Frage an Radio Eriwan – Im Prinzip ja, aber…

20. Januar 2006

Frage an Radio Eriwan: "Stimmt es, dass ein sozialistischer Betriebsleiter einen sozialistischen Betrieb leiten kann?"
Antwort: "Im Prinzip ja, aber haben Sie schon mal einen Zitronenfalter gesehen, der Zitronen falten kann?"

Frage an Radio Eriwan: "Stimmt es, daß Stalin Witze über sich sammelt?"
Antwort: "Im Prinzip ja, aber zuerst sammelt er die Witzeerzähler."

Frage an Radio Eriwan: "Darf ein kleiner Parteifunktionär einen großen Parteifunktionär kritisieren?"
Antwort: "Im Prinzip ja, aber es wäre echt schade um den kleinen Parteifunktionär…"

In Jugendjahren fiel mir ein vergilbtes kleines Büchlein in die Hände "Radio Eriwan antwortet". Ich las es an und es gefiel mir. Verstanden habe ich damals noch nicht alles, aber ich lachte mich trotzdem kringelig. Es geht vordergründig um einen russischen Radiosender, dem politische Fragen gestellt werden. Durch die Zweideutigkeit der Frage, fällt es nicht schwer eine zweideutige Antwort zu geben. Die Fragestellung ist immer gleich – die Antwort beginnt auch immer mit "Im Prinzip ja, aber…".

Heute erinnere ich mich in manchen Situationen immer noch an dieses Büchlein und die Art der Antworten. Und deren Situationen gibt es viele…

Frage an Radio Eriwan: "Kann ich eine Steckdose mit diesem Aufbau betreiben?"
Antwort: "Im Prinzip ja, aber testen Sie vorher mit feuchten Fingern, ob tatsächlich Strom drauf ist…" – möchte man da sagen. Aber:
Antwort: "Nein, niemals! Denn das ist lebensgefährlich und grob fahrlässig!"


Bravo wird 50 – Hallo Dr. Sommer

20. Januar 2006

Am 26. August 1956 erschien im Münchener Kindler & Schiermeyer Verlag zum Preis von 50 Pf mit einer Startauflage von 30 000 Exemplaren die Nr. 1 einer neuen Zeitschrift: "BRAVO – Die Zeitschrift für Film und Fernsehen". Seitdem hat BRAVO wie kein anderes Medium ganze Jugend-Generationen geprägt. Bereits 1959 liegt die Auflage des inzwischen im Untertitel zielgruppengenauer in "Die Zeitschrift mit dem jungen Herzen. Film – Fernsehen – Schlager" umbenannten Heftes bei 523 000 Exemplaren. Sie wird weiter auf über eine Million Woche für Woche verkaufter Exemplare steigen.

Die erste Ausgabe ziert das Portrait von Marylin Monreo.

Generationen von Jugendlichen wurden nicht mehr von den Eltern aufgeklärt, sondern durch BRAVO. Ab Heft 43/1969 wurde das Thema Sexualaufklärung neben dem Starkult zu einem zweiten tragenden Element der BRAVO: „Dr. Sommer“ betrat die Bühne. Ein Redaktionsteam beantwortete so manche erste, aber meist witzige Frage. "Wird man durch Zungenkuss schwanger?"

Das waren noch Zeiten: Heft 48 aus dem Jahr 1980: Nina Hagen als Titelbild "Ich heisse Nina Hagen und liege manchem schwer im Magen", Autogrammkarte von AC/DC mit Interview und heissen Bildern, Starmagazin 32-Seiten über ABBA zum Herausnehmen, Rollschuhkurs für Anfänger, Starposter Pink Floyd und Vorschau auf den Kino-Film "KingKong".


Umfrage – Wo gibt es in Züri die Bayerische Brezn?

19. Januar 2006

Eine Bayerische Errungenschaft: "Die Brezn". Die "wilde" Hilde hat mich heut an etwas erinnert, was mir so gar nicht mehr aufgefallen ist. Hilde kommt aus "Nembersch" – also der Hauptstadt des Frankenlandes. Die Diskussion, ob nun Franken zu Bayern gehört ist schon so alt, wie das Laugengebäck, um welches es in diesem Beitrag geht. Sie fragte mich, ob ich "einen Geheimtipp" hätte, wo es die krossen bayerischen Brezn gibt, und nicht (Zitat) "das Labberzeug".

