Nach der Bushaltestelle „Kniebreche„, fand ich nun bei der Ausfahrt vom Sonntag eine weitere kuriose Ortsbezeichnung. Ich stand an einer Bahnschranke, sah mir die Gegend an und fand schräg, rechts hinter mir einen Feldweg samt Strassennamen: „Prügelweg“!
„Prügelweg“? Wer wird hier verprügelt? Ist das eine Art Drohung? Nicht in den Feldweg fahren, sonst drohen Prügel auf dem Weg? Oder eine Warnung: Vorsicht dicke (Holz-)Prügel können auf diesem Weg den Fahrzeugunterboden gefährden. Wer weiss – Wer weiss.
Leider ging in diesem Moment die Schranke auf und die hinter mir stehenden Fahrzeuge wollten dringend weiter. So fand ich keine Zeit das Foto direkt sofort zu schiessen. Somit musste ich erst weiter fahren, umdrehen und zurück zum Feldweg steuern. Wer errät, wo das Schild steht, bekommt ein „Bussy auf’s Bauchi“ 😉
Eigentlich müsste ich erst einmal die Bilder und Ereignisse vom letzten Freitag online stellen. Am Freitag ging ich mit Tina, Miri und Michi zuerst zum Minigolfen (ja richtig gelesen) und anschliessend zum Bowling. Und der Sonntag fehlt auch noch! Unglaublich. Sorry! Mittags stieg ich in den Boxster und fuhr der Nase nach immer Richtung Berge. Bergstrassen, Serpentinen, Kehren, Sonne, blauer Himmel, Seen, Schnee – all incl.
Aber heute stand schon das nächste Ereignis an: Sechseläuten (Sächsilüüte) und Böögg in Flammen – Ende der Winterzeit. Aber der Reihe nach:
Montag ist in Zürich zur Hälfte ein Feiertag. Dieser nennt sich „Sächsilüüte“. Eigentlich fängt das Fest schon am Sonntag an. Mit einem Kinderumzug in Tracht und Zunftkleidung. Am Montag dürfen dann die Erwachsenen und Junggebliebenen einen eigenen Umzug veranstalten: Den „Umzug der Zünfte“. Und die Zürcher samt geladener Prominenz (Marko Rima aus dem Gastkanton Zug) ziehen sich wirklich um. Sie tragen antike Trachten. Sogar Dirndl wurden von mir gesichtet.
Seit gestern – Sonntag – ist Robert arbeitsmässig in Zürich und das für eine ganze Woche. Und er wusste zuerst gar nicht was das eigentlich ist. Logisch, woher sollte ein Niederbayer das auch wissen. Somit beendete er den ersten Kurstag nach etwas Drängen von mir extrem pünktlich gegen 16 Uhr. Dann besorgten wir uns Tramtickets; denn mit einem Fahrzeug hat man in der Zürcher Innenstadt überhaupt keine Chance. Die gesamte Altstadt ist gesperrt. Die Trams und Busse fahren ebenso nur bis zu definierten verkürzten Endpunkten. Die Bahnhofstrasse und die Gegend um die Limmat vom Central bis zum Bellevue ist komplett dicht.
Wikipedia meint: „Sechseläuten, Zürichdeutsch: Sächsilüüte ist ein Frühlingsfest in Zürich. Es findet Mitte April statt. Im Mittelpunkt des Festes steht die Figur Böögg, ein künstlicher Schneemann, der den Winter personifiziert und verbrannt wird.“
Am Paradeplatz stiegen wir aus und der Umzug befand sich im vollen Gange. Liebevoll dekorierte Fuhrwerke zogen von Pferden gezogen vorbei. Darauf die bereits erwähnten Zunftmitglieder. Musikkapellen mit bunten Uniformen liefen mehr oder weniger in Reih und Glied dahinter her. Es wurden Blumen verschenkt (Als Zeichen für den Frühling) und Bussies (Als Zeichen für Freundschaft und Liebe).
