Nach und nach füllte sich im Papiersaal der Bereich vor der Bühne mit schätzungsweise 150 Personen. Immer noch recht locker. Es herrschte richtige Club-Atmosphäre. Nach kurzer Moderation trat die Lieblingsband von Franka Potente auf: Die „Banana Fishbones“ aus Bad Tölz. Die Band besucht Zürich auf der Vorstellung ihrer neuen CD „When You Pass By“.
Drei virtuose Musiker ganz in weiss standen da auf der Bühne und begannen mit sphärischen Klängen. Dann griffen die Brüder Sebastian (Bass und Leadsänger), Peter (Leadguitar und Background) wohlgeübt in die Saiten und Florian bearbeitete die Becken.
Das Portfolio an Musikstücken ist extrem breit gefächert, aber jedes Mal professionell auf der Bühne dargebracht und ausgedrückt. Von Soul über Jazz bis Pogo und Rock. Reggae-Klänge oder Salsa-Klänge oder wie wäre es mit etwas Country? Von jedem etwas. Sogar Popmusik – bekannt aus einem C&A-Jingle „Come to Sin“ (Youtube-Video) – wird astrein und wie von der CD rübergebracht.
Ebenso „Easy Day“ – mein persönliches Lieblingslied – brachten die Jungs zum Besten. Aber hauptsächlich spielten die „Fishbones“ Stücke aus dem neuen Album – und jedes Stück war komplett anders. Vom Stil und vom Sound. Aber immer mit Texten mit „Hirn“ und Gehalt. Zum Beispiel „Rats“ – hier geht es um Millionen von Ratten, die die Welt an sich reissen wollen. 😉 Oder „I wake up“ – Hier erzählt Sebastian von seiner Schlafwandlererfahrung. Er singt von Atom-Wissenschaftlern, die vom Forscherehrgeiz getrieben im Teilchenbeschleuniger CERN einen Mini-Urknall auf die Menschheit loslassen („Electricity“) mit dem Ziel eine neue vernichtende Superwaffe zu schaffen. Mein Lieblingsstück von der neuen CD „When You Pass By“! Einfach G-E-N-I-A-L!
Zwischendurch erzählte Sebastian ein paar Anekdoten aus vergangenen Tagen, oder was gerade so in Zürich bei der Anreise passiert war. Dann spielten sie wieder bekanntere Songs. Die BananaFishbones haben ja schon Filmmusik komponiert (u.a. „Wilde Kerle“ 2 und 3, „Adrift – Open Water 2“, „Wer früher stirbt ist länger tot“).
Bei Stephan, Martina und Dominik wich die anfängliche Skepsis „Du kennst die Band, Peter? Woher???“ dem Interesse und ging von Hin- und Herwippen in enthusiastisches Mittanzen über. Am Ende hiess die Wertung dann „Eine CD von Fishbone muss her!“
Aber der Abend war noch lange nicht gelaufen. Die „BananaFishbones“ legten gerade erst so richtig los.
Vor der Bühne wurde getanzt – und man/frau hatte durchaus genügend Platz dazu.
Sebastian begeisterte mit einer Megastimme und Peter mit extremer Fingerfertigkeit an der E-Gitarre. Auch ein Defekt an seiner beklebten Lieblingsgitarre konnte ihn nur kurzfristig unterbrechen. Seine Finger zupften die Saiten und spielten die Riffs schneller, als man schauen konnte.
Die Menge tobte und forderte mehrmals Zugaben von den Fishbones. Und die Jungs gaben diese gerne. Denn der Applaus wollte nicht abreissen. Eine vollkommen perfekte Darbietung höchster Musikerkunst folgte nach der anderen.
Leider verging die Zeit viel zu schnell. Und ich hätte mir gerne noch ein Autogramm geholt. Aber wir wollten weiterziehen. Es war ja schon fast halb Zwei morgens. Und „Das erste Mal im Club Platins“ stand noch an. Aber der „Papiersaal“ sieht mich bestimmt bald wieder.

































[…] WE in Zürich – Das “Erste Mal” im Club Platins Nach dem Auftritt der “BananaFishbones” im Papiersaal schlenderten wir die kurze Distanz hinüber zum Megakino, an dessen Eck sich der Eingang zum […]
Genialer Abend wars tatsächlich.