"Stimmt!" dachte ich. Es gibt in Zürich zwar Bäckereien, welche Brezeln, Brezen, Bretzeln etc. herstellen, aber die sind weich! Die Brezn in Bayern sind kross. Zumindest aussen, denn trocken dürfen die auch wieder nicht sein. Innen müssen die weich sein. Ofenfrisch – also noch warm – schmecken die am besten. Falls ein Bäcker das Rezept sucht, das gibt es natürlich hier.

Und starte ich mal eine Umfrage und bitte um Mithilfe: "Wo gibt es in Züri und Umgebung Bayerische Brezn?"


Frauen und Macht – Anspruch oder Widerspruch

18. Januar 2006

Sokrates sagte schon: "Eine Frau, gleichgestellt, wird überlegen". Immer mehr Frauen drängen in "Männerberufe" und dort in Führungspositionen – und das ist gut so. Angie Merkel ist Bundeskanzlerin. Die Siemens AG Österreich hat seit Dezember eine Frau das sagen: Vorstandsvorsitzende ist Brigitte Ederer. Prof. Dr. Rita Süssmuth, mittlerweile Bundestagspräsidentin a.D., sagte einmal "Nur tote Fische schwimmen immer mit dem Strom". So wird etwa Jasmin Staiblin Länderchefin von ABB Schweiz und Catherine Buisson hat die Leitung der Schweizer Vertretung des US-Pharmariesen Pfizer übernommen. Eine besondere Herausforderung steht nun der Britin Inga Kristine Beale bevor. Sie wird Chefin des krisengeschüttelten Rückversicherers Converium. Scheinbar setzen sich die "soft skills" immer mehr durch.


Die perfekte Elektroinstallation eines Schreiners

18. Januar 2006

Es gibt nichts was es nicht gibt. Als in der Elektrobranche beschäftigter Werkstätiger stolpert man ja öfter mal über so einige fantasievolle Installationen. Etwa unterwasser stehende Kabelkanäle, frei in der Elektroverteilung schwingende Diodengleichrichter, aber das hier schlägt dem Fachmann auf den Magen.

Hier hat scheinbar ein Schreiner versucht eine Steckdose zu basteln. Wie ich auf den „Schreiner“ komme? Einmal liegt dieses Kunstwerk auf einer hölzernen Trittschalldämmung. Zum anderen wurden Spaxschrauben als Leiterfixierung verwendet. Mit Spaxschrauben/Schnellmontageschrauben befestigt man üblicherweise Rigibsplatten an Blechständern. Ausserdem sind die Brettchen fein sauber gesägt. Ergo: Schreiner.

Kuriose Elektroinstallation fantasievolle Steckdose

Dafür sind sämtliche elektrotechnischen Normen „übersehen“ worden.

  • Unzulässige Verbindung von elektrischen Betriebsmitteln
  • Offener Anschluss der berührbaren aktiven stromführenden Teile
  • Aufheben der Schutzisolierung
  • verantwortungsloser, gröbst fahrlässiger Anschluss von ortsveränderlichen Betriebsmitteln
  • Steckdosenkindersicherung nicht montierbar 😉

Nun benötigt man nur noch einen Lehrling, der mit dem feuchten Finger testet, ob diese mörderische Konstruktion unter Spannung steht.


18.01.2006 – IMEI die Handy Seriennummer – Mal was sinnvolles bei Natel-Diebstahl?

18. Januar 2006

Ich habe heute folgende Mail erhalten:

„Habe etwas sehr Wichtiges mitzuteilen, und  man kann sich wirklich fragen, warum die Handy-Hersteller und Händler dies geheim halten!!!! Wenn die folgende Maßnahme an möglichst viele  Leute weitergegeben wird, würden die Handy-Diebstähle ganz sicher  sofort drastisch zurückgehen. Jedes Handy hat eine eigene, einmalige  Seriennummer. Diese kann wie folgt aufgerufen werden: Gib folgende Tastenkombination ein: *#06# .Daraufhin wird die Seriennummer des Handys angezeigt. Diese Nummer notieren und  aufbewahren. Wenn nun dein Handy gestohlen werden sollte, so melde die Seriennummer dem Telefonhändler oder Hersteller, und dieser kann dann das Handy total blockieren, auch wenn der Dieb eine neue SIM-Karte einsetzt. Du bekommst zwar dein Telefon nicht zurück, aber du hast wenigstens die Genugtuung, dass der Dieb mit deinem Handy nichts mehr anfangen kann. Wenn alle  Handy-Besitzer diese Vorkehrung treffen würde, würde es sich bald nicht mehr lohnen, ein Handy zu klauen! Schicke deshalb diese Message an möglichst viele Leute!“

