassen, um sich kennezulernen. Heute lässt man den Laptop liegen. Aber sonst hab ich (jetzt) Zeit und warte. Meist eh zu wenig lang, weil man sieht sich ja im Finger wieder; denn dort stehen die Passagiere schon wieder an, um ü überhaupt in den Flieger zu kommen.

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Und dann blockieren die Liftansteher den ganzen Rest, weil der oder die Reisende sich genüsslich Zeit nimmt, um die sperrigen Handgepäckstücke in der Klappe zu verstauen, dann wird sich ausgezogen und zusammengelegt und das Kleidungsstück kommt auch noch in die Klappe. Die restliche Schlange wartet. Ist ja nicht möglich jemanden vorbei zu lassen. Aber der Flieger war ja dieses Mal nur locker gefüllt. Die überwiegende Anzahl der Sitzplätze blieb leer. Ich richtete mich ein und genoss den Flug in der Chickenstall-Class. Die AirBerlin-Mädels und -Jungs waren freundlich und zuvorkommend. Nur die Zudecken fluserten ohne Ende. Mein Hemd und meine Hose war über und über mit blauen Fluserl bedeckt; so dass ich diese Kleidungsstücke als erstes in Bangkok zum Waschen gab.

Nach 11 Stunden ruhigem Flug (bis auf den Dauerschniefer hinter mir) landeten wir sanft bei 36 Grad und ungeheuerer Luftfeuchtigkeit in Bangkok. Das Visum und die Immigrationprozedur ist mittlerweile Gewohnheit und mein Koffer kam auch direkt im Anschluss an die Einreiseformalitäten. Als ich draussen im Smokerbereich noch schlaftrunken vor mich hin grübelte, welche Uhrzeit nun herrscht, kam eine SMS von Nanee: Ich solle nicht ins „Le Fenix“, sondern ins „Avana Hotel“, weil das näher am Airport wäre. Oh nein, ich mag das Avana nicht. Die Rezeptösen sind so unflexibel, das Hotel ist verhältnismässig abgelegen, es ist nix los, die Zimmer sind mit „einfach“ noch recht übertituliert und die Aussicht auf ein Fabrikgelände „extrem prickelnd“. Na gut, was soll’s. Taxi beordert und ab ins „Hotel Avana“, wenn es die Liebe so wünscht.

Schon auf der Taxifahrt hatte ich ein leicht angesäuertes Gefühl in der Magengegend. Und es bestätigten sich meine Vermutungen. In jedem Hotel der Welt legt man Pass und Kreditkarte auf den Tresen und bekommt ruckzuck ein Zimmer. Im „Avana Hotel“ darf man Cash hinlegen im Voraus plus Deposit 1000 Baht! Für was? Dafür, dass man in kaputten Zimmern mit lauten Klimanlagen eventuell was „kaputt“ macht? Schon war ich stinkig und ich hatte noch nicht mal geduscht. Nachdem ich im Zimmer war, kam der nächste Streich. „Geh ma doch ins Restaurant und trinken wir was“ sagte ich zu mir und meinem Körper. Ich fuhr mit dem gebrechlichen Lift in den 2. Stock und setzte mich auf die Terrasse zwischen dem Restaurant und dem Pool mit direktem Fabrikanschluss. Und dann wartete ich. Und wartete. Und wartete noch eine Zigarette lang. Man möchte ja nicht gleich unhöflich sein. Es liefen Bedienungen emsig herum und putzten irgendwas und räumten irgendwas auf, aber keiner wollte eine Bestellung aufnehmen. Zonk 2. Sehr unüblich, aber im „Avana Hotel“ eher gewöhnlich der Fall.

Als ich dann doch einen Bediener heranwinkte und einen Kaffee und einen Mangosaft bestellte, schaute er mich mit grossen Augen an. „In one or two cups?“. Wie meinen? Schon mal Kaffee mit Mangosaft mit Milch und Zucker getrunken? Nein, natürlich in einer Tasse und im Glas! „Coffee hot?“ Ja, bitte und den Mangosaft kalt. Er dackelte davon und kam wenig später gaaaanz langsam mit dem Tablett und den beiden „Drinks“ ballancierend zurück. „Hoffentlich schafft er es bis zu meinem Tisch, bevor beides lauwarm ist“, dachte ich und sehnte mich nach dem „Le Fenix“ – schon das zweite Mal wegen der Rezeptöse.

Dann versuchte ich mich zu entspannen. Bis das Natel „pingte“. Silvio hatte geantwortet. Ich rief ihn an und fragte, was denn heute Abend in Bangkok geboten sei. Er und Nikki würden heute auf die Party ins „Nest“ kommen, ob wir uns dort treffen könnten. Aha! Das „Nest“! Das ist die Dachbar vom „Le Fenix“, also doch falsch gebucht. Aber das könnte man ja ändern. Das „Avana Hotel“ ging mir eh voll auf den „Keks“, schon bevor ich ausgepackt hatte. Also beschloss ich kurz entschlossen gleich wieder auszuchecken und ins „Le Fenix“ umzuziehen. Was ja nicht schwer sein konnte, weil ich eben noch nichts angefasst hatte oder ausgepackt.