Am Bürkliplatz angekommen, besorgte sich Robert ein Wasser und brachte mir eines mit. Das war bitter nötig. Lufttemperatur 28 Grad, blauer Himmel.
Die ersten Badenixen sprangen in die Fluten, um sich abzukühlen. Wir entschieden uns vorerst nur von Innen zu kühlen.
Ob zu Wasser oder auf den Dächern. Wer etwas auf sich hielt beobachtete das Treiben entweder vom Boot aus oder von der Dachterrasse des elitären Hotels „Baur au Lac“. *stösschen*
Ob im Tretboot oder im Sportboot (mit modischer roten Badehose), jeder wollte einen Blick auf den „Böögg“ erhaschen. Doch noch brannte er nicht. Wenn die Kinder (auf Verkehrsschilder) steigen, dann bleibt das Wetter schön – sag eine alte Bauernweisheit. Die Zunft-Honorationen diskutierten über den Umzug.
Während immer mehr Menschen zum Sechseläutenplatz beim Bellevue vor dem Theater strömen, treffen die letzten Mitglieder der Zünfte ein.
Um 18 Uhr wird der Böögg angezündet. Der Böögg steht auf einem grossen Scheiterhaufen in der Mitte des Sechseläutenplatzes. Während dieser brennt, reiten die Reiter der verschiedenen Zünfte um den Böögg. Je schneller der Scheiterhaufen abbrennt, um so schneller erreicht das Feuer den Böögg. Dieser ist mit Feuerwerkskörpern gefüllt.
Je kürzer die Zeit zwischen Anzünden des Scheiterhaufens und dem lautstarken Explodieren des Kopfes des Schneemannes ist, umso schöner wird der Sommer – sagt man. Zumindest in den Jahren 2003 (extrem heiss) bis 2006 (kalt und verregnet) kann ich dies bestätigen.
Witziges am Rande aus dem Jahr 2005: Aktivisten hatten eine Woche vor „Sechselüütn“ den „Böögg“ gestohlen oder besser „als Gefangenen genommen“. Ein Ersatzböögg musste beschafft und verbrannt werden.
Und dieses Jahr muss gigantisch heiss werden. Nein, ich glaube das Holz und der reisig wurden gewässert, der weiss-graue Rauch verriet dies nachhaltig. Es dauerte geschlagene 12 Minuten (handgestoppt), bis der Kopf mit einem lauten Knall explodierte. Das Holz hätte wie Zunder verbrennen müssen, denn es hat seit Wochen schönstes Wetter.
Dann nahmen wir eine kleine Stange als Erfrischung und stiessen einen herrlichen Sommer an. Anschliessend liefen wir die Seepromenade am Utoquai und dann weiter am Seefeldquai Richtung LakeSide-Casino entlang. Zwei in der Sonne sitzende Schönheiten beobachteten einen Erpel und eine Gans beim Turteln – ein schöner Snapshot, wie ich finde.
An der Seefeldwiese steht ein uraltes Karussell aus den 60er Jahren. Da musste ich den Schwarz/Weiss-Modus der Digicam einmal ausprobieren.
In der Horneggstrasse entdeckte Robert ein neues G-Model. Dann gingen wir in das Restaurant „Hornegg“ in der Seefeldstrasse 201. Das Lokal ist bekannt für das eigene Bier und ganz speziell für das Cordon Bleu. Leider habe ich vor lauter Hunger/Essen und Ratschen davon kein Foto geschossen. Gegen 21 Uhr nahmen wir die 4er-Tram zurück zum Bellevue. Dort war immer noch die Hölle los! Neben dem CoopCity wummerte Housemusic auf die Strasse
Ja was? Beginn der Brötelsaison ist ja heute auch noch. Seit einigen Jahren erfreut sich ein weiteres, inoffizielles Element des Festes immer grösserer Beliebtheit: Hunderte von Leuten sitzen auf der Sechseläutenwiese, holen sich mit Schaufeln etwas Glut aus dem noch immer sehr heissen Holzstapel und braten darüber ihr selbst mitgebrachte Servelats. Still, gemütlich, friedlich.