Dann rief ich  natürlich sofort mal bei der Swisscom an (Geschäftskunden kostenlos: 0800 88 99 11), um mich zu erkundigen. Man aktueller Wissensstand:

  • Über die Tastenkombination *#06# wird tatsächlich die Seriennummer angezeigt.
  • Diese Seriennummer wird IMEI-Nummer genannt.
  • Mit dieser Nummer ist es allerdings nur möglich, das Natel für das entsprechende Netz zu sperren.
  • Also bei mir wäre das Swisscom. Wird eine andere SIM-Card eingesetzt (z.B. Orange), so kann der Dieb das Natel weiter nutzen.
  • Eine generelle Deaktivierung ist über diese IMEI-Nummer (zumindest über Swisscom) nicht möglich.
  • Aber noch etwas ist wichtig: Die Polizei benötigt die IMEI-Nummer für die Fahndungsmeldung!
  • IMEI heisst „International Mobile Station Equipment Identity“
  • Die IMEI des entsprechenden Gerätes ist einmalig – Seriennummer.
  • Bei Einwahl (Einbuchung) in ein Netz oder in einen Netzknoten wird die IMEI an den Mobilfunk-Betreiber übermittelt.
  • Anschliessend wird der Mobilfunk-Nutzer anhand dieser Nummer über ein Register (EIR = Equipment ID Register) identifiziert.
  • Und jetzt wird es spannend: Es gibt drei Kriterien – white List, grey List und black List
  • White List: Der Nutzer wird hier zwischen „Nur anrufberechtigt“ oder „darf auch anrufen“ einsortiert.
  • Grey List: Nachverfolgung von Netz, Ort und Zeit des Geräteeinsatzes. Durch Verknüpfung mit den Daten der SIM kann der Besitzer ermittelt werden. Und dessen Aufenhaltsort. Und dessen Gesprächspartner.
  • Black List: Netzübergreifende *1) Sperrung der IMEI (z.B. bei gestohlenen Natels, Missbrauch des Notrufes)

Woher bekomme ich die IMEI?

  • Mit der Tastenkombination *#06#
  • Akku herausnehmen und auf die Geräte-Rückseite schauen
  • Steht im Kaufvertrag
  • Steht im Gerätepass, welcher der Orginalverpackung beiliegt.

zu *1): Da die Providerübergreifende Kooperation bei Sperrungen des Natels nicht vertraglich bzw. gesetzlich geregelt ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass nach dem Diebstahl das Endgerät und trotz Sperrung der IMEI durch den Wechsel zu einer SIM eines anderen Providers das Telefon weiter genutzt werden kann.

Die IMEI wird auch für den gesamten Produktions- und Logistik-Ablauf aus Sicherheitsgründen verwendet. So wird vermieden, dass Natels auf dem Weg zwischen Produktionsstandort, Zentrallager, Verteillager, OEM-Kunde, Endkunde „verloren“ geht. Fälschungen sind so auch nahezu ausgeschlossen, da doppelte IMEI sofort identifiziert und rückverfolgt werden können.

Literatur im WEB: http://www.pruefziffernberechnung.de/I/IMEI.shtml

Es lohnt sich also immer die IMEI griffbereit zu haben (Falls man den Kaufvertrag und die Orginalverpackung nicht mehr besitzt). Nebenbei: Big Brother is watching your steps!

Zu „IMEI an Natel-Hersteller oder -Händler melden“ fand ich im WWW: 

Wenig sinnvoll ist hingegen der Rat in neueren Versionen der Kettenbriefartig verbreiteten Meldung, man solle die Seriennummer eines gestohlenen Mobiltelefons an dessen Hersteller oder an den Händler melden, wo man es gekauft hat. Der Hersteller wie auch der Händler können da nicht viel machen – sie könnten allenfalls bei der Meldung an die Netzbetreiber behilflich sein bzw. bedauernd die Auskunft erteilen, dass die meisten Netzbetreiber diesen Service (noch) nicht anbieten.

