21.02.2026 – Reyes de Guanches


Die Ureinwohner von Fuerteventura werden präzise als Majos (oder Mahos) bezeichnet, nicht als Guanchen, da sich dieser Begriff ursprünglich nur auf die Ureinwohner Teneriffas bezog. Sie waren Berber, die wahrscheinlich im 1. Jahrtausend v. Chr. einwanderten, eine neolithische Kultur ohne Metallverarbeitung führten und in einer Zweikönigsherrschaft (Maxorata und Jandía) lebten. 

Das Denkmal „Mirador de Guise y Ayose“ in der Nähe von Betancuria erinnert an die letzten zwei Könige der Insel.

Die Majos verfügten über eine eigene Sprache und Schrift, die dem Berberischen ähnelten. Ihr kulturelles Erbe ist heute vor allem in der Archäologie und in einigen lokalen Bräuchen präsent. Sie lebten in Höhlen und Steinhütten, ernährten sich von Viehzucht (Ziegen, Schafe), Fischfang und Getreideanbau.

Im Jahr 1402 begann die Eroberung durch Jean de Béthencourt. Die Majos leisteten Widerstand, wurden jedoch bis 1405 weitgehend unterworfen, getauft und assimiliert.

Übrigens: Fuerteventura war früher deutlich grüner und teilweise bewaldet, bevor die Abholzung für den Kalkbrand und die Besiedlung die Insel veränderte. Historische Aufzeichnungen erwähnen Palmen, Mastixbäume, Tabaibas (Wolfsmilchgewächse), Olivenbäume und Terebinthen. Archäologische Funde belegen zudem das frühere Vorkommen von Kiefern, Weiden und Erdbeersträuchern.

Hinterlasse einen Kommentar

Ist das deine neue Website? Melde dich an, um Administratorfunktionen zu aktivieren und diese Nachricht auszublenden.
Anmelden