Genau das Richtige für eine laue Frühlingsnacht.
Dann liefen wir über die Quaibrücke zum Bürkliplatz und bestiegen dort die 2er-Tram Richtung Albisriederplatz. Und schon war wieder ein genialer Abend (fast) vorbei.
Nach dem Auftritt der „BananaFishbones“ im Papiersaal schlenderten wir die kurze Distanz hinüber zum Megakino, an dessen Eck sich der Eingang zum „Club Platins“ befindet. Michele hatte weder auf eine Mail noch auf einen Natelanruf gemeldet. Diesmal standen überhaupt keine Leute an. Es war ja auch schon halb Zwei. Der Türsteher/Security konnte mit dem Namen „Michele“ gar nichts anfangen und die Dame an der Kasse wusste auch nicht, ob er da war. Vielleicht hat er sich Urlaub genommen. Egal. Wir diskutierten kurz, ob wir fünf trotzdem kurz reinschauen sollten und beschlossen es zu wagen.
Der Türsteher liess und passieren, auch wenn wir nur eine Dame dabei hatten. Offensichtlich ist paarweises Auftreten mehr gewünscht und ist auch zu begrüssen. Wir berappten die 25 Franken Eintritt, bekamen einen weiteren Stempel (einen hatten wir bereits vom „Papiersaal“) und schritten die mit rotem Teppich ausgelegte breite Treppe hinab. Unten angekommen überraschte mich der gemütlich eingerichtete Chillout-Bereich – mit weniger Gästen als erwartet. Es waren noch etliche Kissen und Tische unbesetzt. Aus dem Mainfloor wummerte Housemusic zu uns herüber und wir gingen der Quelle nach.
Fasziniert von der Glasfaser-Deckenbeleuchtung der runden Bar im Mainfloor-Bereich bogen Dominik und ich rechts ab – und verloren dadurch kurzzeitig Martina, Stephan und Roger. Dominik’s Augen schwenkten von einer Schönheit zur anderen. Ich grinste. Vorher titulierte er den „Schuppen“ als „Lackschuh-Lokal“ und nun schien er eher begeistert zu sein. Ein breites Grinsen schmückte sein Gesicht.
Wir fanden den „Rest der Gang“ am Platz zur guten Aussicht im erhöhten Bereich mit der Tanzfläche davor und einer Bar dahinter. An einer Stange räkelte sich eine schlanke Schönheit in rotem Latex gehüllt an einer Chromstange. Die Männer fragten sich beim Anblick dessen, wie warm es in dem Aufzug sein könnte. Roger meinte, dass die Stange nicht lange halten würde, wenn er dort tanzen würde. Das Ambiente ist einfach aber geschmackvoll eingerichtet. Eher modern und kühl, aber mit einem leichten 60er-Touch.
Die Musik aus den JBL-Boxen ist gleichmässig verteilt und somit nicht unangenehm laut.Von unserer Warte aus „Platz zur guten Aussicht“ könnte man den gesamten Mainfloor-Bereich gut überblicken. Auch eine Unterhaltung war möglich ohne sich gegenseitig anzuschreien. Was sich sicher auch positiv auf die Belegschaft auswirkt. Welche übrigens überaus flink und freundlich ist.
Die Tanzfläche war locker besetzt. Tische im Randbereich grenzen die Tanzfläche klar ab. Somit sollten eigentlich Tanzflächenläufer nicht üblich sein.
Dann beschlossen wir auf einen Rundgang durch die anderen Floors zu machen. Das Publikum ist erfreulicherweise im angenehmen Alter. Keine Kappenträger und Schlabberhosen zu sehen. Offensichtlich achtet das Türpersonal auf angemessenes Alter und Bekleidung. Der zweite Dancefloor (Techno) ist eher klein und wir hielten uns nur kurz dort auf – wie die meisten; denn dieser ist im Randbereich der Durchgang zur dritten etwas grösseren und besser besuchten HipHop-Zone. Hier war es uns zu eng, sodass wir gleich die Abkürzung über den Toilettengang zum Mainfloor nahmen. Dort angekommen gingen wir die Treppe hinauf zur „Upper-Bar“.