Also kann einem der Hersteller oder Händler überhaupt nicht helfen bei Verlust oder Diebstahl des Natels. 

Servicenummern Natel-Serviceprovider. Bitte immer Kundennummer, PIN und möglichst auch PUK bereit halten:

  • Swisscom Geschäftskunden: 0800 88 99 11
  • Swisscom Privatkunden: 0800 55 64 64
  • Swisscom aus dem Ausland: +41 62 286 12 12 (für beide)
  • Orange Geschäftskunden: 0800 700 600
  • Orange Privatkunden: (Nummer nicht gefunden)
  • Orange aus dem Ausland: (Nummer nicht gefunden)
  • Sunrise Geschäftskunden: 0800 505 505
  • Sunrise Privatkunden: 0800 505 505
  • Sunrise aus dem Ausland: +41 58 777 01 01

In Deutschland steht übrigens seit Mitte 2005 eine zentrale Notrufnummer zur SIM-Karten-Sperrung zur Verfügung, sofern sich der Anbieter dem Sperr-Notruf angeschlossen hat. Für die Sperrung benötigen Sie die Telefonnummer bzw. SIM-Card-Nummer sowie die Kundennummer:

  • Innerhalb Deutschland: 116 116
  • Aus dem Ausland: +49 116 116

Die Webseite der Sperr-Notruf Zentrale ist: http://www.sperr-notruf.de/ww/de/pub/sperr_notruf/sperr_notruf.php

Natürlich kann die SIM-Karte auch direkt beim Mobilfunkanbieter gesperrt werden:

  • D1: 01803 – 302202
  • D2 Vodafon: 0800 – 1212
  • E-plus: 0177 – 1000
  • O2: (nicht gefunden)

Zusammenfassung: Nur bei der Swisscom kann in der Schweiz neben der SIM-Karte auch das Natel deaktiviert werden. Hierfür ist die Seriennummer (IMEI) erforderlich. Den gleichen Service bieten übrigens nur noch Vodafon in Deutschland und ONE in Österreich. Ein Providerübergreifendes Deaktivieren des Natels (Handys, Mobiles, Cells) ist noch nicht möglich.


Was Frauen wollen – Alternativprogramm zur Fussball-WM 2006

16. Januar 2006

Ich habe heute einen Werbespot zugemailt bekommen. Im TV-Clip von „mySwitzerland“ geht es darum die Fussballfan-Frau, welche sich sicherlich extrem während der WM 2006 langweilen werden, für die Schweiz zu begeistern. Diesen Spot kann man sich auf der Website von „mySwitzerland“ herunter laden. Sehr witzig gemacht. Nur, gibt es in der Schweiz tatsächlich so viele Männer, die sich nicht für Fussball interessieren? Noch dazu, wo die Schweizer-Nati nun selbst qualifiziert ist? Auch der Hinweis „Demnächst auf dieser Seite: Sehr attraktive Ferienangebote für Frauen, die der Fussballeuphorie entfliehen wollen.“ irritiert mich etwas. Scheinbar muss erst noch ein Brainstorming durch geführt werden, um Ideen zu sammeln, was „Frauen wirklich wollen“.


Lachnummer – FIFA setzt Eröffnungsfeier zur Fussballweltmeisterschaft 2006 ab

14. Januar 2006

Wie soeben im RTL-Nachtjournal berichtet, hat die FIFA beschlossen die offizielle Eröffnungsfeier zur Fussball-WM 2006 abzusagen. Die Begründung hierfür „Der Rasen wird zu sehr belastet und könnte irreperabel leiden.“ Es wird aus Pressekreisen jedoch ebenso vermutet, dass Andé Heller zu langweilig und zu teuer kommen würde. Auch mangelndes Interesse des zahlungsfähigen Publikums sei eine Ursache; denn es wurden bisher zu wenig Eintrittskarten verkauft von Preisen von 100-750 Euro. Die Enttäuschung ist schon heute unter den 13000 freiwilligen Mitwirkenden riesengross, welche schon seit Mai für die Eröffnung proben. Bleibt es bei der Entscheidung der FIFA, so wurden von der Fussballorganisation bisher 25 Millionen in den Sand gesetzt. Zahlt das dann der Steuerzahler?