Also bezahlte ich meine zwei Drinks und schlenderte zur Rezeptöse. Ich machte ihr klar, dass ich gleich wieder auschecke und nur noch meine Sachen hole. Sie wollte den Schlüssel. Aha, und wie komme ich an meine Klamotten? Sie gab ihn mir zurück. Ich grinste mir eines, holte meinen Koffer und verlangte meine Vorauskasse samt Deposito zurück. Ich war schon gefasst darauf, dass man „etwas“ davon zurückbehalten würde, weil ich ja eine Stunde im Restaurant sass und das Zimmer nicht noch schmuddeliger machte. Und so war es dann auch. „We charge you for one night. This makes 1500 Baht“. Egal, was soll’s nur raus hier. Das Taxi wurde mir gratis organisiert – die Fahrt zahlte ich natürlich.

Nach nur 165 Baht kam ich im „Le Fenix“ an. Der Parkplatzwächter lächelte, der Kofferkuli lächelte, ich legte Pass und Kreditkarte hin, bekam von einer netten Lady ein sauberes Zimmer, in gemütlicher Atmosphäre, mit kostenlosem WLAN (im Avana kostet das extra), so wie es sich gehört. Da darf auch das Zimmer etwas mehr kosten. Dafür bin ich mitten im Sukhumvit – in der dirkten Umgebung von Q-Bar, Bed-and-Supper-Club und direkt im Haus ist das „Nest“, wo es heute eine Samstags-Party mit guter Musik geben wird. Silvio schickte mir noch eine SMS, dass er mich um 20 Uhr zum Dinner abholt. Tja, und Nanee trifft erst morgen früh ein. Dann hab ich ja heute noch „sturmfrei“!


01.05.2010 – Urlaub in Thailand trotz aktueller Unruhen? Warum nicht?

1. Mai 2010

In Bangkok herrscht derzeit Ausnahmezustand. Einige Reiseveranstalter stornierten ihre Flüge nach Bangkok, nachdem das Auswärtige Amt Reisewarnungen für Bangkok ausgegeben hat. Jedoch steht in der Meldung, dass der Flughafen als Transit vollkommen sicher ist. Besteht für Touristen und Reisende tatsächlich Gefahr in die Belagerungen der „RedShirts“ oder gar in Auseinandersetzungen verwickelt zu werden?

Ein Freund von mir teilte mir gestern mit, dass er seinen Urlaub nach Thailand samt Freundin storniert hat. Ein anderer Arbeitskollege hält sich derzeit in Koh Samui auf. Auf Rückfrage, ob er etwas von den Unruhen bei der Anreise mitbekommen hätte, kam die Antwort: „Nein!“ Auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel hätte er lediglich bemerkt, dass die Polizei mit hoher Präsenz am Flughafen vorhanden sei. Aber man könnte sich ungehindert in Bangkok bewegen und sich die Sehenswürdigkeiten ansehen ohne mit den „RedShirts“ in Berührung zu kommen. Leider hätte er keinen der Demonstranten oder gar eine Demonstration gesehen.

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Bei mir steht der Urlaub an und ich fliege nächsten Freitag. Ob ich „Angst“ hätte? Oder gar in Erwägung gezogen nicht nach Thailand zu fliegen? Diese Fragen kann ich klar mit „Nein“ beantworten. Gut, man könnte mir entgegnen: Klar hast Du keine Bedenken. Du besuchst ja auch Dein Mädel in Thailand. Das stimmt. Aber auch sonst würde ich jederzeit nach Thailand fliegen; denn es ist nicht das Ziel der „RedShirts“ die Touristen zu schädigen. Und das Wichtigste: Bangkok ist so gross und die Redshirts konzentrieren ihre Präsenz bei den Demonstrationen auf das Regierungsviertel; denn sie wollen ja auch die Regierung stürzen und nicht die Urlauber.

Kann man wirklich nicht in die Demonstrationen verwickelt werden? Kann-Man-Fragen werden immer mit „Ja“ beantwortet. Aber im Ernst: Heute ist 1. Mai und vielerorts demonstrieren mehr oder weniger Radikale von der linken oder rechten Seite in Deutschland in den Städten Berlin und Hamburg. Auch in Zürich gibt es an diesem Tag immer wieder Ausschreitungen oder „Scharmützel“. Wird dadurch die Reisetätigkeit in den beiden Städten beeinträchtigt? Sicher nicht. Werden die Tausenden von Urlaubern und Touristen in den beiden Städten oder gar in Deutschland gefährdet? Mein Grossvater sagte immer: „Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um“. Und er musste es wissen; denn er hat zwei Weltkriege miterlebt. Mit anderen Worten: „Wenn man sich dringend dazu genötigt fühlt sich in das Getümmel zu werfen und direkt hautnah bei den Demonstranten sein möchte, so muss man sich nicht wundern, wenn man einen Polizistenknüppel über die Rübe bekommt“.