Von oben kann man den gesamten Mainfloor-Bereich überblicken. Schon gegen halb Drei leerte sich die Arena merklich. Was eigentlich unüblich für Zürcher-Clubs ist. Keine Ahnung warum, aber an sich ist der „Club Platins“ meiner Meinung nach empfehlenswert. Auch wenn man für’s Parken zusammengerechnet noch Mal extra Eintritt bezahlen muss. Vielleicht lässt sich das Clubmanagement da ja noch etwas einfallen.
Gegen 3 Uhr verliessen zuerst Roger, Martina und Stephan die Lokalität. Dominik und ich blieben gerade mal eine Viertelstunde länger. Wir bestiegen gegen halb Vier das Auto und ich fuhr Dominik zurück nach Thalwil. Es war mit 14 Grad für diese Uhrzeit noch angenehm warm. Somit öffnete ich auf dem Weg nach Hause noch einmal das Dach und schaltete die Sitzheizung ein. Was für ein genialer Samstagabend 🙂
Nach und nach füllte sich im Papiersaal der Bereich vor der Bühne mit schätzungsweise 150 Personen. Immer noch recht locker. Es herrschte richtige Club-Atmosphäre. Nach kurzer Moderation trat die Lieblingsband von Franka Potente auf: Die „Banana Fishbones“ aus Bad Tölz. Die Band besucht Zürich auf der Vorstellung ihrer neuen CD „When You Pass By“.
Drei virtuose Musiker ganz in weiss standen da auf der Bühne und begannen mit sphärischen Klängen. Dann griffen die Brüder Sebastian (Bass und Leadsänger), Peter (Leadguitar und Background) wohlgeübt in die Saiten und Florian bearbeitete die Becken.
Das Portfolio an Musikstücken ist extrem breit gefächert, aber jedes Mal professionell auf der Bühne dargebracht und ausgedrückt. Von Soul über Jazz bis Pogo und Rock. Reggae-Klänge oder Salsa-Klänge oder wie wäre es mit etwas Country? Von jedem etwas. Sogar Popmusik – bekannt aus einem C&A-Jingle „Come to Sin“ (Youtube-Video) – wird astrein und wie von der CD rübergebracht.
Ebenso „Easy Day“ – mein persönliches Lieblingslied – brachten die Jungs zum Besten. Aber hauptsächlich spielten die „Fishbones“ Stücke aus dem neuen Album – und jedes Stück war komplett anders. Vom Stil und vom Sound. Aber immer mit Texten mit „Hirn“ und Gehalt. Zum Beispiel „Rats“ – hier geht es um Millionen von Ratten, die die Welt an sich reissen wollen. 😉 Oder „I wake up“ – Hier erzählt Sebastian von seiner Schlafwandlererfahrung. Er singt von Atom-Wissenschaftlern, die vom Forscherehrgeiz getrieben im Teilchenbeschleuniger CERN einen Mini-Urknall auf die Menschheit loslassen („Electricity“) mit dem Ziel eine neue vernichtende Superwaffe zu schaffen. Mein Lieblingsstück von der neuen CD „When You Pass By“! Einfach G-E-N-I-A-L!
Zwischendurch erzählte Sebastian ein paar Anekdoten aus vergangenen Tagen, oder was gerade so in Zürich bei der Anreise passiert war. Dann spielten sie wieder bekanntere Songs. Die BananaFishbones haben ja schon Filmmusik komponiert (u.a. „Wilde Kerle“ 2 und 3, „Adrift – Open Water 2“, „Wer früher stirbt ist länger tot“).
Bei Stephan, Martina und Dominik wich die anfängliche Skepsis „Du kennst die Band, Peter? Woher???“ dem Interesse und ging von Hin- und Herwippen in enthusiastisches Mittanzen über. Am Ende hiess die Wertung dann „Eine CD von Fishbone muss her!“
Aber der Abend war noch lange nicht gelaufen. Die „BananaFishbones“ legten gerade erst so richtig los.