Regensburg – Narragonia stellt Faschingsprinzessin zwei Prinzen zur Seite

13. Januar 2006

(Quelle www.donau.de ) Narragonia: Zwei Prinzen für eine Lieblichkeit

Verena Wißler ist eine junge Frau, deren Oma scheinbar öfter gesagt haben muss: "Mädel iss, dass die Buben was zum Anfassen haben." Rund aber glücklich; denn in der närrischen Saison 2005/2006 wurde für das Mädchen aus der Karnevalshochburg Aachen ein Märchen wahr. Die staatlich geprüfte Hauswirtschafterin wurde mit 24 Jahren Prinzessin – und zwar für die Faschingsgesellschaft Narragonia aus Regensburg. Aus der Küche auf den Thron: Die Absolventin der Hermann-Höcherl-Schule heißt jetzt "Ihre Lieblichkeit Verena I.". "Nehmt doch mich", hatte das ehemalige Gardemädchen zum Hof-Fotografen gesagt, als er ihr gestand, die Suche nach einer Prinzessin gestalte sich für die Narragonia schwierig.

"Ihre Lieblichkeit Verena I." (mitte) die Faschingsprinzessin 2005/06 der Narragonia Regensburg – links neben Ihr der Prinz Andreas II., rechts Herr Schafbauer vom Hofbräu Regensburg. Es scheinen tatsächlich sehr wenig Bewerberinnen gewesen zu sein. Ja habe die Ehre….


KenneDieStadt – Regensburg

4. Januar 2006

Soeben habe ich diesen Beitrag gefunden, den ich sehr gut finde „KenneDieStadt“. Ich habe die Texte ergänzt. Es wäre praktisch, wenn die Leser meines Beitrags einfach mitmachen würden und folgende Themen mit Leben füllen würden – so wie ich jetzt über Regensburg. Wichtig hierbei sind Tipps und Statements über Geheimtipps, also das, was Touristen nicht in Handtaschenstadtführern vorfinden. Also ich fang dann mal an:

Regensburg

Einwohner:
ca. 151 838 (Nov. 2005)

Bester Sommertipp:
Unter der Woche trifft man(n)/frau sich am Haidplatz – am Wochenende geht es zum Guggenberger Weiher bei Neutraubling (Baden) und zum Abschluss auf die Walhalla mit einer Flasche Wein. Für einen gemütlichen Ausflug an heissen Tagen empfiehlt sich eines der Donauausflugsdampfer zu besteigen und zum Kloster Weltenburg zu fahren. Nach einer ausgiebigen Besichtigung dessen, darf man sich gerne das ein oder andere Klosterbier genehmigen. Auf der Rückfahrt könnte man dann auch gleich in Kelheim Station machen. Dort steht die private Brauerei Schneider, welche das bekannte Schneider-Weisse braut. Es handelt sich dabei um ein Hefeweizen – nicht um ein Weissbier, wie es die Preis`n bestellen.

Bester Wintertipp:
Zum Christkindl-Markt für ein paar Glühwein am Neupfarrplatz. Danach ins „Heuport“ zum Aufwärmen.

Hochrangigstes öffentliches Verkehrsmittel:
Am Besten kommt man mit dem Bus in der Innenstadt vorwärts, oder man nimmt das Rad. Taxis sind Abends schwer empfehlenswert, da noch bezahlbar. In der Innenstadt braucht man Abends nur 2x hinzufallen und man liegt vor der nächsten Kneipe.

Wo gibt es den Stadtplan:
Im Internet hier – in Papierform beim Touristikbüro direkt beim Alten Rathaus.

Das schönste Hotel:
Entweder das Hotel Orphée zentral in der Unteren Bachgasse oder das Sorat-Hotel mit Blick auf Donau, Steinerne Brücke und Dom.