Für alle anderen Reisenden ist der Urlaub in Thailand und natürlich in Bangkok ungefährlich. In den gängigen Touristenorten und erst recht in den Backpacker-Gebieten ist nichts aber auch gar nichts von den Unruhen zu spüren. Nein, stimmt nicht ganz; denn nach aktuellen Informationen von heute spürt man es durchaus, dass weniger Urlauber vorhanden sind. Die Strände sind übersichtlich mit Touristen gefüllt und in den Restaurants bekommt man immer einen Platz. Wenn Sie sich also wirklich erholen möchten ohne die gängige Touristenschwemme in den Kernurlaubsorten in Thailand, so reisen Sie jetzt erst recht. Nebenbei für unsere Schwaben: Die Flüge und die Hotels werden aktuell immer günstiger.

Bei mir geht es am nächsten Freitag los – von Zürich nach Bangkok. Wohin es anschliessend geht, steht noch nicht fest. Mal sehen.


30.04.2010 – Die Bilder zur Doppelhochzeit von Chris+Dee und Mike+Muay

30. April 2010

Hier zwei von vielen Bildern von der Hochzeit von Chris+Dee, sowie Mike+Muay.

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Alle Bilder von der Hochzeitsreise findet man hier im Album

Wie sich Mike und Muay kennenlernten? Alles begann vor etwas mehr als 2 Jahren.


21.04.2010 – Standby in Bangkok – In der Warteschleife von Air Berlin oder „Die Vergessenen der Aschewolke“

22. April 2010

Ein N-TV-Reporter hängt mit seiner Frau seit dem 18.04.2010 fest. Heute bereichtet er online über seine Erfahrungen mit Air-Berlin und er ruhmreichen Rückholung in die Republik nach dem Ascheblackout.

Die Abfertigung G auf dem Flughafen Bangkok ist super voll, geschäftig und für drei Stunden Schauplatz einer seltsamen Mehrklassengesellschaft. Denn bei G  fliegt Air Berlin heute den zweiten Flug nach dem Debakel nach Deutschland. Und die kleine Flughafen-Welt teilt sich in die Glücklichen, die an diesem Tag ihren regulären Rückflug antreten und die anderen, die zwischen Freitag und Montag zu Opfern eines isländischen Vulkans wurden. Vor unserem Aufbruch zum Flughafen konnten wir im Internet lesen, dass nun wieder geflogen werde. Dazu der verheißungsvolle Satz: „In erster Linie wurden im Ausland gestrandete Urlauber zurückgeholt.“ Die Realität sieht aber ganz anders aus: Air Berlin hat von Dienstag auf Mittwoch die für April übliche Menge Urlauber nach Thailand gebracht. Und am G 10 bis 13 wird an diesem Mittwoch die übliche Touristenmasse, die diesen Flug gebucht hat, zurückbefördert. Der Flug ist ausgebucht wie fast alle Flüge im April. An G 14 dürfen sich die „Stehenbleiber“, wie wir im Jargon der Fluggesellschaften heißen, in eine Warteliste eintragen. Die Passagiere von Air Berlin gelten als die Privilegierten unter den Heimfahrtsuchern, denn ihre Linie fliegt.

Den gesamten wirklich aufschlussreichen Bericht über die „Vergessenen der Aschewolke“ findet man bei N-TV.

Und übrigens:

  • Thom und Helga sind seit gestern wieder in Mallorca
  • Chrigel hat Bukki heute vom Airport Zürich abgeholt – glücklich.
  • Mike und Chris fliegen wahrscheinlich eventuell ziemlich sicher was G’wiess woas ma ned am Sonntag.
  • Thom G. sitzt noch in Kambodga fest. Return unbekannt.

09.04.2010 – Just married: „Phattarida and Michael“

16. April 2010

phattarida-mike-married

Originally uploaded by PeterPanCH

Sie haben sich getraut. Phattarida und Mike sind seit Freitag verheiratet. In beiden Zeitrechnungen sieht das dann so aus:

„09.04.2553-09.04.2010-11:15AM“

Aber es gab gleich eine Doppelhochzeit: Chris und Dee heirateten nämlich am gleichen Tag zusammen mit dem Sperlix-Pärchen in Samut Prakan. Herzlich willkommen in der Familie! Wir gratulieren. Und: Es klappt sicher im 3. Anlauf 🙂

Hier kann man übrigens nachlesen, wie alles zwischen Muay und Mike begann – das erste Aufeinandertreffen im Samui Reisetagebuch vor über zwei Jahren bei unserem allerersten Urlaub in Thailand:

Urlaub Koh Samui 10.03.2008 – Strandtag am Chaweng Noi und „Wie das Leben so spielt“.