Vor der Bühne wurde getanzt – und man/frau hatte durchaus genügend Platz dazu.
Sebastian begeisterte mit einer Megastimme und Peter mit extremer Fingerfertigkeit an der E-Gitarre. Auch ein Defekt an seiner beklebten Lieblingsgitarre konnte ihn nur kurzfristig unterbrechen. Seine Finger zupften die Saiten und spielten die Riffs schneller, als man schauen konnte.
Die Menge tobte und forderte mehrmals Zugaben von den Fishbones. Und die Jungs gaben diese gerne. Denn der Applaus wollte nicht abreissen. Eine vollkommen perfekte Darbietung höchster Musikerkunst folgte nach der anderen.
Leider verging die Zeit viel zu schnell. Und ich hätte mir gerne noch ein Autogramm geholt. Aber wir wollten weiterziehen. Es war ja schon fast halb Zwei morgens. Und „Das erste Mal im Club Platins“ stand noch an. Aber der „Papiersaal“ sieht mich bestimmt bald wieder.
Nach dem hervorragenden Vorspiel im Restaurant „Chez Fritz“ direkt am Zürisee, stand der nächste Termin an: Live-Auftritt der „Banana Fishbones“ im Papiersaal Sihlcity. Wir parkten im bereits bekanten Spindelparkhaus des Einkaufzentrums. Noch konnten wir durch das Einkaufszentrum hindurch laufen. Martina – das einzige Mädel – musste sich so Sprüche der Machos anhören, wie „Um diese Zeit ist die Kreditkarte Deines Ehegatten sicher“ usw. 😉
Dafür testete Martina die „grünen Sitzteilchen“ ausgiebig. Anmerkung: Die Kratzspuren auf dem Fussboden sind nicht etwa von ihr. 🙂
Dann betraten wir den „Papiersaal“ im zweiten Obergeschoss einer ehemaligen Papierfabrik. Überraschenderweise stellten wir fest, dass wir die ersten Gäste des Abends zu sein schienen. So konnten wir uns den „Schuppen“ gemütlich ansehen und genauso gemütlich Getränke und Sitzgelegenheiten auswählen.
Der „Papiersaal“ ist eine wirklich sehr nette und intelligent eingerichtete Location. Die Bar teilt den vorderen Bereich in der Längsseite.
Mit Vorhängen kann der lange Raum nach Bedarf für die jeweilige Veranstaltung vergrössert oder verkleinert werden. Oder: Es können gemütliche Separées geschaffen werden. Als Sitzgelegenheiten wählte man gemütliche Clubsessel und Ledersofas. Flache dunkle Tische ergänzen das Ambiente.
Roger, Stephan, Martina, Dominik und ich liessen uns auf einem der gemütlichen Sofas im Bühnenbereich nieder. Martina studierte das Programm der „Papierfabrik“.
Nach und nach kamen weitere Konzertgäste in den Papiersaal. Gegen 21:30 begann die Vorband mit einer interessanten Darbietung.
Der Support Act nannte sich „My Heart belongs to Cicilia Winter“. Die Band gab sich Mühe die wenigen Gäste – zu dieser Zeit etwa 50 Personen – zu begeistern.
Anschliessend wurde sehr rasant die Bühne umgebaut. In der Zwischenzeit legte ein DJ gute Musik auf. Wir besorgten uns getränkemässigen Nachschub und harrten der Dinge, die da kommen sollten: „Auftritt der Banana Fishbones“ aus Bad Tölz.