Bestes Traditionslokal und Lieblingsessen dort:
Auer-Bräu, Regensburg-Steinweg, Schwandorferstrasse 39, 93053 Regensburg
– Schweinebraten oder Saure Zipfel
Oma-Plüsch, Rote-Stern-Gasse 6, 93047 Regensburg
– OmaSchnitzel
Hofbräuhaus, gegenüber Altem Rathaus, Waaggässchen 1, 93049 Regensburg
– Schweinebraten

Bester Italiener und Lieblingsessen dort:
La Gondola, Regensburg Innerer Westen, Gerlichstrasse 2, 93049 Regensburg
– Tortellini Panna

Beste Stadtzeitschrift:
LOGO das Stadtmagazin. Kommt monatlich heraus, enthält Tipps rund um Events und liegt in jedem Lokal, Restaurant und Kneipe kostenlos aus.

Bester Platz für Rendezvous:
„Bistro Rosarium“ am Dörnbergpark. Das denkmalgeschützte Schweizerhaus des ehemaligen Dörnberg-Palais ist in einen Landschaftspark aus dem 19. Jahrhundert eingebettet. Trotz der Altstadtnähe ist es schön ruhig und gemütlich dort. Der Rosengarten ist im Sommer eine Augenweide.

Bester Club:
„Scala“ in der Pustet-Passage

Beste Bar:
„Hemingway`s“ in der Oberen Bachgasse. „Paletti“ in der Pustet-Passage und „Oscar-Bar“ Rote-Hahnen-Gasse/Haidplatz

Bekanntester Stadtsong:
Das Donaulied. „Einst ging ich am Ufer der Donau entlang….“

Buch zur Stadt:
„Regensburger Almanach 2005“ von Konrad M. Färber.

Unwahrer Mythos:
Die Feinkostmetzgerei Männer zwischen Fischmarkt und Kohlenmarkt verkauft tatsächlich nur Tierfleisch, auch wenn sie mit dem Ladenschild „Wild Geflügel Fische Männer“ wirbt.

Obskurster Brauch:
Wenn Fürstin Gloria von Thurn und Taxis samt Anhang an Weihnachten die Christmette im Dom besucht, kommen viele nur, um Ihre Durchlaucht live zu sehen.

Stadtteil, den man kennen muss:
Wenn man in der Altstadt war, dann kennt man Regensburg

Wichtigster Satz:
„Gemma noch zum Würstl-Toni?“ (Der verkauft – außer Sonntag – schon um 5 Uhr morgens warme Würstl, Am Kornmarkt.)

Satz, mit dem man sich zum Deppen macht:
„Guten Tag“-Sagen, wenn man einen Laden betritt. Die Regensburger sprechen meistens Dialekt und bevorzugen ein herzliches „Grüß Gott“.

Was man niemals tun sollte:
Betrunken in die Donau fallen. Unter der Steinernen Brücke gibt es einen fiesen Strudel, der einen sofort unter Wasser zieht.

Das sagen die anderen:
„Regensburg ist ja die nördlichste Stadt Italiens.“

Schlimmste Phrase:
„Regensburg ist zwar klein, hat aber kulturell wahnsinnig viel zu bieten.“

Wann sind alle Einwohner besoffen:
Beim Palmator am Sonntag vor Ostern. Die halbe Stadt wandert zum Prösslbräu nach Adlersberg, einem winzigen Ort mit Brauerei, und trinkt Palmator.

Dämlicher Superlativ:
In Regensburg steht die älteste Wurstbraterei Deutschlands. In der Historischen Wurstkuchl an der Donau machten schon im Jahr 1135 die Bauarbeiter der Steinernen Brücke Brotzeit.

Die verhassten Provinzler:
„Siehst du SAD, BUL oder PAR, ist dein Leben in Gefahr.“ Mittlerweile haben die Burglengenfelder und Parsberger (anders als die Schwandorfer) zwar keine eigenen Nummernschilder mehr, aber an ihrer Fahrweise hat sich nichts geändert. „SAD“ heisst auch „Sau auf Durchreise“ 😉

Lebenswerteste Sache, die die Stadt hervorgebracht hat:
Das Schwarzer Kipferl, eine gewürzte Kümmelsemmel. Schmeckt besonders lecker mit Bratwürstchen, Händlmaier-Senf und Sauerkraut, gibt’s in der Historischen Wurstkuchl.

Fußballclub:
SSV Jahn 2000 Regensburg, spielt in der Regionalliga Süd.