Eigentlich müsste der Titel zu den letzten beiden Tagen heissen: „Ein Traumwochenende in der Schweiz“. Solche Tage erinnern mich nachhaltig an den Faktor „Lebensqualität“. Samstagabend: Traumwetter, klare Luft, die Berge scheinen zum Greifen nah, 26 Grad Lufttemperatur, stahlblauer Himmel, die Sonne lacht. Es ist April! Seit Wochen stecken wir in einem massiven Hochdruckgebiet. Kein Lüftchen, kein Wölkchen. Was steht an diesem Wochenende auf dem Terminplan? Am Samstag Abend Treffen zum Essen mit RogerRabbit. Anschliessend geht es in den Papiersaal beim Sihlcity. Wir schauen/hören uns die „Banana Fishbones“ an. Zum Abschluss ist noch ein Besuch im „Club Platins“ geplant. Roger bringt noch eine Bayerin und einen Kollegen mit – Bei mir im Schlepptau ist Freund und Kollege Dominik.
Aber der Reihe nach: Samstag 14.04.2007 etwa 17 Uhr. Ich besteige den Boxster, lasse genüsslich das Dach nach hinten fahren, lege eine saubere Musik-CD ein und starte den Bolliden. Gemütlich lasse ich die Fuhre den Berg hinunterrollen. Die Sonne strahlt, dass es eine Pracht ist. Verhältnismässig wenig Verkehr auf der Badenerstrasse. Das Ziel: Dominik gegen 18 Uhr in Thalwil abholen. Noch schnell die Bank überfallen und dann die Autobahn Richtung Chur angesteuert.
Bei der Autobahnausfahrt Thalwil fahre ich ab und rolle nach nur knapp 30 Minuten Fahrzeit die Strasse abwärts. Vor mir eine herrliche Aussicht. Ich parke vor dem Haus, und klingle. Dominik ist noch recht locker unterwegs. Er geht erst einmal Duschen – ich mache es mir auf dem Balkon bequem. Wir haben noch locker Zeit. Treffpunkt mit Roger und Friends erst gegen 19 Uhr. Wo? Im „Chez Fritz“ in Kilchberg direkt am Zürisee. Als Dominik dies hört, reisst er die Augen auf. „Das ist doch so ein Schickimicke-Schuppen“. Keine Ahnung. Roger hat auf der Terrasse den letzten Platz reservieren können. Das „Acqua„und das „Restaurant Seerose“ in Zürich an der Seestrasse waren Nachmittags bereits ausgebucht. Kein Wunder bei dem Wetter. Ist auch egal. Bei dem Wetter und der Gesellschaft, sollte man sich schon etwas gönnen.
Gegen 19 Uhr treffen Dominik und ich auf dem Parkplatz des „Chez Fritz“ ein. Dominik meint, dass wir mit unserem Auto dort echt „reinpassen“. Porsche 911, BMW X5, Maserati, RangeRover und ein Ferrari. Die Cabrio-Dichte ist enorm. Aber leider kein Parkplatz mehr frei. Wir parken bei der Badi und laufen das kurze Stück. Roger, „Bayerin“ Martina und Kollege Stephan – aus Hamburg – warten bereits auf uns.
Wir setzen uns und bestellen einen Aperitif – Cuba Libre. Dann entwickelt sich ein gemütlicher Plausch und es wird viel gelacht. Wir bestellen uns etwas aus der a la Carte – Nüsslisalat ist aus – ich nehme einen halben Kopfsalat im Stück – Martina und ich nehmen „Hausgemachte Tomatengnocchi mit Parmesan und Spinat“, Stephan „Pochiertes Zanderfilet mit Estragonrahmsauce & Gemüsestrudel“, Roger und Dominik wählen „Rindsfilet „Café de Paris“, Gemüse & Pommes Alumettes“.
Die Aussicht über den See Richtung Berge ist fantastisch. Es regte sich kein Lüftchen.
Nur Martina fröstelte irgendwann leise vor sich hin. Ursache klar: Keine „Söckchen“ angelegt 🙂
Das Restaurant „Chez Fritz“ ist wirklich absolut empfehlenswert. Das Essen zeugt von grossem Können. Das Ambiente und die Einrichtung ist wie die Aussicht traumhaft. Das Personal zuvorkommend und aufmerksam. Rundum verteilte ich nur Pluspunkte und Sterne.
Es mundet vorzüglich. Zum Abschluss gönnen wir uns noch „Schoggichueche“ samt Kaffee. Gegen 21 Uhr beglichen wir die Rechnung und verliessen das Restaurant „Chez Fritz„, um das neue Einkaufszentrum Sihlcity anzusteuern. Wir hatten dort ein Date mit den „Banana Fishbones“ im „Papiersaal“.
Nachdem Minigolfen in Dietikon entschlossen wir uns etwas aufzuwärmen. Wo kann man dies besser als im Bowlingcenter in Schlieren. Allerdings hatten wir zuerst Pech mit der Bahn. Die Zählung klappte nicht richtig. Aber nach kurzer Reklamation bekamen wir eine andere zugewiesen. Dann konnte es endlich losgehen. Miri, Tina, Michi und ich nieteten nach kurzer Zielwasserphase die Pins nur so um.
Gegen 2 Uhr hatten wir genug Pins gekillt und bezahlten die „gemütliche“ Rechnung. Eine ruhige Kugel zu schieben ist in der Schweiz nicht so günstig, wie es scheint. Spass gemacht hat es auf jeden Fall!
Freitag Abend und das Wochenende beginnt. Miri, Tina und Michi erzählen beiläufig, dass sie zum Minigolfen gehen. „Chumsch mit?“ Ja warum nicht? Wohin? Nach Dietikon. Unüblicherweise bin ich pünktlich. Der Rest der Truppe verspätet sich etwas. Die Mini-Golf-Anlage hat schon einmal bessere Zeiten gesehen. Rote Plastikstühle stehen auf der Veranda. Ich bestelle einen Kaffee und setze mich auf einen dieser Stühle. Nur ein Pärchen sitzt noch auf der Terrasse und ist eine Cervelat mit Pommes. Miri, Tina und Michi treffen kurz darauf ein.
Wir besorgen uns die „Schläger“ und jeder bekommt einen Ball. Es dunkelt langsam ein. Anfangs sah es mehr nach „Crossgolf“ aus. Aber langsam spielten wir uns auf die Anlage ein – Die Schlaglänge konnte angepasst werden. Es ging sogar keiner der Bälle in der Dunkelheit verloren. Wir sind die letzten auf der Anlage. Und noch 18 Löcher zu spielen. Aber es bleibt bis zum letzten Loch spannend.
Gestern kam ich bei meiner Ausfahrt durch Oetwil am See und fuhr die Bergstrasse nach Stäfa hinunter. In einer Kehre sah ich auf der linken Seite ein Bushalteschild. Was stand da drauf? „Kniebreche“!?! Ich wendete und fuhr zurück den Berg hinauf, hielt an der Bushaltestelle und zog die Digicam aus der Hosentasche.
Wie kommt ein Ort wie dieser zu dem Namen „Kniebreche“? Gut, es ist eine steile Bergstrasse mit einer heftigen Kehre. Hat es dereinst Radlfahrer dermassen in den Graben geworfen, dass sich diese das Knie brachen? Die Internetrecherche ergibt keine Aufschlüsse auf die Geschichte des Namens.
Tja, das Bild von der Miezekatze und dem Hündchen ist leider weg. Und auch den Refernz-Blog von „Paul“ gibt es nicht mehr. 😦
Da dieser Eintrag aber immer noch zu den absolut meistbesuchtesten gehört, habe ich für alle irrtümlich hierher Verirrten ein anderes Bild hier als Ersatz genommen.
„Saugstelle“ ist auch ganz nett. Wie übersetzt man das eigentlich auf Englisch? „Suck Job“ oder „Blow Job“. Nein, Letzteres kann nicht stimmen; denn dann müsste es ja „Blas-Stelle“ heissen. An diesem Hydranten wird im Notfall das Wasser zum Löschen eines Brandes aus der Alster gesaugt. Logisch, oder? Alster-Wasser-Saugstelle.
Wer aber weder auf „Wet Pussy“, „Shaved Pussy“ und „Hairy Pussy“ verzichten möchte –> Da lang! 🙂
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